<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://circulated.rwth-aachen.de/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=Hannah+K%C3%B6hler</id>
	<title>CirculateD - Benutzerbeiträge [de]</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://circulated.rwth-aachen.de/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=Hannah+K%C3%B6hler"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Spezial:Beitr%C3%A4ge/Hannah_K%C3%B6hler"/>
	<updated>2026-05-06T14:28:10Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.41.0</generator>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Glossar&amp;diff=6148</id>
		<title>Glossar</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Glossar&amp;diff=6148"/>
		<updated>2026-04-30T12:34:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Allgemein==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
;Abfall&lt;br /&gt;
: Materialmix – Mischung aus unterschiedlichen Materialien; Abfall ist der zentrale Rechtsbegriff des Abfallrechts §3 Abs.1 Satz 1 KrWG: Abfälle sind alle Stoffe und Gegenstände, derer sich ihr Besitzer entledigt, entledigen will oder entledigen muss, ohne dass ein Nebenprodukt (es gibt einen Markt für den Stoff/das Produkt) vorliegt oder das Ende der Abfalleigenschaft (durch einen Zweiterzeuger) aufgehoben ist. Alltäglicher Sprachgebrauch des Begriffs Abfall: wertlose, gebrauchsuntaugliche Stoffe und Gegenstände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Abfallhierarchie&lt;br /&gt;
: Die in § 6 KrWG geregelte fünfstufige Abfallhierarchie legt für Maßnahmen der Vermeidung von Abfällen sowie der Vorbereitung zur Wiederverwendung, des Recyclings, der sonstigen (insbesondere energetischen) Verwertung und der Beseitigung von Abfällen eine grundsätzliche Rangfolge fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Abfallschlüssel&lt;br /&gt;
: Obergruppe aus der Abfallverzeichnisverordnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anthropozän&lt;br /&gt;
: jüngstes geologisches Zeitalter, in dem die menschlichen Aktivitäten den dominantesten Einfluss auf die Umwelt darstellen. (Der genaue Startpunkt steht noch zur Diskussion.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anthropogenes Lager&lt;br /&gt;
: Rohstoffe, die in Infrastrukturen, langlebigen Gütern oder Gebäuden verarbeitet sind und somit langfristig in Nutzung bleiben. Sie stehen daher der Verwertung nicht sofort zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Abraum&lt;br /&gt;
: Gestein ohne oder mit sehr geringem Wertgehalt (taubes Gestein), das gefördert werden muss, um die Roh-stoffe einer Lagerstätte abbauen zu können, jedoch keinen Eingang in das Wirtschaftssystem findet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Angewandte Ökologie&lt;br /&gt;
: auf Umsetzung von Schutzzielen ausgerichtet aber auch auf menschliche Nutzungsarten wie z.B. Forstwissenschaft oder Schädlingskunde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anthropogen&lt;br /&gt;
: Durch den Menschen beeinflusst, verursacht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Biomasse&lt;br /&gt;
: Beinhaltet die gesamte organische Substanz, die durch Pflanzen und Tiere anfällt oder erzeugt wird. Wenn es um den Einsatz von Biomasse zur Energieerzeugung geht, unterscheidet man zwischen nachwachsenden Rohstoffen (Energiepflanzen wie Raps, Mais oder Getreide) sowie organischen Reststoffen und Abfällen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Circular Economy&lt;br /&gt;
: Die bekannteste CE-Definition wurde von der Ellen MacArthur Foundation (2012, S.7) formuliert: &amp;quot;[CE] ist ein industrielles System, das [...] wiederherstellend oder regenerierend ist. Es ersetzt das &amp;quot;End-of-Life&amp;quot;-Konzept durch die Wiederherstellung, stellt sich um auf die Nutzung erneuerbarer Energien, eliminiert die Verwendung toxischer Chemikalien, die die Wieder-verwendung beeinträchtigen, und zielt auf die Beseitigung von Abfall ab durch die überlegene Gestaltung von Materialien, Produkten, Systemen und [...] von Geschäftsmodellen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;DERec und DIERec&lt;br /&gt;
: Sekundärrohstoffindikatoren, die anzeigen, in welchem Umfang Primärrohstoffe oder Halb- und Fertigwaren importiert bzw. inländisch gewonnen werden müssten, wenn Sekundärrohstoffe nicht verwertet würden. Die Indikatoren zeigen die realen Verwertungsqualitäten von Sekundärrohstoffen und deren Substitutionseffekte. Beim DERec (Direct Effects of Recovery) werden nur die direkten Effekte innerhalb einer Volkswirtschaft betrachtet, die Systemgrenze ist dieselbe wie beim DMI. Beim DIERec (Direct and Indirect Effects of Recovery) wird die Rohstoffnutzung auf der globalen Ebene betrachtet. Die Systemgrenze stimmt mit der des RMIs überein.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Direkter Materialeinsatz (DMI)&lt;br /&gt;
: Materialflussindikator: Masse der Rohstoffe, die in einem Land bzw. einer Volks-wirtschaft weiterverarbeitet oder konsumiert werden. Berechnung: Summe der Massen der inländisch verwerteten Entnahme sowie der importierten Rohstoffe, Halb- und Fertigwaren (Vgl. „Direkte Rohstoffflüsse“).&lt;br /&gt;
:DMI = Direct Material Input (Inländisch verwertete Entnahme an Rohstoffen plus Importe mit Eigengewicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Dissipative Verluste&lt;br /&gt;
: Stoffverluste aufgrund feiner Verteilung; Beispiele: Korrosion von metallischen Bauteilen, Verwitterung von mineralischen Bauteilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Downcycling&lt;br /&gt;
: Recyclingverfahren mit Qualitätsabnahme von Ausgangsmaterial zu Sekundärmaterial &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kosmol&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Energieeffizienz&lt;br /&gt;
: Verhältnis Nutzen oder Ergebnis durch notwendigen Energieaufwand &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kosmol&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Energierohstoffe&lt;br /&gt;
: Rohstoff, in dem Energie, chemisch oder physikalisch gespeichert ist und der damit energetisch genutzt werden kann. Fossile Energieträger, biotische Rohstoffe, Kernbrennstoffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Entkopplung&lt;br /&gt;
: Aufhebung oder Verringerung einer quantitativen Abhängigkeit zwischen kausal verknüpften Entwicklungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gemeinlastprinzip&lt;br /&gt;
: Wenn das Verursacherprinzip nicht oder nicht vollständig durchgesetzt werden kann, sorgt die öffentliche Hand für Ausgleich der Umweltschäden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gesamter Materialeinsatz (TMR)&lt;br /&gt;
: Materialflussindikator: Masse der genutzten und ungenutzten Materialien, die entlang der Wertschöpfungsketten der in einem Land verarbeiteten bzw. konsumierten Waren und Dienstleistungen entnommen werden. Berechnung: Inländische genutzte und ungenutzte Entnahme plus Importe in RME (vgl. „Rohstoff-äquivalente (RME)“), einschließlich der durch die gehandelten Waren verursachten ungenutzten Materialflüsse. &lt;br /&gt;
:TMR = Total Material Requirement (Gesamtheit aller Rohstoffentnahmen – verwertet und nicht verwertet)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gesamter Materialkonsum (TMC)&lt;br /&gt;
: Materialflussindikator: Masse der genutzten und ungenutzten Materialien, die entlang der Wertschöpfungsketten der in einem Land konsumierten Waren und Dienstleistungen entnommen werden. Berechnung: Inländische genutzte und ungenutzte Entnahme plus Importe minus Exporte in RME (vgl. „Rohstoffäquivalente (RME)“), einschließlich der durch die gehandelten Waren verursachten ungenutzten Materialflüsse.&lt;br /&gt;
:TMC = Total Material Consumption (TMR abzügl. Aufwendungen für Exporte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gesamtrohstoffproduktivität&lt;br /&gt;
: Produktionsbezogener Indikator für die Rohstoffeffizienz der deutschen Volkswirtschaft. Teil der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie sowie von ProgRess II. :Berechnung: preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt zuzüglich der preisbereinigten Ausgaben für Importe (BIP+IMP) geteilt durch den Primärrohstoffeinsatz (RMI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gewerbeabfälle&lt;br /&gt;
: Gewerbliche Siedlungsabfälle (auch kurz &amp;quot;Gewerbeabfälle&amp;quot; genannt) sind Siedlungsabfälle aus anderen Herkunftsbereichen als privaten Haushaltungen, die in Kapitel 20 der Anlage der Abfallverzeichnis-Verordnung vom 10. Dezember 2001 aufgeführt sind, insbesondere&lt;br /&gt;
:*	gewerbliche und industrielle Abfälle sowie&lt;br /&gt;
:*	Abfälle aus privaten und öffentlichen Einrichtungen,&lt;br /&gt;
:die Abfälle aus privaten Haushaltungen auf Grund ihrer Beschaffenheit oder Zusammensetzung ähnlich sind und wie diese entsorgt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Haushaltsabfälle&lt;br /&gt;
: Haushaltsabfälle sind bestimmte Siedlungsabfälle, die als überwiegend haushaltstypisch definiert werden, wie z. B. Hausmüll, Sperrmüll, Verpackungen, Garten- und Parkabfälle. Dabei kommt es darauf an, dass Abfälle in der Regel überwiegend bei privaten Haushalten anfallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Industrial Ecology&lt;br /&gt;
: Wirtschaften nach dem Vorbild von Ökosystemen, kreislauforientiert, ressourceneffizient, nachhaltig und zukunftsfähig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Inländischer Materialkonsum (DMC)&lt;br /&gt;
: Materialflussindikator: Masse der Rohstoffe, die in einem Land bzw. einer Volkswirtschaft konsumiert werden. Berechnung: Summe aus inländisch verwerteter Entnahme zuzüglich der Masse direkt importierter Rohstoffe, Halb- und Fertigwaren abzüglich der Masse direkt exportierter Rohstoffe, Halb- und Fertigwaren (Vgl. „Direkte Rohstoffflüsse“).&lt;br /&gt;
:DMC = Direct Material Consumption (DMI abzgl. Aufwendungen für Exporte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Kooperationsprinzip&lt;br /&gt;
: Staatliche und gesellschaftliche Kräfte sollen bei der Durchsetzung der Umweltschutz-Ziele mitwirken. Die Akzeptanz und Umsetzung des Umweltrechts sollen damit gesteigert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--;Laserinduzierte Plasmaspektroskopie (LIPS; englisch: Laser-induced breakdown spectroscopy (LIBS))&lt;br /&gt;
: Die LIPS--&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Müll&lt;br /&gt;
: von „mullen“ (Althochdeutsch), „müllen“ (Mittelhochdeutsch) – zerstoßen/zermahlen, siehe auch Müllerhandwerk; Der Begriff Müll bezeichnete Zusammengefegtes/Zusammengekehrtes, das beim Mahlen von Korn, Stein und anderem anfiel. Heute Synonym für den Begriff Abfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Nachwachsende Rohstoffe&lt;br /&gt;
: Erneuerbare Ressourcen aus der Land- und Forstwirtschaft, die nicht dem Nahrungsbereich zugeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Natürliche Ressourcen&lt;br /&gt;
: stofflichen Substanzen und Energien einschließlich aller chemisch-physikalischen und biologischen Prozesse, die das Leistungsvermögen der Landschaft repräsentieren; Wasser, Luft, Rohstoffe, Boden/Fläche und biologische Vielfalt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ökologie&lt;br /&gt;
: Teil der Biologie. Wissenschaft von den Beziehungen der Lebewesen zueinander und zu ihrem abiotischen Umfeld; Wechselbeziehungen des Stoff- und Energieaustausches in natürlichen Systemen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ökologischer Rucksack&lt;br /&gt;
: Summe aller natürlichen Rohmaterialien von der Wiege bis zum verfügbaren Werkstoff oder zum dienstleistungsfähigen Produkt in Tonnen Natur pro Tonne Produkt, abzüglich dem Eigengewicht des Werkstoffes oder Produktes selbst, gemessen in Tonnen, Kilogramm oder Gramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ökologischer Umweltschutz&lt;br /&gt;
: Schutz und Entwicklung (Leitbilder/Ziele) einer bestimmten Qualität biotischer und abiotischer Ressourcen  Naturschutz: Schutz und Entwicklung biotischer, abiotischer und ästhetischer Ressourcen sowie den Schutz von Naturgütern aus altruistischen und moralischen Gründen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ökologismus&lt;br /&gt;
: auf Ziele des Naturschutzes ausgerichtete Geisteshaltung (wertkonservativ, Technisch-kritisch bis feindlich) – mit Ökologie hat diese nur insofern zu tun, als dass einige ökologische Theoreme (z.B. Vernetzungsmodelle in Ökosystemen) sich auf Gesellschaften übertragen lassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Planetare Grenzen&lt;br /&gt;
: Konzept, dass von etwa 30 internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern um Johan Rockström für neun zentrale natürliche Prozesse und Systeme entwickelt wurde und deren „planetare Belastbarkeitsgrenzen“ angibt. Diese Grenzen beruhen zum einen auf naturwissenschaftlichen Erkenntnissen und zum anderen auf dem Vorsorgeprinzip.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Primärrohstoffeinsatz (RMI)&lt;br /&gt;
: Materialflussindikator: Masse der Rohstoffe, die entlang der Wertschöpfungsketten jener Waren und Dienstleistungen eingesetzt werden, die in einem Land bzw. einer Volkswirtschaft verarbeitet bzw. konsumiert werden. Berechnung: Summe aus inländisch verwerteter Entnahme zuzüglich der Importe in RME (vgl. ;„Rohstoffäquivalente (RME)“).&lt;br /&gt;
:RMI = Raw material Input = Summe inländischer Rohstoffentnahme und Importe mit Eigengewicht und Aufwendungen für Vorketten (= verwertete Entnahme im Ausland für Bereitstellung der Importe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Produktionsabfälle&lt;br /&gt;
: Abfälle aus Produktionsschritten von Unternehmen (bspw. Stanzabfälle, Späne, Gussteile u. ä.), die nicht unter den Begriff des Nebenprodukts nach §4 KrWG fallen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Produktverantwortung&lt;br /&gt;
: Zur Erfüllung der Produktverantwortung sind Erzeugnisse möglichst so zu gestalten, dass bei deren Herstellung und Gebrauch das Entstehen von Abfällen vermindert wird und die umweltverträgliche Verwertung und Beseitigung der nach deren Gebrauch entstandenen Abfälle sichergestellt ist. Die Produktverantwortung strebt die Umsetzung des Verursacherprinzips an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Quoten&lt;br /&gt;
: Anteil einer Bestandsgröße. Wird in Prozent angegeben und bezieht sich auf eine Größe zu einem bestimmten Zeitpunkt. In der Abfallwirtschaft beziehen sich die Verwertungsquoten auf die zur Verwertung bereitgestellten Mengen (erfasste Mengen) oder auf die lizensierten Mengen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Rebound-Effekt&lt;br /&gt;
: Beschreibt den Effekt, dass aufgrund von Effizienzsteigerungen erreichte Kosteneinsparungen nicht zu einem in gleichem Maße geringeren Ressourceneinsatz führen, da es durch diese Einsparungen zu vermehrter Nachfrage und Nutzung kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Recyclingrohstoffe&lt;br /&gt;
: Rohstoffe, die durch stoffliche Verwertungsverfahren (i.e. Recycling) aus Abfällen oder Produktionsrückständen gewonnen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ressourceneffizienz (RE)&lt;br /&gt;
: Verhältnis von natürlichen oder technisch-wirtschaftlichen Rohstoffen und den aus ihrer Nutzung gewonnenen Vorteilen, sei es in der Produktion oder im Konsum. Hierbei geht es darum, den Nutzen der Produkte oder Dienstleistungen zu maximieren und gleichzeitig den Verbrauch und den Abfall zu minimieren. Nach der europäischen Kommission (Kreislaufwirtschaftspaket 2015) wird RE wie folgt definiert: „allowing the economy to create more with less, delivering greater value with less input, using resources in a sustainable way and minimising their impacts on the environment” (COM (2015))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Reserven (Rohstoffwirtschaft)&lt;br /&gt;
: bekannte und technisch/wirtschaftlich gewinnbare Rohstoffvorkommen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ressourcen (Rohstoffwirtschaft)&lt;br /&gt;
: Geologisch erwartete bzw. derzeit nicht wirtschaftlich gewinnbare Rohstoffvorkommen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ressourcenproduktivität&lt;br /&gt;
: definiert als das Verhältnis des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zum inländischen Materialverbrauch (DMI), wird als Indikator der Ressourceneffizienz verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Rohstoffäquivalente (RME)&lt;br /&gt;
: Maß für direkte und indirekte Stoffströme ohne versteckte Stoffströme. Bei der Berechnung wird die Masse aller über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg eingesetzten Rohstoffe einbezogen. Berücksichtigt werden dabei nur die verwerteten Rohstoffe, nicht aber die nicht verwerteten Entnahmen. (UBA 2012)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Rohstoffkategorien&lt;br /&gt;
: Energierohstoffe, metallische Rohstoffe, mineralische Rohstoffe, nachwachsende Rohstoffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Rohstoffliches und werkstoffliches Recycling&lt;br /&gt;
: Recycling (teilweise auch stoffliche Verwertung genannt) beschreibt allgemein die Aufbereitung und Wiederverwendung bereits benutzter Rohstoffe. Es wird weiter zwischen dem werkstofflichen Recycling und dem rohstofflichen Recycling (manchmal auch chemisches Recycling genannt) unterschieden. Am Beispiel von Kunststoffen bedeutet ein werkstoffliches Recycling, dass die Polymerstruktur nicht wesentlich verändert wird und der Kunststoff als Material erhalten bleibt. Es können Rezyklate hergestellt werden, die oftmals allerdings eine geringere Qualität als Primärkunststoffe aufweisen. Beim rohstofflichen Recycling werden die Kunststoffpolymere in ihre Monomere bzw. chemischen Grundbausteine umgewandelt. Die Qualität des recycelten Produkts entspricht in etwa der Qualität der Primärrohstoffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;R-Strategien&lt;br /&gt;
: bilden die Kernprinzipien zur Umsetzung der Kreislaufwirtschaft. Das Modell umfasst derzeit 10 R-Strategien. Ihre Wirkungen werden in die drei Kategorien Schmälern, Verlangsamen und Schließen unterteilt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Siedlungsabfall&lt;br /&gt;
: Als Siedlungsabfall werden Abfälle aus privaten Haushalten und vergleichbaren Einrichtungen, zum Beispiel Abfälle aus Arzt- und Rechtsanwaltspraxen, Verwaltungsgebäuden, Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sowie hausmüllähnliche Abfälle aus Gewerbe und Industrie, bezeichnet. Ferner gehören zu den Siedlungsabfällen auch Sperrmüll, Marktabfälle, Straßenkehricht, Bioabfälle sowie getrennt erfasste Wertstoffe wie Glas und Papier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Umwelt&lt;br /&gt;
: Summe an Gegenständen und Kräften außerhalb eines Organismus mit denen dieser in Wechselbeziehung steht oder auf die er einwirkt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Umweltschutz&lt;br /&gt;
: Ökologischer und technischer Umweltschutz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ungenutzte Entnahme&lt;br /&gt;
: Menge an Material, das bewegt werden muss, um Zugang zu den schlussendlich genutzten Rohstoffen zu erhalten. Beispiele sind Abraum im Bergbau oder Beifang in der Fischerei. Die ungenutzte Entnahme findet keinen Eingang in das ökonomische System und hat somit auch keinen Preis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Urban Mining&lt;br /&gt;
: richtet sich an den Wertstoffgehalt von Altgegenständen, die bisher noch keinem Entsorgungsweg zugeführt worden sind, weil sie in Haushalten gebrauchsunfähig oder ungenutzt verwahrt werden (individuelle Depots in Kellern, Schubladen, Kabelschächten, u.a.). Eine andere urbane Mining-Quelle können auch verlassene Gebäude oder veraltete Infrastrukturen sein. Mit dem Urban Mining wird das Konzept verfolgt, den potentiellen Abfall mit den enthaltenen Wertstoffen zugänglich zu machen und als Rohstoffquelle in den Kreislauf zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Verursacherprinzip&lt;br /&gt;
: Übertragung der Verantwortlichkeit sowie der resultierenden Kosten zur Vermeidung, Beseitigung und zum Ausgleich von Umweltbelastungen auf die Verursacher von Umweltwirkungen. Der entscheidende ökonomische Grund für die Verfolgung des Verursacherprinzips ist die Erhöhung der volkswirtschaftlichen Effizienz, d. h. der gesamtwirtschaftlich sparsame Einsatz der Ressourcen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Vorsorgeprinzip&lt;br /&gt;
: Vermeidung von Risiken und Verhinderung von Umweltschäden durch vorausschauendes Handeln und präventive Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wertschöpfungskette&lt;br /&gt;
: Gesamte Kette von Produktionen und Dienstleistungen für ein Produkt oder ein Unternehmen. Beginnt beim Anbau eines Rohstoffes (z. B. Landwirtschaft) oder Abbau eines Rohstoffes (Bergbau) und reicht über die Weiterverarbeitung und Produktionsstufen bei Zulieferern oder dem Unternehmen selbst sowie über den Handel und Zwischenhandel bis hin zur Nutzungsphase bei Geschäftskunden oder privaten Verbraucher/innen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stoffströme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Glas===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Amorph&lt;br /&gt;
: Von griech.: amorphos (= umgestaltet) abgeleitetes Adjektiv zur Zustandsbeschreibung von Festkörpern, deren molekulare Bausteine nicht in Kristallgittern, sondern regellos angeordnet sind. Anders als in einem Kristall, bei dem zwischen den Atomen eine Nahordnung (d. h. konstante Abstände zu nächsten Nachbaratomen) und eine Fernordnung (regelmäßiges Wiederholen eines Basisgitters) existieren, liegt im amorphen Zustand nur eine Nahordnung vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Dolomit&lt;br /&gt;
: Dolomit ist weiß, aber meist durch Eisen- oder Mangan-Gehalte oder durch Verunreinigungen rötlich, braun, grünlich, grau oder schwarz gefärbt. Der glas- bis perlmuttartige Glanz wird bei derbem Dolomit leicht simmernd bis matt. Dolomit-Gesteine werden als Straßenschotten, Werksteine und besonders als roh behauene Bausteine verwendet. Reiner Dolomit wird in zunehmendem Maße anstelle von Kalk als Flussmittel für die Eisen-Verhüttung verwendet, da die dabei anfallende Dolomit-Schlacke nicht gelöscht werden muss und daher für Leichtbaustoffe direkt genutzt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Kalk&lt;br /&gt;
: Zu den Sedimentgesteinen und hier zu den Carbonat-Gesteinen gehörende, natürliche Gesteine, die vorwiegend aus Calciumcarbonat (CaCO3) bestehen; sie sind zum überwiegenden Teil organogenen Ursprungs. Kalk gehört zu den wichtigsten, vielseitigsten und mengenmäßig am häufigsten verwendeten Materialien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;KSP&lt;br /&gt;
: Die Abkürzung KSP steht in der Glas- und Glasrecyclingindustrie für die Störstoffe Keramik, Stein, Porzellan, die alle einen höheren Schmelzpunkt als Glas besitzen und als Feststoff in der Schmelze des Glaswerkstoffs verbleiben, wodurch Eischlüsse von KSP in den neuen Glasflaschen entstehen, die daraufhin nicht genutzt werden können. Grenzwert von 20 g/t darf laut Standardblatt T120 (Stand 1.7.2013, bis zum 6.10.2019 nicht aktualisiert) nicht überschritten werden, ideal: 0 g/t um Einschlüsse zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Natriumcarbonat (Na2CO3) – historischer Name Soda	&lt;br /&gt;
: Kristallwasserfreies Natriumcarbonat bildet weißes, auf der Haut und Schleimhäuten reizend wirkendes Pulver. Natriumcarbonat findet sich in großen Mengen in den Natronseen von Ägypten, Nord- und Südamerika, lässt sich aber nach dem Leblanc-Verfahren auch künstlich herstellen. Natriumcarbonat ist nach Natriumchlorid die technisch wichtigste Na-Verbindung. Etwa 50 % wird bei der Glasfabrikation eingesetzt, 23 % dienen zur Herstellung von Chemikalien, davon ca. 1/3 Na-phosphate, etwa 5 % gehen in die Papier- und Zellstoff-Industrie und weitere 5 % in die Herstellung von Seife und Waschmitteln. Kleinere Mengen Soda werden in fast allen industriellen Zweigen verbraucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Quarzsand&lt;br /&gt;
: [[Quarz]] (SiO2) – Mit einem Anteil von 12 % das zweithäufigste Mineral der Erdkruste. Wird in der deutschen Literatur zu den Oxiden, in der englischen Literatur zu den Silicaten gerechnet. [[Quarz]] ist meist farblos oder weiß, durchsichtig, trübe oder undurchsichtig, zeigt auf Kristallflächen Glasglanz und auf muscheligen Bruchflächen mehr oder weniger deutlichen Fettglanz; in Dünnschliffen ist er klar durchsichtig. Bläuliche, rötliche, gelbliche, bräunliche, grünliche oder violette Quarz-Färbungen sind teils auf Verunreinigungen, teils auf Einwirkung radioaktiver Strahlung zurückzuführen und beruhen auf Kristallbaufehlern.&lt;br /&gt;
:Sand: Korngrößen-Bezeichnung für mineralische, klastische Sedimente, die lockere Anhäufung von abgerundeten oder eckigen, überwiegend 0,06 mm bis 2 mm große Körnchen darstellen, die bei der mechanischen und chemischen Verwitterung der Gesteine vom ursprünglichen Kornverband losgelöst und an ihren Ablagerungsort transportiert worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Papier===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Chlorfrei&lt;br /&gt;
: Die Bezeichnung „chlorfrei“ bezieht sich auf den chlorfreien Bleichprozess und führt zu einer geringeren Gewässerbelastung. Allerdings schließt diese Bezeichnung nicht den Einsatz von Chlorverbindungen bei der Bleiche aus. So wird elementar-chlor-freies Papier (ECF) dennoch mit extrem schädlichem Chlordioxid und/oder Chlorperoxid gebleicht und als chlorfrei vermarktet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;De-Inking&lt;br /&gt;
: ist ein chemisch-physikalisches Verfahren zum Entfernen der im Altpapier enthaltenen Druckerfarben. Das De-Inken unterteilt sich in die Verfahrensschritte: Auflösen des Papiers, Entfernen von Fremd-stoffen und Abtrennen der Druckfarben. Gängige Verfahren sind das Auswaschverfahren und das Flotationsverfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grafische Papiere&lt;br /&gt;
: sind Druck- und Schreibpapiere, einschließlich der Feinpapiere. Je nach Ausgangsmaterial werden holzfreie und holzhaltige Papiere unterschieden. Zur zweiten Gruppe zählen beispielsweise die mengen-mäßig bedeutenden Zeitungsdruckpapiere und Tiefdruckpapiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Holzfreies Papier&lt;br /&gt;
: bedeutet nicht, dass das Papier ohne den Einsatz von Holz hergestellt wurde. Dieses Papier besteht aus Zellstoff-Fasern. Es enthält bis auf einen zulässigen Massenanteil von 5 % keine verholzten Fasern. Eine passendere Bezeichnung wäre daher holzstofffrei. Holzfrei ist eine Qualitätsbezeichnung für Papier, das nicht so stark vergilbt und enthält keinen ökologischen Aussagewert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Holzhaltiges Papier&lt;br /&gt;
: Dieses Papier enthält mehr als fünf Prozent Masseanteil verholzter Fasern. Neben gebleichtem oder ungebleichtem Zellstoff enthält es überwiegend Holzstoff (Primärfasern) und Altpapierstoff (Sekundärfasern). Die Mengenanteile Zellstoff/Holzstoff/Altpapierstoff werden je nach Verwendungszweck variiert. Stark holzhaltige Papiere, wie zum Beispiel Zeitungsdruckpapiere, vergilben rascher als holz(stoff)freie Papiere unter dem Einfluss von Licht und Sauerstoff, so dass sie überwiegend für kurzlebige Produkte Verwendung finden. Bei Druckpapieren wirkt sich der Holzstoff günstig auf die Opazität aus (ein Durchscheinen des Rückseitendrucks z.B. bei Büchern wird reduziert.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Holzstoff&lt;br /&gt;
: ist ein Halbstoff. Die Bezeichnung „Holzstoff“ dient auch als Oberbegriff für Faserhalbstoffe. Holzstoff wird teilweise oder ausschließlich mittels mechanischer Mittel erzeugt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hygienepapiere&lt;br /&gt;
: Die Gruppe der Hygienepapiere umfasst Zellstoffwatte, Tissue- und Krepp-Papier, hergestellt aus Altpapier und/oder Zellstoff – auch mit Holzstoffbeimischungen. Die hohe Bedeutung, die Tissue-Papiere inzwischen erreicht haben, hat dazu geführt, dass sich diese Bezeichnung im internationalen Sprachgebrauch als Sammelbezeichnung für Hygienepapiere eingebürgert hat. Sie werden zur Herstellung von Toilettenpapier und zahlreicher anderer Hygieneprodukte, wie Taschentücher, Küchentücher, Handtücher und Kosmetiktücher, verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Kraftpapiersäcke&lt;br /&gt;
: sind flexible Papierverpackungen mit einem Füllgutinhalt von mindestens 15 kg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;PPK&lt;br /&gt;
: Abkürzung für Papier, Pappe Kartonagen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Primärfasern&lt;br /&gt;
: sind Rohstoffe für die Papierindustrie. Aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz werden Zellstoffe und Holzstoffe gewonnen, deren Fasern als Primär- bzw. Frischfasern bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Pulper&lt;br /&gt;
: Nachdem das Altpapier in einem Vormischer durchmischt worden ist, wird es im Pulper unter Zugabe von Prozesswasser aus der Altpapieranlage und verschiedenen Hilfsmitteln aufgelöst. Als Hilfsmittel werden Natronlauge, Wasserglas, Wasserstoffperoxid und Seife zugegeben. Diese Chemikalien lösen die Druckfarbe ab, verseifen und sammeln sie, so dass sie weitgehend von den Fasern getrennt werden (teils wird die Entfernung der Druckfarbe in einem separaten Prozess (siehe De-Inking) durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Sekundärfasern&lt;br /&gt;
: sind aus Altpapier gewonnene (Holz-)Fasern zur Herstellung von Papier, Karton und Pappe.&lt;br /&gt;
:Spezialpapiere, Sonderpapiere, technische Papiere werden für spezielle Verwendungszwecke produziert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zellstoff&lt;br /&gt;
: ein aus pflanzlichen Rohstoffen chemisch hergestellter Halbstoff, bei dem die nichtfaserigen Bestandteile zum größten Teil herausgelöst sind. Je nach dem angewandten Verfahren erhält man Sulfitzellstoff oder Sulfatzellstoff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kunststoffe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Agglomerat&lt;br /&gt;
: Im Gegensatz zu umgeschmolzenen Regranulat ist Agglomerat ein angeschmolzenes (plastifiziertes) Produkt. Agglomerat kann aus unterschiedlichen Kunststoffen sowohl in trockenen als auch nassen Aufbereitungsverfahren erzeugt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Duroplast&lt;br /&gt;
: Nicht formbarer, d. h. nicht zersetzbarer oder schmelzbarer, polymerer Werkstoff&amp;lt;ref name = &amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Elastomer&lt;br /&gt;
: Gummielastischer polymerer Werkstoff &amp;lt;ref name = &amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Extrusion&lt;br /&gt;
: ein generelles Verarbeitungsverfahren für Kunststoffe: Extruder verflüssigen Kunststoffe unter Reibung, Hitzeeinwirkung und Druck, um sie in nachgeschalteten Werkzeugen entweder zu Granulaten, Profilen, Rohren oder Platten umformen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;(Re)Granulat&lt;br /&gt;
: Kunststoffe aus dem Recycling, die im Extruder zu einem körnigen Produkt umgeschmolzen werden. Regranulate werden mit Produktspezifikationen in Anlehnung an Neuware gehandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Intrusion&lt;br /&gt;
: ist ein Verfahren des werkstofflichen Recyclings. Vermischte, fein gemahlene Kunststoffpartikel werden zu einer plastischen Masse aufgeschmolzen, die direkt in eine Form gepresst wird. In dieser Form bleibt die Masse, bis sie erkaltet ist. Typische Produkte sind Rasengittersteine, Palisaden oder Fensterprofile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Kunststoff&lt;br /&gt;
: Bezeichnet häufig die polymeren Werkstoffe sowie synthetischen oder halbsynthetischen Materialien. &amp;lt;ref name = &amp;quot;WsK&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mikroplastik&lt;br /&gt;
: Als Mikroplastik werden feste und unlösliche synthetische Polymere (Kunststoffe) bezeichnet, die kleiner als fünf Millimeter sind. Mikroplastik zieht Umweltgifte an, wird von Meeresorganismen gefressen und ist nicht wieder aus der Umwelt zu entfernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Monomere&lt;br /&gt;
: Monomere sind kleine, sehr reaktionsfähige Moleküle, die zwei oder mehrere funktionelle Gruppen tragen. Diese verbinden sich durch Polykondensation, Polyaddition oder Polymerisation zu Polymeren oder Dimeren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Polymere&lt;br /&gt;
: sind hochmolekulare chemische Verbindungen (Makromoleküle) aus wiederholten Einheiten, die »Monomere« genannt werden. Sie können lineare, verzweigte oder vernetzte Strukturen haben. (siehe auch „Kunststoffe“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Post-Consumer&lt;br /&gt;
: Kunststoffabfälle aus haushaltnahen Sammelsystemen (in Deutschland gelbe Tonne/ gelber Sack), die nach einer Nutzungsphase beim Verbraucher anfallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Post-Industrial&lt;br /&gt;
: Kunststoffabfälle, die während der Produktion von Kunststoffprodukten anfallen (beispielsweise Verschnitte oder Stanzreste). Sie besitzen im Allgemeinen eine wesentlich höhere Reinheit als Post-Consumer Abfälle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Rezyklat&lt;br /&gt;
: Ist eine übergreifende Bezeichnung für Stoffe aus dem Recycling. Mahlgut, Agglomerat und Regranulat sind Rezyklate aus dem Kunststoffrecycling.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Thermoplast&lt;br /&gt;
: Wärmeformbarer polymerer Werkstoff &amp;lt;ref name = &amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
;Thermoplastische Elastomere&lt;br /&gt;
: Gummielastische polymere Werkstoffe, die thermoplastische Bereiche besitzen, in denen sie wärmeformbar sind &amp;lt;ref name = &amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===LVP===&lt;br /&gt;
;Duales System&lt;br /&gt;
: Systeme zur Lizensierung, d. h. Sicherstellung, der Sammlung und Sortierung von Verpackungen. Durch die Lizensierung einer Verpackung, d. h. der Beteiligung an einem dualen System, gibt der Erzeuger einer Verpackung seine Verpflichtung zur Rücknahme der durch seine Verpackungen entstehenden Abfälle an das Duale System ab.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kranert&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundestag&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grüner Punkt&lt;br /&gt;
: Der Grüne Punkt auf Verkaufsverpackungen signalisiert, dass sich die Hersteller, Abfüller und Vertreiber der gekennzeichneten Verpackungen an einem dualen System beteiligen. Bis 2008 war die Nutzung dieser weltweit geschützten Marke ausschließlich Kunden der Grüner Punkt – Duales System Deutschland GmbH vorbehalten. Mit Novellierung der Verpackungsverordnung ab 2009 kann das Markennutzungsrecht unabhängig vom Systemanbieter erworben werden. Der Grüne Punkt wird in weiteren europäischen Ländern als Kennzeichen für Rücknahmesysteme genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Inverkehrbringen&lt;br /&gt;
: Inverkehrbringen ist die erstmalige Bereitstellung eines Produkts auf dem Markt; die Einfuhr in den Europäischen Wirtschaftsraum steht dem Inverkehrbringen eines neuen Produkts gleich; § 2 Abs. 15 Produktionssicherheitsgesetz (ProdSG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;LVP&lt;br /&gt;
: Leichtverpackungen – Verkaufsverpackungen aus Kunststoff, Verbunden, Aluminium, Weißblech und weiteren Stoffgruppen. In der Regel werden die Leichtverpackungen in gelben Säcken oder gelben Tonnen gesammelt. Ausnahmen bestehen in Regionen, wo besondere Sammelvorrichtungen (z. B. Wertstoffhöfe) eingerichtet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stoffgleiche Nichtverpackungen&lt;br /&gt;
: In der haushaltsnahen Entsorgung werden in den gelben Säcken, Tonnen und Containern die sogenannten Leichtverpackungen gesammelt – also Verkaufsverpackungen aus Kunststoff, Aluminium, Weißblech und Verbundmaterialien. Sogenannte &amp;quot;stoffgleiche Nichtverpackungen&amp;quot; (sNVP), also Wertstoffe aus dem gleichen Material, die keine Verpackungen sind - wie beispielsweise eine Küchenschüssel aus Kunststoff oder ein Kochtopf aus Aluminium - werden derzeit über den Restmüll entsorgt. Werden sNVP über die gelben Säcke, Tonnen oder Container entsorgt, so werden sie auch als „intelligente Fehlwürfe“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Metalle===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Allgemein====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Eisenmetalle (Fe-Metalle)&lt;br /&gt;
: Eisenmetalle sind Metalle bzw. Legierungen, bei denen Eisen (Fe) das Hauptelement darstellt. Diese Gruppe umfasst vor allem Stahl und Gusseisen. Liegt der Kohlenstoffgehalt zwischen 0,002 % und 2,06 %, so handelt es sich um Stahl. Eisenlegierungen mit einem höheren Gehalt von Kohlenstoff und Silizium sind Gusseisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Nichteisenmetalle (NE-Metalle)&lt;br /&gt;
:Nichteisenmetalle sind alle Metalle und Legierungen, die kein Eisen als Hauptbestandteil enthalten. Diese Gruppe ist sehr breit und umfasst Metalle mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften. Im Recycling sind Nichteisenmetalle besonders wichtig, da sie oft höhere wirtschaftliche Werte als Eisenmetalle haben und häufig in komplexen Produkten (z. B. Elektronik) vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Basismetalle&lt;br /&gt;
: Zu den Basismetallen werden Metalle gezählt, die in relativ hoher Tonnage produziert und häufig als Hauptbestandteil in Legierungen eingesetzt werden. Dazu gehören unter anderem Eisen, Aluminium, Kupfer, Zink, Blei und Nickel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Sondermetalle&lt;br /&gt;
: Sondermetalle sind Metalle mit speziellen Eigenschaften oder strategischer Bedeutung, die in kleineren Mengen verwendet werden, wie z.B. Indium, Gallium oder Tantal. Diese Kategorie ist nicht strikt definiert und wird oft kontextabhängig verwendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Edelmetalle&lt;br /&gt;
: Edelmetalle sind Metalle, die chemisch sehr stabil sind und kaum oxidieren oder korrodieren. Sie zeichnen sich durch eine hohe Korrosionsbeständigkeit, hohe elektrische Leitfähigkeit und oft einen hohen wirtschaftlichen Wert. Typische Vertreter sind Gold, Silber, Platin und Palladium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Metalle der Seltenen Erden (Seltene Erde)&lt;br /&gt;
: Die Seltenen Erden sind eine Gruppe von 17 chemischen Elementen, bestehend aus den Lanthanoiden sowie Scandium und Yttrium. Trotz ihres Namens sind sie geologisch nicht unbedingt selten, aber sie kommen selten in hohen Konzentrationen vor und ihre Trennung ist chemisch sehr anspruchsvoll. Sie sind entscheidend für moderne Technologien, insbesondere für Permanentmagnete und Elektronik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Leichtmetalle&lt;br /&gt;
: Leichtmetalle sind Metalle mit einer geringen Dichte (typisch &amp;lt; 5 g/cm³), wie z.B. Aluminium, Magnesium und Titan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Schwermetalle&lt;br /&gt;
: Der Begriff wird in zwei Kontexten verwendet: physikalisch (Metalle mit einer hohen Dichte, typischerweise &amp;gt;5 g/cm³) oder umweltbezogen (oft toxische Metalle). Nicht alle Schwermetalle sind toxisch, und nicht alle toxischen Metalle sind Schwermetalle – der Begriff wird oft unscharf verwendet. Typische Vertreter sind Blei, Kupfer, Zink, Quecksilber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Produkte und Werkstoffe====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Legierung&lt;br /&gt;
: Eine Legierung ist ein metallischer Werkstoff, der aus mindestens zwei chemischen Elementen besteht, wobei mindestens eines ein Metall ist. Stahl (Eisen + Kohlenstoff) und Messing (Kupfer + Zink) sind z.B. Legierungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Knetlegierung&lt;br /&gt;
: Eine Knetlegierung ist eine Legierung, die durch plastische Umformverfahren (z. B. Walzen, Schmieden) verarbeitet wird. Diese Legierungen sind so ausgelegt, dass sie gut verformbar (duktil) sind und unter mechanischer Belastung nicht brechen. Knetlegierungen haben oft eng definierte Zusammensetzungen, was hohe Anforderungen an die Schrottsortierung stellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gusslegierung&lt;br /&gt;
: Eine Gusslegierung ist eine Legierung, die speziell für die Verarbeitung durch Gießen entwickelt wurde. Diese Legierungen besitzen eine gute Fließfähigkeit im flüssigen Zustand und eine geringe Neigung zu Rissbildung beim Erstarren. Sie enthalten häufig höhere Anteile an Legierungselementen als Knetlegierungen. Guss- und Knetlegierungen sind oft nicht kompatibel, was im Recycling zu Herausforderungen führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grundmetalle&lt;br /&gt;
: Das Grundmetall ist das Hauptelement einer Legierung, das den größten Anteil ausmacht. Es bestimmt die grundlegenden Eigenschaften des Werkstoffs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Legierungselement&lt;br /&gt;
: Ein Legierungselement ist ein gezielt zugesetztes Element, das die Eigenschaften einer Legierung beeinflusst. Je nach Element können unterschiedliche Effekte erzielt werden, wie z.B. Chrom für höhere Korrosionsbeständigkeit in Edelstahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Masterlegierung&lt;br /&gt;
: Eine Masterlegierung ist eine hochkonzentrierte Vorlegierung, die zur gezielten Einstellung der Zusammensetzung eingesetzt wird. Statt reine Elemente zuzusetzen (was oft schwierig ist), verwendet man Masterlegierungen, weil sie besser löslich und sicherer zu handhaben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Korngröße/Kornstruktur&lt;br /&gt;
: Die Korngröße beschreibt die Größe der einzelnen Kristallkörner in einem metallischen Werkstoff; die Kornstruktur deren Anordnung. Beim Umschmelzen wird die Kornstruktur neu gebildet, weshalb sie im Recycling gezielt eingestellt werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Verunreinigung&lt;br /&gt;
: Eine Verunreinigung ist ein unerwünschtes Element oder Material in einem Metall oder einer Legierung. Im Gegensatz zu Legierungselementen sind Verunreinigungen nicht gezielt eingebracht und oft problematisch. Verunreinigungen sind eine der größten Herausforderungen im Metallrecycling, insbesondere bei Mischschrotten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Einschluss&lt;br /&gt;
: Ein Einschluss ist ein nichtmetallischer Bestandteil, der im Metall eingebettet ist. Er entsteht z.B. durch Reaktionen im Schmelzprozess oder durch Verunreinigungen und kann die Eigenschaften der Legierung negativ beeinflussen. Einschlüsse können sich im Recycling anreichern oder verändern und müssen durch Prozesskontrolle minimiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Beschichtung&lt;br /&gt;
: Eine Beschichtung ist eine aufgebrachte Schicht auf einem Werkstoff zur Verbesserung von Eigenschaften. Beschichtungen erschweren das Recycling, da sie zu Emissionen führen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Verzinkung&lt;br /&gt;
: Verzinkung ist eine spezielle Beschichtung, bei der Zink auf Stahl aufgebracht wird, um Korrosion zu verhindern. Weißblech ist ein dünnes kaltgewalztes Stahlblech, dessen Oberfläche meist verzinkt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Metallurgische Prozesse====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Pyrometallurgie&lt;br /&gt;
: Pyrometallurgie umfasst alle metallurgischen Verfahren, bei denen Metalle durch Hochtemperaturprozesse gewonnen oder verarbeitet werden. Diese Prozesse finden typischerweise bei Temperaturen von mehreren hundert bis über 1500 °C statt. Dabei werden Materialien geschmolzen, oxidiert oder reduziert, voneinander getrennt. Pyrometallurgie ist besonders robust gegenüber komplexen und heterogenen Abfällen (z. B. WEEE), hat aber oft begrenzte Selektivität für einzelne Elemente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hydrometallurgie&lt;br /&gt;
: Hydrometallurgie umfasst Verfahren zur Metallgewinnung, bei denen wässrige Lösungen eingesetzt werden. Die Hydrometallurgie ermöglicht eine hohe Selektivität und die gezielte Trennung einzelner Metalle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Schmelzen&lt;br /&gt;
: Schmelzen ist ein Prozess, bei dem ein Material durch Erwärmung in den flüssigen Zustand überführt wird. Im metallurgischen Kontext dient Schmelzen nicht nur der Verflüssigung, sondern auch der Trennung von Phasen (Metall vs. Schlacke), der Homogenisierung von Zusammensetzungen, der Vorbereitung für weitere Prozesse. Beim Schmelzen entstehen oft mehrere Phasen, besonders die Metallphase und die Schlackenphase.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Raffination&lt;br /&gt;
: Raffination ist die gezielte Reinigung eines Metalls, um unerwünschte Begleitelemente zu entfernen. Ziel ist eine definierte Reinheit oder Zusammensetzung. Die Raffination kann auf verschiedenen Wegen erfolgen: thermisch (Feuerraffination), elektrochemisch (Elektrolyse) oder chemisch (Hydrometallurgie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Schlacke/Schlackenphase&lt;br /&gt;
: Schlacke ist eine nichtmetallische, meist oxidische Phase, die während metallurgischer Prozesse entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Metall/Metallphase&lt;br /&gt;
: Die Metallphase ist die flüssige oder feste Phase, in der sich die gewünschten Metalle konzentrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Refiner&lt;br /&gt;
: Ein Refiner ist ein industrieller Akteur, der Metalle durch Raffination auf eine definierte Reinheit bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Remelter&lt;br /&gt;
: Ein Remelter ist ein Unternehmen, das oft sortenreine Metallschrotte einschmilzt, um neue metallische Halbzeuge oder Produkte herzustellen. Remelter sind zentral für Closed-Loop-Recycling.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Elektroschrott===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;WEEE (Waste Electrical and Electronic Equipment)&lt;br /&gt;
: WEEE bezeichnet Elektro- und Elektronik-Altgeräte, die das Ende ihrer Nutzungsphase erreicht haben. Der Begriff umfasst eine sehr breite Palette von Produkten, wie z.B. Haushaltsgeräte (z. B. Waschmaschinen), IT-Geräte (z. B. Computer) oder Unterhaltungselektronik (z. B. Fernseher). WEEE ist besonders relevant, weil es oft kritische und wertvolle Metalle beinhaltet und gleichzeitig gefährliche Stoffe enthalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;ElektroG&lt;br /&gt;
: Das ElektroG ist das deutsche Gesetz zur Umsetzung der europäischen WEEE-Richtlinie. Es regelt:&lt;br /&gt;
* die Rücknahme und Entsorgung von Elektroaltgeräten&lt;br /&gt;
* die Verantwortung der Hersteller&lt;br /&gt;
* Mindestanforderungen für Sammlung und Recycling&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;WEEE-Kategorien&lt;br /&gt;
: WEEE-Kategorien sind standardisierte Gruppen von Elektroaltgeräten, die zur Organisation von Sammlung und Recycling dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Leiterplatten (PCB – Printed Circuit Board)&lt;br /&gt;
: Leiterplatten sind Trägermaterialien für elektronische Bauteile, die elektrische Verbindungen über leitfähige Strukturen herstellen.&lt;br /&gt;
Eine Leiterplatte besteht aus: &lt;br /&gt;
* einem nichtleitenden Substrat (z. B. Epoxidharz mit Glasfasern) &lt;br /&gt;
* Kupferbahnen zur elektrischen Verbindung &lt;br /&gt;
* aufgelöteten elektronischen Bauteilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Elektronische Bauteile (EC – Electronic Components)&lt;br /&gt;
: Elektronische Bauteile sind funktionale Einzelkomponenten, die auf Leiterplatten montiert sind. Sie enthalten häufig kritische Metalle wie Tantal oder Palladium, sind jedoch schwer zu separieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Integrierte Schaltkreise (IC – Integrated Circuits)&lt;br /&gt;
: Integrierte Schaltkreise sind hochkomplexe elektronische Bauteile, in denen viele Funktionen auf einem Halbleiterchip integriert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Keramik&lt;br /&gt;
: Keramik sind anorganische, nichtmetallische Werkstoffe, die durch hohe Temperaturen hergestellt werden. In der Elektronik werden Keramiken häufig in elektronischen Bauteile verwendet aufgrund ihrer guten elektrischen Isolation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;RoHS-Stoffe&lt;br /&gt;
: RoHS steht für Restriction of Hazardous Substances. RoHS-Stoffe sind gefährliche Substanzen, deren Einsatz in Elektrogeräten durch die RoHS-Richtlinie beschränkt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Flammschutzmittel (BFR – Brominated Flame Retardants)&lt;br /&gt;
: Bromierte Flammschutzmittel sind chemische Zusatzstoffe, die Kunststoffe schwer entflammbar machen. Sie können bei thermischer Behandlung toxische Verbindungen bilden (z. B. Dioxine).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Weiße Ware&lt;br /&gt;
: Weiße Ware umfasst große Haushaltsgeräte, die typischerweise für grundlegende Haushaltsfunktionen verwendet werden. Der Begriff stammt historisch von der früher häufig weißen Lackierung dieser Geräte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Braune Ware&lt;br /&gt;
: Braune Ware umfasst Geräte der Unterhaltungs- und Unterhaltungselektronik. Der Begriff geht auf die früher oft braunen Holzgehäuse (z. B. Fernseher, Radios) zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Rote Ware&lt;br /&gt;
: Rote Ware umfasst kleine elektrische Geräte für Haushalt und Körperpflege. Der Begriff ist weniger standardisiert, wird aber häufig verwendet für kleine, oft mobile Geräte mit elektrischen oder mechanischen Funktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Graue Ware&lt;br /&gt;
: Graue Ware umfasst Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Graue Ware ist eine der wichtigsten Quellen für kritische und wertvolle Metalle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lithium-Ion Batterien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zelle&lt;br /&gt;
: Eine Zelle ist die kleinste funktionale Einheit einer Batterie, in der elektrochemische Energie gespeichert und umgesetzt wird.&lt;br /&gt;
Eine Zelle besteht aus:&lt;br /&gt;
* Anode&lt;br /&gt;
* Kathode&lt;br /&gt;
* Elektrolyt&lt;br /&gt;
* Separator&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Zylindrische Zelle&lt;br /&gt;
: Eine zylindrische Zelle ist eine Batterie-Zelle mit zylindrischer Bauform. Die Elektroden sind meist als aufgerollte Schichten („Jelly Roll“) aufgebaut. Relativ robust, aber durch das Gehäuse mechanisch aufwendig zu öffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Prismatische Zelle&lt;br /&gt;
: Eine prismatische Zelle ist eine Zelle mit rechteckiger, starrer Geometrie. Sie nutzt den Bauraum effizienter als zylindrische Zellen und wird häufig in Elektrofahrzeugen eingesetzt. Einfacher zu stapeln und zu demontieren, aber oft komplex verkapselt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Pouch-Zelle&lt;br /&gt;
: Eine Pouch-Zelle ist eine Zelle mit flexibler, folienbasierter Verpackung. Sie besteht aus laminierten Schichten in einem Aluminium-Kunststoff-Verbund. Sie wird häufig in Smartphone und Laptops eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Modul&lt;br /&gt;
: Ein Modul ist eine Zusammenfassung mehrerer Zellen zu einer funktionalen Einheit. Module müssen meist demontiert oder direkt geschreddert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Batteriepack&lt;br /&gt;
: Ein Batteriepack ist das komplette Batteriesystem, bestehend aus Modulen, Elektronik und Gehäuse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Kathode&lt;br /&gt;
: Die Kathode ist die positive Elektrode, die während der Entladung Lithium-Ionen aufnimmt. Sie besteht aus einem metalloxidischen Material, das Lithium reversibel einlagern kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anode&lt;br /&gt;
: Die Anode ist die negative Elektrode, die während der Ladung Lithium-Ionen speichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Aktivmaterial&lt;br /&gt;
: Das Aktivmaterial ist der elektrochemisch wirksame Bestandteil einer Elektrode. Es ist verantwortlich für die Speicherung und Freisetzung von Lithium und die elektrochemische Reaktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bindemittel&lt;br /&gt;
: Ein Bindemittel ist ein polymerer Stoff, der die Partikel des Aktivmaterials mechanisch zusammenhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Elektrolyt&lt;br /&gt;
: Der Elektrolyt ist das ionenleitende Medium, das den Transport von Lithium-Ionen ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Separator&lt;br /&gt;
: Der Separator ist eine poröse Trennschicht zwischen Anode und Kathode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Leitfähiger Zusatzstoff&lt;br /&gt;
: Ein leitfähiger Zusatzstoff ist ein Material, das die elektrische Leitfähigkeit der Elektrode verbessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Schwarzmasse&lt;br /&gt;
: Schwarzmasse ist ein feines Pulver, das nach dem mechanischen Aufschluss von Batterien entsteht und die wertvollen Bestandteile enthält. Sie enthält typischerweise das Aktivmaterial (Li, Ni, Co, Mn), Graphit und die leitfähigen Additive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Baustoffe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Abts&amp;quot;&amp;gt; Abts, Georg (2016): Kunststoff-Wissen für Einsteiger. 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. s.l.: Carl Hanser Fachbuchverlag (Hanser eLibrary).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundestag&amp;quot;&amp;gt;Bundestag (2017): Gesetz zur Fortentwicklung der haushaltsnahen Getrennterfassung von wertstoffhaltigen Abfällen. VerpackG. Fundstelle: www.gesetze-im-internet.de. Online verfüg-bar unter https://www.gesetze-im-internet.de/verpackg/VerpackG.pdf, zuletzt geprüft am 17.06.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kosmol&amp;quot;&amp;gt;  Kosmol, Jan; Kanthak, Judit; Herrmann, Friederike; Golde, Michael; Alsleben, Carsten; Penn-Bressel, Gertrude et al. (2012): Glossar zum Ressourcenschutz. Hg. v. Umweltbundesamt. Online verfügbar unter https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/publikation/long/4242.pdf, zuletzt geprüft am 11.12.2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kranert&amp;quot;&amp;gt; Kranert, Martin (2017): Einführung in die Kreislaufwirtschaft. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;WsK&amp;quot;&amp;gt;Was sind Kunststoffe? Unter Mitarbeit von PlasticsEurope. Online verfügbar unter https://www.plasticseurope.org/de/about-plastics/what-are-plastics, zuletzt geprüft am 08.06.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Fe-Metallstrahlmittel_vor_Verwendung&amp;diff=6147</id>
		<title>Fe-Metallstrahlmittel vor Verwendung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Fe-Metallstrahlmittel_vor_Verwendung&amp;diff=6147"/>
		<updated>2026-04-30T12:18:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:DATEINAME.gif|center|Probendarstellung: Fe-Metallstrahlmittel vor Verwendung]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probenbeschreibung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probennummer&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | 6-12-001 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| colspan = &amp;quot;2&amp;quot; rowspan = &amp;quot;8&amp;quot; | Bei der vorliegenden Probe handelt es sich um ein kugelförmiges eisenhaltiges Metallstrahlmittel nach der Nutzung. Es kommt in zwei Anwendungen zum Einsatz: Als Mahlkörper in Kugelmühlen sowie als Strahlmittel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Mahlkörpermühlen werden Mahlkörper und Mahlgut durch Rotation bewegt, sodass Stöße zwischen Mahlkörpern und Wänden induziert werden. Die Mahlkörper beanspruchen das Mahlgut vorrangig auf Schlag, Druck und Reibung (sowie geringfügig Scherung). Folglich eignet sich hartes bis mittelhartes Aufgabegut aus spröden Materialien. Kugelmühlen weisen einen sehr hohen Energieverbrauch auf, sind jedoch im Betrieb wenig anfällig für technische Störungen. Ein Anwendungsbeispiel für Mahlkörpermühlen ist die Aufbereitung von Stahlwerksschlacken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Strahlen ist ein Prozess zur Oberflächenbehandlung, bei dem kornförmige Strahlmittel mit hoher Geschwindigkeit auf Werkstücke gelenkt werden. Es dient zum Unterhalt und der Sanierung von z.B. Brücken, wobei Metalloberflächen gereinigt, entrostet oder für nachfolgende Beschichtungen vorbereitet werden. Die kugelförmige Form des vorliegenden Strahlmittels eignet sich dabei für verfestigende und polierende Anwendungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Strahlmittel aus oxidiertem Eisen für die Sandstrahlzerkleinerung: Fe &amp;gt; 5mm; Fe 3-5 mm; Fe 2-3 mm; Fe &amp;lt; 1 mm &amp;lt;!--vgl. Pretz-Tabelle (4-02-016 bis 4-02-018) + Robertos Tabelle HIER KURZTEXT EINSETZEN--&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Übergeordneter Stoffstrom&#039;&#039;&#039; || [[Metalle]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Herkunft&#039;&#039;&#039; || Sandstrahlzerkleinerung: Mahlkörper in Kugelmühlen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Lebenszyklusabschnitt&#039;&#039;&#039; || [[Nutzung]] / &lt;br /&gt;
[[Verwertung|Stoffliche Verwertung]] von Mahlgut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Komponenten&#039;&#039;&#039; || [[Fe-Metalle]]: [[Eisen und Stahl#Nutzung|Eisen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strahlmittel aus oxidiertem Eisen für die Sandstrahlzerkleinerung: Fe &amp;gt; 5mm; Fe 3-5 mm; Fe 2-3 mm; Fe &amp;lt; 1 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Angaben zur Rezyklierbarkeit&#039;&#039;&#039; || Die hohen Kosten für metallische Strahlmittel sprechen wirtschaftich für eine stoffliche Verwertung am Lebensende. Für eisenhaltige Strahlmittel bestehen grundsätzlich drei Verwertungs- und Entsorgungswege: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Recycling durch Magnetabscheidung mit anschließender Verwertung im Stahlwerk&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Recycling mittels Oxidationsverfahren &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Endlagerung auf einer Deponie, sofern eine Verwertung nicht möglich ist &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Einsatz werden die Strahlmittel im erstgenannten Fall durch Siebung von Rost und Verunreinigungen befreit und so [[Verwertung|stofflich verwertet]]. Es ist zu beachten, dass die Strahlmittel durch die mechanische Beanspruchung verformt werden und ihre Masse (sowie ihr Volumen) verringert wird (vgl. [[Fe-Metallstrahlmittel nach Verwendung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Fe-Metallstrahlmittel_nach_Verwendung&amp;diff=6146</id>
		<title>Fe-Metallstrahlmittel nach Verwendung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Fe-Metallstrahlmittel_nach_Verwendung&amp;diff=6146"/>
		<updated>2026-04-30T12:17:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:DATEINAME.gif|center|Probendarstellung: Fe-Metallstrahlmittel vor Verwendung, verschiedene Korngrößen]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probenbeschreibung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probennummer&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | 6-12-002&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| colspan = &amp;quot;2&amp;quot; rowspan = &amp;quot;8&amp;quot; | Bei der vorliegenden Probe handelt es sich um ein kugelförmiges eisenhaltiges Metallstrahlmittel nach der Nutzung. Es kommt in zwei Anwendungen zum Einsatz: Als Mahlkörper in Kugelmühlen sowie als Strahlmittel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Mahlkörpermühlen werden Mahlkörper und Mahlgut durch Rotation bewegt, sodass Stöße zwischen Mahlkörpern und Wänden induziert werden. Die Mahlkörper beanspruchen das Mahlgut vorrangig auf Schlag, Druck und Reibung (sowie Scherung, geringfügig). Folglich eignet sich hartes bis mittelhartes Aufgabegut aus spröden Materialien. Kugelmühlen weisen einen sehr hohen Energieverbrauch auf, sind jedoch im Betrieb wenig anfällig für technische Störungen. Ein Anwendungsbeispiel ist die Aufbereitung von Stahlwerksschlacken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Strahlen ist ein Prozess zur Oberflächenbehandlung, bei dem kornförmige Strahlmittel mit hoher Geschwindigkeit auf Werkstücke gelenkt werden. Es dient zum Unterhalt und der Sanierung von z.B. Brücken, wobei Metalloberflächen gereinigt, entrostet oder für nachfolgende Beschichtungen vorbereitet werden. Die Kugelform des vorliegenden Strahlmittels eignet sich dabei für verfestigende und polierende Anwendungen. Die Probe zeigt das Strahlmittel nach seiner Anwendung. Es sind Verschmutzungen erkennbar und es hat sich aufgrund von Feuchte Rost gebildet. Die erkennbaren Verformungen sind Folge der mechanischen Beanspruchungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--vgl. Pretz-Tabelle (4-02-016 bis 4-02-018) + Robertos Tabelle HIER KURZTEXT EINSETZEN--&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Übergeordneter Stoffstrom&#039;&#039;&#039; || [[Metalle]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Herkunft&#039;&#039;&#039; || Sandstrahlzerkleinerung: Mahlkörper in Kugelmühlen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Lebenszyklusabschnitt&#039;&#039;&#039; || [[Verwertung| Stoffliche Verwertung]] nach der [[Nutzung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Komponenten&#039;&#039;&#039; || [[Fe-Metalle]]: [[Eisen und Stahl#Nutzung|Eisen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strahlmittel aus oxidiertem Eisen für die Sandstrahlzerkleinerung:&lt;br /&gt;
Fe &amp;lt; 1 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Angaben zur Rezyklierbarkeit&#039;&#039;&#039; || Die hohen Kosten für metallische Strahlmittel sprechen wirtschaftich für eine stoffliche Verwertung am Lebensende. Für eisenhaltige Strahlmittel bestehen grundsätzlich drei Verwertungs- und Entsorgungswege: &lt;br /&gt;
*Recycling durch Magnetabscheidung mit anschließender Verwertung im Stahlwerk&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Recycling mittels Oxidationsverfahren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Endlagerung auf einer Deponie, sofern eine Verwertung nicht möglich ist &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Einsatz können die Strahlmittel im erstgenannten Fall durch Siebung von Rost und Verunreinigungen befreit und so [[Verwertung|stofflich verwertet]] werden. Es ist zu beachten, dass die Strahlmittel durch die mechanische Beanspruchung verformt werden und ihre Masse (sowie ihr Volumen) verringert wird (vgl. [[6-12-001]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Fe-Metallstrahlmittel_nach_Verwendung&amp;diff=6145</id>
		<title>Fe-Metallstrahlmittel nach Verwendung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Fe-Metallstrahlmittel_nach_Verwendung&amp;diff=6145"/>
		<updated>2026-04-30T12:12:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:DATEINAME.gif|center|Probendarstellung: Fe-Metallstrahlmittel vor Verwendung, verschiedene Korngrößen]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probenbeschreibung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probennummer&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | 6-12-002&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| colspan = &amp;quot;2&amp;quot; rowspan = &amp;quot;8&amp;quot; | Bei der vorliegenden Probe handelt es sich um ein kugelförmiges eisenhaltiges Metallstrahlmittel nach der Nutzung. Es kommt in zwei Anwendungen zum Einsatz: Als Mahlkörper in Kugelmühlen sowie als Strahlmittel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Mahlkörpermühlen werden Mahlkörper und Mahlgut durch Rotation bewegt, sodass Stöße zwischen Mahlkörpern und Wänden induziert werden. Die Mahlkörper beanspruchen das Mahlgut vorrangig auf Schlag, Druck und Reibung (sowie Scherung, geringfügig). Folglich eignet sich hartes bis mittelhartes Aufgabegut aus spröden Materialien. Kugelmühlen weisen einen sehr hohen Energieverbrauch auf, sind jedoch im Betrieb wenig anfällig für technische Störungen. Ein Anwendungsbeispiel ist die Aufbereitung von Stahlwerksschlacken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Strahlen ist ein Prozess zur Oberflächenbhandlung, bei dem kornförmige Strahlmittel mit hoher Geschwindigkeit auf Werkstücke aufgetragen werden. Es dient zum Unterhalt und der Sanierung von z.B. Brücken, wobei Metalloberflächen gereinigt, entrostet oder für nachfolgende Beschichtungen vorbereitet werden. Die Kugelform des vorliegenden Strahlmittels eignet sich dabei für verfestigende und polierende Anwendungen. Die Probe zeigt das Strahlmittel nach seiner Anwendung. Es sind Verschmutzungen erkennbar und es hat sich aufgrund von Feuchte Rost gebildet. Die erkennbaren Verformungen sind Folge der mechanischen Beanspruchungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--vgl. Pretz-Tabelle (4-02-016 bis 4-02-018) + Robertos Tabelle HIER KURZTEXT EINSETZEN--&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Übergeordneter Stoffstrom&#039;&#039;&#039; || [[Metalle]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Herkunft&#039;&#039;&#039; || Sandstrahlzerkleinerung: Mahlkörper in Kugelmühlen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Lebenszyklusabschnitt&#039;&#039;&#039; || [[Verwertung| Stoffliche Verwertung]] nach der [[Nutzung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Komponenten&#039;&#039;&#039; || [[Fe-Metalle]]: [[Eisen und Stahl#Nutzung|Eisen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strahlmittel aus oxidiertem Eisen für die Sandstrahlzerkleinerung:&lt;br /&gt;
Fe &amp;lt; 1 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Angaben zur Rezyklierbarkeit&#039;&#039;&#039; || Die hohen Kosten für metallische Strahlmittel sprechen wirtschaftich für eine stoffliche Verwertung am Lebensende. Für eisenhaltige Strahlmittel bestehen grundsätzlich drei Verwertungs- und Entsorgungswege: &lt;br /&gt;
*Recycling durch Magnetabscheidung mit anschließender Verwertung im Stahlwerk&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Recycling mittels Oxidationsverfahren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Endlagerung auf einer Deponie, sofern eine Verwertung nicht möglich ist &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Einsatz können die Strahlmittel im erstgenannten Fall durch Siebung von Rost und Verunreinigungen befreit und so [[Verwertung|stofflich verwertet]] werden. Es ist zu beachten, dass die Strahlmittel durch die mechanische Beanspruchung verformt werden und ihre Masse (sowie ihr Volumen) verringert wird (vgl. [[6-12-001]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Fe-Metallstrahlmittel_nach_Verwendung&amp;diff=6144</id>
		<title>Fe-Metallstrahlmittel nach Verwendung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Fe-Metallstrahlmittel_nach_Verwendung&amp;diff=6144"/>
		<updated>2026-04-30T12:11:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:DATEINAME.gif|center|Probendarstellung: Fe-Metallstrahlmittel vor Verwendung, verschiedene Korngrößen]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probenbeschreibung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probennummer&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | 6-12-002&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| colspan = &amp;quot;2&amp;quot; rowspan = &amp;quot;8&amp;quot; | Bei der vorliegenden Probe handelt es sich um ein kugelförmiges eisenhaltiges Metallstrahlmittel nach der Nutzung. Es kommt in zwei Anwendungen zum Einsatz: Als Mahlkörper in Kugelmühlen sowie als Strahlmittel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Mahlkörpermühlen werden Mahlkörper und Mahlgut durch Rotation bewegt, sodass Stöße zwischen Mahlkörpern und Wänden induziert werden. Die Mahlkörper beanspruchen das Mahlgut vorrangig auf Schlag, Druck und Reibung (sowie Scherung, geringfügig). Folglich eignet sich hartes bis mittelhartes Aufgabegut aus spröden Materialien. Kugelmühlen weisen einen sehr hohen Energieverbrauch auf, sind jedoch im Betrieb wenig anfällig für technische Störungen. Ein Anwendungsbeispiel ist die Aufbereitung von Stahlwerksschlacken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Strahlen ist ein Prozess zur Oberflächenbhandlung, bei dem kornförmige Strahlmittel mit hoher Geschwindigkeit auf Werkstücke aufgetragen werden. Es dient zum Unterhalt und der Sanierung von z.B. Brücken, wobei Metalloberflächen gereinigt, entrostet oder für nachfolgende Beschichtungen vorbereitet werden. Die Kugelform des vorliegenden Strahlmittels eignet sich dabei für verfestigende und polierende Anwendungen. Die Probe zeigt das Strahlmittel nach seiner Anwendung. Es sind Verschmutzungen erkennbar und es hat sich aufgrund von Feuchte Rost gebildet. Die erkennbaren Verformungen sind Folge der mechanischen Beanspruchungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--vgl. Pretz-Tabelle (4-02-016 bis 4-02-018) + Robertos Tabelle HIER KURZTEXT EINSETZEN--&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Übergeordneter Stoffstrom&#039;&#039;&#039; || [[Metalle]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Herkunft&#039;&#039;&#039; || Sandstrahlzerkleinerung: Mahlkörper in Kugelmühlen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Lebenszyklusabschnitt&#039;&#039;&#039; || [[Verwertung| Stoffliche Verwertung]] nach der [[Nutzung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Komponenten&#039;&#039;&#039; || [[Fe-Metalle]]: [[Eisen und Stahl#Nutzung|Eisen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strahlmittel aus oxidiertem Eisen für die Sandstrahlzerkleinerung:&lt;br /&gt;
Fe &amp;lt; 1 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Angaben zur Rezyklierbarkeit&#039;&#039;&#039; || Die hohen Kosten für metallische Strahlmittel sprechen wirtschaftich für eine stoffliche Verwertung am Lebensende. Für eisenhaltige Strahlmittel bestehen grundsätzlich drei Verwertungs- und Entsorgungswege: &lt;br /&gt;
*Recycling durch Magnetabscheidung mit anschließender Verwertung im Stahlwerk&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Recycling mittels Oxidationsverfahren&lt;br /&gt;
*Endlagerung auf einer Deponie, sofern eine Verwertung nicht möglich ist &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Einsatz können die Strahlmittel im erstgenannten Fall durch Siebung von Rost und Verunreinigungen befreit und so [[Verwertung|stofflich verwertet]] werden. Es ist zu beachten, dass die Strahlmittel durch die mechanische Beanspruchung verformt werden und ihre Masse (sowie ihr Volumen) verringert wird (vgl. [[6-12-001]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Quarz&amp;diff=5959</id>
		<title>Quarz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Quarz&amp;diff=5959"/>
		<updated>2026-03-09T07:30:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:1-05-002.gif|center|Probendarstellung: Quarz-Gestein als Primärrohstoff]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probenbeschreibung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probennummer&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | 1-05-003 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| colspan = &amp;quot;2&amp;quot; rowspan = &amp;quot;8&amp;quot; | &amp;lt;!--HIER KURZTEXT EINSETZEN--&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Übergeordneter Stoffstrom&#039;&#039;&#039; || [[Glas]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Herkunft&#039;&#039;&#039; || Quarzwerke Frechen (Deutschland)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Jahr&#039;&#039;&#039; || &amp;lt;!--Frechen ist der erste Quarzwerke Standort, hier begann im Jahr 1884 unsere Unternehmensgeschichte. https://www.quarzwerke.com/unternehmen/standorte/standortkarte-aller-werke/frechen--&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Lebenszyklusabschnitt&#039;&#039;&#039; || [[Gewinnung]] / &amp;lt;!--[[Produktion]]--&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Komponenten&#039;&#039;&#039; || [[Mineralik]]: Quarz  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Angaben zur Rezyklierbarkeit&#039;&#039;&#039; || &amp;lt;!-- Inhalt --&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Quarz&amp;diff=5958</id>
		<title>Quarz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Quarz&amp;diff=5958"/>
		<updated>2026-03-09T07:29:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:1-05-002|center|Probendarstellung: Quarz-Gestein als Primärrohstoff]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probenbeschreibung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probennummer&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | 1-05-003 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| colspan = &amp;quot;2&amp;quot; rowspan = &amp;quot;8&amp;quot; | &amp;lt;!--HIER KURZTEXT EINSETZEN--&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Übergeordneter Stoffstrom&#039;&#039;&#039; || [[Glas]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Herkunft&#039;&#039;&#039; || Quarzwerke Frechen (Deutschland)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Jahr&#039;&#039;&#039; || &amp;lt;!--Frechen ist der erste Quarzwerke Standort, hier begann im Jahr 1884 unsere Unternehmensgeschichte. https://www.quarzwerke.com/unternehmen/standorte/standortkarte-aller-werke/frechen--&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Lebenszyklusabschnitt&#039;&#039;&#039; || [[Gewinnung]] / &amp;lt;!--[[Produktion]]--&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Komponenten&#039;&#039;&#039; || [[Mineralik]]: Quarz  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Angaben zur Rezyklierbarkeit&#039;&#039;&#039; || &amp;lt;!-- Inhalt --&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=WDVS:_fein_aufgeschlossen,_EPS-Fraktion_angereichert&amp;diff=5732</id>
		<title>WDVS: fein aufgeschlossen, EPS-Fraktion angereichert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=WDVS:_fein_aufgeschlossen,_EPS-Fraktion_angereichert&amp;diff=5732"/>
		<updated>2025-11-12T13:28:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:4-09-020.gif|center|Probendarstellung: EPS-Gemischfraktion aus WDVS]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probennummer&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | 4-09-020&lt;br /&gt;
| colspan = &amp;quot;2&amp;quot; rowspan = &amp;quot;8&amp;quot; | Im Baubereich fallen Stand 2016 jährlich ~42.000 t EPS/Extrudiertes Polystyrol (XPS) an. Davon werden ~10 % stofflich und ~87% energetisch verwertet. Circa 3% werden direkt der Beseitigung zugeführt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Conversio Market &amp;amp; Strategy GmbH 2017&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Übergeordneter Stoffstrom&#039;&#039;&#039; || [[Bau- und Abbruchabfälle]], [[Mineralik]] und [[Kunststoffe]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Herkunft&#039;&#039;&#039; || Fraktion aus expandiertem Polystyrol (EPS): Das [[Wärmedämmverbundsystem (WDVS)]], [[4-09-022]] wurde im ersten Schritt mit einer Hammermühle fein aufgeschlossen. Anschließend wurde die EPS-Fraktion durch Klassierung angereichert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Jahr&#039;&#039;&#039; || 2018&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Lebenszyklusabschnitt&#039;&#039;&#039; || Stoffliche Verwertung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Komponenten&#039;&#039;&#039; || Dämmschicht aus expandiertem Polystyrol (EPS), vereinzelte Rückstände von Fasern und Putz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Angaben zu Rezyklierbarkeit und  Verwertungsmöglichkeiten&#039;&#039;&#039; || Die Dämmschicht aus expandiertem Polystyrol (EPS) kann über den CreaSolv®-Prozess, ein chemischer Lösemittelprozess, verwertet werden &amp;lt;ref name = &amp;quot;Conversio Market &amp;amp; Strategy GmbH 2017&amp;quot;/&amp;gt;. Die Firma  [https://www.psloop.eu/ PS Loop] hat den Prozess in einer Pilotanlage umgesetzt. Voraussetzung dafür ist ein sortenreines Vorliegen der EPS-Fraktion.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Quellenverzeichnis&#039;&#039;&#039; ||&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Conversio Market &amp;amp; Strategy GmbH 2017&amp;quot;&amp;gt; Conversio Market &amp;amp; Strategy GmbH (2017): Aufkommen und Management von EPS- und XPS-Abfällen in Deutschland 2016 in den Bereichen Verpackung und Bau. Unter Mitarbeit von Lindner C., Weih D. und Fischer E. Frankfurt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=WDVS:_fein_aufgeschlossen,_EPS-Fraktion_angereichert&amp;diff=5731</id>
		<title>WDVS: fein aufgeschlossen, EPS-Fraktion angereichert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=WDVS:_fein_aufgeschlossen,_EPS-Fraktion_angereichert&amp;diff=5731"/>
		<updated>2025-11-12T13:28:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:4-09-020.gif|center|Probendarstellung: EPS-Gemischfraktion aus WDVS]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probennummer&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | 4-09-020&lt;br /&gt;
| colspan = &amp;quot;2&amp;quot; rowspan = &amp;quot;8&amp;quot; | Im Baubereich fallen Stand 2016 jährlich ~42.000 t EPS/Extrudiertes Polystyrol (XPS) an. Davon werden ~10 % stofflich und ~87% energetisch verwertet. Circa 3% werden direkt der Beseitigung zugeführt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Conversio Market &amp;amp; Strategy GmbH 2017&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Übergeordneter Stoffstrom&#039;&#039;&#039; || [[Bau- und Abbruchabfälle]], [[Mineralik]] und [[Kunststoffe]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Herkunft&#039;&#039;&#039; || Fraktion aus expandiertem Polystyrol (EPS): Das [[Wärmedämmverbundsystem (WDVS)]], [[4-09-022]] wurde im ersten Schritt mit einer Hammermühle fein aufgeschlossen. Anschließend wurde die EPS-Fraktion durch Klassierung angereichert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Jahr&#039;&#039;&#039; || 2018&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Lebenszyklusabschnitt&#039;&#039;&#039; || Stoffliche Verwertung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Komponenten&#039;&#039;&#039; || Dämmschicht aus expandiertem Polystyrol (EPS), vereinzelte Rückstände von Fasern und Putz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Angaben zu Rezyklierbarkeit und  Verwertungsmöglichkeiten&#039;&#039;&#039; || Die Dämmschicht aus expandiertem Polystyrol (EPS) kann über den CreaSolv®-Prozess, ein chemischer Lösemittelprozess, verwertet werden &amp;lt;ref name = &amp;quot;Conversio Market &amp;amp; Strategy GmbH 2017&amp;quot;/&amp;gt;. Die Firma  [https://www.psloop.eu/ PS Loop] hat den Prozess in einer Pilotanlage umgesetzt &amp;lt;ref name = &amp;quot;PS Loop&amp;quot;/&amp;gt;. Voraussetzung dafür ist ein sortenreines Vorliegen der EPS-Fraktion.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Quellenverzeichnis&#039;&#039;&#039; ||&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Conversio Market &amp;amp; Strategy GmbH 2017&amp;quot;&amp;gt; Conversio Market &amp;amp; Strategy GmbH (2017): Aufkommen und Management von EPS- und XPS-Abfällen in Deutschland 2016 in den Bereichen Verpackung und Bau. Unter Mitarbeit von Lindner C., Weih D. und Fischer E. Frankfurt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;PS Loop&amp;quot;&amp;gt; https://www.psloop.eu/ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=W%C3%A4rmed%C3%A4mmverbundsystem_(WDVS)&amp;diff=5730</id>
		<title>Wärmedämmverbundsystem (WDVS)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=W%C3%A4rmed%C3%A4mmverbundsystem_(WDVS)&amp;diff=5730"/>
		<updated>2025-11-12T13:20:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:4-09-022.jpg|center|600px|Probendarstellung: Wärmedämmverbundsystem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probennummer&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | 4-09-022&lt;br /&gt;
| colspan = &amp;quot;2&amp;quot; rowspan = &amp;quot;8&amp;quot; | [[WDVS]] sind ein wichtiges Element zur außenseitigen Wärmedämmung im Neubau sowie bei der energetischen Sanierung von Gebäudewänden. Aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen an Bauobjekte variieren sowohl der Aufbau als auch die Komponenten, die in das [[WDVS]] integriert sind. Die Zusammensetzung der WDVS-Abfälle kann daher je Bau- bzw. Abbruchstelle variieren. Insgesamt machen WDVS-Abfälle 0,01% der Baustellenabfälle aus &amp;lt;ref name = &amp;quot;Martins 2023&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe mechanischer Grundoperationen der Aufbereitungstechnik können [[WDVS]] in die einzelnen Komponenten zerlegt und diese in einzelnen Fraktionen angereichert werden: [[4-09-021]], [[4-09-023]] und [[4-09-020]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den Einfluss der variierenden Zusammensetzung in den Untersuchungen zum bestmöglichen Aufschluss und Separation der Komponenten zu negieren, wurde der hier dargestellte Probenkörper erzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Übergeordneter Stoffstrom&#039;&#039;&#039; || [[Bau- und Abbruchabfälle]], [[Mineralik]] und [[Kunststoffe]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Herkunft&#039;&#039;&#039; || Eigene Herstellung der Probenkörper in Anlehnung an den schematischer Aufbau eines [[WDVS]] nach DIN 55699.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Jahr&#039;&#039;&#039; || 2018&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Lebenszyklusabschnitt&#039;&#039;&#039; || Stoffliche Verwertung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Komponenten&#039;&#039;&#039; || Dämmschicht aus expandiertem Polystyrol (EPS), Kleber-, Putz- und Armierungsgewebeschicht &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Angaben zu Rezyklierbarkeit und  Verwertungsmöglichkeiten&#039;&#039;&#039; || Voraussetzung für ein stoffliches Recycling ist das sortenreine Vorliegen der einzelnen Komponenten und die Abwesenheit von Flammschutzmitteln. Die Art wie die einzelnen Komponenten miteinander verbunden sind z.B. durch Klebung, Beschichtung oder Schraubverbindung, beeinflusst die Möglichkeiten des Materialaufschlusses und damit die Rezyklierbarkeit &amp;lt;ref name = &amp;quot;Martins 2023&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Martins 2023&amp;quot;&amp;gt; Simons, Martin (2023): „Selektive Zerkleinerung von kunststoffhaltigen Bauverbundstoffen am Beispiel von Wärmedämmverbundsystemen (WDVS)“ / vorgelegt von Martin Rudolf Bernhard Simons, M.Sc. Aachen: Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=W%C3%A4rmed%C3%A4mmverbundsystem_(WDVS)&amp;diff=5729</id>
		<title>Wärmedämmverbundsystem (WDVS)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=W%C3%A4rmed%C3%A4mmverbundsystem_(WDVS)&amp;diff=5729"/>
		<updated>2025-11-12T13:20:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:4-09-022.jpg|center|600px|Probendarstellung: Wärmedämmverbundsystem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probennummer&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | 4-09-022&lt;br /&gt;
| colspan = &amp;quot;2&amp;quot; rowspan = &amp;quot;8&amp;quot; | [[WDVS]] sind ein wichtiges Element zur außenseitigen Wärmedämmung im Neubau sowie bei der energetischen Sanierung von Gebäudewänden. Aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen an Bauobjekte variieren sowohl der Aufbau als auch die Komponenten, die in das [[WDVS]] integriert sind. Die Zusammensetzung der WDVS-Abfälle kann daher je Bau- bzw. Abbruchstelle variieren. Insgesamt machen WDVS-Abfälle 0,01% der Baustellenabfälle aus &amp;lt;ref name = &amp;quot;Martins 2023&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Mit Hilfe mechanischer Grundoperationen der Aufbereitungstechnik können [[WDVS]] in die einzelnen Komponenten zerlegt und diese in einzelnen Fraktionen angereichert werden: [[4-09-021]], [[4-09-023]] und [[4-09-020]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den Einfluss der variierenden Zusammensetzung in den Untersuchungen zum bestmöglichen Aufschluss und Separation der Komponenten zu negieren, wurde der hier dargestellte Probenkörper erzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Übergeordneter Stoffstrom&#039;&#039;&#039; || [[Bau- und Abbruchabfälle]], [[Mineralik]] und [[Kunststoffe]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Herkunft&#039;&#039;&#039; || Eigene Herstellung der Probenkörper in Anlehnung an den schematischer Aufbau eines [[WDVS]] nach DIN 55699.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Jahr&#039;&#039;&#039; || 2018&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Lebenszyklusabschnitt&#039;&#039;&#039; || Stoffliche Verwertung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Komponenten&#039;&#039;&#039; || Dämmschicht aus expandiertem Polystyrol (EPS), Kleber-, Putz- und Armierungsgewebeschicht &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Angaben zu Rezyklierbarkeit und  Verwertungsmöglichkeiten&#039;&#039;&#039; || Voraussetzung für ein stoffliches Recycling ist das sortenreine Vorliegen der einzelnen Komponenten und die Abwesenheit von Flammschutzmitteln. Die Art wie die einzelnen Komponenten miteinander verbunden sind z.B. durch Klebung, Beschichtung oder Schraubverbindung, beeinflusst die Möglichkeiten des Materialaufschlusses und damit die Rezyklierbarkeit &amp;lt;ref name = &amp;quot;Martins 2023&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Quellenverzeichnis&#039;&#039;&#039; ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Martins 2023&amp;quot;&amp;gt; Simons, Martin (2023): „Selektive Zerkleinerung von kunststoffhaltigen Bauverbundstoffen am Beispiel von Wärmedämmverbundsystemen (WDVS)“ / vorgelegt von Martin Rudolf Bernhard Simons, M.Sc. Aachen: Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Aufsatz_R%C3%A4umnadel_(Demonstrator)&amp;diff=5238</id>
		<title>Aufsatz Räumnadel (Demonstrator)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Aufsatz_R%C3%A4umnadel_(Demonstrator)&amp;diff=5238"/>
		<updated>2025-03-31T14:55:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:6-12-014.gif|center|Probendarstellung:Aufsatz Räumnadel (Demonstrator)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot; &lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probenbeschreibung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probennummer&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | 3-12-014&lt;br /&gt;
| colspan = &amp;quot;2&amp;quot; rowspan = &amp;quot;8&amp;quot; | Für das Projekt GENESIS wurde an der Ruhr-Universität Bochum metallisches Pulver aus aufbereitetem Schleifschlamm mit Hilfe von Kondensatorentladungsschweißen zu ringförmigen Grünkörpern verdichtet. Anschließend wurden die Grünkörper durch Heißisostatisches Pressen bei der Firma OWL GmbH aus Aachen zum Demonstrator &amp;quot;Aufsatz Räumnadel&amp;quot; zusammengefügt. Im Anschluss wurde das Werkstück wärmebehandelt und erfolgreich getestet.&lt;br /&gt;
Die Aufbereitung des Schleifschlamms wurde am ANTS durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Übergeordneter Stoffstrom&#039;&#039;&#039; || Metall&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Herkunft&#039;&#039;&#039; || OWL GmbH aus Aachen in Zusammenarbeit mit dem [https://www.ants.rwth-aachen.de/cms/iar/forschung/aktuelle-forschungsprojekte/~tskof/genesis/ GENESIS-Projekt] des ANTS und der Ruhr-Universität Bochum&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Jahr&#039;&#039;&#039; || 2025&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Lebenszyklusabschnitt&#039;&#039;&#039; || [[Recycling]] &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Komponenten&#039;&#039;&#039; || [[Metalle]]: Hochgeschwindigkeitsstahl PM T15 (Wolfram (W), Vanadium (V) und Kobalt (Co))&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Angaben zur Rezyklierbarkeit&#039;&#039;&#039; || Trotz intensiven Mahlens kann aus den haken- bis spiralförmigen Struktur der Spänen kein kubisches Korn erzeugt werden, weshalb die Schüttdichte des Pulvers zu gering  ist, um es in konventionellen Sinterverfahren einzusetzen. &lt;br /&gt;
Der Restöl- bzw. Kohlenstoffgehalt des Pulvers vergast während des Sinterns und kann zu Risiken bei der Prozessdurchführung sowie Fehlstellen im Werkstück führen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4989</id>
		<title>Entsorgungsstrukturen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4989"/>
		<updated>2025-02-11T07:58:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: /* Entsorgungsfahrzeuge */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Entsorgungsstrukturen==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Das Gebiet der Abfallwirtschaft umfasst Erfassungs-, Sammel- und Logistiksysteme, die Planung und Organisation der Abfallbewirtschaftung, rechtliche und finanzielle Regelung sowie die Forschung und Entwicklung. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;/&amp;gt; Im Folgenden wird der Fokus auf die logistischen Strukturen der Abfallwirtschaft gelegt. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Entsorgungslogistik===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Entsorgungslogistik umfasst die Erfassung, die Sammlung und den Transport von Abfällen zu deren Behandlungsanlagen (inklusive Umschlag und Lagerung) und bildet so die Schnittstelle zwischen den Abfallerzeugern und den Einrichtungen der Verwertung, Aufbereitung und Beseitigung. Mit dem übergeordneten Ziel Materialien dem Wiedereinsatz zuzuführen, ist die Entsorgungslogistik für die Kreislaufwirtschaft essenziell.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für ein effektives Wertstoffmanagement werden Abfälle nach Material- und Produkteigenschaften kategorisiert. Für einen angemessenen Transport sind Aggregatzustand und Recyclingfähigkeit des jeweiligen Abfalls wichtige Kriterien. Für spätere Recyclingrohstoffe ist eine zeitoptimierte Logistik von größerer Bedeutung, während für nicht verwertbare Abfälle Ökonomie und Ökologie den Transport definieren. Ein weiterer Aspekt ist die Gefährlichkeit von Abfällen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Erfassung und Trennung (Vergleich von Holsystem und Bringsystem)===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Trennung von Abfällen kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen. Die getrennte Erfassung von Abfällen an ihrem Entstehungsort bietet den Vorteil einer hohen Sortenreinheit. Die gemischte Erfassung bietet einen geringeren Bedarf an Sammelbehältern während des in der Sammlung anschließenden Transports, jedoch komplexere Anforderungen an Umschlag und Lagerung sowie an die nachträgliche Sortierung und Aufbereitung. Die Erfassung kann in Form eines Holsystems oder eines Bringsystems sowie einer Kombination aus beiden erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
====Holsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Beim Holsystem stellen Abfallerzeuger die Abfälle in Sammelbehältern zur Abholung zur Verfügung &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Entsorgungsunternehmen oder Kommunen organisieren deren Abholung vom Abfallentstehungsort &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. Der geringe Aufwand auf Erzeugerseite bewirkt eine hohe Erfassungsrate (vgl. Tabelle 1) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Behälter für die lokale Erfassung sind Abfalleimer mit einem Volumen von mindestens 35 L, Abfalltonnen sowie Abfallgroßbehälter, die bis zu 360 L fassen, und an die Hebesysteme der Fahrzeuge angepasst sind. Diese Tonnen müssen sowohl von Privatpersonen manövrierbar als auch auf die Ausrüstung der Sammelfahrzeuge angepasst sein. Auf den Fahrzeugen befinden sich Wechsel- und Multifunktionsbehälter. Je nachdem, ob es sich um eine getrennte oder gemischte Erfassung handelt, können auf den Fahrzeugen Mehrkammersysteme eingesetzt werden (zum Beispiel bei der Umleerung von Glascontainern). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Arten der Behälter zur Erfassung von Abfällen am Entstehungsort oder dem jeweiligen Bringsystem werden unterschieden in Umleerbehälter sowie Wechselbehälter. Umleerbehälter werden in das Transportfahrzeug entleert und wieder abgestellt werden, während bei Wechselbehältern die vollen Behältnisse jeweils durch leere ersetzt. Eine weitere Möglichkeit sind Einwegbehältnisse wie z. B. Gelbe Säcke (vgl. Abbildung 1). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bringsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Sammelstellen zu vereinfachen, können Behälter in umgänglichen Größen bereitgestellt werden. Die Erzeuger transportieren die Abfälle eigenständig zu Recyclinghöfen oder zu größeren haushaltsnahen Erfassungsbehältnissen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt; Recycling- respektive Wertstoffhöfe nehmen auf ihren Grundstücken diverse Abfallarten an und sind innerhalb ihrer Öffnungszeiten für (private) Anlieferungen zugänglich&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. Insbesondere für LVP werden sie in ländlicher Umgebung, in denen kein Holsystem eingerichtet ist, als Haupterfassungssystem angeboten,. Auf Wertstoffhöfen werden infolge des Aufwands für Privatpersonen die geringsten Sammelmengen erfasst (vgl. Tabelle 1). Aus den geringen Sammelmengen resultieren bis zu vierfach höheren Kosten für Erfassung, Sammlung und Verwertung pro Kilogramm Verpackungsabfall gegenüber dem Holsystem mit Gelben Säcken.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein anderes Beispiel für das Bringsystem stellt die Sammlung von Altglas dar. Die Erfassungs- oder Sammelbehälter für Altglas befinden sich außerhalb der Privatgrundstücke, sind jedoch innerhalb von Stadtvierteln grundstücksnah aufgestellt (vgl. Abbildung 1). Die für diesen Bereich verwendeten Depotcontainer sind meist Umleerbehälter und können als Mehrkammersystem mit bis zu drei Kammern ausgebaut sein. Wenn die Abholung als integriertes System vorgesehen ist, wird das Altglas auf einem Fahrzeug reinfarbig transportiert. Auf den Fahrzeugen sind die Kammern durch Klappwände getrennt. Um eine Verunreinigung durch Überfüllung zu vermeiden, sind die Abholrhythmen sowie die bereitgestellte Behälteranzahl entsprechend festzulegen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 1: Vor- und Nachteile von Holsystemen gegenüber Bringsystemen nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Holsystem&lt;br /&gt;
! Bringsystem&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Komfort auf Seite der Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Qualität&lt;br /&gt;
* Bereitstellen der Sammelbehälter erfordert weniger Raum: zunächst private, handliche Behälter&lt;br /&gt;
* Preiswerter für die Kommunen&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Abfälle werden vor Abgabe länger gelagert&lt;br /&gt;
* Behälter benötigen ausreichendes Volumen und Kompatibilität mit Umladesystemen sowie ausreichende Handlichkeit&lt;br /&gt;
* Hohe logistische und Personal-Kosten für die Kommune&lt;br /&gt;
* Platzbedarf auf Grundstücken&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Hohe logistische Kosten für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Hoher Zeitaufwand für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Folglich geringe Beteiligung und geringere erfasste Mengen&lt;br /&gt;
* Begrenzte Anzahl an Sammelstellen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog Abfallbehälter.png |thumb|1300px|Abbildung 1: Zuordnung von Abfallbehältern zu privat anfallenden Abfallströmen (eigene Darstellung)]] &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiel: Erfassung von Verpackungsabfällen====&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 wurden Verpackungsabfälle aus ca. einem Drittel (34,4%) der deutschen Haushalte über das Holsystem Wertstofftonne erfasst. In allen anderen Gebieten (65,6%) kommen die Gelbe Tonne oder der Gelbe Sack für die Erfassung von Verpackungsabfällen im Hol- oder Bringsystem zum Einsatz. In ländlichen Gebieten werden die meisten Verpackungsabfälle erfasst, während in Großstädten die geringsten LVP-Mengen erfasst werden. Dabei weisen die in Gelben Säcken gesammelten Abfälle eine höhere Qualität auf als die in Gelben Tonnen erfassten, da hier aufgrund der Stabilität, Größe und Blickdichte vermehrt Fehlwürfe erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsfahrzeuge===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Fahrzeuge zur Sammlung von Abfällen im Holsystem sind LKW mit den Komponenten Fahrgestell, Fest- oder Wechselaufbau und Aufnahmesystem. Die gängigen Systeme zur Beladung sind Frontlader, Seitenlader und Hecklader sowie Front-Seitenlader.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frontlader eignen sich zur Entleerung von Müllgroßbehältern im Ein-Personen-Betrieb und sind üblich bei der Sammlung von Industrie- und Gewerbeabfall. Front-Seitenlader werden aufgrund eines Beladearms für die Erfassung von Gewerbeabfällen und Haushaltsabfällen eingesetzt. Auch Seitenlader funktionieren im Ein-Personen-Betrieb und besitzen Kapazitäten für Müllgroßbehälter sowie für Großcontainer. Zudem ermöglichen sie je nach Art eine unterirdische Abfuhr. Hecklader sind vielseitig und werden daher häufig für die Sammlung von Haushalts- und Bioabfällen verwendet. Im Gegensatz zu Seiten- und Frontladern besteht die Notwendigkeit, mindestens zwei Personen zu stellen (einen Fahrer und einen Lader). Für die am Fahrzeugheck sitzenden Beladeöffnungen und Aufnahmesysteme gibt es je nach Anforderungen passende Kransysteme und passende Müllbehälter. Möglich sind geschlossene und offene Abfuhrsysteme sowie verschiedene Automatisierungsgrade.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsorgungsfahrzeuge sind häufig mit Technik zur Abfallverdichtung ausgestattet. Das kompaktierte Transportgut muss dabei die Recyclingfähigkeit und ggf. vorhandene Trennung der Stoffströme beibehalten &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Die Verdichtungstechnik wird je nach gesammeltem Stoffstrom gewählt. So wird auf Heckladern meist mit Pressplatten oder einer Drehtrommel verdichtet, während bei Front- und Seitenladern Schneckenverdichter oder Pendelpressenverdichter genutzt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das hydraulische Pressplattenwerk drückt Abfälle gegen ein Ausstoßschild im Sammelkasten des Heckladers. Anhand von Steuerungssystemen können die aufgegebenen Drücke in Abhängigkeit der Abfallzusammensetzung eingestellt werden (fraktionsoptimierte Verdichtung).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schneckenverdichter kombinieren die Umwälzung und Zerkleinerung von Abfällen mit der Verdichtung, indem die Abfälle durch sich verjüngende Pressschneckengänge befördert werden. Vorteile gegenüber der Pressplattenverdichtung sind eine ausgeglichene Verteilung von Flüssigkeiten und die Belüftung der Abfälle. Bei Einsatz einer Drehtrommel wird die Sammeltrommel bei umgekehrter Drehrichtung geleert, wobei gleichzeitig eine Selbstreinigung stattfindet.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:EntsorgungsfahrzeugeVarianten.png|center|800px|Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery heights=200 mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontlader.jpg|800px|a) Frontlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugSeitenlader.jpg|800px|b) Seitenlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugHecklader.jpg|800px|c) Hecklader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontSeitenlader Faun Easypress 2001.jpg|800px|d) Frontseitenlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: [https://sase-iserlohn.de/ | SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt;] &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsstrukturen in Deutschland===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Sammlung von Abfällen unterliegt in Deutschland der kommunalen Hoheit. Das bedeutet, dass jede Kommune eigenverantwortlich für die Bereitstellung von Abfallsammelbehältern und die Organisation der Sammellogistik ist. Entsprechend können die Systeme zur Erfassung und Sammlung von Abfällen sich in Deutschland von Kommune zu Kommune unterscheiden. Dies betrifft beispielsweise die Farbkodierung (Behälter- oder Deckelfarbe), die angebotenen Hol- oder Bringsysteme, die Leerungsrhythmen oder die genutzten Abfallsammelfahrzeuge.&lt;br /&gt;
Während Satzungen zu Abholrhythmen, Abfallgebühren und Wahl der Sammelsysteme im kommunalen Recht umgesetzt werden, wird z. B. die Zuständigkeit von Behörden im Landesrecht festgelegt. Das Landesrecht dient demnach dazu, Vorschriften aus dem Bundesrecht zu detaillieren und zu vervollständigen. Auf Bundesebene werden die Rahmenbedingungen festgehalten, wie z. B. im KrWG und im VerpackG.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Deutschland fällt der Transport von Abfällen unter das Kreislaufwirtschaftsgesetz, das auf europäischen Richtlinien basiert und um Rechtsverordnungen erweitert ist. Eine der zentralen Erweiterungen ist die europäische Verpackungsrichtlinie, die in Deutschland über das Verpackungsgesetz umgesetzt wird.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Verpackungsverordnung von 1991, die vor der ersten europäischen Verpackungsrichtlinie in Kraft trat, inkludierte eine Rücknahmepflicht für Transportverpackungen, Umverpackungen und Verkaufsverpackungen sowie die Pflicht, dass Inverkehrbringer ihre Verpackungen einer Verwertungsstelle zuführen müssen. Dabei ermöglichte die erweiterte Produktverantwortung, dass Hersteller und Vertreiber die Verpackungen nicht zurücknehmen müssen, sofern sie sich an einer rechtlich zugelassenen, lokal organisierten Sammlung beteiligen. Daher kooperieren die Inverkehrbringer von Abfällen mit öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Entsorgungsträgern. Die Bundesländer veröffentlichen jedes Jahr Informationen zu Art, Herkunft und Menge der von öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern gesammelten Abfälle &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Duale Systeme===&lt;br /&gt;
In Deutschland wird diese Form der lokalen Sammlung von Verpackungen durch zehn duale Systeme vorgenommen. Das Duale System Deutschland (DSD) wurde 1990 als erstes privatwirtschaftliches Entsorgungssystem eingeführt. Dieses ist unter der Bezeichnung „Der Grüne Punkt“ bekannt, da lizensierte Verkaufsverpackungen nach der Einführung der Verpackungsverordnung damit gekennzeichnet wurden. Erst mit einer Entscheidung des Bundeskartellamts im Jahr 2003 entwickelte sich ein freier Markt mit den weiteren Dualen Systemen (vgl. Abbildung 3).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog MarktanteileDS.PNG |thumb|800px|Abbildung 3: Vorläufig zugeordnete Marktanteile der Dualen Systeme für das zweite Quartal 2024 nach Stoffstrom &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;/&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dualen Systeme organisieren die Sammlung und Sortierung von  Leichtverpackungen (LVP). Die LVP-Erfassungsrate ist mit circa 75% mit denen von Altglas und Altpapier vergleichbar. Duale Systeme lizensieren neben Kunststoffverpackungen auch solche aus Glas oder PPK. &amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 wurden insgesamt 5,8 Mio. t Verpackungsabfälle (Glas, PPK und LVP) getrennt gesammelt (vgl. Abbildung 4 und 5). Inklusive der stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) betrug die Gesamtrecyclingquote der mit Dualen Systemen gesammelten Abfälle 50,5%. Die werkstoffliche Verwertungsquote für Kunststoffe betrug 60,6%, während die Gesamt-Verwertungsquote der Kunststoffe bei 104% lag. Dass diese Quote oberhalb der 100% lag, zeigt auf, dass die Dualen Systeme mehr Kunststoffabfälle gesammelt haben, als Kunststoffverpackungen lizensiert wurden. Auch bei Aluminium trat eine Verwertungsquote von über 100% auf, was auf eine unterschiedliche Definition von Verbundmaterialien bei Verpackungen und Abfällen zurückzuführen ist. &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-ErfassteMengenLVP.PNG |thumb|800px|Abbildung 4: Einwohnerspezifische Erfassungsmengen von Verpackungsabfällen nach Sammelsystem &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-Qualität.PNG |thumb|800px|Abbildung 5: Anteile von nicht erfassten Wertstoffen und Anteile von Fehlwürfen bei der Erfassung von Leichtverpackungen nach Sammelsystem bezogen auf das Sammelsystem mit den wenigsten nicht erfassten Wertstoffen (Gelbe Tonne ländlich) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wertstofftonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
In Deutschland kommt je nach Kommune die Wertstofftonne oder die Gelbe Tonne zum Einsatz. &lt;br /&gt;
Das Konzept der Wertstofftonne ist, auch jene Wertstoffe zu erfassen, die keine Verpackungen sind. Diese zählen in den Gelben Tonnen und Säcken als Fehlwürfe. In jeder erfassten Abfallkategorie treten Fehlwürfe auf. Dazu zählen fremde Stoffströme, die anderen Sammlungen zuzuführen wären, wie z. B. organische Abfälle oder auch Glas und PPK ohne Lizensierung. Als intelligente Fehlwürfe zählen diejenigen Fehlwürfe, die zwar als nicht-Verpackungen von den Dualen Systemen nicht lizensiert sind, jedoch dem gleichen Stoffstrom angehören wie die Leichtverpackungen (stoffgleiche Nichtverpackungen). Das Einwerfen von Wertstoffen in Form von Elektro-Altgeräten ist auch in Wertstofftonnen nicht erlaubt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt; Gründe für „intelligente Fehlwürfe“ in Gelben Tonnen sind die von Abfallerzeugenden empfundene Praktikabilität, aber auch Informationsmangel und Kostenersparnis. Da die Dualen Systeme die Sammlung und Sortierung sowie die ggf. nötige Entsorgung von stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) nicht über Lizenzentgelte finanziert bekommen, wurden Wertstofftonnen eingeführt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. So sollen möglichst hohe Anteile der stoffgleichen Verpackungen und Nichtverpackungen der stofflichen Verwertung zugeführt werden und möglichst wenige Kunststoffe über die Restmülltonne entsorgt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vergleich von Wertstofftonne und Gelber Tonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Um die gemeinsame Erfassung von LVP und sNVP in Wertstofftonnen vorzunehmen, können Duale Systeme mit öffentlich-rechtlichen Entsorgern kooperieren. Diese Zusammenarbeit ist in Form von Mitnutzungsverträgen gestattet, wenn sie Effizienzvorteile für Abfallerzeuger generiert, ohne den Wettbewerb signifikant zu beeinträchtigen (vgl. Tabelle 2).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Innerhalb Deutschlands werden je nach Region die verschiedenen Systeme angewandt, da die Verantwortung für die Zuführung von Verpackungsabfällen zu einer Verwertung ursprünglich bei den Gemeinden lag. Seit 1991 entwickelten sich infolge der Produktverantwortung auf Seite der Inverkehrbringer die Dualen Systeme. Jedoch sind erst seit einer 2019 in Kraft getretenen Novellierung des Verpackungsgesetzes alle Inverkehrbringer von Verkaufsverpackungen zur Teilnahme an einem Dualen System verpflichtet. Die Ausgestaltung der Erfassung und Sammlung wird von den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern vorgegeben, sodass sich in Bezug auf die Art des Sammelsystems sowie die Behältergrößen und Abholungshäufigkeiten regionale Differenzen ergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 2: Vor- und Nachteile von Wertstofftonne (und Wertstoffsack) gegenüber der Gelben Tonne (und dem Gelben Sack) nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Wertstofftonne&lt;br /&gt;
! Duale Systeme&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Gezielte Miterfassung von sNVP zur Steigerung der Recyclingquote (sNVP 10% und meist Kunststoff), dadurch höhere Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Recycling unabhängig vom Verwendungszweck&lt;br /&gt;
* Reduktion der massebezogenen Sammlungskosten gegenüber der Gelben Tonne &lt;br /&gt;
* Geringere Sammlungs- und Entsorgungskosten für Restabfall&lt;br /&gt;
* Geringere Gesamtkosten (absolut sowie einwohnerspezifisch und massenspezifisch)&lt;br /&gt;
* Erhöhte Rezyklatausbeute &lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Entwicklung der privatrechtlichen Entsorgungssysteme infolge der Produktverantwortung &lt;br /&gt;
* Höhere Qualität (in Gelben Säcken) durch soziale Kontrolle und mögliches Reißen der Säcke bei Fehlwürfen&lt;br /&gt;
