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	<title>CirculateD - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-10-24T04:49:28Z</updated>
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		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Datei:Standorte_Aluminiumh%C3%BCtten.png&amp;diff=12335</id>
		<title>Datei:Standorte Aluminiumhütten.png</title>
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		<updated>2026-10-23T11:25:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: Laura Sklorz lud eine neue Version von Datei:Standorte Aluminiumhütten.png hoch&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
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		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Kunststoffe&amp;diff=12332</id>
		<title>Kunststoffe</title>
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		<updated>2026-10-19T15:53:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: /* Proben im MassLab */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;languages /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;translate&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:1--&amp;gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;imagemap&amp;gt;&lt;br /&gt;
    File:Abbildung_Kreislauf.png|class=cd_imagemap|&lt;br /&gt;
    circle 358 103 94 [[#Primärrohstoffe und Grundstoffe|Primärrohstoffe und Grundstoffe]]&lt;br /&gt;
    circle 612 351 88 [[Kunststoffe#Produktion|Produktion]]&lt;br /&gt;
    circle 359 606 89 [[#Nutzung|Nutzung]]&lt;br /&gt;
    circle 100 353 91 [[#Recyclingrohstoff|Recyclingrohstoff]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/imagemap&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:2--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der nicht eindeutig bestimmte Begriff „Kunststoff“ bezeichnet synthetisch hergestellte, insbesondere polymere Werkstoffe, die nicht natürlich vorkommen &amp;lt;ref name=&amp;quot;Endres&amp;quot;/&amp;gt;. Damit schafft der Begriff &amp;quot;Kunststoffe&amp;quot; eine klare Differenzierung von künstlichen Polymeren zu natürlich vorkommenden Stoffen, jedoch nicht zu den ebenfalls künstlichen Werkstoffen Glas, Metall und Papier. Da sich diese künstlichen Werkstoffe in ihren plastischen Eigenschaften von Polymeren unterscheiden, werden synthetische, polymere Werkstoffe umgangssprachlich auch als „Plastik“ bezeichnet. Der Begriff „plastics“ hat sich auch im englischen Sprachgebrauch durchgesetzt. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Endres&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hengstmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Primärrohstoffe und Grundstoffe == &amp;lt;!--T:3--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:4--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
Kunststoffe setzen sich aus Polymeren und Zusatzstoffen zusammen. Letztere verleihen dem Kunststoff seine anwendungsbezogenen Eigenschaften. Die Polymere können entweder aus der Natur gewonnen oder synthetisch hergestellt werden &amp;lt;ref name=&amp;quot;Dahlmann&amp;quot;/&amp;gt;. Dabei stellen Erdgas, Erdöl und Kohle sowie  Cellulose und Naturkautschuk die primären Rohstoffe für die Kunststoffherstellung dar &amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;. Erdöl kommt hierbei am häufigsten zum Einsatz &amp;lt;ref name=&amp;quot;Dahlmann&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Für die industrielle Verarbeitung zu polymeren Werkstoffen sind Monomer-Einheiten erforderlich. Dazu werden die Ausgangsstoffe Erdöl, Erdgas oder Kohle durch fraktionierte Destillation aufgetrennt, Abbildung 1 zeigt den Vorgang der Destillation am Beispiel Erdöl auf. Während der Destillation steigen Moleküle mit kürzeren Kohlenwasserstoffketten im Fraktionierturm auf und können nach Länge der Kohlenwasserstoffketten einzeln abgeleitet werden. Dazu wird der Ausgangsstoff auf 400 °C erhitzt. Im Fraktionierturm steigt der entstehende Dampf mehrere Etagen auf. Die Glockenform der Etagendurchlässe garantiert dabei ein langsames Aufsteigen des Dampfes. Das Absenken der Dampftemperatur induziert eine Kondensation von Kohlenwasserstoffen auf jeder Etage. Die Fraktionen unterscheiden sich demnach je nach Etage in ihren Siedepunkten und Molekülgrößen. Entscheidend für die Gewinnung von Monomeren für die Kunststoffproduktion sind insbesondere die Benzinfraktionen (Naphta). Im sogenannten Crackprozess werden langkettige Kohlenwasserstoffe wie Naphta durch hohe Temperaturen und den Einsatz von Katalysatoren zu ungesättigten Kohlenwasserstoffen gespalten. Daraus bilden sich diverse Gasmoleküle, wobei das Ziel eine Abtrennung reinen Ethylens ist. Dieses dient als Basisrohstoff für die Herstellung von Kunststoffen sowie von Zwischenprodukten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schwarz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:FraktionierteDestillationErdöl.png|thumb|900px|right|Abbildung 1: Fraktionierte Destillation von Erdöl nach &amp;lt;ref name=&amp;quot;Schwarz&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;sup&amp;gt;(S. 22-23)&amp;lt;/sup&amp;gt; ]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:5--&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Rohstoffsituation in Deutschland===&lt;br /&gt;
Innerhalb der letzten 25 Jahre sanken Deutschlands Erdölreserven um 28,8 Mt auf 23,8 Mt &amp;lt;ref name=&amp;quot;LBEG&amp;quot; /&amp;gt;, während der deutsche Verbrauch im Jahr 2022 42,5 Mt betrug &amp;lt;ref name=&amp;quot;statista (h)&amp;quot; /&amp;gt;. Von den im Jahr 2020 global vorhandenen Erdölreserven im Umfang von 244,4 Mrd. t &amp;lt;ref name=&amp;quot;statista (a)&amp;quot; /&amp;gt; wurden 2020 insgesamt 1,89 Mrd. t Erdöl verbraucht &amp;lt;ref name=&amp;quot;statista (e)&amp;quot; /&amp;gt;. In Westeuropa werden 4 bis 6% der Produkte aus Erdölraffinerien für die Kunststoffproduktion aufgewendet &amp;lt;ref name=&amp;quot;Dahlmann&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;PlasticsEurope 21.&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Deutschlands Erdgasreserven sanken seit 1998 von 200 Mrd. m&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; auf 50 Mrd. m&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;. Während hier im Jahr 2000 noch 18,7 Mrd. m&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; Erdgas gefördert wurden, waren es 2022 noch 4,3 Mrd. m&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;statista (g)&amp;quot; /&amp;gt;. Der jährliche deutsche Verbrauch liegt seit circa zwanzig Jahren fast konstant bei ca. 80 m&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; Erdgas &amp;lt;ref name=&amp;quot;Statista (f)&amp;quot; /&amp;gt;. Rund 55% des nach Deutschland importierten Erdgases stammt aus Russland und rund 30% aus Norwegen &amp;lt;ref name=&amp;quot;statista (c)&amp;quot; /&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Durch die geringen eigenen Reserven ist Deutschland aufgrund seiner hohen Produktion von Kunststoffen und anderen fossilbasierten Produkten stark abhängig von Importen. Dies kann zu Versorgungsengpässen führen und die rohstoffliche sowie politische Unabhängigkeit einschränken. &amp;lt;ref name=&amp;quot;WD Deutscher Bundestag&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:6--&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Produktion==&lt;br /&gt;
Bei der Kunststoffherstellung wird unter anderem durch eine gezielte Auswahl von verschiedenen Polymeren gesteuert, welche Kunststoffe gebildet werden. Dabei wird bei der Polymersynthese zwischen drei Verfahren unterschieden: der Polymerisation, der Polykondensation und der Polyaddition.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:7--&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Polymerisation===&lt;br /&gt;
[[Datei:SchemaPhasenPolymerisation.png|thumb|850px|right|Abbildung 2: Schematische Darstellung der Phasen der Polymerisation nach &amp;lt;ref name=&amp;quot;Schwarz&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;sup&amp;gt;(S. 22-23)&amp;lt;/sup&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:8--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Polymerisation erfolgt in drei Stufen (Abbildung 2). Dazu werden gleich oder ähnlich aufgebaute Monomere miteinander verkettet, die sich aus Wasserstoffatomen und mindestens zwei Kohlenstoffatomen zusammensetzen. Die Monomere können mit anderen Molekülen gleicher Art kovalente Bindungen eingehen. Während der Startreaktion werden die Doppelbindungen der Monomere durch Initiatormoleküle, wie Ionen, Radikale oder Katalysatoren, aufgetrennt&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kalweit&amp;quot; /&amp;gt;. Die freiwerdenden Bindungsstellen können zur Kettenbildung genutzt werden, was auch als Wachstumsreaktion bezeichnet wird. Als Medium für die Reaktion können Wasser, Lösungsmittel, Suspensionen oder Emulsionen dienen. Der gewünschte Polymerisationsgrad stellt hierbei die mittlere Kettenlänge dar. Bei einer Polymerisation können gleiche oder verschiedene Monomere aneinander gekettet werden (Homopolymerisation oder Co-Polymerisation). Das Kettenwachstum wird schließlich durch eine Abbruchreaktion beendet &amp;lt;ref name=&amp;quot;Kalweit&amp;quot; /&amp;gt;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Übliche Kunststoffe, die durch Polymerisation hergestellt werden, sind z. B. Polyethylen, Polypropylen, Polyvinylchlorid&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dahlmann&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:9--&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Polyaddition und Polykondensation===&lt;br /&gt;
[[Datei:PolykondensationPolyaddition.png|thumb|850px|right|Abbildung 3: Schematische Darstellung der Polykondensation und Polyaddition nach &amp;lt;ref name=&amp;quot;Schwarz&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;sup&amp;gt;(S. 22-23)&amp;lt;/sup&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:10--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Polyaddition und Polykondensation unterscheiden sich signifikant von der Polymerisation, denn bei diesen finden separate chemische Reaktionen statt. Ausgewählte chemische Verbindungen mit zusammenpassenden funktionellen Gruppen reagieren zunächst zu kleineren Molekülverbänden. Diese werden in einem nächsten Reaktionsschritt zu dichten Verknüpfungen kombiniert (Abbildung 3).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei der Polykondensation werden kurzkettige Nebenprodukte abgespalten, meist Wasser oder Alkohol. Sie wird insbesondere zur Herstellung von Polyamiden, Polyestern sowie Phenoplasten und Aminoplasten angewandt. Bei der Polyaddition entstehen hingegen keine Spaltprodukte und es werden Kunststoffe wie Polyurethane, Polyharnstoffe und Epoxidharze gebildet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:11--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei der Polykondensation und der Polyaddition werden meist zwei verschiedene Molekülbausteine miteinander verknüpft, an deren Enden mindestens eine reaktionsfähige Atomgruppe sitzt. Die Anzahl dieser reaktionsfähigen Gruppen entscheidet über die Plastizität des Polymers. Bei zwei reaktionsfähigen Gruppen entstehen lineare Verknüpfungen, die als Thermoplaste bezeichnet werden. Liegen drei reaktionsfähige Gruppen vor, so entstehen maschenförmige Verknüpfungen, die als Duroplaste bezeichnet werden. Daraus ergibt sich auch die typische Einteilung polymerer Werkstoffe. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Schwarz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:12--&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Einteilung polymerer Werkstoffe===&lt;br /&gt;
Polymere Werkstoffe werden anhand ihrer Makromolekülstruktur und damit Plastizität in Elastomere, Thermoplaste, Duroplaste sowie thermoplastische Elastomere eingeteilt (Tabelle 1). Durch ihre Struktur unterscheiden sich die Kunststoffarten in ihrer Reaktion auf mechanische Einwirkungen in Abhängigkeit von der Temperatur und hinsichtlich ihres Verhaltens bei Kontakt mit Lösungsmitteln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Thermoplaste bezeichnet die Gruppe der wärmeverformbaren Werkstoffe, die weiter in amorphe und teilkristalline Thermoplaste differenziert werden. Erstere besitzen keine geordnete Struktur, was bei Temperaturzunahme zu gesteigerter Verformbarkeit führt. Dagegen verfügen die teilkristallinen Thermoplaste über Eigenschaften, die ein Abgleiten der Makromoleküle voneinander erschweren und somit auch die Verformbarkeit unter Temperatureinfluss verringern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Duroplaste (oder Duromere) besitzen eine engmaschigere Struktur und sind daher nicht plastisch verformbar. Durch ihren hohen Vernetzungsgrad lassen sie sich weder zersetzen noch schmelzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Elastomere bezeichnen gummielastische Werkstoffe und setzen sich aus weitmaschig verbundenen Kautschukmolekülen zusammen, deren geringer Vernetzungsgrad ihre Beweglichkeit sichert. Dennoch wird ein Abgleiten einzelner Moleküle verhindert, sodass Elastomere thermisch nicht formbar sind. Zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften, wie der Zugfestigkeit, werden Elastomeren Füllstoffe zugeschlagen, was zu einer Gummielastizität führt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die thermoplastischen Elastomere zeigen ebenfalls gummielastisches Verhalten, besitzen dabei aber sowohl engmaschig vernetzte als auch weniger stark vernetzte, thermoplastische Bereiche. Dadurch sind sie reversibel wärmeverformbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:13--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 1: Einordnung polymerer Werkstoffe &amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;color:white&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Werkstoffklasse&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;color:white&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Thermoplaste&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;color:white&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Duroplaste&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;color:white&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Elastomere&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;color:white&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Thermoplastische Elastomere&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Verhalten&#039;&#039;&#039; || wärmeformbar || nicht wärmeformbar || gummielastisch || gummielastisch, wärmeformbar&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Vernetzungsgrad&#039;&#039;&#039; || nicht vernetzt || hoch (chemische Vernetzungsreaktion) || chemisch vernetzt (weitmaschig) || chemisch vernetzt (engmaschig)&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Löslichkeit und Quellbarkeit&#039;&#039;&#039; || gering bis stark in Lösungsmitteln || nicht löslich oder quellbar (auch in Lösungsmitteln) || in Lösungsmitteln gering bis stark quellbar, jedoch nicht löslich || in Lösungsmitteln gering bis stark quellbar oder löslich&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Einsatzgebiete&#039;&#039;&#039; || Verpackungsfolien, Hochleistungs- und technische Kunststoffe || Epoxidharze: Rohrleitungen, Behälter, Lacke; Ungesättigte Polyesterharze: Einbettung elektronischer Bauteile, Spulen- und Relaiskörper, Automobilbau, Flugzeugbau, Schiffbau || Autoreifen und technische Gummiwaren, Spezialwerkstoffe für Luft- und Raumfahrt || Bedienelemente, Griffteile, verschleißfeste Oberflächen, Kabelummantelungen, Förderbänder, Stoßfänger, Profile, Folien&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:14--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Neben der Einteilung von Kunststoffen in die oben genannten Werkstoffklassen findet eine Unterteilung anhand weiterer Eigenschaften statt (Abbildung 4). In Abhängigkeit der Wärmeformbeständigkeit und der Dauergebrauchstemperatur wird zwischen Standardkunststoffen, technischen Kunststoffen und den sehr formbeständigen Hochtemperaturkunststoffen unterschieden. Während Standardkunststoffe 80% bis 90% der weltweiten Kunststoffproduktion ausmachen &amp;lt;ref name=&amp;quot;Engelsmann&amp;quot; /&amp;gt;, liegt der Anteil von Hochtemperaturkunststoffen nur bei ca. 1% der global verbrauchten Kunststoffe &amp;lt;ref name=&amp;quot;Weißbach&amp;quot; /&amp;gt;. Technische Kunststoffe machen damit einen Anteil von 9% bis 19% aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:15--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=1000px heights=700px mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:KS_EinteilungKStArten.png|700px|thumb|Abbildung 4: Einteilung von Kunststoffarten nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Weißbach&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;sup&amp;gt;(S. 383)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:16--&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Historie===&lt;br /&gt;
Die in Südamerika bereits früh genutzten Naturkautschuke dienten seit dem 18. Jahrhundert auch in Europa als Werkstoff für Elastomererzeugnisse. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Naturkautschuk und Cellulose erstmalig umgewandelt, sodass 1869 der erste thermoplastische Kunststoff „Celluloid“ entstand. Die Nachfrage nach diesen natürlichen, organischen Stoffen stieg und steigt seither an &amp;lt;ref name=&amp;quot;statista (i)&amp;quot;/&amp;gt;. Aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit in der Natur und um die Eigenschaften von Naturkautschuken an unsere Bedürfnisse anzupassen, wurden seit dem 20. Jahrhundert Synthesekautschuke industriell hergestellt. Der erste rein synthetische Kunststoff Bakelit wurde 1907 aus Phenol und Formaldehyd entwickelt und in Haushalts- und Küchengegenständen sowie Telefonen eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aktuell bestimmen die Thermoplaste Polyethylen (fast 30% der deutschen Produktionsmenge), Polypropylen (20% der deutschen Produktionsmenge) und Polyvinylchlorid (15% der deutschen Produktionsmenge) die deutsche Kunststoffproduktion &amp;lt;ref name=&amp;quot;PlasticsEurope 2022a&amp;quot; /&amp;gt;. Die Nachfrage nach diesen sowie generell Kunststoffen stieg und steigt weltweit an: Dabei ist die globale Entwicklung durch die in Asien steigende Kunststoffproduktion geprägt, während die europäische Produktion von Kunststoffen seit dem Jahr 2007 bei leichtem Rückgang relativ konstant ist &amp;lt;ref name=&amp;quot;PlasticsEurope 2022b&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Conversio&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:17--&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Produktionszahlen===&lt;br /&gt;
[[Datei:KS_globaleProduktion.png|800px|thumb|Abbildung 5: Verteilung der globalen Kunststoffproduktion nach &amp;lt;ref name=&amp;quot;PlasticsEurope 2023&amp;quot; /&amp;gt;. NAFTA bezeichnet ein Freihandelsabkommen zwischen USA, Kanada und Mexiko.]]&lt;br /&gt;
An der globalen Kunststoffproduktion von 400,3 Mio. Tonnen im Jahr 2022 hatte China mit 32% den größten Anteil, Nordamerika hatte 17% und Europa 14% Anteil an der globalen Kunststoffproduktion (Abbildung 5). Dabei ist die globale Kunststoffproduktion durch die Produktion von 26,3% Polyethylen und 18,9% Polypropylen sowie 12,7% Polyvinylchlorid geprägt. Der Anteil an aus Rezyklaten produzierten Kunststoffen belief sich im Jahr 2022 auf 9,6% der Gesamtproduktion. &amp;lt;ref name=&amp;quot;PlasticsEurope 2023&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:18--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:KS_deutscheProduktion.png|600px|thumb|Abbildung 6: Produktionsmenge der deutschen Kunststoffindustrie 2018 bis 2022 nach &amp;lt;ref name=&amp;quot;statista (d)&amp;quot; /&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 2022 wurden europaweit 58,7 Mio. Tonnen Kunststoff produziert, von denen die deutsche Kunststoffproduktion über ein Drittel ausmachte. Die deutsche Kunststoffproduktion betrug in den letzten Jahrzehnten jährlich zwischen 17 und 21 Mio. Tonnen (Abbildung 6). Im Jahr 2021 wurden 21,3 Mio. Tonnen Kunststoff produziert. Das Absinken der Produktion auf 14,3 Mio. Tonnen Kunststoff im Jahr 2022 ist durch die Inflation und die wirtschaftliche Stagnation begründet, die sich u. a. infolge des Kriegs Russlands mit der Ukraine entwickelten. &amp;lt;ref name=&amp;quot;statista (d)&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:19--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:KS_ AnteilePolymertypen.png|650px|thumb|Abbildung 7: Anteil der Polymertypen an der deutschen Kunststoffproduktion 2021 nach &amp;lt;ref name=&amp;quot;Conversio&amp;quot; /&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Auch in Deutschland setzen sich die produzierten Polymerarten überwiegend aus Polyethylen (27%), Polypropylen (20%) sowie Polyvinylchlorid (15%) zusammen (Abbildung 7)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Conversio&amp;quot; /&amp;gt;. Damit stimmt die Verteilung mit der globalen Nachfrage überein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:20--&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Umweltverträglichkeit===&lt;br /&gt;
Unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren schneiden Kunststoffprodukte hinsichtlich ihrer Umweltverträglichkeit häufig besser ab als Konkurrenzprodukte. Dies kann beispielsweise an der Gewichtsreduktion bei der Substitution eines Bauteils aus einem anderen Werkstoff durch eines aus Kunststoff liegen. Auch die Kombination mehrerer Funktionen, die Wiederverwertbarkeit und mögliche Wiederverwendung (z. B. Pfandsysteme) beeinflussen diese Bewertung. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Kalweit&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Umweltverträglichkeit ergeben sich jedoch Einschränkungen durch Vermüllung (auch Littering genannt), die u. a. Ladungsverluste beim Transport von Rohstoffen und Produkten, unsachgemäße Entsorgung sowie den Verlust von Arbeitsmaterialien aus der Fischerei einschließt. Weitere Faktoren sind insbesondere der Abrieb von Partikeln im Verkehr sowie in Industrieprozessen. Auch die in Haushalten generierten Einträge von Mikroplastik durch Faserverluste oder die Nutzung flüssiger Polymere beeinträchtigen die Umweltverträglichkeit von Kunststoffen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Hengstmann&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:21--&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Exkurs: Kunststoff-Verbunde==&lt;br /&gt;
Kunststoffe werden neben dem Einsatz als reiner Werkstoff in Verbundwerkstoffen eingesetzt, bei denen Eigenschaften verschiedener Materialien kombiniert werden. Auf Seite der Kunststoffe ist besonders die geringe Dichte ein werkstofflicher Vorteil, der in Verbunden genutzt wird. Ein Matrixwerkstoff bildet die Basis des Verbunds, hierfür werden meist Duroplaste oder Thermoplaste eingesetzt. Kombiniert werden diese mit anderen Materialien, sodass der Verbund die gewünschten Eigenschaften aufweist. Das können z. B. Verstärkungsmaterialien wie Glas- und Karbonfasern oder auch Holz sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:22--&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Werkstoffe aus Verbundmaterialien===&lt;br /&gt;
Um die technischen Eigenschaften eines Kunststoffes zu verbessern, werden die Matrixwerkstoffe insbesondere mit Langfasermaterialien verstärkt. Die so entstehenden Faser-Kunststoff-Verbunde kombinieren die geringe Dichte der Polymere mit hoher Festigkeit und Steifigkeit der Fasermaterialien, so dass sie bei stoß- und schlagbeanspruchten Bauteilen Metalle als Baumaterialien ersetzen können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Glasfasern werden in circa 85% der Faser-Kunststoff-Verbunde eingesetzt, da sie mechanische Belastbarkeit und Isoliereigenschaften bieten und zudem günstig produziert werden können. Daher werden sie insbesondere für Gebäudeelemente und Rohre im Bausektor sowie im Fahrzeugbau und der Luft- und Raumfahrt eingesetzt. Für Hochleistungskunststoffverbunde eignet sich eine Verstärkung mit Kohlenstofffasern, da mit ihnen ein zu dem von Stahl vergleichbares Zugmodul bei stark verringertem Gewicht erreicht werden kann. So eignen sie sich insbesondere für den Einsatz im Windenergiesektor und im Flugzeugbau, kommen aber ebenfalls für Sportgeräte zum Einsatz. Darüber hinaus werden u. a. aromatische Polyamidfasern (Aramide) und Stahlfasern für stark beanspruchte Materialien wie Reifen und Transportbänder eingesetzt. Sie zeichnen sich durch besondere Energieabsorptionsfähigkeit aus und dienen daher auch als Material für ballistische Schutzausrüstung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die stoffliche Verwertung von Faser-Kunststoffverbunden ist schwierig und wichtiger Bestandteil der aktuellen Forschung. Meist werden die Abfälle zerkleinert und als Füllstoffe neuen Verbundwerkstoffen beigemischt. Jedoch verkürzen sich die Fasern durch die mechanische Beanspruchung bei der Zerkleinerung, wodurch die Faserverstärkung abnimmt. Darüber hinaus können die Verbundwerkstoffe thermisch verwertet werden. Bei der energetischen Nutzung wird die Kunststoffmatrix verbrannt, die Fasern bleiben zurück und können anschließend in der Zementindustrie als Zuschlagstoff eingesetzt werden. Die energetische Verwertung beansprucht die Fasern jedoch stark. Eine schonendere thermische Verwertungsalternative stellt die Pyrolyse dar. Hier wird die Kunststoffmatrix thermisch zersetzt und die Fasern bleiben in ursprünglicher Länge erhalten und können wiederverwendet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:23--&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Verpackungen aus Verbundmaterialien===&lt;br /&gt;