* geringere Transportkosten zur Sortieranlage&lt;br /&gt;
* geringere Sortierkosten&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern&lt;br /&gt;
* Kooperation zwischen öffentlich-rechtlichen Entsorgern und privatrechtlichen Entsorgern erforderlich&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Fragmentierung der Recyclingwirtschaft&lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern: Fehlwürfe und Verunreinigungen mindern die Qualität (Auslegung auf Verpackungsabfälle)&lt;br /&gt;
* Informationsmangel hinsichtlich der Materialzusammensetzung&lt;br /&gt;
* Mangelnde Kontinuität der Stoffströme und teils geringe Umfänge&lt;br /&gt;
* Unzureichende Technologieentwicklung&lt;br /&gt;
* Unterbeteiligung an Dualen Systemen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--•	Unterscheidung wer ist für was zuständig etwas klarer, vlt ein Schaubild? (kommunal/privat) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;&amp;gt; Becker, T., &amp;amp; Mellen, D. (2022). Kunststoffe. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 429-448). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Bildstein, C. (2022). Glasrecycling. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., Bd. 20, S. 401-414). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Kempkes, J. H. (2022). Verpackungsabfälle. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 449-470). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;&amp;gt;Bundesregierung Deutschland. (12. Juni 1991). Verordnung über die Vermeidung von Verpackungsabfällen. Bundesregierung Deutschland. Bonn: Bundesanzeiger. Abgerufen am 26. 04 2024 von https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl191s1234.pdf%27%5D__1714158886519&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;&amp;gt;Gemeinsame Stelle dualer Systeme Deutschlands GmbH. (2021). Über die dualen Systeme. (G. S. GmbH, Herausgeber) Abgerufen am 09. 05 2024 von https://www.muelltrennung-wirkt.de/de/ueber-uns/ueber-die-dualen-systeme/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;&amp;gt;Hohmann, S. (2022). Logistikmanagement: Entsorgungslogistik. In S. Hohmann, Logistik- und Supply Chain Management (S. 179-193). Wiesbaden: Springer Gabler. doi:10.1007/978-3-658-13631-4_6 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;&amp;gt;Kirchhoff, J. F. (2022). Intelligente Konzepte für Sammelfahrzeuge. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 717-). Wiesbaden: Springer Fachmedien . doi:10.1007/978-3-658-36262-1_37&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;&amp;gt;SASE gGmbH. Gesellschaft zur Förderung und Sammlung aus Städtereinigung und Entsorgungswirtschaft. Firmensitz: Max-Planck-Str. 11, D-58638 Iserlohn, https://sase-iserlohn.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;&amp;gt;Kuchta, K. (2023). Kunststoffabfälle aus privaten Haushalten erfassen, sortieren und verwerten. In M. S. Porth, Wasser, Energie und Umwelt (S. 287–296). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-42657-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;&amp;gt;Orth, P. B. (2022). Verwertung von Kunststoffabfällen. In P. B. Orth, Kunststoffe im Kreislauf (S. 103-122). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:https://doi.org/10.1007/978-3-658-37814-1_9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;&amp;gt;Pfaff-Simoneit, W. (2022). Anforderungen an den Aufbau von Abfallwirtschaftssystemen. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (S. 629-659). Wiesbaden; Heidelberg: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_33&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;&amp;gt;Pfohl, H.-C. (2018). Entsorgungslogistik. In H.-C. Pfohl, Logistiksysteme (S. 247-257). Berlin: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-662-56228-4_13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;&amp;gt;Reffken, H., &amp;amp; Rigod, B. (2022). Kartellrecht. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 285-307). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;&amp;gt;Wagner, J. e. (2018). Analyse der Effizienz und Vorschläge zur Optimierung von Sammelsystemen (Hol- und Bringsysteme) der haushaltsnahen Erfassung von Leichtverpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen auf der Grundlage vorhandener Daten. INTECUS GmbH Abfallwirtschaft und umweltintegratives Management. Dessau-Roßlau: Umweltbundesamt. Abgerufen am 21. 05 2024 von https://www.umweltkanzlei.de/daten/module/media/9/20180522UBA-26.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2021). PRESSEMITTEILUNG Von der Einweg-Verpackung zum Kreislauf. Verpackungen sind Ressourcen. Verpackungsregister LUCID – Status quo und Perspektiven (S. 35). Osnabrück / Berlin: UBA. Abgerufen am 22. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/Auswertungen/Unterlagen_Pressekonferenz_ZSVR_18.11.2021.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2024). Vorläufig zuzuordnende Marktanteile der Systeme für das zweite Quartal 2024. Osnabrück: Zentrale Stelle Verpackungsregister. Abgerufen am 23. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/files/Marktanteile/Vorlaeufig_zuzuordnende_Marktanteile_der_Systeme_fuer_das_zweite_Quartal_2024.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4988</id>
		<title>Entsorgungsstrukturen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4988"/>
		<updated>2025-02-11T07:58:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: /* Entsorgungsfahrzeuge */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Entsorgungsstrukturen==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Das Gebiet der Abfallwirtschaft umfasst Erfassungs-, Sammel- und Logistiksysteme, die Planung und Organisation der Abfallbewirtschaftung, rechtliche und finanzielle Regelung sowie die Forschung und Entwicklung. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;/&amp;gt; Im Folgenden wird der Fokus auf die logistischen Strukturen der Abfallwirtschaft gelegt. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Entsorgungslogistik===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Entsorgungslogistik umfasst die Erfassung, die Sammlung und den Transport von Abfällen zu deren Behandlungsanlagen (inklusive Umschlag und Lagerung) und bildet so die Schnittstelle zwischen den Abfallerzeugern und den Einrichtungen der Verwertung, Aufbereitung und Beseitigung. Mit dem übergeordneten Ziel Materialien dem Wiedereinsatz zuzuführen, ist die Entsorgungslogistik für die Kreislaufwirtschaft essenziell.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für ein effektives Wertstoffmanagement werden Abfälle nach Material- und Produkteigenschaften kategorisiert. Für einen angemessenen Transport sind Aggregatzustand und Recyclingfähigkeit des jeweiligen Abfalls wichtige Kriterien. Für spätere Recyclingrohstoffe ist eine zeitoptimierte Logistik von größerer Bedeutung, während für nicht verwertbare Abfälle Ökonomie und Ökologie den Transport definieren. Ein weiterer Aspekt ist die Gefährlichkeit von Abfällen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Erfassung und Trennung (Vergleich von Holsystem und Bringsystem)===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Trennung von Abfällen kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen. Die getrennte Erfassung von Abfällen an ihrem Entstehungsort bietet den Vorteil einer hohen Sortenreinheit. Die gemischte Erfassung bietet einen geringeren Bedarf an Sammelbehältern während des in der Sammlung anschließenden Transports, jedoch komplexere Anforderungen an Umschlag und Lagerung sowie an die nachträgliche Sortierung und Aufbereitung. Die Erfassung kann in Form eines Holsystems oder eines Bringsystems sowie einer Kombination aus beiden erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
====Holsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Beim Holsystem stellen Abfallerzeuger die Abfälle in Sammelbehältern zur Abholung zur Verfügung &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Entsorgungsunternehmen oder Kommunen organisieren deren Abholung vom Abfallentstehungsort &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. Der geringe Aufwand auf Erzeugerseite bewirkt eine hohe Erfassungsrate (vgl. Tabelle 1) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Behälter für die lokale Erfassung sind Abfalleimer mit einem Volumen von mindestens 35 L, Abfalltonnen sowie Abfallgroßbehälter, die bis zu 360 L fassen, und an die Hebesysteme der Fahrzeuge angepasst sind. Diese Tonnen müssen sowohl von Privatpersonen manövrierbar als auch auf die Ausrüstung der Sammelfahrzeuge angepasst sein. Auf den Fahrzeugen befinden sich Wechsel- und Multifunktionsbehälter. Je nachdem, ob es sich um eine getrennte oder gemischte Erfassung handelt, können auf den Fahrzeugen Mehrkammersysteme eingesetzt werden (zum Beispiel bei der Umleerung von Glascontainern). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Arten der Behälter zur Erfassung von Abfällen am Entstehungsort oder dem jeweiligen Bringsystem werden unterschieden in Umleerbehälter sowie Wechselbehälter. Umleerbehälter werden in das Transportfahrzeug entleert und wieder abgestellt werden, während bei Wechselbehältern die vollen Behältnisse jeweils durch leere ersetzt. Eine weitere Möglichkeit sind Einwegbehältnisse wie z. B. Gelbe Säcke (vgl. Abbildung 1). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bringsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Sammelstellen zu vereinfachen, können Behälter in umgänglichen Größen bereitgestellt werden. Die Erzeuger transportieren die Abfälle eigenständig zu Recyclinghöfen oder zu größeren haushaltsnahen Erfassungsbehältnissen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt; Recycling- respektive Wertstoffhöfe nehmen auf ihren Grundstücken diverse Abfallarten an und sind innerhalb ihrer Öffnungszeiten für (private) Anlieferungen zugänglich&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. Insbesondere für LVP werden sie in ländlicher Umgebung, in denen kein Holsystem eingerichtet ist, als Haupterfassungssystem angeboten,. Auf Wertstoffhöfen werden infolge des Aufwands für Privatpersonen die geringsten Sammelmengen erfasst (vgl. Tabelle 1). Aus den geringen Sammelmengen resultieren bis zu vierfach höheren Kosten für Erfassung, Sammlung und Verwertung pro Kilogramm Verpackungsabfall gegenüber dem Holsystem mit Gelben Säcken.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein anderes Beispiel für das Bringsystem stellt die Sammlung von Altglas dar. Die Erfassungs- oder Sammelbehälter für Altglas befinden sich außerhalb der Privatgrundstücke, sind jedoch innerhalb von Stadtvierteln grundstücksnah aufgestellt (vgl. Abbildung 1). Die für diesen Bereich verwendeten Depotcontainer sind meist Umleerbehälter und können als Mehrkammersystem mit bis zu drei Kammern ausgebaut sein. Wenn die Abholung als integriertes System vorgesehen ist, wird das Altglas auf einem Fahrzeug reinfarbig transportiert. Auf den Fahrzeugen sind die Kammern durch Klappwände getrennt. Um eine Verunreinigung durch Überfüllung zu vermeiden, sind die Abholrhythmen sowie die bereitgestellte Behälteranzahl entsprechend festzulegen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 1: Vor- und Nachteile von Holsystemen gegenüber Bringsystemen nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Holsystem&lt;br /&gt;
! Bringsystem&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Komfort auf Seite der Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Qualität&lt;br /&gt;
* Bereitstellen der Sammelbehälter erfordert weniger Raum: zunächst private, handliche Behälter&lt;br /&gt;
* Preiswerter für die Kommunen&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Abfälle werden vor Abgabe länger gelagert&lt;br /&gt;
* Behälter benötigen ausreichendes Volumen und Kompatibilität mit Umladesystemen sowie ausreichende Handlichkeit&lt;br /&gt;
* Hohe logistische und Personal-Kosten für die Kommune&lt;br /&gt;
* Platzbedarf auf Grundstücken&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Hohe logistische Kosten für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Hoher Zeitaufwand für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Folglich geringe Beteiligung und geringere erfasste Mengen&lt;br /&gt;
* Begrenzte Anzahl an Sammelstellen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog Abfallbehälter.png |thumb|1300px|Abbildung 1: Zuordnung von Abfallbehältern zu privat anfallenden Abfallströmen (eigene Darstellung)]] &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiel: Erfassung von Verpackungsabfällen====&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 wurden Verpackungsabfälle aus ca. einem Drittel (34,4%) der deutschen Haushalte über das Holsystem Wertstofftonne erfasst. In allen anderen Gebieten (65,6%) kommen die Gelbe Tonne oder der Gelbe Sack für die Erfassung von Verpackungsabfällen im Hol- oder Bringsystem zum Einsatz. In ländlichen Gebieten werden die meisten Verpackungsabfälle erfasst, während in Großstädten die geringsten LVP-Mengen erfasst werden. Dabei weisen die in Gelben Säcken gesammelten Abfälle eine höhere Qualität auf als die in Gelben Tonnen erfassten, da hier aufgrund der Stabilität, Größe und Blickdichte vermehrt Fehlwürfe erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsfahrzeuge===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Fahrzeuge zur Sammlung von Abfällen im Holsystem sind LKW mit den Komponenten Fahrgestell, Fest- oder Wechselaufbau und Aufnahmesystem. Die gängigen Systeme zur Beladung sind Frontlader, Seitenlader und Hecklader sowie Front-Seitenlader.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frontlader eignen sich zur Entleerung von Müllgroßbehältern im Ein-Personen-Betrieb und sind üblich bei der Sammlung von Industrie- und Gewerbeabfall. Front-Seitenlader werden aufgrund eines Beladearms für die Erfassung von Gewerbeabfällen und Haushaltsabfällen eingesetzt. Auch Seitenlader funktionieren im Ein-Personen-Betrieb und besitzen Kapazitäten für Müllgroßbehälter sowie für Großcontainer. Zudem ermöglichen sie je nach Art eine unterirdische Abfuhr. Hecklader sind vielseitig und werden daher häufig für die Sammlung von Haushalts- und Bioabfällen verwendet. Im Gegensatz zu Seiten- und Frontladern besteht die Notwendigkeit, mindestens zwei Personen zu stellen (einen Fahrer und einen Lader). Für die am Fahrzeugheck sitzenden Beladeöffnungen und Aufnahmesysteme gibt es je nach Anforderungen passende Kransysteme und passende Müllbehälter. Möglich sind geschlossene und offene Abfuhrsysteme sowie verschiedene Automatisierungsgrade.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsorgungsfahrzeuge sind häufig mit Technik zur Abfallverdichtung ausgestattet. Das kompaktierte Transportgut muss dabei die Recyclingfähigkeit und ggf. vorhandene Trennung der Stoffströme beibehalten &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Die Verdichtungstechnik wird je nach gesammeltem Stoffstrom gewählt. So wird auf Heckladern meist mit Pressplatten oder einer Drehtrommel verdichtet, während bei Front- und Seitenladern Schneckenverdichter oder Pendelpressenverdichter genutzt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das hydraulische Pressplattenwerk drückt Abfälle gegen ein Ausstoßschild im Sammelkasten des Heckladers. Anhand von Steuerungssystemen können die aufgegebenen Drücke in Abhängigkeit der Abfallzusammensetzung eingestellt werden (fraktionsoptimierte Verdichtung).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schneckenverdichter kombinieren die Umwälzung und Zerkleinerung von Abfällen mit der Verdichtung, indem die Abfälle durch sich verjüngende Pressschneckengänge befördert werden. Vorteile gegenüber der Pressplattenverdichtung sind eine ausgeglichene Verteilung von Flüssigkeiten und die Belüftung der Abfälle. Bei Einsatz einer Drehtrommel wird die Sammeltrommel bei umgekehrter Drehrichtung geleert, wobei gleichzeitig eine Selbstreinigung stattfindet.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:EntsorgungsfahrzeugeVarianten.png|center|800px|Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery heights=200 mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontlader.jpg|800px|a) Frontlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugSeitenlader.jpg|800px|b) Seitenlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugHecklader.jpg|800px|c) Hecklader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontSeitenlader Faun Easypress 2001.jpg|800px|d) Frontseitenlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: [https://sase-iserlohn.de/ | SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt;] &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsstrukturen in Deutschland===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Sammlung von Abfällen unterliegt in Deutschland der kommunalen Hoheit. Das bedeutet, dass jede Kommune eigenverantwortlich für die Bereitstellung von Abfallsammelbehältern und die Organisation der Sammellogistik ist. Entsprechend können die Systeme zur Erfassung und Sammlung von Abfällen sich in Deutschland von Kommune zu Kommune unterscheiden. Dies betrifft beispielsweise die Farbkodierung (Behälter- oder Deckelfarbe), die angebotenen Hol- oder Bringsysteme, die Leerungsrhythmen oder die genutzten Abfallsammelfahrzeuge.&lt;br /&gt;
Während Satzungen zu Abholrhythmen, Abfallgebühren und Wahl der Sammelsysteme im kommunalen Recht umgesetzt werden, wird z. B. die Zuständigkeit von Behörden im Landesrecht festgelegt. Das Landesrecht dient demnach dazu, Vorschriften aus dem Bundesrecht zu detaillieren und zu vervollständigen. Auf Bundesebene werden die Rahmenbedingungen festgehalten, wie z. B. im KrWG und im VerpackG.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Deutschland fällt der Transport von Abfällen unter das Kreislaufwirtschaftsgesetz, das auf europäischen Richtlinien basiert und um Rechtsverordnungen erweitert ist. Eine der zentralen Erweiterungen ist die europäische Verpackungsrichtlinie, die in Deutschland über das Verpackungsgesetz umgesetzt wird.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Verpackungsverordnung von 1991, die vor der ersten europäischen Verpackungsrichtlinie in Kraft trat, inkludierte eine Rücknahmepflicht für Transportverpackungen, Umverpackungen und Verkaufsverpackungen sowie die Pflicht, dass Inverkehrbringer ihre Verpackungen einer Verwertungsstelle zuführen müssen. Dabei ermöglichte die erweiterte Produktverantwortung, dass Hersteller und Vertreiber die Verpackungen nicht zurücknehmen müssen, sofern sie sich an einer rechtlich zugelassenen, lokal organisierten Sammlung beteiligen. Daher kooperieren die Inverkehrbringer von Abfällen mit öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Entsorgungsträgern. Die Bundesländer veröffentlichen jedes Jahr Informationen zu Art, Herkunft und Menge der von öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern gesammelten Abfälle &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Duale Systeme===&lt;br /&gt;
In Deutschland wird diese Form der lokalen Sammlung von Verpackungen durch zehn duale Systeme vorgenommen. Das Duale System Deutschland (DSD) wurde 1990 als erstes privatwirtschaftliches Entsorgungssystem eingeführt. Dieses ist unter der Bezeichnung „Der Grüne Punkt“ bekannt, da lizensierte Verkaufsverpackungen nach der Einführung der Verpackungsverordnung damit gekennzeichnet wurden. Erst mit einer Entscheidung des Bundeskartellamts im Jahr 2003 entwickelte sich ein freier Markt mit den weiteren Dualen Systemen (vgl. Abbildung 3).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog MarktanteileDS.PNG |thumb|800px|Abbildung 3: Vorläufig zugeordnete Marktanteile der Dualen Systeme für das zweite Quartal 2024 nach Stoffstrom &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;/&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dualen Systeme organisieren die Sammlung und Sortierung von  Leichtverpackungen (LVP). Die LVP-Erfassungsrate ist mit circa 75% mit denen von Altglas und Altpapier vergleichbar. Duale Systeme lizensieren neben Kunststoffverpackungen auch solche aus Glas oder PPK. &amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 wurden insgesamt 5,8 Mio. t Verpackungsabfälle (Glas, PPK und LVP) getrennt gesammelt (vgl. Abbildung 4 und 5). Inklusive der stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) betrug die Gesamtrecyclingquote der mit Dualen Systemen gesammelten Abfälle 50,5%. Die werkstoffliche Verwertungsquote für Kunststoffe betrug 60,6%, während die Gesamt-Verwertungsquote der Kunststoffe bei 104% lag. Dass diese Quote oberhalb der 100% lag, zeigt auf, dass die Dualen Systeme mehr Kunststoffabfälle gesammelt haben, als Kunststoffverpackungen lizensiert wurden. Auch bei Aluminium trat eine Verwertungsquote von über 100% auf, was auf eine unterschiedliche Definition von Verbundmaterialien bei Verpackungen und Abfällen zurückzuführen ist. &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-ErfassteMengenLVP.PNG |thumb|800px|Abbildung 4: Einwohnerspezifische Erfassungsmengen von Verpackungsabfällen nach Sammelsystem &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-Qualität.PNG |thumb|800px|Abbildung 5: Anteile von nicht erfassten Wertstoffen und Anteile von Fehlwürfen bei der Erfassung von Leichtverpackungen nach Sammelsystem bezogen auf das Sammelsystem mit den wenigsten nicht erfassten Wertstoffen (Gelbe Tonne ländlich) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wertstofftonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
In Deutschland kommt je nach Kommune die Wertstofftonne oder die Gelbe Tonne zum Einsatz. &lt;br /&gt;
Das Konzept der Wertstofftonne ist, auch jene Wertstoffe zu erfassen, die keine Verpackungen sind. Diese zählen in den Gelben Tonnen und Säcken als Fehlwürfe. In jeder erfassten Abfallkategorie treten Fehlwürfe auf. Dazu zählen fremde Stoffströme, die anderen Sammlungen zuzuführen wären, wie z. B. organische Abfälle oder auch Glas und PPK ohne Lizensierung. Als intelligente Fehlwürfe zählen diejenigen Fehlwürfe, die zwar als nicht-Verpackungen von den Dualen Systemen nicht lizensiert sind, jedoch dem gleichen Stoffstrom angehören wie die Leichtverpackungen (stoffgleiche Nichtverpackungen). Das Einwerfen von Wertstoffen in Form von Elektro-Altgeräten ist auch in Wertstofftonnen nicht erlaubt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt; Gründe für „intelligente Fehlwürfe“ in Gelben Tonnen sind die von Abfallerzeugenden empfundene Praktikabilität, aber auch Informationsmangel und Kostenersparnis. Da die Dualen Systeme die Sammlung und Sortierung sowie die ggf. nötige Entsorgung von stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) nicht über Lizenzentgelte finanziert bekommen, wurden Wertstofftonnen eingeführt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. So sollen möglichst hohe Anteile der stoffgleichen Verpackungen und Nichtverpackungen der stofflichen Verwertung zugeführt werden und möglichst wenige Kunststoffe über die Restmülltonne entsorgt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vergleich von Wertstofftonne und Gelber Tonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Um die gemeinsame Erfassung von LVP und sNVP in Wertstofftonnen vorzunehmen, können Duale Systeme mit öffentlich-rechtlichen Entsorgern kooperieren. Diese Zusammenarbeit ist in Form von Mitnutzungsverträgen gestattet, wenn sie Effizienzvorteile für Abfallerzeuger generiert, ohne den Wettbewerb signifikant zu beeinträchtigen (vgl. Tabelle 2).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Innerhalb Deutschlands werden je nach Region die verschiedenen Systeme angewandt, da die Verantwortung für die Zuführung von Verpackungsabfällen zu einer Verwertung ursprünglich bei den Gemeinden lag. Seit 1991 entwickelten sich infolge der Produktverantwortung auf Seite der Inverkehrbringer die Dualen Systeme. Jedoch sind erst seit einer 2019 in Kraft getretenen Novellierung des Verpackungsgesetzes alle Inverkehrbringer von Verkaufsverpackungen zur Teilnahme an einem Dualen System verpflichtet. Die Ausgestaltung der Erfassung und Sammlung wird von den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern vorgegeben, sodass sich in Bezug auf die Art des Sammelsystems sowie die Behältergrößen und Abholungshäufigkeiten regionale Differenzen ergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 2: Vor- und Nachteile von Wertstofftonne (und Wertstoffsack) gegenüber der Gelben Tonne (und dem Gelben Sack) nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Wertstofftonne&lt;br /&gt;
! Duale Systeme&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Gezielte Miterfassung von sNVP zur Steigerung der Recyclingquote (sNVP 10% und meist Kunststoff), dadurch höhere Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Recycling unabhängig vom Verwendungszweck&lt;br /&gt;
* Reduktion der massebezogenen Sammlungskosten gegenüber der Gelben Tonne &lt;br /&gt;
* Geringere Sammlungs- und Entsorgungskosten für Restabfall&lt;br /&gt;
* Geringere Gesamtkosten (absolut sowie einwohnerspezifisch und massenspezifisch)&lt;br /&gt;
* Erhöhte Rezyklatausbeute &lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Entwicklung der privatrechtlichen Entsorgungssysteme infolge der Produktverantwortung &lt;br /&gt;
* Höhere Qualität (in Gelben Säcken) durch soziale Kontrolle und mögliches Reißen der Säcke bei Fehlwürfen&lt;br /&gt;
* geringere Transportkosten zur Sortieranlage&lt;br /&gt;
* geringere Sortierkosten&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern&lt;br /&gt;
* Kooperation zwischen öffentlich-rechtlichen Entsorgern und privatrechtlichen Entsorgern erforderlich&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Fragmentierung der Recyclingwirtschaft&lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern: Fehlwürfe und Verunreinigungen mindern die Qualität (Auslegung auf Verpackungsabfälle)&lt;br /&gt;
* Informationsmangel hinsichtlich der Materialzusammensetzung&lt;br /&gt;
* Mangelnde Kontinuität der Stoffströme und teils geringe Umfänge&lt;br /&gt;
* Unzureichende Technologieentwicklung&lt;br /&gt;
* Unterbeteiligung an Dualen Systemen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--•	Unterscheidung wer ist für was zuständig etwas klarer, vlt ein Schaubild? (kommunal/privat) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;&amp;gt; Becker, T., &amp;amp; Mellen, D. (2022). Kunststoffe. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 429-448). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Bildstein, C. (2022). Glasrecycling. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., Bd. 20, S. 401-414). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Kempkes, J. H. (2022). Verpackungsabfälle. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 449-470). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;&amp;gt;Bundesregierung Deutschland. (12. Juni 1991). Verordnung über die Vermeidung von Verpackungsabfällen. Bundesregierung Deutschland. Bonn: Bundesanzeiger. Abgerufen am 26. 04 2024 von https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl191s1234.pdf%27%5D__1714158886519&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;&amp;gt;Gemeinsame Stelle dualer Systeme Deutschlands GmbH. (2021). Über die dualen Systeme. (G. S. GmbH, Herausgeber) Abgerufen am 09. 05 2024 von https://www.muelltrennung-wirkt.de/de/ueber-uns/ueber-die-dualen-systeme/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;&amp;gt;Hohmann, S. (2022). Logistikmanagement: Entsorgungslogistik. In S. Hohmann, Logistik- und Supply Chain Management (S. 179-193). Wiesbaden: Springer Gabler. doi:10.1007/978-3-658-13631-4_6 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;&amp;gt;Kirchhoff, J. F. (2022). Intelligente Konzepte für Sammelfahrzeuge. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 717-). Wiesbaden: Springer Fachmedien . doi:10.1007/978-3-658-36262-1_37&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;&amp;gt;SASE gGmbH. Gesellschaft zur Förderung und Sammlung aus Städtereinigung und Entsorgungswirtschaft. Firmensitz: Max-Planck-Str. 11, D-58638 Iserlohn, https://sase-iserlohn.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;&amp;gt;Kuchta, K. (2023). Kunststoffabfälle aus privaten Haushalten erfassen, sortieren und verwerten. In M. S. Porth, Wasser, Energie und Umwelt (S. 287–296). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-42657-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;&amp;gt;Orth, P. B. (2022). Verwertung von Kunststoffabfällen. In P. B. Orth, Kunststoffe im Kreislauf (S. 103-122). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:https://doi.org/10.1007/978-3-658-37814-1_9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;&amp;gt;Pfaff-Simoneit, W. (2022). Anforderungen an den Aufbau von Abfallwirtschaftssystemen. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (S. 629-659). Wiesbaden; Heidelberg: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_33&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;&amp;gt;Pfohl, H.-C. (2018). Entsorgungslogistik. In H.-C. Pfohl, Logistiksysteme (S. 247-257). Berlin: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-662-56228-4_13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;&amp;gt;Reffken, H., &amp;amp; Rigod, B. (2022). Kartellrecht. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 285-307). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;&amp;gt;Wagner, J. e. (2018). Analyse der Effizienz und Vorschläge zur Optimierung von Sammelsystemen (Hol- und Bringsysteme) der haushaltsnahen Erfassung von Leichtverpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen auf der Grundlage vorhandener Daten. INTECUS GmbH Abfallwirtschaft und umweltintegratives Management. Dessau-Roßlau: Umweltbundesamt. Abgerufen am 21. 05 2024 von https://www.umweltkanzlei.de/daten/module/media/9/20180522UBA-26.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2021). PRESSEMITTEILUNG Von der Einweg-Verpackung zum Kreislauf. Verpackungen sind Ressourcen. Verpackungsregister LUCID – Status quo und Perspektiven (S. 35). Osnabrück / Berlin: UBA. Abgerufen am 22. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/Auswertungen/Unterlagen_Pressekonferenz_ZSVR_18.11.2021.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2024). Vorläufig zuzuordnende Marktanteile der Systeme für das zweite Quartal 2024. Osnabrück: Zentrale Stelle Verpackungsregister. Abgerufen am 23. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/files/Marktanteile/Vorlaeufig_zuzuordnende_Marktanteile_der_Systeme_fuer_das_zweite_Quartal_2024.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4987</id>
		<title>Entsorgungsstrukturen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4987"/>
		<updated>2025-02-11T07:57:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: /* Entsorgungsfahrzeuge */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Entsorgungsstrukturen==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Das Gebiet der Abfallwirtschaft umfasst Erfassungs-, Sammel- und Logistiksysteme, die Planung und Organisation der Abfallbewirtschaftung, rechtliche und finanzielle Regelung sowie die Forschung und Entwicklung. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;/&amp;gt; Im Folgenden wird der Fokus auf die logistischen Strukturen der Abfallwirtschaft gelegt. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Entsorgungslogistik===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Entsorgungslogistik umfasst die Erfassung, die Sammlung und den Transport von Abfällen zu deren Behandlungsanlagen (inklusive Umschlag und Lagerung) und bildet so die Schnittstelle zwischen den Abfallerzeugern und den Einrichtungen der Verwertung, Aufbereitung und Beseitigung. Mit dem übergeordneten Ziel Materialien dem Wiedereinsatz zuzuführen, ist die Entsorgungslogistik für die Kreislaufwirtschaft essenziell.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für ein effektives Wertstoffmanagement werden Abfälle nach Material- und Produkteigenschaften kategorisiert. Für einen angemessenen Transport sind Aggregatzustand und Recyclingfähigkeit des jeweiligen Abfalls wichtige Kriterien. Für spätere Recyclingrohstoffe ist eine zeitoptimierte Logistik von größerer Bedeutung, während für nicht verwertbare Abfälle Ökonomie und Ökologie den Transport definieren. Ein weiterer Aspekt ist die Gefährlichkeit von Abfällen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Erfassung und Trennung (Vergleich von Holsystem und Bringsystem)===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Trennung von Abfällen kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen. Die getrennte Erfassung von Abfällen an ihrem Entstehungsort bietet den Vorteil einer hohen Sortenreinheit. Die gemischte Erfassung bietet einen geringeren Bedarf an Sammelbehältern während des in der Sammlung anschließenden Transports, jedoch komplexere Anforderungen an Umschlag und Lagerung sowie an die nachträgliche Sortierung und Aufbereitung. Die Erfassung kann in Form eines Holsystems oder eines Bringsystems sowie einer Kombination aus beiden erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
====Holsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Beim Holsystem stellen Abfallerzeuger die Abfälle in Sammelbehältern zur Abholung zur Verfügung &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Entsorgungsunternehmen oder Kommunen organisieren deren Abholung vom Abfallentstehungsort &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. Der geringe Aufwand auf Erzeugerseite bewirkt eine hohe Erfassungsrate (vgl. Tabelle 1) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Behälter für die lokale Erfassung sind Abfalleimer mit einem Volumen von mindestens 35 L, Abfalltonnen sowie Abfallgroßbehälter, die bis zu 360 L fassen, und an die Hebesysteme der Fahrzeuge angepasst sind. Diese Tonnen müssen sowohl von Privatpersonen manövrierbar als auch auf die Ausrüstung der Sammelfahrzeuge angepasst sein. Auf den Fahrzeugen befinden sich Wechsel- und Multifunktionsbehälter. Je nachdem, ob es sich um eine getrennte oder gemischte Erfassung handelt, können auf den Fahrzeugen Mehrkammersysteme eingesetzt werden (zum Beispiel bei der Umleerung von Glascontainern). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Arten der Behälter zur Erfassung von Abfällen am Entstehungsort oder dem jeweiligen Bringsystem werden unterschieden in Umleerbehälter sowie Wechselbehälter. Umleerbehälter werden in das Transportfahrzeug entleert und wieder abgestellt werden, während bei Wechselbehältern die vollen Behältnisse jeweils durch leere ersetzt. Eine weitere Möglichkeit sind Einwegbehältnisse wie z. B. Gelbe Säcke (vgl. Abbildung 1). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bringsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Sammelstellen zu vereinfachen, können Behälter in umgänglichen Größen bereitgestellt werden. Die Erzeuger transportieren die Abfälle eigenständig zu Recyclinghöfen oder zu größeren haushaltsnahen Erfassungsbehältnissen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt; Recycling- respektive Wertstoffhöfe nehmen auf ihren Grundstücken diverse Abfallarten an und sind innerhalb ihrer Öffnungszeiten für (private) Anlieferungen zugänglich&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. Insbesondere für LVP werden sie in ländlicher Umgebung, in denen kein Holsystem eingerichtet ist, als Haupterfassungssystem angeboten,. Auf Wertstoffhöfen werden infolge des Aufwands für Privatpersonen die geringsten Sammelmengen erfasst (vgl. Tabelle 1). Aus den geringen Sammelmengen resultieren bis zu vierfach höheren Kosten für Erfassung, Sammlung und Verwertung pro Kilogramm Verpackungsabfall gegenüber dem Holsystem mit Gelben Säcken.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein anderes Beispiel für das Bringsystem stellt die Sammlung von Altglas dar. Die Erfassungs- oder Sammelbehälter für Altglas befinden sich außerhalb der Privatgrundstücke, sind jedoch innerhalb von Stadtvierteln grundstücksnah aufgestellt (vgl. Abbildung 1). Die für diesen Bereich verwendeten Depotcontainer sind meist Umleerbehälter und können als Mehrkammersystem mit bis zu drei Kammern ausgebaut sein. Wenn die Abholung als integriertes System vorgesehen ist, wird das Altglas auf einem Fahrzeug reinfarbig transportiert. Auf den Fahrzeugen sind die Kammern durch Klappwände getrennt. Um eine Verunreinigung durch Überfüllung zu vermeiden, sind die Abholrhythmen sowie die bereitgestellte Behälteranzahl entsprechend festzulegen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 1: Vor- und Nachteile von Holsystemen gegenüber Bringsystemen nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Holsystem&lt;br /&gt;
! Bringsystem&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Komfort auf Seite der Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Qualität&lt;br /&gt;
* Bereitstellen der Sammelbehälter erfordert weniger Raum: zunächst private, handliche Behälter&lt;br /&gt;
* Preiswerter für die Kommunen&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Abfälle werden vor Abgabe länger gelagert&lt;br /&gt;
* Behälter benötigen ausreichendes Volumen und Kompatibilität mit Umladesystemen sowie ausreichende Handlichkeit&lt;br /&gt;
* Hohe logistische und Personal-Kosten für die Kommune&lt;br /&gt;
* Platzbedarf auf Grundstücken&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Hohe logistische Kosten für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Hoher Zeitaufwand für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Folglich geringe Beteiligung und geringere erfasste Mengen&lt;br /&gt;
* Begrenzte Anzahl an Sammelstellen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog Abfallbehälter.png |thumb|1300px|Abbildung 1: Zuordnung von Abfallbehältern zu privat anfallenden Abfallströmen (eigene Darstellung)]] &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiel: Erfassung von Verpackungsabfällen====&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 wurden Verpackungsabfälle aus ca. einem Drittel (34,4%) der deutschen Haushalte über das Holsystem Wertstofftonne erfasst. In allen anderen Gebieten (65,6%) kommen die Gelbe Tonne oder der Gelbe Sack für die Erfassung von Verpackungsabfällen im Hol- oder Bringsystem zum Einsatz. In ländlichen Gebieten werden die meisten Verpackungsabfälle erfasst, während in Großstädten die geringsten LVP-Mengen erfasst werden. Dabei weisen die in Gelben Säcken gesammelten Abfälle eine höhere Qualität auf als die in Gelben Tonnen erfassten, da hier aufgrund der Stabilität, Größe und Blickdichte vermehrt Fehlwürfe erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsfahrzeuge===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Fahrzeuge zur Sammlung von Abfällen im Holsystem sind LKW mit den Komponenten Fahrgestell, Fest- oder Wechselaufbau und Aufnahmesystem. Die gängigen Systeme zur Beladung sind Frontlader, Seitenlader und Hecklader sowie Front-Seitenlader.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frontlader eignen sich zur Entleerung von Müllgroßbehältern im Ein-Personen-Betrieb und sind üblich bei der Sammlung von Industrie- und Gewerbeabfall. Front-Seitenlader werden aufgrund eines Beladearms für die Erfassung von Gewerbeabfällen und Haushaltsabfällen eingesetzt. Auch Seitenlader funktionieren im Ein-Personen-Betrieb und besitzen Kapazitäten für Müllgroßbehälter sowie für Großcontainer. Zudem ermöglichen sie je nach Art eine unterirdische Abfuhr. Hecklader sind vielseitig und werden daher häufig für die Sammlung von Haushalts- und Bioabfällen verwendet. Im Gegensatz zu Seiten- und Frontladern besteht die Notwendigkeit, mindestens zwei Personen zu stellen (einen Fahrer und einen Lader). Für die am Fahrzeugheck sitzenden Beladeöffnungen und Aufnahmesysteme gibt es je nach Anforderungen passende Kransysteme und passende Müllbehälter. Möglich sind geschlossene und offene Abfuhrsysteme sowie verschiedene Automatisierungsgrade.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsorgungsfahrzeuge sind häufig mit Technik zur Abfallverdichtung ausgestattet. Das kompaktierte Transportgut muss dabei die Recyclingfähigkeit und ggf. vorhandene Trennung der Stoffströme beibehalten &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Die Verdichtungstechnik wird je nach gesammeltem Stoffstrom gewählt. So wird auf Heckladern meist mit Pressplatten oder einer Drehtrommel verdichtet, während bei Front- und Seitenladern Schneckenverdichter oder Pendelpressenverdichter genutzt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das hydraulische Pressplattenwerk drückt Abfälle gegen ein Ausstoßschild im Sammelkasten des Heckladers. Anhand von Steuerungssystemen können die aufgegebenen Drücke in Abhängigkeit der Abfallzusammensetzung eingestellt werden (fraktionsoptimierte Verdichtung).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schneckenverdichter kombinieren die Umwälzung und Zerkleinerung von Abfällen mit der Verdichtung, indem die Abfälle durch sich verjüngende Pressschneckengänge befördert werden. Vorteile gegenüber der Pressplattenverdichtung sind eine ausgeglichene Verteilung von Flüssigkeiten und die Belüftung der Abfälle. Bei Einsatz einer Drehtrommel wird die Sammeltrommel bei umgekehrter Drehrichtung geleert, wobei gleichzeitig eine Selbstreinigung stattfindet.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:EntsorgungsfahrzeugeVarianten.png|center|800px|Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery heights=200 mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontlader.jpg|800px|a) Frontlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugSeitenlader.jpg|800px|b) Seitenlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugHecklader.jpg|800px|c) Hecklader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontSeitenlader Faun Easypress 2001.jpg|800px|d) Frontseitenlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: [https://sase-iserlohn.de/ | SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsstrukturen in Deutschland===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Sammlung von Abfällen unterliegt in Deutschland der kommunalen Hoheit. Das bedeutet, dass jede Kommune eigenverantwortlich für die Bereitstellung von Abfallsammelbehältern und die Organisation der Sammellogistik ist. Entsprechend können die Systeme zur Erfassung und Sammlung von Abfällen sich in Deutschland von Kommune zu Kommune unterscheiden. Dies betrifft beispielsweise die Farbkodierung (Behälter- oder Deckelfarbe), die angebotenen Hol- oder Bringsysteme, die Leerungsrhythmen oder die genutzten Abfallsammelfahrzeuge.&lt;br /&gt;
Während Satzungen zu Abholrhythmen, Abfallgebühren und Wahl der Sammelsysteme im kommunalen Recht umgesetzt werden, wird z. B. die Zuständigkeit von Behörden im Landesrecht festgelegt. Das Landesrecht dient demnach dazu, Vorschriften aus dem Bundesrecht zu detaillieren und zu vervollständigen. Auf Bundesebene werden die Rahmenbedingungen festgehalten, wie z. B. im KrWG und im VerpackG.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Deutschland fällt der Transport von Abfällen unter das Kreislaufwirtschaftsgesetz, das auf europäischen Richtlinien basiert und um Rechtsverordnungen erweitert ist. Eine der zentralen Erweiterungen ist die europäische Verpackungsrichtlinie, die in Deutschland über das Verpackungsgesetz umgesetzt wird.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Verpackungsverordnung von 1991, die vor der ersten europäischen Verpackungsrichtlinie in Kraft trat, inkludierte eine Rücknahmepflicht für Transportverpackungen, Umverpackungen und Verkaufsverpackungen sowie die Pflicht, dass Inverkehrbringer ihre Verpackungen einer Verwertungsstelle zuführen müssen. Dabei ermöglichte die erweiterte Produktverantwortung, dass Hersteller und Vertreiber die Verpackungen nicht zurücknehmen müssen, sofern sie sich an einer rechtlich zugelassenen, lokal organisierten Sammlung beteiligen. Daher kooperieren die Inverkehrbringer von Abfällen mit öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Entsorgungsträgern. Die Bundesländer veröffentlichen jedes Jahr Informationen zu Art, Herkunft und Menge der von öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern gesammelten Abfälle &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Duale Systeme===&lt;br /&gt;
In Deutschland wird diese Form der lokalen Sammlung von Verpackungen durch zehn duale Systeme vorgenommen. Das Duale System Deutschland (DSD) wurde 1990 als erstes privatwirtschaftliches Entsorgungssystem eingeführt. Dieses ist unter der Bezeichnung „Der Grüne Punkt“ bekannt, da lizensierte Verkaufsverpackungen nach der Einführung der Verpackungsverordnung damit gekennzeichnet wurden. Erst mit einer Entscheidung des Bundeskartellamts im Jahr 2003 entwickelte sich ein freier Markt mit den weiteren Dualen Systemen (vgl. Abbildung 3).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog MarktanteileDS.PNG |thumb|800px|Abbildung 3: Vorläufig zugeordnete Marktanteile der Dualen Systeme für das zweite Quartal 2024 nach Stoffstrom &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;/&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dualen Systeme organisieren die Sammlung und Sortierung von  Leichtverpackungen (LVP). Die LVP-Erfassungsrate ist mit circa 75% mit denen von Altglas und Altpapier vergleichbar. Duale Systeme lizensieren neben Kunststoffverpackungen auch solche aus Glas oder PPK. &amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 wurden insgesamt 5,8 Mio. t Verpackungsabfälle (Glas, PPK und LVP) getrennt gesammelt (vgl. Abbildung 4 und 5). Inklusive der stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) betrug die Gesamtrecyclingquote der mit Dualen Systemen gesammelten Abfälle 50,5%. Die werkstoffliche Verwertungsquote für Kunststoffe betrug 60,6%, während die Gesamt-Verwertungsquote der Kunststoffe bei 104% lag. Dass diese Quote oberhalb der 100% lag, zeigt auf, dass die Dualen Systeme mehr Kunststoffabfälle gesammelt haben, als Kunststoffverpackungen lizensiert wurden. Auch bei Aluminium trat eine Verwertungsquote von über 100% auf, was auf eine unterschiedliche Definition von Verbundmaterialien bei Verpackungen und Abfällen zurückzuführen ist. &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-ErfassteMengenLVP.PNG |thumb|800px|Abbildung 4: Einwohnerspezifische Erfassungsmengen von Verpackungsabfällen nach Sammelsystem &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-Qualität.PNG |thumb|800px|Abbildung 5: Anteile von nicht erfassten Wertstoffen und Anteile von Fehlwürfen bei der Erfassung von Leichtverpackungen nach Sammelsystem bezogen auf das Sammelsystem mit den wenigsten nicht erfassten Wertstoffen (Gelbe Tonne ländlich) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wertstofftonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
In Deutschland kommt je nach Kommune die Wertstofftonne oder die Gelbe Tonne zum Einsatz. &lt;br /&gt;
Das Konzept der Wertstofftonne ist, auch jene Wertstoffe zu erfassen, die keine Verpackungen sind. Diese zählen in den Gelben Tonnen und Säcken als Fehlwürfe. In jeder erfassten Abfallkategorie treten Fehlwürfe auf. Dazu zählen fremde Stoffströme, die anderen Sammlungen zuzuführen wären, wie z. B. organische Abfälle oder auch Glas und PPK ohne Lizensierung. Als intelligente Fehlwürfe zählen diejenigen Fehlwürfe, die zwar als nicht-Verpackungen von den Dualen Systemen nicht lizensiert sind, jedoch dem gleichen Stoffstrom angehören wie die Leichtverpackungen (stoffgleiche Nichtverpackungen). Das Einwerfen von Wertstoffen in Form von Elektro-Altgeräten ist auch in Wertstofftonnen nicht erlaubt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt; Gründe für „intelligente Fehlwürfe“ in Gelben Tonnen sind die von Abfallerzeugenden empfundene Praktikabilität, aber auch Informationsmangel und Kostenersparnis. Da die Dualen Systeme die Sammlung und Sortierung sowie die ggf. nötige Entsorgung von stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) nicht über Lizenzentgelte finanziert bekommen, wurden Wertstofftonnen eingeführt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. So sollen möglichst hohe Anteile der stoffgleichen Verpackungen und Nichtverpackungen der stofflichen Verwertung zugeführt werden und möglichst wenige Kunststoffe über die Restmülltonne entsorgt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vergleich von Wertstofftonne und Gelber Tonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Um die gemeinsame Erfassung von LVP und sNVP in Wertstofftonnen vorzunehmen, können Duale Systeme mit öffentlich-rechtlichen Entsorgern kooperieren. Diese Zusammenarbeit ist in Form von Mitnutzungsverträgen gestattet, wenn sie Effizienzvorteile für Abfallerzeuger generiert, ohne den Wettbewerb signifikant zu beeinträchtigen (vgl. Tabelle 2).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Innerhalb Deutschlands werden je nach Region die verschiedenen Systeme angewandt, da die Verantwortung für die Zuführung von Verpackungsabfällen zu einer Verwertung ursprünglich bei den Gemeinden lag. Seit 1991 entwickelten sich infolge der Produktverantwortung auf Seite der Inverkehrbringer die Dualen Systeme. Jedoch sind erst seit einer 2019 in Kraft getretenen Novellierung des Verpackungsgesetzes alle Inverkehrbringer von Verkaufsverpackungen zur Teilnahme an einem Dualen System verpflichtet. Die Ausgestaltung der Erfassung und Sammlung wird von den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern vorgegeben, sodass sich in Bezug auf die Art des Sammelsystems sowie die Behältergrößen und Abholungshäufigkeiten regionale Differenzen ergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 2: Vor- und Nachteile von Wertstofftonne (und Wertstoffsack) gegenüber der Gelben Tonne (und dem Gelben Sack) nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Wertstofftonne&lt;br /&gt;
! Duale Systeme&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Gezielte Miterfassung von sNVP zur Steigerung der Recyclingquote (sNVP 10% und meist Kunststoff), dadurch höhere Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Recycling unabhängig vom Verwendungszweck&lt;br /&gt;
* Reduktion der massebezogenen Sammlungskosten gegenüber der Gelben Tonne &lt;br /&gt;
* Geringere Sammlungs- und Entsorgungskosten für Restabfall&lt;br /&gt;
* Geringere Gesamtkosten (absolut sowie einwohnerspezifisch und massenspezifisch)&lt;br /&gt;
* Erhöhte Rezyklatausbeute &lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Entwicklung der privatrechtlichen Entsorgungssysteme infolge der Produktverantwortung &lt;br /&gt;
* Höhere Qualität (in Gelben Säcken) durch soziale Kontrolle und mögliches Reißen der Säcke bei Fehlwürfen&lt;br /&gt;
* geringere Transportkosten zur Sortieranlage&lt;br /&gt;
* geringere Sortierkosten&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern&lt;br /&gt;
* Kooperation zwischen öffentlich-rechtlichen Entsorgern und privatrechtlichen Entsorgern erforderlich&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Fragmentierung der Recyclingwirtschaft&lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern: Fehlwürfe und Verunreinigungen mindern die Qualität (Auslegung auf Verpackungsabfälle)&lt;br /&gt;
* Informationsmangel hinsichtlich der Materialzusammensetzung&lt;br /&gt;
* Mangelnde Kontinuität der Stoffströme und teils geringe Umfänge&lt;br /&gt;
* Unzureichende Technologieentwicklung&lt;br /&gt;
* Unterbeteiligung an Dualen Systemen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--•	Unterscheidung wer ist für was zuständig etwas klarer, vlt ein Schaubild? (kommunal/privat) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;&amp;gt; Becker, T., &amp;amp; Mellen, D. (2022). Kunststoffe. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 429-448). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Bildstein, C. (2022). Glasrecycling. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., Bd. 20, S. 401-414). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Kempkes, J. H. (2022). Verpackungsabfälle. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 449-470). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;&amp;gt;Bundesregierung Deutschland. (12. Juni 1991). Verordnung über die Vermeidung von Verpackungsabfällen. Bundesregierung Deutschland. Bonn: Bundesanzeiger. Abgerufen am 26. 04 2024 von https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl191s1234.pdf%27%5D__1714158886519&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;&amp;gt;Gemeinsame Stelle dualer Systeme Deutschlands GmbH. (2021). Über die dualen Systeme. (G. S. GmbH, Herausgeber) Abgerufen am 09. 05 2024 von https://www.muelltrennung-wirkt.de/de/ueber-uns/ueber-die-dualen-systeme/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;&amp;gt;Hohmann, S. (2022). Logistikmanagement: Entsorgungslogistik. In S. Hohmann, Logistik- und Supply Chain Management (S. 179-193). Wiesbaden: Springer Gabler. doi:10.1007/978-3-658-13631-4_6 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;&amp;gt;Kirchhoff, J. F. (2022). Intelligente Konzepte für Sammelfahrzeuge. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 717-). Wiesbaden: Springer Fachmedien . doi:10.1007/978-3-658-36262-1_37&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;&amp;gt;SASE gGmbH. Gesellschaft zur Förderung und Sammlung aus Städtereinigung und Entsorgungswirtschaft. Firmensitz: Max-Planck-Str. 11, D-58638 Iserlohn, https://sase-iserlohn.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;&amp;gt;Kuchta, K. (2023). Kunststoffabfälle aus privaten Haushalten erfassen, sortieren und verwerten. In M. S. Porth, Wasser, Energie und Umwelt (S. 287–296). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-42657-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;&amp;gt;Orth, P. B. (2022). Verwertung von Kunststoffabfällen. In P. B. Orth, Kunststoffe im Kreislauf (S. 103-122). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:https://doi.org/10.1007/978-3-658-37814-1_9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;&amp;gt;Pfaff-Simoneit, W. (2022). Anforderungen an den Aufbau von Abfallwirtschaftssystemen. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (S. 629-659). Wiesbaden; Heidelberg: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_33&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;&amp;gt;Pfohl, H.-C. (2018). Entsorgungslogistik. In H.-C. Pfohl, Logistiksysteme (S. 247-257). Berlin: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-662-56228-4_13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;&amp;gt;Reffken, H., &amp;amp; Rigod, B. (2022). Kartellrecht. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 285-307). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;&amp;gt;Wagner, J. e. (2018). Analyse der Effizienz und Vorschläge zur Optimierung von Sammelsystemen (Hol- und Bringsysteme) der haushaltsnahen Erfassung von Leichtverpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen auf der Grundlage vorhandener Daten. INTECUS GmbH Abfallwirtschaft und umweltintegratives Management. Dessau-Roßlau: Umweltbundesamt. Abgerufen am 21. 05 2024 von https://www.umweltkanzlei.de/daten/module/media/9/20180522UBA-26.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2021). PRESSEMITTEILUNG Von der Einweg-Verpackung zum Kreislauf. Verpackungen sind Ressourcen. Verpackungsregister LUCID – Status quo und Perspektiven (S. 35). Osnabrück / Berlin: UBA. Abgerufen am 22. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/Auswertungen/Unterlagen_Pressekonferenz_ZSVR_18.11.2021.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2024). Vorläufig zuzuordnende Marktanteile der Systeme für das zweite Quartal 2024. Osnabrück: Zentrale Stelle Verpackungsregister. Abgerufen am 23. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/files/Marktanteile/Vorlaeufig_zuzuordnende_Marktanteile_der_Systeme_fuer_das_zweite_Quartal_2024.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4986</id>
		<title>Entsorgungsstrukturen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4986"/>
		<updated>2025-02-11T07:57:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: /* Entsorgungsfahrzeuge */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Entsorgungsstrukturen==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Das Gebiet der Abfallwirtschaft umfasst Erfassungs-, Sammel- und Logistiksysteme, die Planung und Organisation der Abfallbewirtschaftung, rechtliche und finanzielle Regelung sowie die Forschung und Entwicklung. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;/&amp;gt; Im Folgenden wird der Fokus auf die logistischen Strukturen der Abfallwirtschaft gelegt. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Entsorgungslogistik===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Entsorgungslogistik umfasst die Erfassung, die Sammlung und den Transport von Abfällen zu deren Behandlungsanlagen (inklusive Umschlag und Lagerung) und bildet so die Schnittstelle zwischen den Abfallerzeugern und den Einrichtungen der Verwertung, Aufbereitung und Beseitigung. Mit dem übergeordneten Ziel Materialien dem Wiedereinsatz zuzuführen, ist die Entsorgungslogistik für die Kreislaufwirtschaft essenziell.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für ein effektives Wertstoffmanagement werden Abfälle nach Material- und Produkteigenschaften kategorisiert. Für einen angemessenen Transport sind Aggregatzustand und Recyclingfähigkeit des jeweiligen Abfalls wichtige Kriterien. Für spätere Recyclingrohstoffe ist eine zeitoptimierte Logistik von größerer Bedeutung, während für nicht verwertbare Abfälle Ökonomie und Ökologie den Transport definieren. Ein weiterer Aspekt ist die Gefährlichkeit von Abfällen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Erfassung und Trennung (Vergleich von Holsystem und Bringsystem)===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Trennung von Abfällen kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen. Die getrennte Erfassung von Abfällen an ihrem Entstehungsort bietet den Vorteil einer hohen Sortenreinheit. Die gemischte Erfassung bietet einen geringeren Bedarf an Sammelbehältern während des in der Sammlung anschließenden Transports, jedoch komplexere Anforderungen an Umschlag und Lagerung sowie an die nachträgliche Sortierung und Aufbereitung. Die Erfassung kann in Form eines Holsystems oder eines Bringsystems sowie einer Kombination aus beiden erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
====Holsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Beim Holsystem stellen Abfallerzeuger die Abfälle in Sammelbehältern zur Abholung zur Verfügung &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Entsorgungsunternehmen oder Kommunen organisieren deren Abholung vom Abfallentstehungsort &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. Der geringe Aufwand auf Erzeugerseite bewirkt eine hohe Erfassungsrate (vgl. Tabelle 1) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Behälter für die lokale Erfassung sind Abfalleimer mit einem Volumen von mindestens 35 L, Abfalltonnen sowie Abfallgroßbehälter, die bis zu 360 L fassen, und an die Hebesysteme der Fahrzeuge angepasst sind. Diese Tonnen müssen sowohl von Privatpersonen manövrierbar als auch auf die Ausrüstung der Sammelfahrzeuge angepasst sein. Auf den Fahrzeugen befinden sich Wechsel- und Multifunktionsbehälter. Je nachdem, ob es sich um eine getrennte oder gemischte Erfassung handelt, können auf den Fahrzeugen Mehrkammersysteme eingesetzt werden (zum Beispiel bei der Umleerung von Glascontainern). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Arten der Behälter zur Erfassung von Abfällen am Entstehungsort oder dem jeweiligen Bringsystem werden unterschieden in Umleerbehälter sowie Wechselbehälter. Umleerbehälter werden in das Transportfahrzeug entleert und wieder abgestellt werden, während bei Wechselbehältern die vollen Behältnisse jeweils durch leere ersetzt. Eine weitere Möglichkeit sind Einwegbehältnisse wie z. B. Gelbe Säcke (vgl. Abbildung 1). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bringsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Sammelstellen zu vereinfachen, können Behälter in umgänglichen Größen bereitgestellt werden. Die Erzeuger transportieren die Abfälle eigenständig zu Recyclinghöfen oder zu größeren haushaltsnahen Erfassungsbehältnissen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt; Recycling- respektive Wertstoffhöfe nehmen auf ihren Grundstücken diverse Abfallarten an und sind innerhalb ihrer Öffnungszeiten für (private) Anlieferungen zugänglich&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. Insbesondere für LVP werden sie in ländlicher Umgebung, in denen kein Holsystem eingerichtet ist, als Haupterfassungssystem angeboten,. Auf Wertstoffhöfen werden infolge des Aufwands für Privatpersonen die geringsten Sammelmengen erfasst (vgl. Tabelle 1). Aus den geringen Sammelmengen resultieren bis zu vierfach höheren Kosten für Erfassung, Sammlung und Verwertung pro Kilogramm Verpackungsabfall gegenüber dem Holsystem mit Gelben Säcken.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein anderes Beispiel für das Bringsystem stellt die Sammlung von Altglas dar. Die Erfassungs- oder Sammelbehälter für Altglas befinden sich außerhalb der Privatgrundstücke, sind jedoch innerhalb von Stadtvierteln grundstücksnah aufgestellt (vgl. Abbildung 1). Die für diesen Bereich verwendeten Depotcontainer sind meist Umleerbehälter und können als Mehrkammersystem mit bis zu drei Kammern ausgebaut sein. Wenn die Abholung als integriertes System vorgesehen ist, wird das Altglas auf einem Fahrzeug reinfarbig transportiert. Auf den Fahrzeugen sind die Kammern durch Klappwände getrennt. Um eine Verunreinigung durch Überfüllung zu vermeiden, sind die Abholrhythmen sowie die bereitgestellte Behälteranzahl entsprechend festzulegen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 1: Vor- und Nachteile von Holsystemen gegenüber Bringsystemen nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Holsystem&lt;br /&gt;
! Bringsystem&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Komfort auf Seite der Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Qualität&lt;br /&gt;
* Bereitstellen der Sammelbehälter erfordert weniger Raum: zunächst private, handliche Behälter&lt;br /&gt;
* Preiswerter für die Kommunen&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Abfälle werden vor Abgabe länger gelagert&lt;br /&gt;
* Behälter benötigen ausreichendes Volumen und Kompatibilität mit Umladesystemen sowie ausreichende Handlichkeit&lt;br /&gt;
* Hohe logistische und Personal-Kosten für die Kommune&lt;br /&gt;
* Platzbedarf auf Grundstücken&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Hohe logistische Kosten für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Hoher Zeitaufwand für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Folglich geringe Beteiligung und geringere erfasste Mengen&lt;br /&gt;
* Begrenzte Anzahl an Sammelstellen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog Abfallbehälter.png |thumb|1300px|Abbildung 1: Zuordnung von Abfallbehältern zu privat anfallenden Abfallströmen (eigene Darstellung)]] &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiel: Erfassung von Verpackungsabfällen====&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 wurden Verpackungsabfälle aus ca. einem Drittel (34,4%) der deutschen Haushalte über das Holsystem Wertstofftonne erfasst. In allen anderen Gebieten (65,6%) kommen die Gelbe Tonne oder der Gelbe Sack für die Erfassung von Verpackungsabfällen im Hol- oder Bringsystem zum Einsatz. In ländlichen Gebieten werden die meisten Verpackungsabfälle erfasst, während in Großstädten die geringsten LVP-Mengen erfasst werden. Dabei weisen die in Gelben Säcken gesammelten Abfälle eine höhere Qualität auf als die in Gelben Tonnen erfassten, da hier aufgrund der Stabilität, Größe und Blickdichte vermehrt Fehlwürfe erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsfahrzeuge===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Fahrzeuge zur Sammlung von Abfällen im Holsystem sind LKW mit den Komponenten Fahrgestell, Fest- oder Wechselaufbau und Aufnahmesystem. Die gängigen Systeme zur Beladung sind Frontlader, Seitenlader und Hecklader sowie Front-Seitenlader.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frontlader eignen sich zur Entleerung von Müllgroßbehältern im Ein-Personen-Betrieb und sind üblich bei der Sammlung von Industrie- und Gewerbeabfall. Front-Seitenlader werden aufgrund eines Beladearms für die Erfassung von Gewerbeabfällen und Haushaltsabfällen eingesetzt. Auch Seitenlader funktionieren im Ein-Personen-Betrieb und besitzen Kapazitäten für Müllgroßbehälter sowie für Großcontainer. Zudem ermöglichen sie je nach Art eine unterirdische Abfuhr. Hecklader sind vielseitig und werden daher häufig für die Sammlung von Haushalts- und Bioabfällen verwendet. Im Gegensatz zu Seiten- und Frontladern besteht die Notwendigkeit, mindestens zwei Personen zu stellen (einen Fahrer und einen Lader). Für die am Fahrzeugheck sitzenden Beladeöffnungen und Aufnahmesysteme gibt es je nach Anforderungen passende Kransysteme und passende Müllbehälter. Möglich sind geschlossene und offene Abfuhrsysteme sowie verschiedene Automatisierungsgrade.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsorgungsfahrzeuge sind häufig mit Technik zur Abfallverdichtung ausgestattet. Das kompaktierte Transportgut muss dabei die Recyclingfähigkeit und ggf. vorhandene Trennung der Stoffströme beibehalten &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Die Verdichtungstechnik wird je nach gesammeltem Stoffstrom gewählt. So wird auf Heckladern meist mit Pressplatten oder einer Drehtrommel verdichtet, während bei Front- und Seitenladern Schneckenverdichter oder Pendelpressenverdichter genutzt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das hydraulische Pressplattenwerk drückt Abfälle gegen ein Ausstoßschild im Sammelkasten des Heckladers. Anhand von Steuerungssystemen können die aufgegebenen Drücke in Abhängigkeit der Abfallzusammensetzung eingestellt werden (fraktionsoptimierte Verdichtung).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schneckenverdichter kombinieren die Umwälzung und Zerkleinerung von Abfällen mit der Verdichtung, indem die Abfälle durch sich verjüngende Pressschneckengänge befördert werden. Vorteile gegenüber der Pressplattenverdichtung sind eine ausgeglichene Verteilung von Flüssigkeiten und die Belüftung der Abfälle. Bei Einsatz einer Drehtrommel wird die Sammeltrommel bei umgekehrter Drehrichtung geleert, wobei gleichzeitig eine Selbstreinigung stattfindet.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:EntsorgungsfahrzeugeVarianten.png|center|800px|Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery heights=200 mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontlader.jpg|800px|a) Frontlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugSeitenlader.jpg|800px|b) Seitenlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugHecklader.jpg|800px|c) Hecklader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontSeitenlader Faun Easypress 2001.jpg|800px|d) Frontseitenlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: [//https://sase-iserlohn.de/ SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsstrukturen in Deutschland===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Sammlung von Abfällen unterliegt in Deutschland der kommunalen Hoheit. Das bedeutet, dass jede Kommune eigenverantwortlich für die Bereitstellung von Abfallsammelbehältern und die Organisation der Sammellogistik ist. Entsprechend können die Systeme zur Erfassung und Sammlung von Abfällen sich in Deutschland von Kommune zu Kommune unterscheiden. Dies betrifft beispielsweise die Farbkodierung (Behälter- oder Deckelfarbe), die angebotenen Hol- oder Bringsysteme, die Leerungsrhythmen oder die genutzten Abfallsammelfahrzeuge.&lt;br /&gt;
Während Satzungen zu Abholrhythmen, Abfallgebühren und Wahl der Sammelsysteme im kommunalen Recht umgesetzt werden, wird z. B. die Zuständigkeit von Behörden im Landesrecht festgelegt. Das Landesrecht dient demnach dazu, Vorschriften aus dem Bundesrecht zu detaillieren und zu vervollständigen. Auf Bundesebene werden die Rahmenbedingungen festgehalten, wie z. B. im KrWG und im VerpackG.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Deutschland fällt der Transport von Abfällen unter das Kreislaufwirtschaftsgesetz, das auf europäischen Richtlinien basiert und um Rechtsverordnungen erweitert ist. Eine der zentralen Erweiterungen ist die europäische Verpackungsrichtlinie, die in Deutschland über das Verpackungsgesetz umgesetzt wird.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Verpackungsverordnung von 1991, die vor der ersten europäischen Verpackungsrichtlinie in Kraft trat, inkludierte eine Rücknahmepflicht für Transportverpackungen, Umverpackungen und Verkaufsverpackungen sowie die Pflicht, dass Inverkehrbringer ihre Verpackungen einer Verwertungsstelle zuführen müssen. Dabei ermöglichte die erweiterte Produktverantwortung, dass Hersteller und Vertreiber die Verpackungen nicht zurücknehmen müssen, sofern sie sich an einer rechtlich zugelassenen, lokal organisierten Sammlung beteiligen. Daher kooperieren die Inverkehrbringer von Abfällen mit öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Entsorgungsträgern. Die Bundesländer veröffentlichen jedes Jahr Informationen zu Art, Herkunft und Menge der von öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern gesammelten Abfälle &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Duale Systeme===&lt;br /&gt;
In Deutschland wird diese Form der lokalen Sammlung von Verpackungen durch zehn duale Systeme vorgenommen. Das Duale System Deutschland (DSD) wurde 1990 als erstes privatwirtschaftliches Entsorgungssystem eingeführt. Dieses ist unter der Bezeichnung „Der Grüne Punkt“ bekannt, da lizensierte Verkaufsverpackungen nach der Einführung der Verpackungsverordnung damit gekennzeichnet wurden. Erst mit einer Entscheidung des Bundeskartellamts im Jahr 2003 entwickelte sich ein freier Markt mit den weiteren Dualen Systemen (vgl. Abbildung 3).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog MarktanteileDS.PNG |thumb|800px|Abbildung 3: Vorläufig zugeordnete Marktanteile der Dualen Systeme für das zweite Quartal 2024 nach Stoffstrom &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;/&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dualen Systeme organisieren die Sammlung und Sortierung von  Leichtverpackungen (LVP). Die LVP-Erfassungsrate ist mit circa 75% mit denen von Altglas und Altpapier vergleichbar. Duale Systeme lizensieren neben Kunststoffverpackungen auch solche aus Glas oder PPK. &amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 wurden insgesamt 5,8 Mio. t Verpackungsabfälle (Glas, PPK und LVP) getrennt gesammelt (vgl. Abbildung 4 und 5). Inklusive der stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) betrug die Gesamtrecyclingquote der mit Dualen Systemen gesammelten Abfälle 50,5%. Die werkstoffliche Verwertungsquote für Kunststoffe betrug 60,6%, während die Gesamt-Verwertungsquote der Kunststoffe bei 104% lag. Dass diese Quote oberhalb der 100% lag, zeigt auf, dass die Dualen Systeme mehr Kunststoffabfälle gesammelt haben, als Kunststoffverpackungen lizensiert wurden. Auch bei Aluminium trat eine Verwertungsquote von über 100% auf, was auf eine unterschiedliche Definition von Verbundmaterialien bei Verpackungen und Abfällen zurückzuführen ist. &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-ErfassteMengenLVP.PNG |thumb|800px|Abbildung 4: Einwohnerspezifische Erfassungsmengen von Verpackungsabfällen nach Sammelsystem &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-Qualität.PNG |thumb|800px|Abbildung 5: Anteile von nicht erfassten Wertstoffen und Anteile von Fehlwürfen bei der Erfassung von Leichtverpackungen nach Sammelsystem bezogen auf das Sammelsystem mit den wenigsten nicht erfassten Wertstoffen (Gelbe Tonne ländlich) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wertstofftonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
In Deutschland kommt je nach Kommune die Wertstofftonne oder die Gelbe Tonne zum Einsatz. &lt;br /&gt;
Das Konzept der Wertstofftonne ist, auch jene Wertstoffe zu erfassen, die keine Verpackungen sind. Diese zählen in den Gelben Tonnen und Säcken als Fehlwürfe. In jeder erfassten Abfallkategorie treten Fehlwürfe auf. Dazu zählen fremde Stoffströme, die anderen Sammlungen zuzuführen wären, wie z. B. organische Abfälle oder auch Glas und PPK ohne Lizensierung. Als intelligente Fehlwürfe zählen diejenigen Fehlwürfe, die zwar als nicht-Verpackungen von den Dualen Systemen nicht lizensiert sind, jedoch dem gleichen Stoffstrom angehören wie die Leichtverpackungen (stoffgleiche Nichtverpackungen). Das Einwerfen von Wertstoffen in Form von Elektro-Altgeräten ist auch in Wertstofftonnen nicht erlaubt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt; Gründe für „intelligente Fehlwürfe“ in Gelben Tonnen sind die von Abfallerzeugenden empfundene Praktikabilität, aber auch Informationsmangel und Kostenersparnis. Da die Dualen Systeme die Sammlung und Sortierung sowie die ggf. nötige Entsorgung von stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) nicht über Lizenzentgelte finanziert bekommen, wurden Wertstofftonnen eingeführt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. So sollen möglichst hohe Anteile der stoffgleichen Verpackungen und Nichtverpackungen der stofflichen Verwertung zugeführt werden und möglichst wenige Kunststoffe über die Restmülltonne entsorgt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vergleich von Wertstofftonne und Gelber Tonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Um die gemeinsame Erfassung von LVP und sNVP in Wertstofftonnen vorzunehmen, können Duale Systeme mit öffentlich-rechtlichen Entsorgern kooperieren. Diese Zusammenarbeit ist in Form von Mitnutzungsverträgen gestattet, wenn sie Effizienzvorteile für Abfallerzeuger generiert, ohne den Wettbewerb signifikant zu beeinträchtigen (vgl. Tabelle 2).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Innerhalb Deutschlands werden je nach Region die verschiedenen Systeme angewandt, da die Verantwortung für die Zuführung von Verpackungsabfällen zu einer Verwertung ursprünglich bei den Gemeinden lag. Seit 1991 entwickelten sich infolge der Produktverantwortung auf Seite der Inverkehrbringer die Dualen Systeme. Jedoch sind erst seit einer 2019 in Kraft getretenen Novellierung des Verpackungsgesetzes alle Inverkehrbringer von Verkaufsverpackungen zur Teilnahme an einem Dualen System verpflichtet. Die Ausgestaltung der Erfassung und Sammlung wird von den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern vorgegeben, sodass sich in Bezug auf die Art des Sammelsystems sowie die Behältergrößen und Abholungshäufigkeiten regionale Differenzen ergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 2: Vor- und Nachteile von Wertstofftonne (und Wertstoffsack) gegenüber der Gelben Tonne (und dem Gelben Sack) nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Wertstofftonne&lt;br /&gt;
! Duale Systeme&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Gezielte Miterfassung von sNVP zur Steigerung der Recyclingquote (sNVP 10% und meist Kunststoff), dadurch höhere Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Recycling unabhängig vom Verwendungszweck&lt;br /&gt;
* Reduktion der massebezogenen Sammlungskosten gegenüber der Gelben Tonne &lt;br /&gt;
* Geringere Sammlungs- und Entsorgungskosten für Restabfall&lt;br /&gt;
* Geringere Gesamtkosten (absolut sowie einwohnerspezifisch und massenspezifisch)&lt;br /&gt;
* Erhöhte Rezyklatausbeute &lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Entwicklung der privatrechtlichen Entsorgungssysteme infolge der Produktverantwortung &lt;br /&gt;
* Höhere Qualität (in Gelben Säcken) durch soziale Kontrolle und mögliches Reißen der Säcke bei Fehlwürfen&lt;br /&gt;
* geringere Transportkosten zur Sortieranlage&lt;br /&gt;
* geringere Sortierkosten&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern&lt;br /&gt;
* Kooperation zwischen öffentlich-rechtlichen Entsorgern und privatrechtlichen Entsorgern erforderlich&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Fragmentierung der Recyclingwirtschaft&lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern: Fehlwürfe und Verunreinigungen mindern die Qualität (Auslegung auf Verpackungsabfälle)&lt;br /&gt;
* Informationsmangel hinsichtlich der Materialzusammensetzung&lt;br /&gt;
* Mangelnde Kontinuität der Stoffströme und teils geringe Umfänge&lt;br /&gt;
* Unzureichende Technologieentwicklung&lt;br /&gt;
* Unterbeteiligung an Dualen Systemen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--•	Unterscheidung wer ist für was zuständig etwas klarer, vlt ein Schaubild? (kommunal/privat) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;&amp;gt; Becker, T., &amp;amp; Mellen, D. (2022). Kunststoffe. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 429-448). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Bildstein, C. (2022). Glasrecycling. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., Bd. 20, S. 401-414). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Kempkes, J. H. (2022). Verpackungsabfälle. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 449-470). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;&amp;gt;Bundesregierung Deutschland. (12. Juni 1991). Verordnung über die Vermeidung von Verpackungsabfällen. Bundesregierung Deutschland. Bonn: Bundesanzeiger. Abgerufen am 26. 04 2024 von https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl191s1234.pdf%27%5D__1714158886519&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;&amp;gt;Gemeinsame Stelle dualer Systeme Deutschlands GmbH. (2021). Über die dualen Systeme. (G. S. GmbH, Herausgeber) Abgerufen am 09. 05 2024 von https://www.muelltrennung-wirkt.de/de/ueber-uns/ueber-die-dualen-systeme/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;&amp;gt;Hohmann, S. (2022). Logistikmanagement: Entsorgungslogistik. In S. Hohmann, Logistik- und Supply Chain Management (S. 179-193). Wiesbaden: Springer Gabler. doi:10.1007/978-3-658-13631-4_6 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;&amp;gt;Kirchhoff, J. F. (2022). Intelligente Konzepte für Sammelfahrzeuge. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 717-). Wiesbaden: Springer Fachmedien . doi:10.1007/978-3-658-36262-1_37&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;&amp;gt;SASE gGmbH. Gesellschaft zur Förderung und Sammlung aus Städtereinigung und Entsorgungswirtschaft. Firmensitz: Max-Planck-Str. 11, D-58638 Iserlohn, https://sase-iserlohn.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;&amp;gt;Kuchta, K. (2023). Kunststoffabfälle aus privaten Haushalten erfassen, sortieren und verwerten. In M. S. Porth, Wasser, Energie und Umwelt (S. 287–296). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-42657-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;&amp;gt;Orth, P. B. (2022). Verwertung von Kunststoffabfällen. In P. B. Orth, Kunststoffe im Kreislauf (S. 103-122). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:https://doi.org/10.1007/978-3-658-37814-1_9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;&amp;gt;Pfaff-Simoneit, W. (2022). Anforderungen an den Aufbau von Abfallwirtschaftssystemen. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (S. 629-659). Wiesbaden; Heidelberg: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_33&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;&amp;gt;Pfohl, H.-C. (2018). Entsorgungslogistik. In H.-C. Pfohl, Logistiksysteme (S. 247-257). Berlin: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-662-56228-4_13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;&amp;gt;Reffken, H., &amp;amp; Rigod, B. (2022). Kartellrecht. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 285-307). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;&amp;gt;Wagner, J. e. (2018). Analyse der Effizienz und Vorschläge zur Optimierung von Sammelsystemen (Hol- und Bringsysteme) der haushaltsnahen Erfassung von Leichtverpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen auf der Grundlage vorhandener Daten. INTECUS GmbH Abfallwirtschaft und umweltintegratives Management. Dessau-Roßlau: Umweltbundesamt. Abgerufen am 21. 05 2024 von https://www.umweltkanzlei.de/daten/module/media/9/20180522UBA-26.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2021). PRESSEMITTEILUNG Von der Einweg-Verpackung zum Kreislauf. Verpackungen sind Ressourcen. Verpackungsregister LUCID – Status quo und Perspektiven (S. 35). Osnabrück / Berlin: UBA. Abgerufen am 22. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/Auswertungen/Unterlagen_Pressekonferenz_ZSVR_18.11.2021.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2024). Vorläufig zuzuordnende Marktanteile der Systeme für das zweite Quartal 2024. Osnabrück: Zentrale Stelle Verpackungsregister. Abgerufen am 23. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/files/Marktanteile/Vorlaeufig_zuzuordnende_Marktanteile_der_Systeme_fuer_das_zweite_Quartal_2024.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4985</id>
		<title>Entsorgungsstrukturen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4985"/>
		<updated>2025-02-11T07:56:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: /* Entsorgungsfahrzeuge */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Entsorgungsstrukturen==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Das Gebiet der Abfallwirtschaft umfasst Erfassungs-, Sammel- und Logistiksysteme, die Planung und Organisation der Abfallbewirtschaftung, rechtliche und finanzielle Regelung sowie die Forschung und Entwicklung. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;/&amp;gt; Im Folgenden wird der Fokus auf die logistischen Strukturen der Abfallwirtschaft gelegt. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Entsorgungslogistik===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Entsorgungslogistik umfasst die Erfassung, die Sammlung und den Transport von Abfällen zu deren Behandlungsanlagen (inklusive Umschlag und Lagerung) und bildet so die Schnittstelle zwischen den Abfallerzeugern und den Einrichtungen der Verwertung, Aufbereitung und Beseitigung. Mit dem übergeordneten Ziel Materialien dem Wiedereinsatz zuzuführen, ist die Entsorgungslogistik für die Kreislaufwirtschaft essenziell.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für ein effektives Wertstoffmanagement werden Abfälle nach Material- und Produkteigenschaften kategorisiert. Für einen angemessenen Transport sind Aggregatzustand und Recyclingfähigkeit des jeweiligen Abfalls wichtige Kriterien. Für spätere Recyclingrohstoffe ist eine zeitoptimierte Logistik von größerer Bedeutung, während für nicht verwertbare Abfälle Ökonomie und Ökologie den Transport definieren. Ein weiterer Aspekt ist die Gefährlichkeit von Abfällen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Erfassung und Trennung (Vergleich von Holsystem und Bringsystem)===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Trennung von Abfällen kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen. Die getrennte Erfassung von Abfällen an ihrem Entstehungsort bietet den Vorteil einer hohen Sortenreinheit. Die gemischte Erfassung bietet einen geringeren Bedarf an Sammelbehältern während des in der Sammlung anschließenden Transports, jedoch komplexere Anforderungen an Umschlag und Lagerung sowie an die nachträgliche Sortierung und Aufbereitung. Die Erfassung kann in Form eines Holsystems oder eines Bringsystems sowie einer Kombination aus beiden erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
====Holsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Beim Holsystem stellen Abfallerzeuger die Abfälle in Sammelbehältern zur Abholung zur Verfügung &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Entsorgungsunternehmen oder Kommunen organisieren deren Abholung vom Abfallentstehungsort &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. Der geringe Aufwand auf Erzeugerseite bewirkt eine hohe Erfassungsrate (vgl. Tabelle 1) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Behälter für die lokale Erfassung sind Abfalleimer mit einem Volumen von mindestens 35 L, Abfalltonnen sowie Abfallgroßbehälter, die bis zu 360 L fassen, und an die Hebesysteme der Fahrzeuge angepasst sind. Diese Tonnen müssen sowohl von Privatpersonen manövrierbar als auch auf die Ausrüstung der Sammelfahrzeuge angepasst sein. Auf den Fahrzeugen befinden sich Wechsel- und Multifunktionsbehälter. Je nachdem, ob es sich um eine getrennte oder gemischte Erfassung handelt, können auf den Fahrzeugen Mehrkammersysteme eingesetzt werden (zum Beispiel bei der Umleerung von Glascontainern). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Arten der Behälter zur Erfassung von Abfällen am Entstehungsort oder dem jeweiligen Bringsystem werden unterschieden in Umleerbehälter sowie Wechselbehälter. Umleerbehälter werden in das Transportfahrzeug entleert und wieder abgestellt werden, während bei Wechselbehältern die vollen Behältnisse jeweils durch leere ersetzt. Eine weitere Möglichkeit sind Einwegbehältnisse wie z. B. Gelbe Säcke (vgl. Abbildung 1). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bringsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Sammelstellen zu vereinfachen, können Behälter in umgänglichen Größen bereitgestellt werden. Die Erzeuger transportieren die Abfälle eigenständig zu Recyclinghöfen oder zu größeren haushaltsnahen Erfassungsbehältnissen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt; Recycling- respektive Wertstoffhöfe nehmen auf ihren Grundstücken diverse Abfallarten an und sind innerhalb ihrer Öffnungszeiten für (private) Anlieferungen zugänglich&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. Insbesondere für LVP werden sie in ländlicher Umgebung, in denen kein Holsystem eingerichtet ist, als Haupterfassungssystem angeboten,. Auf Wertstoffhöfen werden infolge des Aufwands für Privatpersonen die geringsten Sammelmengen erfasst (vgl. Tabelle 1). Aus den geringen Sammelmengen resultieren bis zu vierfach höheren Kosten für Erfassung, Sammlung und Verwertung pro Kilogramm Verpackungsabfall gegenüber dem Holsystem mit Gelben Säcken.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein anderes Beispiel für das Bringsystem stellt die Sammlung von Altglas dar. Die Erfassungs- oder Sammelbehälter für Altglas befinden sich außerhalb der Privatgrundstücke, sind jedoch innerhalb von Stadtvierteln grundstücksnah aufgestellt (vgl. Abbildung 1). Die für diesen Bereich verwendeten Depotcontainer sind meist Umleerbehälter und können als Mehrkammersystem mit bis zu drei Kammern ausgebaut sein. Wenn die Abholung als integriertes System vorgesehen ist, wird das Altglas auf einem Fahrzeug reinfarbig transportiert. Auf den Fahrzeugen sind die Kammern durch Klappwände getrennt. Um eine Verunreinigung durch Überfüllung zu vermeiden, sind die Abholrhythmen sowie die bereitgestellte Behälteranzahl entsprechend festzulegen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 1: Vor- und Nachteile von Holsystemen gegenüber Bringsystemen nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Holsystem&lt;br /&gt;
! Bringsystem&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Komfort auf Seite der Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Qualität&lt;br /&gt;
* Bereitstellen der Sammelbehälter erfordert weniger Raum: zunächst private, handliche Behälter&lt;br /&gt;
* Preiswerter für die Kommunen&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Abfälle werden vor Abgabe länger gelagert&lt;br /&gt;
* Behälter benötigen ausreichendes Volumen und Kompatibilität mit Umladesystemen sowie ausreichende Handlichkeit&lt;br /&gt;
* Hohe logistische und Personal-Kosten für die Kommune&lt;br /&gt;
* Platzbedarf auf Grundstücken&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Hohe logistische Kosten für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Hoher Zeitaufwand für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Folglich geringe Beteiligung und geringere erfasste Mengen&lt;br /&gt;
* Begrenzte Anzahl an Sammelstellen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog Abfallbehälter.png |thumb|1300px|Abbildung 1: Zuordnung von Abfallbehältern zu privat anfallenden Abfallströmen (eigene Darstellung)]] &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiel: Erfassung von Verpackungsabfällen====&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 wurden Verpackungsabfälle aus ca. einem Drittel (34,4%) der deutschen Haushalte über das Holsystem Wertstofftonne erfasst. In allen anderen Gebieten (65,6%) kommen die Gelbe Tonne oder der Gelbe Sack für die Erfassung von Verpackungsabfällen im Hol- oder Bringsystem zum Einsatz. In ländlichen Gebieten werden die meisten Verpackungsabfälle erfasst, während in Großstädten die geringsten LVP-Mengen erfasst werden. Dabei weisen die in Gelben Säcken gesammelten Abfälle eine höhere Qualität auf als die in Gelben Tonnen erfassten, da hier aufgrund der Stabilität, Größe und Blickdichte vermehrt Fehlwürfe erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsfahrzeuge===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Fahrzeuge zur Sammlung von Abfällen im Holsystem sind LKW mit den Komponenten Fahrgestell, Fest- oder Wechselaufbau und Aufnahmesystem. Die gängigen Systeme zur Beladung sind Frontlader, Seitenlader und Hecklader sowie Front-Seitenlader.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frontlader eignen sich zur Entleerung von Müllgroßbehältern im Ein-Personen-Betrieb und sind üblich bei der Sammlung von Industrie- und Gewerbeabfall. Front-Seitenlader werden aufgrund eines Beladearms für die Erfassung von Gewerbeabfällen und Haushaltsabfällen eingesetzt. Auch Seitenlader funktionieren im Ein-Personen-Betrieb und besitzen Kapazitäten für Müllgroßbehälter sowie für Großcontainer. Zudem ermöglichen sie je nach Art eine unterirdische Abfuhr. Hecklader sind vielseitig und werden daher häufig für die Sammlung von Haushalts- und Bioabfällen verwendet. Im Gegensatz zu Seiten- und Frontladern besteht die Notwendigkeit, mindestens zwei Personen zu stellen (einen Fahrer und einen Lader). Für die am Fahrzeugheck sitzenden Beladeöffnungen und Aufnahmesysteme gibt es je nach Anforderungen passende Kransysteme und passende Müllbehälter. Möglich sind geschlossene und offene Abfuhrsysteme sowie verschiedene Automatisierungsgrade.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsorgungsfahrzeuge sind häufig mit Technik zur Abfallverdichtung ausgestattet. Das kompaktierte Transportgut muss dabei die Recyclingfähigkeit und ggf. vorhandene Trennung der Stoffströme beibehalten &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Die Verdichtungstechnik wird je nach gesammeltem Stoffstrom gewählt. So wird auf Heckladern meist mit Pressplatten oder einer Drehtrommel verdichtet, während bei Front- und Seitenladern Schneckenverdichter oder Pendelpressenverdichter genutzt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das hydraulische Pressplattenwerk drückt Abfälle gegen ein Ausstoßschild im Sammelkasten des Heckladers. Anhand von Steuerungssystemen können die aufgegebenen Drücke in Abhängigkeit der Abfallzusammensetzung eingestellt werden (fraktionsoptimierte Verdichtung).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schneckenverdichter kombinieren die Umwälzung und Zerkleinerung von Abfällen mit der Verdichtung, indem die Abfälle durch sich verjüngende Pressschneckengänge befördert werden. Vorteile gegenüber der Pressplattenverdichtung sind eine ausgeglichene Verteilung von Flüssigkeiten und die Belüftung der Abfälle. Bei Einsatz einer Drehtrommel wird die Sammeltrommel bei umgekehrter Drehrichtung geleert, wobei gleichzeitig eine Selbstreinigung stattfindet.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:EntsorgungsfahrzeugeVarianten.png|center|800px|Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery heights=200 mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontlader.jpg|800px|a) Frontlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugSeitenlader.jpg|800px|b) Seitenlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugHecklader.jpg|800px|c) Hecklader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontSeitenlader Faun Easypress 2001.jpg|800px|d) Frontseitenlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: [https://sase-iserlohn.de/ // SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsstrukturen in Deutschland===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Sammlung von Abfällen unterliegt in Deutschland der kommunalen Hoheit. Das bedeutet, dass jede Kommune eigenverantwortlich für die Bereitstellung von Abfallsammelbehältern und die Organisation der Sammellogistik ist. Entsprechend können die Systeme zur Erfassung und Sammlung von Abfällen sich in Deutschland von Kommune zu Kommune unterscheiden. Dies betrifft beispielsweise die Farbkodierung (Behälter- oder Deckelfarbe), die angebotenen Hol- oder Bringsysteme, die Leerungsrhythmen oder die genutzten Abfallsammelfahrzeuge.&lt;br /&gt;
Während Satzungen zu Abholrhythmen, Abfallgebühren und Wahl der Sammelsysteme im kommunalen Recht umgesetzt werden, wird z. B. die Zuständigkeit von Behörden im Landesrecht festgelegt. Das Landesrecht dient demnach dazu, Vorschriften aus dem Bundesrecht zu detaillieren und zu vervollständigen. Auf Bundesebene werden die Rahmenbedingungen festgehalten, wie z. B. im KrWG und im VerpackG.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Deutschland fällt der Transport von Abfällen unter das Kreislaufwirtschaftsgesetz, das auf europäischen Richtlinien basiert und um Rechtsverordnungen erweitert ist. Eine der zentralen Erweiterungen ist die europäische Verpackungsrichtlinie, die in Deutschland über das Verpackungsgesetz umgesetzt wird.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Verpackungsverordnung von 1991, die vor der ersten europäischen Verpackungsrichtlinie in Kraft trat, inkludierte eine Rücknahmepflicht für Transportverpackungen, Umverpackungen und Verkaufsverpackungen sowie die Pflicht, dass Inverkehrbringer ihre Verpackungen einer Verwertungsstelle zuführen müssen. Dabei ermöglichte die erweiterte Produktverantwortung, dass Hersteller und Vertreiber die Verpackungen nicht zurücknehmen müssen, sofern sie sich an einer rechtlich zugelassenen, lokal organisierten Sammlung beteiligen. Daher kooperieren die Inverkehrbringer von Abfällen mit öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Entsorgungsträgern. Die Bundesländer veröffentlichen jedes Jahr Informationen zu Art, Herkunft und Menge der von öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern gesammelten Abfälle &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Duale Systeme===&lt;br /&gt;
In Deutschland wird diese Form der lokalen Sammlung von Verpackungen durch zehn duale Systeme vorgenommen. Das Duale System Deutschland (DSD) wurde 1990 als erstes privatwirtschaftliches Entsorgungssystem eingeführt. Dieses ist unter der Bezeichnung „Der Grüne Punkt“ bekannt, da lizensierte Verkaufsverpackungen nach der Einführung der Verpackungsverordnung damit gekennzeichnet wurden. Erst mit einer Entscheidung des Bundeskartellamts im Jahr 2003 entwickelte sich ein freier Markt mit den weiteren Dualen Systemen (vgl. Abbildung 3).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog MarktanteileDS.PNG |thumb|800px|Abbildung 3: Vorläufig zugeordnete Marktanteile der Dualen Systeme für das zweite Quartal 2024 nach Stoffstrom &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;/&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dualen Systeme organisieren die Sammlung und Sortierung von  Leichtverpackungen (LVP). Die LVP-Erfassungsrate ist mit circa 75% mit denen von Altglas und Altpapier vergleichbar. Duale Systeme lizensieren neben Kunststoffverpackungen auch solche aus Glas oder PPK. &amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 wurden insgesamt 5,8 Mio. t Verpackungsabfälle (Glas, PPK und LVP) getrennt gesammelt (vgl. Abbildung 4 und 5). Inklusive der stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) betrug die Gesamtrecyclingquote der mit Dualen Systemen gesammelten Abfälle 50,5%. Die werkstoffliche Verwertungsquote für Kunststoffe betrug 60,6%, während die Gesamt-Verwertungsquote der Kunststoffe bei 104% lag. Dass diese Quote oberhalb der 100% lag, zeigt auf, dass die Dualen Systeme mehr Kunststoffabfälle gesammelt haben, als Kunststoffverpackungen lizensiert wurden. Auch bei Aluminium trat eine Verwertungsquote von über 100% auf, was auf eine unterschiedliche Definition von Verbundmaterialien bei Verpackungen und Abfällen zurückzuführen ist. &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-ErfassteMengenLVP.PNG |thumb|800px|Abbildung 4: Einwohnerspezifische Erfassungsmengen von Verpackungsabfällen nach Sammelsystem &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-Qualität.PNG |thumb|800px|Abbildung 5: Anteile von nicht erfassten Wertstoffen und Anteile von Fehlwürfen bei der Erfassung von Leichtverpackungen nach Sammelsystem bezogen auf das Sammelsystem mit den wenigsten nicht erfassten Wertstoffen (Gelbe Tonne ländlich) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wertstofftonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
In Deutschland kommt je nach Kommune die Wertstofftonne oder die Gelbe Tonne zum Einsatz. &lt;br /&gt;
Das Konzept der Wertstofftonne ist, auch jene Wertstoffe zu erfassen, die keine Verpackungen sind. Diese zählen in den Gelben Tonnen und Säcken als Fehlwürfe. In jeder erfassten Abfallkategorie treten Fehlwürfe auf. Dazu zählen fremde Stoffströme, die anderen Sammlungen zuzuführen wären, wie z. B. organische Abfälle oder auch Glas und PPK ohne Lizensierung. Als intelligente Fehlwürfe zählen diejenigen Fehlwürfe, die zwar als nicht-Verpackungen von den Dualen Systemen nicht lizensiert sind, jedoch dem gleichen Stoffstrom angehören wie die Leichtverpackungen (stoffgleiche Nichtverpackungen). Das Einwerfen von Wertstoffen in Form von Elektro-Altgeräten ist auch in Wertstofftonnen nicht erlaubt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt; Gründe für „intelligente Fehlwürfe“ in Gelben Tonnen sind die von Abfallerzeugenden empfundene Praktikabilität, aber auch Informationsmangel und Kostenersparnis. Da die Dualen Systeme die Sammlung und Sortierung sowie die ggf. nötige Entsorgung von stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) nicht über Lizenzentgelte finanziert bekommen, wurden Wertstofftonnen eingeführt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. So sollen möglichst hohe Anteile der stoffgleichen Verpackungen und Nichtverpackungen der stofflichen Verwertung zugeführt werden und möglichst wenige Kunststoffe über die Restmülltonne entsorgt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vergleich von Wertstofftonne und Gelber Tonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Um die gemeinsame Erfassung von LVP und sNVP in Wertstofftonnen vorzunehmen, können Duale Systeme mit öffentlich-rechtlichen Entsorgern kooperieren. Diese Zusammenarbeit ist in Form von Mitnutzungsverträgen gestattet, wenn sie Effizienzvorteile für Abfallerzeuger generiert, ohne den Wettbewerb signifikant zu beeinträchtigen (vgl. Tabelle 2).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Innerhalb Deutschlands werden je nach Region die verschiedenen Systeme angewandt, da die Verantwortung für die Zuführung von Verpackungsabfällen zu einer Verwertung ursprünglich bei den Gemeinden lag. Seit 1991 entwickelten sich infolge der Produktverantwortung auf Seite der Inverkehrbringer die Dualen Systeme. Jedoch sind erst seit einer 2019 in Kraft getretenen Novellierung des Verpackungsgesetzes alle Inverkehrbringer von Verkaufsverpackungen zur Teilnahme an einem Dualen System verpflichtet. Die Ausgestaltung der Erfassung und Sammlung wird von den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern vorgegeben, sodass sich in Bezug auf die Art des Sammelsystems sowie die Behältergrößen und Abholungshäufigkeiten regionale Differenzen ergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 2: Vor- und Nachteile von Wertstofftonne (und Wertstoffsack) gegenüber der Gelben Tonne (und dem Gelben Sack) nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Wertstofftonne&lt;br /&gt;
! Duale Systeme&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Gezielte Miterfassung von sNVP zur Steigerung der Recyclingquote (sNVP 10% und meist Kunststoff), dadurch höhere Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Recycling unabhängig vom Verwendungszweck&lt;br /&gt;
* Reduktion der massebezogenen Sammlungskosten gegenüber der Gelben Tonne &lt;br /&gt;
* Geringere Sammlungs- und Entsorgungskosten für Restabfall&lt;br /&gt;
* Geringere Gesamtkosten (absolut sowie einwohnerspezifisch und massenspezifisch)&lt;br /&gt;
* Erhöhte Rezyklatausbeute &lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Entwicklung der privatrechtlichen Entsorgungssysteme infolge der Produktverantwortung &lt;br /&gt;
* Höhere Qualität (in Gelben Säcken) durch soziale Kontrolle und mögliches Reißen der Säcke bei Fehlwürfen&lt;br /&gt;
* geringere Transportkosten zur Sortieranlage&lt;br /&gt;
* geringere Sortierkosten&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern&lt;br /&gt;
* Kooperation zwischen öffentlich-rechtlichen Entsorgern und privatrechtlichen Entsorgern erforderlich&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Fragmentierung der Recyclingwirtschaft&lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern: Fehlwürfe und Verunreinigungen mindern die Qualität (Auslegung auf Verpackungsabfälle)&lt;br /&gt;
* Informationsmangel hinsichtlich der Materialzusammensetzung&lt;br /&gt;
* Mangelnde Kontinuität der Stoffströme und teils geringe Umfänge&lt;br /&gt;
* Unzureichende Technologieentwicklung&lt;br /&gt;
* Unterbeteiligung an Dualen Systemen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--•	Unterscheidung wer ist für was zuständig etwas klarer, vlt ein Schaubild? (kommunal/privat) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;&amp;gt; Becker, T., &amp;amp; Mellen, D. (2022). Kunststoffe. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 429-448). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Bildstein, C. (2022). Glasrecycling. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., Bd. 20, S. 401-414). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Kempkes, J. H. (2022). Verpackungsabfälle. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 449-470). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;&amp;gt;Bundesregierung Deutschland. (12. Juni 1991). Verordnung über die Vermeidung von Verpackungsabfällen. Bundesregierung Deutschland. Bonn: Bundesanzeiger. Abgerufen am 26. 04 2024 von https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl191s1234.pdf%27%5D__1714158886519&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;&amp;gt;Gemeinsame Stelle dualer Systeme Deutschlands GmbH. (2021). Über die dualen Systeme. (G. S. GmbH, Herausgeber) Abgerufen am 09. 05 2024 von https://www.muelltrennung-wirkt.de/de/ueber-uns/ueber-die-dualen-systeme/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;&amp;gt;Hohmann, S. (2022). Logistikmanagement: Entsorgungslogistik. In S. Hohmann, Logistik- und Supply Chain Management (S. 179-193). Wiesbaden: Springer Gabler. doi:10.1007/978-3-658-13631-4_6 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;&amp;gt;Kirchhoff, J. F. (2022). Intelligente Konzepte für Sammelfahrzeuge. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 717-). Wiesbaden: Springer Fachmedien . doi:10.1007/978-3-658-36262-1_37&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;&amp;gt;SASE gGmbH. Gesellschaft zur Förderung und Sammlung aus Städtereinigung und Entsorgungswirtschaft. Firmensitz: Max-Planck-Str. 11, D-58638 Iserlohn, https://sase-iserlohn.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;&amp;gt;Kuchta, K. (2023). Kunststoffabfälle aus privaten Haushalten erfassen, sortieren und verwerten. In M. S. Porth, Wasser, Energie und Umwelt (S. 287–296). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-42657-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;&amp;gt;Orth, P. B. (2022). Verwertung von Kunststoffabfällen. In P. B. Orth, Kunststoffe im Kreislauf (S. 103-122). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:https://doi.org/10.1007/978-3-658-37814-1_9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;&amp;gt;Pfaff-Simoneit, W. (2022). Anforderungen an den Aufbau von Abfallwirtschaftssystemen. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (S. 629-659). Wiesbaden; Heidelberg: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_33&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;&amp;gt;Pfohl, H.-C. (2018). Entsorgungslogistik. In H.-C. Pfohl, Logistiksysteme (S. 247-257). Berlin: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-662-56228-4_13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;&amp;gt;Reffken, H., &amp;amp; Rigod, B. (2022). Kartellrecht. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 285-307). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;&amp;gt;Wagner, J. e. (2018). Analyse der Effizienz und Vorschläge zur Optimierung von Sammelsystemen (Hol- und Bringsysteme) der haushaltsnahen Erfassung von Leichtverpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen auf der Grundlage vorhandener Daten. INTECUS GmbH Abfallwirtschaft und umweltintegratives Management. Dessau-Roßlau: Umweltbundesamt. Abgerufen am 21. 05 2024 von https://www.umweltkanzlei.de/daten/module/media/9/20180522UBA-26.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2021). PRESSEMITTEILUNG Von der Einweg-Verpackung zum Kreislauf. Verpackungen sind Ressourcen. Verpackungsregister LUCID – Status quo und Perspektiven (S. 35). Osnabrück / Berlin: UBA. Abgerufen am 22. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/Auswertungen/Unterlagen_Pressekonferenz_ZSVR_18.11.2021.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2024). Vorläufig zuzuordnende Marktanteile der Systeme für das zweite Quartal 2024. Osnabrück: Zentrale Stelle Verpackungsregister. Abgerufen am 23. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/files/Marktanteile/Vorlaeufig_zuzuordnende_Marktanteile_der_Systeme_fuer_das_zweite_Quartal_2024.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4984</id>
		<title>Entsorgungsstrukturen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4984"/>
		<updated>2025-02-11T07:53:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: /* Bringsystem */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Entsorgungsstrukturen==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Das Gebiet der Abfallwirtschaft umfasst Erfassungs-, Sammel- und Logistiksysteme, die Planung und Organisation der Abfallbewirtschaftung, rechtliche und finanzielle Regelung sowie die Forschung und Entwicklung. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;/&amp;gt; Im Folgenden wird der Fokus auf die logistischen Strukturen der Abfallwirtschaft gelegt. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Entsorgungslogistik===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Entsorgungslogistik umfasst die Erfassung, die Sammlung und den Transport von Abfällen zu deren Behandlungsanlagen (inklusive Umschlag und Lagerung) und bildet so die Schnittstelle zwischen den Abfallerzeugern und den Einrichtungen der Verwertung, Aufbereitung und Beseitigung. Mit dem übergeordneten Ziel Materialien dem Wiedereinsatz zuzuführen, ist die Entsorgungslogistik für die Kreislaufwirtschaft essenziell.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für ein effektives Wertstoffmanagement werden Abfälle nach Material- und Produkteigenschaften kategorisiert. Für einen angemessenen Transport sind Aggregatzustand und Recyclingfähigkeit des jeweiligen Abfalls wichtige Kriterien. Für spätere Recyclingrohstoffe ist eine zeitoptimierte Logistik von größerer Bedeutung, während für nicht verwertbare Abfälle Ökonomie und Ökologie den Transport definieren. Ein weiterer Aspekt ist die Gefährlichkeit von Abfällen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Erfassung und Trennung (Vergleich von Holsystem und Bringsystem)===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Trennung von Abfällen kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen. Die getrennte Erfassung von Abfällen an ihrem Entstehungsort bietet den Vorteil einer hohen Sortenreinheit. Die gemischte Erfassung bietet einen geringeren Bedarf an Sammelbehältern während des in der Sammlung anschließenden Transports, jedoch komplexere Anforderungen an Umschlag und Lagerung sowie an die nachträgliche Sortierung und Aufbereitung. Die Erfassung kann in Form eines Holsystems oder eines Bringsystems sowie einer Kombination aus beiden erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
====Holsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Beim Holsystem stellen Abfallerzeuger die Abfälle in Sammelbehältern zur Abholung zur Verfügung &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Entsorgungsunternehmen oder Kommunen organisieren deren Abholung vom Abfallentstehungsort &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. Der geringe Aufwand auf Erzeugerseite bewirkt eine hohe Erfassungsrate (vgl. Tabelle 1) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Behälter für die lokale Erfassung sind Abfalleimer mit einem Volumen von mindestens 35 L, Abfalltonnen sowie Abfallgroßbehälter, die bis zu 360 L fassen, und an die Hebesysteme der Fahrzeuge angepasst sind. Diese Tonnen müssen sowohl von Privatpersonen manövrierbar als auch auf die Ausrüstung der Sammelfahrzeuge angepasst sein. Auf den Fahrzeugen befinden sich Wechsel- und Multifunktionsbehälter. Je nachdem, ob es sich um eine getrennte oder gemischte Erfassung handelt, können auf den Fahrzeugen Mehrkammersysteme eingesetzt werden (zum Beispiel bei der Umleerung von Glascontainern). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Arten der Behälter zur Erfassung von Abfällen am Entstehungsort oder dem jeweiligen Bringsystem werden unterschieden in Umleerbehälter sowie Wechselbehälter. Umleerbehälter werden in das Transportfahrzeug entleert und wieder abgestellt werden, während bei Wechselbehältern die vollen Behältnisse jeweils durch leere ersetzt. Eine weitere Möglichkeit sind Einwegbehältnisse wie z. B. Gelbe Säcke (vgl. Abbildung 1). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bringsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Sammelstellen zu vereinfachen, können Behälter in umgänglichen Größen bereitgestellt werden. Die Erzeuger transportieren die Abfälle eigenständig zu Recyclinghöfen oder zu größeren haushaltsnahen Erfassungsbehältnissen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt; Recycling- respektive Wertstoffhöfe nehmen auf ihren Grundstücken diverse Abfallarten an und sind innerhalb ihrer Öffnungszeiten für (private) Anlieferungen zugänglich&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. Insbesondere für LVP werden sie in ländlicher Umgebung, in denen kein Holsystem eingerichtet ist, als Haupterfassungssystem angeboten,. Auf Wertstoffhöfen werden infolge des Aufwands für Privatpersonen die geringsten Sammelmengen erfasst (vgl. Tabelle 1). Aus den geringen Sammelmengen resultieren bis zu vierfach höheren Kosten für Erfassung, Sammlung und Verwertung pro Kilogramm Verpackungsabfall gegenüber dem Holsystem mit Gelben Säcken.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein anderes Beispiel für das Bringsystem stellt die Sammlung von Altglas dar. Die Erfassungs- oder Sammelbehälter für Altglas befinden sich außerhalb der Privatgrundstücke, sind jedoch innerhalb von Stadtvierteln grundstücksnah aufgestellt (vgl. Abbildung 1). Die für diesen Bereich verwendeten Depotcontainer sind meist Umleerbehälter und können als Mehrkammersystem mit bis zu drei Kammern ausgebaut sein. Wenn die Abholung als integriertes System vorgesehen ist, wird das Altglas auf einem Fahrzeug reinfarbig transportiert. Auf den Fahrzeugen sind die Kammern durch Klappwände getrennt. Um eine Verunreinigung durch Überfüllung zu vermeiden, sind die Abholrhythmen sowie die bereitgestellte Behälteranzahl entsprechend festzulegen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 1: Vor- und Nachteile von Holsystemen gegenüber Bringsystemen nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Holsystem&lt;br /&gt;
! Bringsystem&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Komfort auf Seite der Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Qualität&lt;br /&gt;
* Bereitstellen der Sammelbehälter erfordert weniger Raum: zunächst private, handliche Behälter&lt;br /&gt;
* Preiswerter für die Kommunen&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Abfälle werden vor Abgabe länger gelagert&lt;br /&gt;
* Behälter benötigen ausreichendes Volumen und Kompatibilität mit Umladesystemen sowie ausreichende Handlichkeit&lt;br /&gt;
* Hohe logistische und Personal-Kosten für die Kommune&lt;br /&gt;
* Platzbedarf auf Grundstücken&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Hohe logistische Kosten für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Hoher Zeitaufwand für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Folglich geringe Beteiligung und geringere erfasste Mengen&lt;br /&gt;
* Begrenzte Anzahl an Sammelstellen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog Abfallbehälter.png |thumb|1300px|Abbildung 1: Zuordnung von Abfallbehältern zu privat anfallenden Abfallströmen (eigene Darstellung)]] &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiel: Erfassung von Verpackungsabfällen====&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 wurden Verpackungsabfälle aus ca. einem Drittel (34,4%) der deutschen Haushalte über das Holsystem Wertstofftonne erfasst. In allen anderen Gebieten (65,6%) kommen die Gelbe Tonne oder der Gelbe Sack für die Erfassung von Verpackungsabfällen im Hol- oder Bringsystem zum Einsatz. In ländlichen Gebieten werden die meisten Verpackungsabfälle erfasst, während in Großstädten die geringsten LVP-Mengen erfasst werden. Dabei weisen die in Gelben Säcken gesammelten Abfälle eine höhere Qualität auf als die in Gelben Tonnen erfassten, da hier aufgrund der Stabilität, Größe und Blickdichte vermehrt Fehlwürfe erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsfahrzeuge===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Fahrzeuge zur Sammlung von Abfällen im Holsystem sind LKW mit den Komponenten Fahrgestell, Fest- oder Wechselaufbau und Aufnahmesystem. Die gängigen Systeme zur Beladung sind Frontlader, Seitenlader und Hecklader sowie Front-Seitenlader.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frontlader eignen sich zur Entleerung von Müllgroßbehältern im Ein-Personen-Betrieb und sind üblich bei der Sammlung von Industrie- und Gewerbeabfall. Front-Seitenlader werden aufgrund eines Beladearms für die Erfassung von Gewerbeabfällen und Haushaltsabfällen eingesetzt. Auch Seitenlader funktionieren im Ein-Personen-Betrieb und besitzen Kapazitäten für Müllgroßbehälter sowie für Großcontainer. Zudem ermöglichen sie je nach Art eine unterirdische Abfuhr. Hecklader sind vielseitig und werden daher häufig für die Sammlung von Haushalts- und Bioabfällen verwendet. Im Gegensatz zu Seiten- und Frontladern besteht die Notwendigkeit, mindestens zwei Personen zu stellen (einen Fahrer und einen Lader). Für die am Fahrzeugheck sitzenden Beladeöffnungen und Aufnahmesysteme gibt es je nach Anforderungen passende Kransysteme und passende Müllbehälter. Möglich sind geschlossene und offene Abfuhrsysteme sowie verschiedene Automatisierungsgrade.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsorgungsfahrzeuge sind häufig mit Technik zur Abfallverdichtung ausgestattet. Das kompaktierte Transportgut muss dabei die Recyclingfähigkeit und ggf. vorhandene Trennung der Stoffströme beibehalten &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Die Verdichtungstechnik wird je nach gesammeltem Stoffstrom gewählt. So wird auf Heckladern meist mit Pressplatten oder einer Drehtrommel verdichtet, während bei Front- und Seitenladern Schneckenverdichter oder Pendelpressenverdichter genutzt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das hydraulische Pressplattenwerk drückt Abfälle gegen ein Ausstoßschild im Sammelkasten des Heckladers. Anhand von Steuerungssystemen können die aufgegebenen Drücke in Abhängigkeit der Abfallzusammensetzung eingestellt werden (fraktionsoptimierte Verdichtung).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schneckenverdichter kombinieren die Umwälzung und Zerkleinerung von Abfällen mit der Verdichtung, indem die Abfälle durch sich verjüngende Pressschneckengänge befördert werden. Vorteile gegenüber der Pressplattenverdichtung sind eine ausgeglichene Verteilung von Flüssigkeiten und die Belüftung der Abfälle. Bei Einsatz einer Drehtrommel wird die Sammeltrommel bei umgekehrter Drehrichtung geleert, wobei gleichzeitig eine Selbstreinigung stattfindet.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:EntsorgungsfahrzeugeVarianten.png|center|800px|Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery heights=200 mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontlader.jpg|800px|a) Frontlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugSeitenlader.jpg|800px|b) Seitenlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugHecklader.jpg|800px|c) Hecklader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontSeitenlader Faun Easypress 2001.jpg|800px|d) Frontseitenlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsstrukturen in Deutschland===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Sammlung von Abfällen unterliegt in Deutschland der kommunalen Hoheit. Das bedeutet, dass jede Kommune eigenverantwortlich für die Bereitstellung von Abfallsammelbehältern und die Organisation der Sammellogistik ist. Entsprechend können die Systeme zur Erfassung und Sammlung von Abfällen sich in Deutschland von Kommune zu Kommune unterscheiden. Dies betrifft beispielsweise die Farbkodierung (Behälter- oder Deckelfarbe), die angebotenen Hol- oder Bringsysteme, die Leerungsrhythmen oder die genutzten Abfallsammelfahrzeuge.&lt;br /&gt;
Während Satzungen zu Abholrhythmen, Abfallgebühren und Wahl der Sammelsysteme im kommunalen Recht umgesetzt werden, wird z. B. die Zuständigkeit von Behörden im Landesrecht festgelegt. Das Landesrecht dient demnach dazu, Vorschriften aus dem Bundesrecht zu detaillieren und zu vervollständigen. Auf Bundesebene werden die Rahmenbedingungen festgehalten, wie z. B. im KrWG und im VerpackG.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Deutschland fällt der Transport von Abfällen unter das Kreislaufwirtschaftsgesetz, das auf europäischen Richtlinien basiert und um Rechtsverordnungen erweitert ist. Eine der zentralen Erweiterungen ist die europäische Verpackungsrichtlinie, die in Deutschland über das Verpackungsgesetz umgesetzt wird.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Verpackungsverordnung von 1991, die vor der ersten europäischen Verpackungsrichtlinie in Kraft trat, inkludierte eine Rücknahmepflicht für Transportverpackungen, Umverpackungen und Verkaufsverpackungen sowie die Pflicht, dass Inverkehrbringer ihre Verpackungen einer Verwertungsstelle zuführen müssen. Dabei ermöglichte die erweiterte Produktverantwortung, dass Hersteller und Vertreiber die Verpackungen nicht zurücknehmen müssen, sofern sie sich an einer rechtlich zugelassenen, lokal organisierten Sammlung beteiligen. Daher kooperieren die Inverkehrbringer von Abfällen mit öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Entsorgungsträgern. Die Bundesländer veröffentlichen jedes Jahr Informationen zu Art, Herkunft und Menge der von öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern gesammelten Abfälle &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Duale Systeme===&lt;br /&gt;
In Deutschland wird diese Form der lokalen Sammlung von Verpackungen durch zehn duale Systeme vorgenommen. Das Duale System Deutschland (DSD) wurde 1990 als erstes privatwirtschaftliches Entsorgungssystem eingeführt. Dieses ist unter der Bezeichnung „Der Grüne Punkt“ bekannt, da lizensierte Verkaufsverpackungen nach der Einführung der Verpackungsverordnung damit gekennzeichnet wurden. Erst mit einer Entscheidung des Bundeskartellamts im Jahr 2003 entwickelte sich ein freier Markt mit den weiteren Dualen Systemen (vgl. Abbildung 3).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog MarktanteileDS.PNG |thumb|800px|Abbildung 3: Vorläufig zugeordnete Marktanteile der Dualen Systeme für das zweite Quartal 2024 nach Stoffstrom &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;/&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dualen Systeme organisieren die Sammlung und Sortierung von  Leichtverpackungen (LVP). Die LVP-Erfassungsrate ist mit circa 75% mit denen von Altglas und Altpapier vergleichbar. Duale Systeme lizensieren neben Kunststoffverpackungen auch solche aus Glas oder PPK. &amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 wurden insgesamt 5,8 Mio. t Verpackungsabfälle (Glas, PPK und LVP) getrennt gesammelt (vgl. Abbildung 4 und 5). Inklusive der stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) betrug die Gesamtrecyclingquote der mit Dualen Systemen gesammelten Abfälle 50,5%. Die werkstoffliche Verwertungsquote für Kunststoffe betrug 60,6%, während die Gesamt-Verwertungsquote der Kunststoffe bei 104% lag. Dass diese Quote oberhalb der 100% lag, zeigt auf, dass die Dualen Systeme mehr Kunststoffabfälle gesammelt haben, als Kunststoffverpackungen lizensiert wurden. Auch bei Aluminium trat eine Verwertungsquote von über 100% auf, was auf eine unterschiedliche Definition von Verbundmaterialien bei Verpackungen und Abfällen zurückzuführen ist. &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-ErfassteMengenLVP.PNG |thumb|800px|Abbildung 4: Einwohnerspezifische Erfassungsmengen von Verpackungsabfällen nach Sammelsystem &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-Qualität.PNG |thumb|800px|Abbildung 5: Anteile von nicht erfassten Wertstoffen und Anteile von Fehlwürfen bei der Erfassung von Leichtverpackungen nach Sammelsystem bezogen auf das Sammelsystem mit den wenigsten nicht erfassten Wertstoffen (Gelbe Tonne ländlich) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wertstofftonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
In Deutschland kommt je nach Kommune die Wertstofftonne oder die Gelbe Tonne zum Einsatz. &lt;br /&gt;
Das Konzept der Wertstofftonne ist, auch jene Wertstoffe zu erfassen, die keine Verpackungen sind. Diese zählen in den Gelben Tonnen und Säcken als Fehlwürfe. In jeder erfassten Abfallkategorie treten Fehlwürfe auf. Dazu zählen fremde Stoffströme, die anderen Sammlungen zuzuführen wären, wie z. B. organische Abfälle oder auch Glas und PPK ohne Lizensierung. Als intelligente Fehlwürfe zählen diejenigen Fehlwürfe, die zwar als nicht-Verpackungen von den Dualen Systemen nicht lizensiert sind, jedoch dem gleichen Stoffstrom angehören wie die Leichtverpackungen (stoffgleiche Nichtverpackungen). Das Einwerfen von Wertstoffen in Form von Elektro-Altgeräten ist auch in Wertstofftonnen nicht erlaubt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt; Gründe für „intelligente Fehlwürfe“ in Gelben Tonnen sind die von Abfallerzeugenden empfundene Praktikabilität, aber auch Informationsmangel und Kostenersparnis. Da die Dualen Systeme die Sammlung und Sortierung sowie die ggf. nötige Entsorgung von stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) nicht über Lizenzentgelte finanziert bekommen, wurden Wertstofftonnen eingeführt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. So sollen möglichst hohe Anteile der stoffgleichen Verpackungen und Nichtverpackungen der stofflichen Verwertung zugeführt werden und möglichst wenige Kunststoffe über die Restmülltonne entsorgt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vergleich von Wertstofftonne und Gelber Tonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Um die gemeinsame Erfassung von LVP und sNVP in Wertstofftonnen vorzunehmen, können Duale Systeme mit öffentlich-rechtlichen Entsorgern kooperieren. Diese Zusammenarbeit ist in Form von Mitnutzungsverträgen gestattet, wenn sie Effizienzvorteile für Abfallerzeuger generiert, ohne den Wettbewerb signifikant zu beeinträchtigen (vgl. Tabelle 2).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Innerhalb Deutschlands werden je nach Region die verschiedenen Systeme angewandt, da die Verantwortung für die Zuführung von Verpackungsabfällen zu einer Verwertung ursprünglich bei den Gemeinden lag. Seit 1991 entwickelten sich infolge der Produktverantwortung auf Seite der Inverkehrbringer die Dualen Systeme. Jedoch sind erst seit einer 2019 in Kraft getretenen Novellierung des Verpackungsgesetzes alle Inverkehrbringer von Verkaufsverpackungen zur Teilnahme an einem Dualen System verpflichtet. Die Ausgestaltung der Erfassung und Sammlung wird von den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern vorgegeben, sodass sich in Bezug auf die Art des Sammelsystems sowie die Behältergrößen und Abholungshäufigkeiten regionale Differenzen ergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 2: Vor- und Nachteile von Wertstofftonne (und Wertstoffsack) gegenüber der Gelben Tonne (und dem Gelben Sack) nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Wertstofftonne&lt;br /&gt;
! Duale Systeme&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Gezielte Miterfassung von sNVP zur Steigerung der Recyclingquote (sNVP 10% und meist Kunststoff), dadurch höhere Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Recycling unabhängig vom Verwendungszweck&lt;br /&gt;
* Reduktion der massebezogenen Sammlungskosten gegenüber der Gelben Tonne &lt;br /&gt;
* Geringere Sammlungs- und Entsorgungskosten für Restabfall&lt;br /&gt;
* Geringere Gesamtkosten (absolut sowie einwohnerspezifisch und massenspezifisch)&lt;br /&gt;
* Erhöhte Rezyklatausbeute &lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Entwicklung der privatrechtlichen Entsorgungssysteme infolge der Produktverantwortung &lt;br /&gt;
* Höhere Qualität (in Gelben Säcken) durch soziale Kontrolle und mögliches Reißen der Säcke bei Fehlwürfen&lt;br /&gt;
* geringere Transportkosten zur Sortieranlage&lt;br /&gt;
* geringere Sortierkosten&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern&lt;br /&gt;
* Kooperation zwischen öffentlich-rechtlichen Entsorgern und privatrechtlichen Entsorgern erforderlich&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Fragmentierung der Recyclingwirtschaft&lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern: Fehlwürfe und Verunreinigungen mindern die Qualität (Auslegung auf Verpackungsabfälle)&lt;br /&gt;
* Informationsmangel hinsichtlich der Materialzusammensetzung&lt;br /&gt;
* Mangelnde Kontinuität der Stoffströme und teils geringe Umfänge&lt;br /&gt;
* Unzureichende Technologieentwicklung&lt;br /&gt;
* Unterbeteiligung an Dualen Systemen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--•	Unterscheidung wer ist für was zuständig etwas klarer, vlt ein Schaubild? (kommunal/privat) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;&amp;gt; Becker, T., &amp;amp; Mellen, D. (2022). Kunststoffe. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 429-448). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Bildstein, C. (2022). Glasrecycling. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., Bd. 20, S. 401-414). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Kempkes, J. H. (2022). Verpackungsabfälle. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 449-470). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;&amp;gt;Bundesregierung Deutschland. (12. Juni 1991). Verordnung über die Vermeidung von Verpackungsabfällen. Bundesregierung Deutschland. Bonn: Bundesanzeiger. Abgerufen am 26. 04 2024 von https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl191s1234.pdf%27%5D__1714158886519&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;&amp;gt;Gemeinsame Stelle dualer Systeme Deutschlands GmbH. (2021). Über die dualen Systeme. (G. S. GmbH, Herausgeber) Abgerufen am 09. 05 2024 von https://www.muelltrennung-wirkt.de/de/ueber-uns/ueber-die-dualen-systeme/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;&amp;gt;Hohmann, S. (2022). Logistikmanagement: Entsorgungslogistik. In S. Hohmann, Logistik- und Supply Chain Management (S. 179-193). Wiesbaden: Springer Gabler. doi:10.1007/978-3-658-13631-4_6 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;&amp;gt;Kirchhoff, J. F. (2022). Intelligente Konzepte für Sammelfahrzeuge. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 717-). Wiesbaden: Springer Fachmedien . doi:10.1007/978-3-658-36262-1_37&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;&amp;gt;SASE gGmbH. Gesellschaft zur Förderung und Sammlung aus Städtereinigung und Entsorgungswirtschaft. Firmensitz: Max-Planck-Str. 11, D-58638 Iserlohn, https://sase-iserlohn.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;&amp;gt;Kuchta, K. (2023). Kunststoffabfälle aus privaten Haushalten erfassen, sortieren und verwerten. In M. S. Porth, Wasser, Energie und Umwelt (S. 287–296). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-42657-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;&amp;gt;Orth, P. B. (2022). Verwertung von Kunststoffabfällen. In P. B. Orth, Kunststoffe im Kreislauf (S. 103-122). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:https://doi.org/10.1007/978-3-658-37814-1_9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;&amp;gt;Pfaff-Simoneit, W. (2022). Anforderungen an den Aufbau von Abfallwirtschaftssystemen. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (S. 629-659). Wiesbaden; Heidelberg: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_33&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;&amp;gt;Pfohl, H.-C. (2018). Entsorgungslogistik. In H.-C. Pfohl, Logistiksysteme (S. 247-257). Berlin: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-662-56228-4_13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;&amp;gt;Reffken, H., &amp;amp; Rigod, B. (2022). Kartellrecht. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 285-307). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;&amp;gt;Wagner, J. e. (2018). Analyse der Effizienz und Vorschläge zur Optimierung von Sammelsystemen (Hol- und Bringsysteme) der haushaltsnahen Erfassung von Leichtverpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen auf der Grundlage vorhandener Daten. INTECUS GmbH Abfallwirtschaft und umweltintegratives Management. Dessau-Roßlau: Umweltbundesamt. Abgerufen am 21. 05 2024 von https://www.umweltkanzlei.de/daten/module/media/9/20180522UBA-26.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2021). PRESSEMITTEILUNG Von der Einweg-Verpackung zum Kreislauf. Verpackungen sind Ressourcen. Verpackungsregister LUCID – Status quo und Perspektiven (S. 35). Osnabrück / Berlin: UBA. Abgerufen am 22. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/Auswertungen/Unterlagen_Pressekonferenz_ZSVR_18.11.2021.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2024). Vorläufig zuzuordnende Marktanteile der Systeme für das zweite Quartal 2024. Osnabrück: Zentrale Stelle Verpackungsregister. Abgerufen am 23. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/files/Marktanteile/Vorlaeufig_zuzuordnende_Marktanteile_der_Systeme_fuer_das_zweite_Quartal_2024.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4983</id>
		<title>Entsorgungsstrukturen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4983"/>
		<updated>2025-02-11T07:53:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: /* Bringsystem */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Entsorgungsstrukturen==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Das Gebiet der Abfallwirtschaft umfasst Erfassungs-, Sammel- und Logistiksysteme, die Planung und Organisation der Abfallbewirtschaftung, rechtliche und finanzielle Regelung sowie die Forschung und Entwicklung. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;/&amp;gt; Im Folgenden wird der Fokus auf die logistischen Strukturen der Abfallwirtschaft gelegt. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Entsorgungslogistik===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Entsorgungslogistik umfasst die Erfassung, die Sammlung und den Transport von Abfällen zu deren Behandlungsanlagen (inklusive Umschlag und Lagerung) und bildet so die Schnittstelle zwischen den Abfallerzeugern und den Einrichtungen der Verwertung, Aufbereitung und Beseitigung. Mit dem übergeordneten Ziel Materialien dem Wiedereinsatz zuzuführen, ist die Entsorgungslogistik für die Kreislaufwirtschaft essenziell.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für ein effektives Wertstoffmanagement werden Abfälle nach Material- und Produkteigenschaften kategorisiert. Für einen angemessenen Transport sind Aggregatzustand und Recyclingfähigkeit des jeweiligen Abfalls wichtige Kriterien. Für spätere Recyclingrohstoffe ist eine zeitoptimierte Logistik von größerer Bedeutung, während für nicht verwertbare Abfälle Ökonomie und Ökologie den Transport definieren. Ein weiterer Aspekt ist die Gefährlichkeit von Abfällen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Erfassung und Trennung (Vergleich von Holsystem und Bringsystem)===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Trennung von Abfällen kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen. Die getrennte Erfassung von Abfällen an ihrem Entstehungsort bietet den Vorteil einer hohen Sortenreinheit. Die gemischte Erfassung bietet einen geringeren Bedarf an Sammelbehältern während des in der Sammlung anschließenden Transports, jedoch komplexere Anforderungen an Umschlag und Lagerung sowie an die nachträgliche Sortierung und Aufbereitung. Die Erfassung kann in Form eines Holsystems oder eines Bringsystems sowie einer Kombination aus beiden erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
====Holsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Beim Holsystem stellen Abfallerzeuger die Abfälle in Sammelbehältern zur Abholung zur Verfügung &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Entsorgungsunternehmen oder Kommunen organisieren deren Abholung vom Abfallentstehungsort &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. Der geringe Aufwand auf Erzeugerseite bewirkt eine hohe Erfassungsrate (vgl. Tabelle 1) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Behälter für die lokale Erfassung sind Abfalleimer mit einem Volumen von mindestens 35 L, Abfalltonnen sowie Abfallgroßbehälter, die bis zu 360 L fassen, und an die Hebesysteme der Fahrzeuge angepasst sind. Diese Tonnen müssen sowohl von Privatpersonen manövrierbar als auch auf die Ausrüstung der Sammelfahrzeuge angepasst sein. Auf den Fahrzeugen befinden sich Wechsel- und Multifunktionsbehälter. Je nachdem, ob es sich um eine getrennte oder gemischte Erfassung handelt, können auf den Fahrzeugen Mehrkammersysteme eingesetzt werden (zum Beispiel bei der Umleerung von Glascontainern). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Arten der Behälter zur Erfassung von Abfällen am Entstehungsort oder dem jeweiligen Bringsystem werden unterschieden in Umleerbehälter sowie Wechselbehälter. Umleerbehälter werden in das Transportfahrzeug entleert und wieder abgestellt werden, während bei Wechselbehältern die vollen Behältnisse jeweils durch leere ersetzt. Eine weitere Möglichkeit sind Einwegbehältnisse wie z. B. Gelbe Säcke (vgl. Abbildung 1). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bringsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Sammelstellen zu vereinfachen, können Behälter in umgänglichen Größen bereitgestellt werden. Die Erzeuger transportieren die Abfälle eigenständig zu Recyclinghöfen oder zu größeren haushaltsnahen Erfassungsbehältnissen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt; Recycling- respektive Wertstoffhöfe nehmen auf ihren Grundstücken diverse Abfallarten an und sind innerhalb ihrer Öffnungszeiten für (private) Anlieferungen zugänglich&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. Insbesondere für LVP werden sie in ländlicher Umgebung, in denen kein Holsystem eingerichtet ist, als Haupterfassungssystem angeboten,. Auf Wertstoffhöfen werden infolge des Aufwands für Privatpersonen die geringsten Sammelmengen erfasst (vgl. Tabelle 1). Aus den geringen Sammelmengen resultieren bis zu vierfach höheren Kosten für Erfassung, Sammlung und Verwertung pro Kilogramm Verpackungsabfall gegenüber dem Holsystem mit Gelben Säcken.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein anderes Beispiel für das Bringsystem stellt die Sammlung von Altglas dar. Die Erfassungs- oder Sammelbehälter für Altglas befinden sich außerhalb der Privatgrundstücke, sind jedoch innerhalb von Stadtvierteln grundstücksnah aufgestellt (vgl. Abbildung 1). Die für diesen Bereich verwendeten Depotcontainer sind meist Umleerbehälter und können als Mehrkammersystem mit bis zu drei Kammern ausgebaut sein. Wenn die Abholung als integriertes System vorgesehen ist, wird das Altglas auf einem Fahrzeug reinfarbig transportiert. Auf den Fahrzeugen sind die Kammern durch Klappwände getrennt. Um eine Verunreinigung durch Überfüllung zu vermeiden, sind die Abholrhythmen sowie die bereitgestellte Behälteranzahl entsprechend festzulegen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 1: Vor- und Nachteile von Holsystemen gegenüber Bringsystemen nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Holsystem&lt;br /&gt;
! Bringsystem&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Komfort auf Seite der Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Qualität&lt;br /&gt;
* Bereitstellen der Sammelbehälter erfordert weniger Raum: zunächst private, handliche Behälter&lt;br /&gt;
* Preiswerter für die Kommunen&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Abfälle werden vor Abgabe länger gelagert&lt;br /&gt;
* Behälter benötigen ausreichendes Volumen und Kompatibilität mit Umladesystemen sowie ausreichende Handlichkeit&lt;br /&gt;
* Hohe logistische und Personal-Kosten für die Kommune&lt;br /&gt;
* Platzbedarf auf Grundstücken&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Hohe logistische Kosten für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Hoher Zeitaufwand für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Folglich geringe Beteiligung und geringere erfasste Mengen&lt;br /&gt;
* Begrenzte Anzahl an Sammelstellen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog Abfallbehälter.png |thumb|1400px|Abbildung 1: Zuordnung von Abfallbehältern zu privat anfallenden Abfallströmen (eigene Darstellung)]] &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiel: Erfassung von Verpackungsabfällen====&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 wurden Verpackungsabfälle aus ca. einem Drittel (34,4%) der deutschen Haushalte über das Holsystem Wertstofftonne erfasst. In allen anderen Gebieten (65,6%) kommen die Gelbe Tonne oder der Gelbe Sack für die Erfassung von Verpackungsabfällen im Hol- oder Bringsystem zum Einsatz. In ländlichen Gebieten werden die meisten Verpackungsabfälle erfasst, während in Großstädten die geringsten LVP-Mengen erfasst werden. Dabei weisen die in Gelben Säcken gesammelten Abfälle eine höhere Qualität auf als die in Gelben Tonnen erfassten, da hier aufgrund der Stabilität, Größe und Blickdichte vermehrt Fehlwürfe erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsfahrzeuge===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Fahrzeuge zur Sammlung von Abfällen im Holsystem sind LKW mit den Komponenten Fahrgestell, Fest- oder Wechselaufbau und Aufnahmesystem. Die gängigen Systeme zur Beladung sind Frontlader, Seitenlader und Hecklader sowie Front-Seitenlader.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frontlader eignen sich zur Entleerung von Müllgroßbehältern im Ein-Personen-Betrieb und sind üblich bei der Sammlung von Industrie- und Gewerbeabfall. Front-Seitenlader werden aufgrund eines Beladearms für die Erfassung von Gewerbeabfällen und Haushaltsabfällen eingesetzt. Auch Seitenlader funktionieren im Ein-Personen-Betrieb und besitzen Kapazitäten für Müllgroßbehälter sowie für Großcontainer. Zudem ermöglichen sie je nach Art eine unterirdische Abfuhr. Hecklader sind vielseitig und werden daher häufig für die Sammlung von Haushalts- und Bioabfällen verwendet. Im Gegensatz zu Seiten- und Frontladern besteht die Notwendigkeit, mindestens zwei Personen zu stellen (einen Fahrer und einen Lader). Für die am Fahrzeugheck sitzenden Beladeöffnungen und Aufnahmesysteme gibt es je nach Anforderungen passende Kransysteme und passende Müllbehälter. Möglich sind geschlossene und offene Abfuhrsysteme sowie verschiedene Automatisierungsgrade.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsorgungsfahrzeuge sind häufig mit Technik zur Abfallverdichtung ausgestattet. Das kompaktierte Transportgut muss dabei die Recyclingfähigkeit und ggf. vorhandene Trennung der Stoffströme beibehalten &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Die Verdichtungstechnik wird je nach gesammeltem Stoffstrom gewählt. So wird auf Heckladern meist mit Pressplatten oder einer Drehtrommel verdichtet, während bei Front- und Seitenladern Schneckenverdichter oder Pendelpressenverdichter genutzt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das hydraulische Pressplattenwerk drückt Abfälle gegen ein Ausstoßschild im Sammelkasten des Heckladers. Anhand von Steuerungssystemen können die aufgegebenen Drücke in Abhängigkeit der Abfallzusammensetzung eingestellt werden (fraktionsoptimierte Verdichtung).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schneckenverdichter kombinieren die Umwälzung und Zerkleinerung von Abfällen mit der Verdichtung, indem die Abfälle durch sich verjüngende Pressschneckengänge befördert werden. Vorteile gegenüber der Pressplattenverdichtung sind eine ausgeglichene Verteilung von Flüssigkeiten und die Belüftung der Abfälle. Bei Einsatz einer Drehtrommel wird die Sammeltrommel bei umgekehrter Drehrichtung geleert, wobei gleichzeitig eine Selbstreinigung stattfindet.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:EntsorgungsfahrzeugeVarianten.png|center|800px|Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery heights=200 mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontlader.jpg|800px|a) Frontlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugSeitenlader.jpg|800px|b) Seitenlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugHecklader.jpg|800px|c) Hecklader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontSeitenlader Faun Easypress 2001.jpg|800px|d) Frontseitenlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsstrukturen in Deutschland===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Sammlung von Abfällen unterliegt in Deutschland der kommunalen Hoheit. Das bedeutet, dass jede Kommune eigenverantwortlich für die Bereitstellung von Abfallsammelbehältern und die Organisation der Sammellogistik ist. Entsprechend können die Systeme zur Erfassung und Sammlung von Abfällen sich in Deutschland von Kommune zu Kommune unterscheiden. Dies betrifft beispielsweise die Farbkodierung (Behälter- oder Deckelfarbe), die angebotenen Hol- oder Bringsysteme, die Leerungsrhythmen oder die genutzten Abfallsammelfahrzeuge.&lt;br /&gt;
Während Satzungen zu Abholrhythmen, Abfallgebühren und Wahl der Sammelsysteme im kommunalen Recht umgesetzt werden, wird z. B. die Zuständigkeit von Behörden im Landesrecht festgelegt. Das Landesrecht dient demnach dazu, Vorschriften aus dem Bundesrecht zu detaillieren und zu vervollständigen. Auf Bundesebene werden die Rahmenbedingungen festgehalten, wie z. B. im KrWG und im VerpackG.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Deutschland fällt der Transport von Abfällen unter das Kreislaufwirtschaftsgesetz, das auf europäischen Richtlinien basiert und um Rechtsverordnungen erweitert ist. Eine der zentralen Erweiterungen ist die europäische Verpackungsrichtlinie, die in Deutschland über das Verpackungsgesetz umgesetzt wird.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Verpackungsverordnung von 1991, die vor der ersten europäischen Verpackungsrichtlinie in Kraft trat, inkludierte eine Rücknahmepflicht für Transportverpackungen, Umverpackungen und Verkaufsverpackungen sowie die Pflicht, dass Inverkehrbringer ihre Verpackungen einer Verwertungsstelle zuführen müssen. Dabei ermöglichte die erweiterte Produktverantwortung, dass Hersteller und Vertreiber die Verpackungen nicht zurücknehmen müssen, sofern sie sich an einer rechtlich zugelassenen, lokal organisierten Sammlung beteiligen. Daher kooperieren die Inverkehrbringer von Abfällen mit öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Entsorgungsträgern. Die Bundesländer veröffentlichen jedes Jahr Informationen zu Art, Herkunft und Menge der von öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern gesammelten Abfälle &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Duale Systeme===&lt;br /&gt;
In Deutschland wird diese Form der lokalen Sammlung von Verpackungen durch zehn duale Systeme vorgenommen. Das Duale System Deutschland (DSD) wurde 1990 als erstes privatwirtschaftliches Entsorgungssystem eingeführt. Dieses ist unter der Bezeichnung „Der Grüne Punkt“ bekannt, da lizensierte Verkaufsverpackungen nach der Einführung der Verpackungsverordnung damit gekennzeichnet wurden. Erst mit einer Entscheidung des Bundeskartellamts im Jahr 2003 entwickelte sich ein freier Markt mit den weiteren Dualen Systemen (vgl. Abbildung 3).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog MarktanteileDS.PNG |thumb|800px|Abbildung 3: Vorläufig zugeordnete Marktanteile der Dualen Systeme für das zweite Quartal 2024 nach Stoffstrom &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;/&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dualen Systeme organisieren die Sammlung und Sortierung von  Leichtverpackungen (LVP). Die LVP-Erfassungsrate ist mit circa 75% mit denen von Altglas und Altpapier vergleichbar. Duale Systeme lizensieren neben Kunststoffverpackungen auch solche aus Glas oder PPK. &amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 wurden insgesamt 5,8 Mio. t Verpackungsabfälle (Glas, PPK und LVP) getrennt gesammelt (vgl. Abbildung 4 und 5). Inklusive der stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) betrug die Gesamtrecyclingquote der mit Dualen Systemen gesammelten Abfälle 50,5%. Die werkstoffliche Verwertungsquote für Kunststoffe betrug 60,6%, während die Gesamt-Verwertungsquote der Kunststoffe bei 104% lag. Dass diese Quote oberhalb der 100% lag, zeigt auf, dass die Dualen Systeme mehr Kunststoffabfälle gesammelt haben, als Kunststoffverpackungen lizensiert wurden. Auch bei Aluminium trat eine Verwertungsquote von über 100% auf, was auf eine unterschiedliche Definition von Verbundmaterialien bei Verpackungen und Abfällen zurückzuführen ist. &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-ErfassteMengenLVP.PNG |thumb|800px|Abbildung 4: Einwohnerspezifische Erfassungsmengen von Verpackungsabfällen nach Sammelsystem &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-Qualität.PNG |thumb|800px|Abbildung 5: Anteile von nicht erfassten Wertstoffen und Anteile von Fehlwürfen bei der Erfassung von Leichtverpackungen nach Sammelsystem bezogen auf das Sammelsystem mit den wenigsten nicht erfassten Wertstoffen (Gelbe Tonne ländlich) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wertstofftonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
In Deutschland kommt je nach Kommune die Wertstofftonne oder die Gelbe Tonne zum Einsatz. &lt;br /&gt;
Das Konzept der Wertstofftonne ist, auch jene Wertstoffe zu erfassen, die keine Verpackungen sind. Diese zählen in den Gelben Tonnen und Säcken als Fehlwürfe. In jeder erfassten Abfallkategorie treten Fehlwürfe auf. Dazu zählen fremde Stoffströme, die anderen Sammlungen zuzuführen wären, wie z. B. organische Abfälle oder auch Glas und PPK ohne Lizensierung. Als intelligente Fehlwürfe zählen diejenigen Fehlwürfe, die zwar als nicht-Verpackungen von den Dualen Systemen nicht lizensiert sind, jedoch dem gleichen Stoffstrom angehören wie die Leichtverpackungen (stoffgleiche Nichtverpackungen). Das Einwerfen von Wertstoffen in Form von Elektro-Altgeräten ist auch in Wertstofftonnen nicht erlaubt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt; Gründe für „intelligente Fehlwürfe“ in Gelben Tonnen sind die von Abfallerzeugenden empfundene Praktikabilität, aber auch Informationsmangel und Kostenersparnis. Da die Dualen Systeme die Sammlung und Sortierung sowie die ggf. nötige Entsorgung von stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) nicht über Lizenzentgelte finanziert bekommen, wurden Wertstofftonnen eingeführt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. So sollen möglichst hohe Anteile der stoffgleichen Verpackungen und Nichtverpackungen der stofflichen Verwertung zugeführt werden und möglichst wenige Kunststoffe über die Restmülltonne entsorgt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vergleich von Wertstofftonne und Gelber Tonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Um die gemeinsame Erfassung von LVP und sNVP in Wertstofftonnen vorzunehmen, können Duale Systeme mit öffentlich-rechtlichen Entsorgern kooperieren. Diese Zusammenarbeit ist in Form von Mitnutzungsverträgen gestattet, wenn sie Effizienzvorteile für Abfallerzeuger generiert, ohne den Wettbewerb signifikant zu beeinträchtigen (vgl. Tabelle 2).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Innerhalb Deutschlands werden je nach Region die verschiedenen Systeme angewandt, da die Verantwortung für die Zuführung von Verpackungsabfällen zu einer Verwertung ursprünglich bei den Gemeinden lag. Seit 1991 entwickelten sich infolge der Produktverantwortung auf Seite der Inverkehrbringer die Dualen Systeme. Jedoch sind erst seit einer 2019 in Kraft getretenen Novellierung des Verpackungsgesetzes alle Inverkehrbringer von Verkaufsverpackungen zur Teilnahme an einem Dualen System verpflichtet. Die Ausgestaltung der Erfassung und Sammlung wird von den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern vorgegeben, sodass sich in Bezug auf die Art des Sammelsystems sowie die Behältergrößen und Abholungshäufigkeiten regionale Differenzen ergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 2: Vor- und Nachteile von Wertstofftonne (und Wertstoffsack) gegenüber der Gelben Tonne (und dem Gelben Sack) nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Wertstofftonne&lt;br /&gt;
! Duale Systeme&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Gezielte Miterfassung von sNVP zur Steigerung der Recyclingquote (sNVP 10% und meist Kunststoff), dadurch höhere Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Recycling unabhängig vom Verwendungszweck&lt;br /&gt;
* Reduktion der massebezogenen Sammlungskosten gegenüber der Gelben Tonne &lt;br /&gt;
* Geringere Sammlungs- und Entsorgungskosten für Restabfall&lt;br /&gt;
* Geringere Gesamtkosten (absolut sowie einwohnerspezifisch und massenspezifisch)&lt;br /&gt;
* Erhöhte Rezyklatausbeute &lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Entwicklung der privatrechtlichen Entsorgungssysteme infolge der Produktverantwortung &lt;br /&gt;
* Höhere Qualität (in Gelben Säcken) durch soziale Kontrolle und mögliches Reißen der Säcke bei Fehlwürfen&lt;br /&gt;
* geringere Transportkosten zur Sortieranlage&lt;br /&gt;
* geringere Sortierkosten&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern&lt;br /&gt;
* Kooperation zwischen öffentlich-rechtlichen Entsorgern und privatrechtlichen Entsorgern erforderlich&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Fragmentierung der Recyclingwirtschaft&lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern: Fehlwürfe und Verunreinigungen mindern die Qualität (Auslegung auf Verpackungsabfälle)&lt;br /&gt;
* Informationsmangel hinsichtlich der Materialzusammensetzung&lt;br /&gt;
* Mangelnde Kontinuität der Stoffströme und teils geringe Umfänge&lt;br /&gt;
* Unzureichende Technologieentwicklung&lt;br /&gt;
* Unterbeteiligung an Dualen Systemen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--•	Unterscheidung wer ist für was zuständig etwas klarer, vlt ein Schaubild? (kommunal/privat) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;&amp;gt; Becker, T., &amp;amp; Mellen, D. (2022). Kunststoffe. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 429-448). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Bildstein, C. (2022). Glasrecycling. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., Bd. 20, S. 401-414). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Kempkes, J. H. (2022). Verpackungsabfälle. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 449-470). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;&amp;gt;Bundesregierung Deutschland. (12. Juni 1991). Verordnung über die Vermeidung von Verpackungsabfällen. Bundesregierung Deutschland. Bonn: Bundesanzeiger. Abgerufen am 26. 04 2024 von https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl191s1234.pdf%27%5D__1714158886519&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;&amp;gt;Gemeinsame Stelle dualer Systeme Deutschlands GmbH. (2021). Über die dualen Systeme. (G. S. GmbH, Herausgeber) Abgerufen am 09. 05 2024 von https://www.muelltrennung-wirkt.de/de/ueber-uns/ueber-die-dualen-systeme/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;&amp;gt;Hohmann, S. (2022). Logistikmanagement: Entsorgungslogistik. In S. Hohmann, Logistik- und Supply Chain Management (S. 179-193). Wiesbaden: Springer Gabler. doi:10.1007/978-3-658-13631-4_6 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;&amp;gt;Kirchhoff, J. F. (2022). Intelligente Konzepte für Sammelfahrzeuge. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 717-). Wiesbaden: Springer Fachmedien . doi:10.1007/978-3-658-36262-1_37&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;&amp;gt;SASE gGmbH. Gesellschaft zur Förderung und Sammlung aus Städtereinigung und Entsorgungswirtschaft. Firmensitz: Max-Planck-Str. 11, D-58638 Iserlohn, https://sase-iserlohn.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;&amp;gt;Kuchta, K. (2023). Kunststoffabfälle aus privaten Haushalten erfassen, sortieren und verwerten. In M. S. Porth, Wasser, Energie und Umwelt (S. 287–296). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-42657-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;&amp;gt;Orth, P. B. (2022). Verwertung von Kunststoffabfällen. In P. B. Orth, Kunststoffe im Kreislauf (S. 103-122). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:https://doi.org/10.1007/978-3-658-37814-1_9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;&amp;gt;Pfaff-Simoneit, W. (2022). Anforderungen an den Aufbau von Abfallwirtschaftssystemen. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (S. 629-659). Wiesbaden; Heidelberg: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_33&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;&amp;gt;Pfohl, H.-C. (2018). Entsorgungslogistik. In H.-C. Pfohl, Logistiksysteme (S. 247-257). Berlin: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-662-56228-4_13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;&amp;gt;Reffken, H., &amp;amp; Rigod, B. (2022). Kartellrecht. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 285-307). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;&amp;gt;Wagner, J. e. (2018). Analyse der Effizienz und Vorschläge zur Optimierung von Sammelsystemen (Hol- und Bringsysteme) der haushaltsnahen Erfassung von Leichtverpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen auf der Grundlage vorhandener Daten. INTECUS GmbH Abfallwirtschaft und umweltintegratives Management. Dessau-Roßlau: Umweltbundesamt. Abgerufen am 21. 05 2024 von https://www.umweltkanzlei.de/daten/module/media/9/20180522UBA-26.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2021). PRESSEMITTEILUNG Von der Einweg-Verpackung zum Kreislauf. Verpackungen sind Ressourcen. Verpackungsregister LUCID – Status quo und Perspektiven (S. 35). Osnabrück / Berlin: UBA. Abgerufen am 22. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/Auswertungen/Unterlagen_Pressekonferenz_ZSVR_18.11.2021.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2024). Vorläufig zuzuordnende Marktanteile der Systeme für das zweite Quartal 2024. Osnabrück: Zentrale Stelle Verpackungsregister. Abgerufen am 23. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/files/Marktanteile/Vorlaeufig_zuzuordnende_Marktanteile_der_Systeme_fuer_das_zweite_Quartal_2024.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4982</id>
		<title>Entsorgungsstrukturen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4982"/>
		<updated>2025-02-11T07:52:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: /* Bringsystem */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Entsorgungsstrukturen==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Das Gebiet der Abfallwirtschaft umfasst Erfassungs-, Sammel- und Logistiksysteme, die Planung und Organisation der Abfallbewirtschaftung, rechtliche und finanzielle Regelung sowie die Forschung und Entwicklung. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;/&amp;gt; Im Folgenden wird der Fokus auf die logistischen Strukturen der Abfallwirtschaft gelegt. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Entsorgungslogistik===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Entsorgungslogistik umfasst die Erfassung, die Sammlung und den Transport von Abfällen zu deren Behandlungsanlagen (inklusive Umschlag und Lagerung) und bildet so die Schnittstelle zwischen den Abfallerzeugern und den Einrichtungen der Verwertung, Aufbereitung und Beseitigung. Mit dem übergeordneten Ziel Materialien dem Wiedereinsatz zuzuführen, ist die Entsorgungslogistik für die Kreislaufwirtschaft essenziell.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für ein effektives Wertstoffmanagement werden Abfälle nach Material- und Produkteigenschaften kategorisiert. Für einen angemessenen Transport sind Aggregatzustand und Recyclingfähigkeit des jeweiligen Abfalls wichtige Kriterien. Für spätere Recyclingrohstoffe ist eine zeitoptimierte Logistik von größerer Bedeutung, während für nicht verwertbare Abfälle Ökonomie und Ökologie den Transport definieren. Ein weiterer Aspekt ist die Gefährlichkeit von Abfällen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Erfassung und Trennung (Vergleich von Holsystem und Bringsystem)===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Trennung von Abfällen kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen. Die getrennte Erfassung von Abfällen an ihrem Entstehungsort bietet den Vorteil einer hohen Sortenreinheit. Die gemischte Erfassung bietet einen geringeren Bedarf an Sammelbehältern während des in der Sammlung anschließenden Transports, jedoch komplexere Anforderungen an Umschlag und Lagerung sowie an die nachträgliche Sortierung und Aufbereitung. Die Erfassung kann in Form eines Holsystems oder eines Bringsystems sowie einer Kombination aus beiden erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
====Holsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Beim Holsystem stellen Abfallerzeuger die Abfälle in Sammelbehältern zur Abholung zur Verfügung &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Entsorgungsunternehmen oder Kommunen organisieren deren Abholung vom Abfallentstehungsort &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. Der geringe Aufwand auf Erzeugerseite bewirkt eine hohe Erfassungsrate (vgl. Tabelle 1) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Behälter für die lokale Erfassung sind Abfalleimer mit einem Volumen von mindestens 35 L, Abfalltonnen sowie Abfallgroßbehälter, die bis zu 360 L fassen, und an die Hebesysteme der Fahrzeuge angepasst sind. Diese Tonnen müssen sowohl von Privatpersonen manövrierbar als auch auf die Ausrüstung der Sammelfahrzeuge angepasst sein. Auf den Fahrzeugen befinden sich Wechsel- und Multifunktionsbehälter. Je nachdem, ob es sich um eine getrennte oder gemischte Erfassung handelt, können auf den Fahrzeugen Mehrkammersysteme eingesetzt werden (zum Beispiel bei der Umleerung von Glascontainern). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Arten der Behälter zur Erfassung von Abfällen am Entstehungsort oder dem jeweiligen Bringsystem werden unterschieden in Umleerbehälter sowie Wechselbehälter. Umleerbehälter werden in das Transportfahrzeug entleert und wieder abgestellt werden, während bei Wechselbehältern die vollen Behältnisse jeweils durch leere ersetzt. Eine weitere Möglichkeit sind Einwegbehältnisse wie z. B. Gelbe Säcke (vgl. Abbildung 1). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bringsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Sammelstellen zu vereinfachen, können Behälter in umgänglichen Größen bereitgestellt werden. Die Erzeuger transportieren die Abfälle eigenständig zu Recyclinghöfen oder zu größeren haushaltsnahen Erfassungsbehältnissen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt; Recycling- respektive Wertstoffhöfe nehmen auf ihren Grundstücken diverse Abfallarten an und sind innerhalb ihrer Öffnungszeiten für (private) Anlieferungen zugänglich&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. Insbesondere für LVP werden sie in ländlicher Umgebung, in denen kein Holsystem eingerichtet ist, als Haupterfassungssystem angeboten,. Auf Wertstoffhöfen werden infolge des Aufwands für Privatpersonen die geringsten Sammelmengen erfasst (vgl. Tabelle 1). Aus den geringen Sammelmengen resultieren bis zu vierfach höheren Kosten für Erfassung, Sammlung und Verwertung pro Kilogramm Verpackungsabfall gegenüber dem Holsystem mit Gelben Säcken.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein anderes Beispiel für das Bringsystem stellt die Sammlung von Altglas dar. Die Erfassungs- oder Sammelbehälter für Altglas befinden sich außerhalb der Privatgrundstücke, sind jedoch innerhalb von Stadtvierteln grundstücksnah aufgestellt (vgl. Abbildung 1). Die für diesen Bereich verwendeten Depotcontainer sind meist Umleerbehälter und können als Mehrkammersystem mit bis zu drei Kammern ausgebaut sein. Wenn die Abholung als integriertes System vorgesehen ist, wird das Altglas auf einem Fahrzeug reinfarbig transportiert. Auf den Fahrzeugen sind die Kammern durch Klappwände getrennt. Um eine Verunreinigung durch Überfüllung zu vermeiden, sind die Abholrhythmen sowie die bereitgestellte Behälteranzahl entsprechend festzulegen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 1: Vor- und Nachteile von Holsystemen gegenüber Bringsystemen nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Holsystem&lt;br /&gt;
! Bringsystem&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Komfort auf Seite der Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Qualität&lt;br /&gt;
* Bereitstellen der Sammelbehälter erfordert weniger Raum: zunächst private, handliche Behälter&lt;br /&gt;
* Preiswerter für die Kommunen&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Abfälle werden vor Abgabe länger gelagert&lt;br /&gt;
* Behälter benötigen ausreichendes Volumen und Kompatibilität mit Umladesystemen sowie ausreichende Handlichkeit&lt;br /&gt;
* Hohe logistische und Personal-Kosten für die Kommune&lt;br /&gt;
* Platzbedarf auf Grundstücken&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Hohe logistische Kosten für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Hoher Zeitaufwand für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Folglich geringe Beteiligung und geringere erfasste Mengen&lt;br /&gt;
* Begrenzte Anzahl an Sammelstellen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog Abfallbehälter.png |thumb|1300px|Abbildung 1: Zuordnung von Abfallbehältern zu privat anfallenden Abfallströmen (eigene Darstellung)]] &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiel: Erfassung von Verpackungsabfällen====&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 wurden Verpackungsabfälle aus ca. einem Drittel (34,4%) der deutschen Haushalte über das Holsystem Wertstofftonne erfasst. In allen anderen Gebieten (65,6%) kommen die Gelbe Tonne oder der Gelbe Sack für die Erfassung von Verpackungsabfällen im Hol- oder Bringsystem zum Einsatz. In ländlichen Gebieten werden die meisten Verpackungsabfälle erfasst, während in Großstädten die geringsten LVP-Mengen erfasst werden. Dabei weisen die in Gelben Säcken gesammelten Abfälle eine höhere Qualität auf als die in Gelben Tonnen erfassten, da hier aufgrund der Stabilität, Größe und Blickdichte vermehrt Fehlwürfe erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsfahrzeuge===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Fahrzeuge zur Sammlung von Abfällen im Holsystem sind LKW mit den Komponenten Fahrgestell, Fest- oder Wechselaufbau und Aufnahmesystem. Die gängigen Systeme zur Beladung sind Frontlader, Seitenlader und Hecklader sowie Front-Seitenlader.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frontlader eignen sich zur Entleerung von Müllgroßbehältern im Ein-Personen-Betrieb und sind üblich bei der Sammlung von Industrie- und Gewerbeabfall. Front-Seitenlader werden aufgrund eines Beladearms für die Erfassung von Gewerbeabfällen und Haushaltsabfällen eingesetzt. Auch Seitenlader funktionieren im Ein-Personen-Betrieb und besitzen Kapazitäten für Müllgroßbehälter sowie für Großcontainer. Zudem ermöglichen sie je nach Art eine unterirdische Abfuhr. Hecklader sind vielseitig und werden daher häufig für die Sammlung von Haushalts- und Bioabfällen verwendet. Im Gegensatz zu Seiten- und Frontladern besteht die Notwendigkeit, mindestens zwei Personen zu stellen (einen Fahrer und einen Lader). Für die am Fahrzeugheck sitzenden Beladeöffnungen und Aufnahmesysteme gibt es je nach Anforderungen passende Kransysteme und passende Müllbehälter. Möglich sind geschlossene und offene Abfuhrsysteme sowie verschiedene Automatisierungsgrade.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsorgungsfahrzeuge sind häufig mit Technik zur Abfallverdichtung ausgestattet. Das kompaktierte Transportgut muss dabei die Recyclingfähigkeit und ggf. vorhandene Trennung der Stoffströme beibehalten &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Die Verdichtungstechnik wird je nach gesammeltem Stoffstrom gewählt. So wird auf Heckladern meist mit Pressplatten oder einer Drehtrommel verdichtet, während bei Front- und Seitenladern Schneckenverdichter oder Pendelpressenverdichter genutzt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das hydraulische Pressplattenwerk drückt Abfälle gegen ein Ausstoßschild im Sammelkasten des Heckladers. Anhand von Steuerungssystemen können die aufgegebenen Drücke in Abhängigkeit der Abfallzusammensetzung eingestellt werden (fraktionsoptimierte Verdichtung).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schneckenverdichter kombinieren die Umwälzung und Zerkleinerung von Abfällen mit der Verdichtung, indem die Abfälle durch sich verjüngende Pressschneckengänge befördert werden. Vorteile gegenüber der Pressplattenverdichtung sind eine ausgeglichene Verteilung von Flüssigkeiten und die Belüftung der Abfälle. Bei Einsatz einer Drehtrommel wird die Sammeltrommel bei umgekehrter Drehrichtung geleert, wobei gleichzeitig eine Selbstreinigung stattfindet.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:EntsorgungsfahrzeugeVarianten.png|center|800px|Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery heights=200 mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontlader.jpg|800px|a) Frontlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugSeitenlader.jpg|800px|b) Seitenlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugHecklader.jpg|800px|c) Hecklader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontSeitenlader Faun Easypress 2001.jpg|800px|d) Frontseitenlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsstrukturen in Deutschland===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Sammlung von Abfällen unterliegt in Deutschland der kommunalen Hoheit. Das bedeutet, dass jede Kommune eigenverantwortlich für die Bereitstellung von Abfallsammelbehältern und die Organisation der Sammellogistik ist. Entsprechend können die Systeme zur Erfassung und Sammlung von Abfällen sich in Deutschland von Kommune zu Kommune unterscheiden. Dies betrifft beispielsweise die Farbkodierung (Behälter- oder Deckelfarbe), die angebotenen Hol- oder Bringsysteme, die Leerungsrhythmen oder die genutzten Abfallsammelfahrzeuge.&lt;br /&gt;
Während Satzungen zu Abholrhythmen, Abfallgebühren und Wahl der Sammelsysteme im kommunalen Recht umgesetzt werden, wird z. B. die Zuständigkeit von Behörden im Landesrecht festgelegt. Das Landesrecht dient demnach dazu, Vorschriften aus dem Bundesrecht zu detaillieren und zu vervollständigen. Auf Bundesebene werden die Rahmenbedingungen festgehalten, wie z. B. im KrWG und im VerpackG.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Deutschland fällt der Transport von Abfällen unter das Kreislaufwirtschaftsgesetz, das auf europäischen Richtlinien basiert und um Rechtsverordnungen erweitert ist. Eine der zentralen Erweiterungen ist die europäische Verpackungsrichtlinie, die in Deutschland über das Verpackungsgesetz umgesetzt wird.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Verpackungsverordnung von 1991, die vor der ersten europäischen Verpackungsrichtlinie in Kraft trat, inkludierte eine Rücknahmepflicht für Transportverpackungen, Umverpackungen und Verkaufsverpackungen sowie die Pflicht, dass Inverkehrbringer ihre Verpackungen einer Verwertungsstelle zuführen müssen. Dabei ermöglichte die erweiterte Produktverantwortung, dass Hersteller und Vertreiber die Verpackungen nicht zurücknehmen müssen, sofern sie sich an einer rechtlich zugelassenen, lokal organisierten Sammlung beteiligen. Daher kooperieren die Inverkehrbringer von Abfällen mit öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Entsorgungsträgern. Die Bundesländer veröffentlichen jedes Jahr Informationen zu Art, Herkunft und Menge der von öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern gesammelten Abfälle &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Duale Systeme===&lt;br /&gt;
In Deutschland wird diese Form der lokalen Sammlung von Verpackungen durch zehn duale Systeme vorgenommen. Das Duale System Deutschland (DSD) wurde 1990 als erstes privatwirtschaftliches Entsorgungssystem eingeführt. Dieses ist unter der Bezeichnung „Der Grüne Punkt“ bekannt, da lizensierte Verkaufsverpackungen nach der Einführung der Verpackungsverordnung damit gekennzeichnet wurden. Erst mit einer Entscheidung des Bundeskartellamts im Jahr 2003 entwickelte sich ein freier Markt mit den weiteren Dualen Systemen (vgl. Abbildung 3).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog MarktanteileDS.PNG |thumb|800px|Abbildung 3: Vorläufig zugeordnete Marktanteile der Dualen Systeme für das zweite Quartal 2024 nach Stoffstrom &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;/&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dualen Systeme organisieren die Sammlung und Sortierung von  Leichtverpackungen (LVP). Die LVP-Erfassungsrate ist mit circa 75% mit denen von Altglas und Altpapier vergleichbar. Duale Systeme lizensieren neben Kunststoffverpackungen auch solche aus Glas oder PPK. &amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 wurden insgesamt 5,8 Mio. t Verpackungsabfälle (Glas, PPK und LVP) getrennt gesammelt (vgl. Abbildung 4 und 5). Inklusive der stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) betrug die Gesamtrecyclingquote der mit Dualen Systemen gesammelten Abfälle 50,5%. Die werkstoffliche Verwertungsquote für Kunststoffe betrug 60,6%, während die Gesamt-Verwertungsquote der Kunststoffe bei 104% lag. Dass diese Quote oberhalb der 100% lag, zeigt auf, dass die Dualen Systeme mehr Kunststoffabfälle gesammelt haben, als Kunststoffverpackungen lizensiert wurden. Auch bei Aluminium trat eine Verwertungsquote von über 100% auf, was auf eine unterschiedliche Definition von Verbundmaterialien bei Verpackungen und Abfällen zurückzuführen ist. &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-ErfassteMengenLVP.PNG |thumb|800px|Abbildung 4: Einwohnerspezifische Erfassungsmengen von Verpackungsabfällen nach Sammelsystem &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-Qualität.PNG |thumb|800px|Abbildung 5: Anteile von nicht erfassten Wertstoffen und Anteile von Fehlwürfen bei der Erfassung von Leichtverpackungen nach Sammelsystem bezogen auf das Sammelsystem mit den wenigsten nicht erfassten Wertstoffen (Gelbe Tonne ländlich) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wertstofftonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
In Deutschland kommt je nach Kommune die Wertstofftonne oder die Gelbe Tonne zum Einsatz. &lt;br /&gt;
Das Konzept der Wertstofftonne ist, auch jene Wertstoffe zu erfassen, die keine Verpackungen sind. Diese zählen in den Gelben Tonnen und Säcken als Fehlwürfe. In jeder erfassten Abfallkategorie treten Fehlwürfe auf. Dazu zählen fremde Stoffströme, die anderen Sammlungen zuzuführen wären, wie z. B. organische Abfälle oder auch Glas und PPK ohne Lizensierung. Als intelligente Fehlwürfe zählen diejenigen Fehlwürfe, die zwar als nicht-Verpackungen von den Dualen Systemen nicht lizensiert sind, jedoch dem gleichen Stoffstrom angehören wie die Leichtverpackungen (stoffgleiche Nichtverpackungen). Das Einwerfen von Wertstoffen in Form von Elektro-Altgeräten ist auch in Wertstofftonnen nicht erlaubt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt; Gründe für „intelligente Fehlwürfe“ in Gelben Tonnen sind die von Abfallerzeugenden empfundene Praktikabilität, aber auch Informationsmangel und Kostenersparnis. Da die Dualen Systeme die Sammlung und Sortierung sowie die ggf. nötige Entsorgung von stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) nicht über Lizenzentgelte finanziert bekommen, wurden Wertstofftonnen eingeführt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. So sollen möglichst hohe Anteile der stoffgleichen Verpackungen und Nichtverpackungen der stofflichen Verwertung zugeführt werden und möglichst wenige Kunststoffe über die Restmülltonne entsorgt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vergleich von Wertstofftonne und Gelber Tonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Um die gemeinsame Erfassung von LVP und sNVP in Wertstofftonnen vorzunehmen, können Duale Systeme mit öffentlich-rechtlichen Entsorgern kooperieren. Diese Zusammenarbeit ist in Form von Mitnutzungsverträgen gestattet, wenn sie Effizienzvorteile für Abfallerzeuger generiert, ohne den Wettbewerb signifikant zu beeinträchtigen (vgl. Tabelle 2).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Innerhalb Deutschlands werden je nach Region die verschiedenen Systeme angewandt, da die Verantwortung für die Zuführung von Verpackungsabfällen zu einer Verwertung ursprünglich bei den Gemeinden lag. Seit 1991 entwickelten sich infolge der Produktverantwortung auf Seite der Inverkehrbringer die Dualen Systeme. Jedoch sind erst seit einer 2019 in Kraft getretenen Novellierung des Verpackungsgesetzes alle Inverkehrbringer von Verkaufsverpackungen zur Teilnahme an einem Dualen System verpflichtet. Die Ausgestaltung der Erfassung und Sammlung wird von den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern vorgegeben, sodass sich in Bezug auf die Art des Sammelsystems sowie die Behältergrößen und Abholungshäufigkeiten regionale Differenzen ergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 2: Vor- und Nachteile von Wertstofftonne (und Wertstoffsack) gegenüber der Gelben Tonne (und dem Gelben Sack) nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Wertstofftonne&lt;br /&gt;
! Duale Systeme&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Gezielte Miterfassung von sNVP zur Steigerung der Recyclingquote (sNVP 10% und meist Kunststoff), dadurch höhere Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Recycling unabhängig vom Verwendungszweck&lt;br /&gt;
* Reduktion der massebezogenen Sammlungskosten gegenüber der Gelben Tonne &lt;br /&gt;
* Geringere Sammlungs- und Entsorgungskosten für Restabfall&lt;br /&gt;
* Geringere Gesamtkosten (absolut sowie einwohnerspezifisch und massenspezifisch)&lt;br /&gt;
* Erhöhte Rezyklatausbeute &lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Entwicklung der privatrechtlichen Entsorgungssysteme infolge der Produktverantwortung &lt;br /&gt;
* Höhere Qualität (in Gelben Säcken) durch soziale Kontrolle und mögliches Reißen der Säcke bei Fehlwürfen&lt;br /&gt;
* geringere Transportkosten zur Sortieranlage&lt;br /&gt;
* geringere Sortierkosten&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern&lt;br /&gt;
* Kooperation zwischen öffentlich-rechtlichen Entsorgern und privatrechtlichen Entsorgern erforderlich&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Fragmentierung der Recyclingwirtschaft&lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern: Fehlwürfe und Verunreinigungen mindern die Qualität (Auslegung auf Verpackungsabfälle)&lt;br /&gt;
* Informationsmangel hinsichtlich der Materialzusammensetzung&lt;br /&gt;
* Mangelnde Kontinuität der Stoffströme und teils geringe Umfänge&lt;br /&gt;
* Unzureichende Technologieentwicklung&lt;br /&gt;
* Unterbeteiligung an Dualen Systemen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--•	Unterscheidung wer ist für was zuständig etwas klarer, vlt ein Schaubild? (kommunal/privat) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;&amp;gt; Becker, T., &amp;amp; Mellen, D. (2022). Kunststoffe. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 429-448). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Bildstein, C. (2022). Glasrecycling. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., Bd. 20, S. 401-414). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Kempkes, J. H. (2022). Verpackungsabfälle. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 449-470). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;&amp;gt;Bundesregierung Deutschland. (12. Juni 1991). Verordnung über die Vermeidung von Verpackungsabfällen. Bundesregierung Deutschland. Bonn: Bundesanzeiger. Abgerufen am 26. 04 2024 von https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl191s1234.pdf%27%5D__1714158886519&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;&amp;gt;Gemeinsame Stelle dualer Systeme Deutschlands GmbH. (2021). Über die dualen Systeme. (G. S. GmbH, Herausgeber) Abgerufen am 09. 05 2024 von https://www.muelltrennung-wirkt.de/de/ueber-uns/ueber-die-dualen-systeme/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;&amp;gt;Hohmann, S. (2022). Logistikmanagement: Entsorgungslogistik. In S. Hohmann, Logistik- und Supply Chain Management (S. 179-193). Wiesbaden: Springer Gabler. doi:10.1007/978-3-658-13631-4_6 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;&amp;gt;Kirchhoff, J. F. (2022). Intelligente Konzepte für Sammelfahrzeuge. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 717-). Wiesbaden: Springer Fachmedien . doi:10.1007/978-3-658-36262-1_37&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;&amp;gt;SASE gGmbH. Gesellschaft zur Förderung und Sammlung aus Städtereinigung und Entsorgungswirtschaft. Firmensitz: Max-Planck-Str. 11, D-58638 Iserlohn, https://sase-iserlohn.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;&amp;gt;Kuchta, K. (2023). Kunststoffabfälle aus privaten Haushalten erfassen, sortieren und verwerten. In M. S. Porth, Wasser, Energie und Umwelt (S. 287–296). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-42657-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;&amp;gt;Orth, P. B. (2022). Verwertung von Kunststoffabfällen. In P. B. Orth, Kunststoffe im Kreislauf (S. 103-122). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:https://doi.org/10.1007/978-3-658-37814-1_9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;&amp;gt;Pfaff-Simoneit, W. (2022). Anforderungen an den Aufbau von Abfallwirtschaftssystemen. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (S. 629-659). Wiesbaden; Heidelberg: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_33&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;&amp;gt;Pfohl, H.-C. (2018). Entsorgungslogistik. In H.-C. Pfohl, Logistiksysteme (S. 247-257). Berlin: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-662-56228-4_13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;&amp;gt;Reffken, H., &amp;amp; Rigod, B. (2022). Kartellrecht. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 285-307). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;&amp;gt;Wagner, J. e. (2018). Analyse der Effizienz und Vorschläge zur Optimierung von Sammelsystemen (Hol- und Bringsysteme) der haushaltsnahen Erfassung von Leichtverpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen auf der Grundlage vorhandener Daten. INTECUS GmbH Abfallwirtschaft und umweltintegratives Management. Dessau-Roßlau: Umweltbundesamt. Abgerufen am 21. 05 2024 von https://www.umweltkanzlei.de/daten/module/media/9/20180522UBA-26.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2021). PRESSEMITTEILUNG Von der Einweg-Verpackung zum Kreislauf. Verpackungen sind Ressourcen. Verpackungsregister LUCID – Status quo und Perspektiven (S. 35). Osnabrück / Berlin: UBA. Abgerufen am 22. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/Auswertungen/Unterlagen_Pressekonferenz_ZSVR_18.11.2021.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2024). Vorläufig zuzuordnende Marktanteile der Systeme für das zweite Quartal 2024. Osnabrück: Zentrale Stelle Verpackungsregister. Abgerufen am 23. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/files/Marktanteile/Vorlaeufig_zuzuordnende_Marktanteile_der_Systeme_fuer_das_zweite_Quartal_2024.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4981</id>
		<title>Entsorgungsstrukturen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4981"/>
		<updated>2025-02-11T07:52:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: /* Bringsystem */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Entsorgungsstrukturen==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Das Gebiet der Abfallwirtschaft umfasst Erfassungs-, Sammel- und Logistiksysteme, die Planung und Organisation der Abfallbewirtschaftung, rechtliche und finanzielle Regelung sowie die Forschung und Entwicklung. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;/&amp;gt; Im Folgenden wird der Fokus auf die logistischen Strukturen der Abfallwirtschaft gelegt. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Entsorgungslogistik===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Entsorgungslogistik umfasst die Erfassung, die Sammlung und den Transport von Abfällen zu deren Behandlungsanlagen (inklusive Umschlag und Lagerung) und bildet so die Schnittstelle zwischen den Abfallerzeugern und den Einrichtungen der Verwertung, Aufbereitung und Beseitigung. Mit dem übergeordneten Ziel Materialien dem Wiedereinsatz zuzuführen, ist die Entsorgungslogistik für die Kreislaufwirtschaft essenziell.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für ein effektives Wertstoffmanagement werden Abfälle nach Material- und Produkteigenschaften kategorisiert. Für einen angemessenen Transport sind Aggregatzustand und Recyclingfähigkeit des jeweiligen Abfalls wichtige Kriterien. Für spätere Recyclingrohstoffe ist eine zeitoptimierte Logistik von größerer Bedeutung, während für nicht verwertbare Abfälle Ökonomie und Ökologie den Transport definieren. Ein weiterer Aspekt ist die Gefährlichkeit von Abfällen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Erfassung und Trennung (Vergleich von Holsystem und Bringsystem)===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Trennung von Abfällen kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen. Die getrennte Erfassung von Abfällen an ihrem Entstehungsort bietet den Vorteil einer hohen Sortenreinheit. Die gemischte Erfassung bietet einen geringeren Bedarf an Sammelbehältern während des in der Sammlung anschließenden Transports, jedoch komplexere Anforderungen an Umschlag und Lagerung sowie an die nachträgliche Sortierung und Aufbereitung. Die Erfassung kann in Form eines Holsystems oder eines Bringsystems sowie einer Kombination aus beiden erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
====Holsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Beim Holsystem stellen Abfallerzeuger die Abfälle in Sammelbehältern zur Abholung zur Verfügung &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Entsorgungsunternehmen oder Kommunen organisieren deren Abholung vom Abfallentstehungsort &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. Der geringe Aufwand auf Erzeugerseite bewirkt eine hohe Erfassungsrate (vgl. Tabelle 1) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Behälter für die lokale Erfassung sind Abfalleimer mit einem Volumen von mindestens 35 L, Abfalltonnen sowie Abfallgroßbehälter, die bis zu 360 L fassen, und an die Hebesysteme der Fahrzeuge angepasst sind. Diese Tonnen müssen sowohl von Privatpersonen manövrierbar als auch auf die Ausrüstung der Sammelfahrzeuge angepasst sein. Auf den Fahrzeugen befinden sich Wechsel- und Multifunktionsbehälter. Je nachdem, ob es sich um eine getrennte oder gemischte Erfassung handelt, können auf den Fahrzeugen Mehrkammersysteme eingesetzt werden (zum Beispiel bei der Umleerung von Glascontainern). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Arten der Behälter zur Erfassung von Abfällen am Entstehungsort oder dem jeweiligen Bringsystem werden unterschieden in Umleerbehälter sowie Wechselbehälter. Umleerbehälter werden in das Transportfahrzeug entleert und wieder abgestellt werden, während bei Wechselbehältern die vollen Behältnisse jeweils durch leere ersetzt. Eine weitere Möglichkeit sind Einwegbehältnisse wie z. B. Gelbe Säcke (vgl. Abbildung 1). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bringsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Sammelstellen zu vereinfachen, können Behälter in umgänglichen Größen bereitgestellt werden. Die Erzeuger transportieren die Abfälle eigenständig zu Recyclinghöfen oder zu größeren haushaltsnahen Erfassungsbehältnissen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt; Recycling- respektive Wertstoffhöfe nehmen auf ihren Grundstücken diverse Abfallarten an und sind innerhalb ihrer Öffnungszeiten für (private) Anlieferungen zugänglich&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. Insbesondere für LVP werden sie in ländlicher Umgebung, in denen kein Holsystem eingerichtet ist, als Haupterfassungssystem angeboten,. Auf Wertstoffhöfen werden infolge des Aufwands für Privatpersonen die geringsten Sammelmengen erfasst (vgl. Tabelle 1). Aus den geringen Sammelmengen resultieren bis zu vierfach höheren Kosten für Erfassung, Sammlung und Verwertung pro Kilogramm Verpackungsabfall gegenüber dem Holsystem mit Gelben Säcken.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein anderes Beispiel für das Bringsystem stellt die Sammlung von Altglas dar. Die Erfassungs- oder Sammelbehälter für Altglas befinden sich außerhalb der Privatgrundstücke, sind jedoch innerhalb von Stadtvierteln grundstücksnah aufgestellt (vgl. Abbildung 1). Die für diesen Bereich verwendeten Depotcontainer sind meist Umleerbehälter und können als Mehrkammersystem mit bis zu drei Kammern ausgebaut sein. Wenn die Abholung als integriertes System vorgesehen ist, wird das Altglas auf einem Fahrzeug reinfarbig transportiert. Auf den Fahrzeugen sind die Kammern durch Klappwände getrennt. Um eine Verunreinigung durch Überfüllung zu vermeiden, sind die Abholrhythmen sowie die bereitgestellte Behälteranzahl entsprechend festzulegen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 1: Vor- und Nachteile von Holsystemen gegenüber Bringsystemen nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Holsystem&lt;br /&gt;
! Bringsystem&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Komfort auf Seite der Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Qualität&lt;br /&gt;
* Bereitstellen der Sammelbehälter erfordert weniger Raum: zunächst private, handliche Behälter&lt;br /&gt;
* Preiswerter für die Kommunen&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Abfälle werden vor Abgabe länger gelagert&lt;br /&gt;
* Behälter benötigen ausreichendes Volumen und Kompatibilität mit Umladesystemen sowie ausreichende Handlichkeit&lt;br /&gt;
* Hohe logistische und Personal-Kosten für die Kommune&lt;br /&gt;
* Platzbedarf auf Grundstücken&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Hohe logistische Kosten für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Hoher Zeitaufwand für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Folglich geringe Beteiligung und geringere erfasste Mengen&lt;br /&gt;
* Begrenzte Anzahl an Sammelstellen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog Abfallbehälter.png |thumb|1200px|Abbildung 1: Zuordnung von Abfallbehältern zu privat anfallenden Abfallströmen (eigene Darstellung)]] &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiel: Erfassung von Verpackungsabfällen====&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 wurden Verpackungsabfälle aus ca. einem Drittel (34,4%) der deutschen Haushalte über das Holsystem Wertstofftonne erfasst. In allen anderen Gebieten (65,6%) kommen die Gelbe Tonne oder der Gelbe Sack für die Erfassung von Verpackungsabfällen im Hol- oder Bringsystem zum Einsatz. In ländlichen Gebieten werden die meisten Verpackungsabfälle erfasst, während in Großstädten die geringsten LVP-Mengen erfasst werden. Dabei weisen die in Gelben Säcken gesammelten Abfälle eine höhere Qualität auf als die in Gelben Tonnen erfassten, da hier aufgrund der Stabilität, Größe und Blickdichte vermehrt Fehlwürfe erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsfahrzeuge===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Fahrzeuge zur Sammlung von Abfällen im Holsystem sind LKW mit den Komponenten Fahrgestell, Fest- oder Wechselaufbau und Aufnahmesystem. Die gängigen Systeme zur Beladung sind Frontlader, Seitenlader und Hecklader sowie Front-Seitenlader.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frontlader eignen sich zur Entleerung von Müllgroßbehältern im Ein-Personen-Betrieb und sind üblich bei der Sammlung von Industrie- und Gewerbeabfall. Front-Seitenlader werden aufgrund eines Beladearms für die Erfassung von Gewerbeabfällen und Haushaltsabfällen eingesetzt. Auch Seitenlader funktionieren im Ein-Personen-Betrieb und besitzen Kapazitäten für Müllgroßbehälter sowie für Großcontainer. Zudem ermöglichen sie je nach Art eine unterirdische Abfuhr. Hecklader sind vielseitig und werden daher häufig für die Sammlung von Haushalts- und Bioabfällen verwendet. Im Gegensatz zu Seiten- und Frontladern besteht die Notwendigkeit, mindestens zwei Personen zu stellen (einen Fahrer und einen Lader). Für die am Fahrzeugheck sitzenden Beladeöffnungen und Aufnahmesysteme gibt es je nach Anforderungen passende Kransysteme und passende Müllbehälter. Möglich sind geschlossene und offene Abfuhrsysteme sowie verschiedene Automatisierungsgrade.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsorgungsfahrzeuge sind häufig mit Technik zur Abfallverdichtung ausgestattet. Das kompaktierte Transportgut muss dabei die Recyclingfähigkeit und ggf. vorhandene Trennung der Stoffströme beibehalten &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Die Verdichtungstechnik wird je nach gesammeltem Stoffstrom gewählt. So wird auf Heckladern meist mit Pressplatten oder einer Drehtrommel verdichtet, während bei Front- und Seitenladern Schneckenverdichter oder Pendelpressenverdichter genutzt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das hydraulische Pressplattenwerk drückt Abfälle gegen ein Ausstoßschild im Sammelkasten des Heckladers. Anhand von Steuerungssystemen können die aufgegebenen Drücke in Abhängigkeit der Abfallzusammensetzung eingestellt werden (fraktionsoptimierte Verdichtung).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schneckenverdichter kombinieren die Umwälzung und Zerkleinerung von Abfällen mit der Verdichtung, indem die Abfälle durch sich verjüngende Pressschneckengänge befördert werden. Vorteile gegenüber der Pressplattenverdichtung sind eine ausgeglichene Verteilung von Flüssigkeiten und die Belüftung der Abfälle. Bei Einsatz einer Drehtrommel wird die Sammeltrommel bei umgekehrter Drehrichtung geleert, wobei gleichzeitig eine Selbstreinigung stattfindet.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:EntsorgungsfahrzeugeVarianten.png|center|800px|Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery heights=200 mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontlader.jpg|800px|a) Frontlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugSeitenlader.jpg|800px|b) Seitenlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugHecklader.jpg|800px|c) Hecklader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontSeitenlader Faun Easypress 2001.jpg|800px|d) Frontseitenlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsstrukturen in Deutschland===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Sammlung von Abfällen unterliegt in Deutschland der kommunalen Hoheit. Das bedeutet, dass jede Kommune eigenverantwortlich für die Bereitstellung von Abfallsammelbehältern und die Organisation der Sammellogistik ist. Entsprechend können die Systeme zur Erfassung und Sammlung von Abfällen sich in Deutschland von Kommune zu Kommune unterscheiden. Dies betrifft beispielsweise die Farbkodierung (Behälter- oder Deckelfarbe), die angebotenen Hol- oder Bringsysteme, die Leerungsrhythmen oder die genutzten Abfallsammelfahrzeuge.&lt;br /&gt;
Während Satzungen zu Abholrhythmen, Abfallgebühren und Wahl der Sammelsysteme im kommunalen Recht umgesetzt werden, wird z. B. die Zuständigkeit von Behörden im Landesrecht festgelegt. Das Landesrecht dient demnach dazu, Vorschriften aus dem Bundesrecht zu detaillieren und zu vervollständigen. Auf Bundesebene werden die Rahmenbedingungen festgehalten, wie z. B. im KrWG und im VerpackG.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Deutschland fällt der Transport von Abfällen unter das Kreislaufwirtschaftsgesetz, das auf europäischen Richtlinien basiert und um Rechtsverordnungen erweitert ist. Eine der zentralen Erweiterungen ist die europäische Verpackungsrichtlinie, die in Deutschland über das Verpackungsgesetz umgesetzt wird.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Verpackungsverordnung von 1991, die vor der ersten europäischen Verpackungsrichtlinie in Kraft trat, inkludierte eine Rücknahmepflicht für Transportverpackungen, Umverpackungen und Verkaufsverpackungen sowie die Pflicht, dass Inverkehrbringer ihre Verpackungen einer Verwertungsstelle zuführen müssen. Dabei ermöglichte die erweiterte Produktverantwortung, dass Hersteller und Vertreiber die Verpackungen nicht zurücknehmen müssen, sofern sie sich an einer rechtlich zugelassenen, lokal organisierten Sammlung beteiligen. Daher kooperieren die Inverkehrbringer von Abfällen mit öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Entsorgungsträgern. Die Bundesländer veröffentlichen jedes Jahr Informationen zu Art, Herkunft und Menge der von öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern gesammelten Abfälle &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Duale Systeme===&lt;br /&gt;
In Deutschland wird diese Form der lokalen Sammlung von Verpackungen durch zehn duale Systeme vorgenommen. Das Duale System Deutschland (DSD) wurde 1990 als erstes privatwirtschaftliches Entsorgungssystem eingeführt. Dieses ist unter der Bezeichnung „Der Grüne Punkt“ bekannt, da lizensierte Verkaufsverpackungen nach der Einführung der Verpackungsverordnung damit gekennzeichnet wurden. Erst mit einer Entscheidung des Bundeskartellamts im Jahr 2003 entwickelte sich ein freier Markt mit den weiteren Dualen Systemen (vgl. Abbildung 3).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog MarktanteileDS.PNG |thumb|800px|Abbildung 3: Vorläufig zugeordnete Marktanteile der Dualen Systeme für das zweite Quartal 2024 nach Stoffstrom &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;/&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dualen Systeme organisieren die Sammlung und Sortierung von  Leichtverpackungen (LVP). Die LVP-Erfassungsrate ist mit circa 75% mit denen von Altglas und Altpapier vergleichbar. Duale Systeme lizensieren neben Kunststoffverpackungen auch solche aus Glas oder PPK. &amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 wurden insgesamt 5,8 Mio. t Verpackungsabfälle (Glas, PPK und LVP) getrennt gesammelt (vgl. Abbildung 4 und 5). Inklusive der stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) betrug die Gesamtrecyclingquote der mit Dualen Systemen gesammelten Abfälle 50,5%. Die werkstoffliche Verwertungsquote für Kunststoffe betrug 60,6%, während die Gesamt-Verwertungsquote der Kunststoffe bei 104% lag. Dass diese Quote oberhalb der 100% lag, zeigt auf, dass die Dualen Systeme mehr Kunststoffabfälle gesammelt haben, als Kunststoffverpackungen lizensiert wurden. Auch bei Aluminium trat eine Verwertungsquote von über 100% auf, was auf eine unterschiedliche Definition von Verbundmaterialien bei Verpackungen und Abfällen zurückzuführen ist. &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-ErfassteMengenLVP.PNG |thumb|800px|Abbildung 4: Einwohnerspezifische Erfassungsmengen von Verpackungsabfällen nach Sammelsystem &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-Qualität.PNG |thumb|800px|Abbildung 5: Anteile von nicht erfassten Wertstoffen und Anteile von Fehlwürfen bei der Erfassung von Leichtverpackungen nach Sammelsystem bezogen auf das Sammelsystem mit den wenigsten nicht erfassten Wertstoffen (Gelbe Tonne ländlich) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wertstofftonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
In Deutschland kommt je nach Kommune die Wertstofftonne oder die Gelbe Tonne zum Einsatz. &lt;br /&gt;
Das Konzept der Wertstofftonne ist, auch jene Wertstoffe zu erfassen, die keine Verpackungen sind. Diese zählen in den Gelben Tonnen und Säcken als Fehlwürfe. In jeder erfassten Abfallkategorie treten Fehlwürfe auf. Dazu zählen fremde Stoffströme, die anderen Sammlungen zuzuführen wären, wie z. B. organische Abfälle oder auch Glas und PPK ohne Lizensierung. Als intelligente Fehlwürfe zählen diejenigen Fehlwürfe, die zwar als nicht-Verpackungen von den Dualen Systemen nicht lizensiert sind, jedoch dem gleichen Stoffstrom angehören wie die Leichtverpackungen (stoffgleiche Nichtverpackungen). Das Einwerfen von Wertstoffen in Form von Elektro-Altgeräten ist auch in Wertstofftonnen nicht erlaubt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt; Gründe für „intelligente Fehlwürfe“ in Gelben Tonnen sind die von Abfallerzeugenden empfundene Praktikabilität, aber auch Informationsmangel und Kostenersparnis. Da die Dualen Systeme die Sammlung und Sortierung sowie die ggf. nötige Entsorgung von stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) nicht über Lizenzentgelte finanziert bekommen, wurden Wertstofftonnen eingeführt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. So sollen möglichst hohe Anteile der stoffgleichen Verpackungen und Nichtverpackungen der stofflichen Verwertung zugeführt werden und möglichst wenige Kunststoffe über die Restmülltonne entsorgt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vergleich von Wertstofftonne und Gelber Tonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Um die gemeinsame Erfassung von LVP und sNVP in Wertstofftonnen vorzunehmen, können Duale Systeme mit öffentlich-rechtlichen Entsorgern kooperieren. Diese Zusammenarbeit ist in Form von Mitnutzungsverträgen gestattet, wenn sie Effizienzvorteile für Abfallerzeuger generiert, ohne den Wettbewerb signifikant zu beeinträchtigen (vgl. Tabelle 2).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Innerhalb Deutschlands werden je nach Region die verschiedenen Systeme angewandt, da die Verantwortung für die Zuführung von Verpackungsabfällen zu einer Verwertung ursprünglich bei den Gemeinden lag. Seit 1991 entwickelten sich infolge der Produktverantwortung auf Seite der Inverkehrbringer die Dualen Systeme. Jedoch sind erst seit einer 2019 in Kraft getretenen Novellierung des Verpackungsgesetzes alle Inverkehrbringer von Verkaufsverpackungen zur Teilnahme an einem Dualen System verpflichtet. Die Ausgestaltung der Erfassung und Sammlung wird von den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern vorgegeben, sodass sich in Bezug auf die Art des Sammelsystems sowie die Behältergrößen und Abholungshäufigkeiten regionale Differenzen ergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 2: Vor- und Nachteile von Wertstofftonne (und Wertstoffsack) gegenüber der Gelben Tonne (und dem Gelben Sack) nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Wertstofftonne&lt;br /&gt;
! Duale Systeme&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Gezielte Miterfassung von sNVP zur Steigerung der Recyclingquote (sNVP 10% und meist Kunststoff), dadurch höhere Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Recycling unabhängig vom Verwendungszweck&lt;br /&gt;
* Reduktion der massebezogenen Sammlungskosten gegenüber der Gelben Tonne &lt;br /&gt;
* Geringere Sammlungs- und Entsorgungskosten für Restabfall&lt;br /&gt;
* Geringere Gesamtkosten (absolut sowie einwohnerspezifisch und massenspezifisch)&lt;br /&gt;
* Erhöhte Rezyklatausbeute &lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Entwicklung der privatrechtlichen Entsorgungssysteme infolge der Produktverantwortung &lt;br /&gt;
* Höhere Qualität (in Gelben Säcken) durch soziale Kontrolle und mögliches Reißen der Säcke bei Fehlwürfen&lt;br /&gt;
* geringere Transportkosten zur Sortieranlage&lt;br /&gt;
* geringere Sortierkosten&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern&lt;br /&gt;
* Kooperation zwischen öffentlich-rechtlichen Entsorgern und privatrechtlichen Entsorgern erforderlich&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Fragmentierung der Recyclingwirtschaft&lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern: Fehlwürfe und Verunreinigungen mindern die Qualität (Auslegung auf Verpackungsabfälle)&lt;br /&gt;
* Informationsmangel hinsichtlich der Materialzusammensetzung&lt;br /&gt;
* Mangelnde Kontinuität der Stoffströme und teils geringe Umfänge&lt;br /&gt;
* Unzureichende Technologieentwicklung&lt;br /&gt;
* Unterbeteiligung an Dualen Systemen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--•	Unterscheidung wer ist für was zuständig etwas klarer, vlt ein Schaubild? (kommunal/privat) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;&amp;gt; Becker, T., &amp;amp; Mellen, D. (2022). Kunststoffe. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 429-448). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Bildstein, C. (2022). Glasrecycling. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., Bd. 20, S. 401-414). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Kempkes, J. H. (2022). Verpackungsabfälle. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 449-470). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;&amp;gt;Bundesregierung Deutschland. (12. Juni 1991). Verordnung über die Vermeidung von Verpackungsabfällen. Bundesregierung Deutschland. Bonn: Bundesanzeiger. Abgerufen am 26. 04 2024 von https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl191s1234.pdf%27%5D__1714158886519&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;&amp;gt;Gemeinsame Stelle dualer Systeme Deutschlands GmbH. (2021). Über die dualen Systeme. (G. S. GmbH, Herausgeber) Abgerufen am 09. 05 2024 von https://www.muelltrennung-wirkt.de/de/ueber-uns/ueber-die-dualen-systeme/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;&amp;gt;Hohmann, S. (2022). Logistikmanagement: Entsorgungslogistik. In S. Hohmann, Logistik- und Supply Chain Management (S. 179-193). Wiesbaden: Springer Gabler. doi:10.1007/978-3-658-13631-4_6 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;&amp;gt;Kirchhoff, J. F. (2022). Intelligente Konzepte für Sammelfahrzeuge. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 717-). Wiesbaden: Springer Fachmedien . doi:10.1007/978-3-658-36262-1_37&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;&amp;gt;SASE gGmbH. Gesellschaft zur Förderung und Sammlung aus Städtereinigung und Entsorgungswirtschaft. Firmensitz: Max-Planck-Str. 11, D-58638 Iserlohn, https://sase-iserlohn.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;&amp;gt;Kuchta, K. (2023). Kunststoffabfälle aus privaten Haushalten erfassen, sortieren und verwerten. In M. S. Porth, Wasser, Energie und Umwelt (S. 287–296). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-42657-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;&amp;gt;Orth, P. B. (2022). Verwertung von Kunststoffabfällen. In P. B. Orth, Kunststoffe im Kreislauf (S. 103-122). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:https://doi.org/10.1007/978-3-658-37814-1_9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;&amp;gt;Pfaff-Simoneit, W. (2022). Anforderungen an den Aufbau von Abfallwirtschaftssystemen. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (S. 629-659). Wiesbaden; Heidelberg: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_33&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;&amp;gt;Pfohl, H.-C. (2018). Entsorgungslogistik. In H.-C. Pfohl, Logistiksysteme (S. 247-257). Berlin: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-662-56228-4_13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;&amp;gt;Reffken, H., &amp;amp; Rigod, B. (2022). Kartellrecht. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 285-307). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;&amp;gt;Wagner, J. e. (2018). Analyse der Effizienz und Vorschläge zur Optimierung von Sammelsystemen (Hol- und Bringsysteme) der haushaltsnahen Erfassung von Leichtverpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen auf der Grundlage vorhandener Daten. INTECUS GmbH Abfallwirtschaft und umweltintegratives Management. Dessau-Roßlau: Umweltbundesamt. Abgerufen am 21. 05 2024 von https://www.umweltkanzlei.de/daten/module/media/9/20180522UBA-26.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2021). PRESSEMITTEILUNG Von der Einweg-Verpackung zum Kreislauf. Verpackungen sind Ressourcen. Verpackungsregister LUCID – Status quo und Perspektiven (S. 35). Osnabrück / Berlin: UBA. Abgerufen am 22. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/Auswertungen/Unterlagen_Pressekonferenz_ZSVR_18.11.2021.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2024). Vorläufig zuzuordnende Marktanteile der Systeme für das zweite Quartal 2024. Osnabrück: Zentrale Stelle Verpackungsregister. Abgerufen am 23. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/files/Marktanteile/Vorlaeufig_zuzuordnende_Marktanteile_der_Systeme_fuer_das_zweite_Quartal_2024.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4980</id>
		<title>Entsorgungsstrukturen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4980"/>
		<updated>2025-02-11T07:52:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: /* Bringsystem */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Entsorgungsstrukturen==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Das Gebiet der Abfallwirtschaft umfasst Erfassungs-, Sammel- und Logistiksysteme, die Planung und Organisation der Abfallbewirtschaftung, rechtliche und finanzielle Regelung sowie die Forschung und Entwicklung. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;/&amp;gt; Im Folgenden wird der Fokus auf die logistischen Strukturen der Abfallwirtschaft gelegt. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Entsorgungslogistik===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Entsorgungslogistik umfasst die Erfassung, die Sammlung und den Transport von Abfällen zu deren Behandlungsanlagen (inklusive Umschlag und Lagerung) und bildet so die Schnittstelle zwischen den Abfallerzeugern und den Einrichtungen der Verwertung, Aufbereitung und Beseitigung. Mit dem übergeordneten Ziel Materialien dem Wiedereinsatz zuzuführen, ist die Entsorgungslogistik für die Kreislaufwirtschaft essenziell.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für ein effektives Wertstoffmanagement werden Abfälle nach Material- und Produkteigenschaften kategorisiert. Für einen angemessenen Transport sind Aggregatzustand und Recyclingfähigkeit des jeweiligen Abfalls wichtige Kriterien. Für spätere Recyclingrohstoffe ist eine zeitoptimierte Logistik von größerer Bedeutung, während für nicht verwertbare Abfälle Ökonomie und Ökologie den Transport definieren. Ein weiterer Aspekt ist die Gefährlichkeit von Abfällen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Erfassung und Trennung (Vergleich von Holsystem und Bringsystem)===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Trennung von Abfällen kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen. Die getrennte Erfassung von Abfällen an ihrem Entstehungsort bietet den Vorteil einer hohen Sortenreinheit. Die gemischte Erfassung bietet einen geringeren Bedarf an Sammelbehältern während des in der Sammlung anschließenden Transports, jedoch komplexere Anforderungen an Umschlag und Lagerung sowie an die nachträgliche Sortierung und Aufbereitung. Die Erfassung kann in Form eines Holsystems oder eines Bringsystems sowie einer Kombination aus beiden erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
====Holsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Beim Holsystem stellen Abfallerzeuger die Abfälle in Sammelbehältern zur Abholung zur Verfügung &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Entsorgungsunternehmen oder Kommunen organisieren deren Abholung vom Abfallentstehungsort &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. Der geringe Aufwand auf Erzeugerseite bewirkt eine hohe Erfassungsrate (vgl. Tabelle 1) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Behälter für die lokale Erfassung sind Abfalleimer mit einem Volumen von mindestens 35 L, Abfalltonnen sowie Abfallgroßbehälter, die bis zu 360 L fassen, und an die Hebesysteme der Fahrzeuge angepasst sind. Diese Tonnen müssen sowohl von Privatpersonen manövrierbar als auch auf die Ausrüstung der Sammelfahrzeuge angepasst sein. Auf den Fahrzeugen befinden sich Wechsel- und Multifunktionsbehälter. Je nachdem, ob es sich um eine getrennte oder gemischte Erfassung handelt, können auf den Fahrzeugen Mehrkammersysteme eingesetzt werden (zum Beispiel bei der Umleerung von Glascontainern). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Arten der Behälter zur Erfassung von Abfällen am Entstehungsort oder dem jeweiligen Bringsystem werden unterschieden in Umleerbehälter sowie Wechselbehälter. Umleerbehälter werden in das Transportfahrzeug entleert und wieder abgestellt werden, während bei Wechselbehältern die vollen Behältnisse jeweils durch leere ersetzt. Eine weitere Möglichkeit sind Einwegbehältnisse wie z. B. Gelbe Säcke (vgl. Abbildung 1). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bringsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Sammelstellen zu vereinfachen, können Behälter in umgänglichen Größen bereitgestellt werden. Die Erzeuger transportieren die Abfälle eigenständig zu Recyclinghöfen oder zu größeren haushaltsnahen Erfassungsbehältnissen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt; Recycling- respektive Wertstoffhöfe nehmen auf ihren Grundstücken diverse Abfallarten an und sind innerhalb ihrer Öffnungszeiten für (private) Anlieferungen zugänglich&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. Insbesondere für LVP werden sie in ländlicher Umgebung, in denen kein Holsystem eingerichtet ist, als Haupterfassungssystem angeboten,. Auf Wertstoffhöfen werden infolge des Aufwands für Privatpersonen die geringsten Sammelmengen erfasst (vgl. Tabelle 1). Aus den geringen Sammelmengen resultieren bis zu vierfach höheren Kosten für Erfassung, Sammlung und Verwertung pro Kilogramm Verpackungsabfall gegenüber dem Holsystem mit Gelben Säcken.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein anderes Beispiel für das Bringsystem stellt die Sammlung von Altglas dar. Die Erfassungs- oder Sammelbehälter für Altglas befinden sich außerhalb der Privatgrundstücke, sind jedoch innerhalb von Stadtvierteln grundstücksnah aufgestellt (vgl. Abbildung 1). Die für diesen Bereich verwendeten Depotcontainer sind meist Umleerbehälter und können als Mehrkammersystem mit bis zu drei Kammern ausgebaut sein. Wenn die Abholung als integriertes System vorgesehen ist, wird das Altglas auf einem Fahrzeug reinfarbig transportiert. Auf den Fahrzeugen sind die Kammern durch Klappwände getrennt. Um eine Verunreinigung durch Überfüllung zu vermeiden, sind die Abholrhythmen sowie die bereitgestellte Behälteranzahl entsprechend festzulegen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 1: Vor- und Nachteile von Holsystemen gegenüber Bringsystemen nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Holsystem&lt;br /&gt;
! Bringsystem&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Komfort auf Seite der Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Qualität&lt;br /&gt;
* Bereitstellen der Sammelbehälter erfordert weniger Raum: zunächst private, handliche Behälter&lt;br /&gt;
* Preiswerter für die Kommunen&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Abfälle werden vor Abgabe länger gelagert&lt;br /&gt;
* Behälter benötigen ausreichendes Volumen und Kompatibilität mit Umladesystemen sowie ausreichende Handlichkeit&lt;br /&gt;
* Hohe logistische und Personal-Kosten für die Kommune&lt;br /&gt;
* Platzbedarf auf Grundstücken&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Hohe logistische Kosten für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Hoher Zeitaufwand für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Folglich geringe Beteiligung und geringere erfasste Mengen&lt;br /&gt;
* Begrenzte Anzahl an Sammelstellen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog Abfallbehälter.png |thumb|1100px|Abbildung 1: Zuordnung von Abfallbehältern zu privat anfallenden Abfallströmen (eigene Darstellung)]] &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiel: Erfassung von Verpackungsabfällen====&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 wurden Verpackungsabfälle aus ca. einem Drittel (34,4%) der deutschen Haushalte über das Holsystem Wertstofftonne erfasst. In allen anderen Gebieten (65,6%) kommen die Gelbe Tonne oder der Gelbe Sack für die Erfassung von Verpackungsabfällen im Hol- oder Bringsystem zum Einsatz. In ländlichen Gebieten werden die meisten Verpackungsabfälle erfasst, während in Großstädten die geringsten LVP-Mengen erfasst werden. Dabei weisen die in Gelben Säcken gesammelten Abfälle eine höhere Qualität auf als die in Gelben Tonnen erfassten, da hier aufgrund der Stabilität, Größe und Blickdichte vermehrt Fehlwürfe erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsfahrzeuge===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Fahrzeuge zur Sammlung von Abfällen im Holsystem sind LKW mit den Komponenten Fahrgestell, Fest- oder Wechselaufbau und Aufnahmesystem. Die gängigen Systeme zur Beladung sind Frontlader, Seitenlader und Hecklader sowie Front-Seitenlader.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frontlader eignen sich zur Entleerung von Müllgroßbehältern im Ein-Personen-Betrieb und sind üblich bei der Sammlung von Industrie- und Gewerbeabfall. Front-Seitenlader werden aufgrund eines Beladearms für die Erfassung von Gewerbeabfällen und Haushaltsabfällen eingesetzt. Auch Seitenlader funktionieren im Ein-Personen-Betrieb und besitzen Kapazitäten für Müllgroßbehälter sowie für Großcontainer. Zudem ermöglichen sie je nach Art eine unterirdische Abfuhr. Hecklader sind vielseitig und werden daher häufig für die Sammlung von Haushalts- und Bioabfällen verwendet. Im Gegensatz zu Seiten- und Frontladern besteht die Notwendigkeit, mindestens zwei Personen zu stellen (einen Fahrer und einen Lader). Für die am Fahrzeugheck sitzenden Beladeöffnungen und Aufnahmesysteme gibt es je nach Anforderungen passende Kransysteme und passende Müllbehälter. Möglich sind geschlossene und offene Abfuhrsysteme sowie verschiedene Automatisierungsgrade.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsorgungsfahrzeuge sind häufig mit Technik zur Abfallverdichtung ausgestattet. Das kompaktierte Transportgut muss dabei die Recyclingfähigkeit und ggf. vorhandene Trennung der Stoffströme beibehalten &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Die Verdichtungstechnik wird je nach gesammeltem Stoffstrom gewählt. So wird auf Heckladern meist mit Pressplatten oder einer Drehtrommel verdichtet, während bei Front- und Seitenladern Schneckenverdichter oder Pendelpressenverdichter genutzt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das hydraulische Pressplattenwerk drückt Abfälle gegen ein Ausstoßschild im Sammelkasten des Heckladers. Anhand von Steuerungssystemen können die aufgegebenen Drücke in Abhängigkeit der Abfallzusammensetzung eingestellt werden (fraktionsoptimierte Verdichtung).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schneckenverdichter kombinieren die Umwälzung und Zerkleinerung von Abfällen mit der Verdichtung, indem die Abfälle durch sich verjüngende Pressschneckengänge befördert werden. Vorteile gegenüber der Pressplattenverdichtung sind eine ausgeglichene Verteilung von Flüssigkeiten und die Belüftung der Abfälle. Bei Einsatz einer Drehtrommel wird die Sammeltrommel bei umgekehrter Drehrichtung geleert, wobei gleichzeitig eine Selbstreinigung stattfindet.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:EntsorgungsfahrzeugeVarianten.png|center|800px|Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery heights=200 mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontlader.jpg|800px|a) Frontlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugSeitenlader.jpg|800px|b) Seitenlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugHecklader.jpg|800px|c) Hecklader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontSeitenlader Faun Easypress 2001.jpg|800px|d) Frontseitenlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsstrukturen in Deutschland===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Sammlung von Abfällen unterliegt in Deutschland der kommunalen Hoheit. Das bedeutet, dass jede Kommune eigenverantwortlich für die Bereitstellung von Abfallsammelbehältern und die Organisation der Sammellogistik ist. Entsprechend können die Systeme zur Erfassung und Sammlung von Abfällen sich in Deutschland von Kommune zu Kommune unterscheiden. Dies betrifft beispielsweise die Farbkodierung (Behälter- oder Deckelfarbe), die angebotenen Hol- oder Bringsysteme, die Leerungsrhythmen oder die genutzten Abfallsammelfahrzeuge.&lt;br /&gt;
Während Satzungen zu Abholrhythmen, Abfallgebühren und Wahl der Sammelsysteme im kommunalen Recht umgesetzt werden, wird z. B. die Zuständigkeit von Behörden im Landesrecht festgelegt. Das Landesrecht dient demnach dazu, Vorschriften aus dem Bundesrecht zu detaillieren und zu vervollständigen. Auf Bundesebene werden die Rahmenbedingungen festgehalten, wie z. B. im KrWG und im VerpackG.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Deutschland fällt der Transport von Abfällen unter das Kreislaufwirtschaftsgesetz, das auf europäischen Richtlinien basiert und um Rechtsverordnungen erweitert ist. Eine der zentralen Erweiterungen ist die europäische Verpackungsrichtlinie, die in Deutschland über das Verpackungsgesetz umgesetzt wird.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Verpackungsverordnung von 1991, die vor der ersten europäischen Verpackungsrichtlinie in Kraft trat, inkludierte eine Rücknahmepflicht für Transportverpackungen, Umverpackungen und Verkaufsverpackungen sowie die Pflicht, dass Inverkehrbringer ihre Verpackungen einer Verwertungsstelle zuführen müssen. Dabei ermöglichte die erweiterte Produktverantwortung, dass Hersteller und Vertreiber die Verpackungen nicht zurücknehmen müssen, sofern sie sich an einer rechtlich zugelassenen, lokal organisierten Sammlung beteiligen. Daher kooperieren die Inverkehrbringer von Abfällen mit öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Entsorgungsträgern. Die Bundesländer veröffentlichen jedes Jahr Informationen zu Art, Herkunft und Menge der von öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern gesammelten Abfälle &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Duale Systeme===&lt;br /&gt;
In Deutschland wird diese Form der lokalen Sammlung von Verpackungen durch zehn duale Systeme vorgenommen. Das Duale System Deutschland (DSD) wurde 1990 als erstes privatwirtschaftliches Entsorgungssystem eingeführt. Dieses ist unter der Bezeichnung „Der Grüne Punkt“ bekannt, da lizensierte Verkaufsverpackungen nach der Einführung der Verpackungsverordnung damit gekennzeichnet wurden. Erst mit einer Entscheidung des Bundeskartellamts im Jahr 2003 entwickelte sich ein freier Markt mit den weiteren Dualen Systemen (vgl. Abbildung 3).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog MarktanteileDS.PNG |thumb|800px|Abbildung 3: Vorläufig zugeordnete Marktanteile der Dualen Systeme für das zweite Quartal 2024 nach Stoffstrom &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;/&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dualen Systeme organisieren die Sammlung und Sortierung von  Leichtverpackungen (LVP). Die LVP-Erfassungsrate ist mit circa 75% mit denen von Altglas und Altpapier vergleichbar. Duale Systeme lizensieren neben Kunststoffverpackungen auch solche aus Glas oder PPK. &amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 wurden insgesamt 5,8 Mio. t Verpackungsabfälle (Glas, PPK und LVP) getrennt gesammelt (vgl. Abbildung 4 und 5). Inklusive der stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) betrug die Gesamtrecyclingquote der mit Dualen Systemen gesammelten Abfälle 50,5%. Die werkstoffliche Verwertungsquote für Kunststoffe betrug 60,6%, während die Gesamt-Verwertungsquote der Kunststoffe bei 104% lag. Dass diese Quote oberhalb der 100% lag, zeigt auf, dass die Dualen Systeme mehr Kunststoffabfälle gesammelt haben, als Kunststoffverpackungen lizensiert wurden. Auch bei Aluminium trat eine Verwertungsquote von über 100% auf, was auf eine unterschiedliche Definition von Verbundmaterialien bei Verpackungen und Abfällen zurückzuführen ist. &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-ErfassteMengenLVP.PNG |thumb|800px|Abbildung 4: Einwohnerspezifische Erfassungsmengen von Verpackungsabfällen nach Sammelsystem &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-Qualität.PNG |thumb|800px|Abbildung 5: Anteile von nicht erfassten Wertstoffen und Anteile von Fehlwürfen bei der Erfassung von Leichtverpackungen nach Sammelsystem bezogen auf das Sammelsystem mit den wenigsten nicht erfassten Wertstoffen (Gelbe Tonne ländlich) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wertstofftonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
In Deutschland kommt je nach Kommune die Wertstofftonne oder die Gelbe Tonne zum Einsatz. &lt;br /&gt;
Das Konzept der Wertstofftonne ist, auch jene Wertstoffe zu erfassen, die keine Verpackungen sind. Diese zählen in den Gelben Tonnen und Säcken als Fehlwürfe. In jeder erfassten Abfallkategorie treten Fehlwürfe auf. Dazu zählen fremde Stoffströme, die anderen Sammlungen zuzuführen wären, wie z. B. organische Abfälle oder auch Glas und PPK ohne Lizensierung. Als intelligente Fehlwürfe zählen diejenigen Fehlwürfe, die zwar als nicht-Verpackungen von den Dualen Systemen nicht lizensiert sind, jedoch dem gleichen Stoffstrom angehören wie die Leichtverpackungen (stoffgleiche Nichtverpackungen). Das Einwerfen von Wertstoffen in Form von Elektro-Altgeräten ist auch in Wertstofftonnen nicht erlaubt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt; Gründe für „intelligente Fehlwürfe“ in Gelben Tonnen sind die von Abfallerzeugenden empfundene Praktikabilität, aber auch Informationsmangel und Kostenersparnis. Da die Dualen Systeme die Sammlung und Sortierung sowie die ggf. nötige Entsorgung von stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) nicht über Lizenzentgelte finanziert bekommen, wurden Wertstofftonnen eingeführt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. So sollen möglichst hohe Anteile der stoffgleichen Verpackungen und Nichtverpackungen der stofflichen Verwertung zugeführt werden und möglichst wenige Kunststoffe über die Restmülltonne entsorgt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vergleich von Wertstofftonne und Gelber Tonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Um die gemeinsame Erfassung von LVP und sNVP in Wertstofftonnen vorzunehmen, können Duale Systeme mit öffentlich-rechtlichen Entsorgern kooperieren. Diese Zusammenarbeit ist in Form von Mitnutzungsverträgen gestattet, wenn sie Effizienzvorteile für Abfallerzeuger generiert, ohne den Wettbewerb signifikant zu beeinträchtigen (vgl. Tabelle 2).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Innerhalb Deutschlands werden je nach Region die verschiedenen Systeme angewandt, da die Verantwortung für die Zuführung von Verpackungsabfällen zu einer Verwertung ursprünglich bei den Gemeinden lag. Seit 1991 entwickelten sich infolge der Produktverantwortung auf Seite der Inverkehrbringer die Dualen Systeme. Jedoch sind erst seit einer 2019 in Kraft getretenen Novellierung des Verpackungsgesetzes alle Inverkehrbringer von Verkaufsverpackungen zur Teilnahme an einem Dualen System verpflichtet. Die Ausgestaltung der Erfassung und Sammlung wird von den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern vorgegeben, sodass sich in Bezug auf die Art des Sammelsystems sowie die Behältergrößen und Abholungshäufigkeiten regionale Differenzen ergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 2: Vor- und Nachteile von Wertstofftonne (und Wertstoffsack) gegenüber der Gelben Tonne (und dem Gelben Sack) nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Wertstofftonne&lt;br /&gt;
! Duale Systeme&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Gezielte Miterfassung von sNVP zur Steigerung der Recyclingquote (sNVP 10% und meist Kunststoff), dadurch höhere Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Recycling unabhängig vom Verwendungszweck&lt;br /&gt;
* Reduktion der massebezogenen Sammlungskosten gegenüber der Gelben Tonne &lt;br /&gt;
* Geringere Sammlungs- und Entsorgungskosten für Restabfall&lt;br /&gt;
* Geringere Gesamtkosten (absolut sowie einwohnerspezifisch und massenspezifisch)&lt;br /&gt;
* Erhöhte Rezyklatausbeute &lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Entwicklung der privatrechtlichen Entsorgungssysteme infolge der Produktverantwortung &lt;br /&gt;
* Höhere Qualität (in Gelben Säcken) durch soziale Kontrolle und mögliches Reißen der Säcke bei Fehlwürfen&lt;br /&gt;
* geringere Transportkosten zur Sortieranlage&lt;br /&gt;
* geringere Sortierkosten&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern&lt;br /&gt;
* Kooperation zwischen öffentlich-rechtlichen Entsorgern und privatrechtlichen Entsorgern erforderlich&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Fragmentierung der Recyclingwirtschaft&lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern: Fehlwürfe und Verunreinigungen mindern die Qualität (Auslegung auf Verpackungsabfälle)&lt;br /&gt;
* Informationsmangel hinsichtlich der Materialzusammensetzung&lt;br /&gt;
* Mangelnde Kontinuität der Stoffströme und teils geringe Umfänge&lt;br /&gt;
* Unzureichende Technologieentwicklung&lt;br /&gt;
* Unterbeteiligung an Dualen Systemen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--•	Unterscheidung wer ist für was zuständig etwas klarer, vlt ein Schaubild? (kommunal/privat) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;&amp;gt; Becker, T., &amp;amp; Mellen, D. (2022). Kunststoffe. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 429-448). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Bildstein, C. (2022). Glasrecycling. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., Bd. 20, S. 401-414). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Kempkes, J. H. (2022). Verpackungsabfälle. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 449-470). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;&amp;gt;Bundesregierung Deutschland. (12. Juni 1991). Verordnung über die Vermeidung von Verpackungsabfällen. Bundesregierung Deutschland. Bonn: Bundesanzeiger. Abgerufen am 26. 04 2024 von https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl191s1234.pdf%27%5D__1714158886519&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;&amp;gt;Gemeinsame Stelle dualer Systeme Deutschlands GmbH. (2021). Über die dualen Systeme. (G. S. GmbH, Herausgeber) Abgerufen am 09. 05 2024 von https://www.muelltrennung-wirkt.de/de/ueber-uns/ueber-die-dualen-systeme/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;&amp;gt;Hohmann, S. (2022). Logistikmanagement: Entsorgungslogistik. In S. Hohmann, Logistik- und Supply Chain Management (S. 179-193). Wiesbaden: Springer Gabler. doi:10.1007/978-3-658-13631-4_6 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;&amp;gt;Kirchhoff, J. F. (2022). Intelligente Konzepte für Sammelfahrzeuge. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 717-). Wiesbaden: Springer Fachmedien . doi:10.1007/978-3-658-36262-1_37&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;&amp;gt;SASE gGmbH. Gesellschaft zur Förderung und Sammlung aus Städtereinigung und Entsorgungswirtschaft. Firmensitz: Max-Planck-Str. 11, D-58638 Iserlohn, https://sase-iserlohn.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;&amp;gt;Kuchta, K. (2023). Kunststoffabfälle aus privaten Haushalten erfassen, sortieren und verwerten. In M. S. Porth, Wasser, Energie und Umwelt (S. 287–296). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-42657-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;&amp;gt;Orth, P. B. (2022). Verwertung von Kunststoffabfällen. In P. B. Orth, Kunststoffe im Kreislauf (S. 103-122). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:https://doi.org/10.1007/978-3-658-37814-1_9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;&amp;gt;Pfaff-Simoneit, W. (2022). Anforderungen an den Aufbau von Abfallwirtschaftssystemen. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (S. 629-659). Wiesbaden; Heidelberg: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_33&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;&amp;gt;Pfohl, H.-C. (2018). Entsorgungslogistik. In H.-C. Pfohl, Logistiksysteme (S. 247-257). Berlin: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-662-56228-4_13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;&amp;gt;Reffken, H., &amp;amp; Rigod, B. (2022). Kartellrecht. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 285-307). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;&amp;gt;Wagner, J. e. (2018). Analyse der Effizienz und Vorschläge zur Optimierung von Sammelsystemen (Hol- und Bringsysteme) der haushaltsnahen Erfassung von Leichtverpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen auf der Grundlage vorhandener Daten. INTECUS GmbH Abfallwirtschaft und umweltintegratives Management. Dessau-Roßlau: Umweltbundesamt. Abgerufen am 21. 05 2024 von https://www.umweltkanzlei.de/daten/module/media/9/20180522UBA-26.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2021). PRESSEMITTEILUNG Von der Einweg-Verpackung zum Kreislauf. Verpackungen sind Ressourcen. Verpackungsregister LUCID – Status quo und Perspektiven (S. 35). Osnabrück / Berlin: UBA. Abgerufen am 22. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/Auswertungen/Unterlagen_Pressekonferenz_ZSVR_18.11.2021.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2024). Vorläufig zuzuordnende Marktanteile der Systeme für das zweite Quartal 2024. Osnabrück: Zentrale Stelle Verpackungsregister. Abgerufen am 23. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/files/Marktanteile/Vorlaeufig_zuzuordnende_Marktanteile_der_Systeme_fuer_das_zweite_Quartal_2024.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4979</id>
		<title>Entsorgungsstrukturen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4979"/>
		<updated>2025-02-11T07:52:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: /* Bringsystem */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Entsorgungsstrukturen==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Das Gebiet der Abfallwirtschaft umfasst Erfassungs-, Sammel- und Logistiksysteme, die Planung und Organisation der Abfallbewirtschaftung, rechtliche und finanzielle Regelung sowie die Forschung und Entwicklung. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;/&amp;gt; Im Folgenden wird der Fokus auf die logistischen Strukturen der Abfallwirtschaft gelegt. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Entsorgungslogistik===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Entsorgungslogistik umfasst die Erfassung, die Sammlung und den Transport von Abfällen zu deren Behandlungsanlagen (inklusive Umschlag und Lagerung) und bildet so die Schnittstelle zwischen den Abfallerzeugern und den Einrichtungen der Verwertung, Aufbereitung und Beseitigung. Mit dem übergeordneten Ziel Materialien dem Wiedereinsatz zuzuführen, ist die Entsorgungslogistik für die Kreislaufwirtschaft essenziell.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für ein effektives Wertstoffmanagement werden Abfälle nach Material- und Produkteigenschaften kategorisiert. Für einen angemessenen Transport sind Aggregatzustand und Recyclingfähigkeit des jeweiligen Abfalls wichtige Kriterien. Für spätere Recyclingrohstoffe ist eine zeitoptimierte Logistik von größerer Bedeutung, während für nicht verwertbare Abfälle Ökonomie und Ökologie den Transport definieren. Ein weiterer Aspekt ist die Gefährlichkeit von Abfällen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Erfassung und Trennung (Vergleich von Holsystem und Bringsystem)===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Trennung von Abfällen kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen. Die getrennte Erfassung von Abfällen an ihrem Entstehungsort bietet den Vorteil einer hohen Sortenreinheit. Die gemischte Erfassung bietet einen geringeren Bedarf an Sammelbehältern während des in der Sammlung anschließenden Transports, jedoch komplexere Anforderungen an Umschlag und Lagerung sowie an die nachträgliche Sortierung und Aufbereitung. Die Erfassung kann in Form eines Holsystems oder eines Bringsystems sowie einer Kombination aus beiden erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
====Holsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Beim Holsystem stellen Abfallerzeuger die Abfälle in Sammelbehältern zur Abholung zur Verfügung &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Entsorgungsunternehmen oder Kommunen organisieren deren Abholung vom Abfallentstehungsort &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. Der geringe Aufwand auf Erzeugerseite bewirkt eine hohe Erfassungsrate (vgl. Tabelle 1) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Behälter für die lokale Erfassung sind Abfalleimer mit einem Volumen von mindestens 35 L, Abfalltonnen sowie Abfallgroßbehälter, die bis zu 360 L fassen, und an die Hebesysteme der Fahrzeuge angepasst sind. Diese Tonnen müssen sowohl von Privatpersonen manövrierbar als auch auf die Ausrüstung der Sammelfahrzeuge angepasst sein. Auf den Fahrzeugen befinden sich Wechsel- und Multifunktionsbehälter. Je nachdem, ob es sich um eine getrennte oder gemischte Erfassung handelt, können auf den Fahrzeugen Mehrkammersysteme eingesetzt werden (zum Beispiel bei der Umleerung von Glascontainern). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Arten der Behälter zur Erfassung von Abfällen am Entstehungsort oder dem jeweiligen Bringsystem werden unterschieden in Umleerbehälter sowie Wechselbehälter. Umleerbehälter werden in das Transportfahrzeug entleert und wieder abgestellt werden, während bei Wechselbehältern die vollen Behältnisse jeweils durch leere ersetzt. Eine weitere Möglichkeit sind Einwegbehältnisse wie z. B. Gelbe Säcke (vgl. Abbildung 1). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bringsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Sammelstellen zu vereinfachen, können Behälter in umgänglichen Größen bereitgestellt werden. Die Erzeuger transportieren die Abfälle eigenständig zu Recyclinghöfen oder zu größeren haushaltsnahen Erfassungsbehältnissen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt; Recycling- respektive Wertstoffhöfe nehmen auf ihren Grundstücken diverse Abfallarten an und sind innerhalb ihrer Öffnungszeiten für (private) Anlieferungen zugänglich&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. Insbesondere für LVP werden sie in ländlicher Umgebung, in denen kein Holsystem eingerichtet ist, als Haupterfassungssystem angeboten,. Auf Wertstoffhöfen werden infolge des Aufwands für Privatpersonen die geringsten Sammelmengen erfasst (vgl. Tabelle 1). Aus den geringen Sammelmengen resultieren bis zu vierfach höheren Kosten für Erfassung, Sammlung und Verwertung pro Kilogramm Verpackungsabfall gegenüber dem Holsystem mit Gelben Säcken.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein anderes Beispiel für das Bringsystem stellt die Sammlung von Altglas dar. Die Erfassungs- oder Sammelbehälter für Altglas befinden sich außerhalb der Privatgrundstücke, sind jedoch innerhalb von Stadtvierteln grundstücksnah aufgestellt (vgl. Abbildung 1). Die für diesen Bereich verwendeten Depotcontainer sind meist Umleerbehälter und können als Mehrkammersystem mit bis zu drei Kammern ausgebaut sein. Wenn die Abholung als integriertes System vorgesehen ist, wird das Altglas auf einem Fahrzeug reinfarbig transportiert. Auf den Fahrzeugen sind die Kammern durch Klappwände getrennt. Um eine Verunreinigung durch Überfüllung zu vermeiden, sind die Abholrhythmen sowie die bereitgestellte Behälteranzahl entsprechend festzulegen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 1: Vor- und Nachteile von Holsystemen gegenüber Bringsystemen nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Holsystem&lt;br /&gt;
! Bringsystem&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Komfort auf Seite der Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Qualität&lt;br /&gt;
* Bereitstellen der Sammelbehälter erfordert weniger Raum: zunächst private, handliche Behälter&lt;br /&gt;
* Preiswerter für die Kommunen&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Abfälle werden vor Abgabe länger gelagert&lt;br /&gt;
* Behälter benötigen ausreichendes Volumen und Kompatibilität mit Umladesystemen sowie ausreichende Handlichkeit&lt;br /&gt;
* Hohe logistische und Personal-Kosten für die Kommune&lt;br /&gt;
* Platzbedarf auf Grundstücken&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Hohe logistische Kosten für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Hoher Zeitaufwand für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Folglich geringe Beteiligung und geringere erfasste Mengen&lt;br /&gt;
* Begrenzte Anzahl an Sammelstellen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog Abfallbehälter.png |thumb|1500px|Abbildung 1: Zuordnung von Abfallbehältern zu privat anfallenden Abfallströmen (eigene Darstellung)]] &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiel: Erfassung von Verpackungsabfällen====&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 wurden Verpackungsabfälle aus ca. einem Drittel (34,4%) der deutschen Haushalte über das Holsystem Wertstofftonne erfasst. In allen anderen Gebieten (65,6%) kommen die Gelbe Tonne oder der Gelbe Sack für die Erfassung von Verpackungsabfällen im Hol- oder Bringsystem zum Einsatz. In ländlichen Gebieten werden die meisten Verpackungsabfälle erfasst, während in Großstädten die geringsten LVP-Mengen erfasst werden. Dabei weisen die in Gelben Säcken gesammelten Abfälle eine höhere Qualität auf als die in Gelben Tonnen erfassten, da hier aufgrund der Stabilität, Größe und Blickdichte vermehrt Fehlwürfe erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsfahrzeuge===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Fahrzeuge zur Sammlung von Abfällen im Holsystem sind LKW mit den Komponenten Fahrgestell, Fest- oder Wechselaufbau und Aufnahmesystem. Die gängigen Systeme zur Beladung sind Frontlader, Seitenlader und Hecklader sowie Front-Seitenlader.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frontlader eignen sich zur Entleerung von Müllgroßbehältern im Ein-Personen-Betrieb und sind üblich bei der Sammlung von Industrie- und Gewerbeabfall. Front-Seitenlader werden aufgrund eines Beladearms für die Erfassung von Gewerbeabfällen und Haushaltsabfällen eingesetzt. Auch Seitenlader funktionieren im Ein-Personen-Betrieb und besitzen Kapazitäten für Müllgroßbehälter sowie für Großcontainer. Zudem ermöglichen sie je nach Art eine unterirdische Abfuhr. Hecklader sind vielseitig und werden daher häufig für die Sammlung von Haushalts- und Bioabfällen verwendet. Im Gegensatz zu Seiten- und Frontladern besteht die Notwendigkeit, mindestens zwei Personen zu stellen (einen Fahrer und einen Lader). Für die am Fahrzeugheck sitzenden Beladeöffnungen und Aufnahmesysteme gibt es je nach Anforderungen passende Kransysteme und passende Müllbehälter. Möglich sind geschlossene und offene Abfuhrsysteme sowie verschiedene Automatisierungsgrade.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsorgungsfahrzeuge sind häufig mit Technik zur Abfallverdichtung ausgestattet. Das kompaktierte Transportgut muss dabei die Recyclingfähigkeit und ggf. vorhandene Trennung der Stoffströme beibehalten &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Die Verdichtungstechnik wird je nach gesammeltem Stoffstrom gewählt. So wird auf Heckladern meist mit Pressplatten oder einer Drehtrommel verdichtet, während bei Front- und Seitenladern Schneckenverdichter oder Pendelpressenverdichter genutzt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das hydraulische Pressplattenwerk drückt Abfälle gegen ein Ausstoßschild im Sammelkasten des Heckladers. Anhand von Steuerungssystemen können die aufgegebenen Drücke in Abhängigkeit der Abfallzusammensetzung eingestellt werden (fraktionsoptimierte Verdichtung).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schneckenverdichter kombinieren die Umwälzung und Zerkleinerung von Abfällen mit der Verdichtung, indem die Abfälle durch sich verjüngende Pressschneckengänge befördert werden. Vorteile gegenüber der Pressplattenverdichtung sind eine ausgeglichene Verteilung von Flüssigkeiten und die Belüftung der Abfälle. Bei Einsatz einer Drehtrommel wird die Sammeltrommel bei umgekehrter Drehrichtung geleert, wobei gleichzeitig eine Selbstreinigung stattfindet.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:EntsorgungsfahrzeugeVarianten.png|center|800px|Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery heights=200 mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontlader.jpg|800px|a) Frontlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugSeitenlader.jpg|800px|b) Seitenlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugHecklader.jpg|800px|c) Hecklader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontSeitenlader Faun Easypress 2001.jpg|800px|d) Frontseitenlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsstrukturen in Deutschland===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Sammlung von Abfällen unterliegt in Deutschland der kommunalen Hoheit. Das bedeutet, dass jede Kommune eigenverantwortlich für die Bereitstellung von Abfallsammelbehältern und die Organisation der Sammellogistik ist. Entsprechend können die Systeme zur Erfassung und Sammlung von Abfällen sich in Deutschland von Kommune zu Kommune unterscheiden. Dies betrifft beispielsweise die Farbkodierung (Behälter- oder Deckelfarbe), die angebotenen Hol- oder Bringsysteme, die Leerungsrhythmen oder die genutzten Abfallsammelfahrzeuge.&lt;br /&gt;
Während Satzungen zu Abholrhythmen, Abfallgebühren und Wahl der Sammelsysteme im kommunalen Recht umgesetzt werden, wird z. B. die Zuständigkeit von Behörden im Landesrecht festgelegt. Das Landesrecht dient demnach dazu, Vorschriften aus dem Bundesrecht zu detaillieren und zu vervollständigen. Auf Bundesebene werden die Rahmenbedingungen festgehalten, wie z. B. im KrWG und im VerpackG.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Deutschland fällt der Transport von Abfällen unter das Kreislaufwirtschaftsgesetz, das auf europäischen Richtlinien basiert und um Rechtsverordnungen erweitert ist. Eine der zentralen Erweiterungen ist die europäische Verpackungsrichtlinie, die in Deutschland über das Verpackungsgesetz umgesetzt wird.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Verpackungsverordnung von 1991, die vor der ersten europäischen Verpackungsrichtlinie in Kraft trat, inkludierte eine Rücknahmepflicht für Transportverpackungen, Umverpackungen und Verkaufsverpackungen sowie die Pflicht, dass Inverkehrbringer ihre Verpackungen einer Verwertungsstelle zuführen müssen. Dabei ermöglichte die erweiterte Produktverantwortung, dass Hersteller und Vertreiber die Verpackungen nicht zurücknehmen müssen, sofern sie sich an einer rechtlich zugelassenen, lokal organisierten Sammlung beteiligen. Daher kooperieren die Inverkehrbringer von Abfällen mit öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Entsorgungsträgern. Die Bundesländer veröffentlichen jedes Jahr Informationen zu Art, Herkunft und Menge der von öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern gesammelten Abfälle &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Duale Systeme===&lt;br /&gt;
In Deutschland wird diese Form der lokalen Sammlung von Verpackungen durch zehn duale Systeme vorgenommen. Das Duale System Deutschland (DSD) wurde 1990 als erstes privatwirtschaftliches Entsorgungssystem eingeführt. Dieses ist unter der Bezeichnung „Der Grüne Punkt“ bekannt, da lizensierte Verkaufsverpackungen nach der Einführung der Verpackungsverordnung damit gekennzeichnet wurden. Erst mit einer Entscheidung des Bundeskartellamts im Jahr 2003 entwickelte sich ein freier Markt mit den weiteren Dualen Systemen (vgl. Abbildung 3).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog MarktanteileDS.PNG |thumb|800px|Abbildung 3: Vorläufig zugeordnete Marktanteile der Dualen Systeme für das zweite Quartal 2024 nach Stoffstrom &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;/&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dualen Systeme organisieren die Sammlung und Sortierung von  Leichtverpackungen (LVP). Die LVP-Erfassungsrate ist mit circa 75% mit denen von Altglas und Altpapier vergleichbar. Duale Systeme lizensieren neben Kunststoffverpackungen auch solche aus Glas oder PPK. &amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 wurden insgesamt 5,8 Mio. t Verpackungsabfälle (Glas, PPK und LVP) getrennt gesammelt (vgl. Abbildung 4 und 5). Inklusive der stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) betrug die Gesamtrecyclingquote der mit Dualen Systemen gesammelten Abfälle 50,5%. Die werkstoffliche Verwertungsquote für Kunststoffe betrug 60,6%, während die Gesamt-Verwertungsquote der Kunststoffe bei 104% lag. Dass diese Quote oberhalb der 100% lag, zeigt auf, dass die Dualen Systeme mehr Kunststoffabfälle gesammelt haben, als Kunststoffverpackungen lizensiert wurden. Auch bei Aluminium trat eine Verwertungsquote von über 100% auf, was auf eine unterschiedliche Definition von Verbundmaterialien bei Verpackungen und Abfällen zurückzuführen ist. &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-ErfassteMengenLVP.PNG |thumb|800px|Abbildung 4: Einwohnerspezifische Erfassungsmengen von Verpackungsabfällen nach Sammelsystem &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-Qualität.PNG |thumb|800px|Abbildung 5: Anteile von nicht erfassten Wertstoffen und Anteile von Fehlwürfen bei der Erfassung von Leichtverpackungen nach Sammelsystem bezogen auf das Sammelsystem mit den wenigsten nicht erfassten Wertstoffen (Gelbe Tonne ländlich) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wertstofftonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
In Deutschland kommt je nach Kommune die Wertstofftonne oder die Gelbe Tonne zum Einsatz. &lt;br /&gt;
Das Konzept der Wertstofftonne ist, auch jene Wertstoffe zu erfassen, die keine Verpackungen sind. Diese zählen in den Gelben Tonnen und Säcken als Fehlwürfe. In jeder erfassten Abfallkategorie treten Fehlwürfe auf. Dazu zählen fremde Stoffströme, die anderen Sammlungen zuzuführen wären, wie z. B. organische Abfälle oder auch Glas und PPK ohne Lizensierung. Als intelligente Fehlwürfe zählen diejenigen Fehlwürfe, die zwar als nicht-Verpackungen von den Dualen Systemen nicht lizensiert sind, jedoch dem gleichen Stoffstrom angehören wie die Leichtverpackungen (stoffgleiche Nichtverpackungen). Das Einwerfen von Wertstoffen in Form von Elektro-Altgeräten ist auch in Wertstofftonnen nicht erlaubt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt; Gründe für „intelligente Fehlwürfe“ in Gelben Tonnen sind die von Abfallerzeugenden empfundene Praktikabilität, aber auch Informationsmangel und Kostenersparnis. Da die Dualen Systeme die Sammlung und Sortierung sowie die ggf. nötige Entsorgung von stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) nicht über Lizenzentgelte finanziert bekommen, wurden Wertstofftonnen eingeführt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. So sollen möglichst hohe Anteile der stoffgleichen Verpackungen und Nichtverpackungen der stofflichen Verwertung zugeführt werden und möglichst wenige Kunststoffe über die Restmülltonne entsorgt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vergleich von Wertstofftonne und Gelber Tonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Um die gemeinsame Erfassung von LVP und sNVP in Wertstofftonnen vorzunehmen, können Duale Systeme mit öffentlich-rechtlichen Entsorgern kooperieren. Diese Zusammenarbeit ist in Form von Mitnutzungsverträgen gestattet, wenn sie Effizienzvorteile für Abfallerzeuger generiert, ohne den Wettbewerb signifikant zu beeinträchtigen (vgl. Tabelle 2).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Innerhalb Deutschlands werden je nach Region die verschiedenen Systeme angewandt, da die Verantwortung für die Zuführung von Verpackungsabfällen zu einer Verwertung ursprünglich bei den Gemeinden lag. Seit 1991 entwickelten sich infolge der Produktverantwortung auf Seite der Inverkehrbringer die Dualen Systeme. Jedoch sind erst seit einer 2019 in Kraft getretenen Novellierung des Verpackungsgesetzes alle Inverkehrbringer von Verkaufsverpackungen zur Teilnahme an einem Dualen System verpflichtet. Die Ausgestaltung der Erfassung und Sammlung wird von den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern vorgegeben, sodass sich in Bezug auf die Art des Sammelsystems sowie die Behältergrößen und Abholungshäufigkeiten regionale Differenzen ergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 2: Vor- und Nachteile von Wertstofftonne (und Wertstoffsack) gegenüber der Gelben Tonne (und dem Gelben Sack) nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Wertstofftonne&lt;br /&gt;
! Duale Systeme&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Gezielte Miterfassung von sNVP zur Steigerung der Recyclingquote (sNVP 10% und meist Kunststoff), dadurch höhere Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Recycling unabhängig vom Verwendungszweck&lt;br /&gt;
* Reduktion der massebezogenen Sammlungskosten gegenüber der Gelben Tonne &lt;br /&gt;
* Geringere Sammlungs- und Entsorgungskosten für Restabfall&lt;br /&gt;
* Geringere Gesamtkosten (absolut sowie einwohnerspezifisch und massenspezifisch)&lt;br /&gt;
* Erhöhte Rezyklatausbeute &lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Entwicklung der privatrechtlichen Entsorgungssysteme infolge der Produktverantwortung &lt;br /&gt;
* Höhere Qualität (in Gelben Säcken) durch soziale Kontrolle und mögliches Reißen der Säcke bei Fehlwürfen&lt;br /&gt;
* geringere Transportkosten zur Sortieranlage&lt;br /&gt;
* geringere Sortierkosten&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern&lt;br /&gt;
* Kooperation zwischen öffentlich-rechtlichen Entsorgern und privatrechtlichen Entsorgern erforderlich&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Fragmentierung der Recyclingwirtschaft&lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern: Fehlwürfe und Verunreinigungen mindern die Qualität (Auslegung auf Verpackungsabfälle)&lt;br /&gt;
* Informationsmangel hinsichtlich der Materialzusammensetzung&lt;br /&gt;
* Mangelnde Kontinuität der Stoffströme und teils geringe Umfänge&lt;br /&gt;
* Unzureichende Technologieentwicklung&lt;br /&gt;
* Unterbeteiligung an Dualen Systemen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--•	Unterscheidung wer ist für was zuständig etwas klarer, vlt ein Schaubild? (kommunal/privat) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;&amp;gt; Becker, T., &amp;amp; Mellen, D. (2022). Kunststoffe. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 429-448). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Bildstein, C. (2022). Glasrecycling. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., Bd. 20, S. 401-414). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Kempkes, J. H. (2022). Verpackungsabfälle. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 449-470). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;&amp;gt;Bundesregierung Deutschland. (12. Juni 1991). Verordnung über die Vermeidung von Verpackungsabfällen. Bundesregierung Deutschland. Bonn: Bundesanzeiger. Abgerufen am 26. 04 2024 von https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl191s1234.pdf%27%5D__1714158886519&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;&amp;gt;Gemeinsame Stelle dualer Systeme Deutschlands GmbH. (2021). Über die dualen Systeme. (G. S. GmbH, Herausgeber) Abgerufen am 09. 05 2024 von https://www.muelltrennung-wirkt.de/de/ueber-uns/ueber-die-dualen-systeme/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;&amp;gt;Hohmann, S. (2022). Logistikmanagement: Entsorgungslogistik. In S. Hohmann, Logistik- und Supply Chain Management (S. 179-193). Wiesbaden: Springer Gabler. doi:10.1007/978-3-658-13631-4_6 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;&amp;gt;Kirchhoff, J. F. (2022). Intelligente Konzepte für Sammelfahrzeuge. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 717-). Wiesbaden: Springer Fachmedien . doi:10.1007/978-3-658-36262-1_37&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;&amp;gt;SASE gGmbH. Gesellschaft zur Förderung und Sammlung aus Städtereinigung und Entsorgungswirtschaft. Firmensitz: Max-Planck-Str. 11, D-58638 Iserlohn, https://sase-iserlohn.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;&amp;gt;Kuchta, K. (2023). Kunststoffabfälle aus privaten Haushalten erfassen, sortieren und verwerten. In M. S. Porth, Wasser, Energie und Umwelt (S. 287–296). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-42657-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;&amp;gt;Orth, P. B. (2022). Verwertung von Kunststoffabfällen. In P. B. Orth, Kunststoffe im Kreislauf (S. 103-122). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:https://doi.org/10.1007/978-3-658-37814-1_9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;&amp;gt;Pfaff-Simoneit, W. (2022). Anforderungen an den Aufbau von Abfallwirtschaftssystemen. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (S. 629-659). Wiesbaden; Heidelberg: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_33&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;&amp;gt;Pfohl, H.-C. (2018). Entsorgungslogistik. In H.-C. Pfohl, Logistiksysteme (S. 247-257). Berlin: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-662-56228-4_13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;&amp;gt;Reffken, H., &amp;amp; Rigod, B. (2022). Kartellrecht. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 285-307). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;&amp;gt;Wagner, J. e. (2018). Analyse der Effizienz und Vorschläge zur Optimierung von Sammelsystemen (Hol- und Bringsysteme) der haushaltsnahen Erfassung von Leichtverpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen auf der Grundlage vorhandener Daten. INTECUS GmbH Abfallwirtschaft und umweltintegratives Management. Dessau-Roßlau: Umweltbundesamt. Abgerufen am 21. 05 2024 von https://www.umweltkanzlei.de/daten/module/media/9/20180522UBA-26.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2021). PRESSEMITTEILUNG Von der Einweg-Verpackung zum Kreislauf. Verpackungen sind Ressourcen. Verpackungsregister LUCID – Status quo und Perspektiven (S. 35). Osnabrück / Berlin: UBA. Abgerufen am 22. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/Auswertungen/Unterlagen_Pressekonferenz_ZSVR_18.11.2021.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2024). Vorläufig zuzuordnende Marktanteile der Systeme für das zweite Quartal 2024. Osnabrück: Zentrale Stelle Verpackungsregister. Abgerufen am 23. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/files/Marktanteile/Vorlaeufig_zuzuordnende_Marktanteile_der_Systeme_fuer_das_zweite_Quartal_2024.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4978</id>
		<title>Entsorgungsstrukturen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4978"/>
		<updated>2025-02-11T07:51:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: /* Bringsystem */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Entsorgungsstrukturen==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Das Gebiet der Abfallwirtschaft umfasst Erfassungs-, Sammel- und Logistiksysteme, die Planung und Organisation der Abfallbewirtschaftung, rechtliche und finanzielle Regelung sowie die Forschung und Entwicklung. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;/&amp;gt; Im Folgenden wird der Fokus auf die logistischen Strukturen der Abfallwirtschaft gelegt. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Entsorgungslogistik===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Entsorgungslogistik umfasst die Erfassung, die Sammlung und den Transport von Abfällen zu deren Behandlungsanlagen (inklusive Umschlag und Lagerung) und bildet so die Schnittstelle zwischen den Abfallerzeugern und den Einrichtungen der Verwertung, Aufbereitung und Beseitigung. Mit dem übergeordneten Ziel Materialien dem Wiedereinsatz zuzuführen, ist die Entsorgungslogistik für die Kreislaufwirtschaft essenziell.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für ein effektives Wertstoffmanagement werden Abfälle nach Material- und Produkteigenschaften kategorisiert. Für einen angemessenen Transport sind Aggregatzustand und Recyclingfähigkeit des jeweiligen Abfalls wichtige Kriterien. Für spätere Recyclingrohstoffe ist eine zeitoptimierte Logistik von größerer Bedeutung, während für nicht verwertbare Abfälle Ökonomie und Ökologie den Transport definieren. Ein weiterer Aspekt ist die Gefährlichkeit von Abfällen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Erfassung und Trennung (Vergleich von Holsystem und Bringsystem)===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Trennung von Abfällen kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen. Die getrennte Erfassung von Abfällen an ihrem Entstehungsort bietet den Vorteil einer hohen Sortenreinheit. Die gemischte Erfassung bietet einen geringeren Bedarf an Sammelbehältern während des in der Sammlung anschließenden Transports, jedoch komplexere Anforderungen an Umschlag und Lagerung sowie an die nachträgliche Sortierung und Aufbereitung. Die Erfassung kann in Form eines Holsystems oder eines Bringsystems sowie einer Kombination aus beiden erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
====Holsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Beim Holsystem stellen Abfallerzeuger die Abfälle in Sammelbehältern zur Abholung zur Verfügung &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Entsorgungsunternehmen oder Kommunen organisieren deren Abholung vom Abfallentstehungsort &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. Der geringe Aufwand auf Erzeugerseite bewirkt eine hohe Erfassungsrate (vgl. Tabelle 1) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Behälter für die lokale Erfassung sind Abfalleimer mit einem Volumen von mindestens 35 L, Abfalltonnen sowie Abfallgroßbehälter, die bis zu 360 L fassen, und an die Hebesysteme der Fahrzeuge angepasst sind. Diese Tonnen müssen sowohl von Privatpersonen manövrierbar als auch auf die Ausrüstung der Sammelfahrzeuge angepasst sein. Auf den Fahrzeugen befinden sich Wechsel- und Multifunktionsbehälter. Je nachdem, ob es sich um eine getrennte oder gemischte Erfassung handelt, können auf den Fahrzeugen Mehrkammersysteme eingesetzt werden (zum Beispiel bei der Umleerung von Glascontainern). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Arten der Behälter zur Erfassung von Abfällen am Entstehungsort oder dem jeweiligen Bringsystem werden unterschieden in Umleerbehälter sowie Wechselbehälter. Umleerbehälter werden in das Transportfahrzeug entleert und wieder abgestellt werden, während bei Wechselbehältern die vollen Behältnisse jeweils durch leere ersetzt. Eine weitere Möglichkeit sind Einwegbehältnisse wie z. B. Gelbe Säcke (vgl. Abbildung 1). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bringsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Sammelstellen zu vereinfachen, können Behälter in umgänglichen Größen bereitgestellt werden. Die Erzeuger transportieren die Abfälle eigenständig zu Recyclinghöfen oder zu größeren haushaltsnahen Erfassungsbehältnissen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt; Recycling- respektive Wertstoffhöfe nehmen auf ihren Grundstücken diverse Abfallarten an und sind innerhalb ihrer Öffnungszeiten für (private) Anlieferungen zugänglich&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. Insbesondere für LVP werden sie in ländlicher Umgebung, in denen kein Holsystem eingerichtet ist, als Haupterfassungssystem angeboten,. Auf Wertstoffhöfen werden infolge des Aufwands für Privatpersonen die geringsten Sammelmengen erfasst (vgl. Tabelle 1). Aus den geringen Sammelmengen resultieren bis zu vierfach höheren Kosten für Erfassung, Sammlung und Verwertung pro Kilogramm Verpackungsabfall gegenüber dem Holsystem mit Gelben Säcken.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein anderes Beispiel für das Bringsystem stellt die Sammlung von Altglas dar. Die Erfassungs- oder Sammelbehälter für Altglas befinden sich außerhalb der Privatgrundstücke, sind jedoch innerhalb von Stadtvierteln grundstücksnah aufgestellt (vgl. Abbildung 1). Die für diesen Bereich verwendeten Depotcontainer sind meist Umleerbehälter und können als Mehrkammersystem mit bis zu drei Kammern ausgebaut sein. Wenn die Abholung als integriertes System vorgesehen ist, wird das Altglas auf einem Fahrzeug reinfarbig transportiert. Auf den Fahrzeugen sind die Kammern durch Klappwände getrennt. Um eine Verunreinigung durch Überfüllung zu vermeiden, sind die Abholrhythmen sowie die bereitgestellte Behälteranzahl entsprechend festzulegen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 1: Vor- und Nachteile von Holsystemen gegenüber Bringsystemen nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Holsystem&lt;br /&gt;
! Bringsystem&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Komfort auf Seite der Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Qualität&lt;br /&gt;
* Bereitstellen der Sammelbehälter erfordert weniger Raum: zunächst private, handliche Behälter&lt;br /&gt;
* Preiswerter für die Kommunen&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Abfälle werden vor Abgabe länger gelagert&lt;br /&gt;
* Behälter benötigen ausreichendes Volumen und Kompatibilität mit Umladesystemen sowie ausreichende Handlichkeit&lt;br /&gt;
* Hohe logistische und Personal-Kosten für die Kommune&lt;br /&gt;
* Platzbedarf auf Grundstücken&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Hohe logistische Kosten für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Hoher Zeitaufwand für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Folglich geringe Beteiligung und geringere erfasste Mengen&lt;br /&gt;
* Begrenzte Anzahl an Sammelstellen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog Abfallbehälter.png |thumb|2000px|Abbildung 1: Zuordnung von Abfallbehältern zu privat anfallenden Abfallströmen (eigene Darstellung)]] &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiel: Erfassung von Verpackungsabfällen====&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 wurden Verpackungsabfälle aus ca. einem Drittel (34,4%) der deutschen Haushalte über das Holsystem Wertstofftonne erfasst. In allen anderen Gebieten (65,6%) kommen die Gelbe Tonne oder der Gelbe Sack für die Erfassung von Verpackungsabfällen im Hol- oder Bringsystem zum Einsatz. In ländlichen Gebieten werden die meisten Verpackungsabfälle erfasst, während in Großstädten die geringsten LVP-Mengen erfasst werden. Dabei weisen die in Gelben Säcken gesammelten Abfälle eine höhere Qualität auf als die in Gelben Tonnen erfassten, da hier aufgrund der Stabilität, Größe und Blickdichte vermehrt Fehlwürfe erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsfahrzeuge===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Fahrzeuge zur Sammlung von Abfällen im Holsystem sind LKW mit den Komponenten Fahrgestell, Fest- oder Wechselaufbau und Aufnahmesystem. Die gängigen Systeme zur Beladung sind Frontlader, Seitenlader und Hecklader sowie Front-Seitenlader.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frontlader eignen sich zur Entleerung von Müllgroßbehältern im Ein-Personen-Betrieb und sind üblich bei der Sammlung von Industrie- und Gewerbeabfall. Front-Seitenlader werden aufgrund eines Beladearms für die Erfassung von Gewerbeabfällen und Haushaltsabfällen eingesetzt. Auch Seitenlader funktionieren im Ein-Personen-Betrieb und besitzen Kapazitäten für Müllgroßbehälter sowie für Großcontainer. Zudem ermöglichen sie je nach Art eine unterirdische Abfuhr. Hecklader sind vielseitig und werden daher häufig für die Sammlung von Haushalts- und Bioabfällen verwendet. Im Gegensatz zu Seiten- und Frontladern besteht die Notwendigkeit, mindestens zwei Personen zu stellen (einen Fahrer und einen Lader). Für die am Fahrzeugheck sitzenden Beladeöffnungen und Aufnahmesysteme gibt es je nach Anforderungen passende Kransysteme und passende Müllbehälter. Möglich sind geschlossene und offene Abfuhrsysteme sowie verschiedene Automatisierungsgrade.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsorgungsfahrzeuge sind häufig mit Technik zur Abfallverdichtung ausgestattet. Das kompaktierte Transportgut muss dabei die Recyclingfähigkeit und ggf. vorhandene Trennung der Stoffströme beibehalten &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Die Verdichtungstechnik wird je nach gesammeltem Stoffstrom gewählt. So wird auf Heckladern meist mit Pressplatten oder einer Drehtrommel verdichtet, während bei Front- und Seitenladern Schneckenverdichter oder Pendelpressenverdichter genutzt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das hydraulische Pressplattenwerk drückt Abfälle gegen ein Ausstoßschild im Sammelkasten des Heckladers. Anhand von Steuerungssystemen können die aufgegebenen Drücke in Abhängigkeit der Abfallzusammensetzung eingestellt werden (fraktionsoptimierte Verdichtung).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schneckenverdichter kombinieren die Umwälzung und Zerkleinerung von Abfällen mit der Verdichtung, indem die Abfälle durch sich verjüngende Pressschneckengänge befördert werden. Vorteile gegenüber der Pressplattenverdichtung sind eine ausgeglichene Verteilung von Flüssigkeiten und die Belüftung der Abfälle. Bei Einsatz einer Drehtrommel wird die Sammeltrommel bei umgekehrter Drehrichtung geleert, wobei gleichzeitig eine Selbstreinigung stattfindet.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:EntsorgungsfahrzeugeVarianten.png|center|800px|Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery heights=200 mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontlader.jpg|800px|a) Frontlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugSeitenlader.jpg|800px|b) Seitenlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugHecklader.jpg|800px|c) Hecklader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontSeitenlader Faun Easypress 2001.jpg|800px|d) Frontseitenlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsstrukturen in Deutschland===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Sammlung von Abfällen unterliegt in Deutschland der kommunalen Hoheit. Das bedeutet, dass jede Kommune eigenverantwortlich für die Bereitstellung von Abfallsammelbehältern und die Organisation der Sammellogistik ist. Entsprechend können die Systeme zur Erfassung und Sammlung von Abfällen sich in Deutschland von Kommune zu Kommune unterscheiden. Dies betrifft beispielsweise die Farbkodierung (Behälter- oder Deckelfarbe), die angebotenen Hol- oder Bringsysteme, die Leerungsrhythmen oder die genutzten Abfallsammelfahrzeuge.&lt;br /&gt;
Während Satzungen zu Abholrhythmen, Abfallgebühren und Wahl der Sammelsysteme im kommunalen Recht umgesetzt werden, wird z. B. die Zuständigkeit von Behörden im Landesrecht festgelegt. Das Landesrecht dient demnach dazu, Vorschriften aus dem Bundesrecht zu detaillieren und zu vervollständigen. Auf Bundesebene werden die Rahmenbedingungen festgehalten, wie z. B. im KrWG und im VerpackG.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Deutschland fällt der Transport von Abfällen unter das Kreislaufwirtschaftsgesetz, das auf europäischen Richtlinien basiert und um Rechtsverordnungen erweitert ist. Eine der zentralen Erweiterungen ist die europäische Verpackungsrichtlinie, die in Deutschland über das Verpackungsgesetz umgesetzt wird.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Verpackungsverordnung von 1991, die vor der ersten europäischen Verpackungsrichtlinie in Kraft trat, inkludierte eine Rücknahmepflicht für Transportverpackungen, Umverpackungen und Verkaufsverpackungen sowie die Pflicht, dass Inverkehrbringer ihre Verpackungen einer Verwertungsstelle zuführen müssen. Dabei ermöglichte die erweiterte Produktverantwortung, dass Hersteller und Vertreiber die Verpackungen nicht zurücknehmen müssen, sofern sie sich an einer rechtlich zugelassenen, lokal organisierten Sammlung beteiligen. Daher kooperieren die Inverkehrbringer von Abfällen mit öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Entsorgungsträgern. Die Bundesländer veröffentlichen jedes Jahr Informationen zu Art, Herkunft und Menge der von öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern gesammelten Abfälle &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Duale Systeme===&lt;br /&gt;
In Deutschland wird diese Form der lokalen Sammlung von Verpackungen durch zehn duale Systeme vorgenommen. Das Duale System Deutschland (DSD) wurde 1990 als erstes privatwirtschaftliches Entsorgungssystem eingeführt. Dieses ist unter der Bezeichnung „Der Grüne Punkt“ bekannt, da lizensierte Verkaufsverpackungen nach der Einführung der Verpackungsverordnung damit gekennzeichnet wurden. Erst mit einer Entscheidung des Bundeskartellamts im Jahr 2003 entwickelte sich ein freier Markt mit den weiteren Dualen Systemen (vgl. Abbildung 3).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog MarktanteileDS.PNG |thumb|800px|Abbildung 3: Vorläufig zugeordnete Marktanteile der Dualen Systeme für das zweite Quartal 2024 nach Stoffstrom &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;/&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dualen Systeme organisieren die Sammlung und Sortierung von  Leichtverpackungen (LVP). Die LVP-Erfassungsrate ist mit circa 75% mit denen von Altglas und Altpapier vergleichbar. Duale Systeme lizensieren neben Kunststoffverpackungen auch solche aus Glas oder PPK. &amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 wurden insgesamt 5,8 Mio. t Verpackungsabfälle (Glas, PPK und LVP) getrennt gesammelt (vgl. Abbildung 4 und 5). Inklusive der stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) betrug die Gesamtrecyclingquote der mit Dualen Systemen gesammelten Abfälle 50,5%. Die werkstoffliche Verwertungsquote für Kunststoffe betrug 60,6%, während die Gesamt-Verwertungsquote der Kunststoffe bei 104% lag. Dass diese Quote oberhalb der 100% lag, zeigt auf, dass die Dualen Systeme mehr Kunststoffabfälle gesammelt haben, als Kunststoffverpackungen lizensiert wurden. Auch bei Aluminium trat eine Verwertungsquote von über 100% auf, was auf eine unterschiedliche Definition von Verbundmaterialien bei Verpackungen und Abfällen zurückzuführen ist. &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-ErfassteMengenLVP.PNG |thumb|800px|Abbildung 4: Einwohnerspezifische Erfassungsmengen von Verpackungsabfällen nach Sammelsystem &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-Qualität.PNG |thumb|800px|Abbildung 5: Anteile von nicht erfassten Wertstoffen und Anteile von Fehlwürfen bei der Erfassung von Leichtverpackungen nach Sammelsystem bezogen auf das Sammelsystem mit den wenigsten nicht erfassten Wertstoffen (Gelbe Tonne ländlich) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wertstofftonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
In Deutschland kommt je nach Kommune die Wertstofftonne oder die Gelbe Tonne zum Einsatz. &lt;br /&gt;
Das Konzept der Wertstofftonne ist, auch jene Wertstoffe zu erfassen, die keine Verpackungen sind. Diese zählen in den Gelben Tonnen und Säcken als Fehlwürfe. In jeder erfassten Abfallkategorie treten Fehlwürfe auf. Dazu zählen fremde Stoffströme, die anderen Sammlungen zuzuführen wären, wie z. B. organische Abfälle oder auch Glas und PPK ohne Lizensierung. Als intelligente Fehlwürfe zählen diejenigen Fehlwürfe, die zwar als nicht-Verpackungen von den Dualen Systemen nicht lizensiert sind, jedoch dem gleichen Stoffstrom angehören wie die Leichtverpackungen (stoffgleiche Nichtverpackungen). Das Einwerfen von Wertstoffen in Form von Elektro-Altgeräten ist auch in Wertstofftonnen nicht erlaubt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt; Gründe für „intelligente Fehlwürfe“ in Gelben Tonnen sind die von Abfallerzeugenden empfundene Praktikabilität, aber auch Informationsmangel und Kostenersparnis. Da die Dualen Systeme die Sammlung und Sortierung sowie die ggf. nötige Entsorgung von stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) nicht über Lizenzentgelte finanziert bekommen, wurden Wertstofftonnen eingeführt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. So sollen möglichst hohe Anteile der stoffgleichen Verpackungen und Nichtverpackungen der stofflichen Verwertung zugeführt werden und möglichst wenige Kunststoffe über die Restmülltonne entsorgt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vergleich von Wertstofftonne und Gelber Tonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Um die gemeinsame Erfassung von LVP und sNVP in Wertstofftonnen vorzunehmen, können Duale Systeme mit öffentlich-rechtlichen Entsorgern kooperieren. Diese Zusammenarbeit ist in Form von Mitnutzungsverträgen gestattet, wenn sie Effizienzvorteile für Abfallerzeuger generiert, ohne den Wettbewerb signifikant zu beeinträchtigen (vgl. Tabelle 2).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Innerhalb Deutschlands werden je nach Region die verschiedenen Systeme angewandt, da die Verantwortung für die Zuführung von Verpackungsabfällen zu einer Verwertung ursprünglich bei den Gemeinden lag. Seit 1991 entwickelten sich infolge der Produktverantwortung auf Seite der Inverkehrbringer die Dualen Systeme. Jedoch sind erst seit einer 2019 in Kraft getretenen Novellierung des Verpackungsgesetzes alle Inverkehrbringer von Verkaufsverpackungen zur Teilnahme an einem Dualen System verpflichtet. Die Ausgestaltung der Erfassung und Sammlung wird von den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern vorgegeben, sodass sich in Bezug auf die Art des Sammelsystems sowie die Behältergrößen und Abholungshäufigkeiten regionale Differenzen ergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 2: Vor- und Nachteile von Wertstofftonne (und Wertstoffsack) gegenüber der Gelben Tonne (und dem Gelben Sack) nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Wertstofftonne&lt;br /&gt;
! Duale Systeme&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Gezielte Miterfassung von sNVP zur Steigerung der Recyclingquote (sNVP 10% und meist Kunststoff), dadurch höhere Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Recycling unabhängig vom Verwendungszweck&lt;br /&gt;
* Reduktion der massebezogenen Sammlungskosten gegenüber der Gelben Tonne &lt;br /&gt;
* Geringere Sammlungs- und Entsorgungskosten für Restabfall&lt;br /&gt;
* Geringere Gesamtkosten (absolut sowie einwohnerspezifisch und massenspezifisch)&lt;br /&gt;
* Erhöhte Rezyklatausbeute &lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Entwicklung der privatrechtlichen Entsorgungssysteme infolge der Produktverantwortung &lt;br /&gt;
* Höhere Qualität (in Gelben Säcken) durch soziale Kontrolle und mögliches Reißen der Säcke bei Fehlwürfen&lt;br /&gt;
* geringere Transportkosten zur Sortieranlage&lt;br /&gt;
* geringere Sortierkosten&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern&lt;br /&gt;
* Kooperation zwischen öffentlich-rechtlichen Entsorgern und privatrechtlichen Entsorgern erforderlich&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Fragmentierung der Recyclingwirtschaft&lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern: Fehlwürfe und Verunreinigungen mindern die Qualität (Auslegung auf Verpackungsabfälle)&lt;br /&gt;
* Informationsmangel hinsichtlich der Materialzusammensetzung&lt;br /&gt;
* Mangelnde Kontinuität der Stoffströme und teils geringe Umfänge&lt;br /&gt;
* Unzureichende Technologieentwicklung&lt;br /&gt;
* Unterbeteiligung an Dualen Systemen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--•	Unterscheidung wer ist für was zuständig etwas klarer, vlt ein Schaubild? (kommunal/privat) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;&amp;gt; Becker, T., &amp;amp; Mellen, D. (2022). Kunststoffe. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 429-448). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Bildstein, C. (2022). Glasrecycling. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., Bd. 20, S. 401-414). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Kempkes, J. H. (2022). Verpackungsabfälle. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 449-470). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;&amp;gt;Bundesregierung Deutschland. (12. Juni 1991). Verordnung über die Vermeidung von Verpackungsabfällen. Bundesregierung Deutschland. Bonn: Bundesanzeiger. Abgerufen am 26. 04 2024 von https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl191s1234.pdf%27%5D__1714158886519&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;&amp;gt;Gemeinsame Stelle dualer Systeme Deutschlands GmbH. (2021). Über die dualen Systeme. (G. S. GmbH, Herausgeber) Abgerufen am 09. 05 2024 von https://www.muelltrennung-wirkt.de/de/ueber-uns/ueber-die-dualen-systeme/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;&amp;gt;Hohmann, S. (2022). Logistikmanagement: Entsorgungslogistik. In S. Hohmann, Logistik- und Supply Chain Management (S. 179-193). Wiesbaden: Springer Gabler. doi:10.1007/978-3-658-13631-4_6 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;&amp;gt;Kirchhoff, J. F. (2022). Intelligente Konzepte für Sammelfahrzeuge. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 717-). Wiesbaden: Springer Fachmedien . doi:10.1007/978-3-658-36262-1_37&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;&amp;gt;SASE gGmbH. Gesellschaft zur Förderung und Sammlung aus Städtereinigung und Entsorgungswirtschaft. Firmensitz: Max-Planck-Str. 11, D-58638 Iserlohn, https://sase-iserlohn.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;&amp;gt;Kuchta, K. (2023). Kunststoffabfälle aus privaten Haushalten erfassen, sortieren und verwerten. In M. S. Porth, Wasser, Energie und Umwelt (S. 287–296). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-42657-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;&amp;gt;Orth, P. B. (2022). Verwertung von Kunststoffabfällen. In P. B. Orth, Kunststoffe im Kreislauf (S. 103-122). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:https://doi.org/10.1007/978-3-658-37814-1_9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;&amp;gt;Pfaff-Simoneit, W. (2022). Anforderungen an den Aufbau von Abfallwirtschaftssystemen. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (S. 629-659). Wiesbaden; Heidelberg: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_33&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;&amp;gt;Pfohl, H.-C. (2018). Entsorgungslogistik. In H.-C. Pfohl, Logistiksysteme (S. 247-257). Berlin: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-662-56228-4_13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;&amp;gt;Reffken, H., &amp;amp; Rigod, B. (2022). Kartellrecht. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 285-307). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;&amp;gt;Wagner, J. e. (2018). Analyse der Effizienz und Vorschläge zur Optimierung von Sammelsystemen (Hol- und Bringsysteme) der haushaltsnahen Erfassung von Leichtverpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen auf der Grundlage vorhandener Daten. INTECUS GmbH Abfallwirtschaft und umweltintegratives Management. Dessau-Roßlau: Umweltbundesamt. Abgerufen am 21. 05 2024 von https://www.umweltkanzlei.de/daten/module/media/9/20180522UBA-26.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2021). PRESSEMITTEILUNG Von der Einweg-Verpackung zum Kreislauf. Verpackungen sind Ressourcen. Verpackungsregister LUCID – Status quo und Perspektiven (S. 35). Osnabrück / Berlin: UBA. Abgerufen am 22. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/Auswertungen/Unterlagen_Pressekonferenz_ZSVR_18.11.2021.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2024). Vorläufig zuzuordnende Marktanteile der Systeme für das zweite Quartal 2024. Osnabrück: Zentrale Stelle Verpackungsregister. Abgerufen am 23. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/files/Marktanteile/Vorlaeufig_zuzuordnende_Marktanteile_der_Systeme_fuer_das_zweite_Quartal_2024.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4977</id>
		<title>Entsorgungsstrukturen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4977"/>
		<updated>2025-02-11T07:50:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: /* Entsorgungsfahrzeuge */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Entsorgungsstrukturen==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Das Gebiet der Abfallwirtschaft umfasst Erfassungs-, Sammel- und Logistiksysteme, die Planung und Organisation der Abfallbewirtschaftung, rechtliche und finanzielle Regelung sowie die Forschung und Entwicklung. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;/&amp;gt; Im Folgenden wird der Fokus auf die logistischen Strukturen der Abfallwirtschaft gelegt. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Entsorgungslogistik===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Entsorgungslogistik umfasst die Erfassung, die Sammlung und den Transport von Abfällen zu deren Behandlungsanlagen (inklusive Umschlag und Lagerung) und bildet so die Schnittstelle zwischen den Abfallerzeugern und den Einrichtungen der Verwertung, Aufbereitung und Beseitigung. Mit dem übergeordneten Ziel Materialien dem Wiedereinsatz zuzuführen, ist die Entsorgungslogistik für die Kreislaufwirtschaft essenziell.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für ein effektives Wertstoffmanagement werden Abfälle nach Material- und Produkteigenschaften kategorisiert. Für einen angemessenen Transport sind Aggregatzustand und Recyclingfähigkeit des jeweiligen Abfalls wichtige Kriterien. Für spätere Recyclingrohstoffe ist eine zeitoptimierte Logistik von größerer Bedeutung, während für nicht verwertbare Abfälle Ökonomie und Ökologie den Transport definieren. Ein weiterer Aspekt ist die Gefährlichkeit von Abfällen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Erfassung und Trennung (Vergleich von Holsystem und Bringsystem)===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Trennung von Abfällen kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen. Die getrennte Erfassung von Abfällen an ihrem Entstehungsort bietet den Vorteil einer hohen Sortenreinheit. Die gemischte Erfassung bietet einen geringeren Bedarf an Sammelbehältern während des in der Sammlung anschließenden Transports, jedoch komplexere Anforderungen an Umschlag und Lagerung sowie an die nachträgliche Sortierung und Aufbereitung. Die Erfassung kann in Form eines Holsystems oder eines Bringsystems sowie einer Kombination aus beiden erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
====Holsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Beim Holsystem stellen Abfallerzeuger die Abfälle in Sammelbehältern zur Abholung zur Verfügung &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Entsorgungsunternehmen oder Kommunen organisieren deren Abholung vom Abfallentstehungsort &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. Der geringe Aufwand auf Erzeugerseite bewirkt eine hohe Erfassungsrate (vgl. Tabelle 1) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Behälter für die lokale Erfassung sind Abfalleimer mit einem Volumen von mindestens 35 L, Abfalltonnen sowie Abfallgroßbehälter, die bis zu 360 L fassen, und an die Hebesysteme der Fahrzeuge angepasst sind. Diese Tonnen müssen sowohl von Privatpersonen manövrierbar als auch auf die Ausrüstung der Sammelfahrzeuge angepasst sein. Auf den Fahrzeugen befinden sich Wechsel- und Multifunktionsbehälter. Je nachdem, ob es sich um eine getrennte oder gemischte Erfassung handelt, können auf den Fahrzeugen Mehrkammersysteme eingesetzt werden (zum Beispiel bei der Umleerung von Glascontainern). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Arten der Behälter zur Erfassung von Abfällen am Entstehungsort oder dem jeweiligen Bringsystem werden unterschieden in Umleerbehälter sowie Wechselbehälter. Umleerbehälter werden in das Transportfahrzeug entleert und wieder abgestellt werden, während bei Wechselbehältern die vollen Behältnisse jeweils durch leere ersetzt. Eine weitere Möglichkeit sind Einwegbehältnisse wie z. B. Gelbe Säcke (vgl. Abbildung 1). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bringsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Sammelstellen zu vereinfachen, können Behälter in umgänglichen Größen bereitgestellt werden. Die Erzeuger transportieren die Abfälle eigenständig zu Recyclinghöfen oder zu größeren haushaltsnahen Erfassungsbehältnissen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt; Recycling- respektive Wertstoffhöfe nehmen auf ihren Grundstücken diverse Abfallarten an und sind innerhalb ihrer Öffnungszeiten für (private) Anlieferungen zugänglich&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. Insbesondere für LVP werden sie in ländlicher Umgebung, in denen kein Holsystem eingerichtet ist, als Haupterfassungssystem angeboten,. Auf Wertstoffhöfen werden infolge des Aufwands für Privatpersonen die geringsten Sammelmengen erfasst (vgl. Tabelle 1). Aus den geringen Sammelmengen resultieren bis zu vierfach höheren Kosten für Erfassung, Sammlung und Verwertung pro Kilogramm Verpackungsabfall gegenüber dem Holsystem mit Gelben Säcken.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein anderes Beispiel für das Bringsystem stellt die Sammlung von Altglas dar. Die Erfassungs- oder Sammelbehälter für Altglas befinden sich außerhalb der Privatgrundstücke, sind jedoch innerhalb von Stadtvierteln grundstücksnah aufgestellt (vgl. Abbildung 1). Die für diesen Bereich verwendeten Depotcontainer sind meist Umleerbehälter und können als Mehrkammersystem mit bis zu drei Kammern ausgebaut sein. Wenn die Abholung als integriertes System vorgesehen ist, wird das Altglas auf einem Fahrzeug reinfarbig transportiert. Auf den Fahrzeugen sind die Kammern durch Klappwände getrennt. Um eine Verunreinigung durch Überfüllung zu vermeiden, sind die Abholrhythmen sowie die bereitgestellte Behälteranzahl entsprechend festzulegen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 1: Vor- und Nachteile von Holsystemen gegenüber Bringsystemen nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Holsystem&lt;br /&gt;
! Bringsystem&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Komfort auf Seite der Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Qualität&lt;br /&gt;
* Bereitstellen der Sammelbehälter erfordert weniger Raum: zunächst private, handliche Behälter&lt;br /&gt;
* Preiswerter für die Kommunen&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Abfälle werden vor Abgabe länger gelagert&lt;br /&gt;
* Behälter benötigen ausreichendes Volumen und Kompatibilität mit Umladesystemen sowie ausreichende Handlichkeit&lt;br /&gt;
* Hohe logistische und Personal-Kosten für die Kommune&lt;br /&gt;
* Platzbedarf auf Grundstücken&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Hohe logistische Kosten für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Hoher Zeitaufwand für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Folglich geringe Beteiligung und geringere erfasste Mengen&lt;br /&gt;
* Begrenzte Anzahl an Sammelstellen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog Abfallbehälter.png |thumb|900px|Abbildung 1: Zuordnung von Abfallbehältern zu privat anfallenden Abfallströmen (eigene Darstellung)]] &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiel: Erfassung von Verpackungsabfällen====&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 wurden Verpackungsabfälle aus ca. einem Drittel (34,4%) der deutschen Haushalte über das Holsystem Wertstofftonne erfasst. In allen anderen Gebieten (65,6%) kommen die Gelbe Tonne oder der Gelbe Sack für die Erfassung von Verpackungsabfällen im Hol- oder Bringsystem zum Einsatz. In ländlichen Gebieten werden die meisten Verpackungsabfälle erfasst, während in Großstädten die geringsten LVP-Mengen erfasst werden. Dabei weisen die in Gelben Säcken gesammelten Abfälle eine höhere Qualität auf als die in Gelben Tonnen erfassten, da hier aufgrund der Stabilität, Größe und Blickdichte vermehrt Fehlwürfe erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsfahrzeuge===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Fahrzeuge zur Sammlung von Abfällen im Holsystem sind LKW mit den Komponenten Fahrgestell, Fest- oder Wechselaufbau und Aufnahmesystem. Die gängigen Systeme zur Beladung sind Frontlader, Seitenlader und Hecklader sowie Front-Seitenlader.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frontlader eignen sich zur Entleerung von Müllgroßbehältern im Ein-Personen-Betrieb und sind üblich bei der Sammlung von Industrie- und Gewerbeabfall. Front-Seitenlader werden aufgrund eines Beladearms für die Erfassung von Gewerbeabfällen und Haushaltsabfällen eingesetzt. Auch Seitenlader funktionieren im Ein-Personen-Betrieb und besitzen Kapazitäten für Müllgroßbehälter sowie für Großcontainer. Zudem ermöglichen sie je nach Art eine unterirdische Abfuhr. Hecklader sind vielseitig und werden daher häufig für die Sammlung von Haushalts- und Bioabfällen verwendet. Im Gegensatz zu Seiten- und Frontladern besteht die Notwendigkeit, mindestens zwei Personen zu stellen (einen Fahrer und einen Lader). Für die am Fahrzeugheck sitzenden Beladeöffnungen und Aufnahmesysteme gibt es je nach Anforderungen passende Kransysteme und passende Müllbehälter. Möglich sind geschlossene und offene Abfuhrsysteme sowie verschiedene Automatisierungsgrade.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsorgungsfahrzeuge sind häufig mit Technik zur Abfallverdichtung ausgestattet. Das kompaktierte Transportgut muss dabei die Recyclingfähigkeit und ggf. vorhandene Trennung der Stoffströme beibehalten &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Die Verdichtungstechnik wird je nach gesammeltem Stoffstrom gewählt. So wird auf Heckladern meist mit Pressplatten oder einer Drehtrommel verdichtet, während bei Front- und Seitenladern Schneckenverdichter oder Pendelpressenverdichter genutzt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das hydraulische Pressplattenwerk drückt Abfälle gegen ein Ausstoßschild im Sammelkasten des Heckladers. Anhand von Steuerungssystemen können die aufgegebenen Drücke in Abhängigkeit der Abfallzusammensetzung eingestellt werden (fraktionsoptimierte Verdichtung).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schneckenverdichter kombinieren die Umwälzung und Zerkleinerung von Abfällen mit der Verdichtung, indem die Abfälle durch sich verjüngende Pressschneckengänge befördert werden. Vorteile gegenüber der Pressplattenverdichtung sind eine ausgeglichene Verteilung von Flüssigkeiten und die Belüftung der Abfälle. Bei Einsatz einer Drehtrommel wird die Sammeltrommel bei umgekehrter Drehrichtung geleert, wobei gleichzeitig eine Selbstreinigung stattfindet.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:EntsorgungsfahrzeugeVarianten.png|center|800px|Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery heights=200 mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontlader.jpg|800px|a) Frontlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugSeitenlader.jpg|800px|b) Seitenlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugHecklader.jpg|800px|c) Hecklader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontSeitenlader Faun Easypress 2001.jpg|800px|d) Frontseitenlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsstrukturen in Deutschland===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Sammlung von Abfällen unterliegt in Deutschland der kommunalen Hoheit. Das bedeutet, dass jede Kommune eigenverantwortlich für die Bereitstellung von Abfallsammelbehältern und die Organisation der Sammellogistik ist. Entsprechend können die Systeme zur Erfassung und Sammlung von Abfällen sich in Deutschland von Kommune zu Kommune unterscheiden. Dies betrifft beispielsweise die Farbkodierung (Behälter- oder Deckelfarbe), die angebotenen Hol- oder Bringsysteme, die Leerungsrhythmen oder die genutzten Abfallsammelfahrzeuge.&lt;br /&gt;
Während Satzungen zu Abholrhythmen, Abfallgebühren und Wahl der Sammelsysteme im kommunalen Recht umgesetzt werden, wird z. B. die Zuständigkeit von Behörden im Landesrecht festgelegt. Das Landesrecht dient demnach dazu, Vorschriften aus dem Bundesrecht zu detaillieren und zu vervollständigen. Auf Bundesebene werden die Rahmenbedingungen festgehalten, wie z. B. im KrWG und im VerpackG.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Deutschland fällt der Transport von Abfällen unter das Kreislaufwirtschaftsgesetz, das auf europäischen Richtlinien basiert und um Rechtsverordnungen erweitert ist. Eine der zentralen Erweiterungen ist die europäische Verpackungsrichtlinie, die in Deutschland über das Verpackungsgesetz umgesetzt wird.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Verpackungsverordnung von 1991, die vor der ersten europäischen Verpackungsrichtlinie in Kraft trat, inkludierte eine Rücknahmepflicht für Transportverpackungen, Umverpackungen und Verkaufsverpackungen sowie die Pflicht, dass Inverkehrbringer ihre Verpackungen einer Verwertungsstelle zuführen müssen. Dabei ermöglichte die erweiterte Produktverantwortung, dass Hersteller und Vertreiber die Verpackungen nicht zurücknehmen müssen, sofern sie sich an einer rechtlich zugelassenen, lokal organisierten Sammlung beteiligen. Daher kooperieren die Inverkehrbringer von Abfällen mit öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Entsorgungsträgern. Die Bundesländer veröffentlichen jedes Jahr Informationen zu Art, Herkunft und Menge der von öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern gesammelten Abfälle &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Duale Systeme===&lt;br /&gt;
In Deutschland wird diese Form der lokalen Sammlung von Verpackungen durch zehn duale Systeme vorgenommen. Das Duale System Deutschland (DSD) wurde 1990 als erstes privatwirtschaftliches Entsorgungssystem eingeführt. Dieses ist unter der Bezeichnung „Der Grüne Punkt“ bekannt, da lizensierte Verkaufsverpackungen nach der Einführung der Verpackungsverordnung damit gekennzeichnet wurden. Erst mit einer Entscheidung des Bundeskartellamts im Jahr 2003 entwickelte sich ein freier Markt mit den weiteren Dualen Systemen (vgl. Abbildung 3).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog MarktanteileDS.PNG |thumb|800px|Abbildung 3: Vorläufig zugeordnete Marktanteile der Dualen Systeme für das zweite Quartal 2024 nach Stoffstrom &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;/&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dualen Systeme organisieren die Sammlung und Sortierung von  Leichtverpackungen (LVP). Die LVP-Erfassungsrate ist mit circa 75% mit denen von Altglas und Altpapier vergleichbar. Duale Systeme lizensieren neben Kunststoffverpackungen auch solche aus Glas oder PPK. &amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 wurden insgesamt 5,8 Mio. t Verpackungsabfälle (Glas, PPK und LVP) getrennt gesammelt (vgl. Abbildung 4 und 5). Inklusive der stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) betrug die Gesamtrecyclingquote der mit Dualen Systemen gesammelten Abfälle 50,5%. Die werkstoffliche Verwertungsquote für Kunststoffe betrug 60,6%, während die Gesamt-Verwertungsquote der Kunststoffe bei 104% lag. Dass diese Quote oberhalb der 100% lag, zeigt auf, dass die Dualen Systeme mehr Kunststoffabfälle gesammelt haben, als Kunststoffverpackungen lizensiert wurden. Auch bei Aluminium trat eine Verwertungsquote von über 100% auf, was auf eine unterschiedliche Definition von Verbundmaterialien bei Verpackungen und Abfällen zurückzuführen ist. &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-ErfassteMengenLVP.PNG |thumb|800px|Abbildung 4: Einwohnerspezifische Erfassungsmengen von Verpackungsabfällen nach Sammelsystem &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-Qualität.PNG |thumb|800px|Abbildung 5: Anteile von nicht erfassten Wertstoffen und Anteile von Fehlwürfen bei der Erfassung von Leichtverpackungen nach Sammelsystem bezogen auf das Sammelsystem mit den wenigsten nicht erfassten Wertstoffen (Gelbe Tonne ländlich) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wertstofftonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
In Deutschland kommt je nach Kommune die Wertstofftonne oder die Gelbe Tonne zum Einsatz. &lt;br /&gt;
Das Konzept der Wertstofftonne ist, auch jene Wertstoffe zu erfassen, die keine Verpackungen sind. Diese zählen in den Gelben Tonnen und Säcken als Fehlwürfe. In jeder erfassten Abfallkategorie treten Fehlwürfe auf. Dazu zählen fremde Stoffströme, die anderen Sammlungen zuzuführen wären, wie z. B. organische Abfälle oder auch Glas und PPK ohne Lizensierung. Als intelligente Fehlwürfe zählen diejenigen Fehlwürfe, die zwar als nicht-Verpackungen von den Dualen Systemen nicht lizensiert sind, jedoch dem gleichen Stoffstrom angehören wie die Leichtverpackungen (stoffgleiche Nichtverpackungen). Das Einwerfen von Wertstoffen in Form von Elektro-Altgeräten ist auch in Wertstofftonnen nicht erlaubt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt; Gründe für „intelligente Fehlwürfe“ in Gelben Tonnen sind die von Abfallerzeugenden empfundene Praktikabilität, aber auch Informationsmangel und Kostenersparnis. Da die Dualen Systeme die Sammlung und Sortierung sowie die ggf. nötige Entsorgung von stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) nicht über Lizenzentgelte finanziert bekommen, wurden Wertstofftonnen eingeführt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. So sollen möglichst hohe Anteile der stoffgleichen Verpackungen und Nichtverpackungen der stofflichen Verwertung zugeführt werden und möglichst wenige Kunststoffe über die Restmülltonne entsorgt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vergleich von Wertstofftonne und Gelber Tonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Um die gemeinsame Erfassung von LVP und sNVP in Wertstofftonnen vorzunehmen, können Duale Systeme mit öffentlich-rechtlichen Entsorgern kooperieren. Diese Zusammenarbeit ist in Form von Mitnutzungsverträgen gestattet, wenn sie Effizienzvorteile für Abfallerzeuger generiert, ohne den Wettbewerb signifikant zu beeinträchtigen (vgl. Tabelle 2).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Innerhalb Deutschlands werden je nach Region die verschiedenen Systeme angewandt, da die Verantwortung für die Zuführung von Verpackungsabfällen zu einer Verwertung ursprünglich bei den Gemeinden lag. Seit 1991 entwickelten sich infolge der Produktverantwortung auf Seite der Inverkehrbringer die Dualen Systeme. Jedoch sind erst seit einer 2019 in Kraft getretenen Novellierung des Verpackungsgesetzes alle Inverkehrbringer von Verkaufsverpackungen zur Teilnahme an einem Dualen System verpflichtet. Die Ausgestaltung der Erfassung und Sammlung wird von den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern vorgegeben, sodass sich in Bezug auf die Art des Sammelsystems sowie die Behältergrößen und Abholungshäufigkeiten regionale Differenzen ergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 2: Vor- und Nachteile von Wertstofftonne (und Wertstoffsack) gegenüber der Gelben Tonne (und dem Gelben Sack) nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Wertstofftonne&lt;br /&gt;
! Duale Systeme&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Gezielte Miterfassung von sNVP zur Steigerung der Recyclingquote (sNVP 10% und meist Kunststoff), dadurch höhere Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Recycling unabhängig vom Verwendungszweck&lt;br /&gt;
* Reduktion der massebezogenen Sammlungskosten gegenüber der Gelben Tonne &lt;br /&gt;
* Geringere Sammlungs- und Entsorgungskosten für Restabfall&lt;br /&gt;
* Geringere Gesamtkosten (absolut sowie einwohnerspezifisch und massenspezifisch)&lt;br /&gt;
* Erhöhte Rezyklatausbeute &lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Entwicklung der privatrechtlichen Entsorgungssysteme infolge der Produktverantwortung &lt;br /&gt;
* Höhere Qualität (in Gelben Säcken) durch soziale Kontrolle und mögliches Reißen der Säcke bei Fehlwürfen&lt;br /&gt;
* geringere Transportkosten zur Sortieranlage&lt;br /&gt;
* geringere Sortierkosten&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern&lt;br /&gt;
* Kooperation zwischen öffentlich-rechtlichen Entsorgern und privatrechtlichen Entsorgern erforderlich&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Fragmentierung der Recyclingwirtschaft&lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern: Fehlwürfe und Verunreinigungen mindern die Qualität (Auslegung auf Verpackungsabfälle)&lt;br /&gt;
* Informationsmangel hinsichtlich der Materialzusammensetzung&lt;br /&gt;
* Mangelnde Kontinuität der Stoffströme und teils geringe Umfänge&lt;br /&gt;
* Unzureichende Technologieentwicklung&lt;br /&gt;
* Unterbeteiligung an Dualen Systemen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--•	Unterscheidung wer ist für was zuständig etwas klarer, vlt ein Schaubild? (kommunal/privat) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;&amp;gt; Becker, T., &amp;amp; Mellen, D. (2022). Kunststoffe. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 429-448). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Bildstein, C. (2022). Glasrecycling. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., Bd. 20, S. 401-414). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Kempkes, J. H. (2022). Verpackungsabfälle. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 449-470). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;&amp;gt;Bundesregierung Deutschland. (12. Juni 1991). Verordnung über die Vermeidung von Verpackungsabfällen. Bundesregierung Deutschland. Bonn: Bundesanzeiger. Abgerufen am 26. 04 2024 von https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl191s1234.pdf%27%5D__1714158886519&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;&amp;gt;Gemeinsame Stelle dualer Systeme Deutschlands GmbH. (2021). Über die dualen Systeme. (G. S. GmbH, Herausgeber) Abgerufen am 09. 05 2024 von https://www.muelltrennung-wirkt.de/de/ueber-uns/ueber-die-dualen-systeme/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;&amp;gt;Hohmann, S. (2022). Logistikmanagement: Entsorgungslogistik. In S. Hohmann, Logistik- und Supply Chain Management (S. 179-193). Wiesbaden: Springer Gabler. doi:10.1007/978-3-658-13631-4_6 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;&amp;gt;Kirchhoff, J. F. (2022). Intelligente Konzepte für Sammelfahrzeuge. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 717-). Wiesbaden: Springer Fachmedien . doi:10.1007/978-3-658-36262-1_37&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;&amp;gt;SASE gGmbH. Gesellschaft zur Förderung und Sammlung aus Städtereinigung und Entsorgungswirtschaft. Firmensitz: Max-Planck-Str. 11, D-58638 Iserlohn, https://sase-iserlohn.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;&amp;gt;Kuchta, K. (2023). Kunststoffabfälle aus privaten Haushalten erfassen, sortieren und verwerten. In M. S. Porth, Wasser, Energie und Umwelt (S. 287–296). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-42657-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;&amp;gt;Orth, P. B. (2022). Verwertung von Kunststoffabfällen. In P. B. Orth, Kunststoffe im Kreislauf (S. 103-122). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:https://doi.org/10.1007/978-3-658-37814-1_9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;&amp;gt;Pfaff-Simoneit, W. (2022). Anforderungen an den Aufbau von Abfallwirtschaftssystemen. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (S. 629-659). Wiesbaden; Heidelberg: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_33&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;&amp;gt;Pfohl, H.-C. (2018). Entsorgungslogistik. In H.-C. Pfohl, Logistiksysteme (S. 247-257). Berlin: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-662-56228-4_13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;&amp;gt;Reffken, H., &amp;amp; Rigod, B. (2022). Kartellrecht. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 285-307). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;&amp;gt;Wagner, J. e. (2018). Analyse der Effizienz und Vorschläge zur Optimierung von Sammelsystemen (Hol- und Bringsysteme) der haushaltsnahen Erfassung von Leichtverpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen auf der Grundlage vorhandener Daten. INTECUS GmbH Abfallwirtschaft und umweltintegratives Management. Dessau-Roßlau: Umweltbundesamt. Abgerufen am 21. 05 2024 von https://www.umweltkanzlei.de/daten/module/media/9/20180522UBA-26.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2021). PRESSEMITTEILUNG Von der Einweg-Verpackung zum Kreislauf. Verpackungen sind Ressourcen. Verpackungsregister LUCID – Status quo und Perspektiven (S. 35). Osnabrück / Berlin: UBA. Abgerufen am 22. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/Auswertungen/Unterlagen_Pressekonferenz_ZSVR_18.11.2021.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2024). Vorläufig zuzuordnende Marktanteile der Systeme für das zweite Quartal 2024. Osnabrück: Zentrale Stelle Verpackungsregister. Abgerufen am 23. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/files/Marktanteile/Vorlaeufig_zuzuordnende_Marktanteile_der_Systeme_fuer_das_zweite_Quartal_2024.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4976</id>
		<title>Entsorgungsstrukturen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4976"/>
		<updated>2025-02-11T07:50:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: /* Entsorgungsfahrzeuge */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Entsorgungsstrukturen==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Das Gebiet der Abfallwirtschaft umfasst Erfassungs-, Sammel- und Logistiksysteme, die Planung und Organisation der Abfallbewirtschaftung, rechtliche und finanzielle Regelung sowie die Forschung und Entwicklung. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;/&amp;gt; Im Folgenden wird der Fokus auf die logistischen Strukturen der Abfallwirtschaft gelegt. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Entsorgungslogistik===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Entsorgungslogistik umfasst die Erfassung, die Sammlung und den Transport von Abfällen zu deren Behandlungsanlagen (inklusive Umschlag und Lagerung) und bildet so die Schnittstelle zwischen den Abfallerzeugern und den Einrichtungen der Verwertung, Aufbereitung und Beseitigung. Mit dem übergeordneten Ziel Materialien dem Wiedereinsatz zuzuführen, ist die Entsorgungslogistik für die Kreislaufwirtschaft essenziell.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für ein effektives Wertstoffmanagement werden Abfälle nach Material- und Produkteigenschaften kategorisiert. Für einen angemessenen Transport sind Aggregatzustand und Recyclingfähigkeit des jeweiligen Abfalls wichtige Kriterien. Für spätere Recyclingrohstoffe ist eine zeitoptimierte Logistik von größerer Bedeutung, während für nicht verwertbare Abfälle Ökonomie und Ökologie den Transport definieren. Ein weiterer Aspekt ist die Gefährlichkeit von Abfällen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Erfassung und Trennung (Vergleich von Holsystem und Bringsystem)===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Trennung von Abfällen kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen. Die getrennte Erfassung von Abfällen an ihrem Entstehungsort bietet den Vorteil einer hohen Sortenreinheit. Die gemischte Erfassung bietet einen geringeren Bedarf an Sammelbehältern während des in der Sammlung anschließenden Transports, jedoch komplexere Anforderungen an Umschlag und Lagerung sowie an die nachträgliche Sortierung und Aufbereitung. Die Erfassung kann in Form eines Holsystems oder eines Bringsystems sowie einer Kombination aus beiden erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
====Holsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Beim Holsystem stellen Abfallerzeuger die Abfälle in Sammelbehältern zur Abholung zur Verfügung &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Entsorgungsunternehmen oder Kommunen organisieren deren Abholung vom Abfallentstehungsort &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. Der geringe Aufwand auf Erzeugerseite bewirkt eine hohe Erfassungsrate (vgl. Tabelle 1) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Behälter für die lokale Erfassung sind Abfalleimer mit einem Volumen von mindestens 35 L, Abfalltonnen sowie Abfallgroßbehälter, die bis zu 360 L fassen, und an die Hebesysteme der Fahrzeuge angepasst sind. Diese Tonnen müssen sowohl von Privatpersonen manövrierbar als auch auf die Ausrüstung der Sammelfahrzeuge angepasst sein. Auf den Fahrzeugen befinden sich Wechsel- und Multifunktionsbehälter. Je nachdem, ob es sich um eine getrennte oder gemischte Erfassung handelt, können auf den Fahrzeugen Mehrkammersysteme eingesetzt werden (zum Beispiel bei der Umleerung von Glascontainern). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Arten der Behälter zur Erfassung von Abfällen am Entstehungsort oder dem jeweiligen Bringsystem werden unterschieden in Umleerbehälter sowie Wechselbehälter. Umleerbehälter werden in das Transportfahrzeug entleert und wieder abgestellt werden, während bei Wechselbehältern die vollen Behältnisse jeweils durch leere ersetzt. Eine weitere Möglichkeit sind Einwegbehältnisse wie z. B. Gelbe Säcke (vgl. Abbildung 1). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bringsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Sammelstellen zu vereinfachen, können Behälter in umgänglichen Größen bereitgestellt werden. Die Erzeuger transportieren die Abfälle eigenständig zu Recyclinghöfen oder zu größeren haushaltsnahen Erfassungsbehältnissen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt; Recycling- respektive Wertstoffhöfe nehmen auf ihren Grundstücken diverse Abfallarten an und sind innerhalb ihrer Öffnungszeiten für (private) Anlieferungen zugänglich&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. Insbesondere für LVP werden sie in ländlicher Umgebung, in denen kein Holsystem eingerichtet ist, als Haupterfassungssystem angeboten,. Auf Wertstoffhöfen werden infolge des Aufwands für Privatpersonen die geringsten Sammelmengen erfasst (vgl. Tabelle 1). Aus den geringen Sammelmengen resultieren bis zu vierfach höheren Kosten für Erfassung, Sammlung und Verwertung pro Kilogramm Verpackungsabfall gegenüber dem Holsystem mit Gelben Säcken.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein anderes Beispiel für das Bringsystem stellt die Sammlung von Altglas dar. Die Erfassungs- oder Sammelbehälter für Altglas befinden sich außerhalb der Privatgrundstücke, sind jedoch innerhalb von Stadtvierteln grundstücksnah aufgestellt (vgl. Abbildung 1). Die für diesen Bereich verwendeten Depotcontainer sind meist Umleerbehälter und können als Mehrkammersystem mit bis zu drei Kammern ausgebaut sein. Wenn die Abholung als integriertes System vorgesehen ist, wird das Altglas auf einem Fahrzeug reinfarbig transportiert. Auf den Fahrzeugen sind die Kammern durch Klappwände getrennt. Um eine Verunreinigung durch Überfüllung zu vermeiden, sind die Abholrhythmen sowie die bereitgestellte Behälteranzahl entsprechend festzulegen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 1: Vor- und Nachteile von Holsystemen gegenüber Bringsystemen nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Holsystem&lt;br /&gt;
! Bringsystem&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Komfort auf Seite der Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Qualität&lt;br /&gt;
* Bereitstellen der Sammelbehälter erfordert weniger Raum: zunächst private, handliche Behälter&lt;br /&gt;
* Preiswerter für die Kommunen&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Abfälle werden vor Abgabe länger gelagert&lt;br /&gt;
* Behälter benötigen ausreichendes Volumen und Kompatibilität mit Umladesystemen sowie ausreichende Handlichkeit&lt;br /&gt;
* Hohe logistische und Personal-Kosten für die Kommune&lt;br /&gt;
* Platzbedarf auf Grundstücken&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Hohe logistische Kosten für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Hoher Zeitaufwand für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Folglich geringe Beteiligung und geringere erfasste Mengen&lt;br /&gt;
* Begrenzte Anzahl an Sammelstellen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog Abfallbehälter.png |thumb|900px|Abbildung 1: Zuordnung von Abfallbehältern zu privat anfallenden Abfallströmen (eigene Darstellung)]] &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiel: Erfassung von Verpackungsabfällen====&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 wurden Verpackungsabfälle aus ca. einem Drittel (34,4%) der deutschen Haushalte über das Holsystem Wertstofftonne erfasst. In allen anderen Gebieten (65,6%) kommen die Gelbe Tonne oder der Gelbe Sack für die Erfassung von Verpackungsabfällen im Hol- oder Bringsystem zum Einsatz. In ländlichen Gebieten werden die meisten Verpackungsabfälle erfasst, während in Großstädten die geringsten LVP-Mengen erfasst werden. Dabei weisen die in Gelben Säcken gesammelten Abfälle eine höhere Qualität auf als die in Gelben Tonnen erfassten, da hier aufgrund der Stabilität, Größe und Blickdichte vermehrt Fehlwürfe erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsfahrzeuge===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Fahrzeuge zur Sammlung von Abfällen im Holsystem sind LKW mit den Komponenten Fahrgestell, Fest- oder Wechselaufbau und Aufnahmesystem. Die gängigen Systeme zur Beladung sind Frontlader, Seitenlader und Hecklader sowie Front-Seitenlader.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frontlader eignen sich zur Entleerung von Müllgroßbehältern im Ein-Personen-Betrieb und sind üblich bei der Sammlung von Industrie- und Gewerbeabfall. Front-Seitenlader werden aufgrund eines Beladearms für die Erfassung von Gewerbeabfällen und Haushaltsabfällen eingesetzt. Auch Seitenlader funktionieren im Ein-Personen-Betrieb und besitzen Kapazitäten für Müllgroßbehälter sowie für Großcontainer. Zudem ermöglichen sie je nach Art eine unterirdische Abfuhr. Hecklader sind vielseitig und werden daher häufig für die Sammlung von Haushalts- und Bioabfällen verwendet. Im Gegensatz zu Seiten- und Frontladern besteht die Notwendigkeit, mindestens zwei Personen zu stellen (einen Fahrer und einen Lader). Für die am Fahrzeugheck sitzenden Beladeöffnungen und Aufnahmesysteme gibt es je nach Anforderungen passende Kransysteme und passende Müllbehälter. Möglich sind geschlossene und offene Abfuhrsysteme sowie verschiedene Automatisierungsgrade.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsorgungsfahrzeuge sind häufig mit Technik zur Abfallverdichtung ausgestattet. Das kompaktierte Transportgut muss dabei die Recyclingfähigkeit und ggf. vorhandene Trennung der Stoffströme beibehalten &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Die Verdichtungstechnik wird je nach gesammeltem Stoffstrom gewählt. So wird auf Heckladern meist mit Pressplatten oder einer Drehtrommel verdichtet, während bei Front- und Seitenladern Schneckenverdichter oder Pendelpressenverdichter genutzt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das hydraulische Pressplattenwerk drückt Abfälle gegen ein Ausstoßschild im Sammelkasten des Heckladers. Anhand von Steuerungssystemen können die aufgegebenen Drücke in Abhängigkeit der Abfallzusammensetzung eingestellt werden (fraktionsoptimierte Verdichtung).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schneckenverdichter kombinieren die Umwälzung und Zerkleinerung von Abfällen mit der Verdichtung, indem die Abfälle durch sich verjüngende Pressschneckengänge befördert werden. Vorteile gegenüber der Pressplattenverdichtung sind eine ausgeglichene Verteilung von Flüssigkeiten und die Belüftung der Abfälle. Bei Einsatz einer Drehtrommel wird die Sammeltrommel bei umgekehrter Drehrichtung geleert, wobei gleichzeitig eine Selbstreinigung stattfindet.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:EntsorgungsfahrzeugeVarianten.png|center|800px|Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery heights=800 mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontlader.jpg|800px|a) Frontlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugSeitenlader.jpg|800px|b) Seitenlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugHecklader.jpg|800px|c) Hecklader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontSeitenlader Faun Easypress 2001.jpg|800px|d) Frontseitenlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsstrukturen in Deutschland===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Sammlung von Abfällen unterliegt in Deutschland der kommunalen Hoheit. Das bedeutet, dass jede Kommune eigenverantwortlich für die Bereitstellung von Abfallsammelbehältern und die Organisation der Sammellogistik ist. Entsprechend können die Systeme zur Erfassung und Sammlung von Abfällen sich in Deutschland von Kommune zu Kommune unterscheiden. Dies betrifft beispielsweise die Farbkodierung (Behälter- oder Deckelfarbe), die angebotenen Hol- oder Bringsysteme, die Leerungsrhythmen oder die genutzten Abfallsammelfahrzeuge.&lt;br /&gt;
Während Satzungen zu Abholrhythmen, Abfallgebühren und Wahl der Sammelsysteme im kommunalen Recht umgesetzt werden, wird z. B. die Zuständigkeit von Behörden im Landesrecht festgelegt. Das Landesrecht dient demnach dazu, Vorschriften aus dem Bundesrecht zu detaillieren und zu vervollständigen. Auf Bundesebene werden die Rahmenbedingungen festgehalten, wie z. B. im KrWG und im VerpackG.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Deutschland fällt der Transport von Abfällen unter das Kreislaufwirtschaftsgesetz, das auf europäischen Richtlinien basiert und um Rechtsverordnungen erweitert ist. Eine der zentralen Erweiterungen ist die europäische Verpackungsrichtlinie, die in Deutschland über das Verpackungsgesetz umgesetzt wird.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Verpackungsverordnung von 1991, die vor der ersten europäischen Verpackungsrichtlinie in Kraft trat, inkludierte eine Rücknahmepflicht für Transportverpackungen, Umverpackungen und Verkaufsverpackungen sowie die Pflicht, dass Inverkehrbringer ihre Verpackungen einer Verwertungsstelle zuführen müssen. Dabei ermöglichte die erweiterte Produktverantwortung, dass Hersteller und Vertreiber die Verpackungen nicht zurücknehmen müssen, sofern sie sich an einer rechtlich zugelassenen, lokal organisierten Sammlung beteiligen. Daher kooperieren die Inverkehrbringer von Abfällen mit öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Entsorgungsträgern. Die Bundesländer veröffentlichen jedes Jahr Informationen zu Art, Herkunft und Menge der von öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern gesammelten Abfälle &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Duale Systeme===&lt;br /&gt;
In Deutschland wird diese Form der lokalen Sammlung von Verpackungen durch zehn duale Systeme vorgenommen. Das Duale System Deutschland (DSD) wurde 1990 als erstes privatwirtschaftliches Entsorgungssystem eingeführt. Dieses ist unter der Bezeichnung „Der Grüne Punkt“ bekannt, da lizensierte Verkaufsverpackungen nach der Einführung der Verpackungsverordnung damit gekennzeichnet wurden. Erst mit einer Entscheidung des Bundeskartellamts im Jahr 2003 entwickelte sich ein freier Markt mit den weiteren Dualen Systemen (vgl. Abbildung 3).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog MarktanteileDS.PNG |thumb|800px|Abbildung 3: Vorläufig zugeordnete Marktanteile der Dualen Systeme für das zweite Quartal 2024 nach Stoffstrom &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;/&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dualen Systeme organisieren die Sammlung und Sortierung von  Leichtverpackungen (LVP). Die LVP-Erfassungsrate ist mit circa 75% mit denen von Altglas und Altpapier vergleichbar. Duale Systeme lizensieren neben Kunststoffverpackungen auch solche aus Glas oder PPK. &amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 wurden insgesamt 5,8 Mio. t Verpackungsabfälle (Glas, PPK und LVP) getrennt gesammelt (vgl. Abbildung 4 und 5). Inklusive der stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) betrug die Gesamtrecyclingquote der mit Dualen Systemen gesammelten Abfälle 50,5%. Die werkstoffliche Verwertungsquote für Kunststoffe betrug 60,6%, während die Gesamt-Verwertungsquote der Kunststoffe bei 104% lag. Dass diese Quote oberhalb der 100% lag, zeigt auf, dass die Dualen Systeme mehr Kunststoffabfälle gesammelt haben, als Kunststoffverpackungen lizensiert wurden. Auch bei Aluminium trat eine Verwertungsquote von über 100% auf, was auf eine unterschiedliche Definition von Verbundmaterialien bei Verpackungen und Abfällen zurückzuführen ist. &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-ErfassteMengenLVP.PNG |thumb|800px|Abbildung 4: Einwohnerspezifische Erfassungsmengen von Verpackungsabfällen nach Sammelsystem &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-Qualität.PNG |thumb|800px|Abbildung 5: Anteile von nicht erfassten Wertstoffen und Anteile von Fehlwürfen bei der Erfassung von Leichtverpackungen nach Sammelsystem bezogen auf das Sammelsystem mit den wenigsten nicht erfassten Wertstoffen (Gelbe Tonne ländlich) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wertstofftonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
In Deutschland kommt je nach Kommune die Wertstofftonne oder die Gelbe Tonne zum Einsatz. &lt;br /&gt;
Das Konzept der Wertstofftonne ist, auch jene Wertstoffe zu erfassen, die keine Verpackungen sind. Diese zählen in den Gelben Tonnen und Säcken als Fehlwürfe. In jeder erfassten Abfallkategorie treten Fehlwürfe auf. Dazu zählen fremde Stoffströme, die anderen Sammlungen zuzuführen wären, wie z. B. organische Abfälle oder auch Glas und PPK ohne Lizensierung. Als intelligente Fehlwürfe zählen diejenigen Fehlwürfe, die zwar als nicht-Verpackungen von den Dualen Systemen nicht lizensiert sind, jedoch dem gleichen Stoffstrom angehören wie die Leichtverpackungen (stoffgleiche Nichtverpackungen). Das Einwerfen von Wertstoffen in Form von Elektro-Altgeräten ist auch in Wertstofftonnen nicht erlaubt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt; Gründe für „intelligente Fehlwürfe“ in Gelben Tonnen sind die von Abfallerzeugenden empfundene Praktikabilität, aber auch Informationsmangel und Kostenersparnis. Da die Dualen Systeme die Sammlung und Sortierung sowie die ggf. nötige Entsorgung von stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) nicht über Lizenzentgelte finanziert bekommen, wurden Wertstofftonnen eingeführt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. So sollen möglichst hohe Anteile der stoffgleichen Verpackungen und Nichtverpackungen der stofflichen Verwertung zugeführt werden und möglichst wenige Kunststoffe über die Restmülltonne entsorgt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vergleich von Wertstofftonne und Gelber Tonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Um die gemeinsame Erfassung von LVP und sNVP in Wertstofftonnen vorzunehmen, können Duale Systeme mit öffentlich-rechtlichen Entsorgern kooperieren. Diese Zusammenarbeit ist in Form von Mitnutzungsverträgen gestattet, wenn sie Effizienzvorteile für Abfallerzeuger generiert, ohne den Wettbewerb signifikant zu beeinträchtigen (vgl. Tabelle 2).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Innerhalb Deutschlands werden je nach Region die verschiedenen Systeme angewandt, da die Verantwortung für die Zuführung von Verpackungsabfällen zu einer Verwertung ursprünglich bei den Gemeinden lag. Seit 1991 entwickelten sich infolge der Produktverantwortung auf Seite der Inverkehrbringer die Dualen Systeme. Jedoch sind erst seit einer 2019 in Kraft getretenen Novellierung des Verpackungsgesetzes alle Inverkehrbringer von Verkaufsverpackungen zur Teilnahme an einem Dualen System verpflichtet. Die Ausgestaltung der Erfassung und Sammlung wird von den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern vorgegeben, sodass sich in Bezug auf die Art des Sammelsystems sowie die Behältergrößen und Abholungshäufigkeiten regionale Differenzen ergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 2: Vor- und Nachteile von Wertstofftonne (und Wertstoffsack) gegenüber der Gelben Tonne (und dem Gelben Sack) nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Wertstofftonne&lt;br /&gt;