Als Reaktion auf Vermüllung und das negative Image von Kunststoffprodukten setzen viele Unternehmen vermehrt Faser-Kunststoff-Verbundverpackungen ein &amp;lt;ref name=&amp;quot;ZSVR&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;WD Deutscher Bundestag&amp;quot; /&amp;gt;. Dadurch kann z. B. die Wandstärke von Kunststoff-Joghurtbechern reduziert werden, da eine Papierbanderole die nötige Stabilität liefert. Dies erschwert bei nicht korrekter Trennung und Entsorgung jedoch die Sortierung und das Recycling, da es zu Fehlerkennung und Fehlausträgen führt &amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;. Auch Verbundverpackungen, in denen die Eigenschaften verschiedener Kunststoffe kombiniert werden, führen zu Herausforderungen bei der Sortierung und im Recycling &amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;. Sie können nicht sortenrein erfasst werden und werden je nach Ausrichtung auf dem Förderband bei der Sortierung unterschiedlich erkannt&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;. Außerdem ist die Trennung der einzelnen Komponenten sehr aufwendig &amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;. So kommt es zu materialfremden Bestandteilen in den Recyclingrohstoffen. Diese können zu Einschlüssen in den Produkten aus Recyclingrohstoff führen, die später Materialversagen verursachen können&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:24--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Nutzung grünmai RGB Linie.png|class=headericons]]&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;!--style=&amp;quot;height:100px; width:150px;text-align:center;&amp;quot; --&amp;gt;|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:25--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
[[Datei:KS_deutscherVerbrauchAnwendungsgebiet.png|thumb|700px|right|Abbildung 8: Kunststoffverbrauch 2021 in Deutschland nach Anwendungsgebiet nach &amp;lt;ref name=&amp;quot;Conversio&amp;quot; /&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Kunststoffe werden aufgrund ihrer Materialeigenschaften als Substitute sowohl für metallische und keramische als auch für Holzwerkstoffe eingesetzt. Die bereits beschriebenen mechanischen Eigenschaften sind bestimmend für den Anwendungszweck. Die Gleit- und Haftungseigenschaften ermöglichen die Verwendung als mobile Bauteile, ohne dabei auf Schmiermittel zurückgreifen zu müssen. Thermoplaste besitzen weiterhin eine gute Fließfähigkeit, was eine kostengünstige Verarbeitung durch einfache Formung ermöglicht. Im Gegensatz zu Metallen weisen polymere Werkstoffe meist eine hohe Korrosionsbeständigkeit und je nach Sorte auch eine höhere Resistenz gegenüber Chemikalien als Edelstähle auf. Jedoch sind einige Kunststoffe anfällig gegenüber Lösungsmitteln. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Kalweit&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Die größten Nutzungsgebiete von Kunststoffen sind in Deutschland die Verpackungsindustrie und die Baubranche, die jeweils ein Drittel bzw. ein Drittel der Kunststoffanwendungen ausmachen (Abbildung 8). Weitere relevante Anwendungsfelder sind die Fahrzeugindustrie sowie Elektronik, Haushaltswaren und Möbel. Die Landwirtschaft und die Medizin stellen einen Anteil unter 5%. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Weißbach&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:26--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für Verpackungsmaterialien werden überwiegend Kettenpolymerisate eingesetzt, die zu den Thermoplasten zählen. Dazu gehören insbesondere (Low Density (LD)-, Linear Low Density (LLD)- sowie High Density (HD)-Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP), die zur Gruppe der Polyolefine gehören, und Polyethylenterephthalat (PET). Weitere verwendete Kettenpolymerisate sind Styrol-Kunststoffe wie Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS), Styrol-Acrylnitril (SAN) oder Polystyrol (PS). &amp;lt;ref name=&amp;quot;Weißbach&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Gebäudetechnik wird hauptsächlich das Kettenpolymerisat Polyvinylchlorid eingesetzt. Daneben werden häufig Polyolefine und Polystyrol (PS) verbaut. In der Baubranche finden zudem Polyaddukte, wie Polyurethan (PUR), Anwendung. Polyaddukte können zur Gruppe der Duroplaste oder der Elastomere zählen. Weiterhin werden einige Styrol-Kunststoffe wie expandiertes Polystyrol (EPS) in der Gebäudetechnik genutzt. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Weißbach&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Automobilbau wird hinsichtlich des Kunststoffverbrauchs durch die Polyolefine PP, HDPE sowie durch Polyurethan (PUR) geprägt. Auch Polyamide kommen zum Einsatz. Auch in der Elektronikbranche werden überwiegend die thermoplastischen Polyolefine (wie PP), aber auch PUR verwendet. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Weißbach&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:27--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:RS-Sek blaudunkel RGB Linie.png|class=headericons]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:28--&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Recyclingrohstoff==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
Das Kunststoffrecycling hat in den vergangenen Jahren aufgrund der Vermüllungsproblematik und den Zielen der Kreislaufwirtschaft an Bedeutung in Gesellschaft, Industrie und Forschung gewonnen &amp;lt;ref name=&amp;quot;Hengstmann&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;KrWG&amp;quot;/&amp;gt;. Angetrieben wird die stoffliche Verwertung seit 2024 zusätzlich durch die CO2-Steuer für die energetische Verwertung von Kunststoffen &amp;lt;ref name=&amp;quot;BEHG&amp;quot;/&amp;gt;. Dabei ist im ersten Schritt eine möglichst sortenreine Erfassung von Kunststoffen entscheidend, um ein hochwertiges Recycling zu gewährleisten &amp;lt;ref name=&amp;quot;Martens&amp;quot;/&amp;gt;. Anschließend gibt es, je nach Qualität der Sortierfraktionen verschiedene Aufbereitungs- und Verwertungsmöglichkeiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:29--&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Erfassung===&lt;br /&gt;
Von den 12,4 Mio. Tonnen Kunststoff, die in Deutschland im Jahr 2021 verbraucht wurden, wurden 5,7 Mio. t KS-Abfälle über die unterschiedlichen Sammelsysteme erfasst, was auf die Langlebigkeit einiger Produkte zurückzuführen ist &amp;lt;ref name=&amp;quot;Conversio&amp;quot; /&amp;gt;. Kurzlebige Produkte wie Verpackungen werden fast vollständig (&amp;gt; 99%) wieder erfasst &amp;lt;ref name=&amp;quot;Conversio&amp;quot; /&amp;gt;. Von langlebigen Produkten, z. B. aus dem Bausektor, wird ein Anteil von 16% erfasst. Exportprodukte wie Automobile werden zu 30% exportiert und somit aus dem System entnommen und zu 23% wieder als Abfall erfasst. Von den gesammelten Kunststoffabfällen entfallen 96% auf den Post-Consumer-Bereich und 4% auf die Verarbeitung und Herstellung von Kunststoff, also den Post-Production-Bereich &amp;lt;ref name=&amp;quot;UBA 2023&amp;quot; /&amp;gt;. Die Erfassung von Post-Consumer-Abfällen erfolgt dabei für Verpackungen vor allem über die Sammlung von Leichtverpackungen und das Pfandsystem, aber auch über Gewerbeabfall- und E-Schrottsammlungen und Recyclinghöfe.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
===Wiederverwendung (Re-Use) von Kunststoffen===&lt;br /&gt;
Bei der Wiederverwendung wird ein Erzeugnis, das nicht Abfall ist, erneut für den ursprünglichen Zweck eingesetzt &amp;lt;ref name=&amp;quot;KrWG&amp;quot; /&amp;gt;. Ein Beispiel für die Wiederverwendung von Kunststoffen ist der Ausbau von Bauteilen aus Gebäuden vor deren Abbruch, die infolgedessen vermarktet und an anderer Stelle wieder eingebaut werden können &amp;lt;ref name=&amp;quot;Dechantsreiter&amp;quot; /&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Das Pfandrücknahmesystem für Getränkeflaschen ermöglicht eine besonders umfassende Wiederverwendung des Kunststoffes PET. So bildeten PET-Mehrwegpfandflaschen im Jahr 2010 in Deutschland den höchsten Marktanteil für die Verpackung von Wasser und Erfrischungsgetränken. Der Einsatz von standardisierten, dickwandigen PET-Mehrwegflaschen ermöglicht, dass diese etwa 15- bis 20-mal befüllt und wiederverwendet werden. &amp;lt;ref name=&amp;quot;IFEU&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ebenfalls zur unmittelbaren Wiederverwendung zählt die Weiterverwendung gebrauchter Elektro- und Elektronikgeräte, die ebenfalls über Sammelstellen oder privat vermittelt werden &amp;lt;ref name=&amp;quot;von Gries&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:30--&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Vorbereitung zur Wiederverwendung===&lt;br /&gt;
Zu dieser Kategorie gehören die Verwertungsmethoden Reinigung, Prüfung und Reparatur mit dem Ziel, zu Abfall gewordene Produkte ohne andere Vorbehandlungsarten für ihren ursprünglichen Zweck einzusetzen &amp;lt;ref name=&amp;quot;KrWG&amp;quot; /&amp;gt;. Damit Kunststoffe in die Wiederverwendung gegeben werden können, ist eine produktbezogene Sammlung erforderlich, da nicht allein der Werkstoff weiter genutzt werden soll, sondern weitere Produkteigenschaften erhalten bleiben sollen. Eine solche Sammlung ist beispielsweise für PET-Flaschen in Form des Mehrweg-Pfandsystems sowie die zugehörigen Getränkekästen aus HDPE vorhanden. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Dahlmann&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die bei der Demontage von Altfahrzeugen erhaltenen Elektrogeräte, die nach dem Prinzip des Komponentenrecyclings in andere Fahrzeuge eingesetzt werden, werden ebenfalls gezielt produktbezogen gesammelt und zur Wiederverwendung vorbereitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:31--&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Recyclingverfahren===&lt;br /&gt;
[[Datei:Recyclingschema nachTecPart.png|thumb|700px|Abbildung 9: Recyclingschema TecPart nach &amp;lt;ref name=&amp;quot;Baur&amp;quot; /&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Als Recyclingrohstoffe für die Substitution von primären Rohstoffen eignen sich sortenreine Kunststoffabfälle des Typs Thermoplast. Neben Alterungsprozessen und der Verkürzung von Polymerketten während des Recyclings ist hierbei jedoch von Belang, mit welchen Kettenlängen und Verzweigungen die Kunststoffe primär hergestellt wurden. Die Längen der Polymerketten werden durch thermische Belastungen verringert, sodass die mechanischen Eigenschaften nach den Verarbeitungszyklen an Qualität verlieren. Um den Auswirkungen dieser Qualitätsminderung entgegenzuwirken, werden Rezyklate mit Primärkunststoffen vermischt. Dabei ist üblich, 20% bis 25% des Primärrohstoffs durch Rezyklat zu ersetzen. Im Gegensatz zu Thermoplasten sorgt die irreversible Vernetzung von Elastomeren und Duroplasten dafür, dass diese Polymertypen sich ausschließlich für das Partikelrecycling eignen. Partikelrecycling bedeutet, ein Auflösen der Vernetzung ist nur durch Mahlen möglich, sodass die Partikel von Duroplasten und Elastomeren werkstofflich nur in Form von Füllstoffen erneut eingesetzt werden können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Baur&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Um eine möglichst hohe Qualität von Rezyklaten beim werkstofflichen Recycling zu erhalten, sind große Beanspruchung und Kontaminationen zu vermeiden. Außerdem kommen nur physikalische Verfahren, wie thermische Behandlung, Compoundierung, Granulierung und Filtrierung infrage. Die entstehenden Produkte sind Mahlgut mit einer Korngröße zwischen 2 mm und 5 mm, Regranulate sowie Regenerate. Regranulate werden in einem Schmelzprozess aus Mahlgut gewonnen und besitzen eine gleichmäßige Korngröße ohne Staubanteil. Diesem Schmelzprozess werden bei der Erzeugung von Regeneraten zusätzlich Additive hinzugegeben (Compoundierung), sodass sie speziellere Eigenschaften besitzen als Regranulate (Abbildung 9).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Baur&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:32--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Chemisches Recycling bietet Potenzial, wenn ein werkstoffliches Recycling nicht zur gewünschten Qualität des sekundären Rohstoffs führt, die Polymere aber in Monomere oder in geeignete reaktionsfähige Gruppen wie Acryl, Ester oder Amide zerlegt werden können &amp;lt;ref name=&amp;quot;UBA 2020&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Baur&amp;quot; /&amp;gt;. Es wird also nicht der Werkstoff wiederverwertet, sondern dessen Einzelteile zurückgewonnen und verwertet. Die Vorbereitung von Duroplasten und Elastomeren für eine erneute Polymerisation ist nur durch chemische Recyclingverfahren möglich. Aufgrund der steigenden Menge an Kunststoffabfällen und den Zielen der Circular Economy wird deren Potenzial zur Kreislaufschließung aktuell vielseitig erforscht &amp;lt;ref name=&amp;quot;UBA 2020&amp;quot; /&amp;gt;. Zu den untersuchten Verfahren zählen die Pyrolyse, die Solvolyse und das Hydrocracking &amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Bei der Pyrolyse werden die Polymere unter Sauerstoff-Ausschluss erhitzt (auf bis zu 800 °C), sodass sie in kürzere Einheiten geteilt werden. Das hierbei entstehende aromatische Pyrolyseöl dient als Rohstoff für Polymere sowie für Öle und Kraftstoffe. Die Pyrolyse erfordert, dass der zu verarbeitende Stoffstrom frei von halogenhaltigen Polymeren wie PVC ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei der Solvolyse werden Polymere durch Reaktion mit einem Solvens gespalten. Für einige Kunststoffe, wie PA, PET oder PUR, ist dies katalytisch oder durch die Lösemittel Wasser (Hydrolyse) oder Alkohol (Alkoholyse) möglich. Die Solvolyse ermöglicht auch das Auftrennen von Faser-Kunststoff-Verbunden. Eine Einschränkung des Verfahrens ist die erforderliche Sortenreinheit der aufzubereitenden Polymere.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Hydrocracking bezeichnet katalytisches Spalten und anschließendes Destillieren von Polymeren. Mit diesem Verfahren können z. B. Polyolefine zu bis zu 95% zu Kraftstoffen verarbeitet werden. Zu große Anteile an halogenhaltigen Polymeren im Stoffstrom können die verfahrenstechnischen Aggregate beschädigen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:33--&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Qualitätsanforderungen und Stör-/Fremdstoffe===&lt;br /&gt;
Kunststoffgemische können bisher nur schwierig rezykliert werden. Für das Trennen einzelner Kunststoffe aus Verbundfolien werden Verfahren des chemischen Recyclings entwickelt. Die Aufbereitung von faserverstärkten Kunststoffen schließt Verkürzungen der Fasern und damit einhergehende Qualitätsminderung ein. Sofern Duroplaste als Matrix verwendet wurden, besteht keine Möglichkeit, die Verbunde aufzuschmelzen. Thermoplaste sind aufschmelzbar, &lt;br /&gt;
die eingesetzten Fasermaterialien sind jedoch auch in diesem Fall nur mit speziellen Verfahren aufschließbar. Um die Fasern bestmöglich zu erhalten, eignen sich die Pyrolyse, bei der die Kunststoffmatrix unter Sauerstoffabschluss thermisch zersetzt wird, und die Solvolyse, mit der die Kunststoffmatrizen aufgespalten und von der Faser gelöst werden sollen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aber nicht nur beim Recycling führen Verbundmaterialien zu Problemen. Auch bei der Erkennung der Materialien im Sortierprozess führen Multilayer zu Fehlausträgen und Verunreinigungen. Außerdem fehlen den Sortieranlagen Abnehmer, die diese Verbundmaterialien verwerten können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;bvse&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für manche Kunststoffverbunde, wie den Getränkekarton wurden aufgrund der Verbundeigenschaft extra eigene Verwertungswege entwickelt, da sie nicht für die bestehenden Routen geeignet sind. Darüber können die Bestandteile einzeln einer Verwertung zugeführt werden &amp;lt;ref name=&amp;quot;Palurec&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZSVR&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;FKN&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:34--&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Verwertungsquoten===&lt;br /&gt;
[[Datei:KS_AbfallmengeDE.png|850px|thumb|right|Abbildung 10: Kunststoffabfälle in Deutschland nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Conversio&amp;quot;/&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Von den im Jahr 2022 weltweit produzierten 400,3 Mio. t Kunststoffe entstammten 8,9% der werkstofflichen Verwertung und unter 0,1% dem rohstofflichen Recycling von Post-Consumer-Abfällen. Von den 58,7 Mio. t Kunststoff aus der europäischen Produktion stammten 18,7% aus dem Recycling. Damit betrug der Anteil der Recyclingrohstoffe aus Post-Consumer-Kunststoffabfällen in Europa 12,9%. Der Anteil an Recyclingrohstoff aus Produktionsabfällen betrug 5,6% und aus dem chemischen Recycling stammten europaweit 0,2% der produzierten Kunststoffe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PlasticsEurope 2023&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für die deutsche Kunststoffproduktion wurden 2021 2,29 Mio. t Rezyklate eingesetzt, was einer Circular Material Use (CMU)-Rate von etwa 16,3% an den 14,04 Mio. t verarbeiteten Kunststoffwerkstoffen entspricht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Conversio&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 2021 fielen in Deutschland 5,44 Mio. t Kunststoff als Abfall nach der Nutzungsphase an (Abbildung 10). Von diesen wurden 99,4% (5,41 Mio. t) in unterschiedlichen Verfahren verwertet und nur 0,6% deponiert. Für die Berechnung der stofflichen Verwertungsquote existieren zwei Ansätze (Abbildung 11). Für den ersten Ansatz wird der Eingang in eine Recyclinganlage als Berechnungspunkt angenommen. Diese Input-basierte Berechnung war bis zum Bezugsjahr 2019 vorgesehen. Der zweite Ansatz nimmt die Einbringung in ein Recyclingverfahren, d. h. erst in die letzte Prozessstufe nach Prozessen wie der Zerkleinerung, Nachsortierung und Waschung, als Kriterium für die Berechnung in die Recyclingquote. So wurden im Jahr 2021 33,2% der Kunststoffabfälle stofflich verwertet, indem sie einem Recyclingverfahren zugeführt wurden. Nach dem früheren Berechnungsansatz würden die 45,4% der Post-Consumer-Abfälle, die als Input in Recyclinganlagen geführt wurden, als stofflich verwertet gelten. Ausgehend vom zweiten Berechnungspunkt wurden 2021 rund 45% der Post-Consumer-Abfälle werkstofflich und 0,5% rohstofflich rezykliert. Durch die weitere Aufbereitung in der Recyclinganlage fallen weitere nicht stofflich verwertbare Fraktionen an, die anschließend energetisch verwertet werden. Dadurch steigt der Anteil der energetischen Verwertung von Berechnungsmethode 1 zu 2 von 54% auf 66%.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Conversio&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:35--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=980px heights=700px mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:KS_VerwertungsquotenPost-Consumer-Abfall.png|980px|thumb|Abbildung 11: Verwertungsquoten nach alter (links) und neuer (rechts) Berechnungsmethode &amp;lt;ref name = &amp;quot;Conversio&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:36--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:37--&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Proben im MassLab ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=300px heights=200px gallery mode = &amp;quot;packed-overlay&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:38--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:3-03-005.jpg|1000px|link=3-03-005|[[3-03-005]]&lt;br /&gt;
Datei:4-03-009.jpg|1000px|link=4-03-009|[[4-03-009]]&lt;br /&gt;
Datei:4-03-010.jpg|1000px|link=4-03-010|[[4-03-010]]&lt;br /&gt;
Datei:4-03-024.jpg|1000px|link=4-03-024|[[4-03-024]]&lt;br /&gt;
Datei:4-03-025.jpg|1000px|link=4-03-025|[[4-03-025]]&lt;br /&gt;
Datei:4-03-036.jpg|1000px|link=4-03-036|[[4-03-036]]&lt;br /&gt;
Datei:3-08-003.jpg|1000px|link=4-03-036|[[3-08-003]]&lt;br /&gt;
Datei:4-08-063.jpg|1000px|link=4-08-063|[[4-08-063]]&lt;br /&gt;
Datei:2-11-004.jpg|1000px|link=2-11-004|[[2-11-004]]&lt;br /&gt;
Datei:2-11-006.jpg|1000px|link=2-11-006|[[2-11-006]]&lt;br /&gt;
Datei:2-11-008.jpg|1000px|link=2-11-008|[[2-11-008]]&lt;br /&gt;
Datei:2-11-011.jpg|1000px|link=2-11-011|[[2-11-011]]&lt;br /&gt;
Datei:2-11-012.jpg|1000px|link=2-11-012|[[2-11-012]]&lt;br /&gt;
Datei:2-11-013.jpg|1000px|link=2-11-013|[[2-11-013]]&lt;br /&gt;
Datei:2-11-014.jpg|1000px|link=2-11-014|[[2-11-014]]&lt;br /&gt;
Datei:3-11-001.jpg|1000px|link=3-11-001|[[3-11-001]]&lt;br /&gt;
Datei:3-11-006.jpg|1000px|link=3-11-006|[[3-11-006]]&lt;br /&gt;
Datei:3-11-007.jpg|1000px|link=3-11-007|[[3-11-007]]&lt;br /&gt;
Datei:3-11-044.jpg|1000px|link=3-11-044|[[3-11-044]]&lt;br /&gt;
Datei:3-11-045.gif|1000px|link=3-11-045|[[3-11-045]]&lt;br /&gt;
Datei:4-11-008.jpg|1000px|link=4-11-008|[[4-11-008]]&lt;br /&gt;
Datei:3-14-002.jpg|1000px|link=3-14-002|[[3-14-002]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:39--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis == &amp;lt;!--T:40--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:41--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:42--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Abts&amp;quot;&amp;gt; Abts, Georg (2020): Kunststoff-Wissen für Einsteiger. 4., aktualisierte und erweiterte Auflage. München: Carl Hanser Verlag. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;!--T:43--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name =&amp;quot;Baur&amp;quot;&amp;gt; Baur, Erwin; Harsch, Guenther; Moneke, Martin (2019): Werkstoff-Führer Kunststoffe. Eigenschaften - Prüfungen - Kennwerte. 11., aktualisierte Auflage. München, © 2019: Hanser. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:44--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name =&amp;quot;BEHG&amp;quot;&amp;gt; Deutscher Bundestag: Entwurf eines Zweiten Gesetzes zur Änderung des&lt;br /&gt;