! Duale Systeme&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Gezielte Miterfassung von sNVP zur Steigerung der Recyclingquote (sNVP 10% und meist Kunststoff), dadurch höhere Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Recycling unabhängig vom Verwendungszweck&lt;br /&gt;
* Reduktion der massebezogenen Sammlungskosten gegenüber der Gelben Tonne &lt;br /&gt;
* Geringere Sammlungs- und Entsorgungskosten für Restabfall&lt;br /&gt;
* Geringere Gesamtkosten (absolut sowie einwohnerspezifisch und massenspezifisch)&lt;br /&gt;
* Erhöhte Rezyklatausbeute &lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Entwicklung der privatrechtlichen Entsorgungssysteme infolge der Produktverantwortung &lt;br /&gt;
* Höhere Qualität (in Gelben Säcken) durch soziale Kontrolle und mögliches Reißen der Säcke bei Fehlwürfen&lt;br /&gt;
* geringere Transportkosten zur Sortieranlage&lt;br /&gt;
* geringere Sortierkosten&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern&lt;br /&gt;
* Kooperation zwischen öffentlich-rechtlichen Entsorgern und privatrechtlichen Entsorgern erforderlich&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Fragmentierung der Recyclingwirtschaft&lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern: Fehlwürfe und Verunreinigungen mindern die Qualität (Auslegung auf Verpackungsabfälle)&lt;br /&gt;
* Informationsmangel hinsichtlich der Materialzusammensetzung&lt;br /&gt;
* Mangelnde Kontinuität der Stoffströme und teils geringe Umfänge&lt;br /&gt;
* Unzureichende Technologieentwicklung&lt;br /&gt;
* Unterbeteiligung an Dualen Systemen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--•	Unterscheidung wer ist für was zuständig etwas klarer, vlt ein Schaubild? (kommunal/privat) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;&amp;gt; Becker, T., &amp;amp; Mellen, D. (2022). Kunststoffe. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 429-448). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Bildstein, C. (2022). Glasrecycling. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., Bd. 20, S. 401-414). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Kempkes, J. H. (2022). Verpackungsabfälle. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 449-470). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;&amp;gt;Bundesregierung Deutschland. (12. Juni 1991). Verordnung über die Vermeidung von Verpackungsabfällen. Bundesregierung Deutschland. Bonn: Bundesanzeiger. Abgerufen am 26. 04 2024 von https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl191s1234.pdf%27%5D__1714158886519&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;&amp;gt;Gemeinsame Stelle dualer Systeme Deutschlands GmbH. (2021). Über die dualen Systeme. (G. S. GmbH, Herausgeber) Abgerufen am 09. 05 2024 von https://www.muelltrennung-wirkt.de/de/ueber-uns/ueber-die-dualen-systeme/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;&amp;gt;Hohmann, S. (2022). Logistikmanagement: Entsorgungslogistik. In S. Hohmann, Logistik- und Supply Chain Management (S. 179-193). Wiesbaden: Springer Gabler. doi:10.1007/978-3-658-13631-4_6 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;&amp;gt;Kirchhoff, J. F. (2022). Intelligente Konzepte für Sammelfahrzeuge. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 717-). Wiesbaden: Springer Fachmedien . doi:10.1007/978-3-658-36262-1_37&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;&amp;gt;SASE gGmbH. Gesellschaft zur Förderung und Sammlung aus Städtereinigung und Entsorgungswirtschaft. Firmensitz: Max-Planck-Str. 11, D-58638 Iserlohn, https://sase-iserlohn.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;&amp;gt;Kuchta, K. (2023). Kunststoffabfälle aus privaten Haushalten erfassen, sortieren und verwerten. In M. S. Porth, Wasser, Energie und Umwelt (S. 287–296). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-42657-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;&amp;gt;Orth, P. B. (2022). Verwertung von Kunststoffabfällen. In P. B. Orth, Kunststoffe im Kreislauf (S. 103-122). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:https://doi.org/10.1007/978-3-658-37814-1_9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;&amp;gt;Pfaff-Simoneit, W. (2022). Anforderungen an den Aufbau von Abfallwirtschaftssystemen. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (S. 629-659). Wiesbaden; Heidelberg: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_33&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;&amp;gt;Pfohl, H.-C. (2018). Entsorgungslogistik. In H.-C. Pfohl, Logistiksysteme (S. 247-257). Berlin: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-662-56228-4_13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;&amp;gt;Reffken, H., &amp;amp; Rigod, B. (2022). Kartellrecht. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 285-307). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;&amp;gt;Wagner, J. e. (2018). Analyse der Effizienz und Vorschläge zur Optimierung von Sammelsystemen (Hol- und Bringsysteme) der haushaltsnahen Erfassung von Leichtverpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen auf der Grundlage vorhandener Daten. INTECUS GmbH Abfallwirtschaft und umweltintegratives Management. Dessau-Roßlau: Umweltbundesamt. Abgerufen am 21. 05 2024 von https://www.umweltkanzlei.de/daten/module/media/9/20180522UBA-26.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2021). PRESSEMITTEILUNG Von der Einweg-Verpackung zum Kreislauf. Verpackungen sind Ressourcen. Verpackungsregister LUCID – Status quo und Perspektiven (S. 35). Osnabrück / Berlin: UBA. Abgerufen am 22. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/Auswertungen/Unterlagen_Pressekonferenz_ZSVR_18.11.2021.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2024). Vorläufig zuzuordnende Marktanteile der Systeme für das zweite Quartal 2024. Osnabrück: Zentrale Stelle Verpackungsregister. Abgerufen am 23. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/files/Marktanteile/Vorlaeufig_zuzuordnende_Marktanteile_der_Systeme_fuer_das_zweite_Quartal_2024.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4856</id>
		<title>Entsorgungsstrukturen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4856"/>
		<updated>2025-01-17T08:59:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: /* Entsorgungsfahrzeuge */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Entsorgungsstrukturen==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Das Gebiet der Abfallwirtschaft umfasst Erfassungs-, Sammel- und Logistiksysteme, die Planung und Organisation der Abfallbewirtschaftung, rechtliche und finanzielle Regelung sowie die Forschung und Entwicklung. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;/&amp;gt; Im Folgenden wird der Fokus auf die logistischen Strukturen der Abfallwirtschaft gelegt. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Entsorgungslogistik===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Entsorgungslogistik umfasst die Erfassung, die Sammlung und den Transport von Abfällen zu deren Behandlungsanlagen (inklusive Umschlag und Lagerung) und bildet so die Schnittstelle zwischen den Abfallerzeugern und den Einrichtungen der Verwertung, Aufbereitung und Beseitigung. Mit dem übergeordneten Ziel Materialien dem Wiedereinsatz zuzuführen, ist die Entsorgungslogistik für die Kreislaufwirtschaft essenziell.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für ein effektives Wertstoffmanagement werden Abfälle nach Material- und Produkteigenschaften kategorisiert. Für einen angemessenen Transport sind Aggregatzustand und Recyclingfähigkeit des jeweiligen Abfalls wichtige Kriterien. Für spätere Recyclingrohstoffe ist eine zeitoptimierte Logistik von größerer Bedeutung, während für nicht verwertbare Abfälle Ökonomie und Ökologie den Transport definieren. Ein weiterer Aspekt ist die Gefährlichkeit von Abfällen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Erfassung und Trennung (Vergleich von Holsystem und Bringsystem)===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Trennung von Abfällen kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen. Die getrennte Erfassung von Abfällen an ihrem Entstehungsort bietet den Vorteil einer hohen Sortenreinheit. Die gemischte Erfassung bietet einen geringeren Bedarf an Sammelbehältern während des in der Sammlung anschließenden Transports, jedoch komplexere Anforderungen an Umschlag und Lagerung sowie an die nachträgliche Sortierung und Aufbereitung. Die Erfassung kann in Form eines Holsystems oder eines Bringsystems sowie einer Kombination aus beiden erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
====Holsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Beim Holsystem stellen Abfallerzeuger die Abfälle in Sammelbehältern zur Abholung zur Verfügung &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Entsorgungsunternehmen oder Kommunen organisieren deren Abholung vom Abfallentstehungsort &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. Der geringe Aufwand auf Erzeugerseite bewirkt eine hohe Erfassungsrate (vgl. Tabelle 1) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Behälter für die lokale Erfassung sind Abfalleimer mit einem Volumen von mindestens 35 L, Abfalltonnen sowie Abfallgroßbehälter, die bis zu 360 L fassen, und an die Hebesysteme der Fahrzeuge angepasst sind. Diese Tonnen müssen sowohl von Privatpersonen manövrierbar als auch auf die Ausrüstung der Sammelfahrzeuge angepasst sein. Auf den Fahrzeugen befinden sich Wechsel- und Multifunktionsbehälter. Je nachdem, ob es sich um eine getrennte oder gemischte Erfassung handelt, können auf den Fahrzeugen Mehrkammersysteme eingesetzt werden (zum Beispiel bei der Umleerung von Glascontainern). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Arten der Behälter zur Erfassung von Abfällen am Entstehungsort oder dem jeweiligen Bringsystem werden unterschieden in Umleerbehälter sowie Wechselbehälter. Umleerbehälter werden in das Transportfahrzeug entleert und wieder abgestellt werden, während bei Wechselbehältern die vollen Behältnisse jeweils durch leere ersetzt. Eine weitere Möglichkeit sind Einwegbehältnisse wie z. B. Gelbe Säcke (vgl. Abbildung 1). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bringsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Sammelstellen zu vereinfachen, können Behälter in umgänglichen Größen bereitgestellt werden. Die Erzeuger transportieren die Abfälle eigenständig zu Recyclinghöfen oder zu größeren haushaltsnahen Erfassungsbehältnissen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt; Recycling- respektive Wertstoffhöfe nehmen auf ihren Grundstücken diverse Abfallarten an und sind innerhalb ihrer Öffnungszeiten für (private) Anlieferungen zugänglich&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. Insbesondere für LVP werden sie in ländlicher Umgebung, in denen kein Holsystem eingerichtet ist, als Haupterfassungssystem angeboten,. Auf Wertstoffhöfen werden infolge des Aufwands für Privatpersonen die geringsten Sammelmengen erfasst (vgl. Tabelle 1). Aus den geringen Sammelmengen resultieren bis zu vierfach höheren Kosten für Erfassung, Sammlung und Verwertung pro Kilogramm Verpackungsabfall gegenüber dem Holsystem mit Gelben Säcken.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein anderes Beispiel für das Bringsystem stellt die Sammlung von Altglas dar. Die Erfassungs- oder Sammelbehälter für Altglas befinden sich außerhalb der Privatgrundstücke, sind jedoch innerhalb von Stadtvierteln grundstücksnah aufgestellt (vgl. Abbildung 1). Die für diesen Bereich verwendeten Depotcontainer sind meist Umleerbehälter und können als Mehrkammersystem mit bis zu drei Kammern ausgebaut sein. Wenn die Abholung als integriertes System vorgesehen ist, wird das Altglas auf einem Fahrzeug reinfarbig transportiert. Auf den Fahrzeugen sind die Kammern durch Klappwände getrennt. Um eine Verunreinigung durch Überfüllung zu vermeiden, sind die Abholrhythmen sowie die bereitgestellte Behälteranzahl entsprechend festzulegen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 1: Vor- und Nachteile von Holsystemen gegenüber Bringsystemen nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Holsystem&lt;br /&gt;
! Bringsystem&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Komfort auf Seite der Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Qualität&lt;br /&gt;
* Bereitstellen der Sammelbehälter erfordert weniger Raum: zunächst private, handliche Behälter&lt;br /&gt;
* Preiswerter für die Kommunen&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Abfälle werden vor Abgabe länger gelagert&lt;br /&gt;
* Behälter benötigen ausreichendes Volumen und Kompatibilität mit Umladesystemen sowie ausreichende Handlichkeit&lt;br /&gt;
* Hohe logistische und Personal-Kosten für die Kommune&lt;br /&gt;
* Platzbedarf auf Grundstücken&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Hohe logistische Kosten für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Hoher Zeitaufwand für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Folglich geringe Beteiligung und geringere erfasste Mengen&lt;br /&gt;
* Begrenzte Anzahl an Sammelstellen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog Abfallbehälter.png |thumb|900px|Abbildung 1: Zuordnung von Abfallbehältern zu privat anfallenden Abfallströmen (eigene Darstellung)]] &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiel: Erfassung von Verpackungsabfällen====&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 wurden Verpackungsabfälle aus ca. einem Drittel (34,4%) der deutschen Haushalte über das Holsystem Wertstofftonne erfasst. In allen anderen Gebieten (65,6%) kommen die Gelbe Tonne oder der Gelbe Sack für die Erfassung von Verpackungsabfällen im Hol- oder Bringsystem zum Einsatz. In ländlichen Gebieten werden die meisten Verpackungsabfälle erfasst, während in Großstädten die geringsten LVP-Mengen erfasst werden. Dabei weisen die in Gelben Säcken gesammelten Abfälle eine höhere Qualität auf als die in Gelben Tonnen erfassten, da hier aufgrund der Stabilität, Größe und Blickdichte vermehrt Fehlwürfe erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsfahrzeuge===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Fahrzeuge zur Sammlung von Abfällen im Holsystem sind LKW mit den Komponenten Fahrgestell, Fest- oder Wechselaufbau und Aufnahmesystem. Die gängigen Systeme zur Beladung sind Frontlader, Seitenlader und Hecklader sowie Front-Seitenlader.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frontlader eignen sich zur Entleerung von Müllgroßbehältern im Ein-Personen-Betrieb und sind üblich bei der Sammlung von Industrie- und Gewerbeabfall. Front-Seitenlader werden aufgrund eines Beladearms für die Erfassung von Gewerbeabfällen und Haushaltsabfällen eingesetzt. Auch Seitenlader funktionieren im Ein-Personen-Betrieb und besitzen Kapazitäten für Müllgroßbehälter sowie für Großcontainer. Zudem ermöglichen sie je nach Art eine unterirdische Abfuhr. Hecklader sind vielseitig und werden daher häufig für die Sammlung von Haushalts- und Bioabfällen verwendet. Im Gegensatz zu Seiten- und Frontladern besteht die Notwendigkeit, mindestens zwei Personen zu stellen (einen Fahrer und einen Lader). Für die am Fahrzeugheck sitzenden Beladeöffnungen und Aufnahmesysteme gibt es je nach Anforderungen passende Kransysteme und passende Müllbehälter. Möglich sind geschlossene und offene Abfuhrsysteme sowie verschiedene Automatisierungsgrade.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsorgungsfahrzeuge sind häufig mit Technik zur Abfallverdichtung ausgestattet. Das kompaktierte Transportgut muss dabei die Recyclingfähigkeit und ggf. vorhandene Trennung der Stoffströme beibehalten &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Die Verdichtungstechnik wird je nach gesammeltem Stoffstrom gewählt. So wird auf Heckladern meist mit Pressplatten oder einer Drehtrommel verdichtet, während bei Front- und Seitenladern Schneckenverdichter oder Pendelpressenverdichter genutzt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das hydraulische Pressplattenwerk drückt Abfälle gegen ein Ausstoßschild im Sammelkasten des Heckladers. Anhand von Steuerungssystemen können die aufgegebenen Drücke in Abhängigkeit der Abfallzusammensetzung eingestellt werden (fraktionsoptimierte Verdichtung).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schneckenverdichter kombinieren die Umwälzung und Zerkleinerung von Abfällen mit der Verdichtung, indem die Abfälle durch sich verjüngende Pressschneckengänge befördert werden. Vorteile gegenüber der Pressplattenverdichtung sind eine ausgeglichene Verteilung von Flüssigkeiten und die Belüftung der Abfälle. Bei Einsatz einer Drehtrommel wird die Sammeltrommel bei umgekehrter Drehrichtung geleert, wobei gleichzeitig eine Selbstreinigung stattfindet.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:EntsorgungsfahrzeugeVarianten.png|center|800px|Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=600px mode=&amp;quot;packed&amp;quot; &amp;lt;!--caption=&amp;quot;Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge&amp;quot;--&amp;gt;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontlader.jpg|thumb|a) Frontlader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugSeitenlader.jpg|thumb|b) Seitenlader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugHecklader.jpg|thumb|c) Hecklader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontSeitenlader Faun Easypress 2001.jpg|thumb|3000px|d) Frontseitenlader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsstrukturen in Deutschland===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Sammlung von Abfällen unterliegt in Deutschland der kommunalen Hoheit. Das bedeutet, dass jede Kommune eigenverantwortlich für die Bereitstellung von Abfallsammelbehältern und die Organisation der Sammellogistik ist. Entsprechend können die Systeme zur Erfassung und Sammlung von Abfällen sich in Deutschland von Kommune zu Kommune unterscheiden. Dies betrifft beispielsweise die Farbkodierung (Behälter- oder Deckelfarbe), die angebotenen Hol- oder Bringsysteme, die Leerungsrhythmen oder die genutzten Abfallsammelfahrzeuge.&lt;br /&gt;
Während Satzungen zu Abholrhythmen, Abfallgebühren und Wahl der Sammelsysteme im kommunalen Recht umgesetzt werden, wird z. B. die Zuständigkeit von Behörden im Landesrecht festgelegt. Das Landesrecht dient demnach dazu, Vorschriften aus dem Bundesrecht zu detaillieren und zu vervollständigen. Auf Bundesebene werden die Rahmenbedingungen festgehalten, wie z. B. im KrWG und im VerpackG.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Deutschland fällt der Transport von Abfällen unter das Kreislaufwirtschaftsgesetz, das auf europäischen Richtlinien basiert und um Rechtsverordnungen erweitert ist. Eine der zentralen Erweiterungen ist die europäische Verpackungsrichtlinie, die in Deutschland über das Verpackungsgesetz umgesetzt wird.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Verpackungsverordnung von 1991, die vor der ersten europäischen Verpackungsrichtlinie in Kraft trat, inkludierte eine Rücknahmepflicht für Transportverpackungen, Umverpackungen und Verkaufsverpackungen sowie die Pflicht, dass Inverkehrbringer ihre Verpackungen einer Verwertungsstelle zuführen müssen. Dabei ermöglichte die erweiterte Produktverantwortung, dass Hersteller und Vertreiber die Verpackungen nicht zurücknehmen müssen, sofern sie sich an einer rechtlich zugelassenen, lokal organisierten Sammlung beteiligen. Daher kooperieren die Inverkehrbringer von Abfällen mit öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Entsorgungsträgern. Die Bundesländer veröffentlichen jedes Jahr Informationen zu Art, Herkunft und Menge der von öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern gesammelten Abfälle &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Duale Systeme===&lt;br /&gt;
In Deutschland wird diese Form der lokalen Sammlung von Verpackungen durch zehn duale Systeme vorgenommen. Das Duale System Deutschland (DSD) wurde 1990 als erstes privatwirtschaftliches Entsorgungssystem eingeführt. Dieses ist unter der Bezeichnung „Der Grüne Punkt“ bekannt, da lizensierte Verkaufsverpackungen nach der Einführung der Verpackungsverordnung damit gekennzeichnet wurden. Erst mit einer Entscheidung des Bundeskartellamts im Jahr 2003 entwickelte sich ein freier Markt mit den weiteren Dualen Systemen (vgl. Abbildung 3).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog MarktanteileDS.PNG |thumb|800px|Abbildung 3: Vorläufig zugeordnete Marktanteile der Dualen Systeme für das zweite Quartal 2024 nach Stoffstrom &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;/&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dualen Systeme organisieren die Sammlung und Sortierung von  Leichtverpackungen (LVP). Die LVP-Erfassungsrate ist mit circa 75% mit denen von Altglas und Altpapier vergleichbar. Duale Systeme lizensieren neben Kunststoffverpackungen auch solche aus Glas oder PPK. &amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 wurden insgesamt 5,8 Mio. t Verpackungsabfälle (Glas, PPK und LVP) getrennt gesammelt (vgl. Abbildung 4 und 5). Inklusive der stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) betrug die Gesamtrecyclingquote der mit Dualen Systemen gesammelten Abfälle 50,5%. Die werkstoffliche Verwertungsquote für Kunststoffe betrug 60,6%, während die Gesamt-Verwertungsquote der Kunststoffe bei 104% lag. Dass diese Quote oberhalb der 100% lag, zeigt auf, dass die Dualen Systeme mehr Kunststoffabfälle gesammelt haben, als Kunststoffverpackungen lizensiert wurden. Auch bei Aluminium trat eine Verwertungsquote von über 100% auf, was auf eine unterschiedliche Definition von Verbundmaterialien bei Verpackungen und Abfällen zurückzuführen ist. &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-ErfassteMengenLVP.PNG |thumb|800px|Abbildung 4: Einwohnerspezifische Erfassungsmengen von Verpackungsabfällen nach Sammelsystem &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-Qualität.PNG |thumb|800px|Abbildung 5: Anteile von nicht erfassten Wertstoffen und Anteile von Fehlwürfen bei der Erfassung von Leichtverpackungen nach Sammelsystem bezogen auf das Sammelsystem mit den wenigsten nicht erfassten Wertstoffen (Gelbe Tonne ländlich) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wertstofftonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
In Deutschland kommt je nach Kommune die Wertstofftonne oder die Gelbe Tonne zum Einsatz. &lt;br /&gt;
Das Konzept der Wertstofftonne ist, auch jene Wertstoffe zu erfassen, die keine Verpackungen sind. Diese zählen in den Gelben Tonnen und Säcken als Fehlwürfe. In jeder erfassten Abfallkategorie treten Fehlwürfe auf. Dazu zählen fremde Stoffströme, die anderen Sammlungen zuzuführen wären, wie z. B. organische Abfälle oder auch Glas und PPK ohne Lizensierung. Als intelligente Fehlwürfe zählen diejenigen Fehlwürfe, die zwar als nicht-Verpackungen von den Dualen Systemen nicht lizensiert sind, jedoch dem gleichen Stoffstrom angehören wie die Leichtverpackungen (stoffgleiche Nichtverpackungen). Das Einwerfen von Wertstoffen in Form von Elektro-Altgeräten ist auch in Wertstofftonnen nicht erlaubt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt; Gründe für „intelligente Fehlwürfe“ in Gelben Tonnen sind die von Abfallerzeugenden empfundene Praktikabilität, aber auch Informationsmangel und Kostenersparnis. Da die Dualen Systeme die Sammlung und Sortierung sowie die ggf. nötige Entsorgung von stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) nicht über Lizenzentgelte finanziert bekommen, wurden Wertstofftonnen eingeführt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. So sollen möglichst hohe Anteile der stoffgleichen Verpackungen und Nichtverpackungen der stofflichen Verwertung zugeführt werden und möglichst wenige Kunststoffe über die Restmülltonne entsorgt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vergleich von Wertstofftonne und Gelber Tonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Um die gemeinsame Erfassung von LVP und sNVP in Wertstofftonnen vorzunehmen, können Duale Systeme mit öffentlich-rechtlichen Entsorgern kooperieren. Diese Zusammenarbeit ist in Form von Mitnutzungsverträgen gestattet, wenn sie Effizienzvorteile für Abfallerzeuger generiert, ohne den Wettbewerb signifikant zu beeinträchtigen (vgl. Tabelle 2).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Innerhalb Deutschlands werden je nach Region die verschiedenen Systeme angewandt, da die Verantwortung für die Zuführung von Verpackungsabfällen zu einer Verwertung ursprünglich bei den Gemeinden lag. Seit 1991 entwickelten sich infolge der Produktverantwortung auf Seite der Inverkehrbringer die Dualen Systeme. Jedoch sind erst seit einer 2019 in Kraft getretenen Novellierung des Verpackungsgesetzes alle Inverkehrbringer von Verkaufsverpackungen zur Teilnahme an einem Dualen System verpflichtet. Die Ausgestaltung der Erfassung und Sammlung wird von den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern vorgegeben, sodass sich in Bezug auf die Art des Sammelsystems sowie die Behältergrößen und Abholungshäufigkeiten regionale Differenzen ergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 2: Vor- und Nachteile von Wertstofftonne (und Wertstoffsack) gegenüber der Gelben Tonne (und dem Gelben Sack) nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Wertstofftonne&lt;br /&gt;
! Duale Systeme&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Gezielte Miterfassung von sNVP zur Steigerung der Recyclingquote (sNVP 10% und meist Kunststoff), dadurch höhere Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Recycling unabhängig vom Verwendungszweck&lt;br /&gt;
* Reduktion der massebezogenen Sammlungskosten gegenüber der Gelben Tonne &lt;br /&gt;
* Geringere Sammlungs- und Entsorgungskosten für Restabfall&lt;br /&gt;
* Geringere Gesamtkosten (absolut sowie einwohnerspezifisch und massenspezifisch)&lt;br /&gt;
* Erhöhte Rezyklatausbeute &lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Entwicklung der privatrechtlichen Entsorgungssysteme infolge der Produktverantwortung &lt;br /&gt;
* Höhere Qualität (in Gelben Säcken) durch soziale Kontrolle und mögliches Reißen der Säcke bei Fehlwürfen&lt;br /&gt;
* geringere Transportkosten zur Sortieranlage&lt;br /&gt;
* geringere Sortierkosten&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern&lt;br /&gt;
* Kooperation zwischen öffentlich-rechtlichen Entsorgern und privatrechtlichen Entsorgern erforderlich&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Fragmentierung der Recyclingwirtschaft&lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern: Fehlwürfe und Verunreinigungen mindern die Qualität (Auslegung auf Verpackungsabfälle)&lt;br /&gt;
* Informationsmangel hinsichtlich der Materialzusammensetzung&lt;br /&gt;
* Mangelnde Kontinuität der Stoffströme und teils geringe Umfänge&lt;br /&gt;
* Unzureichende Technologieentwicklung&lt;br /&gt;
* Unterbeteiligung an Dualen Systemen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--•	Unterscheidung wer ist für was zuständig etwas klarer, vlt ein Schaubild? (kommunal/privat) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;&amp;gt; Becker, T., &amp;amp; Mellen, D. (2022). Kunststoffe. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 429-448). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Bildstein, C. (2022). Glasrecycling. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., Bd. 20, S. 401-414). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Kempkes, J. H. (2022). Verpackungsabfälle. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 449-470). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;&amp;gt;Bundesregierung Deutschland. (12. Juni 1991). Verordnung über die Vermeidung von Verpackungsabfällen. Bundesregierung Deutschland. Bonn: Bundesanzeiger. Abgerufen am 26. 04 2024 von https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl191s1234.pdf%27%5D__1714158886519&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;&amp;gt;Gemeinsame Stelle dualer Systeme Deutschlands GmbH. (2021). Über die dualen Systeme. (G. S. GmbH, Herausgeber) Abgerufen am 09. 05 2024 von https://www.muelltrennung-wirkt.de/de/ueber-uns/ueber-die-dualen-systeme/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;&amp;gt;Hohmann, S. (2022). Logistikmanagement: Entsorgungslogistik. In S. Hohmann, Logistik- und Supply Chain Management (S. 179-193). Wiesbaden: Springer Gabler. doi:10.1007/978-3-658-13631-4_6 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;&amp;gt;Kirchhoff, J. F. (2022). Intelligente Konzepte für Sammelfahrzeuge. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 717-). Wiesbaden: Springer Fachmedien . doi:10.1007/978-3-658-36262-1_37&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;&amp;gt;SASE gGmbH. Gesellschaft zur Förderung und Sammlung aus Städtereinigung und Entsorgungswirtschaft. Firmensitz: Max-Planck-Str. 11, D-58638 Iserlohn, https://sase-iserlohn.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;&amp;gt;Kuchta, K. (2023). Kunststoffabfälle aus privaten Haushalten erfassen, sortieren und verwerten. In M. S. Porth, Wasser, Energie und Umwelt (S. 287–296). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-42657-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;&amp;gt;Orth, P. B. (2022). Verwertung von Kunststoffabfällen. In P. B. Orth, Kunststoffe im Kreislauf (S. 103-122). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:https://doi.org/10.1007/978-3-658-37814-1_9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;&amp;gt;Pfaff-Simoneit, W. (2022). Anforderungen an den Aufbau von Abfallwirtschaftssystemen. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (S. 629-659). Wiesbaden; Heidelberg: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_33&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;&amp;gt;Pfohl, H.-C. (2018). Entsorgungslogistik. In H.-C. Pfohl, Logistiksysteme (S. 247-257). Berlin: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-662-56228-4_13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;&amp;gt;Reffken, H., &amp;amp; Rigod, B. (2022). Kartellrecht. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 285-307). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;&amp;gt;Wagner, J. e. (2018). Analyse der Effizienz und Vorschläge zur Optimierung von Sammelsystemen (Hol- und Bringsysteme) der haushaltsnahen Erfassung von Leichtverpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen auf der Grundlage vorhandener Daten. INTECUS GmbH Abfallwirtschaft und umweltintegratives Management. Dessau-Roßlau: Umweltbundesamt. Abgerufen am 21. 05 2024 von https://www.umweltkanzlei.de/daten/module/media/9/20180522UBA-26.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2021). PRESSEMITTEILUNG Von der Einweg-Verpackung zum Kreislauf. Verpackungen sind Ressourcen. Verpackungsregister LUCID – Status quo und Perspektiven (S. 35). Osnabrück / Berlin: UBA. Abgerufen am 22. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/Auswertungen/Unterlagen_Pressekonferenz_ZSVR_18.11.2021.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2024). Vorläufig zuzuordnende Marktanteile der Systeme für das zweite Quartal 2024. Osnabrück: Zentrale Stelle Verpackungsregister. Abgerufen am 23. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/files/Marktanteile/Vorlaeufig_zuzuordnende_Marktanteile_der_Systeme_fuer_das_zweite_Quartal_2024.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4855</id>
		<title>Entsorgungsstrukturen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4855"/>
		<updated>2025-01-17T08:59:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: /* Entsorgungsfahrzeuge */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Entsorgungsstrukturen==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Das Gebiet der Abfallwirtschaft umfasst Erfassungs-, Sammel- und Logistiksysteme, die Planung und Organisation der Abfallbewirtschaftung, rechtliche und finanzielle Regelung sowie die Forschung und Entwicklung. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;/&amp;gt; Im Folgenden wird der Fokus auf die logistischen Strukturen der Abfallwirtschaft gelegt. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Entsorgungslogistik===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Entsorgungslogistik umfasst die Erfassung, die Sammlung und den Transport von Abfällen zu deren Behandlungsanlagen (inklusive Umschlag und Lagerung) und bildet so die Schnittstelle zwischen den Abfallerzeugern und den Einrichtungen der Verwertung, Aufbereitung und Beseitigung. Mit dem übergeordneten Ziel Materialien dem Wiedereinsatz zuzuführen, ist die Entsorgungslogistik für die Kreislaufwirtschaft essenziell.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für ein effektives Wertstoffmanagement werden Abfälle nach Material- und Produkteigenschaften kategorisiert. Für einen angemessenen Transport sind Aggregatzustand und Recyclingfähigkeit des jeweiligen Abfalls wichtige Kriterien. Für spätere Recyclingrohstoffe ist eine zeitoptimierte Logistik von größerer Bedeutung, während für nicht verwertbare Abfälle Ökonomie und Ökologie den Transport definieren. Ein weiterer Aspekt ist die Gefährlichkeit von Abfällen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Erfassung und Trennung (Vergleich von Holsystem und Bringsystem)===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Trennung von Abfällen kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen. Die getrennte Erfassung von Abfällen an ihrem Entstehungsort bietet den Vorteil einer hohen Sortenreinheit. Die gemischte Erfassung bietet einen geringeren Bedarf an Sammelbehältern während des in der Sammlung anschließenden Transports, jedoch komplexere Anforderungen an Umschlag und Lagerung sowie an die nachträgliche Sortierung und Aufbereitung. Die Erfassung kann in Form eines Holsystems oder eines Bringsystems sowie einer Kombination aus beiden erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
====Holsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Beim Holsystem stellen Abfallerzeuger die Abfälle in Sammelbehältern zur Abholung zur Verfügung &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Entsorgungsunternehmen oder Kommunen organisieren deren Abholung vom Abfallentstehungsort &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. Der geringe Aufwand auf Erzeugerseite bewirkt eine hohe Erfassungsrate (vgl. Tabelle 1) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Behälter für die lokale Erfassung sind Abfalleimer mit einem Volumen von mindestens 35 L, Abfalltonnen sowie Abfallgroßbehälter, die bis zu 360 L fassen, und an die Hebesysteme der Fahrzeuge angepasst sind. Diese Tonnen müssen sowohl von Privatpersonen manövrierbar als auch auf die Ausrüstung der Sammelfahrzeuge angepasst sein. Auf den Fahrzeugen befinden sich Wechsel- und Multifunktionsbehälter. Je nachdem, ob es sich um eine getrennte oder gemischte Erfassung handelt, können auf den Fahrzeugen Mehrkammersysteme eingesetzt werden (zum Beispiel bei der Umleerung von Glascontainern). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Arten der Behälter zur Erfassung von Abfällen am Entstehungsort oder dem jeweiligen Bringsystem werden unterschieden in Umleerbehälter sowie Wechselbehälter. Umleerbehälter werden in das Transportfahrzeug entleert und wieder abgestellt werden, während bei Wechselbehältern die vollen Behältnisse jeweils durch leere ersetzt. Eine weitere Möglichkeit sind Einwegbehältnisse wie z. B. Gelbe Säcke (vgl. Abbildung 1). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bringsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Sammelstellen zu vereinfachen, können Behälter in umgänglichen Größen bereitgestellt werden. Die Erzeuger transportieren die Abfälle eigenständig zu Recyclinghöfen oder zu größeren haushaltsnahen Erfassungsbehältnissen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt; Recycling- respektive Wertstoffhöfe nehmen auf ihren Grundstücken diverse Abfallarten an und sind innerhalb ihrer Öffnungszeiten für (private) Anlieferungen zugänglich&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. Insbesondere für LVP werden sie in ländlicher Umgebung, in denen kein Holsystem eingerichtet ist, als Haupterfassungssystem angeboten,. Auf Wertstoffhöfen werden infolge des Aufwands für Privatpersonen die geringsten Sammelmengen erfasst (vgl. Tabelle 1). Aus den geringen Sammelmengen resultieren bis zu vierfach höheren Kosten für Erfassung, Sammlung und Verwertung pro Kilogramm Verpackungsabfall gegenüber dem Holsystem mit Gelben Säcken.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein anderes Beispiel für das Bringsystem stellt die Sammlung von Altglas dar. Die Erfassungs- oder Sammelbehälter für Altglas befinden sich außerhalb der Privatgrundstücke, sind jedoch innerhalb von Stadtvierteln grundstücksnah aufgestellt (vgl. Abbildung 1). Die für diesen Bereich verwendeten Depotcontainer sind meist Umleerbehälter und können als Mehrkammersystem mit bis zu drei Kammern ausgebaut sein. Wenn die Abholung als integriertes System vorgesehen ist, wird das Altglas auf einem Fahrzeug reinfarbig transportiert. Auf den Fahrzeugen sind die Kammern durch Klappwände getrennt. Um eine Verunreinigung durch Überfüllung zu vermeiden, sind die Abholrhythmen sowie die bereitgestellte Behälteranzahl entsprechend festzulegen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 1: Vor- und Nachteile von Holsystemen gegenüber Bringsystemen nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Holsystem&lt;br /&gt;
! Bringsystem&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Komfort auf Seite der Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Qualität&lt;br /&gt;
* Bereitstellen der Sammelbehälter erfordert weniger Raum: zunächst private, handliche Behälter&lt;br /&gt;
* Preiswerter für die Kommunen&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Abfälle werden vor Abgabe länger gelagert&lt;br /&gt;
* Behälter benötigen ausreichendes Volumen und Kompatibilität mit Umladesystemen sowie ausreichende Handlichkeit&lt;br /&gt;
* Hohe logistische und Personal-Kosten für die Kommune&lt;br /&gt;
* Platzbedarf auf Grundstücken&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Hohe logistische Kosten für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Hoher Zeitaufwand für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Folglich geringe Beteiligung und geringere erfasste Mengen&lt;br /&gt;
* Begrenzte Anzahl an Sammelstellen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog Abfallbehälter.png |thumb|900px|Abbildung 1: Zuordnung von Abfallbehältern zu privat anfallenden Abfallströmen (eigene Darstellung)]] &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiel: Erfassung von Verpackungsabfällen====&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 wurden Verpackungsabfälle aus ca. einem Drittel (34,4%) der deutschen Haushalte über das Holsystem Wertstofftonne erfasst. In allen anderen Gebieten (65,6%) kommen die Gelbe Tonne oder der Gelbe Sack für die Erfassung von Verpackungsabfällen im Hol- oder Bringsystem zum Einsatz. In ländlichen Gebieten werden die meisten Verpackungsabfälle erfasst, während in Großstädten die geringsten LVP-Mengen erfasst werden. Dabei weisen die in Gelben Säcken gesammelten Abfälle eine höhere Qualität auf als die in Gelben Tonnen erfassten, da hier aufgrund der Stabilität, Größe und Blickdichte vermehrt Fehlwürfe erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsfahrzeuge===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Fahrzeuge zur Sammlung von Abfällen im Holsystem sind LKW mit den Komponenten Fahrgestell, Fest- oder Wechselaufbau und Aufnahmesystem. Die gängigen Systeme zur Beladung sind Frontlader, Seitenlader und Hecklader sowie Front-Seitenlader.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frontlader eignen sich zur Entleerung von Müllgroßbehältern im Ein-Personen-Betrieb und sind üblich bei der Sammlung von Industrie- und Gewerbeabfall. Front-Seitenlader werden aufgrund eines Beladearms für die Erfassung von Gewerbeabfällen und Haushaltsabfällen eingesetzt. Auch Seitenlader funktionieren im Ein-Personen-Betrieb und besitzen Kapazitäten für Müllgroßbehälter sowie für Großcontainer. Zudem ermöglichen sie je nach Art eine unterirdische Abfuhr. Hecklader sind vielseitig und werden daher häufig für die Sammlung von Haushalts- und Bioabfällen verwendet. Im Gegensatz zu Seiten- und Frontladern besteht die Notwendigkeit, mindestens zwei Personen zu stellen (einen Fahrer und einen Lader). Für die am Fahrzeugheck sitzenden Beladeöffnungen und Aufnahmesysteme gibt es je nach Anforderungen passende Kransysteme und passende Müllbehälter. Möglich sind geschlossene und offene Abfuhrsysteme sowie verschiedene Automatisierungsgrade.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsorgungsfahrzeuge sind häufig mit Technik zur Abfallverdichtung ausgestattet. Das kompaktierte Transportgut muss dabei die Recyclingfähigkeit und ggf. vorhandene Trennung der Stoffströme beibehalten &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Die Verdichtungstechnik wird je nach gesammeltem Stoffstrom gewählt. So wird auf Heckladern meist mit Pressplatten oder einer Drehtrommel verdichtet, während bei Front- und Seitenladern Schneckenverdichter oder Pendelpressenverdichter genutzt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das hydraulische Pressplattenwerk drückt Abfälle gegen ein Ausstoßschild im Sammelkasten des Heckladers. Anhand von Steuerungssystemen können die aufgegebenen Drücke in Abhängigkeit der Abfallzusammensetzung eingestellt werden (fraktionsoptimierte Verdichtung).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schneckenverdichter kombinieren die Umwälzung und Zerkleinerung von Abfällen mit der Verdichtung, indem die Abfälle durch sich verjüngende Pressschneckengänge befördert werden. Vorteile gegenüber der Pressplattenverdichtung sind eine ausgeglichene Verteilung von Flüssigkeiten und die Belüftung der Abfälle. Bei Einsatz einer Drehtrommel wird die Sammeltrommel bei umgekehrter Drehrichtung geleert, wobei gleichzeitig eine Selbstreinigung stattfindet.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:EntsorgungsfahrzeugeVarianten.png|center|800px|Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=600px mode=&amp;quot;packed&amp;quot; &amp;lt;!--caption=&amp;quot;Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge&amp;quot;--&amp;gt;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontlader.jpg|thumb|3000px|a) Frontlader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugSeitenlader.jpg|thumb|3000px|b) Seitenlader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugHecklader.jpg|thumb|3000px|c) Hecklader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontSeitenlader Faun Easypress 2001.jpg|thumb|3000px|d) Frontseitenlader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsstrukturen in Deutschland===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Sammlung von Abfällen unterliegt in Deutschland der kommunalen Hoheit. Das bedeutet, dass jede Kommune eigenverantwortlich für die Bereitstellung von Abfallsammelbehältern und die Organisation der Sammellogistik ist. Entsprechend können die Systeme zur Erfassung und Sammlung von Abfällen sich in Deutschland von Kommune zu Kommune unterscheiden. Dies betrifft beispielsweise die Farbkodierung (Behälter- oder Deckelfarbe), die angebotenen Hol- oder Bringsysteme, die Leerungsrhythmen oder die genutzten Abfallsammelfahrzeuge.&lt;br /&gt;
Während Satzungen zu Abholrhythmen, Abfallgebühren und Wahl der Sammelsysteme im kommunalen Recht umgesetzt werden, wird z. B. die Zuständigkeit von Behörden im Landesrecht festgelegt. Das Landesrecht dient demnach dazu, Vorschriften aus dem Bundesrecht zu detaillieren und zu vervollständigen. Auf Bundesebene werden die Rahmenbedingungen festgehalten, wie z. B. im KrWG und im VerpackG.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Deutschland fällt der Transport von Abfällen unter das Kreislaufwirtschaftsgesetz, das auf europäischen Richtlinien basiert und um Rechtsverordnungen erweitert ist. Eine der zentralen Erweiterungen ist die europäische Verpackungsrichtlinie, die in Deutschland über das Verpackungsgesetz umgesetzt wird.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Verpackungsverordnung von 1991, die vor der ersten europäischen Verpackungsrichtlinie in Kraft trat, inkludierte eine Rücknahmepflicht für Transportverpackungen, Umverpackungen und Verkaufsverpackungen sowie die Pflicht, dass Inverkehrbringer ihre Verpackungen einer Verwertungsstelle zuführen müssen. Dabei ermöglichte die erweiterte Produktverantwortung, dass Hersteller und Vertreiber die Verpackungen nicht zurücknehmen müssen, sofern sie sich an einer rechtlich zugelassenen, lokal organisierten Sammlung beteiligen. Daher kooperieren die Inverkehrbringer von Abfällen mit öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Entsorgungsträgern. Die Bundesländer veröffentlichen jedes Jahr Informationen zu Art, Herkunft und Menge der von öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern gesammelten Abfälle &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Duale Systeme===&lt;br /&gt;
In Deutschland wird diese Form der lokalen Sammlung von Verpackungen durch zehn duale Systeme vorgenommen. Das Duale System Deutschland (DSD) wurde 1990 als erstes privatwirtschaftliches Entsorgungssystem eingeführt. Dieses ist unter der Bezeichnung „Der Grüne Punkt“ bekannt, da lizensierte Verkaufsverpackungen nach der Einführung der Verpackungsverordnung damit gekennzeichnet wurden. Erst mit einer Entscheidung des Bundeskartellamts im Jahr 2003 entwickelte sich ein freier Markt mit den weiteren Dualen Systemen (vgl. Abbildung 3).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog MarktanteileDS.PNG |thumb|800px|Abbildung 3: Vorläufig zugeordnete Marktanteile der Dualen Systeme für das zweite Quartal 2024 nach Stoffstrom &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;/&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dualen Systeme organisieren die Sammlung und Sortierung von  Leichtverpackungen (LVP). Die LVP-Erfassungsrate ist mit circa 75% mit denen von Altglas und Altpapier vergleichbar. Duale Systeme lizensieren neben Kunststoffverpackungen auch solche aus Glas oder PPK. &amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 wurden insgesamt 5,8 Mio. t Verpackungsabfälle (Glas, PPK und LVP) getrennt gesammelt (vgl. Abbildung 4 und 5). Inklusive der stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) betrug die Gesamtrecyclingquote der mit Dualen Systemen gesammelten Abfälle 50,5%. Die werkstoffliche Verwertungsquote für Kunststoffe betrug 60,6%, während die Gesamt-Verwertungsquote der Kunststoffe bei 104% lag. Dass diese Quote oberhalb der 100% lag, zeigt auf, dass die Dualen Systeme mehr Kunststoffabfälle gesammelt haben, als Kunststoffverpackungen lizensiert wurden. Auch bei Aluminium trat eine Verwertungsquote von über 100% auf, was auf eine unterschiedliche Definition von Verbundmaterialien bei Verpackungen und Abfällen zurückzuführen ist. &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-ErfassteMengenLVP.PNG |thumb|800px|Abbildung 4: Einwohnerspezifische Erfassungsmengen von Verpackungsabfällen nach Sammelsystem &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-Qualität.PNG |thumb|800px|Abbildung 5: Anteile von nicht erfassten Wertstoffen und Anteile von Fehlwürfen bei der Erfassung von Leichtverpackungen nach Sammelsystem bezogen auf das Sammelsystem mit den wenigsten nicht erfassten Wertstoffen (Gelbe Tonne ländlich) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wertstofftonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
In Deutschland kommt je nach Kommune die Wertstofftonne oder die Gelbe Tonne zum Einsatz. &lt;br /&gt;
Das Konzept der Wertstofftonne ist, auch jene Wertstoffe zu erfassen, die keine Verpackungen sind. Diese zählen in den Gelben Tonnen und Säcken als Fehlwürfe. In jeder erfassten Abfallkategorie treten Fehlwürfe auf. Dazu zählen fremde Stoffströme, die anderen Sammlungen zuzuführen wären, wie z. B. organische Abfälle oder auch Glas und PPK ohne Lizensierung. Als intelligente Fehlwürfe zählen diejenigen Fehlwürfe, die zwar als nicht-Verpackungen von den Dualen Systemen nicht lizensiert sind, jedoch dem gleichen Stoffstrom angehören wie die Leichtverpackungen (stoffgleiche Nichtverpackungen). Das Einwerfen von Wertstoffen in Form von Elektro-Altgeräten ist auch in Wertstofftonnen nicht erlaubt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt; Gründe für „intelligente Fehlwürfe“ in Gelben Tonnen sind die von Abfallerzeugenden empfundene Praktikabilität, aber auch Informationsmangel und Kostenersparnis. Da die Dualen Systeme die Sammlung und Sortierung sowie die ggf. nötige Entsorgung von stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) nicht über Lizenzentgelte finanziert bekommen, wurden Wertstofftonnen eingeführt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. So sollen möglichst hohe Anteile der stoffgleichen Verpackungen und Nichtverpackungen der stofflichen Verwertung zugeführt werden und möglichst wenige Kunststoffe über die Restmülltonne entsorgt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vergleich von Wertstofftonne und Gelber Tonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Um die gemeinsame Erfassung von LVP und sNVP in Wertstofftonnen vorzunehmen, können Duale Systeme mit öffentlich-rechtlichen Entsorgern kooperieren. Diese Zusammenarbeit ist in Form von Mitnutzungsverträgen gestattet, wenn sie Effizienzvorteile für Abfallerzeuger generiert, ohne den Wettbewerb signifikant zu beeinträchtigen (vgl. Tabelle 2).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Innerhalb Deutschlands werden je nach Region die verschiedenen Systeme angewandt, da die Verantwortung für die Zuführung von Verpackungsabfällen zu einer Verwertung ursprünglich bei den Gemeinden lag. Seit 1991 entwickelten sich infolge der Produktverantwortung auf Seite der Inverkehrbringer die Dualen Systeme. Jedoch sind erst seit einer 2019 in Kraft getretenen Novellierung des Verpackungsgesetzes alle Inverkehrbringer von Verkaufsverpackungen zur Teilnahme an einem Dualen System verpflichtet. Die Ausgestaltung der Erfassung und Sammlung wird von den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern vorgegeben, sodass sich in Bezug auf die Art des Sammelsystems sowie die Behältergrößen und Abholungshäufigkeiten regionale Differenzen ergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 2: Vor- und Nachteile von Wertstofftonne (und Wertstoffsack) gegenüber der Gelben Tonne (und dem Gelben Sack) nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Wertstofftonne&lt;br /&gt;
! Duale Systeme&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Gezielte Miterfassung von sNVP zur Steigerung der Recyclingquote (sNVP 10% und meist Kunststoff), dadurch höhere Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Recycling unabhängig vom Verwendungszweck&lt;br /&gt;
* Reduktion der massebezogenen Sammlungskosten gegenüber der Gelben Tonne &lt;br /&gt;
* Geringere Sammlungs- und Entsorgungskosten für Restabfall&lt;br /&gt;
* Geringere Gesamtkosten (absolut sowie einwohnerspezifisch und massenspezifisch)&lt;br /&gt;
* Erhöhte Rezyklatausbeute &lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Entwicklung der privatrechtlichen Entsorgungssysteme infolge der Produktverantwortung &lt;br /&gt;
* Höhere Qualität (in Gelben Säcken) durch soziale Kontrolle und mögliches Reißen der Säcke bei Fehlwürfen&lt;br /&gt;
* geringere Transportkosten zur Sortieranlage&lt;br /&gt;
* geringere Sortierkosten&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern&lt;br /&gt;
* Kooperation zwischen öffentlich-rechtlichen Entsorgern und privatrechtlichen Entsorgern erforderlich&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Fragmentierung der Recyclingwirtschaft&lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern: Fehlwürfe und Verunreinigungen mindern die Qualität (Auslegung auf Verpackungsabfälle)&lt;br /&gt;
* Informationsmangel hinsichtlich der Materialzusammensetzung&lt;br /&gt;
* Mangelnde Kontinuität der Stoffströme und teils geringe Umfänge&lt;br /&gt;
* Unzureichende Technologieentwicklung&lt;br /&gt;
* Unterbeteiligung an Dualen Systemen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--•	Unterscheidung wer ist für was zuständig etwas klarer, vlt ein Schaubild? (kommunal/privat) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;&amp;gt; Becker, T., &amp;amp; Mellen, D. (2022). Kunststoffe. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 429-448). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Bildstein, C. (2022). Glasrecycling. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., Bd. 20, S. 401-414). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Kempkes, J. H. (2022). Verpackungsabfälle. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 449-470). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;&amp;gt;Bundesregierung Deutschland. (12. Juni 1991). Verordnung über die Vermeidung von Verpackungsabfällen. Bundesregierung Deutschland. Bonn: Bundesanzeiger. Abgerufen am 26. 04 2024 von https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl191s1234.pdf%27%5D__1714158886519&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;&amp;gt;Gemeinsame Stelle dualer Systeme Deutschlands GmbH. (2021). Über die dualen Systeme. (G. S. GmbH, Herausgeber) Abgerufen am 09. 05 2024 von https://www.muelltrennung-wirkt.de/de/ueber-uns/ueber-die-dualen-systeme/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;&amp;gt;Hohmann, S. (2022). Logistikmanagement: Entsorgungslogistik. In S. Hohmann, Logistik- und Supply Chain Management (S. 179-193). Wiesbaden: Springer Gabler. doi:10.1007/978-3-658-13631-4_6 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;&amp;gt;Kirchhoff, J. F. (2022). Intelligente Konzepte für Sammelfahrzeuge. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 717-). Wiesbaden: Springer Fachmedien . doi:10.1007/978-3-658-36262-1_37&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;&amp;gt;SASE gGmbH. Gesellschaft zur Förderung und Sammlung aus Städtereinigung und Entsorgungswirtschaft. Firmensitz: Max-Planck-Str. 11, D-58638 Iserlohn, https://sase-iserlohn.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;&amp;gt;Kuchta, K. (2023). Kunststoffabfälle aus privaten Haushalten erfassen, sortieren und verwerten. In M. S. Porth, Wasser, Energie und Umwelt (S. 287–296). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-42657-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;&amp;gt;Orth, P. B. (2022). Verwertung von Kunststoffabfällen. In P. B. Orth, Kunststoffe im Kreislauf (S. 103-122). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:https://doi.org/10.1007/978-3-658-37814-1_9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;&amp;gt;Pfaff-Simoneit, W. (2022). Anforderungen an den Aufbau von Abfallwirtschaftssystemen. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (S. 629-659). Wiesbaden; Heidelberg: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_33&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;&amp;gt;Pfohl, H.-C. (2018). Entsorgungslogistik. In H.-C. Pfohl, Logistiksysteme (S. 247-257). Berlin: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-662-56228-4_13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;&amp;gt;Reffken, H., &amp;amp; Rigod, B. (2022). Kartellrecht. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 285-307). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;&amp;gt;Wagner, J. e. (2018). Analyse der Effizienz und Vorschläge zur Optimierung von Sammelsystemen (Hol- und Bringsysteme) der haushaltsnahen Erfassung von Leichtverpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen auf der Grundlage vorhandener Daten. INTECUS GmbH Abfallwirtschaft und umweltintegratives Management. Dessau-Roßlau: Umweltbundesamt. Abgerufen am 21. 05 2024 von https://www.umweltkanzlei.de/daten/module/media/9/20180522UBA-26.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2021). PRESSEMITTEILUNG Von der Einweg-Verpackung zum Kreislauf. Verpackungen sind Ressourcen. Verpackungsregister LUCID – Status quo und Perspektiven (S. 35). Osnabrück / Berlin: UBA. Abgerufen am 22. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/Auswertungen/Unterlagen_Pressekonferenz_ZSVR_18.11.2021.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2024). Vorläufig zuzuordnende Marktanteile der Systeme für das zweite Quartal 2024. Osnabrück: Zentrale Stelle Verpackungsregister. Abgerufen am 23. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/files/Marktanteile/Vorlaeufig_zuzuordnende_Marktanteile_der_Systeme_fuer_das_zweite_Quartal_2024.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4854</id>
		<title>Entsorgungsstrukturen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4854"/>
		<updated>2025-01-17T08:59:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: /* Entsorgungsfahrzeuge */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Entsorgungsstrukturen==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Das Gebiet der Abfallwirtschaft umfasst Erfassungs-, Sammel- und Logistiksysteme, die Planung und Organisation der Abfallbewirtschaftung, rechtliche und finanzielle Regelung sowie die Forschung und Entwicklung. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;/&amp;gt; Im Folgenden wird der Fokus auf die logistischen Strukturen der Abfallwirtschaft gelegt. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Entsorgungslogistik===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Entsorgungslogistik umfasst die Erfassung, die Sammlung und den Transport von Abfällen zu deren Behandlungsanlagen (inklusive Umschlag und Lagerung) und bildet so die Schnittstelle zwischen den Abfallerzeugern und den Einrichtungen der Verwertung, Aufbereitung und Beseitigung. Mit dem übergeordneten Ziel Materialien dem Wiedereinsatz zuzuführen, ist die Entsorgungslogistik für die Kreislaufwirtschaft essenziell.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für ein effektives Wertstoffmanagement werden Abfälle nach Material- und Produkteigenschaften kategorisiert. Für einen angemessenen Transport sind Aggregatzustand und Recyclingfähigkeit des jeweiligen Abfalls wichtige Kriterien. Für spätere Recyclingrohstoffe ist eine zeitoptimierte Logistik von größerer Bedeutung, während für nicht verwertbare Abfälle Ökonomie und Ökologie den Transport definieren. Ein weiterer Aspekt ist die Gefährlichkeit von Abfällen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Erfassung und Trennung (Vergleich von Holsystem und Bringsystem)===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Trennung von Abfällen kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen. Die getrennte Erfassung von Abfällen an ihrem Entstehungsort bietet den Vorteil einer hohen Sortenreinheit. Die gemischte Erfassung bietet einen geringeren Bedarf an Sammelbehältern während des in der Sammlung anschließenden Transports, jedoch komplexere Anforderungen an Umschlag und Lagerung sowie an die nachträgliche Sortierung und Aufbereitung. Die Erfassung kann in Form eines Holsystems oder eines Bringsystems sowie einer Kombination aus beiden erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
====Holsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Beim Holsystem stellen Abfallerzeuger die Abfälle in Sammelbehältern zur Abholung zur Verfügung &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Entsorgungsunternehmen oder Kommunen organisieren deren Abholung vom Abfallentstehungsort &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. Der geringe Aufwand auf Erzeugerseite bewirkt eine hohe Erfassungsrate (vgl. Tabelle 1) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Behälter für die lokale Erfassung sind Abfalleimer mit einem Volumen von mindestens 35 L, Abfalltonnen sowie Abfallgroßbehälter, die bis zu 360 L fassen, und an die Hebesysteme der Fahrzeuge angepasst sind. Diese Tonnen müssen sowohl von Privatpersonen manövrierbar als auch auf die Ausrüstung der Sammelfahrzeuge angepasst sein. Auf den Fahrzeugen befinden sich Wechsel- und Multifunktionsbehälter. Je nachdem, ob es sich um eine getrennte oder gemischte Erfassung handelt, können auf den Fahrzeugen Mehrkammersysteme eingesetzt werden (zum Beispiel bei der Umleerung von Glascontainern). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Arten der Behälter zur Erfassung von Abfällen am Entstehungsort oder dem jeweiligen Bringsystem werden unterschieden in Umleerbehälter sowie Wechselbehälter. Umleerbehälter werden in das Transportfahrzeug entleert und wieder abgestellt werden, während bei Wechselbehältern die vollen Behältnisse jeweils durch leere ersetzt. Eine weitere Möglichkeit sind Einwegbehältnisse wie z. B. Gelbe Säcke (vgl. Abbildung 1). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bringsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Sammelstellen zu vereinfachen, können Behälter in umgänglichen Größen bereitgestellt werden. Die Erzeuger transportieren die Abfälle eigenständig zu Recyclinghöfen oder zu größeren haushaltsnahen Erfassungsbehältnissen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt; Recycling- respektive Wertstoffhöfe nehmen auf ihren Grundstücken diverse Abfallarten an und sind innerhalb ihrer Öffnungszeiten für (private) Anlieferungen zugänglich&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. Insbesondere für LVP werden sie in ländlicher Umgebung, in denen kein Holsystem eingerichtet ist, als Haupterfassungssystem angeboten,. Auf Wertstoffhöfen werden infolge des Aufwands für Privatpersonen die geringsten Sammelmengen erfasst (vgl. Tabelle 1). Aus den geringen Sammelmengen resultieren bis zu vierfach höheren Kosten für Erfassung, Sammlung und Verwertung pro Kilogramm Verpackungsabfall gegenüber dem Holsystem mit Gelben Säcken.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein anderes Beispiel für das Bringsystem stellt die Sammlung von Altglas dar. Die Erfassungs- oder Sammelbehälter für Altglas befinden sich außerhalb der Privatgrundstücke, sind jedoch innerhalb von Stadtvierteln grundstücksnah aufgestellt (vgl. Abbildung 1). Die für diesen Bereich verwendeten Depotcontainer sind meist Umleerbehälter und können als Mehrkammersystem mit bis zu drei Kammern ausgebaut sein. Wenn die Abholung als integriertes System vorgesehen ist, wird das Altglas auf einem Fahrzeug reinfarbig transportiert. Auf den Fahrzeugen sind die Kammern durch Klappwände getrennt. Um eine Verunreinigung durch Überfüllung zu vermeiden, sind die Abholrhythmen sowie die bereitgestellte Behälteranzahl entsprechend festzulegen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 1: Vor- und Nachteile von Holsystemen gegenüber Bringsystemen nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Holsystem&lt;br /&gt;
! Bringsystem&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Komfort auf Seite der Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Qualität&lt;br /&gt;
* Bereitstellen der Sammelbehälter erfordert weniger Raum: zunächst private, handliche Behälter&lt;br /&gt;
* Preiswerter für die Kommunen&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Abfälle werden vor Abgabe länger gelagert&lt;br /&gt;
* Behälter benötigen ausreichendes Volumen und Kompatibilität mit Umladesystemen sowie ausreichende Handlichkeit&lt;br /&gt;
* Hohe logistische und Personal-Kosten für die Kommune&lt;br /&gt;
* Platzbedarf auf Grundstücken&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Hohe logistische Kosten für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Hoher Zeitaufwand für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Folglich geringe Beteiligung und geringere erfasste Mengen&lt;br /&gt;
* Begrenzte Anzahl an Sammelstellen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog Abfallbehälter.png |thumb|900px|Abbildung 1: Zuordnung von Abfallbehältern zu privat anfallenden Abfallströmen (eigene Darstellung)]] &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiel: Erfassung von Verpackungsabfällen====&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 wurden Verpackungsabfälle aus ca. einem Drittel (34,4%) der deutschen Haushalte über das Holsystem Wertstofftonne erfasst. In allen anderen Gebieten (65,6%) kommen die Gelbe Tonne oder der Gelbe Sack für die Erfassung von Verpackungsabfällen im Hol- oder Bringsystem zum Einsatz. In ländlichen Gebieten werden die meisten Verpackungsabfälle erfasst, während in Großstädten die geringsten LVP-Mengen erfasst werden. Dabei weisen die in Gelben Säcken gesammelten Abfälle eine höhere Qualität auf als die in Gelben Tonnen erfassten, da hier aufgrund der Stabilität, Größe und Blickdichte vermehrt Fehlwürfe erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsfahrzeuge===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Fahrzeuge zur Sammlung von Abfällen im Holsystem sind LKW mit den Komponenten Fahrgestell, Fest- oder Wechselaufbau und Aufnahmesystem. Die gängigen Systeme zur Beladung sind Frontlader, Seitenlader und Hecklader sowie Front-Seitenlader.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frontlader eignen sich zur Entleerung von Müllgroßbehältern im Ein-Personen-Betrieb und sind üblich bei der Sammlung von Industrie- und Gewerbeabfall. Front-Seitenlader werden aufgrund eines Beladearms für die Erfassung von Gewerbeabfällen und Haushaltsabfällen eingesetzt. Auch Seitenlader funktionieren im Ein-Personen-Betrieb und besitzen Kapazitäten für Müllgroßbehälter sowie für Großcontainer. Zudem ermöglichen sie je nach Art eine unterirdische Abfuhr. Hecklader sind vielseitig und werden daher häufig für die Sammlung von Haushalts- und Bioabfällen verwendet. Im Gegensatz zu Seiten- und Frontladern besteht die Notwendigkeit, mindestens zwei Personen zu stellen (einen Fahrer und einen Lader). Für die am Fahrzeugheck sitzenden Beladeöffnungen und Aufnahmesysteme gibt es je nach Anforderungen passende Kransysteme und passende Müllbehälter. Möglich sind geschlossene und offene Abfuhrsysteme sowie verschiedene Automatisierungsgrade.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsorgungsfahrzeuge sind häufig mit Technik zur Abfallverdichtung ausgestattet. Das kompaktierte Transportgut muss dabei die Recyclingfähigkeit und ggf. vorhandene Trennung der Stoffströme beibehalten &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Die Verdichtungstechnik wird je nach gesammeltem Stoffstrom gewählt. So wird auf Heckladern meist mit Pressplatten oder einer Drehtrommel verdichtet, während bei Front- und Seitenladern Schneckenverdichter oder Pendelpressenverdichter genutzt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das hydraulische Pressplattenwerk drückt Abfälle gegen ein Ausstoßschild im Sammelkasten des Heckladers. Anhand von Steuerungssystemen können die aufgegebenen Drücke in Abhängigkeit der Abfallzusammensetzung eingestellt werden (fraktionsoptimierte Verdichtung).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schneckenverdichter kombinieren die Umwälzung und Zerkleinerung von Abfällen mit der Verdichtung, indem die Abfälle durch sich verjüngende Pressschneckengänge befördert werden. Vorteile gegenüber der Pressplattenverdichtung sind eine ausgeglichene Verteilung von Flüssigkeiten und die Belüftung der Abfälle. Bei Einsatz einer Drehtrommel wird die Sammeltrommel bei umgekehrter Drehrichtung geleert, wobei gleichzeitig eine Selbstreinigung stattfindet.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:EntsorgungsfahrzeugeVarianten.png|center|4000px|Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=10000px mode=&amp;quot;packed&amp;quot; &amp;lt;!--caption=&amp;quot;Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge&amp;quot;--&amp;gt;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontlader.jpg|thumb|3000px|a) Frontlader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugSeitenlader.jpg|thumb|3000px|b) Seitenlader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugHecklader.jpg|thumb|3000px|c) Hecklader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontSeitenlader Faun Easypress 2001.jpg|thumb|3000px|d) Frontseitenlader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsstrukturen in Deutschland===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Sammlung von Abfällen unterliegt in Deutschland der kommunalen Hoheit. Das bedeutet, dass jede Kommune eigenverantwortlich für die Bereitstellung von Abfallsammelbehältern und die Organisation der Sammellogistik ist. Entsprechend können die Systeme zur Erfassung und Sammlung von Abfällen sich in Deutschland von Kommune zu Kommune unterscheiden. Dies betrifft beispielsweise die Farbkodierung (Behälter- oder Deckelfarbe), die angebotenen Hol- oder Bringsysteme, die Leerungsrhythmen oder die genutzten Abfallsammelfahrzeuge.&lt;br /&gt;
Während Satzungen zu Abholrhythmen, Abfallgebühren und Wahl der Sammelsysteme im kommunalen Recht umgesetzt werden, wird z. B. die Zuständigkeit von Behörden im Landesrecht festgelegt. Das Landesrecht dient demnach dazu, Vorschriften aus dem Bundesrecht zu detaillieren und zu vervollständigen. Auf Bundesebene werden die Rahmenbedingungen festgehalten, wie z. B. im KrWG und im VerpackG.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Deutschland fällt der Transport von Abfällen unter das Kreislaufwirtschaftsgesetz, das auf europäischen Richtlinien basiert und um Rechtsverordnungen erweitert ist. Eine der zentralen Erweiterungen ist die europäische Verpackungsrichtlinie, die in Deutschland über das Verpackungsgesetz umgesetzt wird.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Verpackungsverordnung von 1991, die vor der ersten europäischen Verpackungsrichtlinie in Kraft trat, inkludierte eine Rücknahmepflicht für Transportverpackungen, Umverpackungen und Verkaufsverpackungen sowie die Pflicht, dass Inverkehrbringer ihre Verpackungen einer Verwertungsstelle zuführen müssen. Dabei ermöglichte die erweiterte Produktverantwortung, dass Hersteller und Vertreiber die Verpackungen nicht zurücknehmen müssen, sofern sie sich an einer rechtlich zugelassenen, lokal organisierten Sammlung beteiligen. Daher kooperieren die Inverkehrbringer von Abfällen mit öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Entsorgungsträgern. Die Bundesländer veröffentlichen jedes Jahr Informationen zu Art, Herkunft und Menge der von öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern gesammelten Abfälle &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Duale Systeme===&lt;br /&gt;
In Deutschland wird diese Form der lokalen Sammlung von Verpackungen durch zehn duale Systeme vorgenommen. Das Duale System Deutschland (DSD) wurde 1990 als erstes privatwirtschaftliches Entsorgungssystem eingeführt. Dieses ist unter der Bezeichnung „Der Grüne Punkt“ bekannt, da lizensierte Verkaufsverpackungen nach der Einführung der Verpackungsverordnung damit gekennzeichnet wurden. Erst mit einer Entscheidung des Bundeskartellamts im Jahr 2003 entwickelte sich ein freier Markt mit den weiteren Dualen Systemen (vgl. Abbildung 3).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog MarktanteileDS.PNG |thumb|800px|Abbildung 3: Vorläufig zugeordnete Marktanteile der Dualen Systeme für das zweite Quartal 2024 nach Stoffstrom &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;/&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dualen Systeme organisieren die Sammlung und Sortierung von  Leichtverpackungen (LVP). Die LVP-Erfassungsrate ist mit circa 75% mit denen von Altglas und Altpapier vergleichbar. Duale Systeme lizensieren neben Kunststoffverpackungen auch solche aus Glas oder PPK. &amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 wurden insgesamt 5,8 Mio. t Verpackungsabfälle (Glas, PPK und LVP) getrennt gesammelt (vgl. Abbildung 4 und 5). Inklusive der stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) betrug die Gesamtrecyclingquote der mit Dualen Systemen gesammelten Abfälle 50,5%. Die werkstoffliche Verwertungsquote für Kunststoffe betrug 60,6%, während die Gesamt-Verwertungsquote der Kunststoffe bei 104% lag. Dass diese Quote oberhalb der 100% lag, zeigt auf, dass die Dualen Systeme mehr Kunststoffabfälle gesammelt haben, als Kunststoffverpackungen lizensiert wurden. Auch bei Aluminium trat eine Verwertungsquote von über 100% auf, was auf eine unterschiedliche Definition von Verbundmaterialien bei Verpackungen und Abfällen zurückzuführen ist. &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-ErfassteMengenLVP.PNG |thumb|800px|Abbildung 4: Einwohnerspezifische Erfassungsmengen von Verpackungsabfällen nach Sammelsystem &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-Qualität.PNG |thumb|800px|Abbildung 5: Anteile von nicht erfassten Wertstoffen und Anteile von Fehlwürfen bei der Erfassung von Leichtverpackungen nach Sammelsystem bezogen auf das Sammelsystem mit den wenigsten nicht erfassten Wertstoffen (Gelbe Tonne ländlich) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wertstofftonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
In Deutschland kommt je nach Kommune die Wertstofftonne oder die Gelbe Tonne zum Einsatz. &lt;br /&gt;
Das Konzept der Wertstofftonne ist, auch jene Wertstoffe zu erfassen, die keine Verpackungen sind. Diese zählen in den Gelben Tonnen und Säcken als Fehlwürfe. In jeder erfassten Abfallkategorie treten Fehlwürfe auf. Dazu zählen fremde Stoffströme, die anderen Sammlungen zuzuführen wären, wie z. B. organische Abfälle oder auch Glas und PPK ohne Lizensierung. Als intelligente Fehlwürfe zählen diejenigen Fehlwürfe, die zwar als nicht-Verpackungen von den Dualen Systemen nicht lizensiert sind, jedoch dem gleichen Stoffstrom angehören wie die Leichtverpackungen (stoffgleiche Nichtverpackungen). Das Einwerfen von Wertstoffen in Form von Elektro-Altgeräten ist auch in Wertstofftonnen nicht erlaubt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt; Gründe für „intelligente Fehlwürfe“ in Gelben Tonnen sind die von Abfallerzeugenden empfundene Praktikabilität, aber auch Informationsmangel und Kostenersparnis. Da die Dualen Systeme die Sammlung und Sortierung sowie die ggf. nötige Entsorgung von stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) nicht über Lizenzentgelte finanziert bekommen, wurden Wertstofftonnen eingeführt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. So sollen möglichst hohe Anteile der stoffgleichen Verpackungen und Nichtverpackungen der stofflichen Verwertung zugeführt werden und möglichst wenige Kunststoffe über die Restmülltonne entsorgt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vergleich von Wertstofftonne und Gelber Tonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Um die gemeinsame Erfassung von LVP und sNVP in Wertstofftonnen vorzunehmen, können Duale Systeme mit öffentlich-rechtlichen Entsorgern kooperieren. Diese Zusammenarbeit ist in Form von Mitnutzungsverträgen gestattet, wenn sie Effizienzvorteile für Abfallerzeuger generiert, ohne den Wettbewerb signifikant zu beeinträchtigen (vgl. Tabelle 2).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Innerhalb Deutschlands werden je nach Region die verschiedenen Systeme angewandt, da die Verantwortung für die Zuführung von Verpackungsabfällen zu einer Verwertung ursprünglich bei den Gemeinden lag. Seit 1991 entwickelten sich infolge der Produktverantwortung auf Seite der Inverkehrbringer die Dualen Systeme. Jedoch sind erst seit einer 2019 in Kraft getretenen Novellierung des Verpackungsgesetzes alle Inverkehrbringer von Verkaufsverpackungen zur Teilnahme an einem Dualen System verpflichtet. Die Ausgestaltung der Erfassung und Sammlung wird von den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern vorgegeben, sodass sich in Bezug auf die Art des Sammelsystems sowie die Behältergrößen und Abholungshäufigkeiten regionale Differenzen ergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 2: Vor- und Nachteile von Wertstofftonne (und Wertstoffsack) gegenüber der Gelben Tonne (und dem Gelben Sack) nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Wertstofftonne&lt;br /&gt;
! Duale Systeme&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Gezielte Miterfassung von sNVP zur Steigerung der Recyclingquote (sNVP 10% und meist Kunststoff), dadurch höhere Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Recycling unabhängig vom Verwendungszweck&lt;br /&gt;
* Reduktion der massebezogenen Sammlungskosten gegenüber der Gelben Tonne &lt;br /&gt;
* Geringere Sammlungs- und Entsorgungskosten für Restabfall&lt;br /&gt;
* Geringere Gesamtkosten (absolut sowie einwohnerspezifisch und massenspezifisch)&lt;br /&gt;
* Erhöhte Rezyklatausbeute &lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Entwicklung der privatrechtlichen Entsorgungssysteme infolge der Produktverantwortung &lt;br /&gt;
* Höhere Qualität (in Gelben Säcken) durch soziale Kontrolle und mögliches Reißen der Säcke bei Fehlwürfen&lt;br /&gt;
* geringere Transportkosten zur Sortieranlage&lt;br /&gt;
* geringere Sortierkosten&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern&lt;br /&gt;
* Kooperation zwischen öffentlich-rechtlichen Entsorgern und privatrechtlichen Entsorgern erforderlich&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Fragmentierung der Recyclingwirtschaft&lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern: Fehlwürfe und Verunreinigungen mindern die Qualität (Auslegung auf Verpackungsabfälle)&lt;br /&gt;
* Informationsmangel hinsichtlich der Materialzusammensetzung&lt;br /&gt;
* Mangelnde Kontinuität der Stoffströme und teils geringe Umfänge&lt;br /&gt;
* Unzureichende Technologieentwicklung&lt;br /&gt;
* Unterbeteiligung an Dualen Systemen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--•	Unterscheidung wer ist für was zuständig etwas klarer, vlt ein Schaubild? (kommunal/privat) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;&amp;gt; Becker, T., &amp;amp; Mellen, D. (2022). Kunststoffe. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 429-448). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Bildstein, C. (2022). Glasrecycling. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., Bd. 20, S. 401-414). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Kempkes, J. H. (2022). Verpackungsabfälle. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 449-470). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;&amp;gt;Bundesregierung Deutschland. (12. Juni 1991). Verordnung über die Vermeidung von Verpackungsabfällen. Bundesregierung Deutschland. Bonn: Bundesanzeiger. Abgerufen am 26. 04 2024 von https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl191s1234.pdf%27%5D__1714158886519&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;&amp;gt;Gemeinsame Stelle dualer Systeme Deutschlands GmbH. (2021). Über die dualen Systeme. (G. S. GmbH, Herausgeber) Abgerufen am 09. 05 2024 von https://www.muelltrennung-wirkt.de/de/ueber-uns/ueber-die-dualen-systeme/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;&amp;gt;Hohmann, S. (2022). Logistikmanagement: Entsorgungslogistik. In S. Hohmann, Logistik- und Supply Chain Management (S. 179-193). Wiesbaden: Springer Gabler. doi:10.1007/978-3-658-13631-4_6 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;&amp;gt;Kirchhoff, J. F. (2022). Intelligente Konzepte für Sammelfahrzeuge. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 717-). Wiesbaden: Springer Fachmedien . doi:10.1007/978-3-658-36262-1_37&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;&amp;gt;SASE gGmbH. Gesellschaft zur Förderung und Sammlung aus Städtereinigung und Entsorgungswirtschaft. Firmensitz: Max-Planck-Str. 11, D-58638 Iserlohn, https://sase-iserlohn.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;&amp;gt;Kuchta, K. (2023). Kunststoffabfälle aus privaten Haushalten erfassen, sortieren und verwerten. In M. S. Porth, Wasser, Energie und Umwelt (S. 287–296). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-42657-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;&amp;gt;Orth, P. B. (2022). Verwertung von Kunststoffabfällen. In P. B. Orth, Kunststoffe im Kreislauf (S. 103-122). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:https://doi.org/10.1007/978-3-658-37814-1_9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;&amp;gt;Pfaff-Simoneit, W. (2022). Anforderungen an den Aufbau von Abfallwirtschaftssystemen. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (S. 629-659). Wiesbaden; Heidelberg: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_33&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;&amp;gt;Pfohl, H.-C. (2018). Entsorgungslogistik. In H.-C. Pfohl, Logistiksysteme (S. 247-257). Berlin: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-662-56228-4_13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;&amp;gt;Reffken, H., &amp;amp; Rigod, B. (2022). Kartellrecht. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 285-307). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;&amp;gt;Wagner, J. e. (2018). Analyse der Effizienz und Vorschläge zur Optimierung von Sammelsystemen (Hol- und Bringsysteme) der haushaltsnahen Erfassung von Leichtverpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen auf der Grundlage vorhandener Daten. INTECUS GmbH Abfallwirtschaft und umweltintegratives Management. Dessau-Roßlau: Umweltbundesamt. Abgerufen am 21. 05 2024 von https://www.umweltkanzlei.de/daten/module/media/9/20180522UBA-26.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2021). PRESSEMITTEILUNG Von der Einweg-Verpackung zum Kreislauf. Verpackungen sind Ressourcen. Verpackungsregister LUCID – Status quo und Perspektiven (S. 35). Osnabrück / Berlin: UBA. Abgerufen am 22. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/Auswertungen/Unterlagen_Pressekonferenz_ZSVR_18.11.2021.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2024). Vorläufig zuzuordnende Marktanteile der Systeme für das zweite Quartal 2024. Osnabrück: Zentrale Stelle Verpackungsregister. Abgerufen am 23. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/files/Marktanteile/Vorlaeufig_zuzuordnende_Marktanteile_der_Systeme_fuer_das_zweite_Quartal_2024.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4853</id>
		<title>Entsorgungsstrukturen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4853"/>
		<updated>2025-01-17T08:58:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: /* Entsorgungsfahrzeuge */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Entsorgungsstrukturen==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Das Gebiet der Abfallwirtschaft umfasst Erfassungs-, Sammel- und Logistiksysteme, die Planung und Organisation der Abfallbewirtschaftung, rechtliche und finanzielle Regelung sowie die Forschung und Entwicklung. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;/&amp;gt; Im Folgenden wird der Fokus auf die logistischen Strukturen der Abfallwirtschaft gelegt. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Entsorgungslogistik===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Entsorgungslogistik umfasst die Erfassung, die Sammlung und den Transport von Abfällen zu deren Behandlungsanlagen (inklusive Umschlag und Lagerung) und bildet so die Schnittstelle zwischen den Abfallerzeugern und den Einrichtungen der Verwertung, Aufbereitung und Beseitigung. Mit dem übergeordneten Ziel Materialien dem Wiedereinsatz zuzuführen, ist die Entsorgungslogistik für die Kreislaufwirtschaft essenziell.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für ein effektives Wertstoffmanagement werden Abfälle nach Material- und Produkteigenschaften kategorisiert. Für einen angemessenen Transport sind Aggregatzustand und Recyclingfähigkeit des jeweiligen Abfalls wichtige Kriterien. Für spätere Recyclingrohstoffe ist eine zeitoptimierte Logistik von größerer Bedeutung, während für nicht verwertbare Abfälle Ökonomie und Ökologie den Transport definieren. Ein weiterer Aspekt ist die Gefährlichkeit von Abfällen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Erfassung und Trennung (Vergleich von Holsystem und Bringsystem)===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Trennung von Abfällen kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen. Die getrennte Erfassung von Abfällen an ihrem Entstehungsort bietet den Vorteil einer hohen Sortenreinheit. Die gemischte Erfassung bietet einen geringeren Bedarf an Sammelbehältern während des in der Sammlung anschließenden Transports, jedoch komplexere Anforderungen an Umschlag und Lagerung sowie an die nachträgliche Sortierung und Aufbereitung. Die Erfassung kann in Form eines Holsystems oder eines Bringsystems sowie einer Kombination aus beiden erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
====Holsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Beim Holsystem stellen Abfallerzeuger die Abfälle in Sammelbehältern zur Abholung zur Verfügung &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Entsorgungsunternehmen oder Kommunen organisieren deren Abholung vom Abfallentstehungsort &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. Der geringe Aufwand auf Erzeugerseite bewirkt eine hohe Erfassungsrate (vgl. Tabelle 1) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Behälter für die lokale Erfassung sind Abfalleimer mit einem Volumen von mindestens 35 L, Abfalltonnen sowie Abfallgroßbehälter, die bis zu 360 L fassen, und an die Hebesysteme der Fahrzeuge angepasst sind. Diese Tonnen müssen sowohl von Privatpersonen manövrierbar als auch auf die Ausrüstung der Sammelfahrzeuge angepasst sein. Auf den Fahrzeugen befinden sich Wechsel- und Multifunktionsbehälter. Je nachdem, ob es sich um eine getrennte oder gemischte Erfassung handelt, können auf den Fahrzeugen Mehrkammersysteme eingesetzt werden (zum Beispiel bei der Umleerung von Glascontainern). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Arten der Behälter zur Erfassung von Abfällen am Entstehungsort oder dem jeweiligen Bringsystem werden unterschieden in Umleerbehälter sowie Wechselbehälter. Umleerbehälter werden in das Transportfahrzeug entleert und wieder abgestellt werden, während bei Wechselbehältern die vollen Behältnisse jeweils durch leere ersetzt. Eine weitere Möglichkeit sind Einwegbehältnisse wie z. B. Gelbe Säcke (vgl. Abbildung 1). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bringsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Sammelstellen zu vereinfachen, können Behälter in umgänglichen Größen bereitgestellt werden. Die Erzeuger transportieren die Abfälle eigenständig zu Recyclinghöfen oder zu größeren haushaltsnahen Erfassungsbehältnissen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt; Recycling- respektive Wertstoffhöfe nehmen auf ihren Grundstücken diverse Abfallarten an und sind innerhalb ihrer Öffnungszeiten für (private) Anlieferungen zugänglich&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. Insbesondere für LVP werden sie in ländlicher Umgebung, in denen kein Holsystem eingerichtet ist, als Haupterfassungssystem angeboten,. Auf Wertstoffhöfen werden infolge des Aufwands für Privatpersonen die geringsten Sammelmengen erfasst (vgl. Tabelle 1). Aus den geringen Sammelmengen resultieren bis zu vierfach höheren Kosten für Erfassung, Sammlung und Verwertung pro Kilogramm Verpackungsabfall gegenüber dem Holsystem mit Gelben Säcken.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein anderes Beispiel für das Bringsystem stellt die Sammlung von Altglas dar. Die Erfassungs- oder Sammelbehälter für Altglas befinden sich außerhalb der Privatgrundstücke, sind jedoch innerhalb von Stadtvierteln grundstücksnah aufgestellt (vgl. Abbildung 1). Die für diesen Bereich verwendeten Depotcontainer sind meist Umleerbehälter und können als Mehrkammersystem mit bis zu drei Kammern ausgebaut sein. Wenn die Abholung als integriertes System vorgesehen ist, wird das Altglas auf einem Fahrzeug reinfarbig transportiert. Auf den Fahrzeugen sind die Kammern durch Klappwände getrennt. Um eine Verunreinigung durch Überfüllung zu vermeiden, sind die Abholrhythmen sowie die bereitgestellte Behälteranzahl entsprechend festzulegen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 1: Vor- und Nachteile von Holsystemen gegenüber Bringsystemen nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Holsystem&lt;br /&gt;
! Bringsystem&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Komfort auf Seite der Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Qualität&lt;br /&gt;
* Bereitstellen der Sammelbehälter erfordert weniger Raum: zunächst private, handliche Behälter&lt;br /&gt;
* Preiswerter für die Kommunen&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Abfälle werden vor Abgabe länger gelagert&lt;br /&gt;
* Behälter benötigen ausreichendes Volumen und Kompatibilität mit Umladesystemen sowie ausreichende Handlichkeit&lt;br /&gt;
* Hohe logistische und Personal-Kosten für die Kommune&lt;br /&gt;
* Platzbedarf auf Grundstücken&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Hohe logistische Kosten für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Hoher Zeitaufwand für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Folglich geringe Beteiligung und geringere erfasste Mengen&lt;br /&gt;
* Begrenzte Anzahl an Sammelstellen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog Abfallbehälter.png |thumb|900px|Abbildung 1: Zuordnung von Abfallbehältern zu privat anfallenden Abfallströmen (eigene Darstellung)]] &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiel: Erfassung von Verpackungsabfällen====&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 wurden Verpackungsabfälle aus ca. einem Drittel (34,4%) der deutschen Haushalte über das Holsystem Wertstofftonne erfasst. In allen anderen Gebieten (65,6%) kommen die Gelbe Tonne oder der Gelbe Sack für die Erfassung von Verpackungsabfällen im Hol- oder Bringsystem zum Einsatz. In ländlichen Gebieten werden die meisten Verpackungsabfälle erfasst, während in Großstädten die geringsten LVP-Mengen erfasst werden. Dabei weisen die in Gelben Säcken gesammelten Abfälle eine höhere Qualität auf als die in Gelben Tonnen erfassten, da hier aufgrund der Stabilität, Größe und Blickdichte vermehrt Fehlwürfe erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsfahrzeuge===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Fahrzeuge zur Sammlung von Abfällen im Holsystem sind LKW mit den Komponenten Fahrgestell, Fest- oder Wechselaufbau und Aufnahmesystem. Die gängigen Systeme zur Beladung sind Frontlader, Seitenlader und Hecklader sowie Front-Seitenlader.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frontlader eignen sich zur Entleerung von Müllgroßbehältern im Ein-Personen-Betrieb und sind üblich bei der Sammlung von Industrie- und Gewerbeabfall. Front-Seitenlader werden aufgrund eines Beladearms für die Erfassung von Gewerbeabfällen und Haushaltsabfällen eingesetzt. Auch Seitenlader funktionieren im Ein-Personen-Betrieb und besitzen Kapazitäten für Müllgroßbehälter sowie für Großcontainer. Zudem ermöglichen sie je nach Art eine unterirdische Abfuhr. Hecklader sind vielseitig und werden daher häufig für die Sammlung von Haushalts- und Bioabfällen verwendet. Im Gegensatz zu Seiten- und Frontladern besteht die Notwendigkeit, mindestens zwei Personen zu stellen (einen Fahrer und einen Lader). Für die am Fahrzeugheck sitzenden Beladeöffnungen und Aufnahmesysteme gibt es je nach Anforderungen passende Kransysteme und passende Müllbehälter. Möglich sind geschlossene und offene Abfuhrsysteme sowie verschiedene Automatisierungsgrade.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsorgungsfahrzeuge sind häufig mit Technik zur Abfallverdichtung ausgestattet. Das kompaktierte Transportgut muss dabei die Recyclingfähigkeit und ggf. vorhandene Trennung der Stoffströme beibehalten &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Die Verdichtungstechnik wird je nach gesammeltem Stoffstrom gewählt. So wird auf Heckladern meist mit Pressplatten oder einer Drehtrommel verdichtet, während bei Front- und Seitenladern Schneckenverdichter oder Pendelpressenverdichter genutzt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das hydraulische Pressplattenwerk drückt Abfälle gegen ein Ausstoßschild im Sammelkasten des Heckladers. Anhand von Steuerungssystemen können die aufgegebenen Drücke in Abhängigkeit der Abfallzusammensetzung eingestellt werden (fraktionsoptimierte Verdichtung).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schneckenverdichter kombinieren die Umwälzung und Zerkleinerung von Abfällen mit der Verdichtung, indem die Abfälle durch sich verjüngende Pressschneckengänge befördert werden. Vorteile gegenüber der Pressplattenverdichtung sind eine ausgeglichene Verteilung von Flüssigkeiten und die Belüftung der Abfälle. Bei Einsatz einer Drehtrommel wird die Sammeltrommel bei umgekehrter Drehrichtung geleert, wobei gleichzeitig eine Selbstreinigung stattfindet.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:EntsorgungsfahrzeugeVarianten.png|center|4000px|Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=10000px mode=&amp;quot;packed&amp;quot; &amp;lt;!--caption=&amp;quot;Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge&amp;quot;--&amp;gt;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontlader.jpg|thumb|1000px|a) Frontlader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugSeitenlader.jpg|thumb|b) Seitenlader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugHecklader.jpg|thumb|c) Hecklader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontSeitenlader Faun Easypress 2001.jpg|thumb|d) Frontseitenlader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsstrukturen in Deutschland===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Sammlung von Abfällen unterliegt in Deutschland der kommunalen Hoheit. Das bedeutet, dass jede Kommune eigenverantwortlich für die Bereitstellung von Abfallsammelbehältern und die Organisation der Sammellogistik ist. Entsprechend können die Systeme zur Erfassung und Sammlung von Abfällen sich in Deutschland von Kommune zu Kommune unterscheiden. Dies betrifft beispielsweise die Farbkodierung (Behälter- oder Deckelfarbe), die angebotenen Hol- oder Bringsysteme, die Leerungsrhythmen oder die genutzten Abfallsammelfahrzeuge.&lt;br /&gt;
Während Satzungen zu Abholrhythmen, Abfallgebühren und Wahl der Sammelsysteme im kommunalen Recht umgesetzt werden, wird z. B. die Zuständigkeit von Behörden im Landesrecht festgelegt. Das Landesrecht dient demnach dazu, Vorschriften aus dem Bundesrecht zu detaillieren und zu vervollständigen. Auf Bundesebene werden die Rahmenbedingungen festgehalten, wie z. B. im KrWG und im VerpackG.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Deutschland fällt der Transport von Abfällen unter das Kreislaufwirtschaftsgesetz, das auf europäischen Richtlinien basiert und um Rechtsverordnungen erweitert ist. Eine der zentralen Erweiterungen ist die europäische Verpackungsrichtlinie, die in Deutschland über das Verpackungsgesetz umgesetzt wird.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Verpackungsverordnung von 1991, die vor der ersten europäischen Verpackungsrichtlinie in Kraft trat, inkludierte eine Rücknahmepflicht für Transportverpackungen, Umverpackungen und Verkaufsverpackungen sowie die Pflicht, dass Inverkehrbringer ihre Verpackungen einer Verwertungsstelle zuführen müssen. Dabei ermöglichte die erweiterte Produktverantwortung, dass Hersteller und Vertreiber die Verpackungen nicht zurücknehmen müssen, sofern sie sich an einer rechtlich zugelassenen, lokal organisierten Sammlung beteiligen. Daher kooperieren die Inverkehrbringer von Abfällen mit öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Entsorgungsträgern. Die Bundesländer veröffentlichen jedes Jahr Informationen zu Art, Herkunft und Menge der von öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern gesammelten Abfälle &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Duale Systeme===&lt;br /&gt;
In Deutschland wird diese Form der lokalen Sammlung von Verpackungen durch zehn duale Systeme vorgenommen. Das Duale System Deutschland (DSD) wurde 1990 als erstes privatwirtschaftliches Entsorgungssystem eingeführt. Dieses ist unter der Bezeichnung „Der Grüne Punkt“ bekannt, da lizensierte Verkaufsverpackungen nach der Einführung der Verpackungsverordnung damit gekennzeichnet wurden. Erst mit einer Entscheidung des Bundeskartellamts im Jahr 2003 entwickelte sich ein freier Markt mit den weiteren Dualen Systemen (vgl. Abbildung 3).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog MarktanteileDS.PNG |thumb|800px|Abbildung 3: Vorläufig zugeordnete Marktanteile der Dualen Systeme für das zweite Quartal 2024 nach Stoffstrom &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;/&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dualen Systeme organisieren die Sammlung und Sortierung von  Leichtverpackungen (LVP). Die LVP-Erfassungsrate ist mit circa 75% mit denen von Altglas und Altpapier vergleichbar. Duale Systeme lizensieren neben Kunststoffverpackungen auch solche aus Glas oder PPK. &amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 wurden insgesamt 5,8 Mio. t Verpackungsabfälle (Glas, PPK und LVP) getrennt gesammelt (vgl. Abbildung 4 und 5). Inklusive der stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) betrug die Gesamtrecyclingquote der mit Dualen Systemen gesammelten Abfälle 50,5%. Die werkstoffliche Verwertungsquote für Kunststoffe betrug 60,6%, während die Gesamt-Verwertungsquote der Kunststoffe bei 104% lag. Dass diese Quote oberhalb der 100% lag, zeigt auf, dass die Dualen Systeme mehr Kunststoffabfälle gesammelt haben, als Kunststoffverpackungen lizensiert wurden. Auch bei Aluminium trat eine Verwertungsquote von über 100% auf, was auf eine unterschiedliche Definition von Verbundmaterialien bei Verpackungen und Abfällen zurückzuführen ist. &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-ErfassteMengenLVP.PNG |thumb|800px|Abbildung 4: Einwohnerspezifische Erfassungsmengen von Verpackungsabfällen nach Sammelsystem &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-Qualität.PNG |thumb|800px|Abbildung 5: Anteile von nicht erfassten Wertstoffen und Anteile von Fehlwürfen bei der Erfassung von Leichtverpackungen nach Sammelsystem bezogen auf das Sammelsystem mit den wenigsten nicht erfassten Wertstoffen (Gelbe Tonne ländlich) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wertstofftonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
In Deutschland kommt je nach Kommune die Wertstofftonne oder die Gelbe Tonne zum Einsatz. &lt;br /&gt;
Das Konzept der Wertstofftonne ist, auch jene Wertstoffe zu erfassen, die keine Verpackungen sind. Diese zählen in den Gelben Tonnen und Säcken als Fehlwürfe. In jeder erfassten Abfallkategorie treten Fehlwürfe auf. Dazu zählen fremde Stoffströme, die anderen Sammlungen zuzuführen wären, wie z. B. organische Abfälle oder auch Glas und PPK ohne Lizensierung. Als intelligente Fehlwürfe zählen diejenigen Fehlwürfe, die zwar als nicht-Verpackungen von den Dualen Systemen nicht lizensiert sind, jedoch dem gleichen Stoffstrom angehören wie die Leichtverpackungen (stoffgleiche Nichtverpackungen). Das Einwerfen von Wertstoffen in Form von Elektro-Altgeräten ist auch in Wertstofftonnen nicht erlaubt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt; Gründe für „intelligente Fehlwürfe“ in Gelben Tonnen sind die von Abfallerzeugenden empfundene Praktikabilität, aber auch Informationsmangel und Kostenersparnis. Da die Dualen Systeme die Sammlung und Sortierung sowie die ggf. nötige Entsorgung von stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) nicht über Lizenzentgelte finanziert bekommen, wurden Wertstofftonnen eingeführt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. So sollen möglichst hohe Anteile der stoffgleichen Verpackungen und Nichtverpackungen der stofflichen Verwertung zugeführt werden und möglichst wenige Kunststoffe über die Restmülltonne entsorgt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vergleich von Wertstofftonne und Gelber Tonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Um die gemeinsame Erfassung von LVP und sNVP in Wertstofftonnen vorzunehmen, können Duale Systeme mit öffentlich-rechtlichen Entsorgern kooperieren. Diese Zusammenarbeit ist in Form von Mitnutzungsverträgen gestattet, wenn sie Effizienzvorteile für Abfallerzeuger generiert, ohne den Wettbewerb signifikant zu beeinträchtigen (vgl. Tabelle 2).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Innerhalb Deutschlands werden je nach Region die verschiedenen Systeme angewandt, da die Verantwortung für die Zuführung von Verpackungsabfällen zu einer Verwertung ursprünglich bei den Gemeinden lag. Seit 1991 entwickelten sich infolge der Produktverantwortung auf Seite der Inverkehrbringer die Dualen Systeme. Jedoch sind erst seit einer 2019 in Kraft getretenen Novellierung des Verpackungsgesetzes alle Inverkehrbringer von Verkaufsverpackungen zur Teilnahme an einem Dualen System verpflichtet. Die Ausgestaltung der Erfassung und Sammlung wird von den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern vorgegeben, sodass sich in Bezug auf die Art des Sammelsystems sowie die Behältergrößen und Abholungshäufigkeiten regionale Differenzen ergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 2: Vor- und Nachteile von Wertstofftonne (und Wertstoffsack) gegenüber der Gelben Tonne (und dem Gelben Sack) nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Wertstofftonne&lt;br /&gt;
! Duale Systeme&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Gezielte Miterfassung von sNVP zur Steigerung der Recyclingquote (sNVP 10% und meist Kunststoff), dadurch höhere Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Recycling unabhängig vom Verwendungszweck&lt;br /&gt;
* Reduktion der massebezogenen Sammlungskosten gegenüber der Gelben Tonne &lt;br /&gt;
* Geringere Sammlungs- und Entsorgungskosten für Restabfall&lt;br /&gt;
* Geringere Gesamtkosten (absolut sowie einwohnerspezifisch und massenspezifisch)&lt;br /&gt;
* Erhöhte Rezyklatausbeute &lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Entwicklung der privatrechtlichen Entsorgungssysteme infolge der Produktverantwortung &lt;br /&gt;
* Höhere Qualität (in Gelben Säcken) durch soziale Kontrolle und mögliches Reißen der Säcke bei Fehlwürfen&lt;br /&gt;
* geringere Transportkosten zur Sortieranlage&lt;br /&gt;
* geringere Sortierkosten&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern&lt;br /&gt;
* Kooperation zwischen öffentlich-rechtlichen Entsorgern und privatrechtlichen Entsorgern erforderlich&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Fragmentierung der Recyclingwirtschaft&lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern: Fehlwürfe und Verunreinigungen mindern die Qualität (Auslegung auf Verpackungsabfälle)&lt;br /&gt;
* Informationsmangel hinsichtlich der Materialzusammensetzung&lt;br /&gt;
* Mangelnde Kontinuität der Stoffströme und teils geringe Umfänge&lt;br /&gt;
* Unzureichende Technologieentwicklung&lt;br /&gt;
* Unterbeteiligung an Dualen Systemen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--•	Unterscheidung wer ist für was zuständig etwas klarer, vlt ein Schaubild? (kommunal/privat) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;&amp;gt; Becker, T., &amp;amp; Mellen, D. (2022). Kunststoffe. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 429-448). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Bildstein, C. (2022). Glasrecycling. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., Bd. 20, S. 401-414). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Kempkes, J. H. (2022). Verpackungsabfälle. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 449-470). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;&amp;gt;Bundesregierung Deutschland. (12. Juni 1991). Verordnung über die Vermeidung von Verpackungsabfällen. Bundesregierung Deutschland. Bonn: Bundesanzeiger. Abgerufen am 26. 04 2024 von https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl191s1234.pdf%27%5D__1714158886519&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;&amp;gt;Gemeinsame Stelle dualer Systeme Deutschlands GmbH. (2021). Über die dualen Systeme. (G. S. GmbH, Herausgeber) Abgerufen am 09. 05 2024 von https://www.muelltrennung-wirkt.de/de/ueber-uns/ueber-die-dualen-systeme/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;&amp;gt;Hohmann, S. (2022). Logistikmanagement: Entsorgungslogistik. In S. Hohmann, Logistik- und Supply Chain Management (S. 179-193). Wiesbaden: Springer Gabler. doi:10.1007/978-3-658-13631-4_6 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;&amp;gt;Kirchhoff, J. F. (2022). Intelligente Konzepte für Sammelfahrzeuge. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 717-). Wiesbaden: Springer Fachmedien . doi:10.1007/978-3-658-36262-1_37&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;&amp;gt;SASE gGmbH. Gesellschaft zur Förderung und Sammlung aus Städtereinigung und Entsorgungswirtschaft. Firmensitz: Max-Planck-Str. 11, D-58638 Iserlohn, https://sase-iserlohn.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;&amp;gt;Kuchta, K. (2023). Kunststoffabfälle aus privaten Haushalten erfassen, sortieren und verwerten. In M. S. Porth, Wasser, Energie und Umwelt (S. 287–296). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-42657-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;&amp;gt;Orth, P. B. (2022). Verwertung von Kunststoffabfällen. In P. B. Orth, Kunststoffe im Kreislauf (S. 103-122). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:https://doi.org/10.1007/978-3-658-37814-1_9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;&amp;gt;Pfaff-Simoneit, W. (2022). Anforderungen an den Aufbau von Abfallwirtschaftssystemen. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (S. 629-659). Wiesbaden; Heidelberg: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_33&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;&amp;gt;Pfohl, H.-C. (2018). Entsorgungslogistik. In H.-C. Pfohl, Logistiksysteme (S. 247-257). Berlin: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-662-56228-4_13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;&amp;gt;Reffken, H., &amp;amp; Rigod, B. (2022). Kartellrecht. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 285-307). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;&amp;gt;Wagner, J. e. (2018). Analyse der Effizienz und Vorschläge zur Optimierung von Sammelsystemen (Hol- und Bringsysteme) der haushaltsnahen Erfassung von Leichtverpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen auf der Grundlage vorhandener Daten. INTECUS GmbH Abfallwirtschaft und umweltintegratives Management. Dessau-Roßlau: Umweltbundesamt. Abgerufen am 21. 05 2024 von https://www.umweltkanzlei.de/daten/module/media/9/20180522UBA-26.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2021). PRESSEMITTEILUNG Von der Einweg-Verpackung zum Kreislauf. Verpackungen sind Ressourcen. Verpackungsregister LUCID – Status quo und Perspektiven (S. 35). Osnabrück / Berlin: UBA. Abgerufen am 22. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/Auswertungen/Unterlagen_Pressekonferenz_ZSVR_18.11.2021.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2024). Vorläufig zuzuordnende Marktanteile der Systeme für das zweite Quartal 2024. Osnabrück: Zentrale Stelle Verpackungsregister. Abgerufen am 23. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/files/Marktanteile/Vorlaeufig_zuzuordnende_Marktanteile_der_Systeme_fuer_das_zweite_Quartal_2024.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4852</id>
		<title>Entsorgungsstrukturen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4852"/>
		<updated>2025-01-17T08:58:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: /* Entsorgungsfahrzeuge */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Entsorgungsstrukturen==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Das Gebiet der Abfallwirtschaft umfasst Erfassungs-, Sammel- und Logistiksysteme, die Planung und Organisation der Abfallbewirtschaftung, rechtliche und finanzielle Regelung sowie die Forschung und Entwicklung. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;/&amp;gt; Im Folgenden wird der Fokus auf die logistischen Strukturen der Abfallwirtschaft gelegt. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Entsorgungslogistik===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Entsorgungslogistik umfasst die Erfassung, die Sammlung und den Transport von Abfällen zu deren Behandlungsanlagen (inklusive Umschlag und Lagerung) und bildet so die Schnittstelle zwischen den Abfallerzeugern und den Einrichtungen der Verwertung, Aufbereitung und Beseitigung. Mit dem übergeordneten Ziel Materialien dem Wiedereinsatz zuzuführen, ist die Entsorgungslogistik für die Kreislaufwirtschaft essenziell.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für ein effektives Wertstoffmanagement werden Abfälle nach Material- und Produkteigenschaften kategorisiert. Für einen angemessenen Transport sind Aggregatzustand und Recyclingfähigkeit des jeweiligen Abfalls wichtige Kriterien. Für spätere Recyclingrohstoffe ist eine zeitoptimierte Logistik von größerer Bedeutung, während für nicht verwertbare Abfälle Ökonomie und Ökologie den Transport definieren. Ein weiterer Aspekt ist die Gefährlichkeit von Abfällen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Erfassung und Trennung (Vergleich von Holsystem und Bringsystem)===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Trennung von Abfällen kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen. Die getrennte Erfassung von Abfällen an ihrem Entstehungsort bietet den Vorteil einer hohen Sortenreinheit. Die gemischte Erfassung bietet einen geringeren Bedarf an Sammelbehältern während des in der Sammlung anschließenden Transports, jedoch komplexere Anforderungen an Umschlag und Lagerung sowie an die nachträgliche Sortierung und Aufbereitung. Die Erfassung kann in Form eines Holsystems oder eines Bringsystems sowie einer Kombination aus beiden erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
====Holsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Beim Holsystem stellen Abfallerzeuger die Abfälle in Sammelbehältern zur Abholung zur Verfügung &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Entsorgungsunternehmen oder Kommunen organisieren deren Abholung vom Abfallentstehungsort &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. Der geringe Aufwand auf Erzeugerseite bewirkt eine hohe Erfassungsrate (vgl. Tabelle 1) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Behälter für die lokale Erfassung sind Abfalleimer mit einem Volumen von mindestens 35 L, Abfalltonnen sowie Abfallgroßbehälter, die bis zu 360 L fassen, und an die Hebesysteme der Fahrzeuge angepasst sind. Diese Tonnen müssen sowohl von Privatpersonen manövrierbar als auch auf die Ausrüstung der Sammelfahrzeuge angepasst sein. Auf den Fahrzeugen befinden sich Wechsel- und Multifunktionsbehälter. Je nachdem, ob es sich um eine getrennte oder gemischte Erfassung handelt, können auf den Fahrzeugen Mehrkammersysteme eingesetzt werden (zum Beispiel bei der Umleerung von Glascontainern). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Arten der Behälter zur Erfassung von Abfällen am Entstehungsort oder dem jeweiligen Bringsystem werden unterschieden in Umleerbehälter sowie Wechselbehälter. Umleerbehälter werden in das Transportfahrzeug entleert und wieder abgestellt werden, während bei Wechselbehältern die vollen Behältnisse jeweils durch leere ersetzt. Eine weitere Möglichkeit sind Einwegbehältnisse wie z. B. Gelbe Säcke (vgl. Abbildung 1). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bringsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Sammelstellen zu vereinfachen, können Behälter in umgänglichen Größen bereitgestellt werden. Die Erzeuger transportieren die Abfälle eigenständig zu Recyclinghöfen oder zu größeren haushaltsnahen Erfassungsbehältnissen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt; Recycling- respektive Wertstoffhöfe nehmen auf ihren Grundstücken diverse Abfallarten an und sind innerhalb ihrer Öffnungszeiten für (private) Anlieferungen zugänglich&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. Insbesondere für LVP werden sie in ländlicher Umgebung, in denen kein Holsystem eingerichtet ist, als Haupterfassungssystem angeboten,. Auf Wertstoffhöfen werden infolge des Aufwands für Privatpersonen die geringsten Sammelmengen erfasst (vgl. Tabelle 1). Aus den geringen Sammelmengen resultieren bis zu vierfach höheren Kosten für Erfassung, Sammlung und Verwertung pro Kilogramm Verpackungsabfall gegenüber dem Holsystem mit Gelben Säcken.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein anderes Beispiel für das Bringsystem stellt die Sammlung von Altglas dar. Die Erfassungs- oder Sammelbehälter für Altglas befinden sich außerhalb der Privatgrundstücke, sind jedoch innerhalb von Stadtvierteln grundstücksnah aufgestellt (vgl. Abbildung 1). Die für diesen Bereich verwendeten Depotcontainer sind meist Umleerbehälter und können als Mehrkammersystem mit bis zu drei Kammern ausgebaut sein. Wenn die Abholung als integriertes System vorgesehen ist, wird das Altglas auf einem Fahrzeug reinfarbig transportiert. Auf den Fahrzeugen sind die Kammern durch Klappwände getrennt. Um eine Verunreinigung durch Überfüllung zu vermeiden, sind die Abholrhythmen sowie die bereitgestellte Behälteranzahl entsprechend festzulegen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 1: Vor- und Nachteile von Holsystemen gegenüber Bringsystemen nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Holsystem&lt;br /&gt;
! Bringsystem&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Komfort auf Seite der Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Qualität&lt;br /&gt;
* Bereitstellen der Sammelbehälter erfordert weniger Raum: zunächst private, handliche Behälter&lt;br /&gt;
* Preiswerter für die Kommunen&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Abfälle werden vor Abgabe länger gelagert&lt;br /&gt;
* Behälter benötigen ausreichendes Volumen und Kompatibilität mit Umladesystemen sowie ausreichende Handlichkeit&lt;br /&gt;
* Hohe logistische und Personal-Kosten für die Kommune&lt;br /&gt;
* Platzbedarf auf Grundstücken&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Hohe logistische Kosten für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Hoher Zeitaufwand für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Folglich geringe Beteiligung und geringere erfasste Mengen&lt;br /&gt;
* Begrenzte Anzahl an Sammelstellen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog Abfallbehälter.png |thumb|900px|Abbildung 1: Zuordnung von Abfallbehältern zu privat anfallenden Abfallströmen (eigene Darstellung)]] &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiel: Erfassung von Verpackungsabfällen====&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 wurden Verpackungsabfälle aus ca. einem Drittel (34,4%) der deutschen Haushalte über das Holsystem Wertstofftonne erfasst. In allen anderen Gebieten (65,6%) kommen die Gelbe Tonne oder der Gelbe Sack für die Erfassung von Verpackungsabfällen im Hol- oder Bringsystem zum Einsatz. In ländlichen Gebieten werden die meisten Verpackungsabfälle erfasst, während in Großstädten die geringsten LVP-Mengen erfasst werden. Dabei weisen die in Gelben Säcken gesammelten Abfälle eine höhere Qualität auf als die in Gelben Tonnen erfassten, da hier aufgrund der Stabilität, Größe und Blickdichte vermehrt Fehlwürfe erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsfahrzeuge===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Fahrzeuge zur Sammlung von Abfällen im Holsystem sind LKW mit den Komponenten Fahrgestell, Fest- oder Wechselaufbau und Aufnahmesystem. Die gängigen Systeme zur Beladung sind Frontlader, Seitenlader und Hecklader sowie Front-Seitenlader.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frontlader eignen sich zur Entleerung von Müllgroßbehältern im Ein-Personen-Betrieb und sind üblich bei der Sammlung von Industrie- und Gewerbeabfall. Front-Seitenlader werden aufgrund eines Beladearms für die Erfassung von Gewerbeabfällen und Haushaltsabfällen eingesetzt. Auch Seitenlader funktionieren im Ein-Personen-Betrieb und besitzen Kapazitäten für Müllgroßbehälter sowie für Großcontainer. Zudem ermöglichen sie je nach Art eine unterirdische Abfuhr. Hecklader sind vielseitig und werden daher häufig für die Sammlung von Haushalts- und Bioabfällen verwendet. Im Gegensatz zu Seiten- und Frontladern besteht die Notwendigkeit, mindestens zwei Personen zu stellen (einen Fahrer und einen Lader). Für die am Fahrzeugheck sitzenden Beladeöffnungen und Aufnahmesysteme gibt es je nach Anforderungen passende Kransysteme und passende Müllbehälter. Möglich sind geschlossene und offene Abfuhrsysteme sowie verschiedene Automatisierungsgrade.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsorgungsfahrzeuge sind häufig mit Technik zur Abfallverdichtung ausgestattet. Das kompaktierte Transportgut muss dabei die Recyclingfähigkeit und ggf. vorhandene Trennung der Stoffströme beibehalten &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Die Verdichtungstechnik wird je nach gesammeltem Stoffstrom gewählt. So wird auf Heckladern meist mit Pressplatten oder einer Drehtrommel verdichtet, während bei Front- und Seitenladern Schneckenverdichter oder Pendelpressenverdichter genutzt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das hydraulische Pressplattenwerk drückt Abfälle gegen ein Ausstoßschild im Sammelkasten des Heckladers. Anhand von Steuerungssystemen können die aufgegebenen Drücke in Abhängigkeit der Abfallzusammensetzung eingestellt werden (fraktionsoptimierte Verdichtung).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schneckenverdichter kombinieren die Umwälzung und Zerkleinerung von Abfällen mit der Verdichtung, indem die Abfälle durch sich verjüngende Pressschneckengänge befördert werden. Vorteile gegenüber der Pressplattenverdichtung sind eine ausgeglichene Verteilung von Flüssigkeiten und die Belüftung der Abfälle. Bei Einsatz einer Drehtrommel wird die Sammeltrommel bei umgekehrter Drehrichtung geleert, wobei gleichzeitig eine Selbstreinigung stattfindet.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:EntsorgungsfahrzeugeVarianten.png|center|4000px|Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=10000px mode=&amp;quot;packed&amp;quot; &amp;lt;!--caption=&amp;quot;Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge&amp;quot;--&amp;gt;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontlader.jpg|thumb|500px|a) Frontlader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugSeitenlader.jpg|thumb|b) Seitenlader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugHecklader.jpg|thumb|c) Hecklader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontSeitenlader Faun Easypress 2001.jpg|thumb|d) Frontseitenlader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsstrukturen in Deutschland===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Sammlung von Abfällen unterliegt in Deutschland der kommunalen Hoheit. Das bedeutet, dass jede Kommune eigenverantwortlich für die Bereitstellung von Abfallsammelbehältern und die Organisation der Sammellogistik ist. Entsprechend können die Systeme zur Erfassung und Sammlung von Abfällen sich in Deutschland von Kommune zu Kommune unterscheiden. Dies betrifft beispielsweise die Farbkodierung (Behälter- oder Deckelfarbe), die angebotenen Hol- oder Bringsysteme, die Leerungsrhythmen oder die genutzten Abfallsammelfahrzeuge.&lt;br /&gt;
Während Satzungen zu Abholrhythmen, Abfallgebühren und Wahl der Sammelsysteme im kommunalen Recht umgesetzt werden, wird z. B. die Zuständigkeit von Behörden im Landesrecht festgelegt. Das Landesrecht dient demnach dazu, Vorschriften aus dem Bundesrecht zu detaillieren und zu vervollständigen. Auf Bundesebene werden die Rahmenbedingungen festgehalten, wie z. B. im KrWG und im VerpackG.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Deutschland fällt der Transport von Abfällen unter das Kreislaufwirtschaftsgesetz, das auf europäischen Richtlinien basiert und um Rechtsverordnungen erweitert ist. Eine der zentralen Erweiterungen ist die europäische Verpackungsrichtlinie, die in Deutschland über das Verpackungsgesetz umgesetzt wird.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Verpackungsverordnung von 1991, die vor der ersten europäischen Verpackungsrichtlinie in Kraft trat, inkludierte eine Rücknahmepflicht für Transportverpackungen, Umverpackungen und Verkaufsverpackungen sowie die Pflicht, dass Inverkehrbringer ihre Verpackungen einer Verwertungsstelle zuführen müssen. Dabei ermöglichte die erweiterte Produktverantwortung, dass Hersteller und Vertreiber die Verpackungen nicht zurücknehmen müssen, sofern sie sich an einer rechtlich zugelassenen, lokal organisierten Sammlung beteiligen. Daher kooperieren die Inverkehrbringer von Abfällen mit öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Entsorgungsträgern. Die Bundesländer veröffentlichen jedes Jahr Informationen zu Art, Herkunft und Menge der von öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern gesammelten Abfälle &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Duale Systeme===&lt;br /&gt;
In Deutschland wird diese Form der lokalen Sammlung von Verpackungen durch zehn duale Systeme vorgenommen. Das Duale System Deutschland (DSD) wurde 1990 als erstes privatwirtschaftliches Entsorgungssystem eingeführt. Dieses ist unter der Bezeichnung „Der Grüne Punkt“ bekannt, da lizensierte Verkaufsverpackungen nach der Einführung der Verpackungsverordnung damit gekennzeichnet wurden. Erst mit einer Entscheidung des Bundeskartellamts im Jahr 2003 entwickelte sich ein freier Markt mit den weiteren Dualen Systemen (vgl. Abbildung 3).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog MarktanteileDS.PNG |thumb|800px|Abbildung 3: Vorläufig zugeordnete Marktanteile der Dualen Systeme für das zweite Quartal 2024 nach Stoffstrom &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;/&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dualen Systeme organisieren die Sammlung und Sortierung von  Leichtverpackungen (LVP). Die LVP-Erfassungsrate ist mit circa 75% mit denen von Altglas und Altpapier vergleichbar. Duale Systeme lizensieren neben Kunststoffverpackungen auch solche aus Glas oder PPK. &amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 wurden insgesamt 5,8 Mio. t Verpackungsabfälle (Glas, PPK und LVP) getrennt gesammelt (vgl. Abbildung 4 und 5). Inklusive der stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) betrug die Gesamtrecyclingquote der mit Dualen Systemen gesammelten Abfälle 50,5%. Die werkstoffliche Verwertungsquote für Kunststoffe betrug 60,6%, während die Gesamt-Verwertungsquote der Kunststoffe bei 104% lag. Dass diese Quote oberhalb der 100% lag, zeigt auf, dass die Dualen Systeme mehr Kunststoffabfälle gesammelt haben, als Kunststoffverpackungen lizensiert wurden. Auch bei Aluminium trat eine Verwertungsquote von über 100% auf, was auf eine unterschiedliche Definition von Verbundmaterialien bei Verpackungen und Abfällen zurückzuführen ist. &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-ErfassteMengenLVP.PNG |thumb|800px|Abbildung 4: Einwohnerspezifische Erfassungsmengen von Verpackungsabfällen nach Sammelsystem &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-Qualität.PNG |thumb|800px|Abbildung 5: Anteile von nicht erfassten Wertstoffen und Anteile von Fehlwürfen bei der Erfassung von Leichtverpackungen nach Sammelsystem bezogen auf das Sammelsystem mit den wenigsten nicht erfassten Wertstoffen (Gelbe Tonne ländlich) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wertstofftonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
In Deutschland kommt je nach Kommune die Wertstofftonne oder die Gelbe Tonne zum Einsatz. &lt;br /&gt;
Das Konzept der Wertstofftonne ist, auch jene Wertstoffe zu erfassen, die keine Verpackungen sind. Diese zählen in den Gelben Tonnen und Säcken als Fehlwürfe. In jeder erfassten Abfallkategorie treten Fehlwürfe auf. Dazu zählen fremde Stoffströme, die anderen Sammlungen zuzuführen wären, wie z. B. organische Abfälle oder auch Glas und PPK ohne Lizensierung. Als intelligente Fehlwürfe zählen diejenigen Fehlwürfe, die zwar als nicht-Verpackungen von den Dualen Systemen nicht lizensiert sind, jedoch dem gleichen Stoffstrom angehören wie die Leichtverpackungen (stoffgleiche Nichtverpackungen). Das Einwerfen von Wertstoffen in Form von Elektro-Altgeräten ist auch in Wertstofftonnen nicht erlaubt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt; Gründe für „intelligente Fehlwürfe“ in Gelben Tonnen sind die von Abfallerzeugenden empfundene Praktikabilität, aber auch Informationsmangel und Kostenersparnis. Da die Dualen Systeme die Sammlung und Sortierung sowie die ggf. nötige Entsorgung von stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) nicht über Lizenzentgelte finanziert bekommen, wurden Wertstofftonnen eingeführt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. So sollen möglichst hohe Anteile der stoffgleichen Verpackungen und Nichtverpackungen der stofflichen Verwertung zugeführt werden und möglichst wenige Kunststoffe über die Restmülltonne entsorgt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vergleich von Wertstofftonne und Gelber Tonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Um die gemeinsame Erfassung von LVP und sNVP in Wertstofftonnen vorzunehmen, können Duale Systeme mit öffentlich-rechtlichen Entsorgern kooperieren. Diese Zusammenarbeit ist in Form von Mitnutzungsverträgen gestattet, wenn sie Effizienzvorteile für Abfallerzeuger generiert, ohne den Wettbewerb signifikant zu beeinträchtigen (vgl. Tabelle 2).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Innerhalb Deutschlands werden je nach Region die verschiedenen Systeme angewandt, da die Verantwortung für die Zuführung von Verpackungsabfällen zu einer Verwertung ursprünglich bei den Gemeinden lag. Seit 1991 entwickelten sich infolge der Produktverantwortung auf Seite der Inverkehrbringer die Dualen Systeme. Jedoch sind erst seit einer 2019 in Kraft getretenen Novellierung des Verpackungsgesetzes alle Inverkehrbringer von Verkaufsverpackungen zur Teilnahme an einem Dualen System verpflichtet. Die Ausgestaltung der Erfassung und Sammlung wird von den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern vorgegeben, sodass sich in Bezug auf die Art des Sammelsystems sowie die Behältergrößen und Abholungshäufigkeiten regionale Differenzen ergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 2: Vor- und Nachteile von Wertstofftonne (und Wertstoffsack) gegenüber der Gelben Tonne (und dem Gelben Sack) nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Wertstofftonne&lt;br /&gt;
! Duale Systeme&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Gezielte Miterfassung von sNVP zur Steigerung der Recyclingquote (sNVP 10% und meist Kunststoff), dadurch höhere Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Recycling unabhängig vom Verwendungszweck&lt;br /&gt;
* Reduktion der massebezogenen Sammlungskosten gegenüber der Gelben Tonne &lt;br /&gt;
* Geringere Sammlungs- und Entsorgungskosten für Restabfall&lt;br /&gt;
* Geringere Gesamtkosten (absolut sowie einwohnerspezifisch und massenspezifisch)&lt;br /&gt;
* Erhöhte Rezyklatausbeute &lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Entwicklung der privatrechtlichen Entsorgungssysteme infolge der Produktverantwortung &lt;br /&gt;
* Höhere Qualität (in Gelben Säcken) durch soziale Kontrolle und mögliches Reißen der Säcke bei Fehlwürfen&lt;br /&gt;
* geringere Transportkosten zur Sortieranlage&lt;br /&gt;
* geringere Sortierkosten&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern&lt;br /&gt;
* Kooperation zwischen öffentlich-rechtlichen Entsorgern und privatrechtlichen Entsorgern erforderlich&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Fragmentierung der Recyclingwirtschaft&lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern: Fehlwürfe und Verunreinigungen mindern die Qualität (Auslegung auf Verpackungsabfälle)&lt;br /&gt;
* Informationsmangel hinsichtlich der Materialzusammensetzung&lt;br /&gt;
* Mangelnde Kontinuität der Stoffströme und teils geringe Umfänge&lt;br /&gt;
* Unzureichende Technologieentwicklung&lt;br /&gt;
* Unterbeteiligung an Dualen Systemen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--•	Unterscheidung wer ist für was zuständig etwas klarer, vlt ein Schaubild? (kommunal/privat) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;&amp;gt; Becker, T., &amp;amp; Mellen, D. (2022). Kunststoffe. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 429-448). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Bildstein, C. (2022). Glasrecycling. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., Bd. 20, S. 401-414). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Kempkes, J. H. (2022). Verpackungsabfälle. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 449-470). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;&amp;gt;Bundesregierung Deutschland. (12. Juni 1991). Verordnung über die Vermeidung von Verpackungsabfällen. Bundesregierung Deutschland. Bonn: Bundesanzeiger. Abgerufen am 26. 04 2024 von https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl191s1234.pdf%27%5D__1714158886519&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;&amp;gt;Gemeinsame Stelle dualer Systeme Deutschlands GmbH. (2021). Über die dualen Systeme. (G. S. GmbH, Herausgeber) Abgerufen am 09. 05 2024 von https://www.muelltrennung-wirkt.de/de/ueber-uns/ueber-die-dualen-systeme/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;&amp;gt;Hohmann, S. (2022). Logistikmanagement: Entsorgungslogistik. In S. Hohmann, Logistik- und Supply Chain Management (S. 179-193). Wiesbaden: Springer Gabler. doi:10.1007/978-3-658-13631-4_6 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;&amp;gt;Kirchhoff, J. F. (2022). Intelligente Konzepte für Sammelfahrzeuge. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 717-). Wiesbaden: Springer Fachmedien . doi:10.1007/978-3-658-36262-1_37&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;&amp;gt;SASE gGmbH. Gesellschaft zur Förderung und Sammlung aus Städtereinigung und Entsorgungswirtschaft. Firmensitz: Max-Planck-Str. 11, D-58638 Iserlohn, https://sase-iserlohn.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;&amp;gt;Kuchta, K. (2023). Kunststoffabfälle aus privaten Haushalten erfassen, sortieren und verwerten. In M. S. Porth, Wasser, Energie und Umwelt (S. 287–296). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-42657-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;&amp;gt;Orth, P. B. (2022). Verwertung von Kunststoffabfällen. In P. B. Orth, Kunststoffe im Kreislauf (S. 103-122). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:https://doi.org/10.1007/978-3-658-37814-1_9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;&amp;gt;Pfaff-Simoneit, W. (2022). Anforderungen an den Aufbau von Abfallwirtschaftssystemen. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (S. 629-659). Wiesbaden; Heidelberg: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_33&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;&amp;gt;Pfohl, H.-C. (2018). Entsorgungslogistik. In H.-C. Pfohl, Logistiksysteme (S. 247-257). Berlin: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-662-56228-4_13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;&amp;gt;Reffken, H., &amp;amp; Rigod, B. (2022). Kartellrecht. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 285-307). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;&amp;gt;Wagner, J. e. (2018). Analyse der Effizienz und Vorschläge zur Optimierung von Sammelsystemen (Hol- und Bringsysteme) der haushaltsnahen Erfassung von Leichtverpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen auf der Grundlage vorhandener Daten. INTECUS GmbH Abfallwirtschaft und umweltintegratives Management. Dessau-Roßlau: Umweltbundesamt. Abgerufen am 21. 05 2024 von https://www.umweltkanzlei.de/daten/module/media/9/20180522UBA-26.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2021). PRESSEMITTEILUNG Von der Einweg-Verpackung zum Kreislauf. Verpackungen sind Ressourcen. Verpackungsregister LUCID – Status quo und Perspektiven (S. 35). Osnabrück / Berlin: UBA. Abgerufen am 22. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/Auswertungen/Unterlagen_Pressekonferenz_ZSVR_18.11.2021.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2024). Vorläufig zuzuordnende Marktanteile der Systeme für das zweite Quartal 2024. Osnabrück: Zentrale Stelle Verpackungsregister. Abgerufen am 23. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/files/Marktanteile/Vorlaeufig_zuzuordnende_Marktanteile_der_Systeme_fuer_das_zweite_Quartal_2024.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4851</id>
		<title>Entsorgungsstrukturen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4851"/>
		<updated>2025-01-17T08:52:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: /* Entsorgungsfahrzeuge */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Entsorgungsstrukturen==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Das Gebiet der Abfallwirtschaft umfasst Erfassungs-, Sammel- und Logistiksysteme, die Planung und Organisation der Abfallbewirtschaftung, rechtliche und finanzielle Regelung sowie die Forschung und Entwicklung. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;/&amp;gt; Im Folgenden wird der Fokus auf die logistischen Strukturen der Abfallwirtschaft gelegt. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Entsorgungslogistik===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Entsorgungslogistik umfasst die Erfassung, die Sammlung und den Transport von Abfällen zu deren Behandlungsanlagen (inklusive Umschlag und Lagerung) und bildet so die Schnittstelle zwischen den Abfallerzeugern und den Einrichtungen der Verwertung, Aufbereitung und Beseitigung. Mit dem übergeordneten Ziel Materialien dem Wiedereinsatz zuzuführen, ist die Entsorgungslogistik für die Kreislaufwirtschaft essenziell.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für ein effektives Wertstoffmanagement werden Abfälle nach Material- und Produkteigenschaften kategorisiert. Für einen angemessenen Transport sind Aggregatzustand und Recyclingfähigkeit des jeweiligen Abfalls wichtige Kriterien. Für spätere Recyclingrohstoffe ist eine zeitoptimierte Logistik von größerer Bedeutung, während für nicht verwertbare Abfälle Ökonomie und Ökologie den Transport definieren. Ein weiterer Aspekt ist die Gefährlichkeit von Abfällen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Erfassung und Trennung (Vergleich von Holsystem und Bringsystem)===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Trennung von Abfällen kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen. Die getrennte Erfassung von Abfällen an ihrem Entstehungsort bietet den Vorteil einer hohen Sortenreinheit. Die gemischte Erfassung bietet einen geringeren Bedarf an Sammelbehältern während des in der Sammlung anschließenden Transports, jedoch komplexere Anforderungen an Umschlag und Lagerung sowie an die nachträgliche Sortierung und Aufbereitung. Die Erfassung kann in Form eines Holsystems oder eines Bringsystems sowie einer Kombination aus beiden erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
====Holsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Beim Holsystem stellen Abfallerzeuger die Abfälle in Sammelbehältern zur Abholung zur Verfügung &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Entsorgungsunternehmen oder Kommunen organisieren deren Abholung vom Abfallentstehungsort &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. Der geringe Aufwand auf Erzeugerseite bewirkt eine hohe Erfassungsrate (vgl. Tabelle 1) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Behälter für die lokale Erfassung sind Abfalleimer mit einem Volumen von mindestens 35 L, Abfalltonnen sowie Abfallgroßbehälter, die bis zu 360 L fassen, und an die Hebesysteme der Fahrzeuge angepasst sind. Diese Tonnen müssen sowohl von Privatpersonen manövrierbar als auch auf die Ausrüstung der Sammelfahrzeuge angepasst sein. Auf den Fahrzeugen befinden sich Wechsel- und Multifunktionsbehälter. Je nachdem, ob es sich um eine getrennte oder gemischte Erfassung handelt, können auf den Fahrzeugen Mehrkammersysteme eingesetzt werden (zum Beispiel bei der Umleerung von Glascontainern). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Arten der Behälter zur Erfassung von Abfällen am Entstehungsort oder dem jeweiligen Bringsystem werden unterschieden in Umleerbehälter sowie Wechselbehälter. Umleerbehälter werden in das Transportfahrzeug entleert und wieder abgestellt werden, während bei Wechselbehältern die vollen Behältnisse jeweils durch leere ersetzt. Eine weitere Möglichkeit sind Einwegbehältnisse wie z. B. Gelbe Säcke (vgl. Abbildung 1). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bringsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Sammelstellen zu vereinfachen, können Behälter in umgänglichen Größen bereitgestellt werden. Die Erzeuger transportieren die Abfälle eigenständig zu Recyclinghöfen oder zu größeren haushaltsnahen Erfassungsbehältnissen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt; Recycling- respektive Wertstoffhöfe nehmen auf ihren Grundstücken diverse Abfallarten an und sind innerhalb ihrer Öffnungszeiten für (private) Anlieferungen zugänglich&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. Insbesondere für LVP werden sie in ländlicher Umgebung, in denen kein Holsystem eingerichtet ist, als Haupterfassungssystem angeboten,. Auf Wertstoffhöfen werden infolge des Aufwands für Privatpersonen die geringsten Sammelmengen erfasst (vgl. Tabelle 1). Aus den geringen Sammelmengen resultieren bis zu vierfach höheren Kosten für Erfassung, Sammlung und Verwertung pro Kilogramm Verpackungsabfall gegenüber dem Holsystem mit Gelben Säcken.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein anderes Beispiel für das Bringsystem stellt die Sammlung von Altglas dar. Die Erfassungs- oder Sammelbehälter für Altglas befinden sich außerhalb der Privatgrundstücke, sind jedoch innerhalb von Stadtvierteln grundstücksnah aufgestellt (vgl. Abbildung 1). Die für diesen Bereich verwendeten Depotcontainer sind meist Umleerbehälter und können als Mehrkammersystem mit bis zu drei Kammern ausgebaut sein. Wenn die Abholung als integriertes System vorgesehen ist, wird das Altglas auf einem Fahrzeug reinfarbig transportiert. Auf den Fahrzeugen sind die Kammern durch Klappwände getrennt. Um eine Verunreinigung durch Überfüllung zu vermeiden, sind die Abholrhythmen sowie die bereitgestellte Behälteranzahl entsprechend festzulegen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 1: Vor- und Nachteile von Holsystemen gegenüber Bringsystemen nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Holsystem&lt;br /&gt;
! Bringsystem&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Komfort auf Seite der Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Qualität&lt;br /&gt;
* Bereitstellen der Sammelbehälter erfordert weniger Raum: zunächst private, handliche Behälter&lt;br /&gt;
* Preiswerter für die Kommunen&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Abfälle werden vor Abgabe länger gelagert&lt;br /&gt;
* Behälter benötigen ausreichendes Volumen und Kompatibilität mit Umladesystemen sowie ausreichende Handlichkeit&lt;br /&gt;
* Hohe logistische und Personal-Kosten für die Kommune&lt;br /&gt;
* Platzbedarf auf Grundstücken&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Hohe logistische Kosten für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Hoher Zeitaufwand für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Folglich geringe Beteiligung und geringere erfasste Mengen&lt;br /&gt;
* Begrenzte Anzahl an Sammelstellen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog Abfallbehälter.png |thumb|900px|Abbildung 1: Zuordnung von Abfallbehältern zu privat anfallenden Abfallströmen (eigene Darstellung)]] &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiel: Erfassung von Verpackungsabfällen====&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 wurden Verpackungsabfälle aus ca. einem Drittel (34,4%) der deutschen Haushalte über das Holsystem Wertstofftonne erfasst. In allen anderen Gebieten (65,6%) kommen die Gelbe Tonne oder der Gelbe Sack für die Erfassung von Verpackungsabfällen im Hol- oder Bringsystem zum Einsatz. In ländlichen Gebieten werden die meisten Verpackungsabfälle erfasst, während in Großstädten die geringsten LVP-Mengen erfasst werden. Dabei weisen die in Gelben Säcken gesammelten Abfälle eine höhere Qualität auf als die in Gelben Tonnen erfassten, da hier aufgrund der Stabilität, Größe und Blickdichte vermehrt Fehlwürfe erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsfahrzeuge===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Fahrzeuge zur Sammlung von Abfällen im Holsystem sind LKW mit den Komponenten Fahrgestell, Fest- oder Wechselaufbau und Aufnahmesystem. Die gängigen Systeme zur Beladung sind Frontlader, Seitenlader und Hecklader sowie Front-Seitenlader.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frontlader eignen sich zur Entleerung von Müllgroßbehältern im Ein-Personen-Betrieb und sind üblich bei der Sammlung von Industrie- und Gewerbeabfall. Front-Seitenlader werden aufgrund eines Beladearms für die Erfassung von Gewerbeabfällen und Haushaltsabfällen eingesetzt. Auch Seitenlader funktionieren im Ein-Personen-Betrieb und besitzen Kapazitäten für Müllgroßbehälter sowie für Großcontainer. Zudem ermöglichen sie je nach Art eine unterirdische Abfuhr. Hecklader sind vielseitig und werden daher häufig für die Sammlung von Haushalts- und Bioabfällen verwendet. Im Gegensatz zu Seiten- und Frontladern besteht die Notwendigkeit, mindestens zwei Personen zu stellen (einen Fahrer und einen Lader). Für die am Fahrzeugheck sitzenden Beladeöffnungen und Aufnahmesysteme gibt es je nach Anforderungen passende Kransysteme und passende Müllbehälter. Möglich sind geschlossene und offene Abfuhrsysteme sowie verschiedene Automatisierungsgrade.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsorgungsfahrzeuge sind häufig mit Technik zur Abfallverdichtung ausgestattet. Das kompaktierte Transportgut muss dabei die Recyclingfähigkeit und ggf. vorhandene Trennung der Stoffströme beibehalten &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Die Verdichtungstechnik wird je nach gesammeltem Stoffstrom gewählt. So wird auf Heckladern meist mit Pressplatten oder einer Drehtrommel verdichtet, während bei Front- und Seitenladern Schneckenverdichter oder Pendelpressenverdichter genutzt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das hydraulische Pressplattenwerk drückt Abfälle gegen ein Ausstoßschild im Sammelkasten des Heckladers. Anhand von Steuerungssystemen können die aufgegebenen Drücke in Abhängigkeit der Abfallzusammensetzung eingestellt werden (fraktionsoptimierte Verdichtung).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schneckenverdichter kombinieren die Umwälzung und Zerkleinerung von Abfällen mit der Verdichtung, indem die Abfälle durch sich verjüngende Pressschneckengänge befördert werden. Vorteile gegenüber der Pressplattenverdichtung sind eine ausgeglichene Verteilung von Flüssigkeiten und die Belüftung der Abfälle. Bei Einsatz einer Drehtrommel wird die Sammeltrommel bei umgekehrter Drehrichtung geleert, wobei gleichzeitig eine Selbstreinigung stattfindet.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:EntsorgungsfahrzeugeVarianten.png|center|4000px|Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=10000px mode=&amp;quot;packed&amp;quot; &amp;lt;!--caption=&amp;quot;Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge&amp;quot;--&amp;gt;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontlader.jpg|thumb|a) Frontlader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugSeitenlader.jpg|thumb|b) Seitenlader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugHecklader.jpg|thumb|c) Hecklader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontSeitenlader Faun Easypress 2001.jpg|thumb|d) Frontseitenlader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsstrukturen in Deutschland===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Sammlung von Abfällen unterliegt in Deutschland der kommunalen Hoheit. Das bedeutet, dass jede Kommune eigenverantwortlich für die Bereitstellung von Abfallsammelbehältern und die Organisation der Sammellogistik ist. Entsprechend können die Systeme zur Erfassung und Sammlung von Abfällen sich in Deutschland von Kommune zu Kommune unterscheiden. Dies betrifft beispielsweise die Farbkodierung (Behälter- oder Deckelfarbe), die angebotenen Hol- oder Bringsysteme, die Leerungsrhythmen oder die genutzten Abfallsammelfahrzeuge.&lt;br /&gt;
Während Satzungen zu Abholrhythmen, Abfallgebühren und Wahl der Sammelsysteme im kommunalen Recht umgesetzt werden, wird z. B. die Zuständigkeit von Behörden im Landesrecht festgelegt. Das Landesrecht dient demnach dazu, Vorschriften aus dem Bundesrecht zu detaillieren und zu vervollständigen. Auf Bundesebene werden die Rahmenbedingungen festgehalten, wie z. B. im KrWG und im VerpackG.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Deutschland fällt der Transport von Abfällen unter das Kreislaufwirtschaftsgesetz, das auf europäischen Richtlinien basiert und um Rechtsverordnungen erweitert ist. Eine der zentralen Erweiterungen ist die europäische Verpackungsrichtlinie, die in Deutschland über das Verpackungsgesetz umgesetzt wird.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Verpackungsverordnung von 1991, die vor der ersten europäischen Verpackungsrichtlinie in Kraft trat, inkludierte eine Rücknahmepflicht für Transportverpackungen, Umverpackungen und Verkaufsverpackungen sowie die Pflicht, dass Inverkehrbringer ihre Verpackungen einer Verwertungsstelle zuführen müssen. Dabei ermöglichte die erweiterte Produktverantwortung, dass Hersteller und Vertreiber die Verpackungen nicht zurücknehmen müssen, sofern sie sich an einer rechtlich zugelassenen, lokal organisierten Sammlung beteiligen. Daher kooperieren die Inverkehrbringer von Abfällen mit öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Entsorgungsträgern. Die Bundesländer veröffentlichen jedes Jahr Informationen zu Art, Herkunft und Menge der von öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern gesammelten Abfälle &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Duale Systeme===&lt;br /&gt;
In Deutschland wird diese Form der lokalen Sammlung von Verpackungen durch zehn duale Systeme vorgenommen. Das Duale System Deutschland (DSD) wurde 1990 als erstes privatwirtschaftliches Entsorgungssystem eingeführt. Dieses ist unter der Bezeichnung „Der Grüne Punkt“ bekannt, da lizensierte Verkaufsverpackungen nach der Einführung der Verpackungsverordnung damit gekennzeichnet wurden. Erst mit einer Entscheidung des Bundeskartellamts im Jahr 2003 entwickelte sich ein freier Markt mit den weiteren Dualen Systemen (vgl. Abbildung 3).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog MarktanteileDS.PNG |thumb|800px|Abbildung 3: Vorläufig zugeordnete Marktanteile der Dualen Systeme für das zweite Quartal 2024 nach Stoffstrom &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;/&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dualen Systeme organisieren die Sammlung und Sortierung von  Leichtverpackungen (LVP). Die LVP-Erfassungsrate ist mit circa 75% mit denen von Altglas und Altpapier vergleichbar. Duale Systeme lizensieren neben Kunststoffverpackungen auch solche aus Glas oder PPK. &amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 wurden insgesamt 5,8 Mio. t Verpackungsabfälle (Glas, PPK und LVP) getrennt gesammelt (vgl. Abbildung 4 und 5). Inklusive der stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) betrug die Gesamtrecyclingquote der mit Dualen Systemen gesammelten Abfälle 50,5%. Die werkstoffliche Verwertungsquote für Kunststoffe betrug 60,6%, während die Gesamt-Verwertungsquote der Kunststoffe bei 104% lag. Dass diese Quote oberhalb der 100% lag, zeigt auf, dass die Dualen Systeme mehr Kunststoffabfälle gesammelt haben, als Kunststoffverpackungen lizensiert wurden. Auch bei Aluminium trat eine Verwertungsquote von über 100% auf, was auf eine unterschiedliche Definition von Verbundmaterialien bei Verpackungen und Abfällen zurückzuführen ist. &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-ErfassteMengenLVP.PNG |thumb|800px|Abbildung 4: Einwohnerspezifische Erfassungsmengen von Verpackungsabfällen nach Sammelsystem &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-Qualität.PNG |thumb|800px|Abbildung 5: Anteile von nicht erfassten Wertstoffen und Anteile von Fehlwürfen bei der Erfassung von Leichtverpackungen nach Sammelsystem bezogen auf das Sammelsystem mit den wenigsten nicht erfassten Wertstoffen (Gelbe Tonne ländlich) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wertstofftonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
In Deutschland kommt je nach Kommune die Wertstofftonne oder die Gelbe Tonne zum Einsatz. &lt;br /&gt;
Das Konzept der Wertstofftonne ist, auch jene Wertstoffe zu erfassen, die keine Verpackungen sind. Diese zählen in den Gelben Tonnen und Säcken als Fehlwürfe. In jeder erfassten Abfallkategorie treten Fehlwürfe auf. Dazu zählen fremde Stoffströme, die anderen Sammlungen zuzuführen wären, wie z. B. organische Abfälle oder auch Glas und PPK ohne Lizensierung. Als intelligente Fehlwürfe zählen diejenigen Fehlwürfe, die zwar als nicht-Verpackungen von den Dualen Systemen nicht lizensiert sind, jedoch dem gleichen Stoffstrom angehören wie die Leichtverpackungen (stoffgleiche Nichtverpackungen). Das Einwerfen von Wertstoffen in Form von Elektro-Altgeräten ist auch in Wertstofftonnen nicht erlaubt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt; Gründe für „intelligente Fehlwürfe“ in Gelben Tonnen sind die von Abfallerzeugenden empfundene Praktikabilität, aber auch Informationsmangel und Kostenersparnis. Da die Dualen Systeme die Sammlung und Sortierung sowie die ggf. nötige Entsorgung von stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) nicht über Lizenzentgelte finanziert bekommen, wurden Wertstofftonnen eingeführt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. So sollen möglichst hohe Anteile der stoffgleichen Verpackungen und Nichtverpackungen der stofflichen Verwertung zugeführt werden und möglichst wenige Kunststoffe über die Restmülltonne entsorgt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vergleich von Wertstofftonne und Gelber Tonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Um die gemeinsame Erfassung von LVP und sNVP in Wertstofftonnen vorzunehmen, können Duale Systeme mit öffentlich-rechtlichen Entsorgern kooperieren. Diese Zusammenarbeit ist in Form von Mitnutzungsverträgen gestattet, wenn sie Effizienzvorteile für Abfallerzeuger generiert, ohne den Wettbewerb signifikant zu beeinträchtigen (vgl. Tabelle 2).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Innerhalb Deutschlands werden je nach Region die verschiedenen Systeme angewandt, da die Verantwortung für die Zuführung von Verpackungsabfällen zu einer Verwertung ursprünglich bei den Gemeinden lag. Seit 1991 entwickelten sich infolge der Produktverantwortung auf Seite der Inverkehrbringer die Dualen Systeme. Jedoch sind erst seit einer 2019 in Kraft getretenen Novellierung des Verpackungsgesetzes alle Inverkehrbringer von Verkaufsverpackungen zur Teilnahme an einem Dualen System verpflichtet. Die Ausgestaltung der Erfassung und Sammlung wird von den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern vorgegeben, sodass sich in Bezug auf die Art des Sammelsystems sowie die Behältergrößen und Abholungshäufigkeiten regionale Differenzen ergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 2: Vor- und Nachteile von Wertstofftonne (und Wertstoffsack) gegenüber der Gelben Tonne (und dem Gelben Sack) nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Wertstofftonne&lt;br /&gt;
! Duale Systeme&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Gezielte Miterfassung von sNVP zur Steigerung der Recyclingquote (sNVP 10% und meist Kunststoff), dadurch höhere Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Recycling unabhängig vom Verwendungszweck&lt;br /&gt;
* Reduktion der massebezogenen Sammlungskosten gegenüber der Gelben Tonne &lt;br /&gt;
* Geringere Sammlungs- und Entsorgungskosten für Restabfall&lt;br /&gt;
* Geringere Gesamtkosten (absolut sowie einwohnerspezifisch und massenspezifisch)&lt;br /&gt;
* Erhöhte Rezyklatausbeute &lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Entwicklung der privatrechtlichen Entsorgungssysteme infolge der Produktverantwortung &lt;br /&gt;
* Höhere Qualität (in Gelben Säcken) durch soziale Kontrolle und mögliches Reißen der Säcke bei Fehlwürfen&lt;br /&gt;
* geringere Transportkosten zur Sortieranlage&lt;br /&gt;
* geringere Sortierkosten&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern&lt;br /&gt;
* Kooperation zwischen öffentlich-rechtlichen Entsorgern und privatrechtlichen Entsorgern erforderlich&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Fragmentierung der Recyclingwirtschaft&lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern: Fehlwürfe und Verunreinigungen mindern die Qualität (Auslegung auf Verpackungsabfälle)&lt;br /&gt;
* Informationsmangel hinsichtlich der Materialzusammensetzung&lt;br /&gt;
* Mangelnde Kontinuität der Stoffströme und teils geringe Umfänge&lt;br /&gt;
* Unzureichende Technologieentwicklung&lt;br /&gt;
* Unterbeteiligung an Dualen Systemen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--•	Unterscheidung wer ist für was zuständig etwas klarer, vlt ein Schaubild? (kommunal/privat) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;&amp;gt; Becker, T., &amp;amp; Mellen, D. (2022). Kunststoffe. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 429-448). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Bildstein, C. (2022). Glasrecycling. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., Bd. 20, S. 401-414). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Kempkes, J. H. (2022). Verpackungsabfälle. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 449-470). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;&amp;gt;Bundesregierung Deutschland. (12. Juni 1991). Verordnung über die Vermeidung von Verpackungsabfällen. Bundesregierung Deutschland. Bonn: Bundesanzeiger. Abgerufen am 26. 04 2024 von https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl191s1234.pdf%27%5D__1714158886519&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;&amp;gt;Gemeinsame Stelle dualer Systeme Deutschlands GmbH. (2021). Über die dualen Systeme. (G. S. GmbH, Herausgeber) Abgerufen am 09. 05 2024 von https://www.muelltrennung-wirkt.de/de/ueber-uns/ueber-die-dualen-systeme/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;&amp;gt;Hohmann, S. (2022). Logistikmanagement: Entsorgungslogistik. In S. Hohmann, Logistik- und Supply Chain Management (S. 179-193). Wiesbaden: Springer Gabler. doi:10.1007/978-3-658-13631-4_6 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;&amp;gt;Kirchhoff, J. F. (2022). Intelligente Konzepte für Sammelfahrzeuge. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 717-). Wiesbaden: Springer Fachmedien . doi:10.1007/978-3-658-36262-1_37&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;&amp;gt;SASE gGmbH. Gesellschaft zur Förderung und Sammlung aus Städtereinigung und Entsorgungswirtschaft. Firmensitz: Max-Planck-Str. 11, D-58638 Iserlohn, https://sase-iserlohn.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;&amp;gt;Kuchta, K. (2023). Kunststoffabfälle aus privaten Haushalten erfassen, sortieren und verwerten. In M. S. Porth, Wasser, Energie und Umwelt (S. 287–296). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-42657-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;&amp;gt;Orth, P. B. (2022). Verwertung von Kunststoffabfällen. In P. B. Orth, Kunststoffe im Kreislauf (S. 103-122). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:https://doi.org/10.1007/978-3-658-37814-1_9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;&amp;gt;Pfaff-Simoneit, W. (2022). Anforderungen an den Aufbau von Abfallwirtschaftssystemen. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (S. 629-659). Wiesbaden; Heidelberg: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_33&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;&amp;gt;Pfohl, H.-C. (2018). Entsorgungslogistik. In H.-C. Pfohl, Logistiksysteme (S. 247-257). Berlin: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-662-56228-4_13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;&amp;gt;Reffken, H., &amp;amp; Rigod, B. (2022). Kartellrecht. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 285-307). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;&amp;gt;Wagner, J. e. (2018). Analyse der Effizienz und Vorschläge zur Optimierung von Sammelsystemen (Hol- und Bringsysteme) der haushaltsnahen Erfassung von Leichtverpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen auf der Grundlage vorhandener Daten. INTECUS GmbH Abfallwirtschaft und umweltintegratives Management. Dessau-Roßlau: Umweltbundesamt. Abgerufen am 21. 05 2024 von https://www.umweltkanzlei.de/daten/module/media/9/20180522UBA-26.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2021). PRESSEMITTEILUNG Von der Einweg-Verpackung zum Kreislauf. Verpackungen sind Ressourcen. Verpackungsregister LUCID – Status quo und Perspektiven (S. 35). Osnabrück / Berlin: UBA. Abgerufen am 22. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/Auswertungen/Unterlagen_Pressekonferenz_ZSVR_18.11.2021.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2024). Vorläufig zuzuordnende Marktanteile der Systeme für das zweite Quartal 2024. Osnabrück: Zentrale Stelle Verpackungsregister. Abgerufen am 23. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/files/Marktanteile/Vorlaeufig_zuzuordnende_Marktanteile_der_Systeme_fuer_das_zweite_Quartal_2024.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4850</id>
		<title>Entsorgungsstrukturen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4850"/>
		<updated>2025-01-17T08:51:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: /* Entsorgungsfahrzeuge */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Entsorgungsstrukturen==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Das Gebiet der Abfallwirtschaft umfasst Erfassungs-, Sammel- und Logistiksysteme, die Planung und Organisation der Abfallbewirtschaftung, rechtliche und finanzielle Regelung sowie die Forschung und Entwicklung. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;/&amp;gt; Im Folgenden wird der Fokus auf die logistischen Strukturen der Abfallwirtschaft gelegt. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Entsorgungslogistik===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Entsorgungslogistik umfasst die Erfassung, die Sammlung und den Transport von Abfällen zu deren Behandlungsanlagen (inklusive Umschlag und Lagerung) und bildet so die Schnittstelle zwischen den Abfallerzeugern und den Einrichtungen der Verwertung, Aufbereitung und Beseitigung. Mit dem übergeordneten Ziel Materialien dem Wiedereinsatz zuzuführen, ist die Entsorgungslogistik für die Kreislaufwirtschaft essenziell.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für ein effektives Wertstoffmanagement werden Abfälle nach Material- und Produkteigenschaften kategorisiert. Für einen angemessenen Transport sind Aggregatzustand und Recyclingfähigkeit des jeweiligen Abfalls wichtige Kriterien. Für spätere Recyclingrohstoffe ist eine zeitoptimierte Logistik von größerer Bedeutung, während für nicht verwertbare Abfälle Ökonomie und Ökologie den Transport definieren. Ein weiterer Aspekt ist die Gefährlichkeit von Abfällen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Erfassung und Trennung (Vergleich von Holsystem und Bringsystem)===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Trennung von Abfällen kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen. Die getrennte Erfassung von Abfällen an ihrem Entstehungsort bietet den Vorteil einer hohen Sortenreinheit. Die gemischte Erfassung bietet einen geringeren Bedarf an Sammelbehältern während des in der Sammlung anschließenden Transports, jedoch komplexere Anforderungen an Umschlag und Lagerung sowie an die nachträgliche Sortierung und Aufbereitung. Die Erfassung kann in Form eines Holsystems oder eines Bringsystems sowie einer Kombination aus beiden erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
====Holsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Beim Holsystem stellen Abfallerzeuger die Abfälle in Sammelbehältern zur Abholung zur Verfügung &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Entsorgungsunternehmen oder Kommunen organisieren deren Abholung vom Abfallentstehungsort &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. Der geringe Aufwand auf Erzeugerseite bewirkt eine hohe Erfassungsrate (vgl. Tabelle 1) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Behälter für die lokale Erfassung sind Abfalleimer mit einem Volumen von mindestens 35 L, Abfalltonnen sowie Abfallgroßbehälter, die bis zu 360 L fassen, und an die Hebesysteme der Fahrzeuge angepasst sind. Diese Tonnen müssen sowohl von Privatpersonen manövrierbar als auch auf die Ausrüstung der Sammelfahrzeuge angepasst sein. Auf den Fahrzeugen befinden sich Wechsel- und Multifunktionsbehälter. Je nachdem, ob es sich um eine getrennte oder gemischte Erfassung handelt, können auf den Fahrzeugen Mehrkammersysteme eingesetzt werden (zum Beispiel bei der Umleerung von Glascontainern). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Arten der Behälter zur Erfassung von Abfällen am Entstehungsort oder dem jeweiligen Bringsystem werden unterschieden in Umleerbehälter sowie Wechselbehälter. Umleerbehälter werden in das Transportfahrzeug entleert und wieder abgestellt werden, während bei Wechselbehältern die vollen Behältnisse jeweils durch leere ersetzt. Eine weitere Möglichkeit sind Einwegbehältnisse wie z. B. Gelbe Säcke (vgl. Abbildung 1). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bringsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Sammelstellen zu vereinfachen, können Behälter in umgänglichen Größen bereitgestellt werden. Die Erzeuger transportieren die Abfälle eigenständig zu Recyclinghöfen oder zu größeren haushaltsnahen Erfassungsbehältnissen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt; Recycling- respektive Wertstoffhöfe nehmen auf ihren Grundstücken diverse Abfallarten an und sind innerhalb ihrer Öffnungszeiten für (private) Anlieferungen zugänglich&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. Insbesondere für LVP werden sie in ländlicher Umgebung, in denen kein Holsystem eingerichtet ist, als Haupterfassungssystem angeboten,. Auf Wertstoffhöfen werden infolge des Aufwands für Privatpersonen die geringsten Sammelmengen erfasst (vgl. Tabelle 1). Aus den geringen Sammelmengen resultieren bis zu vierfach höheren Kosten für Erfassung, Sammlung und Verwertung pro Kilogramm Verpackungsabfall gegenüber dem Holsystem mit Gelben Säcken.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein anderes Beispiel für das Bringsystem stellt die Sammlung von Altglas dar. Die Erfassungs- oder Sammelbehälter für Altglas befinden sich außerhalb der Privatgrundstücke, sind jedoch innerhalb von Stadtvierteln grundstücksnah aufgestellt (vgl. Abbildung 1). Die für diesen Bereich verwendeten Depotcontainer sind meist Umleerbehälter und können als Mehrkammersystem mit bis zu drei Kammern ausgebaut sein. Wenn die Abholung als integriertes System vorgesehen ist, wird das Altglas auf einem Fahrzeug reinfarbig transportiert. Auf den Fahrzeugen sind die Kammern durch Klappwände getrennt. Um eine Verunreinigung durch Überfüllung zu vermeiden, sind die Abholrhythmen sowie die bereitgestellte Behälteranzahl entsprechend festzulegen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 1: Vor- und Nachteile von Holsystemen gegenüber Bringsystemen nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Holsystem&lt;br /&gt;
! Bringsystem&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Komfort auf Seite der Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Qualität&lt;br /&gt;
* Bereitstellen der Sammelbehälter erfordert weniger Raum: zunächst private, handliche Behälter&lt;br /&gt;
* Preiswerter für die Kommunen&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Abfälle werden vor Abgabe länger gelagert&lt;br /&gt;
* Behälter benötigen ausreichendes Volumen und Kompatibilität mit Umladesystemen sowie ausreichende Handlichkeit&lt;br /&gt;
* Hohe logistische und Personal-Kosten für die Kommune&lt;br /&gt;
* Platzbedarf auf Grundstücken&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Hohe logistische Kosten für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Hoher Zeitaufwand für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Folglich geringe Beteiligung und geringere erfasste Mengen&lt;br /&gt;
* Begrenzte Anzahl an Sammelstellen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog Abfallbehälter.png |thumb|900px|Abbildung 1: Zuordnung von Abfallbehältern zu privat anfallenden Abfallströmen (eigene Darstellung)]] &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiel: Erfassung von Verpackungsabfällen====&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 wurden Verpackungsabfälle aus ca. einem Drittel (34,4%) der deutschen Haushalte über das Holsystem Wertstofftonne erfasst. In allen anderen Gebieten (65,6%) kommen die Gelbe Tonne oder der Gelbe Sack für die Erfassung von Verpackungsabfällen im Hol- oder Bringsystem zum Einsatz. In ländlichen Gebieten werden die meisten Verpackungsabfälle erfasst, während in Großstädten die geringsten LVP-Mengen erfasst werden. Dabei weisen die in Gelben Säcken gesammelten Abfälle eine höhere Qualität auf als die in Gelben Tonnen erfassten, da hier aufgrund der Stabilität, Größe und Blickdichte vermehrt Fehlwürfe erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsfahrzeuge===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Fahrzeuge zur Sammlung von Abfällen im Holsystem sind LKW mit den Komponenten Fahrgestell, Fest- oder Wechselaufbau und Aufnahmesystem. Die gängigen Systeme zur Beladung sind Frontlader, Seitenlader und Hecklader sowie Front-Seitenlader.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frontlader eignen sich zur Entleerung von Müllgroßbehältern im Ein-Personen-Betrieb und sind üblich bei der Sammlung von Industrie- und Gewerbeabfall. Front-Seitenlader werden aufgrund eines Beladearms für die Erfassung von Gewerbeabfällen und Haushaltsabfällen eingesetzt. Auch Seitenlader funktionieren im Ein-Personen-Betrieb und besitzen Kapazitäten für Müllgroßbehälter sowie für Großcontainer. Zudem ermöglichen sie je nach Art eine unterirdische Abfuhr. Hecklader sind vielseitig und werden daher häufig für die Sammlung von Haushalts- und Bioabfällen verwendet. Im Gegensatz zu Seiten- und Frontladern besteht die Notwendigkeit, mindestens zwei Personen zu stellen (einen Fahrer und einen Lader). Für die am Fahrzeugheck sitzenden Beladeöffnungen und Aufnahmesysteme gibt es je nach Anforderungen passende Kransysteme und passende Müllbehälter. Möglich sind geschlossene und offene Abfuhrsysteme sowie verschiedene Automatisierungsgrade.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsorgungsfahrzeuge sind häufig mit Technik zur Abfallverdichtung ausgestattet. Das kompaktierte Transportgut muss dabei die Recyclingfähigkeit und ggf. vorhandene Trennung der Stoffströme beibehalten &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Die Verdichtungstechnik wird je nach gesammeltem Stoffstrom gewählt. So wird auf Heckladern meist mit Pressplatten oder einer Drehtrommel verdichtet, während bei Front- und Seitenladern Schneckenverdichter oder Pendelpressenverdichter genutzt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das hydraulische Pressplattenwerk drückt Abfälle gegen ein Ausstoßschild im Sammelkasten des Heckladers. Anhand von Steuerungssystemen können die aufgegebenen Drücke in Abhängigkeit der Abfallzusammensetzung eingestellt werden (fraktionsoptimierte Verdichtung).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schneckenverdichter kombinieren die Umwälzung und Zerkleinerung von Abfällen mit der Verdichtung, indem die Abfälle durch sich verjüngende Pressschneckengänge befördert werden. Vorteile gegenüber der Pressplattenverdichtung sind eine ausgeglichene Verteilung von Flüssigkeiten und die Belüftung der Abfälle. Bei Einsatz einer Drehtrommel wird die Sammeltrommel bei umgekehrter Drehrichtung geleert, wobei gleichzeitig eine Selbstreinigung stattfindet.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:EntsorgungsfahrzeugeVarianten.png|center|4000px|Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=3000px mode=&amp;quot;packed&amp;quot; &amp;lt;!--caption=&amp;quot;Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge&amp;quot;--&amp;gt;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontlader.jpg|thumb|a) Frontlader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugSeitenlader.jpg|thumb|b) Seitenlader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugHecklader.jpg|thumb|c) Hecklader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontSeitenlader Faun Easypress 2001.jpg|thumb|d) Frontseitenlader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsstrukturen in Deutschland===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Sammlung von Abfällen unterliegt in Deutschland der kommunalen Hoheit. Das bedeutet, dass jede Kommune eigenverantwortlich für die Bereitstellung von Abfallsammelbehältern und die Organisation der Sammellogistik ist. Entsprechend können die Systeme zur Erfassung und Sammlung von Abfällen sich in Deutschland von Kommune zu Kommune unterscheiden. Dies betrifft beispielsweise die Farbkodierung (Behälter- oder Deckelfarbe), die angebotenen Hol- oder Bringsysteme, die Leerungsrhythmen oder die genutzten Abfallsammelfahrzeuge.&lt;br /&gt;
Während Satzungen zu Abholrhythmen, Abfallgebühren und Wahl der Sammelsysteme im kommunalen Recht umgesetzt werden, wird z. B. die Zuständigkeit von Behörden im Landesrecht festgelegt. Das Landesrecht dient demnach dazu, Vorschriften aus dem Bundesrecht zu detaillieren und zu vervollständigen. Auf Bundesebene werden die Rahmenbedingungen festgehalten, wie z. B. im KrWG und im VerpackG.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Deutschland fällt der Transport von Abfällen unter das Kreislaufwirtschaftsgesetz, das auf europäischen Richtlinien basiert und um Rechtsverordnungen erweitert ist. Eine der zentralen Erweiterungen ist die europäische Verpackungsrichtlinie, die in Deutschland über das Verpackungsgesetz umgesetzt wird.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Verpackungsverordnung von 1991, die vor der ersten europäischen Verpackungsrichtlinie in Kraft trat, inkludierte eine Rücknahmepflicht für Transportverpackungen, Umverpackungen und Verkaufsverpackungen sowie die Pflicht, dass Inverkehrbringer ihre Verpackungen einer Verwertungsstelle zuführen müssen. Dabei ermöglichte die erweiterte Produktverantwortung, dass Hersteller und Vertreiber die Verpackungen nicht zurücknehmen müssen, sofern sie sich an einer rechtlich zugelassenen, lokal organisierten Sammlung beteiligen. Daher kooperieren die Inverkehrbringer von Abfällen mit öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Entsorgungsträgern. Die Bundesländer veröffentlichen jedes Jahr Informationen zu Art, Herkunft und Menge der von öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern gesammelten Abfälle &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Duale Systeme===&lt;br /&gt;
In Deutschland wird diese Form der lokalen Sammlung von Verpackungen durch zehn duale Systeme vorgenommen. Das Duale System Deutschland (DSD) wurde 1990 als erstes privatwirtschaftliches Entsorgungssystem eingeführt. Dieses ist unter der Bezeichnung „Der Grüne Punkt“ bekannt, da lizensierte Verkaufsverpackungen nach der Einführung der Verpackungsverordnung damit gekennzeichnet wurden. Erst mit einer Entscheidung des Bundeskartellamts im Jahr 2003 entwickelte sich ein freier Markt mit den weiteren Dualen Systemen (vgl. Abbildung 3).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog MarktanteileDS.PNG |thumb|800px|Abbildung 3: Vorläufig zugeordnete Marktanteile der Dualen Systeme für das zweite Quartal 2024 nach Stoffstrom &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;/&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dualen Systeme organisieren die Sammlung und Sortierung von  Leichtverpackungen (LVP). Die LVP-Erfassungsrate ist mit circa 75% mit denen von Altglas und Altpapier vergleichbar. Duale Systeme lizensieren neben Kunststoffverpackungen auch solche aus Glas oder PPK. &amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 wurden insgesamt 5,8 Mio. t Verpackungsabfälle (Glas, PPK und LVP) getrennt gesammelt (vgl. Abbildung 4 und 5). Inklusive der stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) betrug die Gesamtrecyclingquote der mit Dualen Systemen gesammelten Abfälle 50,5%. Die werkstoffliche Verwertungsquote für Kunststoffe betrug 60,6%, während die Gesamt-Verwertungsquote der Kunststoffe bei 104% lag. Dass diese Quote oberhalb der 100% lag, zeigt auf, dass die Dualen Systeme mehr Kunststoffabfälle gesammelt haben, als Kunststoffverpackungen lizensiert wurden. Auch bei Aluminium trat eine Verwertungsquote von über 100% auf, was auf eine unterschiedliche Definition von Verbundmaterialien bei Verpackungen und Abfällen zurückzuführen ist. &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-ErfassteMengenLVP.PNG |thumb|800px|Abbildung 4: Einwohnerspezifische Erfassungsmengen von Verpackungsabfällen nach Sammelsystem &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-Qualität.PNG |thumb|800px|Abbildung 5: Anteile von nicht erfassten Wertstoffen und Anteile von Fehlwürfen bei der Erfassung von Leichtverpackungen nach Sammelsystem bezogen auf das Sammelsystem mit den wenigsten nicht erfassten Wertstoffen (Gelbe Tonne ländlich) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wertstofftonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
In Deutschland kommt je nach Kommune die Wertstofftonne oder die Gelbe Tonne zum Einsatz. &lt;br /&gt;
Das Konzept der Wertstofftonne ist, auch jene Wertstoffe zu erfassen, die keine Verpackungen sind. Diese zählen in den Gelben Tonnen und Säcken als Fehlwürfe. In jeder erfassten Abfallkategorie treten Fehlwürfe auf. Dazu zählen fremde Stoffströme, die anderen Sammlungen zuzuführen wären, wie z. B. organische Abfälle oder auch Glas und PPK ohne Lizensierung. Als intelligente Fehlwürfe zählen diejenigen Fehlwürfe, die zwar als nicht-Verpackungen von den Dualen Systemen nicht lizensiert sind, jedoch dem gleichen Stoffstrom angehören wie die Leichtverpackungen (stoffgleiche Nichtverpackungen). Das Einwerfen von Wertstoffen in Form von Elektro-Altgeräten ist auch in Wertstofftonnen nicht erlaubt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt; Gründe für „intelligente Fehlwürfe“ in Gelben Tonnen sind die von Abfallerzeugenden empfundene Praktikabilität, aber auch Informationsmangel und Kostenersparnis. Da die Dualen Systeme die Sammlung und Sortierung sowie die ggf. nötige Entsorgung von stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) nicht über Lizenzentgelte finanziert bekommen, wurden Wertstofftonnen eingeführt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. So sollen möglichst hohe Anteile der stoffgleichen Verpackungen und Nichtverpackungen der stofflichen Verwertung zugeführt werden und möglichst wenige Kunststoffe über die Restmülltonne entsorgt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vergleich von Wertstofftonne und Gelber Tonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Um die gemeinsame Erfassung von LVP und sNVP in Wertstofftonnen vorzunehmen, können Duale Systeme mit öffentlich-rechtlichen Entsorgern kooperieren. Diese Zusammenarbeit ist in Form von Mitnutzungsverträgen gestattet, wenn sie Effizienzvorteile für Abfallerzeuger generiert, ohne den Wettbewerb signifikant zu beeinträchtigen (vgl. Tabelle 2).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Innerhalb Deutschlands werden je nach Region die verschiedenen Systeme angewandt, da die Verantwortung für die Zuführung von Verpackungsabfällen zu einer Verwertung ursprünglich bei den Gemeinden lag. Seit 1991 entwickelten sich infolge der Produktverantwortung auf Seite der Inverkehrbringer die Dualen Systeme. Jedoch sind erst seit einer 2019 in Kraft getretenen Novellierung des Verpackungsgesetzes alle Inverkehrbringer von Verkaufsverpackungen zur Teilnahme an einem Dualen System verpflichtet. Die Ausgestaltung der Erfassung und Sammlung wird von den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern vorgegeben, sodass sich in Bezug auf die Art des Sammelsystems sowie die Behältergrößen und Abholungshäufigkeiten regionale Differenzen ergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 2: Vor- und Nachteile von Wertstofftonne (und Wertstoffsack) gegenüber der Gelben Tonne (und dem Gelben Sack) nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Wertstofftonne&lt;br /&gt;
! Duale Systeme&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Gezielte Miterfassung von sNVP zur Steigerung der Recyclingquote (sNVP 10% und meist Kunststoff), dadurch höhere Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Recycling unabhängig vom Verwendungszweck&lt;br /&gt;
* Reduktion der massebezogenen Sammlungskosten gegenüber der Gelben Tonne &lt;br /&gt;
* Geringere Sammlungs- und Entsorgungskosten für Restabfall&lt;br /&gt;
* Geringere Gesamtkosten (absolut sowie einwohnerspezifisch und massenspezifisch)&lt;br /&gt;
* Erhöhte Rezyklatausbeute &lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Entwicklung der privatrechtlichen Entsorgungssysteme infolge der Produktverantwortung &lt;br /&gt;
* Höhere Qualität (in Gelben Säcken) durch soziale Kontrolle und mögliches Reißen der Säcke bei Fehlwürfen&lt;br /&gt;
* geringere Transportkosten zur Sortieranlage&lt;br /&gt;
* geringere Sortierkosten&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern&lt;br /&gt;
* Kooperation zwischen öffentlich-rechtlichen Entsorgern und privatrechtlichen Entsorgern erforderlich&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Fragmentierung der Recyclingwirtschaft&lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern: Fehlwürfe und Verunreinigungen mindern die Qualität (Auslegung auf Verpackungsabfälle)&lt;br /&gt;
* Informationsmangel hinsichtlich der Materialzusammensetzung&lt;br /&gt;
* Mangelnde Kontinuität der Stoffströme und teils geringe Umfänge&lt;br /&gt;
* Unzureichende Technologieentwicklung&lt;br /&gt;
* Unterbeteiligung an Dualen Systemen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--•	Unterscheidung wer ist für was zuständig etwas klarer, vlt ein Schaubild? (kommunal/privat) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;&amp;gt; Becker, T., &amp;amp; Mellen, D. (2022). Kunststoffe. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 429-448). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Bildstein, C. (2022). Glasrecycling. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., Bd. 20, S. 401-414). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Kempkes, J. H. (2022). Verpackungsabfälle. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 449-470). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;&amp;gt;Bundesregierung Deutschland. (12. Juni 1991). Verordnung über die Vermeidung von Verpackungsabfällen. Bundesregierung Deutschland. Bonn: Bundesanzeiger. Abgerufen am 26. 04 2024 von https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl191s1234.pdf%27%5D__1714158886519&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;&amp;gt;Gemeinsame Stelle dualer Systeme Deutschlands GmbH. (2021). Über die dualen Systeme. (G. S. GmbH, Herausgeber) Abgerufen am 09. 05 2024 von https://www.muelltrennung-wirkt.de/de/ueber-uns/ueber-die-dualen-systeme/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;&amp;gt;Hohmann, S. (2022). Logistikmanagement: Entsorgungslogistik. In S. Hohmann, Logistik- und Supply Chain Management (S. 179-193). Wiesbaden: Springer Gabler. doi:10.1007/978-3-658-13631-4_6 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;&amp;gt;Kirchhoff, J. F. (2022). Intelligente Konzepte für Sammelfahrzeuge. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 717-). Wiesbaden: Springer Fachmedien . doi:10.1007/978-3-658-36262-1_37&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;&amp;gt;SASE gGmbH. Gesellschaft zur Förderung und Sammlung aus Städtereinigung und Entsorgungswirtschaft. Firmensitz: Max-Planck-Str. 11, D-58638 Iserlohn, https://sase-iserlohn.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;&amp;gt;Kuchta, K. (2023). Kunststoffabfälle aus privaten Haushalten erfassen, sortieren und verwerten. In M. S. Porth, Wasser, Energie und Umwelt (S. 287–296). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-42657-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;&amp;gt;Orth, P. B. (2022). Verwertung von Kunststoffabfällen. In P. B. Orth, Kunststoffe im Kreislauf (S. 103-122). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:https://doi.org/10.1007/978-3-658-37814-1_9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;&amp;gt;Pfaff-Simoneit, W. (2022). Anforderungen an den Aufbau von Abfallwirtschaftssystemen. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (S. 629-659). Wiesbaden; Heidelberg: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_33&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;&amp;gt;Pfohl, H.-C. (2018). Entsorgungslogistik. In H.-C. Pfohl, Logistiksysteme (S. 247-257). Berlin: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-662-56228-4_13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;&amp;gt;Reffken, H., &amp;amp; Rigod, B. (2022). Kartellrecht. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 285-307). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;&amp;gt;Wagner, J. e. (2018). Analyse der Effizienz und Vorschläge zur Optimierung von Sammelsystemen (Hol- und Bringsysteme) der haushaltsnahen Erfassung von Leichtverpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen auf der Grundlage vorhandener Daten. INTECUS GmbH Abfallwirtschaft und umweltintegratives Management. Dessau-Roßlau: Umweltbundesamt. Abgerufen am 21. 05 2024 von https://www.umweltkanzlei.de/daten/module/media/9/20180522UBA-26.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2021). PRESSEMITTEILUNG Von der Einweg-Verpackung zum Kreislauf. Verpackungen sind Ressourcen. Verpackungsregister LUCID – Status quo und Perspektiven (S. 35). Osnabrück / Berlin: UBA. Abgerufen am 22. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/Auswertungen/Unterlagen_Pressekonferenz_ZSVR_18.11.2021.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2024). Vorläufig zuzuordnende Marktanteile der Systeme für das zweite Quartal 2024. Osnabrück: Zentrale Stelle Verpackungsregister. Abgerufen am 23. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/files/Marktanteile/Vorlaeufig_zuzuordnende_Marktanteile_der_Systeme_fuer_das_zweite_Quartal_2024.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4849</id>
		<title>Entsorgungsstrukturen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4849"/>
		<updated>2025-01-17T08:50:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: /* Entsorgungsfahrzeuge */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Entsorgungsstrukturen==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Das Gebiet der Abfallwirtschaft umfasst Erfassungs-, Sammel- und Logistiksysteme, die Planung und Organisation der Abfallbewirtschaftung, rechtliche und finanzielle Regelung sowie die Forschung und Entwicklung. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;/&amp;gt; Im Folgenden wird der Fokus auf die logistischen Strukturen der Abfallwirtschaft gelegt. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Entsorgungslogistik===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Entsorgungslogistik umfasst die Erfassung, die Sammlung und den Transport von Abfällen zu deren Behandlungsanlagen (inklusive Umschlag und Lagerung) und bildet so die Schnittstelle zwischen den Abfallerzeugern und den Einrichtungen der Verwertung, Aufbereitung und Beseitigung. Mit dem übergeordneten Ziel Materialien dem Wiedereinsatz zuzuführen, ist die Entsorgungslogistik für die Kreislaufwirtschaft essenziell.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für ein effektives Wertstoffmanagement werden Abfälle nach Material- und Produkteigenschaften kategorisiert. Für einen angemessenen Transport sind Aggregatzustand und Recyclingfähigkeit des jeweiligen Abfalls wichtige Kriterien. Für spätere Recyclingrohstoffe ist eine zeitoptimierte Logistik von größerer Bedeutung, während für nicht verwertbare Abfälle Ökonomie und Ökologie den Transport definieren. Ein weiterer Aspekt ist die Gefährlichkeit von Abfällen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Erfassung und Trennung (Vergleich von Holsystem und Bringsystem)===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Trennung von Abfällen kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen. Die getrennte Erfassung von Abfällen an ihrem Entstehungsort bietet den Vorteil einer hohen Sortenreinheit. Die gemischte Erfassung bietet einen geringeren Bedarf an Sammelbehältern während des in der Sammlung anschließenden Transports, jedoch komplexere Anforderungen an Umschlag und Lagerung sowie an die nachträgliche Sortierung und Aufbereitung. Die Erfassung kann in Form eines Holsystems oder eines Bringsystems sowie einer Kombination aus beiden erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
====Holsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Beim Holsystem stellen Abfallerzeuger die Abfälle in Sammelbehältern zur Abholung zur Verfügung &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Entsorgungsunternehmen oder Kommunen organisieren deren Abholung vom Abfallentstehungsort &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. Der geringe Aufwand auf Erzeugerseite bewirkt eine hohe Erfassungsrate (vgl. Tabelle 1) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Behälter für die lokale Erfassung sind Abfalleimer mit einem Volumen von mindestens 35 L, Abfalltonnen sowie Abfallgroßbehälter, die bis zu 360 L fassen, und an die Hebesysteme der Fahrzeuge angepasst sind. Diese Tonnen müssen sowohl von Privatpersonen manövrierbar als auch auf die Ausrüstung der Sammelfahrzeuge angepasst sein. Auf den Fahrzeugen befinden sich Wechsel- und Multifunktionsbehälter. Je nachdem, ob es sich um eine getrennte oder gemischte Erfassung handelt, können auf den Fahrzeugen Mehrkammersysteme eingesetzt werden (zum Beispiel bei der Umleerung von Glascontainern). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Arten der Behälter zur Erfassung von Abfällen am Entstehungsort oder dem jeweiligen Bringsystem werden unterschieden in Umleerbehälter sowie Wechselbehälter. Umleerbehälter werden in das Transportfahrzeug entleert und wieder abgestellt werden, während bei Wechselbehältern die vollen Behältnisse jeweils durch leere ersetzt. Eine weitere Möglichkeit sind Einwegbehältnisse wie z. B. Gelbe Säcke (vgl. Abbildung 1). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bringsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Sammelstellen zu vereinfachen, können Behälter in umgänglichen Größen bereitgestellt werden. Die Erzeuger transportieren die Abfälle eigenständig zu Recyclinghöfen oder zu größeren haushaltsnahen Erfassungsbehältnissen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt; Recycling- respektive Wertstoffhöfe nehmen auf ihren Grundstücken diverse Abfallarten an und sind innerhalb ihrer Öffnungszeiten für (private) Anlieferungen zugänglich&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. Insbesondere für LVP werden sie in ländlicher Umgebung, in denen kein Holsystem eingerichtet ist, als Haupterfassungssystem angeboten,. Auf Wertstoffhöfen werden infolge des Aufwands für Privatpersonen die geringsten Sammelmengen erfasst (vgl. Tabelle 1). Aus den geringen Sammelmengen resultieren bis zu vierfach höheren Kosten für Erfassung, Sammlung und Verwertung pro Kilogramm Verpackungsabfall gegenüber dem Holsystem mit Gelben Säcken.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein anderes Beispiel für das Bringsystem stellt die Sammlung von Altglas dar. Die Erfassungs- oder Sammelbehälter für Altglas befinden sich außerhalb der Privatgrundstücke, sind jedoch innerhalb von Stadtvierteln grundstücksnah aufgestellt (vgl. Abbildung 1). Die für diesen Bereich verwendeten Depotcontainer sind meist Umleerbehälter und können als Mehrkammersystem mit bis zu drei Kammern ausgebaut sein. Wenn die Abholung als integriertes System vorgesehen ist, wird das Altglas auf einem Fahrzeug reinfarbig transportiert. Auf den Fahrzeugen sind die Kammern durch Klappwände getrennt. Um eine Verunreinigung durch Überfüllung zu vermeiden, sind die Abholrhythmen sowie die bereitgestellte Behälteranzahl entsprechend festzulegen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 1: Vor- und Nachteile von Holsystemen gegenüber Bringsystemen nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Holsystem&lt;br /&gt;
! Bringsystem&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Komfort auf Seite der Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Qualität&lt;br /&gt;
* Bereitstellen der Sammelbehälter erfordert weniger Raum: zunächst private, handliche Behälter&lt;br /&gt;
* Preiswerter für die Kommunen&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Abfälle werden vor Abgabe länger gelagert&lt;br /&gt;
* Behälter benötigen ausreichendes Volumen und Kompatibilität mit Umladesystemen sowie ausreichende Handlichkeit&lt;br /&gt;
* Hohe logistische und Personal-Kosten für die Kommune&lt;br /&gt;
* Platzbedarf auf Grundstücken&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Hohe logistische Kosten für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Hoher Zeitaufwand für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Folglich geringe Beteiligung und geringere erfasste Mengen&lt;br /&gt;
* Begrenzte Anzahl an Sammelstellen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog Abfallbehälter.png |thumb|900px|Abbildung 1: Zuordnung von Abfallbehältern zu privat anfallenden Abfallströmen (eigene Darstellung)]] &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiel: Erfassung von Verpackungsabfällen====&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 wurden Verpackungsabfälle aus ca. einem Drittel (34,4%) der deutschen Haushalte über das Holsystem Wertstofftonne erfasst. In allen anderen Gebieten (65,6%) kommen die Gelbe Tonne oder der Gelbe Sack für die Erfassung von Verpackungsabfällen im Hol- oder Bringsystem zum Einsatz. In ländlichen Gebieten werden die meisten Verpackungsabfälle erfasst, während in Großstädten die geringsten LVP-Mengen erfasst werden. Dabei weisen die in Gelben Säcken gesammelten Abfälle eine höhere Qualität auf als die in Gelben Tonnen erfassten, da hier aufgrund der Stabilität, Größe und Blickdichte vermehrt Fehlwürfe erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsfahrzeuge===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Fahrzeuge zur Sammlung von Abfällen im Holsystem sind LKW mit den Komponenten Fahrgestell, Fest- oder Wechselaufbau und Aufnahmesystem. Die gängigen Systeme zur Beladung sind Frontlader, Seitenlader und Hecklader sowie Front-Seitenlader.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frontlader eignen sich zur Entleerung von Müllgroßbehältern im Ein-Personen-Betrieb und sind üblich bei der Sammlung von Industrie- und Gewerbeabfall. Front-Seitenlader werden aufgrund eines Beladearms für die Erfassung von Gewerbeabfällen und Haushaltsabfällen eingesetzt. Auch Seitenlader funktionieren im Ein-Personen-Betrieb und besitzen Kapazitäten für Müllgroßbehälter sowie für Großcontainer. Zudem ermöglichen sie je nach Art eine unterirdische Abfuhr. Hecklader sind vielseitig und werden daher häufig für die Sammlung von Haushalts- und Bioabfällen verwendet. Im Gegensatz zu Seiten- und Frontladern besteht die Notwendigkeit, mindestens zwei Personen zu stellen (einen Fahrer und einen Lader). Für die am Fahrzeugheck sitzenden Beladeöffnungen und Aufnahmesysteme gibt es je nach Anforderungen passende Kransysteme und passende Müllbehälter. Möglich sind geschlossene und offene Abfuhrsysteme sowie verschiedene Automatisierungsgrade.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsorgungsfahrzeuge sind häufig mit Technik zur Abfallverdichtung ausgestattet. Das kompaktierte Transportgut muss dabei die Recyclingfähigkeit und ggf. vorhandene Trennung der Stoffströme beibehalten &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Die Verdichtungstechnik wird je nach gesammeltem Stoffstrom gewählt. So wird auf Heckladern meist mit Pressplatten oder einer Drehtrommel verdichtet, während bei Front- und Seitenladern Schneckenverdichter oder Pendelpressenverdichter genutzt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das hydraulische Pressplattenwerk drückt Abfälle gegen ein Ausstoßschild im Sammelkasten des Heckladers. Anhand von Steuerungssystemen können die aufgegebenen Drücke in Abhängigkeit der Abfallzusammensetzung eingestellt werden (fraktionsoptimierte Verdichtung).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schneckenverdichter kombinieren die Umwälzung und Zerkleinerung von Abfällen mit der Verdichtung, indem die Abfälle durch sich verjüngende Pressschneckengänge befördert werden. Vorteile gegenüber der Pressplattenverdichtung sind eine ausgeglichene Verteilung von Flüssigkeiten und die Belüftung der Abfälle. Bei Einsatz einer Drehtrommel wird die Sammeltrommel bei umgekehrter Drehrichtung geleert, wobei gleichzeitig eine Selbstreinigung stattfindet.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:EntsorgungsfahrzeugeVarianten.png|center|1600px|Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=3000px mode=&amp;quot;packed&amp;quot; &amp;lt;!--caption=&amp;quot;Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge&amp;quot;--&amp;gt;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontlader.jpg|thumb|a) Frontlader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugSeitenlader.jpg|thumb|b) Seitenlader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugHecklader.jpg|thumb|c) Hecklader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontSeitenlader Faun Easypress 2001.jpg|thumb|d) Frontseitenlader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsstrukturen in Deutschland===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Sammlung von Abfällen unterliegt in Deutschland der kommunalen Hoheit. Das bedeutet, dass jede Kommune eigenverantwortlich für die Bereitstellung von Abfallsammelbehältern und die Organisation der Sammellogistik ist. Entsprechend können die Systeme zur Erfassung und Sammlung von Abfällen sich in Deutschland von Kommune zu Kommune unterscheiden. Dies betrifft beispielsweise die Farbkodierung (Behälter- oder Deckelfarbe), die angebotenen Hol- oder Bringsysteme, die Leerungsrhythmen oder die genutzten Abfallsammelfahrzeuge.&lt;br /&gt;
Während Satzungen zu Abholrhythmen, Abfallgebühren und Wahl der Sammelsysteme im kommunalen Recht umgesetzt werden, wird z. B. die Zuständigkeit von Behörden im Landesrecht festgelegt. Das Landesrecht dient demnach dazu, Vorschriften aus dem Bundesrecht zu detaillieren und zu vervollständigen. Auf Bundesebene werden die Rahmenbedingungen festgehalten, wie z. B. im KrWG und im VerpackG.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Deutschland fällt der Transport von Abfällen unter das Kreislaufwirtschaftsgesetz, das auf europäischen Richtlinien basiert und um Rechtsverordnungen erweitert ist. Eine der zentralen Erweiterungen ist die europäische Verpackungsrichtlinie, die in Deutschland über das Verpackungsgesetz umgesetzt wird.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Verpackungsverordnung von 1991, die vor der ersten europäischen Verpackungsrichtlinie in Kraft trat, inkludierte eine Rücknahmepflicht für Transportverpackungen, Umverpackungen und Verkaufsverpackungen sowie die Pflicht, dass Inverkehrbringer ihre Verpackungen einer Verwertungsstelle zuführen müssen. Dabei ermöglichte die erweiterte Produktverantwortung, dass Hersteller und Vertreiber die Verpackungen nicht zurücknehmen müssen, sofern sie sich an einer rechtlich zugelassenen, lokal organisierten Sammlung beteiligen. Daher kooperieren die Inverkehrbringer von Abfällen mit öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Entsorgungsträgern. Die Bundesländer veröffentlichen jedes Jahr Informationen zu Art, Herkunft und Menge der von öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern gesammelten Abfälle &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Duale Systeme===&lt;br /&gt;
In Deutschland wird diese Form der lokalen Sammlung von Verpackungen durch zehn duale Systeme vorgenommen. Das Duale System Deutschland (DSD) wurde 1990 als erstes privatwirtschaftliches Entsorgungssystem eingeführt. Dieses ist unter der Bezeichnung „Der Grüne Punkt“ bekannt, da lizensierte Verkaufsverpackungen nach der Einführung der Verpackungsverordnung damit gekennzeichnet wurden. Erst mit einer Entscheidung des Bundeskartellamts im Jahr 2003 entwickelte sich ein freier Markt mit den weiteren Dualen Systemen (vgl. Abbildung 3).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog MarktanteileDS.PNG |thumb|800px|Abbildung 3: Vorläufig zugeordnete Marktanteile der Dualen Systeme für das zweite Quartal 2024 nach Stoffstrom &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;/&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dualen Systeme organisieren die Sammlung und Sortierung von  Leichtverpackungen (LVP). Die LVP-Erfassungsrate ist mit circa 75% mit denen von Altglas und Altpapier vergleichbar. Duale Systeme lizensieren neben Kunststoffverpackungen auch solche aus Glas oder PPK. &amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 wurden insgesamt 5,8 Mio. t Verpackungsabfälle (Glas, PPK und LVP) getrennt gesammelt (vgl. Abbildung 4 und 5). Inklusive der stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) betrug die Gesamtrecyclingquote der mit Dualen Systemen gesammelten Abfälle 50,5%. Die werkstoffliche Verwertungsquote für Kunststoffe betrug 60,6%, während die Gesamt-Verwertungsquote der Kunststoffe bei 104% lag. Dass diese Quote oberhalb der 100% lag, zeigt auf, dass die Dualen Systeme mehr Kunststoffabfälle gesammelt haben, als Kunststoffverpackungen lizensiert wurden. Auch bei Aluminium trat eine Verwertungsquote von über 100% auf, was auf eine unterschiedliche Definition von Verbundmaterialien bei Verpackungen und Abfällen zurückzuführen ist. &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-ErfassteMengenLVP.PNG |thumb|800px|Abbildung 4: Einwohnerspezifische Erfassungsmengen von Verpackungsabfällen nach Sammelsystem &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-Qualität.PNG |thumb|800px|Abbildung 5: Anteile von nicht erfassten Wertstoffen und Anteile von Fehlwürfen bei der Erfassung von Leichtverpackungen nach Sammelsystem bezogen auf das Sammelsystem mit den wenigsten nicht erfassten Wertstoffen (Gelbe Tonne ländlich) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wertstofftonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
In Deutschland kommt je nach Kommune die Wertstofftonne oder die Gelbe Tonne zum Einsatz. &lt;br /&gt;
Das Konzept der Wertstofftonne ist, auch jene Wertstoffe zu erfassen, die keine Verpackungen sind. Diese zählen in den Gelben Tonnen und Säcken als Fehlwürfe. In jeder erfassten Abfallkategorie treten Fehlwürfe auf. Dazu zählen fremde Stoffströme, die anderen Sammlungen zuzuführen wären, wie z. B. organische Abfälle oder auch Glas und PPK ohne Lizensierung. Als intelligente Fehlwürfe zählen diejenigen Fehlwürfe, die zwar als nicht-Verpackungen von den Dualen Systemen nicht lizensiert sind, jedoch dem gleichen Stoffstrom angehören wie die Leichtverpackungen (stoffgleiche Nichtverpackungen). Das Einwerfen von Wertstoffen in Form von Elektro-Altgeräten ist auch in Wertstofftonnen nicht erlaubt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt; Gründe für „intelligente Fehlwürfe“ in Gelben Tonnen sind die von Abfallerzeugenden empfundene Praktikabilität, aber auch Informationsmangel und Kostenersparnis. Da die Dualen Systeme die Sammlung und Sortierung sowie die ggf. nötige Entsorgung von stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) nicht über Lizenzentgelte finanziert bekommen, wurden Wertstofftonnen eingeführt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. So sollen möglichst hohe Anteile der stoffgleichen Verpackungen und Nichtverpackungen der stofflichen Verwertung zugeführt werden und möglichst wenige Kunststoffe über die Restmülltonne entsorgt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vergleich von Wertstofftonne und Gelber Tonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Um die gemeinsame Erfassung von LVP und sNVP in Wertstofftonnen vorzunehmen, können Duale Systeme mit öffentlich-rechtlichen Entsorgern kooperieren. Diese Zusammenarbeit ist in Form von Mitnutzungsverträgen gestattet, wenn sie Effizienzvorteile für Abfallerzeuger generiert, ohne den Wettbewerb signifikant zu beeinträchtigen (vgl. Tabelle 2).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Innerhalb Deutschlands werden je nach Region die verschiedenen Systeme angewandt, da die Verantwortung für die Zuführung von Verpackungsabfällen zu einer Verwertung ursprünglich bei den Gemeinden lag. Seit 1991 entwickelten sich infolge der Produktverantwortung auf Seite der Inverkehrbringer die Dualen Systeme. Jedoch sind erst seit einer 2019 in Kraft getretenen Novellierung des Verpackungsgesetzes alle Inverkehrbringer von Verkaufsverpackungen zur Teilnahme an einem Dualen System verpflichtet. Die Ausgestaltung der Erfassung und Sammlung wird von den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern vorgegeben, sodass sich in Bezug auf die Art des Sammelsystems sowie die Behältergrößen und Abholungshäufigkeiten regionale Differenzen ergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 2: Vor- und Nachteile von Wertstofftonne (und Wertstoffsack) gegenüber der Gelben Tonne (und dem Gelben Sack) nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Wertstofftonne&lt;br /&gt;
! Duale Systeme&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Gezielte Miterfassung von sNVP zur Steigerung der Recyclingquote (sNVP 10% und meist Kunststoff), dadurch höhere Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Recycling unabhängig vom Verwendungszweck&lt;br /&gt;
* Reduktion der massebezogenen Sammlungskosten gegenüber der Gelben Tonne &lt;br /&gt;
* Geringere Sammlungs- und Entsorgungskosten für Restabfall&lt;br /&gt;
* Geringere Gesamtkosten (absolut sowie einwohnerspezifisch und massenspezifisch)&lt;br /&gt;
* Erhöhte Rezyklatausbeute &lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Entwicklung der privatrechtlichen Entsorgungssysteme infolge der Produktverantwortung &lt;br /&gt;
* Höhere Qualität (in Gelben Säcken) durch soziale Kontrolle und mögliches Reißen der Säcke bei Fehlwürfen&lt;br /&gt;
* geringere Transportkosten zur Sortieranlage&lt;br /&gt;
* geringere Sortierkosten&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern&lt;br /&gt;
* Kooperation zwischen öffentlich-rechtlichen Entsorgern und privatrechtlichen Entsorgern erforderlich&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Fragmentierung der Recyclingwirtschaft&lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern: Fehlwürfe und Verunreinigungen mindern die Qualität (Auslegung auf Verpackungsabfälle)&lt;br /&gt;
* Informationsmangel hinsichtlich der Materialzusammensetzung&lt;br /&gt;
* Mangelnde Kontinuität der Stoffströme und teils geringe Umfänge&lt;br /&gt;
* Unzureichende Technologieentwicklung&lt;br /&gt;
* Unterbeteiligung an Dualen Systemen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--•	Unterscheidung wer ist für was zuständig etwas klarer, vlt ein Schaubild? (kommunal/privat) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;&amp;gt; Becker, T., &amp;amp; Mellen, D. (2022). Kunststoffe. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 429-448). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Bildstein, C. (2022). Glasrecycling. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., Bd. 20, S. 401-414). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Kempkes, J. H. (2022). Verpackungsabfälle. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 449-470). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;&amp;gt;Bundesregierung Deutschland. (12. Juni 1991). Verordnung über die Vermeidung von Verpackungsabfällen. Bundesregierung Deutschland. Bonn: Bundesanzeiger. Abgerufen am 26. 04 2024 von https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl191s1234.pdf%27%5D__1714158886519&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;&amp;gt;Gemeinsame Stelle dualer Systeme Deutschlands GmbH. (2021). Über die dualen Systeme. (G. S. GmbH, Herausgeber) Abgerufen am 09. 05 2024 von https://www.muelltrennung-wirkt.de/de/ueber-uns/ueber-die-dualen-systeme/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;&amp;gt;Hohmann, S. (2022). Logistikmanagement: Entsorgungslogistik. In S. Hohmann, Logistik- und Supply Chain Management (S. 179-193). Wiesbaden: Springer Gabler. doi:10.1007/978-3-658-13631-4_6 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;&amp;gt;Kirchhoff, J. F. (2022). Intelligente Konzepte für Sammelfahrzeuge. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 717-). Wiesbaden: Springer Fachmedien . doi:10.1007/978-3-658-36262-1_37&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;&amp;gt;SASE gGmbH. Gesellschaft zur Förderung und Sammlung aus Städtereinigung und Entsorgungswirtschaft. Firmensitz: Max-Planck-Str. 11, D-58638 Iserlohn, https://sase-iserlohn.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;&amp;gt;Kuchta, K. (2023). Kunststoffabfälle aus privaten Haushalten erfassen, sortieren und verwerten. In M. S. Porth, Wasser, Energie und Umwelt (S. 287–296). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-42657-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;&amp;gt;Orth, P. B. (2022). Verwertung von Kunststoffabfällen. In P. B. Orth, Kunststoffe im Kreislauf (S. 103-122). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:https://doi.org/10.1007/978-3-658-37814-1_9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;&amp;gt;Pfaff-Simoneit, W. (2022). Anforderungen an den Aufbau von Abfallwirtschaftssystemen. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (S. 629-659). Wiesbaden; Heidelberg: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_33&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;&amp;gt;Pfohl, H.-C. (2018). Entsorgungslogistik. In H.-C. Pfohl, Logistiksysteme (S. 247-257). Berlin: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-662-56228-4_13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;&amp;gt;Reffken, H., &amp;amp; Rigod, B. (2022). Kartellrecht. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 285-307). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;&amp;gt;Wagner, J. e. (2018). Analyse der Effizienz und Vorschläge zur Optimierung von Sammelsystemen (Hol- und Bringsysteme) der haushaltsnahen Erfassung von Leichtverpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen auf der Grundlage vorhandener Daten. INTECUS GmbH Abfallwirtschaft und umweltintegratives Management. Dessau-Roßlau: Umweltbundesamt. Abgerufen am 21. 05 2024 von https://www.umweltkanzlei.de/daten/module/media/9/20180522UBA-26.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2021). PRESSEMITTEILUNG Von der Einweg-Verpackung zum Kreislauf. Verpackungen sind Ressourcen. Verpackungsregister LUCID – Status quo und Perspektiven (S. 35). Osnabrück / Berlin: UBA. Abgerufen am 22. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/Auswertungen/Unterlagen_Pressekonferenz_ZSVR_18.11.2021.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2024). Vorläufig zuzuordnende Marktanteile der Systeme für das zweite Quartal 2024. Osnabrück: Zentrale Stelle Verpackungsregister. Abgerufen am 23. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/files/Marktanteile/Vorlaeufig_zuzuordnende_Marktanteile_der_Systeme_fuer_das_zweite_Quartal_2024.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4848</id>
		<title>Entsorgungsstrukturen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4848"/>
		<updated>2025-01-17T08:50:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: /* Entsorgungsfahrzeuge */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Entsorgungsstrukturen==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Das Gebiet der Abfallwirtschaft umfasst Erfassungs-, Sammel- und Logistiksysteme, die Planung und Organisation der Abfallbewirtschaftung, rechtliche und finanzielle Regelung sowie die Forschung und Entwicklung. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;/&amp;gt; Im Folgenden wird der Fokus auf die logistischen Strukturen der Abfallwirtschaft gelegt. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Entsorgungslogistik===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Entsorgungslogistik umfasst die Erfassung, die Sammlung und den Transport von Abfällen zu deren Behandlungsanlagen (inklusive Umschlag und Lagerung) und bildet so die Schnittstelle zwischen den Abfallerzeugern und den Einrichtungen der Verwertung, Aufbereitung und Beseitigung. Mit dem übergeordneten Ziel Materialien dem Wiedereinsatz zuzuführen, ist die Entsorgungslogistik für die Kreislaufwirtschaft essenziell.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für ein effektives Wertstoffmanagement werden Abfälle nach Material- und Produkteigenschaften kategorisiert. Für einen angemessenen Transport sind Aggregatzustand und Recyclingfähigkeit des jeweiligen Abfalls wichtige Kriterien. Für spätere Recyclingrohstoffe ist eine zeitoptimierte Logistik von größerer Bedeutung, während für nicht verwertbare Abfälle Ökonomie und Ökologie den Transport definieren. Ein weiterer Aspekt ist die Gefährlichkeit von Abfällen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Erfassung und Trennung (Vergleich von Holsystem und Bringsystem)===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Trennung von Abfällen kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen. Die getrennte Erfassung von Abfällen an ihrem Entstehungsort bietet den Vorteil einer hohen Sortenreinheit. Die gemischte Erfassung bietet einen geringeren Bedarf an Sammelbehältern während des in der Sammlung anschließenden Transports, jedoch komplexere Anforderungen an Umschlag und Lagerung sowie an die nachträgliche Sortierung und Aufbereitung. Die Erfassung kann in Form eines Holsystems oder eines Bringsystems sowie einer Kombination aus beiden erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
====Holsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Beim Holsystem stellen Abfallerzeuger die Abfälle in Sammelbehältern zur Abholung zur Verfügung &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Entsorgungsunternehmen oder Kommunen organisieren deren Abholung vom Abfallentstehungsort &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. Der geringe Aufwand auf Erzeugerseite bewirkt eine hohe Erfassungsrate (vgl. Tabelle 1) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Behälter für die lokale Erfassung sind Abfalleimer mit einem Volumen von mindestens 35 L, Abfalltonnen sowie Abfallgroßbehälter, die bis zu 360 L fassen, und an die Hebesysteme der Fahrzeuge angepasst sind. Diese Tonnen müssen sowohl von Privatpersonen manövrierbar als auch auf die Ausrüstung der Sammelfahrzeuge angepasst sein. Auf den Fahrzeugen befinden sich Wechsel- und Multifunktionsbehälter. Je nachdem, ob es sich um eine getrennte oder gemischte Erfassung handelt, können auf den Fahrzeugen Mehrkammersysteme eingesetzt werden (zum Beispiel bei der Umleerung von Glascontainern). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Arten der Behälter zur Erfassung von Abfällen am Entstehungsort oder dem jeweiligen Bringsystem werden unterschieden in Umleerbehälter sowie Wechselbehälter. Umleerbehälter werden in das Transportfahrzeug entleert und wieder abgestellt werden, während bei Wechselbehältern die vollen Behältnisse jeweils durch leere ersetzt. Eine weitere Möglichkeit sind Einwegbehältnisse wie z. B. Gelbe Säcke (vgl. Abbildung 1). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bringsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Sammelstellen zu vereinfachen, können Behälter in umgänglichen Größen bereitgestellt werden. Die Erzeuger transportieren die Abfälle eigenständig zu Recyclinghöfen oder zu größeren haushaltsnahen Erfassungsbehältnissen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt; Recycling- respektive Wertstoffhöfe nehmen auf ihren Grundstücken diverse Abfallarten an und sind innerhalb ihrer Öffnungszeiten für (private) Anlieferungen zugänglich&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. Insbesondere für LVP werden sie in ländlicher Umgebung, in denen kein Holsystem eingerichtet ist, als Haupterfassungssystem angeboten,. Auf Wertstoffhöfen werden infolge des Aufwands für Privatpersonen die geringsten Sammelmengen erfasst (vgl. Tabelle 1). Aus den geringen Sammelmengen resultieren bis zu vierfach höheren Kosten für Erfassung, Sammlung und Verwertung pro Kilogramm Verpackungsabfall gegenüber dem Holsystem mit Gelben Säcken.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein anderes Beispiel für das Bringsystem stellt die Sammlung von Altglas dar. Die Erfassungs- oder Sammelbehälter für Altglas befinden sich außerhalb der Privatgrundstücke, sind jedoch innerhalb von Stadtvierteln grundstücksnah aufgestellt (vgl. Abbildung 1). Die für diesen Bereich verwendeten Depotcontainer sind meist Umleerbehälter und können als Mehrkammersystem mit bis zu drei Kammern ausgebaut sein. Wenn die Abholung als integriertes System vorgesehen ist, wird das Altglas auf einem Fahrzeug reinfarbig transportiert. Auf den Fahrzeugen sind die Kammern durch Klappwände getrennt. Um eine Verunreinigung durch Überfüllung zu vermeiden, sind die Abholrhythmen sowie die bereitgestellte Behälteranzahl entsprechend festzulegen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 1: Vor- und Nachteile von Holsystemen gegenüber Bringsystemen nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Holsystem&lt;br /&gt;
! Bringsystem&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Komfort auf Seite der Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Qualität&lt;br /&gt;
* Bereitstellen der Sammelbehälter erfordert weniger Raum: zunächst private, handliche Behälter&lt;br /&gt;
* Preiswerter für die Kommunen&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Abfälle werden vor Abgabe länger gelagert&lt;br /&gt;
* Behälter benötigen ausreichendes Volumen und Kompatibilität mit Umladesystemen sowie ausreichende Handlichkeit&lt;br /&gt;
* Hohe logistische und Personal-Kosten für die Kommune&lt;br /&gt;
* Platzbedarf auf Grundstücken&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Hohe logistische Kosten für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Hoher Zeitaufwand für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Folglich geringe Beteiligung und geringere erfasste Mengen&lt;br /&gt;