Brennstoffemissionshandelsgesetzes. https://dserver.bundestag.de/btd/20/034/2003438.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:45--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name =&amp;quot;bvse&amp;quot;&amp;gt; bvse: SORTIERUNG DER KUNSTSTOFFABFÄLLE https://www.bvse.de/themen-kunststoff-recycling/kunststoffaufkommen/sortierung-der-kunststoffabfaelle.html &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:46--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Conversio&amp;quot;&amp;gt; Conversio GmbH (2022): Stoffstrombild 2021 (https://www.bvse.de/dateien2020/2-PDF/01-Nachrichten/03-Kunststoff/2022/Kurzfassung_Stoffstrombild_2021_13102022_1_.pdf) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:47--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dahlmann&amp;quot;&amp;gt; Dahlmann, R.H. (2022): Menges Werkstoffkunde Kunststoffe (7., vollständig überarbeitete Auflage Ausg.). München, Bayern, Deutschland: Carl Hanser Verlag GmbH &amp;amp; Co. KG. doi:10.3139/9783446460867 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;!--T:48--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dechantsreiter&amp;quot;&amp;gt; Dechantsreiter, U.e. (2015): Instrumente zur Wiederverwendung von Bauteilen. Hrsg.: Umweltbundesamt (https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/instrumente-zur-wiederverwendung-von-bauteilen) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;!--T:49--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Endres&amp;quot;&amp;gt; Endres, H.-J.S.-R. (2009): Technische Biopolymere. Rahmenbedingungen, Marktsituation, Herstellung, Aufbau und Eigenschaften. München: Hanser. doi:10.3139/9783446421042 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;!--T:50--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Engelsmann&amp;quot;&amp;gt; Engelsmann, Stephan; Spalding, Valerie; Peters, Stefan (2010): Kunststoffe in Architektur und Konstruktion. Basel: Birkhäuser. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;!--T:51--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;FKN&amp;quot;&amp;gt; Fachverband Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel e.V.: Getränkekartons – eine hochgradig recyclingfähige Verpackunghttps://www.getraenkekarton.de/getraenkekartons-hochgradig-recyclingfaehig/ &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;!--T:52--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hengstmann&amp;quot;&amp;gt; Hengstmann, E.T. (2022): Plastik in der Umwelt. Wo kommt es her, wo geht es hin und wie wirkt es sich aus? Berlin, Berlin, Deutschland: Springer. doi:10.1007/978-3-662-65864-2 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;!--T:53--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;IFEU&amp;quot;&amp;gt; IFEU (2010): Zusammenfassung der Handreichung zur Diskussion um Einweg- und Mehrweggetränkeverpackungen. ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH, Energie- und Umweltforschung. Heidelberg: IFEU.  &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;!--T:54--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kalweit&amp;quot;&amp;gt; Kalweit, Andreas; Paul, Christof; Peters, Sascha; Wallbaum, Reiner (2012): Handbuch für Technisches Produktdesign. Material und Fertigung, Entscheidungsgrundlagen für Designer und Ingenieure. 2., bearb. Aufl. Berlin: Springer (VDI-Buch). &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;!--T:55--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;KrWG&amp;quot;&amp;gt; Deutscher Bundestag (2012): Kreislaufwirtschaftsgesetz § 3 Begriffsbestimmungen. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;!--T:56--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;LBEG&amp;quot;&amp;gt; Landesamt für Bergbau: Erdölreserven in Deutschland (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36206/umfrage/erdoelreserven-in-deutschland/) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;!--T:57--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Martens&amp;quot;&amp;gt; Martens, H.G.: Recyclingtechnik. Fachbuch für Lehre und Praxis. (2. Aufl. Ausg.). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-02786-5&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;!--T:58--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Palurec&amp;quot;&amp;gt; Palurec: PE-Alu-Recycling gebrauchter Getränke- kartons. https://www.palurec.com/ /&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;!--T:59--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;PlasticsEurope 2023&amp;quot;&amp;gt; PlasticsEurope (Hg.): Plastics – the fast Facts 2023. Brüssel: Plastics Europe. Abgerufen am 10. 01 2024 von https://plasticseurope.org/knowledge-hub/plastics-the-fast-facts-2023/&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;!--T:60--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;PlasticsEurope 2022a&amp;quot;&amp;gt; PlasticsEurope (Hg.): Verwendung von Kunststoff in Europa nach Sorte https://de.statista.com/statistik/daten/studie/206539/umfrage/verwendung-von-kunststoff-in-europa-nach-sorte/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:61--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;PlasticsEurope 2022b&amp;quot;&amp;gt; PlasticsEurope (Hg.): Weltproduktion von Kunststoff seit 1950 (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/167099/umfrage/weltproduktion-von-kunststoff-seit-1950/)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;!--T:62--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;PlasticsEurope 21.&amp;quot;&amp;gt; PlasticsEurope (Hg.): KUNSTSTOFFE,&lt;br /&gt;
WERKSTOFFE UNSERER ZEIT. 21. Auflage (https://plasticseurope.org/de/wp-content/uploads/sites/3/2022/05/129454_Inhalt_Ansicht.pdf)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;!--T:63--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schwarz&amp;quot;&amp;gt; Schwarz, Otto; Ebeling, Friedrich Wolfhard; Huberth, Harald; Richter, Frank; Schirber, Harald; Schlör, Norbert (2016): Kunststoffkunde. Aufbau, Eigenschaften, Verarbeitung, Anwendungen der Thermoplaste, Duroplaste und Elastomere. 10., überarbeitete Auflage. Würzburg: Vogel Buchverl. Online verfügbar unter https://www.content-select.com/index.php?id=bib_view&amp;amp;ean=9783834362032.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:64--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;statista (a)&amp;quot;&amp;gt; Statista (2024): Entwicklung der Erdölreserven weltweit in den Jahren 1980 bis 2020 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/233337/umfrage/reserven-an-erdoel-weltweit-seit-1990/ &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:65--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;statista (c)&amp;quot;&amp;gt; Statista: Verteilung der Anteile ausgewählter Länder am Erdgasimport von Deutschland im Jahr 2020 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/151871/umfrage/erdgasbezug-deutschlands-aus-verschiedenen-laendern/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:66--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;statista (d)&amp;quot;&amp;gt; Statista: Verteilung der weltweiten Kunststoffproduktion nach Ländern und Regionen im Jahr 2022 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/244172/umfrage/verteilung-der-weltweiten-kunststoffproduktion-nach-regionen/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;!--T:67--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;statista (e)&amp;quot;&amp;gt; Statista: Täglicher Ölverbrauch weltweit seit 1980. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/170739/umfrage/taeglicher-oelverbrauch-weltweit-seit-1980/ &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:68--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Statista (f)&amp;quot;&amp;gt; Statista: Länder mit dem höchsten Erdölverbrauch 2011 (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/233302/umfrage/laender-mit-dem-hoechsten-erdoelverbrauch-2011/) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:69--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;statista (g)&amp;quot;&amp;gt; Statista: Deutschland Erdgasverbrauch https://de.statista.com/statistik/daten/studie/41033/umfrage/deutschland-erdgasverbrauch-in-milliarden-kubikmeter/ &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:70--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;statista (h)&amp;quot;&amp;gt; Statista: Deutschland Erdgasproduktion  https://de.statista.com/statistik/daten/studie/40798/umfrage/deutschland-erdgasproduktion-in-milliarden-kubikmeter/ &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;!--T:71--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;statista (i)&amp;quot;&amp;gt; Statista (2021): Produktionsmenge von Kautschuk weltweit. (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/317771/umfrage/produktionsmenge-von-kautschuk-weltweit/)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:72--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;UBA 2023&amp;quot;&amp;gt; Umweltbundesamt (2023): Kunststoffe - Produktion, Verwendung und Verwertung (https://www.umweltbundesamt.de/daten/ressourcen-abfall/verwertung-entsorgung-ausgewaehlter-abfallarten/kunststoffabfaelle#kunststoffe-produktion-verwendung-und-verwertung) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:73--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;UBA 2020&amp;quot;&amp;gt; Umweltbundesamt (Hrsg.) (2020): Chemisches Recycling. Hintergrundpapier, (https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/1410/publikationen/2020-07-17_hgp_chemisches-recycling_online.pdf) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:74--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;von Gries&amp;quot;&amp;gt; von Gries, N.D. (2017): Schaffung einer Datenbasis zur Erfassung der Mengen von in Deutschland wiederverwendeten Produkten. Hrsg.: Umweltbundesamt (https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/schaffung-einer-datenbasis-zur-erfassung-der-mengen)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:75--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;WD Deutscher Bundestag&amp;quot;&amp;gt; Wissenschaftliche Dienste Deutscher Bundestag: Abhängigkeit deutscher Unternehmen von Rohstoffimporten Titel: Abhängigkeit deutscher Unternehmen von Rohstoffimp. Wissenschaftliche Dienste, WD 5: Wirtschaft und Verkehr, Ernährung. Berlin: Deutscher Bundestag.(https://www.bundestag.de/resource/blob/922148/cb88309a1d91a8292826377880eab81b/WD-5-110-22-pdf-data.pdf) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;!--T:76--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weißbach&amp;quot;&amp;gt; Weißbach, Wolfgang; Dahms, Michael; Jaroschek, Christoph (Hg.) (2018): Werkstoffe und ihre Anwendungen. Metalle, Kunststoffe und mehr. 20., überarbeitete Auflage. Wiesbaden: Springer Vieweg (Lehrbuch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;!--T:77--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZSVR&amp;quot;&amp;gt; Zentrale Stelle Verpackungsregister: Von der Einweg-Verpackung zum Kreislauf. (https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/Auswertungen/Unterlagen_Pressekonferenz_ZSVR_18.11.2021.pdf)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:78--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/translate&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Proben%C3%BCbersicht&amp;diff=12329</id>
		<title>Probenübersicht</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Proben%C3%BCbersicht&amp;diff=12329"/>
		<updated>2026-10-19T15:52:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;languages /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;!--T:1--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Die hier gezeigten Proben sind als Ausstellungsstücke im Material Assessment Lab (MAssLab) des ANTS zu finden.&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:2--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Leichtverpackungen (LVP)]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;300px&amp;quot; heights=&amp;quot;200px&amp;quot; gallery=&amp;quot;&amp;quot; mode=&amp;quot;packed-overlay&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;[[Kunststoffe]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;!-- falls Seite Ersatzbrennstoffe erstellt wird und nicht alle davon als Kunststoffe klassifiziert sind:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Ersatzbrennstoffe]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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Datei:x-xx-xxx.jpg|1000px|[[x-xx-xxx|TITEL CirculateD-Seite]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt; &lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:4--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Papier, Pappe, Kartonagen (PPK)]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;300px&amp;quot; heights=&amp;quot;200px&amp;quot; gallery=&amp;quot;&amp;quot; mode=&amp;quot;packed-overlay&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:2-04-011.jpg|link=2-04-011|[[2-04-011]]&lt;br /&gt;
Datei:2-04-012.jpg|link=2-04-012|[[2-04-012]]&lt;br /&gt;
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Datei:3-04-006.jpg|link=3-04-006|[[3-04-006]]&lt;br /&gt;
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&amp;lt;!-- außer alle Rostaschen sollen nur bei Metalle gelistet sein&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Rostaschen]] und [[Flugaschen]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;!--T:8--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Elektro- und Elektronikschrott]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:12--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Bioabfälle]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;300px&amp;quot; heights=&amp;quot;200px&amp;quot; gallery=&amp;quot;&amp;quot; mode=&amp;quot;packed-overlay&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:4-02-001.jpg|1000px|link=4-02-001|[[4-02-001]]&lt;br /&gt;
Datei:4-02-002.jpg|1000px|link=4-02-002|[[4-02-002]]&lt;br /&gt;
Datei:4-02-003.jpg|1000px|link=4-02-003|[[4-02-003]]&lt;br /&gt;
Datei:4-02-004.JPG|1000px|link=4-02-004|[[4-02-004]]&lt;br /&gt;
Datei:4-02-010.jpg|1000px|link=4-02-010|[[4-02-010]]&lt;br /&gt;
Datei:4-02-011.jpg|1000px|link=4-02-011|[[4-02-011]]	&lt;br /&gt;
Datei:4-02-009.jpg|1000px|link=4-02-009|[[4-02-009]]&lt;br /&gt;
Datei:4-02-007.jpg|1000px|link=4-02-007|[[4-02-007]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:13--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Spezialfälle: [[Aufbereitungstechnik]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;300px&amp;quot; heights=&amp;quot;200px&amp;quot; mode=&amp;quot;packed-overlay&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:3-12-009.jpg|1000px|link=3-12-009|[[3-12-009]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Datei:6-11-001.jpg|1000px|link=6-11-001|[[6-11-001]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Datei:6-12-014.jpg|1000px|link=6-12-014|[[6-12-014]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/translate&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&lt;hr /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: Laura Sklorz lud eine neue Version von Datei:3-11-001.gif hoch&lt;/p&gt;
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		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
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		<title>Windel</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;languages /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;translate&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:1--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:3-11-001.gif|center|Probendarstellung: Windel]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probennummer&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | 3-11-001&lt;br /&gt;
| colspan = &amp;quot;2&amp;quot; rowspan = &amp;quot;8&amp;quot; | &amp;lt;!--HIER KURZTEXT EINSETZEN. vgl. [[4-11-011|Kunststoffprodukt aus Windelrecycling]] --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Übergeordneter Stoffstrom&#039;&#039;&#039; || [[Kunststoffe]], Textil&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Herkunft&#039;&#039;&#039; || &amp;lt;!--Forschungsprojekt zum chemischen Recycling von Windeln zur Rückgewinnung von Cellulosen und Superabsorbenspolymeren aus dem Produktionsausschuss einer Windelfertigung.&amp;lt;!--nicht Stand der Technik; https://www.ants.rwth-aachen.de/go/id/eeds/file/58647--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Jahr&#039;&#039;&#039; || &amp;lt;!--Inhalt  --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Lebenszyklusabschnitt&#039;&#039;&#039; || [[Nutzung]]&amp;lt;!--: [[Verbrauchsgüter]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Komponenten&#039;&#039;&#039; || [[Kunststoffe]], Textil, Superabsorptionspolymer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Angaben zur Rezyklierbarkeit&#039;&#039;&#039; || &amp;lt;!-- vgl. Doktorarbeit --&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/translate&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
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		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Datei:3-11-001.gif&amp;diff=12321</id>
		<title>Datei:3-11-001.gif</title>
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		<updated>2026-10-19T14:39:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
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	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Dolomit&amp;diff=12318</id>
		<title>Dolomit</title>
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		<updated>2026-10-16T12:37:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;languages /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;translate&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:1--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:1-09-008.gif|center|Probendarstellung: Dolomit]]&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probennummer&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | 1-09-008&lt;br /&gt;
| colspan = &amp;quot;2&amp;quot; rowspan = &amp;quot;8&amp;quot; | [[Kalk]]-, Dolomit- und [[Mergel]]steine finden vielfältige Anwendung in der Produktion von Zement, Eisen, Stahl, Glas und Papier sowie in Mörteln und Putzen. Darüber hinaus werden sie in der land- und forstwirtschaftlichen Düngung eingesetzt, dienen der Wasseraufbereitung, werden als Tierfutter verwendet und fungieren als Füllstoffe in Kunststoffen, Klebstoffen, Farben, Lacken und keramischen Massen. Auch in der chemischen Industrie sowie zur Herstellung von Nahrungs- und Genussmitteln kommen sie zum Einsatz &amp;lt;ref name = &amp;quot;BGR&amp;quot;/&amp;gt;. Der heimische Anteil am Bedarf in Deutschland beträgt etwa 36 %.&lt;br /&gt;
Aktuell ist der Tagebau Flandersbach der größte Gewinnungsstandort Deutschlands und wird von Lhoist Germany Rheinkalk GmbH betrieben &amp;lt;ref name = &amp;quot;BGR 2016&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:2--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Übergeordneter Stoffstrom&#039;&#039;&#039; || [[Mineralik]] - Steine und Erden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Herkunft&#039;&#039;&#039; || Thiersheim, Wunsiedel, Fichtelgebirge, Oberfranken, Bayern&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Lebenszyklusabschnitt&#039;&#039;&#039; || [[Gewinnung|Rohstoffgewinnung]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Rohstoffbedarf in Deutschland&#039;&#039;&#039; || 52,5 Mio. t/a&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Fördermenge in Deutschland&#039;&#039;&#039; || 53.279 kt/a&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Lagerstättenstruktur und Vorkommensweise&#039;&#039;&#039; ||  &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lagerstättenstruktur&#039;&#039;&#039;: sedimentäre Festgesteine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:3--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkommen&#039;&#039;&#039;: [[Kalk]]-, Dolomit- und [[Mergel]]steine kommen häufig in Verbindung mit Tonmineralen, [[Quarzsand und -kies|Quarz]] und [[Gips]] vor &amp;lt;ref name = &amp;quot;SteinRein&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:4--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Abbauverfahren&#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Trockenabbau&#039;&#039;&#039;: Der Abbau erfolgt übertage mittels Bohren und Sprengen. Das Laden erfolgt mithilfe von Baggern oder Radladern. In sehr seltenen Fällen kann der Abbau auch unter Tage erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:5--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Transport&#039;&#039;&#039;: Der Transport erfolgt über Radlader und Muldenkipper.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:6--&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Literaturverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:7--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;SteinRein&amp;quot;&amp;gt; SteinRein: Kalkstein. (Zuletzt gepüft am 06.01.2026) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:8--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;BGR&amp;quot;&amp;gt;  BGR (Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe): Sedimentgesteine: Kalk. (Zuletzt geprüft am 06.01.2026) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:9--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;BGR 2016&amp;quot;&amp;gt; BGR (2016): BGR - Presse - Neuer BGR-Bericht: Deutschland produziert über 40 verschiedene Rohstoffe - Nur 10 Kilogramm Gold, aber 238 Millionen Tonnen Sand und Kies. (Zuletzt geprüft am 05.09.2024) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:10--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/translate&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Glossar&amp;diff=12315</id>
		<title>Glossar</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Glossar&amp;diff=12315"/>
		<updated>2026-10-16T12:35:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;languages /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;translate&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Allgemein== &amp;lt;!--T:1--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:2--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
;Abfall&lt;br /&gt;
: Materialmix – Mischung aus unterschiedlichen Materialien; Abfall ist der zentrale Rechtsbegriff des Abfallrechts §3 Abs.1 Satz 1 KrWG: Abfälle sind alle Stoffe und Gegenstände, derer sich ihr Besitzer entledigt, entledigen will oder entledigen muss, ohne dass ein Nebenprodukt (es gibt einen Markt für den Stoff/das Produkt) vorliegt oder das Ende der Abfalleigenschaft (durch einen Zweiterzeuger) aufgehoben ist. Alltäglicher Sprachgebrauch des Begriffs Abfall: wertlose, gebrauchsuntaugliche Stoffe und Gegenstände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:3--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Abfallhierarchie&lt;br /&gt;
: Die in § 6 KrWG geregelte fünfstufige Abfallhierarchie legt für Maßnahmen der Vermeidung von Abfällen sowie der Vorbereitung zur Wiederverwendung, des Recyclings, der sonstigen (insbesondere energetischen) Verwertung und der Beseitigung von Abfällen eine grundsätzliche Rangfolge fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:4--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Abfallschlüssel&lt;br /&gt;
: Obergruppe aus der Abfallverzeichnisverordnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:5--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Anthropozän&lt;br /&gt;
: jüngstes geologisches Zeitalter, in dem die menschlichen Aktivitäten den dominantesten Einfluss auf die Umwelt darstellen. (Der genaue Startpunkt steht noch zur Diskussion.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:6--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Anthropogenes Lager&lt;br /&gt;
: Rohstoffe, die in Infrastrukturen, langlebigen Gütern oder Gebäuden verarbeitet sind und somit langfristig in Nutzung bleiben. Sie stehen daher der Verwertung nicht sofort zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:7--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Abraum&lt;br /&gt;
: Gestein ohne oder mit sehr geringem Wertgehalt (taubes Gestein), das gefördert werden muss, um die Roh-stoffe einer Lagerstätte abbauen zu können, jedoch keinen Eingang in das Wirtschaftssystem findet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:8--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Angewandte Ökologie&lt;br /&gt;
: auf Umsetzung von Schutzzielen ausgerichtet aber auch auf menschliche Nutzungsarten wie z.B. Forstwissenschaft oder Schädlingskunde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:9--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Anthropogen&lt;br /&gt;
: Durch den Menschen beeinflusst, verursacht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:10--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Biomasse&lt;br /&gt;
: Beinhaltet die gesamte organische Substanz, die durch Pflanzen und Tiere anfällt oder erzeugt wird. Wenn es um den Einsatz von Biomasse zur Energieerzeugung geht, unterscheidet man zwischen nachwachsenden Rohstoffen (Energiepflanzen wie Raps, Mais oder Getreide) sowie organischen Reststoffen und Abfällen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:11--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Circular Economy&lt;br /&gt;
: Die bekannteste CE-Definition wurde von der Ellen MacArthur Foundation (2012, S.7) formuliert: &amp;quot;[CE] ist ein industrielles System, das [...] wiederherstellend oder regenerierend ist. Es ersetzt das &amp;quot;End-of-Life&amp;quot;-Konzept durch die Wiederherstellung, stellt sich um auf die Nutzung erneuerbarer Energien, eliminiert die Verwendung toxischer Chemikalien, die die Wieder-verwendung beeinträchtigen, und zielt auf die Beseitigung von Abfall ab durch die überlegene Gestaltung von Materialien, Produkten, Systemen und [...] von Geschäftsmodellen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:12--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;DERec und DIERec&lt;br /&gt;
: Sekundärrohstoffindikatoren, die anzeigen, in welchem Umfang Primärrohstoffe oder Halb- und Fertigwaren importiert bzw. inländisch gewonnen werden müssten, wenn Sekundärrohstoffe nicht verwertet würden. Die Indikatoren zeigen die realen Verwertungsqualitäten von Sekundärrohstoffen und deren Substitutionseffekte. Beim DERec (Direct Effects of Recovery) werden nur die direkten Effekte innerhalb einer Volkswirtschaft betrachtet, die Systemgrenze ist dieselbe wie beim DMI. Beim DIERec (Direct and Indirect Effects of Recovery) wird die Rohstoffnutzung auf der globalen Ebene betrachtet. Die Systemgrenze stimmt mit der des RMIs überein.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:13--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Direkter Materialeinsatz (DMI)&lt;br /&gt;
: Materialflussindikator: Masse der Rohstoffe, die in einem Land bzw. einer Volks-wirtschaft weiterverarbeitet oder konsumiert werden. Berechnung: Summe der Massen der inländisch verwerteten Entnahme sowie der importierten Rohstoffe, Halb- und Fertigwaren (Vgl. „Direkte Rohstoffflüsse“).&lt;br /&gt;
:DMI = Direct Material Input (Inländisch verwertete Entnahme an Rohstoffen plus Importe mit Eigengewicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:14--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Dissipative Verluste&lt;br /&gt;
: Stoffverluste aufgrund feiner Verteilung; Beispiele: Korrosion von metallischen Bauteilen, Verwitterung von mineralischen Bauteilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:15--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Downcycling&lt;br /&gt;
: Recyclingverfahren mit Qualitätsabnahme von Ausgangsmaterial zu Sekundärmaterial &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kosmol&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:16--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Energieeffizienz&lt;br /&gt;