* Begrenzte Anzahl an Sammelstellen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog Abfallbehälter.png |thumb|900px|Abbildung 1: Zuordnung von Abfallbehältern zu privat anfallenden Abfallströmen (eigene Darstellung)]] &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiel: Erfassung von Verpackungsabfällen====&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 wurden Verpackungsabfälle aus ca. einem Drittel (34,4%) der deutschen Haushalte über das Holsystem Wertstofftonne erfasst. In allen anderen Gebieten (65,6%) kommen die Gelbe Tonne oder der Gelbe Sack für die Erfassung von Verpackungsabfällen im Hol- oder Bringsystem zum Einsatz. In ländlichen Gebieten werden die meisten Verpackungsabfälle erfasst, während in Großstädten die geringsten LVP-Mengen erfasst werden. Dabei weisen die in Gelben Säcken gesammelten Abfälle eine höhere Qualität auf als die in Gelben Tonnen erfassten, da hier aufgrund der Stabilität, Größe und Blickdichte vermehrt Fehlwürfe erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsfahrzeuge===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Fahrzeuge zur Sammlung von Abfällen im Holsystem sind LKW mit den Komponenten Fahrgestell, Fest- oder Wechselaufbau und Aufnahmesystem. Die gängigen Systeme zur Beladung sind Frontlader, Seitenlader und Hecklader sowie Front-Seitenlader.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frontlader eignen sich zur Entleerung von Müllgroßbehältern im Ein-Personen-Betrieb und sind üblich bei der Sammlung von Industrie- und Gewerbeabfall. Front-Seitenlader werden aufgrund eines Beladearms für die Erfassung von Gewerbeabfällen und Haushaltsabfällen eingesetzt. Auch Seitenlader funktionieren im Ein-Personen-Betrieb und besitzen Kapazitäten für Müllgroßbehälter sowie für Großcontainer. Zudem ermöglichen sie je nach Art eine unterirdische Abfuhr. Hecklader sind vielseitig und werden daher häufig für die Sammlung von Haushalts- und Bioabfällen verwendet. Im Gegensatz zu Seiten- und Frontladern besteht die Notwendigkeit, mindestens zwei Personen zu stellen (einen Fahrer und einen Lader). Für die am Fahrzeugheck sitzenden Beladeöffnungen und Aufnahmesysteme gibt es je nach Anforderungen passende Kransysteme und passende Müllbehälter. Möglich sind geschlossene und offene Abfuhrsysteme sowie verschiedene Automatisierungsgrade.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsorgungsfahrzeuge sind häufig mit Technik zur Abfallverdichtung ausgestattet. Das kompaktierte Transportgut muss dabei die Recyclingfähigkeit und ggf. vorhandene Trennung der Stoffströme beibehalten &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Die Verdichtungstechnik wird je nach gesammeltem Stoffstrom gewählt. So wird auf Heckladern meist mit Pressplatten oder einer Drehtrommel verdichtet, während bei Front- und Seitenladern Schneckenverdichter oder Pendelpressenverdichter genutzt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das hydraulische Pressplattenwerk drückt Abfälle gegen ein Ausstoßschild im Sammelkasten des Heckladers. Anhand von Steuerungssystemen können die aufgegebenen Drücke in Abhängigkeit der Abfallzusammensetzung eingestellt werden (fraktionsoptimierte Verdichtung).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schneckenverdichter kombinieren die Umwälzung und Zerkleinerung von Abfällen mit der Verdichtung, indem die Abfälle durch sich verjüngende Pressschneckengänge befördert werden. Vorteile gegenüber der Pressplattenverdichtung sind eine ausgeglichene Verteilung von Flüssigkeiten und die Belüftung der Abfälle. Bei Einsatz einer Drehtrommel wird die Sammeltrommel bei umgekehrter Drehrichtung geleert, wobei gleichzeitig eine Selbstreinigung stattfindet.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:EntsorgungsfahrzeugeVarianten.png|center|1600px|Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=1200px mode=&amp;quot;packed&amp;quot; &amp;lt;!--caption=&amp;quot;Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge&amp;quot;--&amp;gt;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontlader.jpg|thumb|a) Frontlader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugSeitenlader.jpg|thumb|b) Seitenlader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugHecklader.jpg|thumb|c) Hecklader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontSeitenlader Faun Easypress 2001.jpg|thumb|d) Frontseitenlader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsstrukturen in Deutschland===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Sammlung von Abfällen unterliegt in Deutschland der kommunalen Hoheit. Das bedeutet, dass jede Kommune eigenverantwortlich für die Bereitstellung von Abfallsammelbehältern und die Organisation der Sammellogistik ist. Entsprechend können die Systeme zur Erfassung und Sammlung von Abfällen sich in Deutschland von Kommune zu Kommune unterscheiden. Dies betrifft beispielsweise die Farbkodierung (Behälter- oder Deckelfarbe), die angebotenen Hol- oder Bringsysteme, die Leerungsrhythmen oder die genutzten Abfallsammelfahrzeuge.&lt;br /&gt;
Während Satzungen zu Abholrhythmen, Abfallgebühren und Wahl der Sammelsysteme im kommunalen Recht umgesetzt werden, wird z. B. die Zuständigkeit von Behörden im Landesrecht festgelegt. Das Landesrecht dient demnach dazu, Vorschriften aus dem Bundesrecht zu detaillieren und zu vervollständigen. Auf Bundesebene werden die Rahmenbedingungen festgehalten, wie z. B. im KrWG und im VerpackG.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Deutschland fällt der Transport von Abfällen unter das Kreislaufwirtschaftsgesetz, das auf europäischen Richtlinien basiert und um Rechtsverordnungen erweitert ist. Eine der zentralen Erweiterungen ist die europäische Verpackungsrichtlinie, die in Deutschland über das Verpackungsgesetz umgesetzt wird.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Verpackungsverordnung von 1991, die vor der ersten europäischen Verpackungsrichtlinie in Kraft trat, inkludierte eine Rücknahmepflicht für Transportverpackungen, Umverpackungen und Verkaufsverpackungen sowie die Pflicht, dass Inverkehrbringer ihre Verpackungen einer Verwertungsstelle zuführen müssen. Dabei ermöglichte die erweiterte Produktverantwortung, dass Hersteller und Vertreiber die Verpackungen nicht zurücknehmen müssen, sofern sie sich an einer rechtlich zugelassenen, lokal organisierten Sammlung beteiligen. Daher kooperieren die Inverkehrbringer von Abfällen mit öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Entsorgungsträgern. Die Bundesländer veröffentlichen jedes Jahr Informationen zu Art, Herkunft und Menge der von öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern gesammelten Abfälle &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Duale Systeme===&lt;br /&gt;
In Deutschland wird diese Form der lokalen Sammlung von Verpackungen durch zehn duale Systeme vorgenommen. Das Duale System Deutschland (DSD) wurde 1990 als erstes privatwirtschaftliches Entsorgungssystem eingeführt. Dieses ist unter der Bezeichnung „Der Grüne Punkt“ bekannt, da lizensierte Verkaufsverpackungen nach der Einführung der Verpackungsverordnung damit gekennzeichnet wurden. Erst mit einer Entscheidung des Bundeskartellamts im Jahr 2003 entwickelte sich ein freier Markt mit den weiteren Dualen Systemen (vgl. Abbildung 3).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog MarktanteileDS.PNG |thumb|800px|Abbildung 3: Vorläufig zugeordnete Marktanteile der Dualen Systeme für das zweite Quartal 2024 nach Stoffstrom &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;/&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dualen Systeme organisieren die Sammlung und Sortierung von  Leichtverpackungen (LVP). Die LVP-Erfassungsrate ist mit circa 75% mit denen von Altglas und Altpapier vergleichbar. Duale Systeme lizensieren neben Kunststoffverpackungen auch solche aus Glas oder PPK. &amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 wurden insgesamt 5,8 Mio. t Verpackungsabfälle (Glas, PPK und LVP) getrennt gesammelt (vgl. Abbildung 4 und 5). Inklusive der stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) betrug die Gesamtrecyclingquote der mit Dualen Systemen gesammelten Abfälle 50,5%. Die werkstoffliche Verwertungsquote für Kunststoffe betrug 60,6%, während die Gesamt-Verwertungsquote der Kunststoffe bei 104% lag. Dass diese Quote oberhalb der 100% lag, zeigt auf, dass die Dualen Systeme mehr Kunststoffabfälle gesammelt haben, als Kunststoffverpackungen lizensiert wurden. Auch bei Aluminium trat eine Verwertungsquote von über 100% auf, was auf eine unterschiedliche Definition von Verbundmaterialien bei Verpackungen und Abfällen zurückzuführen ist. &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-ErfassteMengenLVP.PNG |thumb|800px|Abbildung 4: Einwohnerspezifische Erfassungsmengen von Verpackungsabfällen nach Sammelsystem &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-Qualität.PNG |thumb|800px|Abbildung 5: Anteile von nicht erfassten Wertstoffen und Anteile von Fehlwürfen bei der Erfassung von Leichtverpackungen nach Sammelsystem bezogen auf das Sammelsystem mit den wenigsten nicht erfassten Wertstoffen (Gelbe Tonne ländlich) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wertstofftonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
In Deutschland kommt je nach Kommune die Wertstofftonne oder die Gelbe Tonne zum Einsatz. &lt;br /&gt;
Das Konzept der Wertstofftonne ist, auch jene Wertstoffe zu erfassen, die keine Verpackungen sind. Diese zählen in den Gelben Tonnen und Säcken als Fehlwürfe. In jeder erfassten Abfallkategorie treten Fehlwürfe auf. Dazu zählen fremde Stoffströme, die anderen Sammlungen zuzuführen wären, wie z. B. organische Abfälle oder auch Glas und PPK ohne Lizensierung. Als intelligente Fehlwürfe zählen diejenigen Fehlwürfe, die zwar als nicht-Verpackungen von den Dualen Systemen nicht lizensiert sind, jedoch dem gleichen Stoffstrom angehören wie die Leichtverpackungen (stoffgleiche Nichtverpackungen). Das Einwerfen von Wertstoffen in Form von Elektro-Altgeräten ist auch in Wertstofftonnen nicht erlaubt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt; Gründe für „intelligente Fehlwürfe“ in Gelben Tonnen sind die von Abfallerzeugenden empfundene Praktikabilität, aber auch Informationsmangel und Kostenersparnis. Da die Dualen Systeme die Sammlung und Sortierung sowie die ggf. nötige Entsorgung von stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) nicht über Lizenzentgelte finanziert bekommen, wurden Wertstofftonnen eingeführt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. So sollen möglichst hohe Anteile der stoffgleichen Verpackungen und Nichtverpackungen der stofflichen Verwertung zugeführt werden und möglichst wenige Kunststoffe über die Restmülltonne entsorgt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vergleich von Wertstofftonne und Gelber Tonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Um die gemeinsame Erfassung von LVP und sNVP in Wertstofftonnen vorzunehmen, können Duale Systeme mit öffentlich-rechtlichen Entsorgern kooperieren. Diese Zusammenarbeit ist in Form von Mitnutzungsverträgen gestattet, wenn sie Effizienzvorteile für Abfallerzeuger generiert, ohne den Wettbewerb signifikant zu beeinträchtigen (vgl. Tabelle 2).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Innerhalb Deutschlands werden je nach Region die verschiedenen Systeme angewandt, da die Verantwortung für die Zuführung von Verpackungsabfällen zu einer Verwertung ursprünglich bei den Gemeinden lag. Seit 1991 entwickelten sich infolge der Produktverantwortung auf Seite der Inverkehrbringer die Dualen Systeme. Jedoch sind erst seit einer 2019 in Kraft getretenen Novellierung des Verpackungsgesetzes alle Inverkehrbringer von Verkaufsverpackungen zur Teilnahme an einem Dualen System verpflichtet. Die Ausgestaltung der Erfassung und Sammlung wird von den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern vorgegeben, sodass sich in Bezug auf die Art des Sammelsystems sowie die Behältergrößen und Abholungshäufigkeiten regionale Differenzen ergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 2: Vor- und Nachteile von Wertstofftonne (und Wertstoffsack) gegenüber der Gelben Tonne (und dem Gelben Sack) nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Wertstofftonne&lt;br /&gt;
! Duale Systeme&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Gezielte Miterfassung von sNVP zur Steigerung der Recyclingquote (sNVP 10% und meist Kunststoff), dadurch höhere Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Recycling unabhängig vom Verwendungszweck&lt;br /&gt;
* Reduktion der massebezogenen Sammlungskosten gegenüber der Gelben Tonne &lt;br /&gt;
* Geringere Sammlungs- und Entsorgungskosten für Restabfall&lt;br /&gt;
* Geringere Gesamtkosten (absolut sowie einwohnerspezifisch und massenspezifisch)&lt;br /&gt;
* Erhöhte Rezyklatausbeute &lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Entwicklung der privatrechtlichen Entsorgungssysteme infolge der Produktverantwortung &lt;br /&gt;
* Höhere Qualität (in Gelben Säcken) durch soziale Kontrolle und mögliches Reißen der Säcke bei Fehlwürfen&lt;br /&gt;
* geringere Transportkosten zur Sortieranlage&lt;br /&gt;
* geringere Sortierkosten&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern&lt;br /&gt;
* Kooperation zwischen öffentlich-rechtlichen Entsorgern und privatrechtlichen Entsorgern erforderlich&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Fragmentierung der Recyclingwirtschaft&lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern: Fehlwürfe und Verunreinigungen mindern die Qualität (Auslegung auf Verpackungsabfälle)&lt;br /&gt;
* Informationsmangel hinsichtlich der Materialzusammensetzung&lt;br /&gt;
* Mangelnde Kontinuität der Stoffströme und teils geringe Umfänge&lt;br /&gt;
* Unzureichende Technologieentwicklung&lt;br /&gt;
* Unterbeteiligung an Dualen Systemen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--•	Unterscheidung wer ist für was zuständig etwas klarer, vlt ein Schaubild? (kommunal/privat) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;&amp;gt; Becker, T., &amp;amp; Mellen, D. (2022). Kunststoffe. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 429-448). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Bildstein, C. (2022). Glasrecycling. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., Bd. 20, S. 401-414). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Kempkes, J. H. (2022). Verpackungsabfälle. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 449-470). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;&amp;gt;Bundesregierung Deutschland. (12. Juni 1991). Verordnung über die Vermeidung von Verpackungsabfällen. Bundesregierung Deutschland. Bonn: Bundesanzeiger. Abgerufen am 26. 04 2024 von https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl191s1234.pdf%27%5D__1714158886519&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;&amp;gt;Gemeinsame Stelle dualer Systeme Deutschlands GmbH. (2021). Über die dualen Systeme. (G. S. GmbH, Herausgeber) Abgerufen am 09. 05 2024 von https://www.muelltrennung-wirkt.de/de/ueber-uns/ueber-die-dualen-systeme/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;&amp;gt;Hohmann, S. (2022). Logistikmanagement: Entsorgungslogistik. In S. Hohmann, Logistik- und Supply Chain Management (S. 179-193). Wiesbaden: Springer Gabler. doi:10.1007/978-3-658-13631-4_6 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;&amp;gt;Kirchhoff, J. F. (2022). Intelligente Konzepte für Sammelfahrzeuge. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 717-). Wiesbaden: Springer Fachmedien . doi:10.1007/978-3-658-36262-1_37&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;&amp;gt;SASE gGmbH. Gesellschaft zur Förderung und Sammlung aus Städtereinigung und Entsorgungswirtschaft. Firmensitz: Max-Planck-Str. 11, D-58638 Iserlohn, https://sase-iserlohn.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;&amp;gt;Kuchta, K. (2023). Kunststoffabfälle aus privaten Haushalten erfassen, sortieren und verwerten. In M. S. Porth, Wasser, Energie und Umwelt (S. 287–296). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-42657-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;&amp;gt;Orth, P. B. (2022). Verwertung von Kunststoffabfällen. In P. B. Orth, Kunststoffe im Kreislauf (S. 103-122). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:https://doi.org/10.1007/978-3-658-37814-1_9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;&amp;gt;Pfaff-Simoneit, W. (2022). Anforderungen an den Aufbau von Abfallwirtschaftssystemen. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (S. 629-659). Wiesbaden; Heidelberg: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_33&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;&amp;gt;Pfohl, H.-C. (2018). Entsorgungslogistik. In H.-C. Pfohl, Logistiksysteme (S. 247-257). Berlin: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-662-56228-4_13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;&amp;gt;Reffken, H., &amp;amp; Rigod, B. (2022). Kartellrecht. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 285-307). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;&amp;gt;Wagner, J. e. (2018). Analyse der Effizienz und Vorschläge zur Optimierung von Sammelsystemen (Hol- und Bringsysteme) der haushaltsnahen Erfassung von Leichtverpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen auf der Grundlage vorhandener Daten. INTECUS GmbH Abfallwirtschaft und umweltintegratives Management. Dessau-Roßlau: Umweltbundesamt. Abgerufen am 21. 05 2024 von https://www.umweltkanzlei.de/daten/module/media/9/20180522UBA-26.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2021). PRESSEMITTEILUNG Von der Einweg-Verpackung zum Kreislauf. Verpackungen sind Ressourcen. Verpackungsregister LUCID – Status quo und Perspektiven (S. 35). Osnabrück / Berlin: UBA. Abgerufen am 22. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/Auswertungen/Unterlagen_Pressekonferenz_ZSVR_18.11.2021.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2024). Vorläufig zuzuordnende Marktanteile der Systeme für das zweite Quartal 2024. Osnabrück: Zentrale Stelle Verpackungsregister. Abgerufen am 23. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/files/Marktanteile/Vorlaeufig_zuzuordnende_Marktanteile_der_Systeme_fuer_das_zweite_Quartal_2024.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4847</id>
		<title>Entsorgungsstrukturen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=4847"/>
		<updated>2025-01-17T08:49:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: /* Entsorgungsfahrzeuge */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Entsorgungsstrukturen==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Das Gebiet der Abfallwirtschaft umfasst Erfassungs-, Sammel- und Logistiksysteme, die Planung und Organisation der Abfallbewirtschaftung, rechtliche und finanzielle Regelung sowie die Forschung und Entwicklung. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;/&amp;gt; Im Folgenden wird der Fokus auf die logistischen Strukturen der Abfallwirtschaft gelegt. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Entsorgungslogistik===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Entsorgungslogistik umfasst die Erfassung, die Sammlung und den Transport von Abfällen zu deren Behandlungsanlagen (inklusive Umschlag und Lagerung) und bildet so die Schnittstelle zwischen den Abfallerzeugern und den Einrichtungen der Verwertung, Aufbereitung und Beseitigung. Mit dem übergeordneten Ziel Materialien dem Wiedereinsatz zuzuführen, ist die Entsorgungslogistik für die Kreislaufwirtschaft essenziell.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für ein effektives Wertstoffmanagement werden Abfälle nach Material- und Produkteigenschaften kategorisiert. Für einen angemessenen Transport sind Aggregatzustand und Recyclingfähigkeit des jeweiligen Abfalls wichtige Kriterien. Für spätere Recyclingrohstoffe ist eine zeitoptimierte Logistik von größerer Bedeutung, während für nicht verwertbare Abfälle Ökonomie und Ökologie den Transport definieren. Ein weiterer Aspekt ist die Gefährlichkeit von Abfällen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Erfassung und Trennung (Vergleich von Holsystem und Bringsystem)===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Trennung von Abfällen kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen. Die getrennte Erfassung von Abfällen an ihrem Entstehungsort bietet den Vorteil einer hohen Sortenreinheit. Die gemischte Erfassung bietet einen geringeren Bedarf an Sammelbehältern während des in der Sammlung anschließenden Transports, jedoch komplexere Anforderungen an Umschlag und Lagerung sowie an die nachträgliche Sortierung und Aufbereitung. Die Erfassung kann in Form eines Holsystems oder eines Bringsystems sowie einer Kombination aus beiden erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
====Holsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Beim Holsystem stellen Abfallerzeuger die Abfälle in Sammelbehältern zur Abholung zur Verfügung &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Entsorgungsunternehmen oder Kommunen organisieren deren Abholung vom Abfallentstehungsort &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. Der geringe Aufwand auf Erzeugerseite bewirkt eine hohe Erfassungsrate (vgl. Tabelle 1) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Behälter für die lokale Erfassung sind Abfalleimer mit einem Volumen von mindestens 35 L, Abfalltonnen sowie Abfallgroßbehälter, die bis zu 360 L fassen, und an die Hebesysteme der Fahrzeuge angepasst sind. Diese Tonnen müssen sowohl von Privatpersonen manövrierbar als auch auf die Ausrüstung der Sammelfahrzeuge angepasst sein. Auf den Fahrzeugen befinden sich Wechsel- und Multifunktionsbehälter. Je nachdem, ob es sich um eine getrennte oder gemischte Erfassung handelt, können auf den Fahrzeugen Mehrkammersysteme eingesetzt werden (zum Beispiel bei der Umleerung von Glascontainern). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Arten der Behälter zur Erfassung von Abfällen am Entstehungsort oder dem jeweiligen Bringsystem werden unterschieden in Umleerbehälter sowie Wechselbehälter. Umleerbehälter werden in das Transportfahrzeug entleert und wieder abgestellt werden, während bei Wechselbehältern die vollen Behältnisse jeweils durch leere ersetzt. Eine weitere Möglichkeit sind Einwegbehältnisse wie z. B. Gelbe Säcke (vgl. Abbildung 1). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bringsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Sammelstellen zu vereinfachen, können Behälter in umgänglichen Größen bereitgestellt werden. Die Erzeuger transportieren die Abfälle eigenständig zu Recyclinghöfen oder zu größeren haushaltsnahen Erfassungsbehältnissen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt; Recycling- respektive Wertstoffhöfe nehmen auf ihren Grundstücken diverse Abfallarten an und sind innerhalb ihrer Öffnungszeiten für (private) Anlieferungen zugänglich&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. Insbesondere für LVP werden sie in ländlicher Umgebung, in denen kein Holsystem eingerichtet ist, als Haupterfassungssystem angeboten,. Auf Wertstoffhöfen werden infolge des Aufwands für Privatpersonen die geringsten Sammelmengen erfasst (vgl. Tabelle 1). Aus den geringen Sammelmengen resultieren bis zu vierfach höheren Kosten für Erfassung, Sammlung und Verwertung pro Kilogramm Verpackungsabfall gegenüber dem Holsystem mit Gelben Säcken.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein anderes Beispiel für das Bringsystem stellt die Sammlung von Altglas dar. Die Erfassungs- oder Sammelbehälter für Altglas befinden sich außerhalb der Privatgrundstücke, sind jedoch innerhalb von Stadtvierteln grundstücksnah aufgestellt (vgl. Abbildung 1). Die für diesen Bereich verwendeten Depotcontainer sind meist Umleerbehälter und können als Mehrkammersystem mit bis zu drei Kammern ausgebaut sein. Wenn die Abholung als integriertes System vorgesehen ist, wird das Altglas auf einem Fahrzeug reinfarbig transportiert. Auf den Fahrzeugen sind die Kammern durch Klappwände getrennt. Um eine Verunreinigung durch Überfüllung zu vermeiden, sind die Abholrhythmen sowie die bereitgestellte Behälteranzahl entsprechend festzulegen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 1: Vor- und Nachteile von Holsystemen gegenüber Bringsystemen nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Holsystem&lt;br /&gt;
! Bringsystem&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Komfort auf Seite der Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Qualität&lt;br /&gt;
* Bereitstellen der Sammelbehälter erfordert weniger Raum: zunächst private, handliche Behälter&lt;br /&gt;
* Preiswerter für die Kommunen&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Abfälle werden vor Abgabe länger gelagert&lt;br /&gt;
* Behälter benötigen ausreichendes Volumen und Kompatibilität mit Umladesystemen sowie ausreichende Handlichkeit&lt;br /&gt;
* Hohe logistische und Personal-Kosten für die Kommune&lt;br /&gt;
* Platzbedarf auf Grundstücken&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Hohe logistische Kosten für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Hoher Zeitaufwand für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Folglich geringe Beteiligung und geringere erfasste Mengen&lt;br /&gt;
* Begrenzte Anzahl an Sammelstellen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog Abfallbehälter.png |thumb|900px|Abbildung 1: Zuordnung von Abfallbehältern zu privat anfallenden Abfallströmen (eigene Darstellung)]] &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiel: Erfassung von Verpackungsabfällen====&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 wurden Verpackungsabfälle aus ca. einem Drittel (34,4%) der deutschen Haushalte über das Holsystem Wertstofftonne erfasst. In allen anderen Gebieten (65,6%) kommen die Gelbe Tonne oder der Gelbe Sack für die Erfassung von Verpackungsabfällen im Hol- oder Bringsystem zum Einsatz. In ländlichen Gebieten werden die meisten Verpackungsabfälle erfasst, während in Großstädten die geringsten LVP-Mengen erfasst werden. Dabei weisen die in Gelben Säcken gesammelten Abfälle eine höhere Qualität auf als die in Gelben Tonnen erfassten, da hier aufgrund der Stabilität, Größe und Blickdichte vermehrt Fehlwürfe erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsfahrzeuge===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Fahrzeuge zur Sammlung von Abfällen im Holsystem sind LKW mit den Komponenten Fahrgestell, Fest- oder Wechselaufbau und Aufnahmesystem. Die gängigen Systeme zur Beladung sind Frontlader, Seitenlader und Hecklader sowie Front-Seitenlader.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frontlader eignen sich zur Entleerung von Müllgroßbehältern im Ein-Personen-Betrieb und sind üblich bei der Sammlung von Industrie- und Gewerbeabfall. Front-Seitenlader werden aufgrund eines Beladearms für die Erfassung von Gewerbeabfällen und Haushaltsabfällen eingesetzt. Auch Seitenlader funktionieren im Ein-Personen-Betrieb und besitzen Kapazitäten für Müllgroßbehälter sowie für Großcontainer. Zudem ermöglichen sie je nach Art eine unterirdische Abfuhr. Hecklader sind vielseitig und werden daher häufig für die Sammlung von Haushalts- und Bioabfällen verwendet. Im Gegensatz zu Seiten- und Frontladern besteht die Notwendigkeit, mindestens zwei Personen zu stellen (einen Fahrer und einen Lader). Für die am Fahrzeugheck sitzenden Beladeöffnungen und Aufnahmesysteme gibt es je nach Anforderungen passende Kransysteme und passende Müllbehälter. Möglich sind geschlossene und offene Abfuhrsysteme sowie verschiedene Automatisierungsgrade.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsorgungsfahrzeuge sind häufig mit Technik zur Abfallverdichtung ausgestattet. Das kompaktierte Transportgut muss dabei die Recyclingfähigkeit und ggf. vorhandene Trennung der Stoffströme beibehalten &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Die Verdichtungstechnik wird je nach gesammeltem Stoffstrom gewählt. So wird auf Heckladern meist mit Pressplatten oder einer Drehtrommel verdichtet, während bei Front- und Seitenladern Schneckenverdichter oder Pendelpressenverdichter genutzt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das hydraulische Pressplattenwerk drückt Abfälle gegen ein Ausstoßschild im Sammelkasten des Heckladers. Anhand von Steuerungssystemen können die aufgegebenen Drücke in Abhängigkeit der Abfallzusammensetzung eingestellt werden (fraktionsoptimierte Verdichtung).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schneckenverdichter kombinieren die Umwälzung und Zerkleinerung von Abfällen mit der Verdichtung, indem die Abfälle durch sich verjüngende Pressschneckengänge befördert werden. Vorteile gegenüber der Pressplattenverdichtung sind eine ausgeglichene Verteilung von Flüssigkeiten und die Belüftung der Abfälle. Bei Einsatz einer Drehtrommel wird die Sammeltrommel bei umgekehrter Drehrichtung geleert, wobei gleichzeitig eine Selbstreinigung stattfindet.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:EntsorgungsfahrzeugeVarianten.png|center|800px|Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=1000px mode=&amp;quot;packed&amp;quot; &amp;lt;!--caption=&amp;quot;Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge&amp;quot;--&amp;gt;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontlader.jpg|thumb|a) Frontlader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugSeitenlader.jpg|thumb|b) Seitenlader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugHecklader.jpg|thumb|c) Hecklader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontSeitenlader Faun Easypress 2001.jpg|thumb|d) Frontseitenlader &amp;lt;!--&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsstrukturen in Deutschland===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Sammlung von Abfällen unterliegt in Deutschland der kommunalen Hoheit. Das bedeutet, dass jede Kommune eigenverantwortlich für die Bereitstellung von Abfallsammelbehältern und die Organisation der Sammellogistik ist. Entsprechend können die Systeme zur Erfassung und Sammlung von Abfällen sich in Deutschland von Kommune zu Kommune unterscheiden. Dies betrifft beispielsweise die Farbkodierung (Behälter- oder Deckelfarbe), die angebotenen Hol- oder Bringsysteme, die Leerungsrhythmen oder die genutzten Abfallsammelfahrzeuge.&lt;br /&gt;
Während Satzungen zu Abholrhythmen, Abfallgebühren und Wahl der Sammelsysteme im kommunalen Recht umgesetzt werden, wird z. B. die Zuständigkeit von Behörden im Landesrecht festgelegt. Das Landesrecht dient demnach dazu, Vorschriften aus dem Bundesrecht zu detaillieren und zu vervollständigen. Auf Bundesebene werden die Rahmenbedingungen festgehalten, wie z. B. im KrWG und im VerpackG.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Deutschland fällt der Transport von Abfällen unter das Kreislaufwirtschaftsgesetz, das auf europäischen Richtlinien basiert und um Rechtsverordnungen erweitert ist. Eine der zentralen Erweiterungen ist die europäische Verpackungsrichtlinie, die in Deutschland über das Verpackungsgesetz umgesetzt wird.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Verpackungsverordnung von 1991, die vor der ersten europäischen Verpackungsrichtlinie in Kraft trat, inkludierte eine Rücknahmepflicht für Transportverpackungen, Umverpackungen und Verkaufsverpackungen sowie die Pflicht, dass Inverkehrbringer ihre Verpackungen einer Verwertungsstelle zuführen müssen. Dabei ermöglichte die erweiterte Produktverantwortung, dass Hersteller und Vertreiber die Verpackungen nicht zurücknehmen müssen, sofern sie sich an einer rechtlich zugelassenen, lokal organisierten Sammlung beteiligen. Daher kooperieren die Inverkehrbringer von Abfällen mit öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Entsorgungsträgern. Die Bundesländer veröffentlichen jedes Jahr Informationen zu Art, Herkunft und Menge der von öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern gesammelten Abfälle &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Duale Systeme===&lt;br /&gt;
In Deutschland wird diese Form der lokalen Sammlung von Verpackungen durch zehn duale Systeme vorgenommen. Das Duale System Deutschland (DSD) wurde 1990 als erstes privatwirtschaftliches Entsorgungssystem eingeführt. Dieses ist unter der Bezeichnung „Der Grüne Punkt“ bekannt, da lizensierte Verkaufsverpackungen nach der Einführung der Verpackungsverordnung damit gekennzeichnet wurden. Erst mit einer Entscheidung des Bundeskartellamts im Jahr 2003 entwickelte sich ein freier Markt mit den weiteren Dualen Systemen (vgl. Abbildung 3).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog MarktanteileDS.PNG |thumb|800px|Abbildung 3: Vorläufig zugeordnete Marktanteile der Dualen Systeme für das zweite Quartal 2024 nach Stoffstrom &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;/&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dualen Systeme organisieren die Sammlung und Sortierung von  Leichtverpackungen (LVP). Die LVP-Erfassungsrate ist mit circa 75% mit denen von Altglas und Altpapier vergleichbar. Duale Systeme lizensieren neben Kunststoffverpackungen auch solche aus Glas oder PPK. &amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 wurden insgesamt 5,8 Mio. t Verpackungsabfälle (Glas, PPK und LVP) getrennt gesammelt (vgl. Abbildung 4 und 5). Inklusive der stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) betrug die Gesamtrecyclingquote der mit Dualen Systemen gesammelten Abfälle 50,5%. Die werkstoffliche Verwertungsquote für Kunststoffe betrug 60,6%, während die Gesamt-Verwertungsquote der Kunststoffe bei 104% lag. Dass diese Quote oberhalb der 100% lag, zeigt auf, dass die Dualen Systeme mehr Kunststoffabfälle gesammelt haben, als Kunststoffverpackungen lizensiert wurden. Auch bei Aluminium trat eine Verwertungsquote von über 100% auf, was auf eine unterschiedliche Definition von Verbundmaterialien bei Verpackungen und Abfällen zurückzuführen ist. &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-ErfassteMengenLVP.PNG |thumb|800px|Abbildung 4: Einwohnerspezifische Erfassungsmengen von Verpackungsabfällen nach Sammelsystem &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-Qualität.PNG |thumb|800px|Abbildung 5: Anteile von nicht erfassten Wertstoffen und Anteile von Fehlwürfen bei der Erfassung von Leichtverpackungen nach Sammelsystem bezogen auf das Sammelsystem mit den wenigsten nicht erfassten Wertstoffen (Gelbe Tonne ländlich) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wertstofftonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
In Deutschland kommt je nach Kommune die Wertstofftonne oder die Gelbe Tonne zum Einsatz. &lt;br /&gt;
Das Konzept der Wertstofftonne ist, auch jene Wertstoffe zu erfassen, die keine Verpackungen sind. Diese zählen in den Gelben Tonnen und Säcken als Fehlwürfe. In jeder erfassten Abfallkategorie treten Fehlwürfe auf. Dazu zählen fremde Stoffströme, die anderen Sammlungen zuzuführen wären, wie z. B. organische Abfälle oder auch Glas und PPK ohne Lizensierung. Als intelligente Fehlwürfe zählen diejenigen Fehlwürfe, die zwar als nicht-Verpackungen von den Dualen Systemen nicht lizensiert sind, jedoch dem gleichen Stoffstrom angehören wie die Leichtverpackungen (stoffgleiche Nichtverpackungen). Das Einwerfen von Wertstoffen in Form von Elektro-Altgeräten ist auch in Wertstofftonnen nicht erlaubt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt; Gründe für „intelligente Fehlwürfe“ in Gelben Tonnen sind die von Abfallerzeugenden empfundene Praktikabilität, aber auch Informationsmangel und Kostenersparnis. Da die Dualen Systeme die Sammlung und Sortierung sowie die ggf. nötige Entsorgung von stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) nicht über Lizenzentgelte finanziert bekommen, wurden Wertstofftonnen eingeführt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. So sollen möglichst hohe Anteile der stoffgleichen Verpackungen und Nichtverpackungen der stofflichen Verwertung zugeführt werden und möglichst wenige Kunststoffe über die Restmülltonne entsorgt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vergleich von Wertstofftonne und Gelber Tonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Um die gemeinsame Erfassung von LVP und sNVP in Wertstofftonnen vorzunehmen, können Duale Systeme mit öffentlich-rechtlichen Entsorgern kooperieren. Diese Zusammenarbeit ist in Form von Mitnutzungsverträgen gestattet, wenn sie Effizienzvorteile für Abfallerzeuger generiert, ohne den Wettbewerb signifikant zu beeinträchtigen (vgl. Tabelle 2).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Innerhalb Deutschlands werden je nach Region die verschiedenen Systeme angewandt, da die Verantwortung für die Zuführung von Verpackungsabfällen zu einer Verwertung ursprünglich bei den Gemeinden lag. Seit 1991 entwickelten sich infolge der Produktverantwortung auf Seite der Inverkehrbringer die Dualen Systeme. Jedoch sind erst seit einer 2019 in Kraft getretenen Novellierung des Verpackungsgesetzes alle Inverkehrbringer von Verkaufsverpackungen zur Teilnahme an einem Dualen System verpflichtet. Die Ausgestaltung der Erfassung und Sammlung wird von den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern vorgegeben, sodass sich in Bezug auf die Art des Sammelsystems sowie die Behältergrößen und Abholungshäufigkeiten regionale Differenzen ergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 2: Vor- und Nachteile von Wertstofftonne (und Wertstoffsack) gegenüber der Gelben Tonne (und dem Gelben Sack) nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Wertstofftonne&lt;br /&gt;
! Duale Systeme&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Gezielte Miterfassung von sNVP zur Steigerung der Recyclingquote (sNVP 10% und meist Kunststoff), dadurch höhere Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Recycling unabhängig vom Verwendungszweck&lt;br /&gt;
* Reduktion der massebezogenen Sammlungskosten gegenüber der Gelben Tonne &lt;br /&gt;
* Geringere Sammlungs- und Entsorgungskosten für Restabfall&lt;br /&gt;
* Geringere Gesamtkosten (absolut sowie einwohnerspezifisch und massenspezifisch)&lt;br /&gt;
* Erhöhte Rezyklatausbeute &lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Entwicklung der privatrechtlichen Entsorgungssysteme infolge der Produktverantwortung &lt;br /&gt;
* Höhere Qualität (in Gelben Säcken) durch soziale Kontrolle und mögliches Reißen der Säcke bei Fehlwürfen&lt;br /&gt;
* geringere Transportkosten zur Sortieranlage&lt;br /&gt;
* geringere Sortierkosten&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern&lt;br /&gt;
* Kooperation zwischen öffentlich-rechtlichen Entsorgern und privatrechtlichen Entsorgern erforderlich&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Fragmentierung der Recyclingwirtschaft&lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern: Fehlwürfe und Verunreinigungen mindern die Qualität (Auslegung auf Verpackungsabfälle)&lt;br /&gt;
* Informationsmangel hinsichtlich der Materialzusammensetzung&lt;br /&gt;
* Mangelnde Kontinuität der Stoffströme und teils geringe Umfänge&lt;br /&gt;
* Unzureichende Technologieentwicklung&lt;br /&gt;
* Unterbeteiligung an Dualen Systemen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--•	Unterscheidung wer ist für was zuständig etwas klarer, vlt ein Schaubild? (kommunal/privat) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;&amp;gt; Becker, T., &amp;amp; Mellen, D. (2022). Kunststoffe. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 429-448). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Bildstein, C. (2022). Glasrecycling. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., Bd. 20, S. 401-414). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Kempkes, J. H. (2022). Verpackungsabfälle. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 449-470). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;&amp;gt;Bundesregierung Deutschland. (12. Juni 1991). Verordnung über die Vermeidung von Verpackungsabfällen. Bundesregierung Deutschland. Bonn: Bundesanzeiger. Abgerufen am 26. 04 2024 von https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl191s1234.pdf%27%5D__1714158886519&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;&amp;gt;Gemeinsame Stelle dualer Systeme Deutschlands GmbH. (2021). Über die dualen Systeme. (G. S. GmbH, Herausgeber) Abgerufen am 09. 05 2024 von https://www.muelltrennung-wirkt.de/de/ueber-uns/ueber-die-dualen-systeme/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;&amp;gt;Hohmann, S. (2022). Logistikmanagement: Entsorgungslogistik. In S. Hohmann, Logistik- und Supply Chain Management (S. 179-193). Wiesbaden: Springer Gabler. doi:10.1007/978-3-658-13631-4_6 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;&amp;gt;Kirchhoff, J. F. (2022). Intelligente Konzepte für Sammelfahrzeuge. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 717-). Wiesbaden: Springer Fachmedien . doi:10.1007/978-3-658-36262-1_37&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;&amp;gt;SASE gGmbH. Gesellschaft zur Förderung und Sammlung aus Städtereinigung und Entsorgungswirtschaft. Firmensitz: Max-Planck-Str. 11, D-58638 Iserlohn, https://sase-iserlohn.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;&amp;gt;Kuchta, K. (2023). Kunststoffabfälle aus privaten Haushalten erfassen, sortieren und verwerten. In M. S. Porth, Wasser, Energie und Umwelt (S. 287–296). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-42657-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;&amp;gt;Orth, P. B. (2022). Verwertung von Kunststoffabfällen. In P. B. Orth, Kunststoffe im Kreislauf (S. 103-122). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:https://doi.org/10.1007/978-3-658-37814-1_9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;&amp;gt;Pfaff-Simoneit, W. (2022). Anforderungen an den Aufbau von Abfallwirtschaftssystemen. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (S. 629-659). Wiesbaden; Heidelberg: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_33&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;&amp;gt;Pfohl, H.-C. (2018). Entsorgungslogistik. In H.-C. Pfohl, Logistiksysteme (S. 247-257). Berlin: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-662-56228-4_13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;&amp;gt;Reffken, H., &amp;amp; Rigod, B. (2022). Kartellrecht. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 285-307). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;&amp;gt;Wagner, J. e. (2018). Analyse der Effizienz und Vorschläge zur Optimierung von Sammelsystemen (Hol- und Bringsysteme) der haushaltsnahen Erfassung von Leichtverpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen auf der Grundlage vorhandener Daten. INTECUS GmbH Abfallwirtschaft und umweltintegratives Management. Dessau-Roßlau: Umweltbundesamt. Abgerufen am 21. 05 2024 von https://www.umweltkanzlei.de/daten/module/media/9/20180522UBA-26.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2021). PRESSEMITTEILUNG Von der Einweg-Verpackung zum Kreislauf. Verpackungen sind Ressourcen. Verpackungsregister LUCID – Status quo und Perspektiven (S. 35). Osnabrück / Berlin: UBA. Abgerufen am 22. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/Auswertungen/Unterlagen_Pressekonferenz_ZSVR_18.11.2021.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2024). Vorläufig zuzuordnende Marktanteile der Systeme für das zweite Quartal 2024. Osnabrück: Zentrale Stelle Verpackungsregister. Abgerufen am 23. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/files/Marktanteile/Vorlaeufig_zuzuordnende_Marktanteile_der_Systeme_fuer_das_zweite_Quartal_2024.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Kabel-Recycling-Proben&amp;diff=4447</id>
		<title>Kabel-Recycling-Proben</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Kabel-Recycling-Proben&amp;diff=4447"/>
		<updated>2024-08-29T06:21:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:DATEINAME.gif|center|Probendarstellung: Kabel-Recycling-Proben]] &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot; &lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probenbeschreibung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probennummer&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | 4-08-089 &lt;br /&gt;
| colspan = &amp;quot;2&amp;quot; rowspan = &amp;quot;8&amp;quot; |Proben verschiedener Materialströme aus einer Kabelrecyclinganlage von ELDAN Recycling. Wenn man sich die Proben ansieht, kann man den Unterschied zwischen feinen Kabeln und Schwerlastkabeln erkennen. Auch ein Unterschied zwischen den Isolierungen, die für die verschiedenen Kabeltypen verwendet werden, ist sichtbar.&lt;br /&gt;
Verwendung der recycelten Materialien:&lt;br /&gt;
Kupfer und Aluminium werden für die Herstellung neuer Kabel und anderer elektrischer Komponenten verwendet.&lt;br /&gt;
Die Polymere werden bei der Herstellung von Kunststoffprodukten verwendet, um den Bedarf an neuen Kunststoffen zu verringern.  Der angestrebte Reinheitsgrad für Aluminium und Kupfer liegt bei über 95%.  &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Übergeordneter Stoffstrom&#039;&#039;&#039; ||Kunststoffe, Metall&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Herkunft&#039;&#039;&#039; ||ELDAN Recycling&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Jahr&#039;&#039;&#039; ||2024&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Lebenszyklusabschnitt&#039;&#039;&#039; ||Recycling&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Komponenten&#039;&#039;&#039; ||gemischte Kunststoffe, Aluminium und Kupfer geschreddert &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Angaben zur Rezyklierbarkeit&#039;&#039;&#039; ||&lt;br /&gt;
Der Recyclingprozess besteht im Allgemeinen aus: Sammlung, Sortierung mit RGB+NIR-Sortierern, Zerkleinerung, Granulierung, Trennung (mechanisch, Dichte und elektrostatisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Abtrennung gehen die verschiedenen Materialien in ihre jeweilige Aufbereitungsroute.&lt;br /&gt;
[[Kupfer]]: Schmelzen und Raffinierung, anschließend Gießen&lt;br /&gt;
[[Aluminium]]: Schmelzen und Gießen &lt;br /&gt;
[[Kunststoffe]]: Kunststoffrecycling &lt;br /&gt;
Alle Endprodukte werden einer regelmäßigen Qualitätskontrolle unterzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Kabel-Recycling-Proben&amp;diff=4446</id>
		<title>Kabel-Recycling-Proben</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Kabel-Recycling-Proben&amp;diff=4446"/>
		<updated>2024-08-29T06:20:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:DATEINAME.gif|center|Probendarstellung: Kabel-Recycling-Proben]] &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot; &lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probenbeschreibung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probennummer&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | 4-08-089 &lt;br /&gt;
| colspan = &amp;quot;2&amp;quot; rowspan = &amp;quot;8&amp;quot; |Proben verschiedener Materialströme aus einer Kabelrecyclinganlage von ELDAN Recycling. Wenn man sich die Proben ansieht, kann man den Unterschied zwischen feinen Kabeln und Schwerlastkabeln erkennen. Auch ein Unterschied zwischen den Isolierungen, die für die verschiedenen Kabeltypen verwendet werden, ist sichtbar.&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Übergeordneter Stoffstrom&#039;&#039;&#039; ||Kunststoffe, Metall&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Herkunft&#039;&#039;&#039; ||ELDAN Recycling&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Jahr&#039;&#039;&#039; ||2024&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Lebenszyklusabschnitt&#039;&#039;&#039; ||Recycling&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Komponenten&#039;&#039;&#039; ||gemischte Kunststoffe, Aluminium und Kupfer geschreddert &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Angaben zur Rezyklierbarkeit&#039;&#039;&#039; ||&lt;br /&gt;
Der Recyclingprozess besteht im Allgemeinen aus: Sammlung, Sortierung mit RGB+NIR-Sortierern, Zerkleinerung, Granulierung, Trennung (mechanisch, Dichte und elektrostatisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Abtrennung gehen die verschiedenen Materialien in ihre jeweilige Aufbereitungsroute.&lt;br /&gt;
[[Kupfer]]: Schmelzen und Raffinierung, anschließend Gießen&lt;br /&gt;
[[Aluminium]]: Schmelzen und Gießen &lt;br /&gt;
[[Kunststoffe]]: Kunststoffrecycling &lt;br /&gt;
Alle Endprodukte werden einer regelmäßigen Qualitätskontrolle unterzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verwendung der recycelten Materialien:&lt;br /&gt;
Kupfer und Aluminium werden für die Herstellung neuer Kabel und anderer elektrischer Komponenten verwendet.&lt;br /&gt;
Die Polymere werden bei der Herstellung von Kunststoffprodukten verwendet, um den Bedarf an neuen Kunststoffen zu verringern.  Der angestrebte Reinheitsgrad für Aluminium und Kupfer liegt bei über 95%.  &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Eisen_und_Stahl&amp;diff=4289</id>
		<title>Eisen und Stahl</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Eisen_und_Stahl&amp;diff=4289"/>
		<updated>2024-06-03T20:22:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: /* Literaturverzeichnis */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;imagemap&amp;gt;&lt;br /&gt;
    File:Abbildung_Kreislauf.png|class=cd_imagemap|&lt;br /&gt;
    circle 358 103 94 [[#Primärrohstoffe und Grundstoffe|Primärrohstoffe und Grundstoffe]]&lt;br /&gt;
    circle 612 351 88 [[Kunststoffe#Produktion|Produktion]]&lt;br /&gt;
    circle 359 606 89 [[#Nutzung|Nutzung]]&lt;br /&gt;
    circle 100 353 91 [[#Recyclingrohstoff|Recyclingrohstoff]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/imagemap&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RS-Prim blaudunkel RGB Linie.png|class=headericons]] &lt;br /&gt;
== Primärrohstoffe und Grundstoffe ==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Für die Herstellung von Werkstoffen aus Eisen und Stahl wird vor allem Eisenerz benötigt  &amp;lt;ref name =&amp;quot;Schatzwert&amp;quot;/&amp;gt;. Rund 80 % des weltweit abgebauten Eisenerzes stammen aus Australien, China, Brasilien und Indien. Weltweit wurden im Jahr 2020 2,4 Mrd. Tonnen Eisenerz gewonnen. Allein in Australien wurden 2020 900 Mio. Tonnen Eisenerz gefördert, gefolgt von China mit 351 Mio. Tonnen, Brasilien mit 400 Mio. Tonnen und Indien mit 230 Mio. Tonnen (vgl. Abbildung 1). &amp;lt;ref name = &amp;quot;WorldMiningData&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=1000px heights=1000px  mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:MinenproduktionEisenerzWeltkarte.png|Abbildung 1: Anteil an der weltweiten Minenproduktion von Eisenerz 2020 &amp;lt;ref name = &amp;quot;WorldMiningData&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eisen liegt in der Natur nicht in Reinform vor. Abgebaut werden beispielsweise Magnetit (Eisengehalt bis zu 73 %), Hämatit (Eisengehalt bis zu 70 %) oder Siderit (Eisengehalt bis zu 50 %)  &amp;lt;ref name = &amp;quot;Schatzwert&amp;quot;/&amp;gt;. Das am häufigsten vorkommende Eisenerz Hämatit ist vor allem in Schweden, Brasilien, dem Ural, den USA, Elba und dem Lahn-Dill-Gebiet zu finden&amp;lt;ref name = &amp;quot;StadtmuseumWeilburg&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Produktion blaumedium RGB Linie.png|class=headericons]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Produktion ==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Bei der Produktion von Stahl aus Eisenerz ist China führend. China produzierte im Jahr 2020 rund 996,3 Mio. Tonnen Stahl, gefolgt von Indien mit 111,4 Mio. Tonnen und Japan mit 99,3 Mio. Tonnen &amp;lt;ref name = &amp;quot;SteelYearbook2020&amp;quot;/&amp;gt; (vgl. Abbildung 2). Deutschland steht mit 39,6 Mio. Tonnen produziertem Stahl im Jahr 2020 an siebter Stelle &amp;lt;ref name = &amp;quot;SteelYearbook2020&amp;quot;/&amp;gt;. Die jährliche Rohstahlproduktion in Deutschland lag von 2010 bis 2018 konstant bei etwa 40 bis 45 Mio. Tonnen produziertem Stahl pro Jahr. Seit 2019 sinkt die deutsche Stahlproduktion. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Produktion werden Eisenerz, Zuschlagsstoffe, Legierungsmittel und Stahlschrott über Reduktionsmittel zu Stahl verarbeitet &amp;lt;ref name = &amp;quot;RVR_Eisen&amp;quot;/&amp;gt;. Als Reduktionsmittel werden Kokskohle, Einblaskohle, Öl, Erdgas und Sauerstoff eingesetzt &amp;lt;ref name = &amp;quot;RVR_Eisen&amp;quot;/&amp;gt;. Die Prozessierung von Eisenerzen zu Roheisen geschieht über eine Reduktion im Hochofen &amp;lt;ref name = &amp;quot;ProduktionundEnergieStahl&amp;quot;/&amp;gt; . Das hier entstehende Roheisen wird im Sauerstoffblaskonverter zu Stahl verarbeitet. In Elektrolichtbogenöfen wird Stahlschrott wieder zu neuem Stahl eingeschmolzen &amp;lt;ref name = &amp;quot;ProduktionundEnergieStahl&amp;quot;/&amp;gt;. Diese und weitere Verfahren zur Stahlproduktion werden im Folgenden dargestellt (vgl. Abbildung 6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rohstahlproduktion Deutschland 2008-2022.png|thumb|600px|Abbildung 2: Rohstahlproduktion in Deutschland &amp;lt;ref name = &amp;quot;Rohstahlproduktion_Deutschland&amp;quot;/&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wichtigste Länder weltweit nach Rohstahlproduktion 2021.png|thumb|600px|Abbildung 3: Wichtigste Länder weltweit nach Rohstahlproduktion 2021 in Mio. Tonnen &amp;lt;ref name = &amp;quot;StahlproduktionLänder&amp;quot;/&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Größte Stahlproduzenten weltweit 2021.png|thumb|600px|Abbildung 4: Größte Stahlproduzenten weltweit nach Produktionsmenge im Jahr 2021 in Mio. Tonnen &amp;lt;ref name = &amp;quot;Stahlproduzenten&amp;quot;/&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Abbildung noch austauschen:[[Datei:StahlproduktionsverfahrenDeutschland.png|thumb|500px|Abbildung 5: Anteil der verschiedenen Stahlproduktionverfahren an der Gesamtproduktion in Deutschland seit 1950 &amp;lt;ref name = &amp;quot;Stahlerzeugung_Deutschland&amp;quot;/&amp;gt;]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Schritt wird das Eisenerz in Sinteranlagen für den Hochofenprozess vorbereitet, indem verschiedene Erzkörner vermengt und durch An- und Verschmelzen zu Pellets zusammengeführt werden. Die Pellets sollen dabei mechanisch belastbar sein, um die Stabilität des aufgehäuften Materials im Hochofen zu gewährleisten. &amp;lt;ref name = &amp;quot;ProduktionundEnergieStahl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hochofen wird von oben über eine Gicht abwechselnd mit Eisenpellets, Stückerz und Koks, sowie mit Zuschlägen (u.a. Kalk) befüllt &amp;lt;ref name = &amp;quot;RVR_Eisen&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;ProduktionundEnergieStahl&amp;quot;/&amp;gt;. Das Gemisch aus Eisenerz, Koks und Zuschlägen wird als Möller bezeichnet &amp;lt;ref name = &amp;quot;Mineralienatlas&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hochofen wird von unten im Gegenstromverfahren mit heißer, sauerstoffreicher Luft, dem sogenannten Heißwind, durchblasen. Der Möller sinkt derweil den Hochofen herab, wo eine Temperatur von über 2000 °C erreicht werden kann. Der Kohlenstoff des Kokses reagiert bei diesen Temperaturen mit dem Sauerstoff des Heißwindes zu Kohlenmonoxid, welches im Möller enthaltene Metalloxide reduziert. Es bilden sich eine Schlackephase mit den Begleitelementen des Eisenerzes in Form von Metalloxiden und eine Eisenphase, die sich aufgrund ihres Dichteunterschieds am Boden des Hochofens trennen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;ProduktionundEnergieStahl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Sauerstoffblasverfahren &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Beim Sauerstoffblasverfahren im Konverter, auch LD-Verfahren oder Oxygenstahl-Verfahren genannt, wird flüssiges Roheisen in einen kippbaren Konverter gegeben. Es können bis zu 20 % Stahlschrott hinzugegeben werden. Hauptziel des Prozesses ist die Reduktion des Kohlenstoffanteils im Roheisen. Über eine Lanze wird Sauerstoff in das System geblasen und es wird Kalk zur Erzeugung einer Schlackephase zugeschlagen. Eine Oxidationsreaktion führt zur Ausbildung von Eisenoxiden, Kohlenstoffoxiden (CO und CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;) und Oxidation der Begleitstoffe (Silizium, Mangan, Phosphor, etc.) bei einer Temperatur von 2500-3000 °C am Brennfleck sowie zur Durchmischung des Metallbades. Das gebildete Gas entweicht aus dem Prozess. Das oxidierte Eisen (FeO) reagiert mit oxidierbaren Beimengungen und Eisen (Fe) fällt aus. Es bildet sich eine Schlacke aus Oxiden und Kalk. Durch die Reaktion wird die Temperatur des Roheisens von 1300 °C auf die Stahlschmelztemperatur von 1600 °C erhöht, sodass der zugegebene feste Eisenschrott geschmolzen wird. Weiterhin kann Eisenschrott zu Kühlzwecken nachträglich zugeschlagen werden. Anschließend werden Stahl und Schlacke abgegossen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;ProduktionundEnergieStahl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Martens&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Elektrolichtbogen-Verfahren&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Beim Elektrolichtbogen-Verfahren wird Elektroenergie zu Wärmeenergie umgewandelt. Dabei kann bis zu 100 % Schrott eingesetzt werden, um Stahl herzustellen. In den Ofengefäßen befinden sich drei Graphitelektroden. Zunächst wird Schrott eingeschmolzen, um anschließend Zuschläge (Kalk und Flussspat) hinzuzugeben. Es folgt eine Begasung mit Sauerstoff für einen Frischprozess, bei welchem oxidierbare Verunreinigungen verschlackt werden und anschließend eine Reduktionsphase zum Sauerstoff- und Schwefelabbau. Bei Bedarf kann ein Legierungselement zugegeben werden. Wertvolle Legierungen werden beim Elektrolichtbogen-Verfahren weniger verschlackt als beim Sauerstoffaufblaskonverter. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Martens&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Direktreduktion&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Eine energiesparende, aber auch weniger produktive Alternative zu den Standardverfahren, bietet die Direktreduktion. Hierbei wird ein Schachtofen mit Stückerz und Pellets gefüllt und mit Kohlenmonoxid und Wasserstoff begast&amp;lt;ref name = &amp;quot;TecScience&amp;quot;/&amp;gt;. Alternative Verfahren nutzen Drehrohr- oder Wirbelschichtöfen &amp;lt;ref name = &amp;quot;VDEH&amp;quot;/&amp;gt; . Es kommt zur Reduktion der Eisenoxide, wodurch der enthaltene Sauerstoff aus dem Eisenerz herausgelöst und somit Eisen, Kohlenstoffdioxid und Wasser gebildet und ein sogenannter Eisenschwamm entsteht&amp;lt;ref name = &amp;quot;TecScience&amp;quot;/&amp;gt;. Anschließend wird der Eisenschwamm abgekühlt, um Rückoxidationen zu vermeiden. Verunreinigungen werden anschließend durch ein Elektrostahlverfahren entfernt, wobei der eigentliche Rohstahl aus dem Eisenschwamm entsteht&amp;lt;ref name = &amp;quot;TecScience&amp;quot;/&amp;gt;. Der Eisenschwamm kann im Elektrostahlverfahren gemeinsam mit Stahlschrott zu Stahl verarbeitet werden &amp;lt;ref name = &amp;quot;BVSE_Verwertung&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schmelzreduktion&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Die Schmelzreduktion, auch Corex-Prozess genannt, bietet ebenfalls eine alternative Verfahrensweise zur Stahlproduktion. In einer Vorreduktion werden Stückerz und Pellets im Gegenstromverfahren mit einem Reduktionsgas auf ca. 90 % mineralisiert, wodurch ein Eisenschwamm entsteht. Anschließend werden die Komponenten im Einschmelzvergaser eingeschmolzen und vollständig reduziert. Es werden eine Schlacke und Metallphase gebildet. Die Metallphase kann anschließend im Sauerstoff-Konverter zu Stahl prozessiert werden. &amp;lt;ref name = &amp;quot;HBrauer&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seit den 2000er Jahren wird ca. ein Drittel des Stahls mittels Elektrostahlverfahren und zwei Drittel über das Oxygenstahlverfahren hergestellt (vgl. Abbildung 5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stahlproduktion besaß im Jahr 2015 einen Gesamtenergieverbrauch von 166,8 TWh. Dieser verteilt sich auf den Kohleverbrauch mit 133 TWh/a, Stromverbrauch mit 25,3 TWh/a und Erdgasverbrauch mit 20,9 TWh/a. Insgesamt wurden für die Herstellung von Stahl im Jahr 2015 59 Mt CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; Äquivalente emittiert. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Schlemme&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=700px heights=500px  mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:Prozesse der Stahlherstellung.png|Abbildung 6: verschiedene Prozesse der Stahlherstellung&amp;lt;ref name = &amp;quot;VDEH&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nutzung grünmai RGB Linie.png|class=headericons]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Stahl als Werkstoff zeichnet sich durch seine gute Verformbarkeit, Wärmeleitfähigkeit und Strapazierfähigkeit aus. Er besitzt eine hohe Zugfestigkeit und Fließgrenze. Rostfreier Stahl hat eine hohe Korrosionsbeständigkeit. Als Stahl wird dabei eine Legierung aus Eisen mit maximal 2 % Kohlenstoff und verschiedenen anderen Elementen wie Mangan, Phosphor, Schwefel, Chrom oder Nickel bezeichnet (vgl. Tabelle 1). &amp;lt;ref name = &amp;quot;TotalMateria&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Preis für eine Tonne Stahl lag im September 2020 bei ca. 214 € &amp;lt;ref name = &amp;quot;WS-Stahl&amp;quot;/&amp;gt;. Stahlwerkstoffe werden nach ihrer chemischen Zusammensetzung oder nach Hauptgüteklassen eingeteilt (vgl. Tabelle 2). Die Einteilung nach der chemischen Zusammensetzung von Stahl unterscheidet unlegierte, nichtrostende und andere legierte Stähle. Ein Stahl gilt als legiert, wenn er einen bestimmten prozentualen Massenanteil anderer Elemente besitzt. Die Grenzwerte für die verschiedenen Legierungselemente sind Tabelle 1 zu entnehmen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;DINSTahlbezeichnung&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Tabelle 1: Masseanteile verschiedener Elemente von legiertem Stahl &amp;lt;ref name = &amp;quot;DINSTahlbezeichnung&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Element !! Massenanteil in % !! Element !! Massenanteil in %&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Al || 0,30 || Ni || 0,30&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| B || 0,0008 || Pb || 0,40&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Bi || 0,10 || Se || 0,10&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Co || 0,30 || Si || 0,60&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Cr || 0,30 || Te || 0,10&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Cu || 0,40 || Ti || 0,05&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| La || 0,10 || V || 0,10&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Mn || 1,65 || W || 0,30&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Mo || 0,08 || Zr || 0,05&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Nb || 0,06 || sonstige || 0,10&lt;br /&gt;
|}Nichtrostende Stähle besitzen einen Massenanteil von mind. 10,5 % Chrom und max. 1,2 % Kohlenstoff. Bei der Einteilung nach Güteklassen werden unlegierte Qualitäts- und Edelstähle, legierte Qualitäts- und Edelstähle sowie nichtrostende Stähle unterschieden. Unlegierte Qualitätsstähle erfüllen festgelegte Anforderungen an Zähigkeit, Korngröße und Umformbarkeit. Beispiele sind unlegierte Baustähle, Einsatzstähle, Vergütungsstähle und schweißgeeignete Feinkornbaustähle. Grundstähle zählen ebenfalls zu den unlegierten Qualitätsstählen. Eine Wärmebehandlung des Stahls ist in der Regel nicht vorgesehen. Unlegierte Edelstähle umfassen Stähle für den Stahlbau, Einsatzstähle, Vergütungsstähle, Federstähle und Werkzeugstähle. Sie werden zum Vergüten und zum Härten von Oberflächen eingesetzt. An sie werden höhere Anforderungen bezüglich des Reinheitsgrades und der genauen Einstellung der chemischen Zusammensetzung gestellt als an Qualitätsstähle. Der Gehalt an Phosphor und Schwefel darf einen Massengehalt von 0,002 % nicht übersteigen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;DINSTahlbezeichnung&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Tabelle 2: Güteklassen nach DIN 17600&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Güteklasse !! Kurzbeschreibung !! Anwendungen&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Unlegierte Qualitätsstähle || Festgelegte Anforderungen an Zähigkeit, Korngröße und Umformbarkeit || Unlegierte Baustähle, Einsatzstähle, Vergütungsstähle, Schweißgeeignete Feinkornbaustähle&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Unlegierte Edelstähle || Höherer Reinheitsgrad als unlegierte Qualitätsstähle || Stahlbau, Einsatzstähle, Vergütungsstähle, Federstähle, Werkzeugstähle&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Legierte Qualitätsstähle || Besondere Anforderungen an Zähigkeit, Korngröße und Umformbarkeit || Stahlbau, Schweißgeeignete Feinkornbaustähle, Schienen- und Spundbohlen, Warm- oder kaltgewalzte Flacherzeugnisse&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Legierte Edelstähle || Genaue Einstellung der chemischen Zusammensetzung, optimierte Eigenschaften || Maschinenbau, Druckbehälter, Wälzlager, Werkzeugstähle, Warmfeste Stähle&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Nichtrostende Stähle || Genauste Anforderung an Chrom- und Kohlenstoffgehalt || Stähle mit den Anforderungen: korrosionsbeständig, hitzebeständig oder warmfest&lt;br /&gt;
|}Legierte Qualitätsstähle erfüllen besondere Anforderungen an Zähigkeit, Korngröße und Umformbarkeit. Sie werden beispielsweise im Stahlbau, für Schienen und Spundbohlen oder für warm- oder kaltgewalzte Flacherzeugnisse eingesetzt. Schweißgeeignete Feinkornbaustähle sind ein Beispiel für legierte Qualitätsstähle. Legierte Edelstähle zeichnen sich durch eine genauere Einstellung der chemischen Zusammensetzung und verbesserte Eigenschaften durch besondere Herstellungs- und Prüfbedingungen aus. Beispiele für legierte Qualitätsstähle sind Maschinenbaustähle, Stähle für Druckbehälter, Wälzlagerstähle, Werkzeugstähle und warmfeste Stähle. Schweißgeeignete legierte Feinkornbaustähle zählen zu den Edelstählen, wenn sie eine vorgegebenen Massenanteil an bestimmten Elementen besitzen (vgl. Tabelle 3). &amp;lt;ref name = &amp;quot;DINSTahlbezeichnung&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Tabelle 3: Grenzwerte für Masseanteile verschiedener Elemente in Edelstählen &amp;lt;ref name = &amp;quot;DINSTahlbezeichnung&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Element !! Massenanteil in %&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Cr || 0,50&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Cu || 0,50&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Mn || 1,80&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Mo || 0,10&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Nb || 0,08&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Ni || 0,50&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Ti || 0,12&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| V || 0,12&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Zr || 0,12&lt;br /&gt;
|}Nicht rostende Stähle werden weiter nach ihrem Nickelgehalt, über oder unterhalb von 2,5 %, sowie nach ihren Haupteigenschaften „Korrosionsbeständigkeit“, „Hitzebeständigkeit“ und „Warmfestigkeit“ unterteilt. &amp;lt;ref name = &amp;quot;DINSTahlbezeichnung&amp;quot;/&amp;gt;Die Einsatzmöglichkeiten für Stahl sind vielfältig. In Deutschland werden 35 % des verwendeten Stahls in der Bauwirtschaft und 11 % im Maschinenbau eingesetzt. Der Anteil des verbrauchten Stahls für Automobile ist in Deutschland mit 26 % vergleichsweise hoch. Metallwaren machen 12 % des Stahleinsatzes aus, für Rohre werden 9 % und für Haushaltsgegenstände 2 % des Stahls eingesetzt. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Rohstahlproduktion_Deutschland&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=600px heights=400px  mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:Verwendung Stahl.png|600px|Abbildung 7: Anteil am Stahlbedarf in Deutschland 2020 &amp;lt;ref name = &amp;quot;Rohstahlproduktion_Deutschland&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RS-Sek blaudunkel RGB Linie.png|class=headericons]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Recyclingrohstoff ==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Stahlabfälle werden in Eigenschrott, Neuschrott und Altschrott unterteilt. In Deutschland werden Neuschrott und Altschrott etwa Verhältnis von 2:3 eingesetzt und im Verhältnis 1:1 recycelt. Stahlschrotte werden an Anfallstellen (Industrie, Gewerbe, Kommune, Haushalte) gesammelt und vom Handel entgegengenommen. Der Eigenschrott wird meist in den Stahlwerken und Gießereien direkt wieder eingesetzt. &amp;lt;ref name = &amp;quot;BVSE_Sammlung&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e. V. (BDSV) und die Wirtschaftsvereinigung Stahl (WV Stahl) wurde im Jahr 2010 eine Stahlschrottsortenliste für unlegierte Kohlenstoff-Stahlschrottsorten erstellt&amp;lt;ref name = &amp;quot;VivisRohstoffeRecyclingBand7&amp;quot;/&amp;gt;. Diese wird durch die Europäische Stahlschrottsortenliste ergänzt&amp;lt;ref name = &amp;quot;VivisRohstoffeRecyclingBand7&amp;quot;/&amp;gt;. An den Schrott werden nach dieser Liste verschiedene Bedingungen bezüglich der Sicherheit, Reinheit und der Begleitstoffe gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezüglich der Sicherheitsaspekte muss gewährleistet werden, dass sich in der Schrottsammlung keine Behälter befinden dürfen, welche geschlossen sind, keine ausreichende Öffnung besitzen oder unter Druck stehen und dadurch ein Explosionsrisiko darstellen. Weiterhin dürfen sich unter dem Schrott keine gefährlichen, brennbaren, explosionsgefährdenden oder radioaktiven Materialien befinden. &lt;br /&gt;
Der Stahl sollte für eine ausreichende Reinheit von nicht eisenhaltigen Metallen und nicht metallischen Stoffen (z.B. Erde, Eisenoxid, Isolierung), brennbaren, nicht metallischen Materialien (z.B. Gummi, Plastik, Holz, Öl) und größeren, nicht elektrizitätsleitenden Teilen (z.B. Reifen, Holz, Beton) weitestgehend frei sein. Weiterhin sollte der Schrott von Abfällen und Nebenprodukten aus der Stahlschmelze, dem Erhitzen, dem Zurichten, Schleifen und Sägen, sowie von Begleitelementen wie Kupfer, Zinn, Blei und Legierungen mit Chrom, Nickel und Molybdän befreit sein. Eine Mischung verschiedener Stahlsorten ist nur nach vorherigen Vereinbarungen zulässig. &amp;lt;ref name = &amp;quot;EU_Stahlschrottsortenliste&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europäische Stahlschrottsortenliste unterschiedet nach Altschrott, Neuschrott, Shredderschrott, Stahlspäne, leicht legiertem Schrott mit hohem Gehalt an Begleitelementen, Schrott mit hohem Reststoffanteil, und geschreddertem Schrott aus der Abfallverbrennung. Neuschrotte und Shredderstahlschrotte erzielen die höchsten Verkaufspreise (vgl. Tablle 4). &amp;lt;ref name = &amp;quot;EU_Stahlschrottsortenliste&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Tabelle 4: Stahlschrottpreise Juni 2021 &amp;lt;ref name = &amp;quot;BDSVPreiseStahl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Sorte !! Preis in €/Tonne&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Stahlaltschrott || 375,5&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Stahlneuschrott || 430,4&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Schwerer Stahlaltschrott || 416,0&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Shredderstahlaltschrott || 426,5&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Stahlspäne || 361,0&lt;br /&gt;
|}Die Sammelrate von Stahl in der Baubranche liegt derzeit bei rund 97 %&amp;lt;ref name = &amp;quot;FaktenStahlindustrie2020&amp;quot;/&amp;gt;. Der gesamte gesammelte Stahl wird laut der Wirtschaftsvereinigung Stahl dem Recycling zugeführt &amp;lt;ref name = &amp;quot;FaktenStahlindustrie2020&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;gallery widths=700px heights=500px  mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:Stoffstrom Eisen und Stahl in Deutschland aktuell.png|Abbildung 8: Stoffströme Stahl und Fe-Guss in Deutschland 2013 &amp;lt;ref name = &amp;quot;UBA_Sekundärrohstoffwirtschaft&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt; &#039;&#039;&#039; Aufbereitung von Schrotten &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Stahl kann grundsätzlich aus allen Anwendungen recycelt werden. Es ist möglich, Stahl beliebig oft einzuschmelzen und neu zu verwenden. Dabei können durch Legierungen und weitere Behandlungen Anpassungen an neue Anwendungsbereiche vorgenommen werden. &amp;lt;ref name = &amp;quot;RivaStahl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Schematischer Ablauf Stahlrecycling aktuell.png|thumb|600px|Abbildung 9: Schematische Darstellung der Aufbereitung und Wiederverwendung von Stahlschrott &amp;lt;ref name = &amp;quot;RivaStahl&amp;quot;/&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
:Der Einsatz von Stahlschrott wird durch das Remelting, also das erneute Einschmelzen von Stahlschrott in den bereits beschriebenen Sauerstoffblasverfahren und im Elektrobogenverfahren ermöglicht. Die Sortierung und Aufbereitung von Stahlschrott geschieht über eine Kombination aus verschiedenen Verfahrensschritten. Zunächst geschehen eine Sortierung und Vorbereitung oder eine physikalische Trennung durch manuelle Sortierung durch den Menschen. Optische Emissionsspektrometer oder laserinduzierte Plasmaspektroskopien könne zur Hilfe genommen werden. In diesem Schritt werden nicht metallische Produkte und verschiedene Anhaftungen, sowie wertvolle und wiederverwertbare Stoffe können durch diesen Verfahrensschritt entfernt werden. Während der Zerkleinerung wird großformatigerer Schrott durch Scheren durch hydraulische Guillotinen zum Transport und zur Beschickung in Stücke geschnitten. Durch Ballenpressen und Brikettierungen wird die Dichte des Schrotts vor der Beschickung des Ofens erhöht. Für das Schreddern und die Fragmentierung größerer Objekte in passende Stücke wird eine Hammermühle eingesetzt. Eine magnetische Trennung geschieht über Band- und Trommel-Permanentmagnete oder Elektromagnete. Hier werden eisenhaltige Schrotte von nichteisenhaltigen Schrotten getrennt. Über Funken-, magnetische, chemische und spektroskopische Prüfungen werden Stahllegierungen getrennt und klassifiziert. Thermische Methoden wie Verdampfer und Verbrennungsanlagen können Beschichtungen mit Zink, Zinn, Brennstoffen, Ölen, Fetten, Farben, Schmiermitteln und Klebstoffen entfernen. Dabei werden jeweils spezifische Kombinationen auf den genannten Verfahren eingesetzt, um den Schrott anforderungsgemäß zu behandeln. (Wirbelstromscheider, Abscheidung schwerer Medien weggelassen) &amp;lt;ref name = &amp;quot;FraunhoferStahlschrott2016&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Einsatz von Schrotten und Vorteile des Stahlrecyclings &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Momentan kann der Bedarf an Stahlerzeugnissen nicht durch das Aufkommen an Stahlschrott gedeckt werden. Weltweit wurden 2005 33% des Stahls durch Elektrolichtbogenöfen hergestellt, welche vor allem zum Einschmelzen von Stahlschrott verwendet wird. Bis 2015 sank der Anteil auf 25,1%. Der Rückgang ist vor Allem der steigenden Produktion in China zuzuschreiben. In China wurden 2015 ca. 50% des weltweiten Stahls produziert, wovon lediglich 6,1% aus Recycling-Öfen stammten. &amp;lt;ref name = &amp;quot;BVSE_Verwertung&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
:In Deutschland wurden 2019 etwa 44,6% des Stahls durch sekundäre Rohstoffe gewonnen. Damit liegt der Einsatz von Sekundärmaterial von Stahl leicht über dem von Kupfer allerdings wesentlich niedriger als der von Aluminium. Die verhältnisse sind in Abbildung 10 dargestellt. &amp;lt;ref name = &amp;quot;AnteilSekRohstoffe&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=500px heights=300px  mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:Anteil Sek Rohstoff Alu Kupfer Stahl.png|Abbildung 10: Anteil sekundärer Rohstoffe an der Produktion von Kupfer, Aluminium und Rohstahl in Deutschland im Jahr 2019&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Beim Rezyklieren von einer Tonne Stahlschrott können 1,4 Tonnen Eisenerz, 0,6 Tonnen Kohle, 55 kg Kalk, 1,35 Tonnen CO_2-Äauivalente und 13,4 GJ Primärenergie eingespart werden. Prozentual bedeutet dies eine Einsparung von 77% CO_2-Emissionen, 75% Energie, 90% Rohstoffe, 40% Wasser, 76% Wasserverunreinigung und 86% Luftverunreinigung. Bei Edelstahl können Einsparungen von ca. 4,5 Tonnen pro Tonne Edelstahlschrott verzeichnet werden, da enthaltene Legierungen mit Nickel, Chrom und Molybdän mit hohem Treibhaus und Energieaufwand einher gehen. Allein in Deutschland können pro Jahr 17 Mio. Tonnen CO_2-Äquivalent durch Stahl-Recycling vermieden werden. &amp;lt;ref name = &amp;quot;FraunhoferStahlschrott2016&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Tabelle 5: Einsparungen durch den Einsatz von Sekundärmaterial bei der Stahlherstellung&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Ressource !! Einsparungen in %&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| CO2 - Emissionen || 77%&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Energie || 75%&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Rohstoffe || 90%&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Wasser || 40%&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Wasserverunreinigungen || 76%&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Luftverunreinigungen || 86%&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&#039;&#039;&#039; Beispiele für Schrottqualitäten &#039;&#039;&#039;&amp;lt;gallery widths=400px mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:LeichterAltschrott.png|Leichter Altschrott: Material aus Abbruch und Industrie, gebrauchte und funktionsunfähige Ware; unter 6 mm Stärke &amp;lt;ref name = &amp;quot;RobertJager&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:LeichterStahlneuschrott.png|Pakete: Leichter Stahlneuschrott, unter 3mm Stärke, verdichtet oder in Form von festen Paketen &amp;lt;ref name = &amp;quot;RobertJager&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stahlspäne.png|Stahlspäne: Homogene oder gemischte Lose von Kohlenstoffstahlspänen, frei von zu hohem Anteil wolliger Späne, frei von jeglicher Verunreinigung wie NE-Metalle, Zunder, Schleifstaub und stark oxydierten Spänen oder Stoffen der chemischen Industrie &amp;lt;ref name = &amp;quot;RobertJager&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name = &amp;quot;Schatzwert&amp;quot;&amp;gt; Schatzwert.de: Eisenerze (online). Online verfügbar unter: https://www.schatzwert.de/metalle/eisen/eisenerze/, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name=&amp;quot;WorldMiningData&amp;quot;&amp;gt; US Geological Survey (2021): MINERAL COMMODITY SUMMARIES 2021. Online verfügbar unter: https://pubs.usgs.gov/periodicals/mcs2021/mcs2021.pdf, zuletzt geprüft am 28.10.21. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;StadtmuseumWeilburg&amp;quot;&amp;gt; Bergbau- und Stadtmuseum - Weilburg an der Lahn: Eisen / Eisenerz (online). Online verfügbar unter: &lt;br /&gt;
 http://www.museum-weilburg.de/texte/seite.php?id=107886, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;SteelYearbook2020&amp;quot;&amp;gt; Worldsteel Association: Steel Statistical Yearbook 2020 concise version. Online verfügbar unter: https://www.worldsteel.org/en/dam/jcr:5001dac8-0083-46f3-aadd-35aa357acbcc/Steel%2520Statistical%2520Yearbook%25202020%2520%2528concise%2520version%2529.pdf, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;RVR_Eisen&amp;quot;&amp;gt; Regionalverbund Ruhr (2010): Wie aus Eisenerz Roheisen wird (online). Online verfügbar unter: http://www.ruhrgebiet-regionalkunde.de/html/grundlagen_und_anfaenge/eisen_und_stahl/roheisenherstellung.php%3Fp=3,3.html, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;ProduktionundEnergieStahl&amp;quot;&amp;gt; Bartusch, H.; Alcalde, A.; Fröhling, M.; Schultemann, F.; Schwaderer, F. (2013): Erhöhung der Energie- und Ressourceneffizient und Reduzierung der Treibhausgasemissionen in der Eisen-, Stahl- und Zinkindustrie (ERESTRE): Band 2 Produktion und Energie. Karlsruhe. Online verfügbar unter: https://publikationen.bibliothek.kit.edu/1000028247, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;StahlproduktionLänder&amp;quot;&amp;gt; Statista (2021): Rohstahlproduktion nach Ländern weltweit 2020. Online verfügbar unter: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/311503/umfrage/wichtigste-laender-nach-rohstahlproduktion/, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;Stahlproduzenten&amp;quot;&amp;gt; Statista (2021): Größte Stahlproduzenten weltweit nach Produktionsmenge 2020. Online verfügbar unter: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/180811/umfrage/die-groessten-stahlproduzenten-weltweit-nach-produzierter-menge/, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;Mineralienatlas&amp;quot;&amp;gt; S. Schorn: Mineralienatlas - Möller (online). Online verfügbar unter: https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/M%C3%B6ller?lang=de, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;Martens&amp;quot;&amp;gt; H. Martens DG. Recyclingtechnik: Fachbuch für Lehre und Praxis. 2. Auflage; 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;TecScience&amp;quot;&amp;gt; A. Höfler: TecSciemce - Direktreduktionsverfahren (online). Online verfügbar unter: https://www.tec-science.com/de/werkstofftechnik/stahl-erzeugung-herstellung/direktreduktionsverfahren/, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;VDEH&amp;quot;&amp;gt; Stahlinstitut VDEh: Roheisen- und Rohstahlerzeugung (online). Online verfügbar unter: https://www.vdeh.de/stahltechnologie/stahlerzeugung/, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;BVSE_Verwertung&amp;quot;&amp;gt; bvse-Fachverband Schrott, E-Schrott und Kfz-Recycling: Metallschrottrecycling, Verwertung (online). Online verfügbar unter: https://www.bvse.de/fachbereiche-schrott-e-schrott-kfz/metallschrott/verwertung.html, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;HBrauer&amp;quot;&amp;gt; H. Brauer (1996): Handbuch des Umweltschutzes und der Umweltschutztechnik: Band 2, Produktions- und produktintegrierter Umweltschutz. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;Schlemme&amp;quot;&amp;gt; J. Schlemme, M. Schimmel, C. Achtelik (2019): Energiewende in der Industrie: Potenziale und Wechselwirkungen mit dem Energiesektor. Branchensteckbrief der Eisen- und Stahlindustrie. Online verfügbar unter: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Downloads/E/energiewende-in-der-industrie-ap2a-branchensteckbrief-stahl.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=4, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;TotalMateria&amp;quot;&amp;gt; Key to Metals AG (2021): Stahleigenschaften (online). Online verfügbar unter: https://www.totalmateria.com/page.aspx?ID=Stahleigenschaften&amp;amp;LN=DE, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;WS-Stahl&amp;quot;&amp;gt; Westfälische Stahlgesellschaft F.W. Krummenerl GmbH &amp;amp; Co. KG: Schrottzuschläge (online). Online verfügbar unter: https://www.ws-stahl.de/service/schrottzuschlaege/, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;DINSTahlbezeichnung&amp;quot;&amp;gt; Gomeringer et al. (2019): Tabellenbuch Metall - Stahlbezeichnungen (Kurzzeichen, alt) nach DIN 17600. 48. Auflage, ISBN 978-3-8085-1728-4. Online verfügbar unter: https://hps.hs-regensburg.de/heh39273/aufsaetze/en10025_1.pdf, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;BVSE_Sammlung&amp;quot;&amp;gt; bvse-Fachverband Schrott, E-Schrott und Kfz-Recycling: Metallschrottrecycling, Beschaffung/Sammlung. Online verfügbar unter: https://www.bvse.de/fachbereiche-schrott-e-schrott-kfz/metallschrott/beschaffung-sammlung.html, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name =&amp;quot;VivisRohstoffeRecyclingBand7&amp;quot;&amp;gt; Thomé-Kozmiensky et al. (2014): Recycling und Rohstoffe: Band 7. Neuruppin; 2014. Online verfügbar unter: https://www.vivis.de/wp-content/uploads/RuR7/2014_RuR_289_308_Biedermann, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;EU_Stahlschrottsortenliste&amp;quot;&amp;gt; bvse-Fachverband Schrott, E-Schrott und Kfz-Recycling: Europäische Stahlschrottsortenliste. Online verfügbar unter: https://www.bvse.de/images/pdf/schott-elektro-kfz/schrottsorten.pdf, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;BDSVPreiseStahl&amp;quot;&amp;gt; BDSV - Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e. V. (2021): Markt und Preise - BDSV Durchschnittspreise in Deutschland in €/t (06/2021). Online verfügbar unter: https://www.bdsv.org/unser-service/markt-preise/, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;FaktenStahlindustrie2020&amp;quot;&amp;gt; Wirtschaftvereinigung Stahl (2020): Fakten zur Stahlindistrie in Deutschland 2020. Online verfügbar unter: https://www.stahl-online.de/wp-content/uploads/WV-Stahl_Fakten-2020_rz_neu_Web1.pdf, zuletzt geprüft am 22.10.21&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;UBA_Sekundärrohstoffwirtschaft&amp;quot;&amp;gt; Steger et al. (2019): Stoffstromorientierte Ermittlung des Beitrags der Sekundärrohstoffwirtschaft zur Schonung von Primärrohstoffen und Steigerung der Ressourcenproduktivität: Abschlussbericht. Online verfügbar unter: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/1410/publikationen/2019-03-27_texte_34-2019_sekundaerrohstoffwirtschaft.pdf, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;RivaStahl&amp;quot;&amp;gt; RIVA Stahl GmbH: Recyclingweltmeister Stahl. Online verfügbar unter: https://www.rivastahl.com/de/corporate_responsibility/recyclingweltmeister_stahl, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;FraunhoferStahlschrott2016&amp;quot;&amp;gt; M. Hiebel, J. Nühlen (2016): Technische, ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Faktoren von Stahlschrott - Zukunft Stahlschrott. Oberhausen. Online verfügbar unter: https://www.umsicht.fraunhofer.de/content/dam/umsicht/de/dokumente/publikationen/2016/stahlrecycling-sichert-stahlproduktion.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;!-- &amp;lt;ref name=&amp;quot;RobertJager&amp;quot;&amp;gt; Robert Jaeger Rohstoffhandelsgesellschaft GmbH (2021): Stahlschrott. Online verfügbar unter: https://www.robert-jaeger-denklingen.de/handel/stahlschrott-2/ (22.10.2021) &amp;lt;/ref&amp;gt; --&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;AnteilSekRohstoffe&amp;quot;&amp;gt; Statista (2020): Metallrecycling - Anteil der Sekundärproduktion nach Metallart in Deutschland 2019. Online verfügbar unter: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/259779/umfrage/recyclinganteil-bei-der-produktion-ausgewaehlter-metalle-in-deutschland/, zuletzt geprüft am 22.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name = &amp;quot;Rohstahlproduktion_Deutschland&amp;quot;&amp;gt; Wirtschaftsvereinigung Stahl (2023): Rohstahlproduktion in Deutschland. online verfügbar unter: https://www.stahl-online.de/startseite/stahl-in-deutschland/konjunkturinformationen/, zuletzt geprüft am 03.07.2023. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- &amp;lt;ref name = &amp;quot;Stahlerzeugung_Deutschland&amp;quot;&amp;gt; Wirtschaftsvereinigung  Stahl (2022): Stahlerzeugung in Deutschland. online verfügbar unter: https://www.stahl-online.de/startseite/stahl-in-deutschland/zahlen-und-fakten/, zuletzt geprüft am 03.08.2023. &amp;lt;/ref&amp;gt; --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Eisen_und_Stahl&amp;diff=4288</id>
		<title>Eisen und Stahl</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Eisen_und_Stahl&amp;diff=4288"/>
		<updated>2024-06-03T20:20:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;imagemap&amp;gt;&lt;br /&gt;
    File:Abbildung_Kreislauf.png|class=cd_imagemap|&lt;br /&gt;
    circle 358 103 94 [[#Primärrohstoffe und Grundstoffe|Primärrohstoffe und Grundstoffe]]&lt;br /&gt;
    circle 612 351 88 [[Kunststoffe#Produktion|Produktion]]&lt;br /&gt;
    circle 359 606 89 [[#Nutzung|Nutzung]]&lt;br /&gt;
    circle 100 353 91 [[#Recyclingrohstoff|Recyclingrohstoff]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/imagemap&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RS-Prim blaudunkel RGB Linie.png|class=headericons]] &lt;br /&gt;
== Primärrohstoffe und Grundstoffe ==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Für die Herstellung von Werkstoffen aus Eisen und Stahl wird vor allem Eisenerz benötigt  &amp;lt;ref name =&amp;quot;Schatzwert&amp;quot;/&amp;gt;. Rund 80 % des weltweit abgebauten Eisenerzes stammen aus Australien, China, Brasilien und Indien. Weltweit wurden im Jahr 2020 2,4 Mrd. Tonnen Eisenerz gewonnen. Allein in Australien wurden 2020 900 Mio. Tonnen Eisenerz gefördert, gefolgt von China mit 351 Mio. Tonnen, Brasilien mit 400 Mio. Tonnen und Indien mit 230 Mio. Tonnen (vgl. Abbildung 1). &amp;lt;ref name = &amp;quot;WorldMiningData&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=1000px heights=1000px  mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:MinenproduktionEisenerzWeltkarte.png|Abbildung 1: Anteil an der weltweiten Minenproduktion von Eisenerz 2020 &amp;lt;ref name = &amp;quot;WorldMiningData&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eisen liegt in der Natur nicht in Reinform vor. Abgebaut werden beispielsweise Magnetit (Eisengehalt bis zu 73 %), Hämatit (Eisengehalt bis zu 70 %) oder Siderit (Eisengehalt bis zu 50 %)  &amp;lt;ref name = &amp;quot;Schatzwert&amp;quot;/&amp;gt;. Das am häufigsten vorkommende Eisenerz Hämatit ist vor allem in Schweden, Brasilien, dem Ural, den USA, Elba und dem Lahn-Dill-Gebiet zu finden&amp;lt;ref name = &amp;quot;StadtmuseumWeilburg&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Produktion blaumedium RGB Linie.png|class=headericons]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Produktion ==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Bei der Produktion von Stahl aus Eisenerz ist China führend. China produzierte im Jahr 2020 rund 996,3 Mio. Tonnen Stahl, gefolgt von Indien mit 111,4 Mio. Tonnen und Japan mit 99,3 Mio. Tonnen &amp;lt;ref name = &amp;quot;SteelYearbook2020&amp;quot;/&amp;gt; (vgl. Abbildung 2). Deutschland steht mit 39,6 Mio. Tonnen produziertem Stahl im Jahr 2020 an siebter Stelle &amp;lt;ref name = &amp;quot;SteelYearbook2020&amp;quot;/&amp;gt;. Die jährliche Rohstahlproduktion in Deutschland lag von 2010 bis 2018 konstant bei etwa 40 bis 45 Mio. Tonnen produziertem Stahl pro Jahr. Seit 2019 sinkt die deutsche Stahlproduktion. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Produktion werden Eisenerz, Zuschlagsstoffe, Legierungsmittel und Stahlschrott über Reduktionsmittel zu Stahl verarbeitet &amp;lt;ref name = &amp;quot;RVR_Eisen&amp;quot;/&amp;gt;. Als Reduktionsmittel werden Kokskohle, Einblaskohle, Öl, Erdgas und Sauerstoff eingesetzt &amp;lt;ref name = &amp;quot;RVR_Eisen&amp;quot;/&amp;gt;. Die Prozessierung von Eisenerzen zu Roheisen geschieht über eine Reduktion im Hochofen &amp;lt;ref name = &amp;quot;ProduktionundEnergieStahl&amp;quot;/&amp;gt; . Das hier entstehende Roheisen wird im Sauerstoffblaskonverter zu Stahl verarbeitet. In Elektrolichtbogenöfen wird Stahlschrott wieder zu neuem Stahl eingeschmolzen &amp;lt;ref name = &amp;quot;ProduktionundEnergieStahl&amp;quot;/&amp;gt;. Diese und weitere Verfahren zur Stahlproduktion werden im Folgenden dargestellt (vgl. Abbildung 6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rohstahlproduktion Deutschland 2008-2022.png|thumb|600px|Abbildung 2: Rohstahlproduktion in Deutschland &amp;lt;ref name = &amp;quot;Rohstahlproduktion_Deutschland&amp;quot;/&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wichtigste Länder weltweit nach Rohstahlproduktion 2021.png|thumb|600px|Abbildung 3: Wichtigste Länder weltweit nach Rohstahlproduktion 2021 in Mio. Tonnen &amp;lt;ref name = &amp;quot;StahlproduktionLänder&amp;quot;/&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Größte Stahlproduzenten weltweit 2021.png|thumb|600px|Abbildung 4: Größte Stahlproduzenten weltweit nach Produktionsmenge im Jahr 2021 in Mio. Tonnen &amp;lt;ref name = &amp;quot;Stahlproduzenten&amp;quot;/&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Abbildung noch austauschen:[[Datei:StahlproduktionsverfahrenDeutschland.png|thumb|500px|Abbildung 5: Anteil der verschiedenen Stahlproduktionverfahren an der Gesamtproduktion in Deutschland seit 1950 &amp;lt;ref name = &amp;quot;Stahlerzeugung_Deutschland&amp;quot;/&amp;gt;]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Schritt wird das Eisenerz in Sinteranlagen für den Hochofenprozess vorbereitet, indem verschiedene Erzkörner vermengt und durch An- und Verschmelzen zu Pellets zusammengeführt werden. Die Pellets sollen dabei mechanisch belastbar sein, um die Stabilität des aufgehäuften Materials im Hochofen zu gewährleisten. &amp;lt;ref name = &amp;quot;ProduktionundEnergieStahl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hochofen wird von oben über eine Gicht abwechselnd mit Eisenpellets, Stückerz und Koks, sowie mit Zuschlägen (u.a. Kalk) befüllt &amp;lt;ref name = &amp;quot;RVR_Eisen&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;ProduktionundEnergieStahl&amp;quot;/&amp;gt;. Das Gemisch aus Eisenerz, Koks und Zuschlägen wird als Möller bezeichnet &amp;lt;ref name = &amp;quot;Mineralienatlas&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hochofen wird von unten im Gegenstromverfahren mit heißer, sauerstoffreicher Luft, dem sogenannten Heißwind, durchblasen. Der Möller sinkt derweil den Hochofen herab, wo eine Temperatur von über 2000 °C erreicht werden kann. Der Kohlenstoff des Kokses reagiert bei diesen Temperaturen mit dem Sauerstoff des Heißwindes zu Kohlenmonoxid, welches im Möller enthaltene Metalloxide reduziert. Es bilden sich eine Schlackephase mit den Begleitelementen des Eisenerzes in Form von Metalloxiden und eine Eisenphase, die sich aufgrund ihres Dichteunterschieds am Boden des Hochofens trennen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;ProduktionundEnergieStahl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Sauerstoffblasverfahren &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Beim Sauerstoffblasverfahren im Konverter, auch LD-Verfahren oder Oxygenstahl-Verfahren genannt, wird flüssiges Roheisen in einen kippbaren Konverter gegeben. Es können bis zu 20 % Stahlschrott hinzugegeben werden. Hauptziel des Prozesses ist die Reduktion des Kohlenstoffanteils im Roheisen. Über eine Lanze wird Sauerstoff in das System geblasen und es wird Kalk zur Erzeugung einer Schlackephase zugeschlagen. Eine Oxidationsreaktion führt zur Ausbildung von Eisenoxiden, Kohlenstoffoxiden (CO und CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;) und Oxidation der Begleitstoffe (Silizium, Mangan, Phosphor, etc.) bei einer Temperatur von 2500-3000 °C am Brennfleck sowie zur Durchmischung des Metallbades. Das gebildete Gas entweicht aus dem Prozess. Das oxidierte Eisen (FeO) reagiert mit oxidierbaren Beimengungen und Eisen (Fe) fällt aus. Es bildet sich eine Schlacke aus Oxiden und Kalk. Durch die Reaktion wird die Temperatur des Roheisens von 1300 °C auf die Stahlschmelztemperatur von 1600 °C erhöht, sodass der zugegebene feste Eisenschrott geschmolzen wird. Weiterhin kann Eisenschrott zu Kühlzwecken nachträglich zugeschlagen werden. Anschließend werden Stahl und Schlacke abgegossen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;ProduktionundEnergieStahl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Martens&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Elektrolichtbogen-Verfahren&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Beim Elektrolichtbogen-Verfahren wird Elektroenergie zu Wärmeenergie umgewandelt. Dabei kann bis zu 100 % Schrott eingesetzt werden, um Stahl herzustellen. In den Ofengefäßen befinden sich drei Graphitelektroden. Zunächst wird Schrott eingeschmolzen, um anschließend Zuschläge (Kalk und Flussspat) hinzuzugeben. Es folgt eine Begasung mit Sauerstoff für einen Frischprozess, bei welchem oxidierbare Verunreinigungen verschlackt werden und anschließend eine Reduktionsphase zum Sauerstoff- und Schwefelabbau. Bei Bedarf kann ein Legierungselement zugegeben werden. Wertvolle Legierungen werden beim Elektrolichtbogen-Verfahren weniger verschlackt als beim Sauerstoffaufblaskonverter. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Martens&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Direktreduktion&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Eine energiesparende, aber auch weniger produktive Alternative zu den Standardverfahren, bietet die Direktreduktion. Hierbei wird ein Schachtofen mit Stückerz und Pellets gefüllt und mit Kohlenmonoxid und Wasserstoff begast&amp;lt;ref name = &amp;quot;TecScience&amp;quot;/&amp;gt;. Alternative Verfahren nutzen Drehrohr- oder Wirbelschichtöfen &amp;lt;ref name = &amp;quot;VDEH&amp;quot;/&amp;gt; . Es kommt zur Reduktion der Eisenoxide, wodurch der enthaltene Sauerstoff aus dem Eisenerz herausgelöst und somit Eisen, Kohlenstoffdioxid und Wasser gebildet und ein sogenannter Eisenschwamm entsteht&amp;lt;ref name = &amp;quot;TecScience&amp;quot;/&amp;gt;. Anschließend wird der Eisenschwamm abgekühlt, um Rückoxidationen zu vermeiden. Verunreinigungen werden anschließend durch ein Elektrostahlverfahren entfernt, wobei der eigentliche Rohstahl aus dem Eisenschwamm entsteht&amp;lt;ref name = &amp;quot;TecScience&amp;quot;/&amp;gt;. Der Eisenschwamm kann im Elektrostahlverfahren gemeinsam mit Stahlschrott zu Stahl verarbeitet werden &amp;lt;ref name = &amp;quot;BVSE_Verwertung&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schmelzreduktion&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Die Schmelzreduktion, auch Corex-Prozess genannt, bietet ebenfalls eine alternative Verfahrensweise zur Stahlproduktion. In einer Vorreduktion werden Stückerz und Pellets im Gegenstromverfahren mit einem Reduktionsgas auf ca. 90 % mineralisiert, wodurch ein Eisenschwamm entsteht. Anschließend werden die Komponenten im Einschmelzvergaser eingeschmolzen und vollständig reduziert. Es werden eine Schlacke und Metallphase gebildet. Die Metallphase kann anschließend im Sauerstoff-Konverter zu Stahl prozessiert werden. &amp;lt;ref name = &amp;quot;HBrauer&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seit den 2000er Jahren wird ca. ein Drittel des Stahls mittels Elektrostahlverfahren und zwei Drittel über das Oxygenstahlverfahren hergestellt (vgl. Abbildung 5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stahlproduktion besaß im Jahr 2015 einen Gesamtenergieverbrauch von 166,8 TWh. Dieser verteilt sich auf den Kohleverbrauch mit 133 TWh/a, Stromverbrauch mit 25,3 TWh/a und Erdgasverbrauch mit 20,9 TWh/a. Insgesamt wurden für die Herstellung von Stahl im Jahr 2015 59 Mt CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; Äquivalente emittiert. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Schlemme&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=700px heights=500px  mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:Prozesse der Stahlherstellung.png|Abbildung 6: verschiedene Prozesse der Stahlherstellung&amp;lt;ref name = &amp;quot;VDEH&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nutzung grünmai RGB Linie.png|class=headericons]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Stahl als Werkstoff zeichnet sich durch seine gute Verformbarkeit, Wärmeleitfähigkeit und Strapazierfähigkeit aus. Er besitzt eine hohe Zugfestigkeit und Fließgrenze. Rostfreier Stahl hat eine hohe Korrosionsbeständigkeit. Als Stahl wird dabei eine Legierung aus Eisen mit maximal 2 % Kohlenstoff und verschiedenen anderen Elementen wie Mangan, Phosphor, Schwefel, Chrom oder Nickel bezeichnet (vgl. Tabelle 1). &amp;lt;ref name = &amp;quot;TotalMateria&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Preis für eine Tonne Stahl lag im September 2020 bei ca. 214 € &amp;lt;ref name = &amp;quot;WS-Stahl&amp;quot;/&amp;gt;. Stahlwerkstoffe werden nach ihrer chemischen Zusammensetzung oder nach Hauptgüteklassen eingeteilt (vgl. Tabelle 2). Die Einteilung nach der chemischen Zusammensetzung von Stahl unterscheidet unlegierte, nichtrostende und andere legierte Stähle. Ein Stahl gilt als legiert, wenn er einen bestimmten prozentualen Massenanteil anderer Elemente besitzt. Die Grenzwerte für die verschiedenen Legierungselemente sind Tabelle 1 zu entnehmen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;DINSTahlbezeichnung&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Tabelle 1: Masseanteile verschiedener Elemente von legiertem Stahl &amp;lt;ref name = &amp;quot;DINSTahlbezeichnung&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Element !! Massenanteil in % !! Element !! Massenanteil in %&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Al || 0,30 || Ni || 0,30&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| B || 0,0008 || Pb || 0,40&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Bi || 0,10 || Se || 0,10&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Co || 0,30 || Si || 0,60&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Cr || 0,30 || Te || 0,10&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Cu || 0,40 || Ti || 0,05&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| La || 0,10 || V || 0,10&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Mn || 1,65 || W || 0,30&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Mo || 0,08 || Zr || 0,05&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Nb || 0,06 || sonstige || 0,10&lt;br /&gt;
|}Nichtrostende Stähle besitzen einen Massenanteil von mind. 10,5 % Chrom und max. 1,2 % Kohlenstoff. Bei der Einteilung nach Güteklassen werden unlegierte Qualitäts- und Edelstähle, legierte Qualitäts- und Edelstähle sowie nichtrostende Stähle unterschieden. Unlegierte Qualitätsstähle erfüllen festgelegte Anforderungen an Zähigkeit, Korngröße und Umformbarkeit. Beispiele sind unlegierte Baustähle, Einsatzstähle, Vergütungsstähle und schweißgeeignete Feinkornbaustähle. Grundstähle zählen ebenfalls zu den unlegierten Qualitätsstählen. Eine Wärmebehandlung des Stahls ist in der Regel nicht vorgesehen. Unlegierte Edelstähle umfassen Stähle für den Stahlbau, Einsatzstähle, Vergütungsstähle, Federstähle und Werkzeugstähle. Sie werden zum Vergüten und zum Härten von Oberflächen eingesetzt. An sie werden höhere Anforderungen bezüglich des Reinheitsgrades und der genauen Einstellung der chemischen Zusammensetzung gestellt als an Qualitätsstähle. Der Gehalt an Phosphor und Schwefel darf einen Massengehalt von 0,002 % nicht übersteigen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;DINSTahlbezeichnung&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Tabelle 2: Güteklassen nach DIN 17600&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Güteklasse !! Kurzbeschreibung !! Anwendungen&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Unlegierte Qualitätsstähle || Festgelegte Anforderungen an Zähigkeit, Korngröße und Umformbarkeit || Unlegierte Baustähle, Einsatzstähle, Vergütungsstähle, Schweißgeeignete Feinkornbaustähle&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Unlegierte Edelstähle || Höherer Reinheitsgrad als unlegierte Qualitätsstähle || Stahlbau, Einsatzstähle, Vergütungsstähle, Federstähle, Werkzeugstähle&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Legierte Qualitätsstähle || Besondere Anforderungen an Zähigkeit, Korngröße und Umformbarkeit || Stahlbau, Schweißgeeignete Feinkornbaustähle, Schienen- und Spundbohlen, Warm- oder kaltgewalzte Flacherzeugnisse&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Legierte Edelstähle || Genaue Einstellung der chemischen Zusammensetzung, optimierte Eigenschaften || Maschinenbau, Druckbehälter, Wälzlager, Werkzeugstähle, Warmfeste Stähle&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Nichtrostende Stähle || Genauste Anforderung an Chrom- und Kohlenstoffgehalt || Stähle mit den Anforderungen: korrosionsbeständig, hitzebeständig oder warmfest&lt;br /&gt;
|}Legierte Qualitätsstähle erfüllen besondere Anforderungen an Zähigkeit, Korngröße und Umformbarkeit. Sie werden beispielsweise im Stahlbau, für Schienen und Spundbohlen oder für warm- oder kaltgewalzte Flacherzeugnisse eingesetzt. Schweißgeeignete Feinkornbaustähle sind ein Beispiel für legierte Qualitätsstähle. Legierte Edelstähle zeichnen sich durch eine genauere Einstellung der chemischen Zusammensetzung und verbesserte Eigenschaften durch besondere Herstellungs- und Prüfbedingungen aus. Beispiele für legierte Qualitätsstähle sind Maschinenbaustähle, Stähle für Druckbehälter, Wälzlagerstähle, Werkzeugstähle und warmfeste Stähle. Schweißgeeignete legierte Feinkornbaustähle zählen zu den Edelstählen, wenn sie eine vorgegebenen Massenanteil an bestimmten Elementen besitzen (vgl. Tabelle 3). &amp;lt;ref name = &amp;quot;DINSTahlbezeichnung&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Tabelle 3: Grenzwerte für Masseanteile verschiedener Elemente in Edelstählen &amp;lt;ref name = &amp;quot;DINSTahlbezeichnung&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Element !! Massenanteil in %&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Cr || 0,50&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Cu || 0,50&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Mn || 1,80&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Mo || 0,10&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Nb || 0,08&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Ni || 0,50&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Ti || 0,12&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| V || 0,12&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Zr || 0,12&lt;br /&gt;
|}Nicht rostende Stähle werden weiter nach ihrem Nickelgehalt, über oder unterhalb von 2,5 %, sowie nach ihren Haupteigenschaften „Korrosionsbeständigkeit“, „Hitzebeständigkeit“ und „Warmfestigkeit“ unterteilt. &amp;lt;ref name = &amp;quot;DINSTahlbezeichnung&amp;quot;/&amp;gt;Die Einsatzmöglichkeiten für Stahl sind vielfältig. In Deutschland werden 35 % des verwendeten Stahls in der Bauwirtschaft und 11 % im Maschinenbau eingesetzt. Der Anteil des verbrauchten Stahls für Automobile ist in Deutschland mit 26 % vergleichsweise hoch. Metallwaren machen 12 % des Stahleinsatzes aus, für Rohre werden 9 % und für Haushaltsgegenstände 2 % des Stahls eingesetzt. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Rohstahlproduktion_Deutschland&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=600px heights=400px  mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:Verwendung Stahl.png|600px|Abbildung 7: Anteil am Stahlbedarf in Deutschland 2020 &amp;lt;ref name = &amp;quot;Rohstahlproduktion_Deutschland&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RS-Sek blaudunkel RGB Linie.png|class=headericons]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Recyclingrohstoff ==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Stahlabfälle werden in Eigenschrott, Neuschrott und Altschrott unterteilt. In Deutschland werden Neuschrott und Altschrott etwa Verhältnis von 2:3 eingesetzt und im Verhältnis 1:1 recycelt. Stahlschrotte werden an Anfallstellen (Industrie, Gewerbe, Kommune, Haushalte) gesammelt und vom Handel entgegengenommen. Der Eigenschrott wird meist in den Stahlwerken und Gießereien direkt wieder eingesetzt. &amp;lt;ref name = &amp;quot;BVSE_Sammlung&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e. V. (BDSV) und die Wirtschaftsvereinigung Stahl (WV Stahl) wurde im Jahr 2010 eine Stahlschrottsortenliste für unlegierte Kohlenstoff-Stahlschrottsorten erstellt&amp;lt;ref name = &amp;quot;VivisRohstoffeRecyclingBand7&amp;quot;/&amp;gt;. Diese wird durch die Europäische Stahlschrottsortenliste ergänzt&amp;lt;ref name = &amp;quot;VivisRohstoffeRecyclingBand7&amp;quot;/&amp;gt;. An den Schrott werden nach dieser Liste verschiedene Bedingungen bezüglich der Sicherheit, Reinheit und der Begleitstoffe gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezüglich der Sicherheitsaspekte muss gewährleistet werden, dass sich in der Schrottsammlung keine Behälter befinden dürfen, welche geschlossen sind, keine ausreichende Öffnung besitzen oder unter Druck stehen und dadurch ein Explosionsrisiko darstellen. Weiterhin dürfen sich unter dem Schrott keine gefährlichen, brennbaren, explosionsgefährdenden oder radioaktiven Materialien befinden. &lt;br /&gt;
Der Stahl sollte für eine ausreichende Reinheit von nicht eisenhaltigen Metallen und nicht metallischen Stoffen (z.B. Erde, Eisenoxid, Isolierung), brennbaren, nicht metallischen Materialien (z.B. Gummi, Plastik, Holz, Öl) und größeren, nicht elektrizitätsleitenden Teilen (z.B. Reifen, Holz, Beton) weitestgehend frei sein. Weiterhin sollte der Schrott von Abfällen und Nebenprodukten aus der Stahlschmelze, dem Erhitzen, dem Zurichten, Schleifen und Sägen, sowie von Begleitelementen wie Kupfer, Zinn, Blei und Legierungen mit Chrom, Nickel und Molybdän befreit sein. Eine Mischung verschiedener Stahlsorten ist nur nach vorherigen Vereinbarungen zulässig. &amp;lt;ref name = &amp;quot;EU_Stahlschrottsortenliste&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europäische Stahlschrottsortenliste unterschiedet nach Altschrott, Neuschrott, Shredderschrott, Stahlspäne, leicht legiertem Schrott mit hohem Gehalt an Begleitelementen, Schrott mit hohem Reststoffanteil, und geschreddertem Schrott aus der Abfallverbrennung. Neuschrotte und Shredderstahlschrotte erzielen die höchsten Verkaufspreise (vgl. Tablle 4). &amp;lt;ref name = &amp;quot;EU_Stahlschrottsortenliste&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Tabelle 4: Stahlschrottpreise Juni 2021 &amp;lt;ref name = &amp;quot;BDSVPreiseStahl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Sorte !! Preis in €/Tonne&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Stahlaltschrott || 375,5&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Stahlneuschrott || 430,4&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Schwerer Stahlaltschrott || 416,0&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Shredderstahlaltschrott || 426,5&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Stahlspäne || 361,0&lt;br /&gt;
|}Die Sammelrate von Stahl in der Baubranche liegt derzeit bei rund 97 %&amp;lt;ref name = &amp;quot;FaktenStahlindustrie2020&amp;quot;/&amp;gt;. Der gesamte gesammelte Stahl wird laut der Wirtschaftsvereinigung Stahl dem Recycling zugeführt &amp;lt;ref name = &amp;quot;FaktenStahlindustrie2020&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;gallery widths=700px heights=500px  mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:Stoffstrom Eisen und Stahl in Deutschland aktuell.png|Abbildung 8: Stoffströme Stahl und Fe-Guss in Deutschland 2013 &amp;lt;ref name = &amp;quot;UBA_Sekundärrohstoffwirtschaft&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt; &#039;&#039;&#039; Aufbereitung von Schrotten &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Stahl kann grundsätzlich aus allen Anwendungen recycelt werden. Es ist möglich, Stahl beliebig oft einzuschmelzen und neu zu verwenden. Dabei können durch Legierungen und weitere Behandlungen Anpassungen an neue Anwendungsbereiche vorgenommen werden. &amp;lt;ref name = &amp;quot;RivaStahl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Schematischer Ablauf Stahlrecycling aktuell.png|thumb|600px|Abbildung 9: Schematische Darstellung der Aufbereitung und Wiederverwendung von Stahlschrott &amp;lt;ref name = &amp;quot;RivaStahl&amp;quot;/&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
:Der Einsatz von Stahlschrott wird durch das Remelting, also das erneute Einschmelzen von Stahlschrott in den bereits beschriebenen Sauerstoffblasverfahren und im Elektrobogenverfahren ermöglicht. Die Sortierung und Aufbereitung von Stahlschrott geschieht über eine Kombination aus verschiedenen Verfahrensschritten. Zunächst geschehen eine Sortierung und Vorbereitung oder eine physikalische Trennung durch manuelle Sortierung durch den Menschen. Optische Emissionsspektrometer oder laserinduzierte Plasmaspektroskopien könne zur Hilfe genommen werden. In diesem Schritt werden nicht metallische Produkte und verschiedene Anhaftungen, sowie wertvolle und wiederverwertbare Stoffe können durch diesen Verfahrensschritt entfernt werden. Während der Zerkleinerung wird großformatigerer Schrott durch Scheren durch hydraulische Guillotinen zum Transport und zur Beschickung in Stücke geschnitten. Durch Ballenpressen und Brikettierungen wird die Dichte des Schrotts vor der Beschickung des Ofens erhöht. Für das Schreddern und die Fragmentierung größerer Objekte in passende Stücke wird eine Hammermühle eingesetzt. Eine magnetische Trennung geschieht über Band- und Trommel-Permanentmagnete oder Elektromagnete. Hier werden eisenhaltige Schrotte von nichteisenhaltigen Schrotten getrennt. Über Funken-, magnetische, chemische und spektroskopische Prüfungen werden Stahllegierungen getrennt und klassifiziert. Thermische Methoden wie Verdampfer und Verbrennungsanlagen können Beschichtungen mit Zink, Zinn, Brennstoffen, Ölen, Fetten, Farben, Schmiermitteln und Klebstoffen entfernen. Dabei werden jeweils spezifische Kombinationen auf den genannten Verfahren eingesetzt, um den Schrott anforderungsgemäß zu behandeln. (Wirbelstromscheider, Abscheidung schwerer Medien weggelassen) &amp;lt;ref name = &amp;quot;FraunhoferStahlschrott2016&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Einsatz von Schrotten und Vorteile des Stahlrecyclings &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Momentan kann der Bedarf an Stahlerzeugnissen nicht durch das Aufkommen an Stahlschrott gedeckt werden. Weltweit wurden 2005 33% des Stahls durch Elektrolichtbogenöfen hergestellt, welche vor allem zum Einschmelzen von Stahlschrott verwendet wird. Bis 2015 sank der Anteil auf 25,1%. Der Rückgang ist vor Allem der steigenden Produktion in China zuzuschreiben. In China wurden 2015 ca. 50% des weltweiten Stahls produziert, wovon lediglich 6,1% aus Recycling-Öfen stammten. &amp;lt;ref name = &amp;quot;BVSE_Verwertung&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
:In Deutschland wurden 2019 etwa 44,6% des Stahls durch sekundäre Rohstoffe gewonnen. Damit liegt der Einsatz von Sekundärmaterial von Stahl leicht über dem von Kupfer allerdings wesentlich niedriger als der von Aluminium. Die verhältnisse sind in Abbildung 10 dargestellt. &amp;lt;ref name = &amp;quot;AnteilSekRohstoffe&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=500px heights=300px  mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:Anteil Sek Rohstoff Alu Kupfer Stahl.png|Abbildung 10: Anteil sekundärer Rohstoffe an der Produktion von Kupfer, Aluminium und Rohstahl in Deutschland im Jahr 2019&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Beim Rezyklieren von einer Tonne Stahlschrott können 1,4 Tonnen Eisenerz, 0,6 Tonnen Kohle, 55 kg Kalk, 1,35 Tonnen CO_2-Äauivalente und 13,4 GJ Primärenergie eingespart werden. Prozentual bedeutet dies eine Einsparung von 77% CO_2-Emissionen, 75% Energie, 90% Rohstoffe, 40% Wasser, 76% Wasserverunreinigung und 86% Luftverunreinigung. Bei Edelstahl können Einsparungen von ca. 4,5 Tonnen pro Tonne Edelstahlschrott verzeichnet werden, da enthaltene Legierungen mit Nickel, Chrom und Molybdän mit hohem Treibhaus und Energieaufwand einher gehen. Allein in Deutschland können pro Jahr 17 Mio. Tonnen CO_2-Äquivalent durch Stahl-Recycling vermieden werden. &amp;lt;ref name = &amp;quot;FraunhoferStahlschrott2016&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Tabelle 5: Einsparungen durch den Einsatz von Sekundärmaterial bei der Stahlherstellung&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Ressource !! Einsparungen in %&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| CO2 - Emissionen || 77%&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Energie || 75%&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Rohstoffe || 90%&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Wasser || 40%&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Wasserverunreinigungen || 76%&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Luftverunreinigungen || 86%&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&#039;&#039;&#039; Beispiele für Schrottqualitäten &#039;&#039;&#039;&amp;lt;gallery widths=400px mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:LeichterAltschrott.png|Leichter Altschrott: Material aus Abbruch und Industrie, gebrauchte und funktionsunfähige Ware; unter 6 mm Stärke &amp;lt;ref name = &amp;quot;RobertJager&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:LeichterStahlneuschrott.png|Pakete: Leichter Stahlneuschrott, unter 3mm Stärke, verdichtet oder in Form von festen Paketen &amp;lt;ref name = &amp;quot;RobertJager&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stahlspäne.png|Stahlspäne: Homogene oder gemischte Lose von Kohlenstoffstahlspänen, frei von zu hohem Anteil wolliger Späne, frei von jeglicher Verunreinigung wie NE-Metalle, Zunder, Schleifstaub und stark oxydierten Spänen oder Stoffen der chemischen Industrie &amp;lt;ref name = &amp;quot;RobertJager&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name = &amp;quot;Schatzwert&amp;quot;&amp;gt; Schatzwert.de: Eisenerze (online). Online verfügbar unter: https://www.schatzwert.de/metalle/eisen/eisenerze/, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name=&amp;quot;WorldMiningData&amp;quot;&amp;gt; US Geological Survey (2021): MINERAL COMMODITY SUMMARIES 2021. Online verfügbar unter: https://pubs.usgs.gov/periodicals/mcs2021/mcs2021.pdf, zuletzt geprüft am 28.10.21. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;StadtmuseumWeilburg&amp;quot;&amp;gt; Bergbau- und Stadtmuseum - Weilburg an der Lahn: Eisen / Eisenerz (online). Online verfügbar unter: &lt;br /&gt;
 http://www.museum-weilburg.de/texte/seite.php?id=107886, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;SteelYearbook2020&amp;quot;&amp;gt; Worldsteel Association: Steel Statistical Yearbook 2020 concise version. Online verfügbar unter: https://www.worldsteel.org/en/dam/jcr:5001dac8-0083-46f3-aadd-35aa357acbcc/Steel%2520Statistical%2520Yearbook%25202020%2520%2528concise%2520version%2529.pdf, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;RVR_Eisen&amp;quot;&amp;gt; Regionalverbund Ruhr (2010): Wie aus Eisenerz Roheisen wird (online). Online verfügbar unter: http://www.ruhrgebiet-regionalkunde.de/html/grundlagen_und_anfaenge/eisen_und_stahl/roheisenherstellung.php%3Fp=3,3.html, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;ProduktionundEnergieStahl&amp;quot;&amp;gt; Bartusch, H.; Alcalde, A.; Fröhling, M.; Schultemann, F.; Schwaderer, F. (2013): Erhöhung der Energie- und Ressourceneffizient und Reduzierung der Treibhausgasemissionen in der Eisen-, Stahl- und Zinkindustrie (ERESTRE): Band 2 Produktion und Energie. Karlsruhe. Online verfügbar unter: https://publikationen.bibliothek.kit.edu/1000028247, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;StahlproduktionLänder&amp;quot;&amp;gt; Statista (2021): Rohstahlproduktion nach Ländern weltweit 2020. Online verfügbar unter: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/311503/umfrage/wichtigste-laender-nach-rohstahlproduktion/, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;Stahlproduzenten&amp;quot;&amp;gt; Statista (2021): Größte Stahlproduzenten weltweit nach Produktionsmenge 2020. Online verfügbar unter: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/180811/umfrage/die-groessten-stahlproduzenten-weltweit-nach-produzierter-menge/, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;Mineralienatlas&amp;quot;&amp;gt; S. Schorn: Mineralienatlas - Möller (online). Online verfügbar unter: https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/M%C3%B6ller?lang=de, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;Martens&amp;quot;&amp;gt; H. Martens DG. Recyclingtechnik: Fachbuch für Lehre und Praxis. 2. Auflage; 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;TecScience&amp;quot;&amp;gt; A. Höfler: TecSciemce - Direktreduktionsverfahren (online). Online verfügbar unter: https://www.tec-science.com/de/werkstofftechnik/stahl-erzeugung-herstellung/direktreduktionsverfahren/, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;VDEH&amp;quot;&amp;gt; Stahlinstitut VDEh: Roheisen- und Rohstahlerzeugung (online). Online verfügbar unter: https://www.vdeh.de/stahltechnologie/stahlerzeugung/, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;BVSE_Verwertung&amp;quot;&amp;gt; bvse-Fachverband Schrott, E-Schrott und Kfz-Recycling: Metallschrottrecycling, Verwertung (online). Online verfügbar unter: https://www.bvse.de/fachbereiche-schrott-e-schrott-kfz/metallschrott/verwertung.html, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;HBrauer&amp;quot;&amp;gt; H. Brauer (1996): Handbuch des Umweltschutzes und der Umweltschutztechnik: Band 2, Produktions- und produktintegrierter Umweltschutz. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;Schlemme&amp;quot;&amp;gt; J. Schlemme, M. Schimmel, C. Achtelik (2019): Energiewende in der Industrie: Potenziale und Wechselwirkungen mit dem Energiesektor. Branchensteckbrief der Eisen- und Stahlindustrie. Online verfügbar unter: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Downloads/E/energiewende-in-der-industrie-ap2a-branchensteckbrief-stahl.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=4, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;TotalMateria&amp;quot;&amp;gt; Key to Metals AG (2021): Stahleigenschaften (online). Online verfügbar unter: https://www.totalmateria.com/page.aspx?ID=Stahleigenschaften&amp;amp;LN=DE, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;WS-Stahl&amp;quot;&amp;gt; Westfälische Stahlgesellschaft F.W. Krummenerl GmbH &amp;amp; Co. KG: Schrottzuschläge (online). Online verfügbar unter: https://www.ws-stahl.de/service/schrottzuschlaege/, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;DINSTahlbezeichnung&amp;quot;&amp;gt; Gomeringer et al. (2019): Tabellenbuch Metall - Stahlbezeichnungen (Kurzzeichen, alt) nach DIN 17600. 48. Auflage, ISBN 978-3-8085-1728-4. Online verfügbar unter: https://hps.hs-regensburg.de/heh39273/aufsaetze/en10025_1.pdf, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;BVSE_Sammlung&amp;quot;&amp;gt; bvse-Fachverband Schrott, E-Schrott und Kfz-Recycling: Metallschrottrecycling, Beschaffung/Sammlung. Online verfügbar unter: https://www.bvse.de/fachbereiche-schrott-e-schrott-kfz/metallschrott/beschaffung-sammlung.html, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name =&amp;quot;VivisRohstoffeRecyclingBand7&amp;quot;&amp;gt; Thomé-Kozmiensky et al. (2014): Recycling und Rohstoffe: Band 7. Neuruppin; 2014. Online verfügbar unter: https://www.vivis.de/wp-content/uploads/RuR7/2014_RuR_289_308_Biedermann, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;EU_Stahlschrottsortenliste&amp;quot;&amp;gt; bvse-Fachverband Schrott, E-Schrott und Kfz-Recycling: Europäische Stahlschrottsortenliste. Online verfügbar unter: https://www.bvse.de/images/pdf/schott-elektro-kfz/schrottsorten.pdf, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;BDSVPreiseStahl&amp;quot;&amp;gt; BDSV - Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e. V. (2021): Markt und Preise - BDSV Durchschnittspreise in Deutschland in €/t (06/2021). Online verfügbar unter: https://www.bdsv.org/unser-service/markt-preise/, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;FaktenStahlindustrie2020&amp;quot;&amp;gt; Wirtschaftvereinigung Stahl (2020): Fakten zur Stahlindistrie in Deutschland 2020. Online verfügbar unter: https://www.stahl-online.de/wp-content/uploads/WV-Stahl_Fakten-2020_rz_neu_Web1.pdf, zuletzt geprüft am 22.10.21&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;UBA_Sekundärrohstoffwirtschaft&amp;quot;&amp;gt; Steger et al. (2019): Stoffstromorientierte Ermittlung des Beitrags der Sekundärrohstoffwirtschaft zur Schonung von Primärrohstoffen und Steigerung der Ressourcenproduktivität: Abschlussbericht. Online verfügbar unter: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/1410/publikationen/2019-03-27_texte_34-2019_sekundaerrohstoffwirtschaft.pdf, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;RivaStahl&amp;quot;&amp;gt; RIVA Stahl GmbH: Recyclingweltmeister Stahl. Online verfügbar unter: https://www.rivastahl.com/de/corporate_responsibility/recyclingweltmeister_stahl, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;FraunhoferStahlschrott2016&amp;quot;&amp;gt; M. Hiebel, J. Nühlen (2016): Technische, ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Faktoren von Stahlschrott - Zukunft Stahlschrott. Oberhausen. Online verfügbar unter: https://www.umsicht.fraunhofer.de/content/dam/umsicht/de/dokumente/publikationen/2016/stahlrecycling-sichert-stahlproduktion.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;RobertJager&amp;quot;&amp;gt; Robert Jaeger Rohstoffhandelsgesellschaft GmbH (2021): Stahlschrott. Online verfügbar unter: https://www.robert-jaeger-denklingen.de/handel/stahlschrott-2/ (22.10.2021) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;AnteilSekRohstoffe&amp;quot;&amp;gt; Statista (2020): Metallrecycling - Anteil der Sekundärproduktion nach Metallart in Deutschland 2019. Online verfügbar unter: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/259779/umfrage/recyclinganteil-bei-der-produktion-ausgewaehlter-metalle-in-deutschland/, zuletzt geprüft am 22.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name = &amp;quot;Rohstahlproduktion_Deutschland&amp;quot;&amp;gt; Wirtschaftsvereinigung Stahl (2023): Rohstahlproduktion in Deutschland. online verfügbar unter: https://www.stahl-online.de/startseite/stahl-in-deutschland/konjunkturinformationen/, zuletzt geprüft am 03.07.2023. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name = &amp;quot;Stahlerzeugung_Deutschland&amp;quot;&amp;gt; Wirtschaftsvereinigung  Stahl (2022): Stahlerzeugung in Deutschland. online verfügbar unter: https://www.stahl-online.de/startseite/stahl-in-deutschland/zahlen-und-fakten/, zuletzt geprüft am 03.08.2023. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Fe-Metalle&amp;diff=4287</id>
		<title>Fe-Metalle</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Fe-Metalle&amp;diff=4287"/>
		<updated>2024-06-03T20:17:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{|style=&amp;quot;border: 3px solid #00549F;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:middle;| &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;height:100px; width:700px;text-align:left;&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
*[[Fe-Metalle]]&lt;br /&gt;
**[[Eisen und Stahl]]&lt;br /&gt;
*[[NE-Metalle]]&lt;br /&gt;
**[[Aluminium]]&lt;br /&gt;
**[[Kupfer]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff [[Fe-Metalle]] bezeichnet eisenhaltige Metalle. [[Eisen und Stahl|Eisen]] ist ein reines Element mit der Bezeichnung Fe (lat. Ferrum) im Periodensystem. Daneben gehören zu der Gruppe der Fe-Metalle aber auch eisenhaltige Legierungen, bei denen der Eisenanteil über 50% liegt, Eisen also den Hauptbestandteil bildet. Die wichtigsten Eisen-Legierungen sind [[Eisen und Stahl|Stahl]] und [[Eisen und Stahl|Gusseisen]]. Das wichtigste Legierungselement stellt Kohlenstoff dar. Je nach Kohlenstoffnateil werden die verschiedenen Eisenlegierugnen unterscheiden.  &amp;lt;ref name = &amp;quot;Focus_Eisen&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name = Taubmann_Eisen&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;TUM-Metalle&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fe-Metalle sind magnetisch und können deshalb gut bei der Aufbereitung von Nichteisenmetallen ([[NE-Metallen]]) getrennt werden. Dabei gehören Eisen und Eisen-Legierungen zu den ferromagnetischen Stoffen. Zu diesen gehören unter anderem auch Cobalt und Nickel sowie Legierungen dieser Elemente weshalb sie teilweise fälschlicherweise den Fe-Metallen zugeordnet werden. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Martens&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;S.107&amp;lt;/sup&amp;gt;  &amp;lt;ref name = &amp;quot;Springer_Physik&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;S.899&amp;lt;/sup&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=800px heights=400px mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Periodensystem eigen.png|thumb|500px|Abbildung 2: Periodensystem der Elemente &amp;lt;ref name = &amp;quot;Periodensystem&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Focus_Eisen&amp;quot;&amp;gt; FOCUS Online (2018): Unterschied zwischen Eisen und Stahl - alle Infos (online). Online verfügbar unter: https://praxistipps.focus.de/unterschied-zwischen-eisen-und-stahl-alle-infos_100726, zuletzt geprüft am 06.10.2021. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Martens&amp;quot;&amp;gt; Hans Martens, Daniel Goldmann (2016):Recyclingtechnik - Fachbuch für Lehre und Praxis. 2. Auflage, Springer Fachmedien Wiesbaden 2016, ISBN 978-3-658-02785-8. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Springer_Physik&amp;quot;&amp;gt; Jenny Wagner (Hrsg.) (2015): Physik - für Wissenschaftler und Ingenieure- 7. Auflage, Springer Fachmedien Wiesbaden 2015, ISBN 978-3-642-54165-0. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = Taubmann_Eisen&amp;quot;&amp;gt; Taubmann &amp;amp; Co. Stahlhandel &amp;amp; Service GmbH: Stahllexikon - Nichteisenmetall (online). Online verfügabr unter:  https://www.stahlbaron.de/wiki/nichteisenmetallbr-als-nichteisenmetall-werden-alle-metalle-ausser-eis/20/, zuletzt geprüft am 06.10.2021. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;TUM-Metalle&amp;quot;&amp;gt; Technische Universität München: Metalle (online). Online verfügbar unter: https://www.ar.tum.de/fileadmin/w00bfl/ebb/Baustoffsammlung/BSS_metalle.pdf, zuletzt geprüft am 06.10.2021. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Periodensystem&amp;quot;&amp;gt; Graf, G. und Wuthier, U.(2007): EducETH - ETH-Kompetenzzentrum für Lehren und Lernen. Online verfügbar unter: https://educ.ethz.ch/unterrichtsmaterialien/chemie/periodensystem.html, zuletzt geprüft am 24.05.2024 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Eisen_und_Stahl&amp;diff=4286</id>
		<title>Eisen und Stahl</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Eisen_und_Stahl&amp;diff=4286"/>
		<updated>2024-06-03T20:16:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;imagemap&amp;gt;&lt;br /&gt;
    File:Abbildung_Kreislauf.png|class=cd_imagemap|&lt;br /&gt;
    circle 358 103 94 [[#Primärrohstoffe und Grundstoffe|Primärrohstoffe und Grundstoffe]]&lt;br /&gt;
    circle 612 351 88 [[Kunststoffe#Produktion|Produktion]]&lt;br /&gt;
    circle 359 606 89 [[#Nutzung|Nutzung]]&lt;br /&gt;
    circle 100 353 91 [[#Recyclingrohstoff|Recyclingrohstoff]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/imagemap&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RS-Prim blaudunkel RGB Linie.png|class=headericons]] &lt;br /&gt;
== Primärrohstoffe und Grundstoffe ==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Für die Herstellung von Werkstoffen aus Eisen und Stahl wird vor allem Eisenerz benötigt  &amp;lt;ref name =&amp;quot;Schatzwert&amp;quot;/&amp;gt;. Rund 80 % des weltweit abgebauten Eisenerzes stammen aus Australien, China, Brasilien und Indien. Weltweit wurden im Jahr 2020 2,4 Mrd. Tonnen Eisenerz gewonnen. Allein in Australien wurden 2020 900 Mio. Tonnen Eisenerz gefördert, gefolgt von China mit 351 Mio. Tonnen, Brasilien mit 400 Mio. Tonnen und Indien mit 230 Mio. Tonnen (vgl. Abbildung 1). &amp;lt;ref name = &amp;quot;WorldMiningData&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=1000px heights=1000px  mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:MinenproduktionEisenerzWeltkarte.png|Abbildung 1: Anteil an der weltweiten Minenproduktion von Eisenerz 2020 &amp;lt;ref name = &amp;quot;WorldMiningData&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eisen liegt in der Natur nicht in Reinform vor. Abgebaut werden beispielsweise Magnetit (Eisengehalt bis zu 73 %), Hämatit (Eisengehalt bis zu 70 %) oder Siderit (Eisengehalt bis zu 50 %)  &amp;lt;ref name = &amp;quot;Schatzwert&amp;quot;/&amp;gt;. Das am häufigsten vorkommende Eisenerz Hämatit ist vor allem in Schweden, Brasilien, dem Ural, den USA, Elba und dem Lahn-Dill-Gebiet zu finden&amp;lt;ref name = &amp;quot;StadtmuseumWeilburg&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Produktion blaumedium RGB Linie.png|class=headericons]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Produktion ==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Bei der Produktion von Stahl aus Eisenerz ist China führend. China produzierte im Jahr 2020 rund 996,3 Mio. Tonnen Stahl, gefolgt von Indien mit 111,4 Mio. Tonnen und Japan mit 99,3 Mio. Tonnen &amp;lt;ref name = &amp;quot;SteelYearbook2020&amp;quot;/&amp;gt; (vgl. Abbildung 2). Deutschland steht mit 39,6 Mio. Tonnen produziertem Stahl im Jahr 2020 an siebter Stelle &amp;lt;ref name = &amp;quot;SteelYearbook2020&amp;quot;/&amp;gt;. Die jährliche Rohstahlproduktion in Deutschland lag von 2010 bis 2018 konstant bei etwa 40 bis 45 Mio. Tonnen produziertem Stahl pro Jahr. Seit 2019 sinkt die deutsche Stahlproduktion. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Produktion werden Eisenerz, Zuschlagsstoffe, Legierungsmittel und Stahlschrott über Reduktionsmittel zu Stahl verarbeitet &amp;lt;ref name = &amp;quot;RVR_Eisen&amp;quot;/&amp;gt;. Als Reduktionsmittel werden Kokskohle, Einblaskohle, Öl, Erdgas und Sauerstoff eingesetzt &amp;lt;ref name = &amp;quot;RVR_Eisen&amp;quot;/&amp;gt;. Die Prozessierung von Eisenerzen zu Roheisen geschieht über eine Reduktion im Hochofen &amp;lt;ref name = &amp;quot;ProduktionundEnergieStahl&amp;quot;/&amp;gt; . Das hier entstehende Roheisen wird im Sauerstoffblaskonverter zu Stahl verarbeitet. In Elektrolichtbogenöfen wird Stahlschrott wieder zu neuem Stahl eingeschmolzen &amp;lt;ref name = &amp;quot;ProduktionundEnergieStahl&amp;quot;/&amp;gt;. Diese und weitere Verfahren zur Stahlproduktion werden im Folgenden dargestellt (vgl. Abbildung 6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rohstahlproduktion Deutschland 2008-2022.png|thumb|600px|Abbildung 2: Rohstahlproduktion in Deutschland &amp;lt;ref name = &amp;quot;Rohstahlproduktion_Deutschland&amp;quot;/&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wichtigste Länder weltweit nach Rohstahlproduktion 2021.png|thumb|600px|Abbildung 3: Wichtigste Länder weltweit nach Rohstahlproduktion 2021 in Mio. Tonnen &amp;lt;ref name = &amp;quot;StahlproduktionLänder&amp;quot;/&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Größte Stahlproduzenten weltweit 2021.png|thumb|600px|Abbildung 4: Größte Stahlproduzenten weltweit nach Produktionsmenge im Jahr 2021 in Mio. Tonnen &amp;lt;ref name = &amp;quot;Stahlproduzenten&amp;quot;/&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:StahlproduktionsverfahrenDeutschland.png|thumb|500px|Abbildung 5: Anteil der verschiedenen Stahlproduktionverfahren an der Gesamtproduktion in Deutschland seit 1950 &amp;lt;ref name = &amp;quot;Stahlerzeugung_Deutschland&amp;quot;/&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Schritt wird das Eisenerz in Sinteranlagen für den Hochofenprozess vorbereitet, indem verschiedene Erzkörner vermengt und durch An- und Verschmelzen zu Pellets zusammengeführt werden. Die Pellets sollen dabei mechanisch belastbar sein, um die Stabilität des aufgehäuften Materials im Hochofen zu gewährleisten. &amp;lt;ref name = &amp;quot;ProduktionundEnergieStahl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hochofen wird von oben über eine Gicht abwechselnd mit Eisenpellets, Stückerz und Koks, sowie mit Zuschlägen (u.a. Kalk) befüllt &amp;lt;ref name = &amp;quot;RVR_Eisen&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;ProduktionundEnergieStahl&amp;quot;/&amp;gt;. Das Gemisch aus Eisenerz, Koks und Zuschlägen wird als Möller bezeichnet &amp;lt;ref name = &amp;quot;Mineralienatlas&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hochofen wird von unten im Gegenstromverfahren mit heißer, sauerstoffreicher Luft, dem sogenannten Heißwind, durchblasen. Der Möller sinkt derweil den Hochofen herab, wo eine Temperatur von über 2000 °C erreicht werden kann. Der Kohlenstoff des Kokses reagiert bei diesen Temperaturen mit dem Sauerstoff des Heißwindes zu Kohlenmonoxid, welches im Möller enthaltene Metalloxide reduziert. Es bilden sich eine Schlackephase mit den Begleitelementen des Eisenerzes in Form von Metalloxiden und eine Eisenphase, die sich aufgrund ihres Dichteunterschieds am Boden des Hochofens trennen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;ProduktionundEnergieStahl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Sauerstoffblasverfahren &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Beim Sauerstoffblasverfahren im Konverter, auch LD-Verfahren oder Oxygenstahl-Verfahren genannt, wird flüssiges Roheisen in einen kippbaren Konverter gegeben. Es können bis zu 20 % Stahlschrott hinzugegeben werden. Hauptziel des Prozesses ist die Reduktion des Kohlenstoffanteils im Roheisen. Über eine Lanze wird Sauerstoff in das System geblasen und es wird Kalk zur Erzeugung einer Schlackephase zugeschlagen. Eine Oxidationsreaktion führt zur Ausbildung von Eisenoxiden, Kohlenstoffoxiden (CO und CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;) und Oxidation der Begleitstoffe (Silizium, Mangan, Phosphor, etc.) bei einer Temperatur von 2500-3000 °C am Brennfleck sowie zur Durchmischung des Metallbades. Das gebildete Gas entweicht aus dem Prozess. Das oxidierte Eisen (FeO) reagiert mit oxidierbaren Beimengungen und Eisen (Fe) fällt aus. Es bildet sich eine Schlacke aus Oxiden und Kalk. Durch die Reaktion wird die Temperatur des Roheisens von 1300 °C auf die Stahlschmelztemperatur von 1600 °C erhöht, sodass der zugegebene feste Eisenschrott geschmolzen wird. Weiterhin kann Eisenschrott zu Kühlzwecken nachträglich zugeschlagen werden. Anschließend werden Stahl und Schlacke abgegossen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;ProduktionundEnergieStahl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Martens&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Elektrolichtbogen-Verfahren&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Beim Elektrolichtbogen-Verfahren wird Elektroenergie zu Wärmeenergie umgewandelt. Dabei kann bis zu 100 % Schrott eingesetzt werden, um Stahl herzustellen. In den Ofengefäßen befinden sich drei Graphitelektroden. Zunächst wird Schrott eingeschmolzen, um anschließend Zuschläge (Kalk und Flussspat) hinzuzugeben. Es folgt eine Begasung mit Sauerstoff für einen Frischprozess, bei welchem oxidierbare Verunreinigungen verschlackt werden und anschließend eine Reduktionsphase zum Sauerstoff- und Schwefelabbau. Bei Bedarf kann ein Legierungselement zugegeben werden. Wertvolle Legierungen werden beim Elektrolichtbogen-Verfahren weniger verschlackt als beim Sauerstoffaufblaskonverter. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Martens&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Direktreduktion&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Eine energiesparende, aber auch weniger produktive Alternative zu den Standardverfahren, bietet die Direktreduktion. Hierbei wird ein Schachtofen mit Stückerz und Pellets gefüllt und mit Kohlenmonoxid und Wasserstoff begast&amp;lt;ref name = &amp;quot;TecScience&amp;quot;/&amp;gt;. Alternative Verfahren nutzen Drehrohr- oder Wirbelschichtöfen &amp;lt;ref name = &amp;quot;VDEH&amp;quot;/&amp;gt; . Es kommt zur Reduktion der Eisenoxide, wodurch der enthaltene Sauerstoff aus dem Eisenerz herausgelöst und somit Eisen, Kohlenstoffdioxid und Wasser gebildet und ein sogenannter Eisenschwamm entsteht&amp;lt;ref name = &amp;quot;TecScience&amp;quot;/&amp;gt;. Anschließend wird der Eisenschwamm abgekühlt, um Rückoxidationen zu vermeiden. Verunreinigungen werden anschließend durch ein Elektrostahlverfahren entfernt, wobei der eigentliche Rohstahl aus dem Eisenschwamm entsteht&amp;lt;ref name = &amp;quot;TecScience&amp;quot;/&amp;gt;. Der Eisenschwamm kann im Elektrostahlverfahren gemeinsam mit Stahlschrott zu Stahl verarbeitet werden &amp;lt;ref name = &amp;quot;BVSE_Verwertung&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schmelzreduktion&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Die Schmelzreduktion, auch Corex-Prozess genannt, bietet ebenfalls eine alternative Verfahrensweise zur Stahlproduktion. In einer Vorreduktion werden Stückerz und Pellets im Gegenstromverfahren mit einem Reduktionsgas auf ca. 90 % mineralisiert, wodurch ein Eisenschwamm entsteht. Anschließend werden die Komponenten im Einschmelzvergaser eingeschmolzen und vollständig reduziert. Es werden eine Schlacke und Metallphase gebildet. Die Metallphase kann anschließend im Sauerstoff-Konverter zu Stahl prozessiert werden. &amp;lt;ref name = &amp;quot;HBrauer&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seit den 2000er Jahren wird ca. ein Drittel des Stahls mittels Elektrostahlverfahren und zwei Drittel über das Oxygenstahlverfahren hergestellt (vgl. Abbildung 5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stahlproduktion besaß im Jahr 2015 einen Gesamtenergieverbrauch von 166,8 TWh. Dieser verteilt sich auf den Kohleverbrauch mit 133 TWh/a, Stromverbrauch mit 25,3 TWh/a und Erdgasverbrauch mit 20,9 TWh/a. Insgesamt wurden für die Herstellung von Stahl im Jahr 2015 59 Mt CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; Äquivalente emittiert. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Schlemme&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=700px heights=500px  mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:Prozesse der Stahlherstellung.png|Abbildung 6: verschiedene Prozesse der Stahlherstellung&amp;lt;ref name = &amp;quot;VDEH&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nutzung grünmai RGB Linie.png|class=headericons]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Stahl als Werkstoff zeichnet sich durch seine gute Verformbarkeit, Wärmeleitfähigkeit und Strapazierfähigkeit aus. Er besitzt eine hohe Zugfestigkeit und Fließgrenze. Rostfreier Stahl hat eine hohe Korrosionsbeständigkeit. Als Stahl wird dabei eine Legierung aus Eisen mit maximal 2 % Kohlenstoff und verschiedenen anderen Elementen wie Mangan, Phosphor, Schwefel, Chrom oder Nickel bezeichnet (vgl. Tabelle 1). &amp;lt;ref name = &amp;quot;TotalMateria&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Preis für eine Tonne Stahl lag im September 2020 bei ca. 214 € &amp;lt;ref name = &amp;quot;WS-Stahl&amp;quot;/&amp;gt;. Stahlwerkstoffe werden nach ihrer chemischen Zusammensetzung oder nach Hauptgüteklassen eingeteilt (vgl. Tabelle 2). Die Einteilung nach der chemischen Zusammensetzung von Stahl unterscheidet unlegierte, nichtrostende und andere legierte Stähle. Ein Stahl gilt als legiert, wenn er einen bestimmten prozentualen Massenanteil anderer Elemente besitzt. Die Grenzwerte für die verschiedenen Legierungselemente sind Tabelle 1 zu entnehmen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;DINSTahlbezeichnung&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Tabelle 1: Masseanteile verschiedener Elemente von legiertem Stahl &amp;lt;ref name = &amp;quot;DINSTahlbezeichnung&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Element !! Massenanteil in % !! Element !! Massenanteil in %&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Al || 0,30 || Ni || 0,30&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| B || 0,0008 || Pb || 0,40&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Bi || 0,10 || Se || 0,10&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Co || 0,30 || Si || 0,60&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Cr || 0,30 || Te || 0,10&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Cu || 0,40 || Ti || 0,05&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| La || 0,10 || V || 0,10&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Mn || 1,65 || W || 0,30&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Mo || 0,08 || Zr || 0,05&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Nb || 0,06 || sonstige || 0,10&lt;br /&gt;
|}Nichtrostende Stähle besitzen einen Massenanteil von mind. 10,5 % Chrom und max. 1,2 % Kohlenstoff. Bei der Einteilung nach Güteklassen werden unlegierte Qualitäts- und Edelstähle, legierte Qualitäts- und Edelstähle sowie nichtrostende Stähle unterschieden. Unlegierte Qualitätsstähle erfüllen festgelegte Anforderungen an Zähigkeit, Korngröße und Umformbarkeit. Beispiele sind unlegierte Baustähle, Einsatzstähle, Vergütungsstähle und schweißgeeignete Feinkornbaustähle. Grundstähle zählen ebenfalls zu den unlegierten Qualitätsstählen. Eine Wärmebehandlung des Stahls ist in der Regel nicht vorgesehen. Unlegierte Edelstähle umfassen Stähle für den Stahlbau, Einsatzstähle, Vergütungsstähle, Federstähle und Werkzeugstähle. Sie werden zum Vergüten und zum Härten von Oberflächen eingesetzt. An sie werden höhere Anforderungen bezüglich des Reinheitsgrades und der genauen Einstellung der chemischen Zusammensetzung gestellt als an Qualitätsstähle. Der Gehalt an Phosphor und Schwefel darf einen Massengehalt von 0,002 % nicht übersteigen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;DINSTahlbezeichnung&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Tabelle 2: Güteklassen nach DIN 17600&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Güteklasse !! Kurzbeschreibung !! Anwendungen&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Unlegierte Qualitätsstähle || Festgelegte Anforderungen an Zähigkeit, Korngröße und Umformbarkeit || Unlegierte Baustähle, Einsatzstähle, Vergütungsstähle, Schweißgeeignete Feinkornbaustähle&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Unlegierte Edelstähle || Höherer Reinheitsgrad als unlegierte Qualitätsstähle || Stahlbau, Einsatzstähle, Vergütungsstähle, Federstähle, Werkzeugstähle&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Legierte Qualitätsstähle || Besondere Anforderungen an Zähigkeit, Korngröße und Umformbarkeit || Stahlbau, Schweißgeeignete Feinkornbaustähle, Schienen- und Spundbohlen, Warm- oder kaltgewalzte Flacherzeugnisse&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Legierte Edelstähle || Genaue Einstellung der chemischen Zusammensetzung, optimierte Eigenschaften || Maschinenbau, Druckbehälter, Wälzlager, Werkzeugstähle, Warmfeste Stähle&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Nichtrostende Stähle || Genauste Anforderung an Chrom- und Kohlenstoffgehalt || Stähle mit den Anforderungen: korrosionsbeständig, hitzebeständig oder warmfest&lt;br /&gt;
|}Legierte Qualitätsstähle erfüllen besondere Anforderungen an Zähigkeit, Korngröße und Umformbarkeit. Sie werden beispielsweise im Stahlbau, für Schienen und Spundbohlen oder für warm- oder kaltgewalzte Flacherzeugnisse eingesetzt. Schweißgeeignete Feinkornbaustähle sind ein Beispiel für legierte Qualitätsstähle. Legierte Edelstähle zeichnen sich durch eine genauere Einstellung der chemischen Zusammensetzung und verbesserte Eigenschaften durch besondere Herstellungs- und Prüfbedingungen aus. Beispiele für legierte Qualitätsstähle sind Maschinenbaustähle, Stähle für Druckbehälter, Wälzlagerstähle, Werkzeugstähle und warmfeste Stähle. Schweißgeeignete legierte Feinkornbaustähle zählen zu den Edelstählen, wenn sie eine vorgegebenen Massenanteil an bestimmten Elementen besitzen (vgl. Tabelle 3). &amp;lt;ref name = &amp;quot;DINSTahlbezeichnung&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Tabelle 3: Grenzwerte für Masseanteile verschiedener Elemente in Edelstählen &amp;lt;ref name = &amp;quot;DINSTahlbezeichnung&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Element !! Massenanteil in %&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Cr || 0,50&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Cu || 0,50&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Mn || 1,80&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Mo || 0,10&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Nb || 0,08&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Ni || 0,50&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Ti || 0,12&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| V || 0,12&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Zr || 0,12&lt;br /&gt;
|}Nicht rostende Stähle werden weiter nach ihrem Nickelgehalt, über oder unterhalb von 2,5 %, sowie nach ihren Haupteigenschaften „Korrosionsbeständigkeit“, „Hitzebeständigkeit“ und „Warmfestigkeit“ unterteilt. &amp;lt;ref name = &amp;quot;DINSTahlbezeichnung&amp;quot;/&amp;gt;Die Einsatzmöglichkeiten für Stahl sind vielfältig. In Deutschland werden 35 % des verwendeten Stahls in der Bauwirtschaft und 11 % im Maschinenbau eingesetzt. Der Anteil des verbrauchten Stahls für Automobile ist in Deutschland mit 26 % vergleichsweise hoch. Metallwaren machen 12 % des Stahleinsatzes aus, für Rohre werden 9 % und für Haushaltsgegenstände 2 % des Stahls eingesetzt. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Rohstahlproduktion_Deutschland&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=600px heights=400px  mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:Verwendung Stahl.png|600px|Abbildung 7: Anteil am Stahlbedarf in Deutschland 2020 &amp;lt;ref name = &amp;quot;Rohstahlproduktion_Deutschland&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RS-Sek blaudunkel RGB Linie.png|class=headericons]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Recyclingrohstoff ==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Stahlabfälle werden in Eigenschrott, Neuschrott und Altschrott unterteilt. In Deutschland werden Neuschrott und Altschrott etwa Verhältnis von 2:3 eingesetzt und im Verhältnis 1:1 recycelt. Stahlschrotte werden an Anfallstellen (Industrie, Gewerbe, Kommune, Haushalte) gesammelt und vom Handel entgegengenommen. Der Eigenschrott wird meist in den Stahlwerken und Gießereien direkt wieder eingesetzt. &amp;lt;ref name = &amp;quot;BVSE_Sammlung&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e. V. (BDSV) und die Wirtschaftsvereinigung Stahl (WV Stahl) wurde im Jahr 2010 eine Stahlschrottsortenliste für unlegierte Kohlenstoff-Stahlschrottsorten erstellt&amp;lt;ref name = &amp;quot;VivisRohstoffeRecyclingBand7&amp;quot;/&amp;gt;. Diese wird durch die Europäische Stahlschrottsortenliste ergänzt&amp;lt;ref name = &amp;quot;VivisRohstoffeRecyclingBand7&amp;quot;/&amp;gt;. An den Schrott werden nach dieser Liste verschiedene Bedingungen bezüglich der Sicherheit, Reinheit und der Begleitstoffe gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezüglich der Sicherheitsaspekte muss gewährleistet werden, dass sich in der Schrottsammlung keine Behälter befinden dürfen, welche geschlossen sind, keine ausreichende Öffnung besitzen oder unter Druck stehen und dadurch ein Explosionsrisiko darstellen. Weiterhin dürfen sich unter dem Schrott keine gefährlichen, brennbaren, explosionsgefährdenden oder radioaktiven Materialien befinden. &lt;br /&gt;
Der Stahl sollte für eine ausreichende Reinheit von nicht eisenhaltigen Metallen und nicht metallischen Stoffen (z.B. Erde, Eisenoxid, Isolierung), brennbaren, nicht metallischen Materialien (z.B. Gummi, Plastik, Holz, Öl) und größeren, nicht elektrizitätsleitenden Teilen (z.B. Reifen, Holz, Beton) weitestgehend frei sein. Weiterhin sollte der Schrott von Abfällen und Nebenprodukten aus der Stahlschmelze, dem Erhitzen, dem Zurichten, Schleifen und Sägen, sowie von Begleitelementen wie Kupfer, Zinn, Blei und Legierungen mit Chrom, Nickel und Molybdän befreit sein. Eine Mischung verschiedener Stahlsorten ist nur nach vorherigen Vereinbarungen zulässig. &amp;lt;ref name = &amp;quot;EU_Stahlschrottsortenliste&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europäische Stahlschrottsortenliste unterschiedet nach Altschrott, Neuschrott, Shredderschrott, Stahlspäne, leicht legiertem Schrott mit hohem Gehalt an Begleitelementen, Schrott mit hohem Reststoffanteil, und geschreddertem Schrott aus der Abfallverbrennung. Neuschrotte und Shredderstahlschrotte erzielen die höchsten Verkaufspreise (vgl. Tablle 4). &amp;lt;ref name = &amp;quot;EU_Stahlschrottsortenliste&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Tabelle 4: Stahlschrottpreise Juni 2021 &amp;lt;ref name = &amp;quot;BDSVPreiseStahl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Sorte !! Preis in €/Tonne&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Stahlaltschrott || 375,5&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Stahlneuschrott || 430,4&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Schwerer Stahlaltschrott || 416,0&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Shredderstahlaltschrott || 426,5&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Stahlspäne || 361,0&lt;br /&gt;
|}Die Sammelrate von Stahl in der Baubranche liegt derzeit bei rund 97 %&amp;lt;ref name = &amp;quot;FaktenStahlindustrie2020&amp;quot;/&amp;gt;. Der gesamte gesammelte Stahl wird laut der Wirtschaftsvereinigung Stahl dem Recycling zugeführt &amp;lt;ref name = &amp;quot;FaktenStahlindustrie2020&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;gallery widths=700px heights=500px  mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:Stoffstrom Eisen und Stahl in Deutschland aktuell.png|Abbildung 8: Stoffströme Stahl und Fe-Guss in Deutschland 2013 &amp;lt;ref name = &amp;quot;UBA_Sekundärrohstoffwirtschaft&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt; &#039;&#039;&#039; Aufbereitung von Schrotten &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Stahl kann grundsätzlich aus allen Anwendungen recycelt werden. Es ist möglich, Stahl beliebig oft einzuschmelzen und neu zu verwenden. Dabei können durch Legierungen und weitere Behandlungen Anpassungen an neue Anwendungsbereiche vorgenommen werden. &amp;lt;ref name = &amp;quot;RivaStahl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Schematischer Ablauf Stahlrecycling aktuell.png|thumb|600px|Abbildung 9: Schematische Darstellung der Aufbereitung und Wiederverwendung von Stahlschrott &amp;lt;ref name = &amp;quot;RivaStahl&amp;quot;/&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
:Der Einsatz von Stahlschrott wird durch das Remelting, also das erneute Einschmelzen von Stahlschrott in den bereits beschriebenen Sauerstoffblasverfahren und im Elektrobogenverfahren ermöglicht. Die Sortierung und Aufbereitung von Stahlschrott geschieht über eine Kombination aus verschiedenen Verfahrensschritten. Zunächst geschehen eine Sortierung und Vorbereitung oder eine physikalische Trennung durch manuelle Sortierung durch den Menschen. Optische Emissionsspektrometer oder laserinduzierte Plasmaspektroskopien könne zur Hilfe genommen werden. In diesem Schritt werden nicht metallische Produkte und verschiedene Anhaftungen, sowie wertvolle und wiederverwertbare Stoffe können durch diesen Verfahrensschritt entfernt werden. Während der Zerkleinerung wird großformatigerer Schrott durch Scheren durch hydraulische Guillotinen zum Transport und zur Beschickung in Stücke geschnitten. Durch Ballenpressen und Brikettierungen wird die Dichte des Schrotts vor der Beschickung des Ofens erhöht. Für das Schreddern und die Fragmentierung größerer Objekte in passende Stücke wird eine Hammermühle eingesetzt. Eine magnetische Trennung geschieht über Band- und Trommel-Permanentmagnete oder Elektromagnete. Hier werden eisenhaltige Schrotte von nichteisenhaltigen Schrotten getrennt. Über Funken-, magnetische, chemische und spektroskopische Prüfungen werden Stahllegierungen getrennt und klassifiziert. Thermische Methoden wie Verdampfer und Verbrennungsanlagen können Beschichtungen mit Zink, Zinn, Brennstoffen, Ölen, Fetten, Farben, Schmiermitteln und Klebstoffen entfernen. Dabei werden jeweils spezifische Kombinationen auf den genannten Verfahren eingesetzt, um den Schrott anforderungsgemäß zu behandeln. (Wirbelstromscheider, Abscheidung schwerer Medien weggelassen) &amp;lt;ref name = &amp;quot;FraunhoferStahlschrott2016&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Einsatz von Schrotten und Vorteile des Stahlrecyclings &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Momentan kann der Bedarf an Stahlerzeugnissen nicht durch das Aufkommen an Stahlschrott gedeckt werden. Weltweit wurden 2005 33% des Stahls durch Elektrolichtbogenöfen hergestellt, welche vor allem zum Einschmelzen von Stahlschrott verwendet wird. Bis 2015 sank der Anteil auf 25,1%. Der Rückgang ist vor Allem der steigenden Produktion in China zuzuschreiben. In China wurden 2015 ca. 50% des weltweiten Stahls produziert, wovon lediglich 6,1% aus Recycling-Öfen stammten. &amp;lt;ref name = &amp;quot;BVSE_Verwertung&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
:In Deutschland wurden 2019 etwa 44,6% des Stahls durch sekundäre Rohstoffe gewonnen. Damit liegt der Einsatz von Sekundärmaterial von Stahl leicht über dem von Kupfer allerdings wesentlich niedriger als der von Aluminium. Die verhältnisse sind in Abbildung 10 dargestellt. &amp;lt;ref name = &amp;quot;AnteilSekRohstoffe&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=500px heights=300px  mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:Anteil Sek Rohstoff Alu Kupfer Stahl.png|Abbildung 10: Anteil sekundärer Rohstoffe an der Produktion von Kupfer, Aluminium und Rohstahl in Deutschland im Jahr 2019&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Beim Rezyklieren von einer Tonne Stahlschrott können 1,4 Tonnen Eisenerz, 0,6 Tonnen Kohle, 55 kg Kalk, 1,35 Tonnen CO_2-Äauivalente und 13,4 GJ Primärenergie eingespart werden. Prozentual bedeutet dies eine Einsparung von 77% CO_2-Emissionen, 75% Energie, 90% Rohstoffe, 40% Wasser, 76% Wasserverunreinigung und 86% Luftverunreinigung. Bei Edelstahl können Einsparungen von ca. 4,5 Tonnen pro Tonne Edelstahlschrott verzeichnet werden, da enthaltene Legierungen mit Nickel, Chrom und Molybdän mit hohem Treibhaus und Energieaufwand einher gehen. Allein in Deutschland können pro Jahr 17 Mio. Tonnen CO_2-Äquivalent durch Stahl-Recycling vermieden werden. &amp;lt;ref name = &amp;quot;FraunhoferStahlschrott2016&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Tabelle 5: Einsparungen durch den Einsatz von Sekundärmaterial bei der Stahlherstellung&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Ressource !! Einsparungen in %&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| CO2 - Emissionen || 77%&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Energie || 75%&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Rohstoffe || 90%&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Wasser || 40%&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Wasserverunreinigungen || 76%&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Luftverunreinigungen || 86%&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Beispiele für Schrottqualitäten &#039;&#039;&#039;&amp;lt;gallery widths=400px mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:LeichterAltschrott.png|Leichter Altschrott: Material aus Abbruch und Industrie, gebrauchte und funktionsunfähige Ware; unter 6 mm Stärke &amp;lt;ref name = &amp;quot;RobertJager&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:LeichterStahlneuschrott.png|Pakete: Leichter Stahlneuschrott, unter 3mm Stärke, verdichtet oder in Form von festen Paketen &amp;lt;ref name = &amp;quot;RobertJager&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stahlspäne.png|Stahlspäne: Homogene oder gemischte Lose von Kohlenstoffstahlspänen, frei von zu hohem Anteil wolliger Späne, frei von jeglicher Verunreinigung wie NE-Metalle, Zunder, Schleifstaub und stark oxydierten Spänen oder Stoffen der chemischen Industrie &amp;lt;ref name = &amp;quot;RobertJager&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name = &amp;quot;Schatzwert&amp;quot;&amp;gt; Schatzwert.de: Eisenerze (online). Online verfügbar unter: https://www.schatzwert.de/metalle/eisen/eisenerze/, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name=&amp;quot;WorldMiningData&amp;quot;&amp;gt; US Geological Survey (2021): MINERAL COMMODITY SUMMARIES 2021. Online verfügbar unter: https://pubs.usgs.gov/periodicals/mcs2021/mcs2021.pdf, zuletzt geprüft am 28.10.21. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;StadtmuseumWeilburg&amp;quot;&amp;gt; Bergbau- und Stadtmuseum - Weilburg an der Lahn: Eisen / Eisenerz (online). Online verfügbar unter: &lt;br /&gt;
 http://www.museum-weilburg.de/texte/seite.php?id=107886, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;SteelYearbook2020&amp;quot;&amp;gt; Worldsteel Association: Steel Statistical Yearbook 2020 concise version. Online verfügbar unter: https://www.worldsteel.org/en/dam/jcr:5001dac8-0083-46f3-aadd-35aa357acbcc/Steel%2520Statistical%2520Yearbook%25202020%2520%2528concise%2520version%2529.pdf, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;RVR_Eisen&amp;quot;&amp;gt; Regionalverbund Ruhr (2010): Wie aus Eisenerz Roheisen wird (online). Online verfügbar unter: http://www.ruhrgebiet-regionalkunde.de/html/grundlagen_und_anfaenge/eisen_und_stahl/roheisenherstellung.php%3Fp=3,3.html, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;ProduktionundEnergieStahl&amp;quot;&amp;gt; Bartusch, H.; Alcalde, A.; Fröhling, M.; Schultemann, F.; Schwaderer, F. (2013): Erhöhung der Energie- und Ressourceneffizient und Reduzierung der Treibhausgasemissionen in der Eisen-, Stahl- und Zinkindustrie (ERESTRE): Band 2 Produktion und Energie. Karlsruhe. Online verfügbar unter: https://publikationen.bibliothek.kit.edu/1000028247, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;StahlproduktionLänder&amp;quot;&amp;gt; Statista (2021): Rohstahlproduktion nach Ländern weltweit 2020. Online verfügbar unter: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/311503/umfrage/wichtigste-laender-nach-rohstahlproduktion/, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;Stahlproduzenten&amp;quot;&amp;gt; Statista (2021): Größte Stahlproduzenten weltweit nach Produktionsmenge 2020. Online verfügbar unter: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/180811/umfrage/die-groessten-stahlproduzenten-weltweit-nach-produzierter-menge/, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;Mineralienatlas&amp;quot;&amp;gt; S. Schorn: Mineralienatlas - Möller (online). Online verfügbar unter: https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/M%C3%B6ller?lang=de, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;Martens&amp;quot;&amp;gt; H. Martens DG. Recyclingtechnik: Fachbuch für Lehre und Praxis. 2. Auflage; 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;TecScience&amp;quot;&amp;gt; A. Höfler: TecSciemce - Direktreduktionsverfahren (online). Online verfügbar unter: https://www.tec-science.com/de/werkstofftechnik/stahl-erzeugung-herstellung/direktreduktionsverfahren/, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;VDEH&amp;quot;&amp;gt; Stahlinstitut VDEh: Roheisen- und Rohstahlerzeugung (online). Online verfügbar unter: https://www.vdeh.de/stahltechnologie/stahlerzeugung/, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;BVSE_Verwertung&amp;quot;&amp;gt; bvse-Fachverband Schrott, E-Schrott und Kfz-Recycling: Metallschrottrecycling, Verwertung (online). Online verfügbar unter: https://www.bvse.de/fachbereiche-schrott-e-schrott-kfz/metallschrott/verwertung.html, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;HBrauer&amp;quot;&amp;gt; H. Brauer (1996): Handbuch des Umweltschutzes und der Umweltschutztechnik: Band 2, Produktions- und produktintegrierter Umweltschutz. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;Schlemme&amp;quot;&amp;gt; J. Schlemme, M. Schimmel, C. Achtelik (2019): Energiewende in der Industrie: Potenziale und Wechselwirkungen mit dem Energiesektor. Branchensteckbrief der Eisen- und Stahlindustrie. Online verfügbar unter: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Downloads/E/energiewende-in-der-industrie-ap2a-branchensteckbrief-stahl.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=4, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;TotalMateria&amp;quot;&amp;gt; Key to Metals AG (2021): Stahleigenschaften (online). Online verfügbar unter: https://www.totalmateria.com/page.aspx?ID=Stahleigenschaften&amp;amp;LN=DE, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;WS-Stahl&amp;quot;&amp;gt; Westfälische Stahlgesellschaft F.W. Krummenerl GmbH &amp;amp; Co. KG: Schrottzuschläge (online). Online verfügbar unter: https://www.ws-stahl.de/service/schrottzuschlaege/, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;DINSTahlbezeichnung&amp;quot;&amp;gt; Gomeringer et al. (2019): Tabellenbuch Metall - Stahlbezeichnungen (Kurzzeichen, alt) nach DIN 17600. 48. Auflage, ISBN 978-3-8085-1728-4. Online verfügbar unter: https://hps.hs-regensburg.de/heh39273/aufsaetze/en10025_1.pdf, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;BVSE_Sammlung&amp;quot;&amp;gt; bvse-Fachverband Schrott, E-Schrott und Kfz-Recycling: Metallschrottrecycling, Beschaffung/Sammlung. Online verfügbar unter: https://www.bvse.de/fachbereiche-schrott-e-schrott-kfz/metallschrott/beschaffung-sammlung.html, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name =&amp;quot;VivisRohstoffeRecyclingBand7&amp;quot;&amp;gt; Thomé-Kozmiensky et al. (2014): Recycling und Rohstoffe: Band 7. Neuruppin; 2014. Online verfügbar unter: https://www.vivis.de/wp-content/uploads/RuR7/2014_RuR_289_308_Biedermann, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;EU_Stahlschrottsortenliste&amp;quot;&amp;gt; bvse-Fachverband Schrott, E-Schrott und Kfz-Recycling: Europäische Stahlschrottsortenliste. Online verfügbar unter: https://www.bvse.de/images/pdf/schott-elektro-kfz/schrottsorten.pdf, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;BDSVPreiseStahl&amp;quot;&amp;gt; BDSV - Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e. V. (2021): Markt und Preise - BDSV Durchschnittspreise in Deutschland in €/t (06/2021). Online verfügbar unter: https://www.bdsv.org/unser-service/markt-preise/, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;FaktenStahlindustrie2020&amp;quot;&amp;gt; Wirtschaftvereinigung Stahl (2020): Fakten zur Stahlindistrie in Deutschland 2020. Online verfügbar unter: https://www.stahl-online.de/wp-content/uploads/WV-Stahl_Fakten-2020_rz_neu_Web1.pdf, zuletzt geprüft am 22.10.21&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;UBA_Sekundärrohstoffwirtschaft&amp;quot;&amp;gt; Steger et al. (2019): Stoffstromorientierte Ermittlung des Beitrags der Sekundärrohstoffwirtschaft zur Schonung von Primärrohstoffen und Steigerung der Ressourcenproduktivität: Abschlussbericht. Online verfügbar unter: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/1410/publikationen/2019-03-27_texte_34-2019_sekundaerrohstoffwirtschaft.pdf, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;RivaStahl&amp;quot;&amp;gt; RIVA Stahl GmbH: Recyclingweltmeister Stahl. Online verfügbar unter: https://www.rivastahl.com/de/corporate_responsibility/recyclingweltmeister_stahl, zuletzt geprüft am 10.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;FraunhoferStahlschrott2016&amp;quot;&amp;gt; M. Hiebel, J. Nühlen (2016): Technische, ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Faktoren von Stahlschrott - Zukunft Stahlschrott. Oberhausen. Online verfügbar unter: https://www.umsicht.fraunhofer.de/content/dam/umsicht/de/dokumente/publikationen/2016/stahlrecycling-sichert-stahlproduktion.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;RobertJager&amp;quot;&amp;gt; Robert Jaeger Rohstoffhandelsgesellschaft GmbH (2021): Stahlschrott. Online verfügbar unter: https://www.robert-jaeger-denklingen.de/handel/stahlschrott-2/ (22.10.2021) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;AnteilSekRohstoffe&amp;quot;&amp;gt; Statista (2020): Metallrecycling - Anteil der Sekundärproduktion nach Metallart in Deutschland 2019. Online verfügbar unter: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/259779/umfrage/recyclinganteil-bei-der-produktion-ausgewaehlter-metalle-in-deutschland/, zuletzt geprüft am 22.10.21 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name = &amp;quot;Rohstahlproduktion_Deutschland&amp;quot;&amp;gt; Wirtschaftsvereinigung Stahl (2023): Rohstahlproduktion in Deutschland. online verfügbar unter: https://www.stahl-online.de/startseite/stahl-in-deutschland/konjunkturinformationen/, zuletzt geprüft am 03.07.2023. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name = &amp;quot;Stahlerzeugung_Deutschland&amp;quot;&amp;gt; Wirtschaftsvereinigung  Stahl (2022): Stahlerzeugung in Deutschland. online verfügbar unter: https://www.stahl-online.de/startseite/stahl-in-deutschland/zahlen-und-fakten/, zuletzt geprüft am 03.08.2023. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Soda&amp;diff=4218</id>
		<title>Soda</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Soda&amp;diff=4218"/>
		<updated>2024-05-31T15:07:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:1-05-001.gif|center|Probendarstellung: Soda]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probennummer&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | 1-05-001&lt;br /&gt;
| colspan = &amp;quot;2&amp;quot;  rowspan = &amp;quot;6&amp;quot; | Soda ist der wichtigste Na&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O-Lieferant in der Glasherstellung und wird aus Steinsalz gewonnen. Soda weist Verunreinigungen mit NaCl auf, was darauf zurückzuführen ist, dass eine Natriumchloridlösung bei der Herstellung von Soda mittels Solvay-Verfahren zum Einsatz kommt. Diese etwa bei 1% liegenden NaCl-Gehalte des Sodas sind für die Glasherstellung nicht kritisch.&lt;br /&gt;
Soda spielt eine entscheidende Rolle bei der Herstellung von Glas, z. B. zur Absenkung des Schmelzpunkts, als Flussmittel, zur Verbesserung der chemischen Beständigkeit und zur Stabilisierung. &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Herkunft&#039;&#039;&#039; || Glasproduktion&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Jahr&#039;&#039;&#039; || 2023&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Lebensabschnitt&#039;&#039;&#039; || Produktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Komponenten&#039;&#039;&#039; || Natriumcarbonat (Na&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;CO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;)&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Angaben zur Rezyklierbarkeit&#039;&#039;&#039; || Soda als Bestandteil von Glas kann unendlich oft wiederverwendet werden, ohne seine Eigenschaften zu verlieren. Es kann beliebig oft in den Schmelzprozess zurückgeführt und zu neuen Produkten verarbeitet werden. Das Einschmelzen von Altglas spart somit primäres Soda und weitere Primärrohstoffe ein.&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Proben%C3%BCbersicht&amp;diff=4217</id>
		<title>Probenübersicht</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Proben%C3%BCbersicht&amp;diff=4217"/>
		<updated>2024-05-31T14:56:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Die hier gezeigten Proben sind als Ausstellungsstücke im Material Assessment Lab (MAssLab) des ANTS zu finden.&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Leichtverpackungen (LVP)]]  &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;300px&amp;quot; heights=&amp;quot;200px&amp;quot; gallery=&amp;quot;&amp;quot; mode=&amp;quot;packed-overlay&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:3-03-005.jpg|[[3-03-005]]&lt;br /&gt;
Datei:Safttetrapak.jpg|[[3-03-003]]&lt;br /&gt;
Datei:Milchkarton.jpg|[[3-03-004]]&lt;br /&gt;
Datei:4-03-009.jpg|[[4-03-009]]&lt;br /&gt;
Datei:4-03-010.jpg|[[4-03-010]]&lt;br /&gt;
Datei:4-03-024.jpg|[[4-03-024]]&lt;br /&gt;
Datei:4-03-025.jpg|[[4-03-025]]&lt;br /&gt;
Datei:4-03-036.jpg|[[4-03-036]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Kunststoffe]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;300px&amp;quot; heights=&amp;quot;200px&amp;quot; gallery=&amp;quot;&amp;quot; mode=&amp;quot;packed-overlay&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:2-11-004.jpg|[[2-11-004]]&lt;br /&gt;
Datei:2-11-006.jpg|[[2-11-006]]&lt;br /&gt;
Datei:2-11-008.jpg|[[2-11-008]]&lt;br /&gt;
Datei:2-11-011.jpg|[[2-11-011]]&lt;br /&gt;
Datei:2-11-012.jpg|[[2-11-012]]&lt;br /&gt;
Datei:2-11-013.jpg|[[2-11-013]]&lt;br /&gt;
Datei:2-11-014.jpg|[[2-11-014]]&lt;br /&gt;
Datei:3-11-006.jpg|[[3-11-006]]&lt;br /&gt;
Datei:3-11-007.jpg|[[3-11-007]]&lt;br /&gt;
Datei:3-11-045.jpg|[[3-11-045]]&lt;br /&gt;
Datei:3-11-044.jpg|[[3-11-044]]&lt;br /&gt;
Datei:3-14-002.jpg|[[3-14-002]]&lt;br /&gt;
Datei:4-11-002.jpg|[[4-11-002]]&lt;br /&gt;
Datei:4-11-003.jpg|[[4-11-003]]&lt;br /&gt;
Datei:4-11-008.jpg|[[4-11-008]]&lt;br /&gt;
Datei:4-11-025.jpg|[[4-11-025]]&lt;br /&gt;
Datei:4-11-026.jpg|[[4-11-026]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Papier, Pappe, Kartonagen (PPK)]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;300px&amp;quot; heights=&amp;quot;200px&amp;quot; gallery=&amp;quot;&amp;quot; mode=&amp;quot;packed-overlay&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:2-04-011.jpg|[[2-04-011]]&lt;br /&gt;
Datei:2-04-012.jpg|[[2-04-012]]&lt;br /&gt;
Datei:2-04-013.jpg|[[2-04-013]]&lt;br /&gt;
Datei:3-04-006.jpg|[[3-04-006]]&lt;br /&gt;
Datei:3-04-015.jpg|[[3-04-015]]&lt;br /&gt;
Datei:3-04-016.jpg|[[3-04-016]]&lt;br /&gt;
Datei:3-04-017.jpg|[[3-04-017]]&lt;br /&gt;
Datei:3-04-018.jpg|[[3-04-018]]&lt;br /&gt;
Datei:3-04-020.jpg|[[3-04-020]]&lt;br /&gt;
Datei:3-04-021.jpg|[[3-04-021]]&lt;br /&gt;
Datei:3-04-023.jpg|[[3-04-023]]&lt;br /&gt;
Datei:3-04-025.jpg|[[3-04-025]]&lt;br /&gt;
Datei:3-04-028.jpg|[[3-04-028]]&lt;br /&gt;
Datei:3-04-030.jpg|[[3-04-030]]&lt;br /&gt;
Datei:4-04-001.jpg|[[4-04-001]]&lt;br /&gt;
Datei:4-04-002.jpg|[[4-04-002]]&lt;br /&gt;
Datei:4-04-003.jpg|[[4-04-003]]&lt;br /&gt;
Datei:4-04-004.jpg|[[4-04-004]]&lt;br /&gt;
Datei:4-04-005.jpg|[[4-04-005]]&lt;br /&gt;
Datei:4-04-008.jpg|[[4-04-008]]&lt;br /&gt;
Datei:4-04-010.jpg|[[4-04-010]]&lt;br /&gt;
Datei:4-04-012.jpg|[[4-04-012]]&lt;br /&gt;
Datei:4-04-013.jpg|[[4-04-013]]&lt;br /&gt;
Datei:4-04-023.jpg|[[4-04-023]]&lt;br /&gt;
Datei:4-04-024.jpg|[[4-04-024]]&lt;br /&gt;
Datei:4-04-025.jpg|[[4-04-025]]&lt;br /&gt;
Datei:4-04-026.jpg|[[4-04-026]]&lt;br /&gt;
Datei:5-04-009.jpg|[[5-04-009]]&lt;br /&gt;
Datei:5-04-018.jpg|[[5-04-018]]&lt;br /&gt;
Datei:5-04-019.jpg|[[5-04-019]]&lt;br /&gt;
Datei:5-04-020.jpg|[[5-04-020]]&lt;br /&gt;
Datei:5-04-021.jpg|[[5-04-021]]&lt;br /&gt;
Datei:5-04-022.jpg|[[5-04-022]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Glas]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;300px&amp;quot; heights=&amp;quot;200px&amp;quot; gallery=&amp;quot;&amp;quot; mode=&amp;quot;packed-overlay&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1-05-001.jpg|[[1-05-001]]&lt;br /&gt;
Datei:1-05-002.jpg|[[1-05-002]]&lt;br /&gt;
Datei:2-05-001.jpg|[[2-05-001]]&lt;br /&gt;
Datei:2-05-002.jpg|[[2-05-002]]&lt;br /&gt;
Datei:2-05-003.jpg|[[2-05-003]]&lt;br /&gt;
Datei:3-05-002.jpg|[[3-05-002]]&lt;br /&gt;
Datei:3-05-004.jpg|[[3-05-004]]&lt;br /&gt;
Datei:3-05-005.jpg|[[3-05-005]]&lt;br /&gt;
Datei:3-05-006.jpg|[[3-05-006]]&lt;br /&gt;
Datei:3-05-007.jpg|[[3-05-007]]&lt;br /&gt;
Datei:3-05-008.jpg|[[3-05-008]]&lt;br /&gt;
Datei:3-05-009.jpg|[[3-05-009]]&lt;br /&gt;
Datei:3-05-010.jpg|[[3-05-010]]&lt;br /&gt;
Datei:3-05-011.jpg|[[3-05-011]]&lt;br /&gt;
Datei:4-05-001.jpg|[[4-05-001]]&lt;br /&gt;
Datei:4-05-002.jpg|[[4-05-002]]&lt;br /&gt;
Datei:4-05-003.jpg|[[4-05-003]]&lt;br /&gt;
Datei:4-05-004.jpg|[[4-05-004]]&lt;br /&gt;
Datei:4-02-008.jpg|[[4-02-008]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Metalle]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;300px&amp;quot; heights=&amp;quot;200px&amp;quot; gallery=&amp;quot;&amp;quot; mode=&amp;quot;packed-overlay&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1-12-001.jpg|[[1-12-001]]&lt;br /&gt;
Datei:2-12-005.jpg|[[2-12-005]]&lt;br /&gt;
Datei:2-12-004.jpg|[[2-12-004]]&lt;br /&gt;
Datei:3-12-001.jpg|[[3-12-001]]&lt;br /&gt;
Datei:3-12-007.jpg|[[3-12-007]]&lt;br /&gt;
Datei:4-12-001.jpg|[[4-12-001]]&lt;br /&gt;
Datei:4-12-008.jpg|[[4-12-008]]&lt;br /&gt;
Datei:4-12-010.jpg|[[4-12-010]]&lt;br /&gt;
Datei:4-12-014.jpg|[[4-12-014]]&lt;br /&gt;
Datei:4-12-015.jpg|[[4-12-015]]&lt;br /&gt;
Datei:5-01-003.jpg|[[5-01-003]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Elektro- und Elektronikschrott]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;300px&amp;quot; heights=&amp;quot;200px&amp;quot; gallery=&amp;quot;&amp;quot; mode=&amp;quot;packed-overlay&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:3-08-001.jpg|[[3-08-001]]&lt;br /&gt;
Datei:3-08-002.jpg|[[3-08-002]]&lt;br /&gt;
Datei:3-08-003.jpg|[[3-08-003]]&lt;br /&gt;
Datei:3-08-005.jpg|[[3-08-005]]&lt;br /&gt;
Datei:3-08-015.jpg|[[3-08-015]]&lt;br /&gt;
Datei:3-08-016.jpg|[[3-08-016]]&lt;br /&gt;
Datei:3-08-017.jpg|[[3-08-017]]&lt;br /&gt;
Datei:3-08-020.jpg|[[3-08-020]]&lt;br /&gt;
Datei:4-08-018.jpg|[[4-08-018]]&lt;br /&gt;
Datei:4-08-022.jpg|[[4-08-022]]&lt;br /&gt;
Datei:4-08-023.jpg|[[4-08-023]]&lt;br /&gt;
Datei:4-08-034.jpg|[[4-08-034]]&lt;br /&gt;
Datei:4-08-044.jpg|[[4-08-044]]&lt;br /&gt;
Datei:4-08-062.jpeg|[[4-08-062]]&lt;br /&gt;
Datei:4-08-063.jpeg|[[4-08-063]]&lt;br /&gt;
Datei:4-08-064.jpeg|[[4-08-064]]&lt;br /&gt;
Datei:4-08-065.jpg|[[4-08-065]]&lt;br /&gt;
Datei:4-08-066.jpg|[[4-08-066]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Baumaterialien]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;300px&amp;quot; heights=&amp;quot;200px&amp;quot; gallery=&amp;quot;&amp;quot; mode=&amp;quot;packed-overlay&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:4-09-003.jpg|1000px|[[4-09-003]]&lt;br /&gt;
Datei:4-09-003.jpg|1000px|[[4-09-003]]&lt;br /&gt;
Datei:4-09-022.jpg|1000px|[[4-09-022]]&lt;br /&gt;
Datei:4-09-007.jpg|1000px|[[4-09-007]]&lt;br /&gt;
Datei:4-09-006.jpg|1000px|[[4-09-006]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Bioabfall]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;300px&amp;quot; heights=&amp;quot;200px&amp;quot; gallery=&amp;quot;&amp;quot; mode=&amp;quot;packed-overlay&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:4-02-004.JPG|1000px|[[4-02-004]]&lt;br /&gt;
Datei:4-02-010.jpg|1000px|[[4-02-010]]&lt;br /&gt;
Datei:4-02-011.jpg|1000px|[[4-02-011]]&lt;br /&gt;
Datei:4-02-009.jpg|1000px|[[4-02-009]]&lt;br /&gt;
Datei:4-02-007.jpg|1000px|[[4-02-007]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Proben%C3%BCbersicht&amp;diff=4216</id>
		<title>Probenübersicht</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Proben%C3%BCbersicht&amp;diff=4216"/>
		<updated>2024-05-31T14:56:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Die hier gezeigten Proben sind als Ausstellungsstücke im Material Assessment Lab (MAssLab) des ANTS zu finden.&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Leichtverpackungen (LVP)]]  &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;300px&amp;quot; heights=&amp;quot;200px&amp;quot; gallery=&amp;quot;&amp;quot; mode=&amp;quot;packed-overlay&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:3-03-005.jpg|[[3-03-005]]&lt;br /&gt;
Datei:Safttetrapak.jpg|[[3-03-003]]&lt;br /&gt;
Datei:Milchkarton.jpg|[[3-03-004]]&lt;br /&gt;
Datei:4-03-009.jpg|[[4-03-009]]&lt;br /&gt;
Datei:4-03-010.jpg|[[4-03-010]]&lt;br /&gt;
Datei:4-03-024.jpg|[[4-03-024]]&lt;br /&gt;
Datei:4-03-025.jpg|[[4-03-025]]&lt;br /&gt;
Datei:4-03-036.jpg|[[4-03-036]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Kunststoffe]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;300px&amp;quot; heights=&amp;quot;200px&amp;quot; gallery=&amp;quot;&amp;quot; mode=&amp;quot;packed-overlay&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:2-11-004.jpg|[[2-11-004]]&lt;br /&gt;
Datei:2-11-006.jpg|[[2-11-006]]&lt;br /&gt;
Datei:2-11-008.jpg|[[2-11-008]]&lt;br /&gt;
Datei:2-11-011.jpg|[[2-11-011]]&lt;br /&gt;
Datei:2-11-012.jpg|[[2-11-012]]&lt;br /&gt;
Datei:2-11-013.jpg|[[2-11-013]]&lt;br /&gt;
Datei:2-11-014.jpg|[[2-11-014]]&lt;br /&gt;
Datei:3-11-006.jpg|[[3-11-006]]&lt;br /&gt;
Datei:3-11-007.jpg|[[3-11-007]]&lt;br /&gt;
Datei:3-11-045.jpg|[[3-11-045]]&lt;br /&gt;
Datei:3-11-044.jpg|[[3-11-044]]&lt;br /&gt;
Datei:3-14-002.jpg|[[3-14-002]]&lt;br /&gt;
Datei:4-11-002.jpg|[[4-11-002]]&lt;br /&gt;
Datei:4-11-003.jpg|[[4-11-003]]&lt;br /&gt;
Datei:4-11-008.jpg|[[4-11-008]]&lt;br /&gt;
Datei:4-11-025.jpg|[[4-11-025]]&lt;br /&gt;
Datei:4-11-026.jpg|[[4-11-026]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Papier, Pappe, Kartonagen (PPK)]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;300px&amp;quot; heights=&amp;quot;200px&amp;quot; gallery=&amp;quot;&amp;quot; mode=&amp;quot;packed-overlay&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:2-04-011.jpg|[[2-04-011]]&lt;br /&gt;
Datei:2-04-012.jpg|[[2-04-012]]&lt;br /&gt;
Datei:2-04-013.jpg|[[2-04-013]]&lt;br /&gt;
Datei:3-04-006.jpg|[[3-04-006]]&lt;br /&gt;
Datei:3-04-015.jpg|[[3-04-015]]&lt;br /&gt;
Datei:3-04-016.jpg|[[3-04-016]]&lt;br /&gt;
Datei:3-04-017.jpg|[[3-04-017]]&lt;br /&gt;
Datei:3-04-018.jpg|[[3-04-018]]&lt;br /&gt;
Datei:3-04-020.jpg|[[3-04-020]]&lt;br /&gt;
Datei:3-04-021.jpg|[[3-04-021]]&lt;br /&gt;
Datei:3-04-023.jpg|[[3-04-023]]&lt;br /&gt;
Datei:3-04-025.jpg|[[3-04-025]]&lt;br /&gt;
Datei:3-04-028.jpg|[[3-04-028]]&lt;br /&gt;
Datei:3-04-030.jpg|[[3-04-030]]&lt;br /&gt;
Datei:4-04-001.jpg|[[4-04-001]]&lt;br /&gt;
Datei:4-04-002.jpg|[[4-04-002]]&lt;br /&gt;
Datei:4-04-003.jpg|[[4-04-003]]&lt;br /&gt;
Datei:4-04-004.jpg|[[4-04-004]]&lt;br /&gt;
Datei:4-04-005.jpg|[[4-04-005]]&lt;br /&gt;
Datei:4-04-008.jpg|[[4-04-008]]&lt;br /&gt;
Datei:4-04-010.jpg|[[4-04-010]]&lt;br /&gt;
Datei:4-04-012.jpg|[[4-04-012]]&lt;br /&gt;
Datei:4-04-013.jpg|[[4-04-013]]&lt;br /&gt;
Datei:4-04-023.jpg|[[4-04-023]]&lt;br /&gt;
Datei:4-04-024.jpg|[[4-04-024]]&lt;br /&gt;
Datei:4-04-025.jpg|[[4-04-025]]&lt;br /&gt;
Datei:4-04-026.jpg|[[4-04-026]]&lt;br /&gt;
Datei:5-04-009.jpg|[[5-04-009]]&lt;br /&gt;
Datei:5-04-018.jpg|[[5-04-018]]&lt;br /&gt;
Datei:5-04-019.jpg|[[5-04-019]]&lt;br /&gt;
Datei:5-04-020.jpg|[[5-04-020]]&lt;br /&gt;
Datei:5-04-021.jpg|[[5-04-021]]&lt;br /&gt;
Datei:5-04-022.jpg|[[5-04-022]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Glas]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;300px&amp;quot; heights=&amp;quot;200px&amp;quot; gallery=&amp;quot;&amp;quot; mode=&amp;quot;packed-overlay&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1-05-001.jpg|[[1-05-001]]&lt;br /&gt;
Datei:1-05-002.jpg|[[1-05-002]]&lt;br /&gt;
Datei:2-05-001.jpg|[[2-05-001]]&lt;br /&gt;
Datei:2-05-002.jpg|[[2-05-002]]&lt;br /&gt;
Datei:2-05-003.jpg|[[2-05-003]]&lt;br /&gt;
Datei:3-05-002.jpg|[[3-05-002]]&lt;br /&gt;
Datei:3-05-004.jpg|[[3-05-004]]&lt;br /&gt;
Datei:3-05-005.jpg|[[3-05-005]]&lt;br /&gt;
Datei:3-05-006.jpg|[[3-05-006]]&lt;br /&gt;
Datei:3-05-007.jpg|[[3-05-007]]&lt;br /&gt;
Datei:3-05-008.jpg|[[3-05-008]]&lt;br /&gt;
Datei:3-05-009.jpg|[[3-05-009]]&lt;br /&gt;
Datei:3-05-010.jpg|[[3-05-010]]&lt;br /&gt;
Datei:3-05-011.jpg|[[3-05-011]]&lt;br /&gt;
Datei:4-05-001.jpg|[[4-05-001]]&lt;br /&gt;
Datei:4-05-002.jpg|[[4-05-002]]&lt;br /&gt;
Datei:4-05-003.jpg|[[4-05-003]]&lt;br /&gt;
Datei:4-05-004.jpg|[[4-05-004]]&lt;br /&gt;
Datei:4-02-008.jpg|[[4-02-008]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Metalle]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;300px&amp;quot; heights=&amp;quot;200px&amp;quot; gallery=&amp;quot;&amp;quot; mode=&amp;quot;packed-overlay&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1-12-001.jpg|[[1-12-001]]&lt;br /&gt;
Datei:2-12-005.jpg|[[2-12-005]]&lt;br /&gt;
Datei:2-12-004.jpg|[[2-12-004]]&lt;br /&gt;
Datei:3-12-001.jpg|[[3-12-001]]&lt;br /&gt;
Datei:3-12-007.jpg|[[3-12-007]]&lt;br /&gt;
Datei:4-12-001.jpg|[[4-12-001]]&lt;br /&gt;
Datei:4-12-008.jpg|[[4-12-008]]&lt;br /&gt;
Datei:4-12-010.jpg|[[4-12-010]]&lt;br /&gt;
Datei:4-12-014.jpg|[[4-12-014]]&lt;br /&gt;
Datei:4-12-015.jpg|[[4-12-015]]&lt;br /&gt;
Datei:5-01-003.jpg|[[5-01-003]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Elektro- und Elektronikschrott]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;300px&amp;quot; heights=&amp;quot;200px&amp;quot; gallery=&amp;quot;&amp;quot; mode=&amp;quot;packed-overlay&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:3-08-001.jpg|[[3-08-001]]&lt;br /&gt;
Datei:3-08-002.jpg|[[3-08-002]]&lt;br /&gt;
Datei:3-08-003.jpg|[[3-08-003]]&lt;br /&gt;
Datei:3-08-005.jpg|[[3-08-005]]&lt;br /&gt;
Datei:3-08-015.jpg|[[3-08-015]]&lt;br /&gt;
Datei:3-08-016.jpg|[[3-08-016]]&lt;br /&gt;
Datei:3-08-017.jpg|[[3-08-017]]&lt;br /&gt;
Datei:3-08-020.jpg|[[3-08-020]]&lt;br /&gt;
Datei:4-08-018.jpg|[[4-08-018]]&lt;br /&gt;
Datei:4-08-022.jpg|[[4-08-022]]&lt;br /&gt;
Datei:4-08-023.jpg|[[4-08-023]]&lt;br /&gt;
Datei:4-08-034.jpg|[[4-08-034]]&lt;br /&gt;
Datei:4-08-044.jpg|[[4-08-044]]&lt;br /&gt;
Datei:4-08-062.jpeg|[[4-08-062]]&lt;br /&gt;
Datei:4-08-063.jpeg|[[4-08-063]]&lt;br /&gt;
Datei:4-08-064.jpeg|[[4-08-064]]&lt;br /&gt;
Datei:4-08-065.jpg|[[4-08-065]]&lt;br /&gt;
Datei:4-08-066.jpg|[[4-08-066]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Baumaterialien]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;300px&amp;quot; heights=&amp;quot;200px&amp;quot; gallery=&amp;quot;&amp;quot; mode=&amp;quot;packed-overlay&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:4-09-003.jpg|1000px|[[4-09-003]]&lt;br /&gt;
Datei:4-09-003.jpg|1000px|[[4-09-003]]&lt;br /&gt;
Datei:4-09-022.jpg|1000px|[[4-09-022]]&lt;br /&gt;
Datei:4-09-007.jpg|1000px|[[4-09-007]]&lt;br /&gt;
Datei:4-09-006.jpg|1000px|[[4-09-006]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Bioabfall]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;300px&amp;quot; heights=&amp;quot;200px&amp;quot; gallery=&amp;quot;&amp;quot; mode=&amp;quot;packed-overlay&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:4-02-004.JPG|1000px|[[4-02-004]]&lt;br /&gt;
Datei:4-02-010.jpg|1000px|[[4-02-010]]&lt;br /&gt;
Datei:4-02-011.jpg|1000px|[[4-02-011]]&lt;br /&gt;
Datei:4-02-009.jpg|1000px|[[4-02-009]]&lt;br /&gt;
Datei:4-02-007.jpg|1000px|[[4-02-007]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Schrottarten&amp;diff=4211</id>
		<title>Schrottarten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Schrottarten&amp;diff=4211"/>
		<updated>2024-05-31T14:51:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: /* Proben im MassLab */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__TOC__&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
Abfälle aus Metall werden als Schrotte bezeichnet und nach ihrem Anfallort unterschieden. Neuschrotte bezeichnen metallhaltige Abfälle, die direkt in der Produktion entstehen. Dabei kann es sich beispielsweise um Fräsreste, Späne oder Stanzreste handeln. Bei Eigenschrotten handelt es sich hingegen um Kreislaufschrotte, die direkt bei der jeweiligen Metallindustrie anfallen und dort im Wertstoffkreislauf gehalten werden. Sie werden direkt am Anfallort erneut eingeschmolzen und verarbeitet. Der Unterschied zu den Neuschrotten liegt in dieser unmittelbaren Verwertung. Neuschrotte treten in der Produktion beispielsweise beim Stanzen oder Zuschneiden auf, sind legiert oder anders verarbeitet und müssen daher vor dem Schmelzen erst eine Aufbereitung erhalten. &amp;lt;ref name = &amp;quot;BDE&amp;quot;/&amp;gt; Eigenschrott weist demnach eine höhere Reinheit auf als Neuschrott. &lt;br /&gt;
Als dritte Kategorie werden Altschrotte unterschieden, bei denen es sich um Gebrauchsgüter nach dem Ende der Nutzungsphase (Konsumgüterschrotte) und Industriegüter handelt (vgl. Elektro-&amp;amp;Elektronikschrott, Industrieabfälle, Fahrzeugtechnik) &amp;lt;ref name = &amp;quot;BDE&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
Aufgrund der unterschiedlichen Anfallstellen weisen Altschrotte hohe Verunreinigungen und Qualitätsschwankungen auf. &amp;lt;ref name = &amp;quot;VDM&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Proben im MAssLab ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=300px heights=200px gallery mode = &amp;quot;packed-overlay&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:3-08-035.jpg|300x200px|[[3-08-035]]&lt;br /&gt;
Datei:2-12-005.jpg|300x200px|[[2-12-005]]&lt;br /&gt;
Datei:3-12-007.jpg|300x200px|[[3-12-007]]&lt;br /&gt;
Datei:4-12-008.jpg|300x200px|[[4-12-008]]&lt;br /&gt;
Datei:4-12-010.jpg|300x200px|[[4-12-010]]&lt;br /&gt;
Datei:4-08-018.jpg|300x200px|[[4-08-018]]&lt;br /&gt;
Datei:4-08-034.jpg|300x200px|[[4-08-024]]&lt;br /&gt;
Datei:4-12-001.jpg|300x200px|[[4-12-001]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;BDE&amp;quot;&amp;gt; BDE et al. (Hg.) (2018): Statusbericht der deutschen Kreislaufwirtschaft. Einblicke und Aussichten. S. 130–131 Online verfügbar unter https://www.bvse.de/images/pdf/Nachrichten_2018/Statusbericht_2018_Ansicht_und_Druck.pdf, zuletzt geprüft am 30.08.2022. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;VDM&amp;quot;&amp;gt; VDM (Hg.) (2012): Usancen und Klassifizierungen des Metallhandels. Verband Deutscher Metallhändler e.V. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kranert, Martin (Hg.) (2017): Einführung in die Kreislaufwirtschaft. Planung - Recht - Verfahren. Springer Fachmedien Wiesbaden. 5. Auflage. Wiesbaden, Heidelberg: Springer Vieweg. Online verfügbar unter http://extras.springer.com/2018/978-3-8348-1837-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Schrottarten&amp;diff=4210</id>
		<title>Schrottarten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Schrottarten&amp;diff=4210"/>
		<updated>2024-05-31T14:51:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: /* Proben im MassLab */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__TOC__&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
Abfälle aus Metall werden als Schrotte bezeichnet und nach ihrem Anfallort unterschieden. Neuschrotte bezeichnen metallhaltige Abfälle, die direkt in der Produktion entstehen. Dabei kann es sich beispielsweise um Fräsreste, Späne oder Stanzreste handeln. Bei Eigenschrotten handelt es sich hingegen um Kreislaufschrotte, die direkt bei der jeweiligen Metallindustrie anfallen und dort im Wertstoffkreislauf gehalten werden. Sie werden direkt am Anfallort erneut eingeschmolzen und verarbeitet. Der Unterschied zu den Neuschrotten liegt in dieser unmittelbaren Verwertung. Neuschrotte treten in der Produktion beispielsweise beim Stanzen oder Zuschneiden auf, sind legiert oder anders verarbeitet und müssen daher vor dem Schmelzen erst eine Aufbereitung erhalten. &amp;lt;ref name = &amp;quot;BDE&amp;quot;/&amp;gt; Eigenschrott weist demnach eine höhere Reinheit auf als Neuschrott. &lt;br /&gt;
Als dritte Kategorie werden Altschrotte unterschieden, bei denen es sich um Gebrauchsgüter nach dem Ende der Nutzungsphase (Konsumgüterschrotte) und Industriegüter handelt (vgl. Elektro-&amp;amp;Elektronikschrott, Industrieabfälle, Fahrzeugtechnik) &amp;lt;ref name = &amp;quot;BDE&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
Aufgrund der unterschiedlichen Anfallstellen weisen Altschrotte hohe Verunreinigungen und Qualitätsschwankungen auf. &amp;lt;ref name = &amp;quot;VDM&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Proben im MassLab ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=300px heights=200px gallery mode = &amp;quot;packed-overlay&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:3-08-035.jpg|300x200px|[[3-08-035]]&lt;br /&gt;
Datei:2-12-005.jpg|300x200px|[[2-12-005]]&lt;br /&gt;
Datei:3-12-007.jpg|300x200px|[[3-12-007]]&lt;br /&gt;
Datei:4-12-008.jpg|300x200px|[[4-12-008]]&lt;br /&gt;
Datei:4-12-010.jpg|300x200px|[[4-12-010]]&lt;br /&gt;
Datei:4-08-018.jpg|300x200px|[[4-08-018]]&lt;br /&gt;
Datei:4-08-034.jpg|300x200px|[[4-08-024]]&lt;br /&gt;
Datei:4-12-001.jpg|300x200px|[[4-12-001]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;BDE&amp;quot;&amp;gt; BDE et al. (Hg.) (2018): Statusbericht der deutschen Kreislaufwirtschaft. Einblicke und Aussichten. S. 130–131 Online verfügbar unter https://www.bvse.de/images/pdf/Nachrichten_2018/Statusbericht_2018_Ansicht_und_Druck.pdf, zuletzt geprüft am 30.08.2022. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;VDM&amp;quot;&amp;gt; VDM (Hg.) (2012): Usancen und Klassifizierungen des Metallhandels. Verband Deutscher Metallhändler e.V. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kranert, Martin (Hg.) (2017): Einführung in die Kreislaufwirtschaft. Planung - Recht - Verfahren. Springer Fachmedien Wiesbaden. 5. Auflage. Wiesbaden, Heidelberg: Springer Vieweg. Online verfügbar unter http://extras.springer.com/2018/978-3-8348-1837-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Schrottarten&amp;diff=4209</id>
		<title>Schrottarten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Schrottarten&amp;diff=4209"/>
		<updated>2024-05-31T14:51:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__TOC__&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
Abfälle aus Metall werden als Schrotte bezeichnet und nach ihrem Anfallort unterschieden. Neuschrotte bezeichnen metallhaltige Abfälle, die direkt in der Produktion entstehen. Dabei kann es sich beispielsweise um Fräsreste, Späne oder Stanzreste handeln. Bei Eigenschrotten handelt es sich hingegen um Kreislaufschrotte, die direkt bei der jeweiligen Metallindustrie anfallen und dort im Wertstoffkreislauf gehalten werden. Sie werden direkt am Anfallort erneut eingeschmolzen und verarbeitet. Der Unterschied zu den Neuschrotten liegt in dieser unmittelbaren Verwertung. Neuschrotte treten in der Produktion beispielsweise beim Stanzen oder Zuschneiden auf, sind legiert oder anders verarbeitet und müssen daher vor dem Schmelzen erst eine Aufbereitung erhalten. &amp;lt;ref name = &amp;quot;BDE&amp;quot;/&amp;gt; Eigenschrott weist demnach eine höhere Reinheit auf als Neuschrott. &lt;br /&gt;
Als dritte Kategorie werden Altschrotte unterschieden, bei denen es sich um Gebrauchsgüter nach dem Ende der Nutzungsphase (Konsumgüterschrotte) und Industriegüter handelt (vgl. Elektro-&amp;amp;Elektronikschrott, Industrieabfälle, Fahrzeugtechnik) &amp;lt;ref name = &amp;quot;BDE&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
Aufgrund der unterschiedlichen Anfallstellen weisen Altschrotte hohe Verunreinigungen und Qualitätsschwankungen auf. &amp;lt;ref name = &amp;quot;VDM&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Proben im MassLab ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=300px heights=200px gallery mode = &amp;quot;packed-overlay&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:3-08-035.jpg|300x200px|[[3-08-035]]&lt;br /&gt;
Datei:2-12-005.jpg|300x200px|[[2-12-005]]&lt;br /&gt;
Datei:3-12-007.jpg|300x200px|[[3-12-007]]&lt;br /&gt;
Datei:4-12-008.jpg|300x200px|[[4-12-008]]&lt;br /&gt;
Datei:4-12-010.jpg|300x200px|[[4-12-010]]&lt;br /&gt;
Datei:4-08-018.jpg|300x200px|[[4-08-018]]&lt;br /&gt;
Datei:4-08-034.jpg|300x200px|[[4-08-024]]&lt;br /&gt;
Datei:4-12-001.jpg|300x200px|[[4-12-001]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;BDE&amp;quot;&amp;gt; BDE et al. (Hg.) (2018): Statusbericht der deutschen Kreislaufwirtschaft. Einblicke und Aussichten. S. 130–131 Online verfügbar unter https://www.bvse.de/images/pdf/Nachrichten_2018/Statusbericht_2018_Ansicht_und_Druck.pdf, zuletzt geprüft am 30.08.2022. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;VDM&amp;quot;&amp;gt; VDM (Hg.) (2012): Usancen und Klassifizierungen des Metallhandels. Verband Deutscher Metallhändler e.V. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kranert, Martin (Hg.) (2017): Einführung in die Kreislaufwirtschaft. Planung - Recht - Verfahren. Springer Fachmedien Wiesbaden. 5. Auflage. Wiesbaden, Heidelberg: Springer Vieweg. Online verfügbar unter http://extras.springer.com/2018/978-3-8348-1837-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Bau-_und_Abbruchabf%C3%A4lle&amp;diff=4193</id>
		<title>Bau- und Abbruchabfälle</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Bau-_und_Abbruchabf%C3%A4lle&amp;diff=4193"/>
		<updated>2024-05-31T13:40:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{|style=&amp;quot;border: 3px solid #00549F;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:middle;| &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;height:100px; width:700px;text-align:left;&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
*[[Aufbereitung von Bau- und Abbruchabfällen]]&lt;br /&gt;
*[[Rückbau von Gebäuden]]&lt;br /&gt;
*[[Metalle]]&lt;br /&gt;
*[[Mineralik]]&lt;br /&gt;
*[[Kunststoffe]]&lt;br /&gt;
*[[WDVS - Wärmedämmverbundsystem]]&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;height:100px; width:200px;text-align:left;&amp;quot; | [[Datei:BauundAbbruch.png|link=Bau- und Abbruchabfälle|caption|120px]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bau- und Abbruchabfällen zählen Abfälle (nach §3 (1) KrWG &amp;lt;ref name= &amp;quot;KrWG&amp;quot;/&amp;gt;), die direkt oder indirekt mit Bauleistungen im Zusammenhang stehen. &amp;lt;ref name= &amp;quot;bfr-Recycling&amp;quot;/&amp;gt; Sie werden in neun verschiedene Obergruppen unterschieden (Abfallschlüssel). &amp;lt;ref name= &amp;quot;AVV&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;margin:left&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Tabelle 1: Auszug Abfallverzeichnis-Verordnung - AVV &amp;lt;ref name= &amp;quot;BMWSB&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name= &amp;quot;NiederSachs&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name= &amp;quot;bfr-Recycling2&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Nr. !! Abfallschlüssel !! Abfallart&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 01 || 17 01	|| Beton, Ziegel, Fliesen und Keramik	Bauschutt (&amp;lt; 5 Vol.-% nichtmineralische Fremdbestandteile) &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 02 || 17 02	|| Holz, Glas und Kunststoff &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 03 || 17 03 || Bitumengemische, Kohlenteer und teerhaltige Produkte	u. a. teerhaltiger Straßenaufbruch &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 04 || 17 04	|| Metalle (einschließlich Legierungen)	 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 05 || 17 05	|| Boden, Steine und Baggergut	einschließlich Aushub von verunreinigten Standorten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 06 || 17 06	|| Dämmmaterial und asbesthaltige Baustoffe	 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 07 || 17 08	|| Baustoffe auf Gipsbasis	 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 08 || 17 09	|| Sonstige Bau- und Abbruchabfälle	z. B. Quecksilber- oder PCB-haltig; gemischte Bau- und Abbruchabfälle&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Obergruppen besitzen darüberhinaus verschiedene Untergruppen. So wird die Obergruppe 17 02 beispielsweise in die Untergruppen 17 02 01 (Holz), 17 02 02 (Glas), 17 02 03 (Kunststoff) und 17 02 04 (Holz, Glas und Kunststoffe, die gefährliche Stoffe enthalten oder durch jene verunreinigt sind) unterteilt. &amp;lt;ref name= &amp;quot;AVV&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=550px heights=450px mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Abbildung_1_Abfallaufkommen_in_Deutschland_2020.png| Abbildung 1: Abfallaufkommen in Deutschland 2020 &amp;lt;ref name= &amp;quot;Destatis&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Verwertungsquoten Abfallarten Bau.png| Abbildung 2: Entwicklung der Verwertungsquoten der Bau- und Abbruchabfälle verglichen mit anderen Abfallströmen von 2000-2019 &amp;lt;ref name= &amp;quot;UBA&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abbildung 1 ist das Abfallaufkommen in Deutschland 2020 dargestellt. 2020 betrug das Gesamtabfallaufkommen in Deutschland ca. 414 Mio. t und das der Bau- und Abbruchabfälle 230 Mio. t. Das entspricht ca. 55 % des Gesamtabfallaufkommens.  2020 wurden 88 % aller Bau- und Abbruchabfälle verwertet.  &amp;lt;ref name= &amp;quot;Destatis&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Verwertungsquote der Bau und Abbruchabfälle ist in Abbildung 2 abgebildet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Verwertung dieser Abfälle, im Hinblick auf eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft im Sinne des Kreislaufwirtschaftsgesetzes, stehen folgende Aspekte im Vordergrund:&lt;br /&gt;
*	Die Vermeidung der Entstehung von Bau und Abbruchabfällen durch Erhaltung bereits vorhandener Bausubstanz und Auslegung der Konstruktionen auf lange Nutzungsdauern (und hochwertigen Leichtbau), &lt;br /&gt;
*	Recyclinggerechtes Bauen, um nicht vermeidbare Abfälle in Form von recyclinggerechtem Abbruch im Wirtschaftskreislauf zu halten, &lt;br /&gt;
*   die Reduzierung der Beseitigung von Bau- und Abbruchabfällen auf ein Minimum, ein umweltgerechtes Erfolgen dieser Beseitigung sowie&lt;br /&gt;
*   der selektive Rückbau zur Erhöhung der Abfallqualität und zur Schließung des Kreislaufs von Stoffgruppen (Minimierung des Downcyclings).&amp;lt;ref name= &amp;quot;KrWG&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name= &amp;quot;UBA2&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach § 7 (2) KrWG ist die Verwertung von Abfällen immer der Beseitigung vorzuziehen &amp;lt;ref name= &amp;quot;KrWG&amp;quot;/&amp;gt;. Zur Verwertung von Bau- und Abbruchabfällen eignen sich die stoffliche Verwertung, die energetische Verwertung und die Verwertung im Bergbau bzw. Deponiebau. &lt;br /&gt;
Die stoffliche Verwertung sieht die Nutzung von Sekundärrohstoffen (rückgewonnenen Stoffen aus Abfällen oder die Nutzung der stofflichen Eigenschaften) für den ursprünglichen oder für andere Zwecke vor.&lt;br /&gt;
Bei der energetischen Verwertung werden die Abfälle als Ersatzbrennstoff für die Erzeugung von Energie eingesetzt&amp;lt;ref name= &amp;quot;NiederSachs&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Im Bergbau oder im Deponiebau können die Abfälle als Ersatzbaustoff verwendet werden, dafür eignet sich besonders die Fraktion Boden und Steine, die den mineralischen Bauabfällen zuzuordnen ist&amp;lt;ref name= &amp;quot;Dr.Berthold&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Abfälle, die nicht verwertet werden können, werden mittels Deponierung beseitigt&amp;lt;ref name= &amp;quot;bfr-Recycling3&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Proben im MassLab ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=300px heights=200px gallery mode = &amp;quot;packed-overlay&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:4-09-003.jpg|1000px|[[4-09-003]]&lt;br /&gt;
Datei:4-09-003.jpg|1000px|[[4-09-003]]&lt;br /&gt;
Datei:4-09-022.jpg|1000px|[[4-09-022]]&lt;br /&gt;
Datei:4-09-007.jpg|1000px|[[4-09-007]]&lt;br /&gt;
Datei:4-09-006.jpg|1000px|[[4-09-006]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Beispiel WDVS.jpeg|1000px|[[Handstück WDVS]]&lt;br /&gt;
Datei:Mischschrott.jpg|1000px|[[Mischschrott]]&lt;br /&gt;
Datei:Aluminiumschrott.jpeg|1000px|[[Aluminiumschrott]]&lt;br /&gt;
Datei:20220512 102904.jpg|1000px|[[Alumuniumschrott]]&lt;br /&gt;
Datei:Kupferschrott.jpeg|1000px|[[Kupferschrott]]&lt;br /&gt;
Datei:Kunststoffe.jpg|1000px|[[Kunststoffe]]&lt;br /&gt;
Datei:Kunststoffe 2.jpeg|1000px|[[Kunststoffe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturverzeichnis==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;bfr-Recycling&amp;quot;&amp;gt; https://www.bfr-recycling.de/kapitel_6.3.html?msclkid=70a9b1b2c2fa11ec83766deb1f3d04f9. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;bfr-Recycling2&amp;quot;&amp;gt; https://www.bfr-recycling.de/anhang_6.html?msclkid=8251b1c3c3b111ec95d2397f17b4b367. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;bfr-Recycling3&amp;quot;&amp;gt; https://www.bfr-recycling.de/kapitel_2.html#:~:text=Bau-%20und%20Abbruchabf%C3%A4lle%20sind%20alle%20Stoffe%20und%20Gegenst%C3%A4nde%2C,entledigen%20will%20oder%20entledigen%20muss.%20Ausgenommen%20sind%20Baustellenabf%C3%A4lle.?msclkid=57d32489c2ff11ec82 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;Destatis&amp;quot;&amp;gt; https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Umwelt/Abfallwirtschaft/Tabellen/liste-abfallbilanz-kurzuebersicht.html#613014. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;UBA&amp;quot;&amp;gt; https://www.umweltbundesamt.de/daten/ressourcen-abfall/verwertungsquoten-der-wichtigsten-abfallarten?msclkid=c4ab6b69c3bd11ecbe2393852db5f981. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;NiederSachs&amp;quot;&amp;gt; Niedersächsisches Landesamt für Bau und Liegenschaften, Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB), Redaktionskreis Baufachliche Richtlinien Recycling. (24. 04 2022). Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen - A-6 Bau- und Abbruchabfälle – Anfall, Klassifizierung und Entsorgung. Von https://www.bfr-recycling.de/anhang_6.html?msclkid=8251b1c3c3b111ec95d2397f17b4b367 abgerufen. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;Dr.Berthold&amp;quot;&amp;gt; Dr. Berthold Schäfer, M. B. (Januar 2021). Mineralische Bauabfälle_Monitoring 2018_Bericht zum Aufkommen und zum Verbleib . Berlin: Bundesverband Baustoffe–Steine und Erden e.V. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;BMWSB&amp;quot;&amp;gt; Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB), Niedersächsisches Landesamt für Bau und Liegenschaften. (24. 04 2022). Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwickling und Bauwesen- Baufachliche Richtlinien Recycling_6 Umgang mit Bau- und Abbruchabfälle. Von https://www.bfr-recycling.de/kapitel_6.3.html?msclkid=70a9b1b2c2fa11ec83766deb1f3d04f9 abgerufen. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;AVV&amp;quot;&amp;gt; Bundesregierung und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. (2001). Verordnung über das europäische Abfallverzeichnis (Abfallverzeichnisverordnung - AVV) https://www.gesetze-im-internet.de/avv/AVV.pdf. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;KrWG&amp;quot;&amp;gt; Bundestag. Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Bewirtschaftung von Abfällen (Kreislaufwirtschaftsgesetz - KrWG). (2021). https://www.gesetze-im-internet.de/krwg/KrWG.pdf. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;UBA2&amp;quot;&amp;gt; Umweltbundesamt. (2022). https://www.umweltbundesamt.de/themen/abfall-ressourcen/abfallwirtschaft/urban-mining/stoffstrommanagement-im-bauwesen#verwertung-von-baurestmassen. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Bau-_und_Abbruchabf%C3%A4lle&amp;diff=4192</id>
		<title>Bau- und Abbruchabfälle</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Bau-_und_Abbruchabf%C3%A4lle&amp;diff=4192"/>
		<updated>2024-05-31T13:39:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannah Köhler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{|style=&amp;quot;border: 3px solid #00549F;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:middle;| &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;height:100px; width:700px;text-align:left;&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
*[[Aufbereitung von Bau- und Abbruchabfällen]]&lt;br /&gt;
*[[Rückbau von Gebäuden]]&lt;br /&gt;
*[[Metalle]]&lt;br /&gt;
*[[Mineralik]]&lt;br /&gt;
*[[Kunststoffe]]&lt;br /&gt;
*[[WDVS - Wärmedämmverbundsystem]]&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;height:100px; width:200px;text-align:left;&amp;quot; | [[Datei:BauundAbbruch.png|link=Bau- und Abbruchabfälle|caption|120px]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bau- und Abbruchabfällen zählen Abfälle (nach §3 (1) KrWG &amp;lt;ref name= &amp;quot;KrWG&amp;quot;/&amp;gt;), die direkt oder indirekt mit Bauleistungen im Zusammenhang stehen. &amp;lt;ref name= &amp;quot;bfr-Recycling&amp;quot;/&amp;gt; Sie werden in neun verschiedene Obergruppen unterschieden (Abfallschlüssel). &amp;lt;ref name= &amp;quot;AVV&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;margin:left&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Tabelle 1: Auszug Abfallverzeichnis-Verordnung - AVV &amp;lt;ref name= &amp;quot;BMWSB&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name= &amp;quot;NiederSachs&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name= &amp;quot;bfr-Recycling2&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Nr. !! Abfallschlüssel !! Abfallart&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 01 || 17 01	|| Beton, Ziegel, Fliesen und Keramik	Bauschutt (&amp;lt; 5 Vol.-% nichtmineralische Fremdbestandteile) &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 02 || 17 02	|| Holz, Glas und Kunststoff &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 03 || 17 03 || Bitumengemische, Kohlenteer und teerhaltige Produkte	u. a. teerhaltiger Straßenaufbruch &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 04 || 17 04	|| Metalle (einschließlich Legierungen)	 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 05 || 17 05	|| Boden, Steine und Baggergut	einschließlich Aushub von verunreinigten Standorten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 06 || 17 06	|| Dämmmaterial und asbesthaltige Baustoffe	 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 07 || 17 08	|| Baustoffe auf Gipsbasis	 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 08 || 17 09	|| Sonstige Bau- und Abbruchabfälle	z. B. Quecksilber- oder PCB-haltig; gemischte Bau- und Abbruchabfälle&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Obergruppen besitzen darüberhinaus verschiedene Untergruppen. So wird die Obergruppe 17 02 beispielsweise in die Untergruppen 17 02 01 (Holz), 17 02 02 (Glas), 17 02 03 (Kunststoff) und 17 02 04 (Holz, Glas und Kunststoffe, die gefährliche Stoffe enthalten oder durch jene verunreinigt sind) unterteilt. &amp;lt;ref name= &amp;quot;AVV&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=550px heights=450px mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Abbildung_1_Abfallaufkommen_in_Deutschland_2020.png| Abbildung 1: Abfallaufkommen in Deutschland 2020 &amp;lt;ref name= &amp;quot;Destatis&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Verwertungsquoten Abfallarten Bau.png| Abbildung 2: Entwicklung der Verwertungsquoten der Bau- und Abbruchabfälle verglichen mit anderen Abfallströmen von 2000-2019 &amp;lt;ref name= &amp;quot;UBA&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abbildung 1 ist das Abfallaufkommen in Deutschland 2020 dargestellt. 2020 betrug das Gesamtabfallaufkommen in Deutschland ca. 414 Mio. t und das der Bau- und Abbruchabfälle 230 Mio. t. Das entspricht ca. 55 % des Gesamtabfallaufkommens.  2020 wurden 88 % aller Bau- und Abbruchabfälle verwertet.  &amp;lt;ref name= &amp;quot;Destatis&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Verwertungsquote der Bau und Abbruchabfälle ist in Abbildung 2 abgebildet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Verwertung dieser Abfälle, im Hinblick auf eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft im Sinne des Kreislaufwirtschaftsgesetzes, stehen folgende Aspekte im Vordergrund:&lt;br /&gt;
*	Die Vermeidung der Entstehung von Bau und Abbruchabfällen durch Erhaltung bereits vorhandener Bausubstanz und Auslegung der Konstruktionen auf lange Nutzungsdauern (und hochwertigen Leichtbau), &lt;br /&gt;
*	Recyclinggerechtes Bauen, um nicht vermeidbare Abfälle in Form von recyclinggerechtem Abbruch im Wirtschaftskreislauf zu halten, &lt;br /&gt;
*   die Reduzierung der Beseitigung von Bau- und Abbruchabfällen auf ein Minimum, ein umweltgerechtes Erfolgen dieser Beseitigung sowie&lt;br /&gt;
*   der selektive Rückbau zur Erhöhung der Abfallqualität und zur Schließung des Kreislaufs von Stoffgruppen (Minimierung des Downcyclings).&amp;lt;ref name= &amp;quot;KrWG&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name= &amp;quot;UBA2&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach § 7 (2) KrWG ist die Verwertung von Abfällen immer der Beseitigung vorzuziehen &amp;lt;ref name= &amp;quot;KrWG&amp;quot;/&amp;gt;. Zur Verwertung von Bau- und Abbruchabfällen eignen sich die stoffliche Verwertung, die energetische Verwertung und die Verwertung im Bergbau bzw. Deponiebau. &lt;br /&gt;
Die stoffliche Verwertung sieht die Nutzung von Sekundärrohstoffen (rückgewonnenen Stoffen aus Abfällen oder die Nutzung der stofflichen Eigenschaften) für den ursprünglichen oder für andere Zwecke vor.&lt;br /&gt;
Bei der energetischen Verwertung werden die Abfälle als Ersatzbrennstoff für die Erzeugung von Energie eingesetzt&amp;lt;ref name= &amp;quot;NiederSachs&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Im Bergbau oder im Deponiebau können die Abfälle als Ersatzbaustoff verwendet werden, dafür eignet sich besonders die Fraktion Boden und Steine, die den mineralischen Bauabfällen zuzuordnen ist&amp;lt;ref name= &amp;quot;Dr.Berthold&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Abfälle, die nicht verwertet werden können, werden mittels Deponierung beseitigt&amp;lt;ref name= &amp;quot;bfr-Recycling3&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Proben im MassLab ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=300px heights=200px gallery mode = &amp;quot;packed-overlay&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Proben im MassLab ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=300px heights=200px gallery mode = &amp;quot;packed-overlay&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:4-09-003.jpg|1000px|[[4-09-003]]&lt;br /&gt;
Datei:4-09-003.jpg|1000px|[[4-09-003]]&lt;br /&gt;
Datei:4-09-022.jpg|1000px|[[4-09-022]]&lt;br /&gt;
Datei:4-09-007.jpg|1000px|[[4-09-007]]&lt;br /&gt;
Datei:4-09-006.jpg|1000px|[[4-09-006]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Beispiel WDVS.jpeg|1000px|[[Handstück WDVS]]&lt;br /&gt;
Datei:Mischschrott.jpg|1000px|[[Mischschrott]]&lt;br /&gt;
Datei:Aluminiumschrott.jpeg|1000px|[[Aluminiumschrott]]&lt;br /&gt;
Datei:20220512 102904.jpg|1000px|[[Alumuniumschrott]]&lt;br /&gt;
Datei:Kupferschrott.jpeg|1000px|[[Kupferschrott]]&lt;br /&gt;
Datei:Kunststoffe.jpg|1000px|[[Kunststoffe]]&lt;br /&gt;
Datei:Kunststoffe 2.jpeg|1000px|[[Kunststoffe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturverzeichnis==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;bfr-Recycling&amp;quot;&amp;gt; https://www.bfr-recycling.de/kapitel_6.3.html?msclkid=70a9b1b2c2fa11ec83766deb1f3d04f9. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;bfr-Recycling2&amp;quot;&amp;gt; https://www.bfr-recycling.de/anhang_6.html?msclkid=8251b1c3c3b111ec95d2397f17b4b367. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;bfr-Recycling3&amp;quot;&amp;gt; https://www.bfr-recycling.de/kapitel_2.html#:~:text=Bau-%20und%20Abbruchabf%C3%A4lle%20sind%20alle%20Stoffe%20und%20Gegenst%C3%A4nde%2C,entledigen%20will%20oder%20entledigen%20muss.%20Ausgenommen%20sind%20Baustellenabf%C3%A4lle.?msclkid=57d32489c2ff11ec82 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;Destatis&amp;quot;&amp;gt; https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Umwelt/Abfallwirtschaft/Tabellen/liste-abfallbilanz-kurzuebersicht.html#613014. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;UBA&amp;quot;&amp;gt; https://www.umweltbundesamt.de/daten/ressourcen-abfall/verwertungsquoten-der-wichtigsten-abfallarten?msclkid=c4ab6b69c3bd11ecbe2393852db5f981. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;NiederSachs&amp;quot;&amp;gt; Niedersächsisches Landesamt für Bau und Liegenschaften, Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB), Redaktionskreis Baufachliche Richtlinien Recycling. (24. 04 2022). Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen - A-6 Bau- und Abbruchabfälle – Anfall, Klassifizierung und Entsorgung. Von https://www.bfr-recycling.de/anhang_6.html?msclkid=8251b1c3c3b111ec95d2397f17b4b367 abgerufen. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;Dr.Berthold&amp;quot;&amp;gt; Dr. Berthold Schäfer, M. B. (Januar 2021). Mineralische Bauabfälle_Monitoring 2018_Bericht zum Aufkommen und zum Verbleib . Berlin: Bundesverband Baustoffe–Steine und Erden e.V. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;BMWSB&amp;quot;&amp;gt; Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB), Niedersächsisches Landesamt für Bau und Liegenschaften. (24. 04 2022). Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwickling und Bauwesen- Baufachliche Richtlinien Recycling_6 Umgang mit Bau- und Abbruchabfälle. Von https://www.bfr-recycling.de/kapitel_6.3.html?msclkid=70a9b1b2c2fa11ec83766deb1f3d04f9 abgerufen. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;AVV&amp;quot;&amp;gt; Bundesregierung und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. (2001). Verordnung über das europäische Abfallverzeichnis (Abfallverzeichnisverordnung - AVV) https://www.gesetze-im-internet.de/avv/AVV.pdf. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;KrWG&amp;quot;&amp;gt; Bundestag. Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Bewirtschaftung von Abfällen (Kreislaufwirtschaftsgesetz - KrWG). (2021). https://www.gesetze-im-internet.de/krwg/KrWG.pdf. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;UBA2&amp;quot;&amp;gt; Umweltbundesamt. (2022). https://www.umweltbundesamt.de/themen/abfall-ressourcen/abfallwirtschaft/urban-mining/stoffstrommanagement-im-bauwesen#verwertung-von-baurestmassen. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hannah Köhler</name></author>
	</entry>
</feed>