: Verhältnis Nutzen oder Ergebnis durch notwendigen Energieaufwand &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kosmol&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:17--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Energierohstoffe&lt;br /&gt;
: Rohstoff, in dem Energie, chemisch oder physikalisch gespeichert ist und der damit energetisch genutzt werden kann. Fossile Energieträger, biotische Rohstoffe, Kernbrennstoffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:18--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Entkopplung&lt;br /&gt;
: Aufhebung oder Verringerung einer quantitativen Abhängigkeit zwischen kausal verknüpften Entwicklungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:19--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Gemeinlastprinzip&lt;br /&gt;
: Wenn das Verursacherprinzip nicht oder nicht vollständig durchgesetzt werden kann, sorgt die öffentliche Hand für Ausgleich der Umweltschäden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:20--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Gesamter Materialeinsatz (TMR)&lt;br /&gt;
: Materialflussindikator: Masse der genutzten und ungenutzten Materialien, die entlang der Wertschöpfungsketten der in einem Land verarbeiteten bzw. konsumierten Waren und Dienstleistungen entnommen werden. Berechnung: Inländische genutzte und ungenutzte Entnahme plus Importe in RME (vgl. „Rohstoff-äquivalente (RME)“), einschließlich der durch die gehandelten Waren verursachten ungenutzten Materialflüsse. &lt;br /&gt;
:TMR = Total Material Requirement (Gesamtheit aller Rohstoffentnahmen – verwertet und nicht verwertet)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:21--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Gesamter Materialkonsum (TMC)&lt;br /&gt;
: Materialflussindikator: Masse der genutzten und ungenutzten Materialien, die entlang der Wertschöpfungsketten der in einem Land konsumierten Waren und Dienstleistungen entnommen werden. Berechnung: Inländische genutzte und ungenutzte Entnahme plus Importe minus Exporte in RME (vgl. „Rohstoffäquivalente (RME)“), einschließlich der durch die gehandelten Waren verursachten ungenutzten Materialflüsse.&lt;br /&gt;
:TMC = Total Material Consumption (TMR abzügl. Aufwendungen für Exporte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:22--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Gesamtrohstoffproduktivität&lt;br /&gt;
: Produktionsbezogener Indikator für die Rohstoffeffizienz der deutschen Volkswirtschaft. Teil der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie sowie von ProgRess II. :Berechnung: preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt zuzüglich der preisbereinigten Ausgaben für Importe (BIP+IMP) geteilt durch den Primärrohstoffeinsatz (RMI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:23--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Gewerbeabfälle&lt;br /&gt;
: Gewerbliche Siedlungsabfälle (auch kurz &amp;quot;Gewerbeabfälle&amp;quot; genannt) sind Siedlungsabfälle aus anderen Herkunftsbereichen als privaten Haushaltungen, die in Kapitel 20 der Anlage der Abfallverzeichnis-Verordnung vom 10. Dezember 2001 aufgeführt sind, insbesondere&lt;br /&gt;
:*	gewerbliche und industrielle Abfälle sowie&lt;br /&gt;
:*	Abfälle aus privaten und öffentlichen Einrichtungen,&lt;br /&gt;
:die Abfälle aus privaten Haushaltungen auf Grund ihrer Beschaffenheit oder Zusammensetzung ähnlich sind und wie diese entsorgt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:24--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Haushaltsabfälle&lt;br /&gt;
: Haushaltsabfälle sind bestimmte Siedlungsabfälle, die als überwiegend haushaltstypisch definiert werden, wie z. B. Hausmüll, Sperrmüll, Verpackungen, Garten- und Parkabfälle. Dabei kommt es darauf an, dass Abfälle in der Regel überwiegend bei privaten Haushalten anfallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:25--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Industrial Ecology&lt;br /&gt;
: Wirtschaften nach dem Vorbild von Ökosystemen, kreislauforientiert, ressourceneffizient, nachhaltig und zukunftsfähig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:26--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Inländischer Materialkonsum (DMC)&lt;br /&gt;
: Materialflussindikator: Masse der Rohstoffe, die in einem Land bzw. einer Volkswirtschaft konsumiert werden. Berechnung: Summe aus inländisch verwerteter Entnahme zuzüglich der Masse direkt importierter Rohstoffe, Halb- und Fertigwaren abzüglich der Masse direkt exportierter Rohstoffe, Halb- und Fertigwaren (Vgl. „Direkte Rohstoffflüsse“).&lt;br /&gt;
:DMC = Direct Material Consumption (DMI abzgl. Aufwendungen für Exporte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:27--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Kooperationsprinzip&lt;br /&gt;
: Staatliche und gesellschaftliche Kräfte sollen bei der Durchsetzung der Umweltschutz-Ziele mitwirken. Die Akzeptanz und Umsetzung des Umweltrechts sollen damit gesteigert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:28--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--;Laserinduzierte Plasmaspektroskopie (LIPS; englisch: Laser-induced breakdown spectroscopy (LIBS))&lt;br /&gt;
: Die LIPS--&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:29--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Müll&lt;br /&gt;
: von „mullen“ (Althochdeutsch), „müllen“ (Mittelhochdeutsch) – zerstoßen/zermahlen, siehe auch Müllerhandwerk; Der Begriff Müll bezeichnete Zusammengefegtes/Zusammengekehrtes, das beim Mahlen von Korn, Stein und anderem anfiel. Heute Synonym für den Begriff Abfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:30--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Nachwachsende Rohstoffe&lt;br /&gt;
: Erneuerbare Ressourcen aus der Land- und Forstwirtschaft, die nicht dem Nahrungsbereich zugeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:31--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Natürliche Ressourcen&lt;br /&gt;
: stofflichen Substanzen und Energien einschließlich aller chemisch-physikalischen und biologischen Prozesse, die das Leistungsvermögen der Landschaft repräsentieren; Wasser, Luft, Rohstoffe, Boden/Fläche und biologische Vielfalt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:32--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Ökologie&lt;br /&gt;
: Teil der Biologie. Wissenschaft von den Beziehungen der Lebewesen zueinander und zu ihrem abiotischen Umfeld; Wechselbeziehungen des Stoff- und Energieaustausches in natürlichen Systemen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:33--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Ökologischer Rucksack&lt;br /&gt;
: Summe aller natürlichen Rohmaterialien von der Wiege bis zum verfügbaren Werkstoff oder zum dienstleistungsfähigen Produkt in Tonnen Natur pro Tonne Produkt, abzüglich dem Eigengewicht des Werkstoffes oder Produktes selbst, gemessen in Tonnen, Kilogramm oder Gramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:34--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Ökologischer Umweltschutz&lt;br /&gt;
: Schutz und Entwicklung (Leitbilder/Ziele) einer bestimmten Qualität biotischer und abiotischer Ressourcen  Naturschutz: Schutz und Entwicklung biotischer, abiotischer und ästhetischer Ressourcen sowie den Schutz von Naturgütern aus altruistischen und moralischen Gründen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:35--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Ökologismus&lt;br /&gt;
: auf Ziele des Naturschutzes ausgerichtete Geisteshaltung (wertkonservativ, Technisch-kritisch bis feindlich) – mit Ökologie hat diese nur insofern zu tun, als dass einige ökologische Theoreme (z.B. Vernetzungsmodelle in Ökosystemen) sich auf Gesellschaften übertragen lassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:36--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Planetare Grenzen&lt;br /&gt;
: Konzept, dass von etwa 30 internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern um Johan Rockström für neun zentrale natürliche Prozesse und Systeme entwickelt wurde und deren „planetare Belastbarkeitsgrenzen“ angibt. Diese Grenzen beruhen zum einen auf naturwissenschaftlichen Erkenntnissen und zum anderen auf dem Vorsorgeprinzip.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:37--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Primärrohstoffeinsatz (RMI)&lt;br /&gt;
: Materialflussindikator: Masse der Rohstoffe, die entlang der Wertschöpfungsketten jener Waren und Dienstleistungen eingesetzt werden, die in einem Land bzw. einer Volkswirtschaft verarbeitet bzw. konsumiert werden. Berechnung: Summe aus inländisch verwerteter Entnahme zuzüglich der Importe in RME (vgl. ;„Rohstoffäquivalente (RME)“).&lt;br /&gt;
:RMI = Raw material Input = Summe inländischer Rohstoffentnahme und Importe mit Eigengewicht und Aufwendungen für Vorketten (= verwertete Entnahme im Ausland für Bereitstellung der Importe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:38--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Produktionsabfälle&lt;br /&gt;
: Abfälle aus Produktionsschritten von Unternehmen (bspw. Stanzabfälle, Späne, Gussteile u. ä.), die nicht unter den Begriff des Nebenprodukts nach §4 KrWG fallen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:39--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Produktverantwortung&lt;br /&gt;
: Zur Erfüllung der Produktverantwortung sind Erzeugnisse möglichst so zu gestalten, dass bei deren Herstellung und Gebrauch das Entstehen von Abfällen vermindert wird und die umweltverträgliche Verwertung und Beseitigung der nach deren Gebrauch entstandenen Abfälle sichergestellt ist. Die Produktverantwortung strebt die Umsetzung des Verursacherprinzips an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:40--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Quoten&lt;br /&gt;
: Anteil einer Bestandsgröße. Wird in Prozent angegeben und bezieht sich auf eine Größe zu einem bestimmten Zeitpunkt. In der Abfallwirtschaft beziehen sich die Verwertungsquoten auf die zur Verwertung bereitgestellten Mengen (erfasste Mengen) oder auf die lizenzierten Mengen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:41--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Rebound-Effekt&lt;br /&gt;
: Beschreibt den Effekt, dass aufgrund von Effizienzsteigerungen erreichte Kosteneinsparungen nicht zu einem in gleichem Maße geringeren Ressourceneinsatz führen, da es durch diese Einsparungen zu vermehrter Nachfrage und Nutzung kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:42--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Recyclingrohstoffe&lt;br /&gt;
: Rohstoffe, die durch stoffliche Verwertungsverfahren (i.e. Recycling) aus Abfällen oder Produktionsrückständen gewonnen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:43--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Ressourceneffizienz (RE)&lt;br /&gt;
: Verhältnis von natürlichen oder technisch-wirtschaftlichen Rohstoffen und den aus ihrer Nutzung gewonnenen Vorteilen, sei es in der Produktion oder im Konsum. Hierbei geht es darum, den Nutzen der Produkte oder Dienstleistungen zu maximieren und gleichzeitig den Verbrauch und den Abfall zu minimieren. Nach der europäischen Kommission (Kreislaufwirtschaftspaket 2015) wird RE wie folgt definiert: „allowing the economy to create more with less, delivering greater value with less input, using resources in a sustainable way and minimising their impacts on the environment” (COM (2015))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:44--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Reserven (Rohstoffwirtschaft)&lt;br /&gt;
: bekannte und technisch/wirtschaftlich gewinnbare Rohstoffvorkommen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:45--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Ressourcen (Rohstoffwirtschaft)&lt;br /&gt;
: Geologisch erwartete bzw. derzeit nicht wirtschaftlich gewinnbare Rohstoffvorkommen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:46--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Ressourcenproduktivität&lt;br /&gt;
: definiert als das Verhältnis des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zum inländischen Materialverbrauch (DMI), wird als Indikator der Ressourceneffizienz verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:47--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Rohstoffäquivalente (RME)&lt;br /&gt;
: Maß für direkte und indirekte Stoffströme ohne versteckte Stoffströme. Bei der Berechnung wird die Masse aller über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg eingesetzten Rohstoffe einbezogen. Berücksichtigt werden dabei nur die verwerteten Rohstoffe, nicht aber die nicht verwerteten Entnahmen. (UBA 2012)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:48--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Rohstoffkategorien&lt;br /&gt;
: Energierohstoffe, metallische Rohstoffe, mineralische Rohstoffe, nachwachsende Rohstoffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:49--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Rohstoffliches und werkstoffliches Recycling&lt;br /&gt;
: Recycling (teilweise auch stoffliche Verwertung genannt) beschreibt allgemein die Aufbereitung und Wiederverwendung bereits benutzter Rohstoffe. Es wird weiter zwischen dem werkstofflichen Recycling und dem rohstofflichen Recycling (manchmal auch chemisches Recycling genannt) unterschieden. Am Beispiel von Kunststoffen bedeutet ein werkstoffliches Recycling, dass die Polymerstruktur nicht wesentlich verändert wird und der Kunststoff als Material erhalten bleibt. Es können Rezyklate hergestellt werden, die oftmals allerdings eine geringere Qualität als Primärkunststoffe aufweisen. Beim rohstofflichen Recycling werden die Kunststoffpolymere in ihre Monomere bzw. chemischen Grundbausteine umgewandelt. Die Qualität des recycelten Produkts entspricht in etwa der Qualität der Primärrohstoffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:50--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;R-Strategien&lt;br /&gt;
: bilden die Kernprinzipien zur Umsetzung der Kreislaufwirtschaft. Das Modell umfasst derzeit 10 R-Strategien. Ihre Wirkungen werden in die drei Kategorien Schmälern, Verlangsamen und Schließen unterteilt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:51--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Siedlungsabfall&lt;br /&gt;
: Als Siedlungsabfall werden Abfälle aus privaten Haushalten und vergleichbaren Einrichtungen, zum Beispiel Abfälle aus Arzt- und Rechtsanwaltspraxen, Verwaltungsgebäuden, Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sowie hausmüllähnliche Abfälle aus Gewerbe und Industrie, bezeichnet. Ferner gehören zu den Siedlungsabfällen auch Sperrmüll, Marktabfälle, Straßenkehricht, Bioabfälle sowie getrennt erfasste Wertstoffe wie Glas und Papier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:52--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Umwelt&lt;br /&gt;
: Summe an Gegenständen und Kräften außerhalb eines Organismus, mit denen dieser in Wechselbeziehung steht oder auf die er einwirkt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:53--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Umweltschutz&lt;br /&gt;
: Ökologischer und technischer Umweltschutz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:54--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Ungenutzte Entnahme&lt;br /&gt;
: Menge an Material, das bewegt werden muss, um Zugang zu den schlussendlich genutzten Rohstoffen zu erhalten. Beispiele sind Abraum im Bergbau oder Beifang in der Fischerei. Die ungenutzte Entnahme findet keinen Eingang in das ökonomische System und hat somit auch keinen Preis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:55--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Urban Mining&lt;br /&gt;
: richtet sich an den Wertstoffgehalt von Altgegenständen, die bisher noch keinem Entsorgungsweg zugeführt worden sind, weil sie in Haushalten gebrauchsunfähig oder ungenutzt verwahrt werden (individuelle Depots in Kellern, Schubladen, Kabelschächten, u.a.). Eine andere urbane Mining-Quelle können auch verlassene Gebäude oder veraltete Infrastrukturen sein. Mit dem Urban Mining wird das Konzept verfolgt, den potentiellen Abfall mit den enthaltenen Wertstoffen zugänglich zu machen und als Rohstoffquelle in den Kreislauf zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:56--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Verursacherprinzip&lt;br /&gt;
: Übertragung der Verantwortlichkeit sowie der resultierenden Kosten zur Vermeidung, Beseitigung und zum Ausgleich von Umweltbelastungen auf die Verursacher von Umweltwirkungen. Der entscheidende ökonomische Grund für die Verfolgung des Verursacherprinzips ist die Erhöhung der volkswirtschaftlichen Effizienz, d. h. der gesamtwirtschaftlich sparsame Einsatz der Ressourcen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:57--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Vorsorgeprinzip&lt;br /&gt;
: Vermeidung von Risiken und Verhinderung von Umweltschäden durch vorausschauendes Handeln und präventive Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:58--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Wertschöpfungskette&lt;br /&gt;
: Gesamte Kette von Produktionen und Dienstleistungen für ein Produkt oder ein Unternehmen. Beginnt beim Anbau eines Rohstoffes (z. B. Landwirtschaft) oder Abbau eines Rohstoffes (Bergbau) und reicht über die Weiterverarbeitung und Produktionsstufen bei Zulieferern oder dem Unternehmen selbst sowie über den Handel und Zwischenhandel bis hin zur Nutzungsphase bei Geschäftskunden oder privaten Verbraucher/innen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stoffströme== &amp;lt;!--T:59--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Glas=== &amp;lt;!--T:60--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:61--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Amorph&lt;br /&gt;
: Von griech.: amorphos (= umgestaltet) abgeleitetes Adjektiv zur Zustandsbeschreibung von Festkörpern, deren molekulare Bausteine nicht in Kristallgittern, sondern regellos angeordnet sind. Anders als in einem Kristall, bei dem zwischen den Atomen eine Nahordnung (d. h. konstante Abstände zu nächsten Nachbaratomen) und eine Fernordnung (regelmäßiges Wiederholen eines Basisgitters) existieren, liegt im amorphen Zustand nur eine Nahordnung vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:62--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Dolomit&lt;br /&gt;
: Dolomit ist weiß, aber meist durch Eisen- oder Mangan-Gehalte oder durch Verunreinigungen rötlich, braun, grünlich, grau oder schwarz gefärbt. Der glas- bis perlmuttartige Glanz wird bei derbem Dolomit leicht simmernd bis matt. Dolomit-Gesteine werden als Straßenschotter, Werksteine und besonders als roh behauene Bausteine verwendet. Reiner Dolomit wird in zunehmendem Maße anstelle von Kalk als Flussmittel für die Eisen-Verhüttung verwendet, da die dabei anfallende Dolomit-Schlacke nicht gelöscht werden muss und daher für Leichtbaustoffe direkt genutzt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:63--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Kalk&lt;br /&gt;
: Zu den Sedimentgesteinen und hier zu den Carbonat-Gesteinen gehörende, natürliche Gesteine, die vorwiegend aus Calciumcarbonat (CaCO3) bestehen; sie sind zum überwiegenden Teil organogenen Ursprungs. Kalk gehört zu den wichtigsten, vielseitigsten und mengenmäßig am häufigsten verwendeten Materialien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:64--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;KSP&lt;br /&gt;
: Die Abkürzung KSP steht in der Glas- und Glasrecyclingindustrie für die Störstoffe Keramik, Stein, Porzellan, die alle einen höheren Schmelzpunkt als Glas besitzen und als Feststoff in der Schmelze des Glaswerkstoffs verbleiben, wodurch Einschlüsse von KSP in den neuen Glasflaschen entstehen, die daraufhin nicht genutzt werden können. Grenzwert von 20 g/t darf laut Standardblatt T120 (Stand 1.7.2013, bis zum 6.10.2019 nicht aktualisiert) nicht überschritten werden, ideal: 0 g/t um Einschlüsse zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:65--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Natriumcarbonat (Na2CO3) – historischer Name Soda	&lt;br /&gt;
: Kristallwasserfreies Natriumcarbonat bildet weißes, auf der Haut und Schleimhäuten reizend wirkendes Pulver. Natriumcarbonat findet sich in großen Mengen in den Natronseen von Ägypten, Nord- und Südamerika, lässt sich aber nach dem Leblanc-Verfahren auch künstlich herstellen. Natriumcarbonat ist nach Natriumchlorid die technisch wichtigste Na-Verbindung. Etwa 50 % wird bei der Glasfabrikation eingesetzt, 23 % dienen zur Herstellung von Chemikalien, davon ca. 1/3 Na-phosphate, etwa 5 % gehen in die Papier- und Zellstoff-Industrie und weitere 5 % in die Herstellung von Seife und Waschmitteln. Kleinere Mengen Soda werden in fast allen industriellen Zweigen verbraucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:66--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Quarzsand&lt;br /&gt;
: Quarz (SiO2) – Mit einem Anteil von 12 % das zweithäufigste Mineral der Erdkruste. Wird in der deutschen Literatur zu den Oxiden, in der englischen Literatur zu den Silicaten gerechnet. Quarz ist meist farblos oder weiß, durchsichtig, trübe oder undurchsichtig, zeigt auf Kristallflächen Glasglanz und auf muscheligen Bruchflächen mehr oder weniger deutlichen Fettglanz; in Dünnschliffen ist er klar durchsichtig. Bläuliche, rötliche, gelbliche, bräunliche, grünliche oder violette Quarz-Färbungen sind teils auf Verunreinigungen, teils auf Einwirkung radioaktiver Strahlung zurückzuführen und beruhen auf Kristallbaufehlern.&lt;br /&gt;
:Sand: Korngrößen-Bezeichnung für mineralische, klastische Sedimente, die lockere Anhäufung von abgerundeten oder eckigen, überwiegend 0,06 mm bis 2 mm große Körnchen darstellen, die bei der mechanischen und chemischen Verwitterung der Gesteine vom ursprünglichen Kornverband losgelöst und an ihren Ablagerungsort transportiert worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Papier=== &amp;lt;!--T:67--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:68--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Chlorfrei&lt;br /&gt;
: Die Bezeichnung „chlorfrei“ bezieht sich auf den chlorfreien Bleichprozess und führt zu einer geringeren Gewässerbelastung. Allerdings schließt diese Bezeichnung nicht den Einsatz von Chlorverbindungen bei der Bleiche aus. So wird elementar-chlor-freies Papier (ECF) dennoch mit extrem schädlichem Chlordioxid und/oder Chlorperoxid gebleicht und als chlorfrei vermarktet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:69--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;De-Inking&lt;br /&gt;
: ist ein chemisch-physikalisches Verfahren zum Entfernen der im Altpapier enthaltenen Druckerfarben. Das De-Inken unterteilt sich in die Verfahrensschritte: Auflösen des Papiers, Entfernen von Fremd-stoffen und Abtrennen der Druckfarben. Gängige Verfahren sind das Auswaschverfahren und das Flotationsverfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:70--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Grafische Papiere&lt;br /&gt;
: sind Druck- und Schreibpapiere, einschließlich der Feinpapiere. Je nach Ausgangsmaterial werden holzfreie und holzhaltige Papiere unterschieden. Zur zweiten Gruppe zählen beispielsweise die mengen-mäßig bedeutenden Zeitungsdruckpapiere und Tiefdruckpapiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:71--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Holzfreies Papier&lt;br /&gt;
: bedeutet nicht, dass das Papier ohne den Einsatz von Holz hergestellt wurde. Dieses Papier besteht aus Zellstoff-Fasern. Es enthält bis auf einen zulässigen Massenanteil von 5 % keine verholzten Fasern. Eine passendere Bezeichnung wäre daher holzstofffrei. Holzfrei ist eine Qualitätsbezeichnung für Papier, das nicht so stark vergilbt und hat keinen ökologischen Aussagewert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:72--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Holzhaltiges Papier&lt;br /&gt;
: Dieses Papier enthält mehr als fünf Prozent Masseanteil verholzter Fasern. Neben gebleichtem oder ungebleichtem Zellstoff enthält es überwiegend Holzstoff (Primärfasern) und Altpapierstoff (Sekundärfasern). Die Mengenanteile Zellstoff/Holzstoff/Altpapierstoff werden je nach Verwendungszweck variiert. Stark holzhaltige Papiere, wie zum Beispiel Zeitungsdruckpapiere, vergilben rascher als holz(stoff)freie Papiere unter dem Einfluss von Licht und Sauerstoff, so dass sie überwiegend für kurzlebige Produkte Verwendung finden. Bei Druckpapieren wirkt sich der Holzstoff günstig auf die Opazität aus (ein Durchscheinen des Rückseitendrucks z.B. bei Büchern wird reduziert.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:73--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Holzstoff&lt;br /&gt;
: ist ein Halbstoff. Die Bezeichnung „Holzstoff“ dient auch als Oberbegriff für Faserhalbstoffe. Holzstoff wird teilweise oder ausschließlich mittels mechanischer Mittel erzeugt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:74--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Hygienepapiere&lt;br /&gt;
: Die Gruppe der Hygienepapiere umfasst Zellstoffwatte, Tissue- und Krepp-Papier, hergestellt aus Altpapier und/oder Zellstoff – auch mit Holzstoffbeimischungen. Die hohe Bedeutung, die Tissue-Papiere inzwischen erreicht haben, hat dazu geführt, dass sich diese Bezeichnung im internationalen Sprachgebrauch als Sammelbezeichnung für Hygienepapiere eingebürgert hat. Sie werden zur Herstellung von Toilettenpapier und zahlreicher anderer Hygieneprodukte, wie Taschentücher, Küchentücher, Handtücher und Kosmetiktücher, verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:75--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Kraftpapiersäcke&lt;br /&gt;
: sind flexible Papierverpackungen mit einem Füllgutinhalt von mindestens 15 kg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:76--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;PPK&lt;br /&gt;
: Abkürzung für Papier, Pappe Kartonagen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:77--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Primärfasern&lt;br /&gt;
: sind Rohstoffe für die Papierindustrie. Aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz werden Zellstoffe und Holzstoffe gewonnen, deren Fasern als Primär- bzw. Frischfasern bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:78--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Pulper&lt;br /&gt;
: Nachdem das Altpapier in einem Vormischer durchmischt worden ist, wird es im Pulper unter Zugabe von Prozesswasser aus der Altpapieranlage und verschiedenen Hilfsmitteln aufgelöst. Als Hilfsmittel werden Natronlauge, Wasserglas, Wasserstoffperoxid und Seife zugegeben. Diese Chemikalien lösen die Druckfarbe ab, verseifen und sammeln sie, so dass sie weitgehend von den Fasern getrennt werden (teils wird die Entfernung der Druckfarbe in einem separaten Prozess (siehe De-Inking) durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:79--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Sekundärfasern&lt;br /&gt;
: sind aus Altpapier gewonnene (Holz-)Fasern zur Herstellung von Papier, Karton und Pappe.&lt;br /&gt;
:Spezialpapiere, Sonderpapiere, technische Papiere werden für spezielle Verwendungszwecke produziert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:80--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Zellstoff&lt;br /&gt;
: ein aus pflanzlichen Rohstoffen chemisch hergestellter Halbstoff, bei dem die nichtfaserigen Bestandteile zum größten Teil herausgelöst sind. Je nach dem angewandten Verfahren erhält man Sulfitzellstoff oder Sulfatzellstoff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kunststoffe=== &amp;lt;!--T:81--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:82--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Agglomerat&lt;br /&gt;
: Im Gegensatz zu umgeschmolzenem Regranulat ist Agglomerat ein angeschmolzenes (plastifiziertes) Produkt. Agglomerat kann aus unterschiedlichen Kunststoffen sowohl in trockenen als auch nassen Aufbereitungsverfahren erzeugt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:83--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Duroplast&lt;br /&gt;
: Nicht formbarer, d. h. nicht zersetzbarer oder schmelzbarer, polymerer Werkstoff&amp;lt;ref name = &amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:84--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Elastomer&lt;br /&gt;
: Gummielastischer polymerer Werkstoff &amp;lt;ref name = &amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:85--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Extrusion&lt;br /&gt;
: ein generelles Verarbeitungsverfahren für Kunststoffe: Extruder verflüssigen Kunststoffe unter Reibung, Hitzeeinwirkung und Druck, um sie in nachgeschalteten Werkzeugen entweder zu Granulaten, Profilen, Rohren oder Platten umformen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:86--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;(Re)Granulat&lt;br /&gt;
: Kunststoffe aus dem Recycling, die im Extruder zu einem körnigen Produkt umgeschmolzen werden. Regranulate werden mit Produktspezifikationen in Anlehnung an Neuware gehandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:87--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Intrusion&lt;br /&gt;
: ist ein Verfahren des werkstofflichen Recyclings. Vermischte, fein gemahlene Kunststoffpartikel werden zu einer plastischen Masse aufgeschmolzen, die direkt in eine Form gepresst wird. In dieser Form bleibt die Masse, bis sie erkaltet ist. Typische Produkte sind Rasengittersteine, Palisaden oder Fensterprofile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:88--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Kunststoff&lt;br /&gt;
: Bezeichnet häufig die polymeren Werkstoffe sowie synthetischen oder halbsynthetischen Materialien. &amp;lt;ref name = &amp;quot;WsK&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:89--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Mikroplastik&lt;br /&gt;
: Als Mikroplastik werden feste und unlösliche synthetische Polymere (Kunststoffe) bezeichnet, die kleiner als fünf Millimeter sind. Mikroplastik zieht Umweltgifte an, wird von Meeresorganismen gefressen und ist nicht wieder aus der Umwelt zu entfernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:90--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Monomere&lt;br /&gt;
: Monomere sind kleine, sehr reaktionsfähige Moleküle, die zwei oder mehrere funktionelle Gruppen tragen. Diese verbinden sich durch Polykondensation, Polyaddition oder Polymerisation zu Polymeren oder Dimeren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:91--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Polymere&lt;br /&gt;
: sind hochmolekulare chemische Verbindungen (Makromoleküle) aus wiederholten Einheiten, die »Monomere« genannt werden. Sie können lineare, verzweigte oder vernetzte Strukturen haben. (siehe auch „Kunststoffe“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:92--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Post-Consumer&lt;br /&gt;
: Kunststoffabfälle aus haushaltnahen Sammelsystemen (in Deutschland gelbe Tonne/ gelber Sack), die nach einer Nutzungsphase beim Verbraucher anfallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:93--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Post-Industrial&lt;br /&gt;
: Kunststoffabfälle, die während der Produktion von Kunststoffprodukten anfallen (beispielsweise Verschnitte oder Stanzreste). Sie besitzen im Allgemeinen eine wesentlich höhere Reinheit als Post-Consumer Abfälle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:94--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Rezyklat&lt;br /&gt;
: Ist eine übergreifende Bezeichnung für Stoffe aus dem Recycling. Mahlgut, Agglomerat und Regranulat sind Rezyklate aus dem Kunststoffrecycling.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:95--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Thermoplast&lt;br /&gt;
: Wärmeformbarer polymerer Werkstoff &amp;lt;ref name = &amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
;Thermoplastische Elastomere&lt;br /&gt;
: Gummielastische polymere Werkstoffe, die thermoplastische Bereiche besitzen, in denen sie wärmeformbar sind &amp;lt;ref name = &amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:96--&amp;gt;&lt;br /&gt;
===LVP===&lt;br /&gt;
;Duales System&lt;br /&gt;
: Systeme zur Lizenzierung, d. h. Sicherstellung, der Sammlung und Sortierung von Verpackungen. Durch die Lizenzierung einer Verpackung, d. h. der Beteiligung an einem dualen System, gibt der Erzeuger einer Verpackung seine Verpflichtung zur Rücknahme der durch seine Verpackungen entstehenden Abfälle an das Duale System ab.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kranert&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundestag&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:97--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Grüner Punkt&lt;br /&gt;
: Der Grüne Punkt auf Verkaufsverpackungen signalisiert, dass sich die Hersteller, Abfüller und Vertreiber der gekennzeichneten Verpackungen an einem dualen System beteiligen. Bis 2008 war die Nutzung dieser weltweit geschützten Marke ausschließlich Kunden der Grüner Punkt – Duales System Deutschland GmbH vorbehalten. Mit Novellierung der Verpackungsverordnung ab 2009 kann das Markennutzungsrecht unabhängig vom Systemanbieter erworben werden. Der Grüne Punkt wird in weiteren europäischen Ländern als Kennzeichen für Rücknahmesysteme genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:98--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Inverkehrbringen&lt;br /&gt;
: Inverkehrbringen ist die erstmalige Bereitstellung eines Produkts auf dem Markt; die Einfuhr in den Europäischen Wirtschaftsraum steht dem Inverkehrbringen eines neuen Produkts gleich; § 2 Abs. 15 Produktsicherheitsgesetz (ProdSG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:99--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;LVP&lt;br /&gt;
: Leichtverpackungen – Verkaufsverpackungen aus Kunststoff, Verbunden, Aluminium, Weißblech und weiteren Stoffgruppen. In der Regel werden die Leichtverpackungen in gelben Säcken oder gelben Tonnen gesammelt. Ausnahmen bestehen in Regionen, wo besondere Sammelvorrichtungen (z. B. Wertstoffhöfe) eingerichtet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:100--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Stoffgleiche Nichtverpackungen&lt;br /&gt;
: In der haushaltsnahen Entsorgung werden in den gelben Säcken, Tonnen und Containern die sogenannten Leichtverpackungen gesammelt – also Verkaufsverpackungen aus Kunststoff, Aluminium, Weißblech und Verbundmaterialien. Sogenannte &amp;quot;stoffgleiche Nichtverpackungen&amp;quot; (sNVP), also Wertstoffe aus dem gleichen Material, die keine Verpackungen sind - wie beispielsweise eine Küchenschüssel aus Kunststoff oder ein Kochtopf aus Aluminium - werden derzeit über den Restmüll entsorgt. Werden sNVP über die gelben Säcke, Tonnen oder Container entsorgt, so werden sie auch als „intelligente Fehlwürfe“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Metalle=== &amp;lt;!--T:101--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Allgemein==== &amp;lt;!--T:102--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:103--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Eisenmetalle (Fe-Metalle)&lt;br /&gt;
: Eisenmetalle sind Metalle bzw. Legierungen, bei denen Eisen (Fe) das Hauptelement darstellt. Diese Gruppe umfasst vor allem Stahl und Gusseisen. Liegt der Kohlenstoffgehalt zwischen 0,002 % und 2,06 %, so handelt es sich um Stahl. Eisenlegierungen mit einem höheren Gehalt von Kohlenstoff und Silizium sind Gusseisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:104--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Nichteisenmetalle (NE-Metalle)&lt;br /&gt;
:Nichteisenmetalle sind alle Metalle und Legierungen, die kein Eisen als Hauptbestandteil enthalten. Diese Gruppe ist sehr breit und umfasst Metalle mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften. Im Recycling sind Nichteisenmetalle besonders wichtig, da sie oft höhere wirtschaftliche Werte als Eisenmetalle haben und häufig in komplexen Produkten (z. B. Elektronik) vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:105--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Basismetalle&lt;br /&gt;
: Zu den Basismetallen werden Metalle gezählt, die in relativ hoher Tonnage produziert und häufig als Hauptbestandteil in Legierungen eingesetzt werden. Dazu gehören unter anderem Eisen, Aluminium, Kupfer, Zink, Blei und Nickel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:106--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Sondermetalle&lt;br /&gt;
: Sondermetalle sind Metalle mit speziellen Eigenschaften oder strategischer Bedeutung, die in kleineren Mengen verwendet werden, wie z.B. Indium, Gallium oder Tantal. Diese Kategorie ist nicht strikt definiert und wird oft kontextabhängig verwendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:107--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Edelmetalle&lt;br /&gt;
: Edelmetalle sind Metalle, die chemisch sehr stabil sind und kaum oxidieren oder korrodieren. Sie zeichnen sich durch eine hohe Korrosionsbeständigkeit, hohe elektrische Leitfähigkeit und oft einen hohen wirtschaftlichen Wert. Typische Vertreter sind Gold, Silber, Platin und Palladium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:108--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Metalle der Seltenen Erden (Seltene Erde)&lt;br /&gt;
: Die Seltenen Erden sind eine Gruppe von 17 chemischen Elementen, bestehend aus den Lanthanoiden sowie Scandium und Yttrium. Trotz ihres Namens sind sie geologisch nicht unbedingt selten, aber sie kommen selten in hohen Konzentrationen vor und ihre Trennung ist chemisch sehr anspruchsvoll. Sie sind entscheidend für moderne Technologien, insbesondere für Permanentmagnete und Elektronik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:109--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Leichtmetalle&lt;br /&gt;
: Leichtmetalle sind Metalle mit einer geringen Dichte (typisch &amp;lt; 5 g/cm³), wie z.B. Aluminium, Magnesium und Titan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:110--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Schwermetalle&lt;br /&gt;
: Der Begriff wird in zwei Kontexten verwendet: physikalisch (Metalle mit einer hohen Dichte, typischerweise &amp;gt;5 g/cm³) oder umweltbezogen (oft toxische Metalle). Nicht alle Schwermetalle sind toxisch, und nicht alle toxischen Metalle sind Schwermetalle – der Begriff wird oft unscharf verwendet. Typische Vertreter sind Blei, Kupfer, Zink, Quecksilber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Produkte und Werkstoffe==== &amp;lt;!--T:111--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:112--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Legierung&lt;br /&gt;
: Eine Legierung ist ein metallischer Werkstoff, der aus mindestens zwei chemischen Elementen besteht, wobei mindestens eines ein Metall ist. Stahl (Eisen + Kohlenstoff) und Messing (Kupfer + Zink) sind z.B. Legierungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:113--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Knetlegierung&lt;br /&gt;
: Eine Knetlegierung ist eine Legierung, die durch plastische Umformverfahren (z. B. Walzen, Schmieden) verarbeitet wird. Diese Legierungen sind so ausgelegt, dass sie gut verformbar (duktil) sind und unter mechanischer Belastung nicht brechen. Knetlegierungen haben oft eng definierte Zusammensetzungen, was hohe Anforderungen an die Schrottsortierung stellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:114--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Gusslegierung&lt;br /&gt;
: Eine Gusslegierung ist eine Legierung, die speziell für die Verarbeitung durch Gießen entwickelt wurde. Diese Legierungen besitzen eine gute Fließfähigkeit im flüssigen Zustand und eine geringe Neigung zu Rissbildung beim Erstarren. Sie enthalten häufig höhere Anteile an Legierungselementen als Knetlegierungen. Guss- und Knetlegierungen sind oft nicht kompatibel, was im Recycling zu Herausforderungen führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:115--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Grundmetalle&lt;br /&gt;
: Das Grundmetall ist das Hauptelement einer Legierung, das den größten Anteil ausmacht. Es bestimmt die grundlegenden Eigenschaften des Werkstoffs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:116--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Legierungselement&lt;br /&gt;
: Ein Legierungselement ist ein gezielt zugesetztes Element, das die Eigenschaften einer Legierung beeinflusst. Je nach Element können unterschiedliche Effekte erzielt werden, wie z.B. Chrom für höhere Korrosionsbeständigkeit in Edelstahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:117--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Masterlegierung&lt;br /&gt;
: Eine Masterlegierung ist eine hochkonzentrierte Vorlegierung, die zur gezielten Einstellung der Zusammensetzung eingesetzt wird. Statt reine Elemente zuzusetzen (was oft schwierig ist), verwendet man Masterlegierungen, weil sie besser löslich und sicherer zu handhaben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:118--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Korngröße/Kornstruktur&lt;br /&gt;
: Die Korngröße beschreibt die Größe der einzelnen Kristallkörner in einem metallischen Werkstoff; die Kornstruktur deren Anordnung. Beim Umschmelzen wird die Kornstruktur neu gebildet, weshalb sie im Recycling gezielt eingestellt werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:119--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Verunreinigung&lt;br /&gt;
: Eine Verunreinigung ist ein unerwünschtes Element oder Material in einem Metall oder einer Legierung. Im Gegensatz zu Legierungselementen sind Verunreinigungen nicht gezielt eingebracht und oft problematisch. Verunreinigungen sind eine der größten Herausforderungen im Metallrecycling, insbesondere bei Mischschrotten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:120--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Einschluss&lt;br /&gt;
: Ein Einschluss ist ein nichtmetallischer Bestandteil, der im Metall eingebettet ist. Er entsteht z.B. durch Reaktionen im Schmelzprozess oder durch Verunreinigungen und kann die Eigenschaften der Legierung negativ beeinflussen. Einschlüsse können sich im Recycling anreichern oder verändern und müssen durch Prozesskontrolle minimiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:121--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Beschichtung&lt;br /&gt;
: Eine Beschichtung ist eine aufgebrachte Schicht auf einem Werkstoff zur Verbesserung von Eigenschaften. Beschichtungen erschweren das Recycling, da sie zu Emissionen führen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:122--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Verzinkung&lt;br /&gt;
: Verzinkung ist eine spezielle Beschichtung, bei der Zink auf Stahl aufgebracht wird, um Korrosion zu verhindern. Weißblech ist ein dünnes kaltgewalztes Stahlblech, dessen Oberfläche meist verzinkt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Metallurgische Prozesse==== &amp;lt;!--T:123--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:124--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Pyrometallurgie&lt;br /&gt;
: Pyrometallurgie umfasst alle metallurgischen Verfahren, bei denen Metalle durch Hochtemperaturprozesse gewonnen oder verarbeitet werden. Diese Prozesse finden typischerweise bei Temperaturen von mehreren hundert bis über 1500 °C statt. Dabei werden Materialien geschmolzen, oxidiert oder reduziert, voneinander getrennt. Pyrometallurgie ist besonders robust gegenüber komplexen und heterogenen Abfällen (z. B. WEEE), hat aber oft begrenzte Selektivität für einzelne Elemente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:125--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Hydrometallurgie&lt;br /&gt;
: Hydrometallurgie umfasst Verfahren zur Metallgewinnung, bei denen wässrige Lösungen eingesetzt werden. Die Hydrometallurgie ermöglicht eine hohe Selektivität und die gezielte Trennung einzelner Metalle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:126--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Schmelzen&lt;br /&gt;
: Schmelzen ist ein Prozess, bei dem ein Material durch Erwärmung in den flüssigen Zustand überführt wird. Im metallurgischen Kontext dient Schmelzen nicht nur der Verflüssigung, sondern auch der Trennung von Phasen (Metall vs. Schlacke), der Homogenisierung von Zusammensetzungen, der Vorbereitung für weitere Prozesse. Beim Schmelzen entstehen oft mehrere Phasen, besonders die Metallphase und die Schlackenphase.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:127--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Raffination&lt;br /&gt;
: Raffination ist die gezielte Reinigung eines Metalls, um unerwünschte Begleitelemente zu entfernen. Ziel ist eine definierte Reinheit oder Zusammensetzung. Die Raffination kann auf verschiedenen Wegen erfolgen: thermisch (Feuerraffination), elektrochemisch (Elektrolyse) oder chemisch (Hydrometallurgie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:128--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Schlacke/Schlackenphase&lt;br /&gt;
: Schlacke ist eine nichtmetallische, meist oxidische Phase, die während metallurgischer Prozesse entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:129--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Metall/Metallphase&lt;br /&gt;
: Die Metallphase ist die flüssige oder feste Phase, in der sich die gewünschten Metalle konzentrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:130--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Refiner&lt;br /&gt;
: Ein Refiner ist ein industrieller Akteur, der Metalle durch Raffination auf eine definierte Reinheit bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:131--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Remelter&lt;br /&gt;
: Ein Remelter ist ein Unternehmen, das oft sortenreine Metallschrotte einschmilzt, um neue metallische Halbzeuge oder Produkte herzustellen. Remelter sind zentral für Closed-Loop-Recycling.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Elektroschrott=== &amp;lt;!--T:132--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:133--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;WEEE (Waste Electrical and Electronic Equipment)&lt;br /&gt;
: WEEE bezeichnet Elektro- und Elektronik-Altgeräte, die das Ende ihrer Nutzungsphase erreicht haben. Der Begriff umfasst eine sehr breite Palette von Produkten, wie z.B. Haushaltsgeräte (z. B. Waschmaschinen), IT-Geräte (z. B. Computer) oder Unterhaltungselektronik (z. B. Fernseher). WEEE ist besonders relevant, weil es oft kritische und wertvolle Metalle beinhaltet und gleichzeitig gefährliche Stoffe enthalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:134--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;ElektroG&lt;br /&gt;
: Das ElektroG ist das deutsche Gesetz zur Umsetzung der europäischen WEEE-Richtlinie. Es regelt:&lt;br /&gt;
* die Rücknahme und Entsorgung von Elektroaltgeräten&lt;br /&gt;
* die Verantwortung der Hersteller&lt;br /&gt;
* Mindestanforderungen für Sammlung und Recycling&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:135--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;WEEE-Kategorien&lt;br /&gt;
: WEEE-Kategorien sind standardisierte Gruppen von Elektroaltgeräten, die zur Organisation von Sammlung und Recycling dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:136--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Leiterplatten (PCB – Printed Circuit Board)&lt;br /&gt;
: Leiterplatten sind Trägermaterialien für elektronische Bauteile, die elektrische Verbindungen über leitfähige Strukturen herstellen.&lt;br /&gt;
Eine Leiterplatte besteht aus: &lt;br /&gt;
* einem nichtleitenden Substrat (z. B. Epoxidharz mit Glasfasern) &lt;br /&gt;
* Kupferbahnen zur elektrischen Verbindung &lt;br /&gt;
* aufgelöteten elektronischen Bauteilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:137--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Elektronische Bauteile (EC – Electronic Components)&lt;br /&gt;
: Elektronische Bauteile sind funktionale Einzelkomponenten, die auf Leiterplatten montiert sind. Sie enthalten häufig kritische Metalle wie Tantal oder Palladium, sind jedoch schwer zu separieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:138--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Integrierte Schaltkreise (IC – Integrated Circuits)&lt;br /&gt;
: Integrierte Schaltkreise sind hochkomplexe elektronische Bauteile, in denen viele Funktionen auf einem Halbleiterchip integriert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:139--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Keramik&lt;br /&gt;
: Keramik sind anorganische, nichtmetallische Werkstoffe, die durch hohe Temperaturen hergestellt werden. In der Elektronik werden Keramiken häufig in elektronischen Bauteilen verwendet aufgrund ihrer guten elektrischen Isolation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:140--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;RoHS-Stoffe&lt;br /&gt;
: RoHS steht für Restriction of Hazardous Substances. RoHS-Stoffe sind gefährliche Substanzen, deren Einsatz in Elektrogeräten durch die RoHS-Richtlinie beschränkt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:141--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Flammschutzmittel (BFR – Brominated Flame Retardants)&lt;br /&gt;
: Bromierte Flammschutzmittel sind chemische Zusatzstoffe, die Kunststoffe schwer entflammbar machen. Sie können bei thermischer Behandlung toxische Verbindungen bilden (z. B. Dioxine).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:142--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Weiße Ware&lt;br /&gt;
: Weiße Ware umfasst große Haushaltsgeräte, die typischerweise für grundlegende Haushaltsfunktionen verwendet werden. Der Begriff stammt historisch von der früher häufig weißen Lackierung dieser Geräte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:143--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Braune Ware&lt;br /&gt;
: Braune Ware umfasst Geräte der Unterhaltungselektronik. Der Begriff geht auf die früher oft braunen Holzgehäuse (z. B. Fernseher, Radios) zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:144--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Rote Ware&lt;br /&gt;
: Rote Ware umfasst kleine elektrische Geräte für Haushalt und Körperpflege. Der Begriff ist weniger standardisiert, wird aber häufig verwendet für kleine, oft mobile Geräte mit elektrischen oder mechanischen Funktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:145--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Graue Ware&lt;br /&gt;
: Graue Ware umfasst Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Graue Ware ist eine der wichtigsten Quellen für kritische und wertvolle Metalle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lithium-Ion Batterien=== &amp;lt;!--T:146--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:147--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Zelle&lt;br /&gt;
: Eine Zelle ist die kleinste funktionale Einheit einer Batterie, in der elektrochemische Energie gespeichert und umgesetzt wird.&lt;br /&gt;
Eine Zelle besteht aus:&lt;br /&gt;
* Anode&lt;br /&gt;
* Kathode&lt;br /&gt;
* Elektrolyt&lt;br /&gt;
* Separator&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:148--&amp;gt;&lt;br /&gt;
; Zylindrische Zelle&lt;br /&gt;
: Eine zylindrische Zelle ist eine Batterie-Zelle mit zylindrischer Bauform. Die Elektroden sind meist als aufgerollte Schichten („Jelly Roll“) aufgebaut. Relativ robust, aber durch das Gehäuse mechanisch aufwendig zu öffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:149--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Prismatische Zelle&lt;br /&gt;
: Eine prismatische Zelle ist eine Zelle mit rechteckiger, starrer Geometrie. Sie nutzt den Bauraum effizienter als zylindrische Zellen und wird häufig in Elektrofahrzeugen eingesetzt. Einfacher zu stapeln und zu demontieren, aber oft komplex verkapselt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:150--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Pouch-Zelle&lt;br /&gt;
: Eine Pouch-Zelle ist eine Zelle mit flexibler, folienbasierter Verpackung. Sie besteht aus laminierten Schichten in einem Aluminium-Kunststoff-Verbund. Sie wird häufig in Smartphones und Laptops eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:151--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Modul&lt;br /&gt;
: Ein Modul ist eine Zusammenfassung mehrerer Zellen zu einer funktionalen Einheit. Module müssen meist demontiert oder direkt geschreddert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:152--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Batteriepack&lt;br /&gt;
: Ein Batteriepack ist das komplette Batteriesystem, bestehend aus Modulen, Elektronik und Gehäuse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:153--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Kathode&lt;br /&gt;
: Die Kathode ist die positive Elektrode, die während der Entladung Lithium-Ionen aufnimmt. Sie besteht aus einem metalloxidischen Material, das Lithium reversibel einlagern kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:154--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Anode&lt;br /&gt;
: Die Anode ist die negative Elektrode, die während der Ladung Lithium-Ionen speichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:155--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Aktivmaterial&lt;br /&gt;
: Das Aktivmaterial ist der elektrochemisch wirksame Bestandteil einer Elektrode. Es ist verantwortlich für die Speicherung und Freisetzung von Lithium und die elektrochemische Reaktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:156--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Bindemittel&lt;br /&gt;
: Ein Bindemittel ist ein polymerer Stoff, der die Partikel des Aktivmaterials mechanisch zusammenhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:157--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Elektrolyt&lt;br /&gt;
: Der Elektrolyt ist das ionenleitende Medium, das den Transport von Lithium-Ionen ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:158--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Separator&lt;br /&gt;
: Der Separator ist eine poröse Trennschicht zwischen Anode und Kathode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:159--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Leitfähiger Zusatzstoff&lt;br /&gt;
: Ein leitfähiger Zusatzstoff ist ein Material, das die elektrische Leitfähigkeit der Elektrode verbessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:160--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Schwarzmasse&lt;br /&gt;
: Schwarzmasse ist ein feines Pulver, das nach dem mechanischen Aufschluss von Batterien entsteht und die wertvollen Bestandteile enthält. Sie enthält typischerweise das Aktivmaterial (Li, Ni, Co, Mn), Graphit und die leitfähigen Additive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Baustoffe=== &amp;lt;!--T:161--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:162--&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Literaturverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Abts&amp;quot;&amp;gt; Abts, Georg (2016): Kunststoff-Wissen für Einsteiger. 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. s.l.: Carl Hanser Fachbuchverlag (Hanser eLibrary).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:163--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundestag&amp;quot;&amp;gt;Bundestag (2017): Gesetz zur Fortentwicklung der haushaltsnahen Getrennterfassung von wertstoffhaltigen Abfällen. VerpackG. Fundstelle: www.gesetze-im-internet.de. Online verfüg-bar unter https://www.gesetze-im-internet.de/verpackg/VerpackG.pdf, zuletzt geprüft am 17.06.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:164--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kosmol&amp;quot;&amp;gt;  Kosmol, Jan; Kanthak, Judit; Herrmann, Friederike; Golde, Michael; Alsleben, Carsten; Penn-Bressel, Gertrude et al. (2012): Glossar zum Ressourcenschutz. Hg. v. Umweltbundesamt. Online verfügbar unter https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/publikation/long/4242.pdf, zuletzt geprüft am 11.12.2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:165--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kranert&amp;quot;&amp;gt; Kranert, Martin (2017): Einführung in die Kreislaufwirtschaft. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:166--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;WsK&amp;quot;&amp;gt;Was sind Kunststoffe? Unter Mitarbeit von PlasticsEurope. Online verfügbar unter https://www.plasticseurope.org/de/about-plastics/what-are-plastics, zuletzt geprüft am 08.06.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:167--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/translate&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Schneidscheibe_(Demonstrator)&amp;diff=12312</id>
		<title>Schneidscheibe (Demonstrator)</title>
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		<updated>2026-10-16T10:13:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;languages /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;translate&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:1--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File: 3-12-015.gif |center|Probendarstellung: Schneidscheibe (Demonstrator)]]&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probennummer&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | 3-12-015&lt;br /&gt;
| colspan = &amp;quot;2&amp;quot;  rowspan = &amp;quot;8&amp;quot; |  Der für das [https://www.ants.rwth-aachen.de/cms/IAR/Forschung/Aktuelle-Forschungsprojekte/~tskof/GENESIS/ GENESIS Projekt] am ANTS aufbereitete Schleifschlamm, siehe [[4-12-030]], wurde am Forschungszentrum Jülich mit Hilfe von feldunterstütztem Sintern/Funkenplasmasintern &amp;lt;ref name = &amp;quot;Mamedov 2002&amp;quot;/&amp;gt; zu der hier dargestellten Schneidscheibe verfestigt. Aufgrund der hohen Härte sowie Verschleißfestigkeit des PMT15‑Stahls ist die hier erzeugte Scheibe für anspruchsvolle Anwendungsbereiche geeignet, insbesondere für Schneid‑ und Tunnelbautechnologien.&amp;lt;ref name = &amp;quot;KGAWB 2023&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Übergeordneter Stoffstrom&#039;&#039;&#039; || [[Metalle]]&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Herkunft&#039;&#039;&#039; || Forschungszentrum Jülich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Jahr&#039;&#039;&#039; || 2024&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Lebenszyklusabschnitt&#039;&#039;&#039; || [[Nutzung]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Komponenten&#039;&#039;&#039; || Hochgeschwindigkeitsstahl PM T15 mit unter anderem den Legierungselementen Wolfram (W), Vanadium (V) und Kobalt (Co)&lt;br /&gt;
Abrasive aus der Schleifscheibe:  kubisches Bornitrid (cBN) und Aluminiumoxid (Al₂O₃)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Angaben zur Rezyklierbarkeit&#039;&#039;&#039; || Die im Hochgeschwindigkeitsstahl enthaltenen Legierungselemente Wolfram (W), Vanadium (V) und Kobalt (Co) werden von der Europäischen Union als [https://single-market-economy.ec.europa.eu/sectors/raw-materials/areas-specific-interest/critical-raw-materials_en?prefLang=de kritische Rohstoffe] bewertet. Die Kreislaufführung dieser Legierungselemente kann ihre Kritikalität reduzieren, unter anderem durch Recycling.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:2--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Rezyklierbarkeit dieses aus Schleifschlamm hergestellten Demonstrators wurde nicht untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:3--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--T:4--&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Mamedov 2002&amp;quot;&amp;gt;  Mamedov, V. (2002). Spark plasma sintering as advanced PM sintering method. Powder Metallurgy, 45(4), 322–328. https://doi.org/10.1179/003258902225007041  &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;KGAWB 2023&amp;quot;&amp;gt;  Keszler, Monica &amp;amp; Großwendt, Felix &amp;amp; Jäger, Sebastian &amp;amp; Assmann, Anna-Caroline &amp;amp; Weber, Sebastian &amp;amp; Bram, Martin. (2023). Upcycling Of PM T15 Steel Swarf Via FAST/SPS Processing. https://doi.org/10.59499/EP235761173   &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/translate&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Ger%C3%A4umtes_Innenprofil_(Demonstrator)&amp;diff=6471</id>
		<title>Geräumtes Innenprofil (Demonstrator)</title>
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		<updated>2026-10-08T12:30:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File: 3-12-012.gif |center|Probendarstellung:Geräumtes Innenprofil (Demonstrator)]]&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probennummer&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | 3-12-012&lt;br /&gt;
| colspan = &amp;quot;2&amp;quot;  rowspan = &amp;quot;8&amp;quot; |  Der im  [https://www.ants.rwth-aachen.de/cms/iar/forschung/aktuelle-forschungsprojekte/~tskof/genesis/ Projekt GENESIS] entwickelte Aufsatz für die [[3-12-014 | Räumnadel]] wurde an diesem Hohlzylinder erfolgreich getestet. Eine Innenverzahnung ist zu erkennen. Beim Innenräumen wird dabei die Räumnadel senkrecht durch den Hohlzylinder geführt, der dadurch ein Innenprofil erhält. Der Vorgang wird in diesem [https://www.youtube.com/watch?v=GTXXrN7q5qc Video] dargestellt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Übergeordneter Stoffstrom&#039;&#039;&#039; || [[Metalle]]&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Herkunft&#039;&#039;&#039; || Firma Berghaus GmbH &amp;amp; Co KG und [https://www.ruhr-uni-bochum.de/de Ruhr-Universität Bochum], Testobjekt für [[Aufsatz Räumnadel (Demonstrator)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Jahr&#039;&#039;&#039; || 2025 &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Lebenszyklusabschnitt&#039;&#039;&#039; || [[Nutzung]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Komponenten&#039;&#039;&#039; || Stahl C60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Angaben zur Rezyklierbarkeit&#039;&#039;&#039; || Die Rezyklierbarkeit dieses Testobjektes wurde nicht untersucht.&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Aufsatz_R%C3%A4umnadel_(Demonstrator)&amp;diff=6470</id>
		<title>Aufsatz Räumnadel (Demonstrator)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Aufsatz_R%C3%A4umnadel_(Demonstrator)&amp;diff=6470"/>
		<updated>2026-10-08T12:09:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:6-12-014.gif|center|Probendarstellung:Aufsatz Räumnadel (Demonstrator)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot; &lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probenbeschreibung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probennummer&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | 3-12-014&lt;br /&gt;
| colspan = &amp;quot;2&amp;quot; rowspan = &amp;quot;8&amp;quot; | Der abgebildete Demonstrator &amp;quot;Aufsatz Räumnadel&amp;quot; wurde für das  [https://www.ants.rwth-aachen.de/cms/IAR/Forschung/Aktuelle-Forschungsprojekte/~tskof/GENESIS/ Projekt GENESIS] aus metallischem Schleifschlamm hergestellt, der am ANTS aufbereitet wurde, siehe [[4-12-030]]. &lt;br /&gt;
Trotz intensiver Aufbereitung kann aus der haken- bis spiralförmigen Struktur der Späne kein kubisches Korn erzeugt werden. Die Schüttdichte des erzeugten Pulvers ist daher zu gering, um es in konventionellen Sinterverfahren zu verarbeiten. Der Restöl- bzw. Kohlenstoffgehalt des Pulvers ist außerdem höher als bei primären Pulvern. Verbleibendes Öl vergast während des Sinterns und kann zu Risiken bei der Prozessdurchführung sowie Fehlstellen im Werkstück führen.&lt;br /&gt;
Für das [https://www.ants.rwth-aachen.de/cms/IAR/Forschung/Aktuelle-Forschungsprojekte/~tskof/GENESIS/ Projekt GENESIS] wurde daher an der Ruhr-Universität Bochum die Verarbeitung des an ANTS aufbereiteten Pulvers mit Hilfe von Kondensatorentladungssintern &amp;lt;ref name = &amp;quot;SJW 2009&amp;quot;/&amp;gt; erforscht. Das sekundäre Pulver wurde zu ringförmigen Grünkörpern verdichtet. Anschließend wurden die Grünkörper durch heißisostatisches Pressen &amp;lt;ref name = &amp;quot;Bocanegra-Bernal 2004&amp;quot;/&amp;gt; bei der Firma [https://www.owl-am.com/#Kontakt OWL GmbH] aus Aachen zum Demonstrator &amp;quot;Aufsatz Räumnadel&amp;quot; zusammengefügt. Im Anschluss wurde das Werkstück wärmebehandelt und erfolgreich für die Herstellung eines [[3-12-012 | Bauteils mit Innenverzahnung]] getestet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Übergeordneter Stoffstrom&#039;&#039;&#039; || [[Metalle]]&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Herkunft&#039;&#039;&#039; || Demonstrator hergestellt für das Forschungsprojekt [https://www.ants.rwth-aachen.de/cms/IAR/Forschung/Aktuelle-Forschungsprojekte/~tskof/GENESIS/ GENESIS] von der [https://www.ruhr-uni-bochum.de/de Ruhr-Universität Bochum] in Zusammenarbeit mit der Firma [https://www.owl-am.com/#Kontakt OWL GmbH] aus Aachen&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Jahr&#039;&#039;&#039; || 2025&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Lebenszyklusabschnitt&#039;&#039;&#039; || [[Nutzung]]&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Komponenten&#039;&#039;&#039; || Hochgeschwindigkeitsstahl PM T15 mit unter anderem den Legierungselementen Wolfram (W), Vanadium (V) und Kobalt (Co)&lt;br /&gt;
Abrasive aus der Schleifscheibe:  kubisches Bornitrid (cBN) und Aluminiumoxid (Al₂O₃)&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Angaben zur Rezyklierbarkeit&#039;&#039;&#039; || Die im Hochgeschwindigkeitsstahl enthaltenen Legierungselemente Wolfram (W), Vanadium (V) und Kobalt (Co) werden von der Europäischen Union als [https://single-market-economy.ec.europa.eu/sectors/raw-materials/areas-specific-interest/critical-raw-materials_en?prefLang=de kritische Rohstoffe] bewertet. Die Kreislaufführung dieser Legierungselemente kann unter anderem durch Recycling ihre Kritikalität reduzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rezyklierbarkeit dieses aus Schleifschlamm hergestellten Demonstrators wurde nicht untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;SJW 2009&amp;quot;&amp;gt; Schütte, P &amp;amp; García, José, Theisen, W. (2009). Electro Discharge Sintering as a Process for Rapid Compaction in PM-Technology. Proceedings of the Euro International Powder Metallurgy Congress and Exhibition, Euro PM 2009. 3.  &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bocanegra-Bernal 2004&amp;quot;&amp;gt; Bocanegra-Bernal, M.H. (2004): Hot Isostatic Pressing (HIP) technology and its applications to metals and ceramics. Journal of Materials Science. Online verfügbar unter https://doi.org/10.1023/B:JMSC.0000044878.11441.90  &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=NdFeB-Ringmagnet&amp;diff=6469</id>
		<title>NdFeB-Ringmagnet</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=NdFeB-Ringmagnet&amp;diff=6469"/>
		<updated>2026-10-08T08:25:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: Weiterleitung nach NdFeB-Ringmagnet (Demonstrator) erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#REDIRECT[[NdFeB-Ringmagnet (Demonstrator)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Glossar&amp;diff=6465</id>
		<title>Glossar</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Glossar&amp;diff=6465"/>
		<updated>2026-09-30T14:21:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: /* Stoffströme */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Allgemein==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
;Abfall&lt;br /&gt;
: Materialmix – Mischung aus unterschiedlichen Materialien; Abfall ist der zentrale Rechtsbegriff des Abfallrechts §3 Abs.1 Satz 1 KrWG: Abfälle sind alle Stoffe und Gegenstände, derer sich ihr Besitzer entledigt, entledigen will oder entledigen muss, ohne dass ein Nebenprodukt (es gibt einen Markt für den Stoff/das Produkt) vorliegt oder das Ende der Abfalleigenschaft (durch einen Zweiterzeuger) aufgehoben ist. Alltäglicher Sprachgebrauch des Begriffs Abfall: wertlose, gebrauchsuntaugliche Stoffe und Gegenstände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Abfallhierarchie&lt;br /&gt;
: Die in § 6 KrWG geregelte fünfstufige Abfallhierarchie legt für Maßnahmen der Vermeidung von Abfällen sowie der Vorbereitung zur Wiederverwendung, des Recyclings, der sonstigen (insbesondere energetischen) Verwertung und der Beseitigung von Abfällen eine grundsätzliche Rangfolge fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Abfallschlüssel&lt;br /&gt;
: Obergruppe aus der Abfallverzeichnisverordnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anthropozän&lt;br /&gt;
: jüngstes geologisches Zeitalter, in dem die menschlichen Aktivitäten den dominantesten Einfluss auf die Umwelt darstellen. (Der genaue Startpunkt steht noch zur Diskussion.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anthropogenes Lager&lt;br /&gt;
: Rohstoffe, die in Infrastrukturen, langlebigen Gütern oder Gebäuden verarbeitet sind und somit langfristig in Nutzung bleiben. Sie stehen daher der Verwertung nicht sofort zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Abraum&lt;br /&gt;
: Gestein ohne oder mit sehr geringem Wertgehalt (taubes Gestein), das gefördert werden muss, um die Roh-stoffe einer Lagerstätte abbauen zu können, jedoch keinen Eingang in das Wirtschaftssystem findet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Angewandte Ökologie&lt;br /&gt;
: auf Umsetzung von Schutzzielen ausgerichtet aber auch auf menschliche Nutzungsarten wie z.B. Forstwissenschaft oder Schädlingskunde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anthropogen&lt;br /&gt;
: Durch den Menschen beeinflusst, verursacht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Biomasse&lt;br /&gt;
: Beinhaltet die gesamte organische Substanz, die durch Pflanzen und Tiere anfällt oder erzeugt wird. Wenn es um den Einsatz von Biomasse zur Energieerzeugung geht, unterscheidet man zwischen nachwachsenden Rohstoffen (Energiepflanzen wie Raps, Mais oder Getreide) sowie organischen Reststoffen und Abfällen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Circular Economy&lt;br /&gt;
: Die bekannteste CE-Definition wurde von der Ellen MacArthur Foundation (2012, S.7) formuliert: &amp;quot;[CE] ist ein industrielles System, das [...] wiederherstellend oder regenerierend ist. Es ersetzt das &amp;quot;End-of-Life&amp;quot;-Konzept durch die Wiederherstellung, stellt sich um auf die Nutzung erneuerbarer Energien, eliminiert die Verwendung toxischer Chemikalien, die die Wieder-verwendung beeinträchtigen, und zielt auf die Beseitigung von Abfall ab durch die überlegene Gestaltung von Materialien, Produkten, Systemen und [...] von Geschäftsmodellen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;DERec und DIERec&lt;br /&gt;
: Sekundärrohstoffindikatoren, die anzeigen, in welchem Umfang Primärrohstoffe oder Halb- und Fertigwaren importiert bzw. inländisch gewonnen werden müssten, wenn Sekundärrohstoffe nicht verwertet würden. Die Indikatoren zeigen die realen Verwertungsqualitäten von Sekundärrohstoffen und deren Substitutionseffekte. Beim DERec (Direct Effects of Recovery) werden nur die direkten Effekte innerhalb einer Volkswirtschaft betrachtet, die Systemgrenze ist dieselbe wie beim DMI. Beim DIERec (Direct and Indirect Effects of Recovery) wird die Rohstoffnutzung auf der globalen Ebene betrachtet. Die Systemgrenze stimmt mit der des RMIs überein.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Direkter Materialeinsatz (DMI)&lt;br /&gt;
: Materialflussindikator: Masse der Rohstoffe, die in einem Land bzw. einer Volks-wirtschaft weiterverarbeitet oder konsumiert werden. Berechnung: Summe der Massen der inländisch verwerteten Entnahme sowie der importierten Rohstoffe, Halb- und Fertigwaren (Vgl. „Direkte Rohstoffflüsse“).&lt;br /&gt;
:DMI = Direct Material Input (Inländisch verwertete Entnahme an Rohstoffen plus Importe mit Eigengewicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Dissipative Verluste&lt;br /&gt;
: Stoffverluste aufgrund feiner Verteilung; Beispiele: Korrosion von metallischen Bauteilen, Verwitterung von mineralischen Bauteilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Downcycling&lt;br /&gt;
: Recyclingverfahren mit Qualitätsabnahme von Ausgangsmaterial zu Sekundärmaterial &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kosmol&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Energieeffizienz&lt;br /&gt;
: Verhältnis Nutzen oder Ergebnis durch notwendigen Energieaufwand &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kosmol&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Energierohstoffe&lt;br /&gt;
: Rohstoff, in dem Energie, chemisch oder physikalisch gespeichert ist und der damit energetisch genutzt werden kann. Fossile Energieträger, biotische Rohstoffe, Kernbrennstoffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Entkopplung&lt;br /&gt;
: Aufhebung oder Verringerung einer quantitativen Abhängigkeit zwischen kausal verknüpften Entwicklungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gemeinlastprinzip&lt;br /&gt;
: Wenn das Verursacherprinzip nicht oder nicht vollständig durchgesetzt werden kann, sorgt die öffentliche Hand für Ausgleich der Umweltschäden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gesamter Materialeinsatz (TMR)&lt;br /&gt;
: Materialflussindikator: Masse der genutzten und ungenutzten Materialien, die entlang der Wertschöpfungsketten der in einem Land verarbeiteten bzw. konsumierten Waren und Dienstleistungen entnommen werden. Berechnung: Inländische genutzte und ungenutzte Entnahme plus Importe in RME (vgl. „Rohstoff-äquivalente (RME)“), einschließlich der durch die gehandelten Waren verursachten ungenutzten Materialflüsse. &lt;br /&gt;
:TMR = Total Material Requirement (Gesamtheit aller Rohstoffentnahmen – verwertet und nicht verwertet)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gesamter Materialkonsum (TMC)&lt;br /&gt;
: Materialflussindikator: Masse der genutzten und ungenutzten Materialien, die entlang der Wertschöpfungsketten der in einem Land konsumierten Waren und Dienstleistungen entnommen werden. Berechnung: Inländische genutzte und ungenutzte Entnahme plus Importe minus Exporte in RME (vgl. „Rohstoffäquivalente (RME)“), einschließlich der durch die gehandelten Waren verursachten ungenutzten Materialflüsse.&lt;br /&gt;
:TMC = Total Material Consumption (TMR abzügl. Aufwendungen für Exporte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gesamtrohstoffproduktivität&lt;br /&gt;
: Produktionsbezogener Indikator für die Rohstoffeffizienz der deutschen Volkswirtschaft. Teil der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie sowie von ProgRess II. :Berechnung: preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt zuzüglich der preisbereinigten Ausgaben für Importe (BIP+IMP) geteilt durch den Primärrohstoffeinsatz (RMI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gewerbeabfälle&lt;br /&gt;
: Gewerbliche Siedlungsabfälle (auch kurz &amp;quot;Gewerbeabfälle&amp;quot; genannt) sind Siedlungsabfälle aus anderen Herkunftsbereichen als privaten Haushaltungen, die in Kapitel 20 der Anlage der Abfallverzeichnis-Verordnung vom 10. Dezember 2001 aufgeführt sind, insbesondere&lt;br /&gt;
:*	gewerbliche und industrielle Abfälle sowie&lt;br /&gt;
:*	Abfälle aus privaten und öffentlichen Einrichtungen,&lt;br /&gt;
:die Abfälle aus privaten Haushaltungen auf Grund ihrer Beschaffenheit oder Zusammensetzung ähnlich sind und wie diese entsorgt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Haushaltsabfälle&lt;br /&gt;
: Haushaltsabfälle sind bestimmte Siedlungsabfälle, die als überwiegend haushaltstypisch definiert werden, wie z. B. Hausmüll, Sperrmüll, Verpackungen, Garten- und Parkabfälle. Dabei kommt es darauf an, dass Abfälle in der Regel überwiegend bei privaten Haushalten anfallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Industrial Ecology&lt;br /&gt;
: Wirtschaften nach dem Vorbild von Ökosystemen, kreislauforientiert, ressourceneffizient, nachhaltig und zukunftsfähig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Inländischer Materialkonsum (DMC)&lt;br /&gt;
: Materialflussindikator: Masse der Rohstoffe, die in einem Land bzw. einer Volkswirtschaft konsumiert werden. Berechnung: Summe aus inländisch verwerteter Entnahme zuzüglich der Masse direkt importierter Rohstoffe, Halb- und Fertigwaren abzüglich der Masse direkt exportierter Rohstoffe, Halb- und Fertigwaren (Vgl. „Direkte Rohstoffflüsse“).&lt;br /&gt;
:DMC = Direct Material Consumption (DMI abzgl. Aufwendungen für Exporte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Kooperationsprinzip&lt;br /&gt;
: Staatliche und gesellschaftliche Kräfte sollen bei der Durchsetzung der Umweltschutz-Ziele mitwirken. Die Akzeptanz und Umsetzung des Umweltrechts sollen damit gesteigert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--;Laserinduzierte Plasmaspektroskopie (LIPS; englisch: Laser-induced breakdown spectroscopy (LIBS))&lt;br /&gt;
: Die LIPS--&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Müll&lt;br /&gt;
: von „mullen“ (Althochdeutsch), „müllen“ (Mittelhochdeutsch) – zerstoßen/zermahlen, siehe auch Müllerhandwerk; Der Begriff Müll bezeichnete Zusammengefegtes/Zusammengekehrtes, das beim Mahlen von Korn, Stein und anderem anfiel. Heute Synonym für den Begriff Abfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Nachwachsende Rohstoffe&lt;br /&gt;
: Erneuerbare Ressourcen aus der Land- und Forstwirtschaft, die nicht dem Nahrungsbereich zugeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Natürliche Ressourcen&lt;br /&gt;
: stofflichen Substanzen und Energien einschließlich aller chemisch-physikalischen und biologischen Prozesse, die das Leistungsvermögen der Landschaft repräsentieren; Wasser, Luft, Rohstoffe, Boden/Fläche und biologische Vielfalt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ökologie&lt;br /&gt;
: Teil der Biologie. Wissenschaft von den Beziehungen der Lebewesen zueinander und zu ihrem abiotischen Umfeld; Wechselbeziehungen des Stoff- und Energieaustausches in natürlichen Systemen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ökologischer Rucksack&lt;br /&gt;
: Summe aller natürlichen Rohmaterialien von der Wiege bis zum verfügbaren Werkstoff oder zum dienstleistungsfähigen Produkt in Tonnen Natur pro Tonne Produkt, abzüglich dem Eigengewicht des Werkstoffes oder Produktes selbst, gemessen in Tonnen, Kilogramm oder Gramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ökologischer Umweltschutz&lt;br /&gt;
: Schutz und Entwicklung (Leitbilder/Ziele) einer bestimmten Qualität biotischer und abiotischer Ressourcen  Naturschutz: Schutz und Entwicklung biotischer, abiotischer und ästhetischer Ressourcen sowie den Schutz von Naturgütern aus altruistischen und moralischen Gründen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ökologismus&lt;br /&gt;
: auf Ziele des Naturschutzes ausgerichtete Geisteshaltung (wertkonservativ, Technisch-kritisch bis feindlich) – mit Ökologie hat diese nur insofern zu tun, als dass einige ökologische Theoreme (z.B. Vernetzungsmodelle in Ökosystemen) sich auf Gesellschaften übertragen lassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Planetare Grenzen&lt;br /&gt;
: Konzept, dass von etwa 30 internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern um Johan Rockström für neun zentrale natürliche Prozesse und Systeme entwickelt wurde und deren „planetare Belastbarkeitsgrenzen“ angibt. Diese Grenzen beruhen zum einen auf naturwissenschaftlichen Erkenntnissen und zum anderen auf dem Vorsorgeprinzip.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Primärrohstoffeinsatz (RMI)&lt;br /&gt;
: Materialflussindikator: Masse der Rohstoffe, die entlang der Wertschöpfungsketten jener Waren und Dienstleistungen eingesetzt werden, die in einem Land bzw. einer Volkswirtschaft verarbeitet bzw. konsumiert werden. Berechnung: Summe aus inländisch verwerteter Entnahme zuzüglich der Importe in RME (vgl. ;„Rohstoffäquivalente (RME)“).&lt;br /&gt;
:RMI = Raw material Input = Summe inländischer Rohstoffentnahme und Importe mit Eigengewicht und Aufwendungen für Vorketten (= verwertete Entnahme im Ausland für Bereitstellung der Importe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Produktionsabfälle&lt;br /&gt;
: Abfälle aus Produktionsschritten von Unternehmen (bspw. Stanzabfälle, Späne, Gussteile u. ä.), die nicht unter den Begriff des Nebenprodukts nach §4 KrWG fallen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Produktverantwortung&lt;br /&gt;
: Zur Erfüllung der Produktverantwortung sind Erzeugnisse möglichst so zu gestalten, dass bei deren Herstellung und Gebrauch das Entstehen von Abfällen vermindert wird und die umweltverträgliche Verwertung und Beseitigung der nach deren Gebrauch entstandenen Abfälle sichergestellt ist. Die Produktverantwortung strebt die Umsetzung des Verursacherprinzips an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Quoten&lt;br /&gt;
: Anteil einer Bestandsgröße. Wird in Prozent angegeben und bezieht sich auf eine Größe zu einem bestimmten Zeitpunkt. In der Abfallwirtschaft beziehen sich die Verwertungsquoten auf die zur Verwertung bereitgestellten Mengen (erfasste Mengen) oder auf die lizenzierten Mengen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Rebound-Effekt&lt;br /&gt;
: Beschreibt den Effekt, dass aufgrund von Effizienzsteigerungen erreichte Kosteneinsparungen nicht zu einem in gleichem Maße geringeren Ressourceneinsatz führen, da es durch diese Einsparungen zu vermehrter Nachfrage und Nutzung kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Recyclingrohstoffe&lt;br /&gt;
: Rohstoffe, die durch stoffliche Verwertungsverfahren (i.e. Recycling) aus Abfällen oder Produktionsrückständen gewonnen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ressourceneffizienz (RE)&lt;br /&gt;
: Verhältnis von natürlichen oder technisch-wirtschaftlichen Rohstoffen und den aus ihrer Nutzung gewonnenen Vorteilen, sei es in der Produktion oder im Konsum. Hierbei geht es darum, den Nutzen der Produkte oder Dienstleistungen zu maximieren und gleichzeitig den Verbrauch und den Abfall zu minimieren. Nach der europäischen Kommission (Kreislaufwirtschaftspaket 2015) wird RE wie folgt definiert: „allowing the economy to create more with less, delivering greater value with less input, using resources in a sustainable way and minimising their impacts on the environment” (COM (2015))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Reserven (Rohstoffwirtschaft)&lt;br /&gt;
: bekannte und technisch/wirtschaftlich gewinnbare Rohstoffvorkommen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ressourcen (Rohstoffwirtschaft)&lt;br /&gt;
: Geologisch erwartete bzw. derzeit nicht wirtschaftlich gewinnbare Rohstoffvorkommen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ressourcenproduktivität&lt;br /&gt;
: definiert als das Verhältnis des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zum inländischen Materialverbrauch (DMI), wird als Indikator der Ressourceneffizienz verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Rohstoffäquivalente (RME)&lt;br /&gt;
: Maß für direkte und indirekte Stoffströme ohne versteckte Stoffströme. Bei der Berechnung wird die Masse aller über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg eingesetzten Rohstoffe einbezogen. Berücksichtigt werden dabei nur die verwerteten Rohstoffe, nicht aber die nicht verwerteten Entnahmen. (UBA 2012)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Rohstoffkategorien&lt;br /&gt;
: Energierohstoffe, metallische Rohstoffe, mineralische Rohstoffe, nachwachsende Rohstoffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Rohstoffliches und werkstoffliches Recycling&lt;br /&gt;
: Recycling (teilweise auch stoffliche Verwertung genannt) beschreibt allgemein die Aufbereitung und Wiederverwendung bereits benutzter Rohstoffe. Es wird weiter zwischen dem werkstofflichen Recycling und dem rohstofflichen Recycling (manchmal auch chemisches Recycling genannt) unterschieden. Am Beispiel von Kunststoffen bedeutet ein werkstoffliches Recycling, dass die Polymerstruktur nicht wesentlich verändert wird und der Kunststoff als Material erhalten bleibt. Es können Rezyklate hergestellt werden, die oftmals allerdings eine geringere Qualität als Primärkunststoffe aufweisen. Beim rohstofflichen Recycling werden die Kunststoffpolymere in ihre Monomere bzw. chemischen Grundbausteine umgewandelt. Die Qualität des recycelten Produkts entspricht in etwa der Qualität der Primärrohstoffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;R-Strategien&lt;br /&gt;
: bilden die Kernprinzipien zur Umsetzung der Kreislaufwirtschaft. Das Modell umfasst derzeit 10 R-Strategien. Ihre Wirkungen werden in die drei Kategorien Schmälern, Verlangsamen und Schließen unterteilt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Siedlungsabfall&lt;br /&gt;
: Als Siedlungsabfall werden Abfälle aus privaten Haushalten und vergleichbaren Einrichtungen, zum Beispiel Abfälle aus Arzt- und Rechtsanwaltspraxen, Verwaltungsgebäuden, Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sowie hausmüllähnliche Abfälle aus Gewerbe und Industrie, bezeichnet. Ferner gehören zu den Siedlungsabfällen auch Sperrmüll, Marktabfälle, Straßenkehricht, Bioabfälle sowie getrennt erfasste Wertstoffe wie Glas und Papier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Umwelt&lt;br /&gt;
: Summe an Gegenständen und Kräften außerhalb eines Organismus, mit denen dieser in Wechselbeziehung steht oder auf die er einwirkt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Umweltschutz&lt;br /&gt;
: Ökologischer und technischer Umweltschutz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ungenutzte Entnahme&lt;br /&gt;
: Menge an Material, das bewegt werden muss, um Zugang zu den schlussendlich genutzten Rohstoffen zu erhalten. Beispiele sind Abraum im Bergbau oder Beifang in der Fischerei. Die ungenutzte Entnahme findet keinen Eingang in das ökonomische System und hat somit auch keinen Preis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Urban Mining&lt;br /&gt;
: richtet sich an den Wertstoffgehalt von Altgegenständen, die bisher noch keinem Entsorgungsweg zugeführt worden sind, weil sie in Haushalten gebrauchsunfähig oder ungenutzt verwahrt werden (individuelle Depots in Kellern, Schubladen, Kabelschächten, u.a.). Eine andere urbane Mining-Quelle können auch verlassene Gebäude oder veraltete Infrastrukturen sein. Mit dem Urban Mining wird das Konzept verfolgt, den potentiellen Abfall mit den enthaltenen Wertstoffen zugänglich zu machen und als Rohstoffquelle in den Kreislauf zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Verursacherprinzip&lt;br /&gt;
: Übertragung der Verantwortlichkeit sowie der resultierenden Kosten zur Vermeidung, Beseitigung und zum Ausgleich von Umweltbelastungen auf die Verursacher von Umweltwirkungen. Der entscheidende ökonomische Grund für die Verfolgung des Verursacherprinzips ist die Erhöhung der volkswirtschaftlichen Effizienz, d. h. der gesamtwirtschaftlich sparsame Einsatz der Ressourcen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Vorsorgeprinzip&lt;br /&gt;
: Vermeidung von Risiken und Verhinderung von Umweltschäden durch vorausschauendes Handeln und präventive Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wertschöpfungskette&lt;br /&gt;
: Gesamte Kette von Produktionen und Dienstleistungen für ein Produkt oder ein Unternehmen. Beginnt beim Anbau eines Rohstoffes (z. B. Landwirtschaft) oder Abbau eines Rohstoffes (Bergbau) und reicht über die Weiterverarbeitung und Produktionsstufen bei Zulieferern oder dem Unternehmen selbst sowie über den Handel und Zwischenhandel bis hin zur Nutzungsphase bei Geschäftskunden oder privaten Verbraucher/innen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stoffströme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Glas===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Amorph&lt;br /&gt;
: Von griech.: amorphos (= umgestaltet) abgeleitetes Adjektiv zur Zustandsbeschreibung von Festkörpern, deren molekulare Bausteine nicht in Kristallgittern, sondern regellos angeordnet sind. Anders als in einem Kristall, bei dem zwischen den Atomen eine Nahordnung (d. h. konstante Abstände zu nächsten Nachbaratomen) und eine Fernordnung (regelmäßiges Wiederholen eines Basisgitters) existieren, liegt im amorphen Zustand nur eine Nahordnung vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Dolomit&lt;br /&gt;
: Dolomit ist weiß, aber meist durch Eisen- oder Mangan-Gehalte oder durch Verunreinigungen rötlich, braun, grünlich, grau oder schwarz gefärbt. Der glas- bis perlmuttartige Glanz wird bei derbem Dolomit leicht simmernd bis matt. Dolomit-Gesteine werden als Straßenschotter, Werksteine und besonders als roh behauene Bausteine verwendet. Reiner Dolomit wird in zunehmendem Maße anstelle von Kalk als Flussmittel für die Eisen-Verhüttung verwendet, da die dabei anfallende Dolomit-Schlacke nicht gelöscht werden muss und daher für Leichtbaustoffe direkt genutzt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Kalk&lt;br /&gt;
: Zu den Sedimentgesteinen und hier zu den Carbonat-Gesteinen gehörende, natürliche Gesteine, die vorwiegend aus Calciumcarbonat (CaCO3) bestehen; sie sind zum überwiegenden Teil organogenen Ursprungs. Kalk gehört zu den wichtigsten, vielseitigsten und mengenmäßig am häufigsten verwendeten Materialien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;KSP&lt;br /&gt;
: Die Abkürzung KSP steht in der Glas- und Glasrecyclingindustrie für die Störstoffe Keramik, Stein, Porzellan, die alle einen höheren Schmelzpunkt als Glas besitzen und als Feststoff in der Schmelze des Glaswerkstoffs verbleiben, wodurch Einschlüsse von KSP in den neuen Glasflaschen entstehen, die daraufhin nicht genutzt werden können. Grenzwert von 20 g/t darf laut Standardblatt T120 (Stand 1.7.2013, bis zum 6.10.2019 nicht aktualisiert) nicht überschritten werden, ideal: 0 g/t um Einschlüsse zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Natriumcarbonat (Na2CO3) – historischer Name Soda	&lt;br /&gt;
: Kristallwasserfreies Natriumcarbonat bildet weißes, auf der Haut und Schleimhäuten reizend wirkendes Pulver. Natriumcarbonat findet sich in großen Mengen in den Natronseen von Ägypten, Nord- und Südamerika, lässt sich aber nach dem Leblanc-Verfahren auch künstlich herstellen. Natriumcarbonat ist nach Natriumchlorid die technisch wichtigste Na-Verbindung. Etwa 50 % wird bei der Glasfabrikation eingesetzt, 23 % dienen zur Herstellung von Chemikalien, davon ca. 1/3 Na-phosphate, etwa 5 % gehen in die Papier- und Zellstoff-Industrie und weitere 5 % in die Herstellung von Seife und Waschmitteln. Kleinere Mengen Soda werden in fast allen industriellen Zweigen verbraucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Quarzsand&lt;br /&gt;
: [[Quarz]] (SiO2) – Mit einem Anteil von 12 % das zweithäufigste Mineral der Erdkruste. Wird in der deutschen Literatur zu den Oxiden, in der englischen Literatur zu den Silicaten gerechnet. [[Quarz]] ist meist farblos oder weiß, durchsichtig, trübe oder undurchsichtig, zeigt auf Kristallflächen Glasglanz und auf muscheligen Bruchflächen mehr oder weniger deutlichen Fettglanz; in Dünnschliffen ist er klar durchsichtig. Bläuliche, rötliche, gelbliche, bräunliche, grünliche oder violette Quarz-Färbungen sind teils auf Verunreinigungen, teils auf Einwirkung radioaktiver Strahlung zurückzuführen und beruhen auf Kristallbaufehlern.&lt;br /&gt;
:Sand: Korngrößen-Bezeichnung für mineralische, klastische Sedimente, die lockere Anhäufung von abgerundeten oder eckigen, überwiegend 0,06 mm bis 2 mm große Körnchen darstellen, die bei der mechanischen und chemischen Verwitterung der Gesteine vom ursprünglichen Kornverband losgelöst und an ihren Ablagerungsort transportiert worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Papier===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Chlorfrei&lt;br /&gt;
: Die Bezeichnung „chlorfrei“ bezieht sich auf den chlorfreien Bleichprozess und führt zu einer geringeren Gewässerbelastung. Allerdings schließt diese Bezeichnung nicht den Einsatz von Chlorverbindungen bei der Bleiche aus. So wird elementar-chlor-freies Papier (ECF) dennoch mit extrem schädlichem Chlordioxid und/oder Chlorperoxid gebleicht und als chlorfrei vermarktet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;De-Inking&lt;br /&gt;
: ist ein chemisch-physikalisches Verfahren zum Entfernen der im Altpapier enthaltenen Druckerfarben. Das De-Inken unterteilt sich in die Verfahrensschritte: Auflösen des Papiers, Entfernen von Fremd-stoffen und Abtrennen der Druckfarben. Gängige Verfahren sind das Auswaschverfahren und das Flotationsverfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grafische Papiere&lt;br /&gt;
: sind Druck- und Schreibpapiere, einschließlich der Feinpapiere. Je nach Ausgangsmaterial werden holzfreie und holzhaltige Papiere unterschieden. Zur zweiten Gruppe zählen beispielsweise die mengen-mäßig bedeutenden Zeitungsdruckpapiere und Tiefdruckpapiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Holzfreies Papier&lt;br /&gt;
: bedeutet nicht, dass das Papier ohne den Einsatz von Holz hergestellt wurde. Dieses Papier besteht aus Zellstoff-Fasern. Es enthält bis auf einen zulässigen Massenanteil von 5 % keine verholzten Fasern. Eine passendere Bezeichnung wäre daher holzstofffrei. Holzfrei ist eine Qualitätsbezeichnung für Papier, das nicht so stark vergilbt und hat keinen ökologischen Aussagewert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Holzhaltiges Papier&lt;br /&gt;
: Dieses Papier enthält mehr als fünf Prozent Masseanteil verholzter Fasern. Neben gebleichtem oder ungebleichtem Zellstoff enthält es überwiegend Holzstoff (Primärfasern) und Altpapierstoff (Sekundärfasern). Die Mengenanteile Zellstoff/Holzstoff/Altpapierstoff werden je nach Verwendungszweck variiert. Stark holzhaltige Papiere, wie zum Beispiel Zeitungsdruckpapiere, vergilben rascher als holz(stoff)freie Papiere unter dem Einfluss von Licht und Sauerstoff, so dass sie überwiegend für kurzlebige Produkte Verwendung finden. Bei Druckpapieren wirkt sich der Holzstoff günstig auf die Opazität aus (ein Durchscheinen des Rückseitendrucks z.B. bei Büchern wird reduziert.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Holzstoff&lt;br /&gt;
: ist ein Halbstoff. Die Bezeichnung „Holzstoff“ dient auch als Oberbegriff für Faserhalbstoffe. Holzstoff wird teilweise oder ausschließlich mittels mechanischer Mittel erzeugt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hygienepapiere&lt;br /&gt;
: Die Gruppe der Hygienepapiere umfasst Zellstoffwatte, Tissue- und Krepp-Papier, hergestellt aus Altpapier und/oder Zellstoff – auch mit Holzstoffbeimischungen. Die hohe Bedeutung, die Tissue-Papiere inzwischen erreicht haben, hat dazu geführt, dass sich diese Bezeichnung im internationalen Sprachgebrauch als Sammelbezeichnung für Hygienepapiere eingebürgert hat. Sie werden zur Herstellung von Toilettenpapier und zahlreicher anderer Hygieneprodukte, wie Taschentücher, Küchentücher, Handtücher und Kosmetiktücher, verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Kraftpapiersäcke&lt;br /&gt;
: sind flexible Papierverpackungen mit einem Füllgutinhalt von mindestens 15 kg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;PPK&lt;br /&gt;
: Abkürzung für Papier, Pappe Kartonagen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Primärfasern&lt;br /&gt;
: sind Rohstoffe für die Papierindustrie. Aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz werden Zellstoffe und Holzstoffe gewonnen, deren Fasern als Primär- bzw. Frischfasern bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Pulper&lt;br /&gt;
: Nachdem das Altpapier in einem Vormischer durchmischt worden ist, wird es im Pulper unter Zugabe von Prozesswasser aus der Altpapieranlage und verschiedenen Hilfsmitteln aufgelöst. Als Hilfsmittel werden Natronlauge, Wasserglas, Wasserstoffperoxid und Seife zugegeben. Diese Chemikalien lösen die Druckfarbe ab, verseifen und sammeln sie, so dass sie weitgehend von den Fasern getrennt werden (teils wird die Entfernung der Druckfarbe in einem separaten Prozess (siehe De-Inking) durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Sekundärfasern&lt;br /&gt;
: sind aus Altpapier gewonnene (Holz-)Fasern zur Herstellung von Papier, Karton und Pappe.&lt;br /&gt;
:Spezialpapiere, Sonderpapiere, technische Papiere werden für spezielle Verwendungszwecke produziert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zellstoff&lt;br /&gt;
: ein aus pflanzlichen Rohstoffen chemisch hergestellter Halbstoff, bei dem die nichtfaserigen Bestandteile zum größten Teil herausgelöst sind. Je nach dem angewandten Verfahren erhält man Sulfitzellstoff oder Sulfatzellstoff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kunststoffe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Agglomerat&lt;br /&gt;
: Im Gegensatz zu umgeschmolzenem Regranulat ist Agglomerat ein angeschmolzenes (plastifiziertes) Produkt. Agglomerat kann aus unterschiedlichen Kunststoffen sowohl in trockenen als auch nassen Aufbereitungsverfahren erzeugt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Duroplast&lt;br /&gt;
: Nicht formbarer, d. h. nicht zersetzbarer oder schmelzbarer, polymerer Werkstoff&amp;lt;ref name = &amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Elastomer&lt;br /&gt;
: Gummielastischer polymerer Werkstoff &amp;lt;ref name = &amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Extrusion&lt;br /&gt;
: ein generelles Verarbeitungsverfahren für Kunststoffe: Extruder verflüssigen Kunststoffe unter Reibung, Hitzeeinwirkung und Druck, um sie in nachgeschalteten Werkzeugen entweder zu Granulaten, Profilen, Rohren oder Platten umformen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;(Re)Granulat&lt;br /&gt;
: Kunststoffe aus dem Recycling, die im Extruder zu einem körnigen Produkt umgeschmolzen werden. Regranulate werden mit Produktspezifikationen in Anlehnung an Neuware gehandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Intrusion&lt;br /&gt;
: ist ein Verfahren des werkstofflichen Recyclings. Vermischte, fein gemahlene Kunststoffpartikel werden zu einer plastischen Masse aufgeschmolzen, die direkt in eine Form gepresst wird. In dieser Form bleibt die Masse, bis sie erkaltet ist. Typische Produkte sind Rasengittersteine, Palisaden oder Fensterprofile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Kunststoff&lt;br /&gt;
: Bezeichnet häufig die polymeren Werkstoffe sowie synthetischen oder halbsynthetischen Materialien. &amp;lt;ref name = &amp;quot;WsK&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mikroplastik&lt;br /&gt;
: Als Mikroplastik werden feste und unlösliche synthetische Polymere (Kunststoffe) bezeichnet, die kleiner als fünf Millimeter sind. Mikroplastik zieht Umweltgifte an, wird von Meeresorganismen gefressen und ist nicht wieder aus der Umwelt zu entfernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Monomere&lt;br /&gt;
: Monomere sind kleine, sehr reaktionsfähige Moleküle, die zwei oder mehrere funktionelle Gruppen tragen. Diese verbinden sich durch Polykondensation, Polyaddition oder Polymerisation zu Polymeren oder Dimeren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Polymere&lt;br /&gt;
: sind hochmolekulare chemische Verbindungen (Makromoleküle) aus wiederholten Einheiten, die »Monomere« genannt werden. Sie können lineare, verzweigte oder vernetzte Strukturen haben. (siehe auch „Kunststoffe“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Post-Consumer&lt;br /&gt;
: Kunststoffabfälle aus haushaltnahen Sammelsystemen (in Deutschland gelbe Tonne/ gelber Sack), die nach einer Nutzungsphase beim Verbraucher anfallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Post-Industrial&lt;br /&gt;
: Kunststoffabfälle, die während der Produktion von Kunststoffprodukten anfallen (beispielsweise Verschnitte oder Stanzreste). Sie besitzen im Allgemeinen eine wesentlich höhere Reinheit als Post-Consumer Abfälle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Rezyklat&lt;br /&gt;
: Ist eine übergreifende Bezeichnung für Stoffe aus dem Recycling. Mahlgut, Agglomerat und Regranulat sind Rezyklate aus dem Kunststoffrecycling.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Thermoplast&lt;br /&gt;
: Wärmeformbarer polymerer Werkstoff &amp;lt;ref name = &amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
;Thermoplastische Elastomere&lt;br /&gt;
: Gummielastische polymere Werkstoffe, die thermoplastische Bereiche besitzen, in denen sie wärmeformbar sind &amp;lt;ref name = &amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===LVP===&lt;br /&gt;
;Duales System&lt;br /&gt;
: Systeme zur Lizenzierung, d. h. Sicherstellung, der Sammlung und Sortierung von Verpackungen. Durch die Lizenzierung einer Verpackung, d. h. der Beteiligung an einem dualen System, gibt der Erzeuger einer Verpackung seine Verpflichtung zur Rücknahme der durch seine Verpackungen entstehenden Abfälle an das Duale System ab.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kranert&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundestag&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grüner Punkt&lt;br /&gt;
: Der Grüne Punkt auf Verkaufsverpackungen signalisiert, dass sich die Hersteller, Abfüller und Vertreiber der gekennzeichneten Verpackungen an einem dualen System beteiligen. Bis 2008 war die Nutzung dieser weltweit geschützten Marke ausschließlich Kunden der Grüner Punkt – Duales System Deutschland GmbH vorbehalten. Mit Novellierung der Verpackungsverordnung ab 2009 kann das Markennutzungsrecht unabhängig vom Systemanbieter erworben werden. Der Grüne Punkt wird in weiteren europäischen Ländern als Kennzeichen für Rücknahmesysteme genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Inverkehrbringen&lt;br /&gt;
: Inverkehrbringen ist die erstmalige Bereitstellung eines Produkts auf dem Markt; die Einfuhr in den Europäischen Wirtschaftsraum steht dem Inverkehrbringen eines neuen Produkts gleich; § 2 Abs. 15 Produktsicherheitsgesetz (ProdSG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;LVP&lt;br /&gt;
: Leichtverpackungen – Verkaufsverpackungen aus Kunststoff, Verbunden, Aluminium, Weißblech und weiteren Stoffgruppen. In der Regel werden die Leichtverpackungen in gelben Säcken oder gelben Tonnen gesammelt. Ausnahmen bestehen in Regionen, wo besondere Sammelvorrichtungen (z. B. Wertstoffhöfe) eingerichtet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stoffgleiche Nichtverpackungen&lt;br /&gt;
: In der haushaltsnahen Entsorgung werden in den gelben Säcken, Tonnen und Containern die sogenannten Leichtverpackungen gesammelt – also Verkaufsverpackungen aus Kunststoff, Aluminium, Weißblech und Verbundmaterialien. Sogenannte &amp;quot;stoffgleiche Nichtverpackungen&amp;quot; (sNVP), also Wertstoffe aus dem gleichen Material, die keine Verpackungen sind - wie beispielsweise eine Küchenschüssel aus Kunststoff oder ein Kochtopf aus Aluminium - werden derzeit über den Restmüll entsorgt. Werden sNVP über die gelben Säcke, Tonnen oder Container entsorgt, so werden sie auch als „intelligente Fehlwürfe“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Metalle===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Allgemein====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Eisenmetalle (Fe-Metalle)&lt;br /&gt;
: Eisenmetalle sind Metalle bzw. Legierungen, bei denen Eisen (Fe) das Hauptelement darstellt. Diese Gruppe umfasst vor allem Stahl und Gusseisen. Liegt der Kohlenstoffgehalt zwischen 0,002 % und 2,06 %, so handelt es sich um Stahl. Eisenlegierungen mit einem höheren Gehalt von Kohlenstoff und Silizium sind Gusseisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Nichteisenmetalle (NE-Metalle)&lt;br /&gt;
:Nichteisenmetalle sind alle Metalle und Legierungen, die kein Eisen als Hauptbestandteil enthalten. Diese Gruppe ist sehr breit und umfasst Metalle mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften. Im Recycling sind Nichteisenmetalle besonders wichtig, da sie oft höhere wirtschaftliche Werte als Eisenmetalle haben und häufig in komplexen Produkten (z. B. Elektronik) vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Basismetalle&lt;br /&gt;
: Zu den Basismetallen werden Metalle gezählt, die in relativ hoher Tonnage produziert und häufig als Hauptbestandteil in Legierungen eingesetzt werden. Dazu gehören unter anderem Eisen, Aluminium, Kupfer, Zink, Blei und Nickel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Sondermetalle&lt;br /&gt;
: Sondermetalle sind Metalle mit speziellen Eigenschaften oder strategischer Bedeutung, die in kleineren Mengen verwendet werden, wie z.B. Indium, Gallium oder Tantal. Diese Kategorie ist nicht strikt definiert und wird oft kontextabhängig verwendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Edelmetalle&lt;br /&gt;
: Edelmetalle sind Metalle, die chemisch sehr stabil sind und kaum oxidieren oder korrodieren. Sie zeichnen sich durch eine hohe Korrosionsbeständigkeit, hohe elektrische Leitfähigkeit und oft einen hohen wirtschaftlichen Wert. Typische Vertreter sind Gold, Silber, Platin und Palladium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Metalle der Seltenen Erden (Seltene Erde)&lt;br /&gt;
: Die Seltenen Erden sind eine Gruppe von 17 chemischen Elementen, bestehend aus den Lanthanoiden sowie Scandium und Yttrium. Trotz ihres Namens sind sie geologisch nicht unbedingt selten, aber sie kommen selten in hohen Konzentrationen vor und ihre Trennung ist chemisch sehr anspruchsvoll. Sie sind entscheidend für moderne Technologien, insbesondere für Permanentmagnete und Elektronik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Leichtmetalle&lt;br /&gt;
: Leichtmetalle sind Metalle mit einer geringen Dichte (typisch &amp;lt; 5 g/cm³), wie z.B. Aluminium, Magnesium und Titan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Schwermetalle&lt;br /&gt;
: Der Begriff wird in zwei Kontexten verwendet: physikalisch (Metalle mit einer hohen Dichte, typischerweise &amp;gt;5 g/cm³) oder umweltbezogen (oft toxische Metalle). Nicht alle Schwermetalle sind toxisch, und nicht alle toxischen Metalle sind Schwermetalle – der Begriff wird oft unscharf verwendet. Typische Vertreter sind Blei, Kupfer, Zink, Quecksilber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Produkte und Werkstoffe====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Legierung&lt;br /&gt;
: Eine Legierung ist ein metallischer Werkstoff, der aus mindestens zwei chemischen Elementen besteht, wobei mindestens eines ein Metall ist. Stahl (Eisen + Kohlenstoff) und Messing (Kupfer + Zink) sind z.B. Legierungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Knetlegierung&lt;br /&gt;
: Eine Knetlegierung ist eine Legierung, die durch plastische Umformverfahren (z. B. Walzen, Schmieden) verarbeitet wird. Diese Legierungen sind so ausgelegt, dass sie gut verformbar (duktil) sind und unter mechanischer Belastung nicht brechen. Knetlegierungen haben oft eng definierte Zusammensetzungen, was hohe Anforderungen an die Schrottsortierung stellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gusslegierung&lt;br /&gt;
: Eine Gusslegierung ist eine Legierung, die speziell für die Verarbeitung durch Gießen entwickelt wurde. Diese Legierungen besitzen eine gute Fließfähigkeit im flüssigen Zustand und eine geringe Neigung zu Rissbildung beim Erstarren. Sie enthalten häufig höhere Anteile an Legierungselementen als Knetlegierungen. Guss- und Knetlegierungen sind oft nicht kompatibel, was im Recycling zu Herausforderungen führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grundmetalle&lt;br /&gt;
: Das Grundmetall ist das Hauptelement einer Legierung, das den größten Anteil ausmacht. Es bestimmt die grundlegenden Eigenschaften des Werkstoffs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Legierungselement&lt;br /&gt;
: Ein Legierungselement ist ein gezielt zugesetztes Element, das die Eigenschaften einer Legierung beeinflusst. Je nach Element können unterschiedliche Effekte erzielt werden, wie z.B. Chrom für höhere Korrosionsbeständigkeit in Edelstahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Masterlegierung&lt;br /&gt;
: Eine Masterlegierung ist eine hochkonzentrierte Vorlegierung, die zur gezielten Einstellung der Zusammensetzung eingesetzt wird. Statt reine Elemente zuzusetzen (was oft schwierig ist), verwendet man Masterlegierungen, weil sie besser löslich und sicherer zu handhaben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Korngröße/Kornstruktur&lt;br /&gt;
: Die Korngröße beschreibt die Größe der einzelnen Kristallkörner in einem metallischen Werkstoff; die Kornstruktur deren Anordnung. Beim Umschmelzen wird die Kornstruktur neu gebildet, weshalb sie im Recycling gezielt eingestellt werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Verunreinigung&lt;br /&gt;
: Eine Verunreinigung ist ein unerwünschtes Element oder Material in einem Metall oder einer Legierung. Im Gegensatz zu Legierungselementen sind Verunreinigungen nicht gezielt eingebracht und oft problematisch. Verunreinigungen sind eine der größten Herausforderungen im Metallrecycling, insbesondere bei Mischschrotten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Einschluss&lt;br /&gt;
: Ein Einschluss ist ein nichtmetallischer Bestandteil, der im Metall eingebettet ist. Er entsteht z.B. durch Reaktionen im Schmelzprozess oder durch Verunreinigungen und kann die Eigenschaften der Legierung negativ beeinflussen. Einschlüsse können sich im Recycling anreichern oder verändern und müssen durch Prozesskontrolle minimiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Beschichtung&lt;br /&gt;
: Eine Beschichtung ist eine aufgebrachte Schicht auf einem Werkstoff zur Verbesserung von Eigenschaften. Beschichtungen erschweren das Recycling, da sie zu Emissionen führen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Verzinkung&lt;br /&gt;
: Verzinkung ist eine spezielle Beschichtung, bei der Zink auf Stahl aufgebracht wird, um Korrosion zu verhindern. Weißblech ist ein dünnes kaltgewalztes Stahlblech, dessen Oberfläche meist verzinkt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Metallurgische Prozesse====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Pyrometallurgie&lt;br /&gt;
: Pyrometallurgie umfasst alle metallurgischen Verfahren, bei denen Metalle durch Hochtemperaturprozesse gewonnen oder verarbeitet werden. Diese Prozesse finden typischerweise bei Temperaturen von mehreren hundert bis über 1500 °C statt. Dabei werden Materialien geschmolzen, oxidiert oder reduziert, voneinander getrennt. Pyrometallurgie ist besonders robust gegenüber komplexen und heterogenen Abfällen (z. B. WEEE), hat aber oft begrenzte Selektivität für einzelne Elemente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hydrometallurgie&lt;br /&gt;
: Hydrometallurgie umfasst Verfahren zur Metallgewinnung, bei denen wässrige Lösungen eingesetzt werden. Die Hydrometallurgie ermöglicht eine hohe Selektivität und die gezielte Trennung einzelner Metalle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Schmelzen&lt;br /&gt;
: Schmelzen ist ein Prozess, bei dem ein Material durch Erwärmung in den flüssigen Zustand überführt wird. Im metallurgischen Kontext dient Schmelzen nicht nur der Verflüssigung, sondern auch der Trennung von Phasen (Metall vs. Schlacke), der Homogenisierung von Zusammensetzungen, der Vorbereitung für weitere Prozesse. Beim Schmelzen entstehen oft mehrere Phasen, besonders die Metallphase und die Schlackenphase.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Raffination&lt;br /&gt;
: Raffination ist die gezielte Reinigung eines Metalls, um unerwünschte Begleitelemente zu entfernen. Ziel ist eine definierte Reinheit oder Zusammensetzung. Die Raffination kann auf verschiedenen Wegen erfolgen: thermisch (Feuerraffination), elektrochemisch (Elektrolyse) oder chemisch (Hydrometallurgie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Schlacke/Schlackenphase&lt;br /&gt;
: Schlacke ist eine nichtmetallische, meist oxidische Phase, die während metallurgischer Prozesse entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Metall/Metallphase&lt;br /&gt;
: Die Metallphase ist die flüssige oder feste Phase, in der sich die gewünschten Metalle konzentrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Refiner&lt;br /&gt;
: Ein Refiner ist ein industrieller Akteur, der Metalle durch Raffination auf eine definierte Reinheit bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Remelter&lt;br /&gt;
: Ein Remelter ist ein Unternehmen, das oft sortenreine Metallschrotte einschmilzt, um neue metallische Halbzeuge oder Produkte herzustellen. Remelter sind zentral für Closed-Loop-Recycling.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Elektroschrott===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;WEEE (Waste Electrical and Electronic Equipment)&lt;br /&gt;
: WEEE bezeichnet Elektro- und Elektronik-Altgeräte, die das Ende ihrer Nutzungsphase erreicht haben. Der Begriff umfasst eine sehr breite Palette von Produkten, wie z.B. Haushaltsgeräte (z. B. Waschmaschinen), IT-Geräte (z. B. Computer) oder Unterhaltungselektronik (z. B. Fernseher). WEEE ist besonders relevant, weil es oft kritische und wertvolle Metalle beinhaltet und gleichzeitig gefährliche Stoffe enthalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;ElektroG&lt;br /&gt;
: Das ElektroG ist das deutsche Gesetz zur Umsetzung der europäischen WEEE-Richtlinie. Es regelt:&lt;br /&gt;
* die Rücknahme und Entsorgung von Elektroaltgeräten&lt;br /&gt;
* die Verantwortung der Hersteller&lt;br /&gt;
* Mindestanforderungen für Sammlung und Recycling&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;WEEE-Kategorien&lt;br /&gt;
: WEEE-Kategorien sind standardisierte Gruppen von Elektroaltgeräten, die zur Organisation von Sammlung und Recycling dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Leiterplatten (PCB – Printed Circuit Board)&lt;br /&gt;
: Leiterplatten sind Trägermaterialien für elektronische Bauteile, die elektrische Verbindungen über leitfähige Strukturen herstellen.&lt;br /&gt;
Eine Leiterplatte besteht aus: &lt;br /&gt;
* einem nichtleitenden Substrat (z. B. Epoxidharz mit Glasfasern) &lt;br /&gt;
* Kupferbahnen zur elektrischen Verbindung &lt;br /&gt;
* aufgelöteten elektronischen Bauteilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Elektronische Bauteile (EC – Electronic Components)&lt;br /&gt;
: Elektronische Bauteile sind funktionale Einzelkomponenten, die auf Leiterplatten montiert sind. Sie enthalten häufig kritische Metalle wie Tantal oder Palladium, sind jedoch schwer zu separieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Integrierte Schaltkreise (IC – Integrated Circuits)&lt;br /&gt;
: Integrierte Schaltkreise sind hochkomplexe elektronische Bauteile, in denen viele Funktionen auf einem Halbleiterchip integriert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Keramik&lt;br /&gt;
: Keramik sind anorganische, nichtmetallische Werkstoffe, die durch hohe Temperaturen hergestellt werden. In der Elektronik werden Keramiken häufig in elektronischen Bauteilen verwendet aufgrund ihrer guten elektrischen Isolation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;RoHS-Stoffe&lt;br /&gt;
: RoHS steht für Restriction of Hazardous Substances. RoHS-Stoffe sind gefährliche Substanzen, deren Einsatz in Elektrogeräten durch die RoHS-Richtlinie beschränkt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Flammschutzmittel (BFR – Brominated Flame Retardants)&lt;br /&gt;
: Bromierte Flammschutzmittel sind chemische Zusatzstoffe, die Kunststoffe schwer entflammbar machen. Sie können bei thermischer Behandlung toxische Verbindungen bilden (z. B. Dioxine).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Weiße Ware&lt;br /&gt;
: Weiße Ware umfasst große Haushaltsgeräte, die typischerweise für grundlegende Haushaltsfunktionen verwendet werden. Der Begriff stammt historisch von der früher häufig weißen Lackierung dieser Geräte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Braune Ware&lt;br /&gt;
: Braune Ware umfasst Geräte der Unterhaltungselektronik. Der Begriff geht auf die früher oft braunen Holzgehäuse (z. B. Fernseher, Radios) zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Rote Ware&lt;br /&gt;
: Rote Ware umfasst kleine elektrische Geräte für Haushalt und Körperpflege. Der Begriff ist weniger standardisiert, wird aber häufig verwendet für kleine, oft mobile Geräte mit elektrischen oder mechanischen Funktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Graue Ware&lt;br /&gt;
: Graue Ware umfasst Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Graue Ware ist eine der wichtigsten Quellen für kritische und wertvolle Metalle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lithium-Ion Batterien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zelle&lt;br /&gt;
: Eine Zelle ist die kleinste funktionale Einheit einer Batterie, in der elektrochemische Energie gespeichert und umgesetzt wird.&lt;br /&gt;
Eine Zelle besteht aus:&lt;br /&gt;
* Anode&lt;br /&gt;
* Kathode&lt;br /&gt;
* Elektrolyt&lt;br /&gt;
* Separator&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Zylindrische Zelle&lt;br /&gt;
: Eine zylindrische Zelle ist eine Batterie-Zelle mit zylindrischer Bauform. Die Elektroden sind meist als aufgerollte Schichten („Jelly Roll“) aufgebaut. Relativ robust, aber durch das Gehäuse mechanisch aufwendig zu öffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Prismatische Zelle&lt;br /&gt;
: Eine prismatische Zelle ist eine Zelle mit rechteckiger, starrer Geometrie. Sie nutzt den Bauraum effizienter als zylindrische Zellen und wird häufig in Elektrofahrzeugen eingesetzt. Einfacher zu stapeln und zu demontieren, aber oft komplex verkapselt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Pouch-Zelle&lt;br /&gt;
: Eine Pouch-Zelle ist eine Zelle mit flexibler, folienbasierter Verpackung. Sie besteht aus laminierten Schichten in einem Aluminium-Kunststoff-Verbund. Sie wird häufig in Smartphones und Laptops eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Modul&lt;br /&gt;
: Ein Modul ist eine Zusammenfassung mehrerer Zellen zu einer funktionalen Einheit. Module müssen meist demontiert oder direkt geschreddert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Batteriepack&lt;br /&gt;
: Ein Batteriepack ist das komplette Batteriesystem, bestehend aus Modulen, Elektronik und Gehäuse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Kathode&lt;br /&gt;
: Die Kathode ist die positive Elektrode, die während der Entladung Lithium-Ionen aufnimmt. Sie besteht aus einem metalloxidischen Material, das Lithium reversibel einlagern kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anode&lt;br /&gt;
: Die Anode ist die negative Elektrode, die während der Ladung Lithium-Ionen speichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Aktivmaterial&lt;br /&gt;
: Das Aktivmaterial ist der elektrochemisch wirksame Bestandteil einer Elektrode. Es ist verantwortlich für die Speicherung und Freisetzung von Lithium und die elektrochemische Reaktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bindemittel&lt;br /&gt;
: Ein Bindemittel ist ein polymerer Stoff, der die Partikel des Aktivmaterials mechanisch zusammenhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Elektrolyt&lt;br /&gt;
: Der Elektrolyt ist das ionenleitende Medium, das den Transport von Lithium-Ionen ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Separator&lt;br /&gt;
: Der Separator ist eine poröse Trennschicht zwischen Anode und Kathode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Leitfähiger Zusatzstoff&lt;br /&gt;
: Ein leitfähiger Zusatzstoff ist ein Material, das die elektrische Leitfähigkeit der Elektrode verbessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Schwarzmasse&lt;br /&gt;
: Schwarzmasse ist ein feines Pulver, das nach dem mechanischen Aufschluss von Batterien entsteht und die wertvollen Bestandteile enthält. Sie enthält typischerweise das Aktivmaterial (Li, Ni, Co, Mn), Graphit und die leitfähigen Additive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Baustoffe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Abts&amp;quot;&amp;gt; Abts, Georg (2016): Kunststoff-Wissen für Einsteiger. 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. s.l.: Carl Hanser Fachbuchverlag (Hanser eLibrary).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundestag&amp;quot;&amp;gt;Bundestag (2017): Gesetz zur Fortentwicklung der haushaltsnahen Getrennterfassung von wertstoffhaltigen Abfällen. VerpackG. Fundstelle: www.gesetze-im-internet.de. Online verfüg-bar unter https://www.gesetze-im-internet.de/verpackg/VerpackG.pdf, zuletzt geprüft am 17.06.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kosmol&amp;quot;&amp;gt;  Kosmol, Jan; Kanthak, Judit; Herrmann, Friederike; Golde, Michael; Alsleben, Carsten; Penn-Bressel, Gertrude et al. (2012): Glossar zum Ressourcenschutz. Hg. v. Umweltbundesamt. Online verfügbar unter https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/publikation/long/4242.pdf, zuletzt geprüft am 11.12.2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kranert&amp;quot;&amp;gt; Kranert, Martin (2017): Einführung in die Kreislaufwirtschaft. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;WsK&amp;quot;&amp;gt;Was sind Kunststoffe? Unter Mitarbeit von PlasticsEurope. Online verfügbar unter https://www.plasticseurope.org/de/about-plastics/what-are-plastics, zuletzt geprüft am 08.06.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Glossar&amp;diff=6464</id>
		<title>Glossar</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Glossar&amp;diff=6464"/>
		<updated>2026-09-30T14:15:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: /* Allgemein */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Allgemein==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
;Abfall&lt;br /&gt;
: Materialmix – Mischung aus unterschiedlichen Materialien; Abfall ist der zentrale Rechtsbegriff des Abfallrechts §3 Abs.1 Satz 1 KrWG: Abfälle sind alle Stoffe und Gegenstände, derer sich ihr Besitzer entledigt, entledigen will oder entledigen muss, ohne dass ein Nebenprodukt (es gibt einen Markt für den Stoff/das Produkt) vorliegt oder das Ende der Abfalleigenschaft (durch einen Zweiterzeuger) aufgehoben ist. Alltäglicher Sprachgebrauch des Begriffs Abfall: wertlose, gebrauchsuntaugliche Stoffe und Gegenstände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Abfallhierarchie&lt;br /&gt;
: Die in § 6 KrWG geregelte fünfstufige Abfallhierarchie legt für Maßnahmen der Vermeidung von Abfällen sowie der Vorbereitung zur Wiederverwendung, des Recyclings, der sonstigen (insbesondere energetischen) Verwertung und der Beseitigung von Abfällen eine grundsätzliche Rangfolge fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Abfallschlüssel&lt;br /&gt;
: Obergruppe aus der Abfallverzeichnisverordnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anthropozän&lt;br /&gt;
: jüngstes geologisches Zeitalter, in dem die menschlichen Aktivitäten den dominantesten Einfluss auf die Umwelt darstellen. (Der genaue Startpunkt steht noch zur Diskussion.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anthropogenes Lager&lt;br /&gt;
: Rohstoffe, die in Infrastrukturen, langlebigen Gütern oder Gebäuden verarbeitet sind und somit langfristig in Nutzung bleiben. Sie stehen daher der Verwertung nicht sofort zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Abraum&lt;br /&gt;
: Gestein ohne oder mit sehr geringem Wertgehalt (taubes Gestein), das gefördert werden muss, um die Roh-stoffe einer Lagerstätte abbauen zu können, jedoch keinen Eingang in das Wirtschaftssystem findet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Angewandte Ökologie&lt;br /&gt;
: auf Umsetzung von Schutzzielen ausgerichtet aber auch auf menschliche Nutzungsarten wie z.B. Forstwissenschaft oder Schädlingskunde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anthropogen&lt;br /&gt;
: Durch den Menschen beeinflusst, verursacht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Biomasse&lt;br /&gt;
: Beinhaltet die gesamte organische Substanz, die durch Pflanzen und Tiere anfällt oder erzeugt wird. Wenn es um den Einsatz von Biomasse zur Energieerzeugung geht, unterscheidet man zwischen nachwachsenden Rohstoffen (Energiepflanzen wie Raps, Mais oder Getreide) sowie organischen Reststoffen und Abfällen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Circular Economy&lt;br /&gt;
: Die bekannteste CE-Definition wurde von der Ellen MacArthur Foundation (2012, S.7) formuliert: &amp;quot;[CE] ist ein industrielles System, das [...] wiederherstellend oder regenerierend ist. Es ersetzt das &amp;quot;End-of-Life&amp;quot;-Konzept durch die Wiederherstellung, stellt sich um auf die Nutzung erneuerbarer Energien, eliminiert die Verwendung toxischer Chemikalien, die die Wieder-verwendung beeinträchtigen, und zielt auf die Beseitigung von Abfall ab durch die überlegene Gestaltung von Materialien, Produkten, Systemen und [...] von Geschäftsmodellen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;DERec und DIERec&lt;br /&gt;
: Sekundärrohstoffindikatoren, die anzeigen, in welchem Umfang Primärrohstoffe oder Halb- und Fertigwaren importiert bzw. inländisch gewonnen werden müssten, wenn Sekundärrohstoffe nicht verwertet würden. Die Indikatoren zeigen die realen Verwertungsqualitäten von Sekundärrohstoffen und deren Substitutionseffekte. Beim DERec (Direct Effects of Recovery) werden nur die direkten Effekte innerhalb einer Volkswirtschaft betrachtet, die Systemgrenze ist dieselbe wie beim DMI. Beim DIERec (Direct and Indirect Effects of Recovery) wird die Rohstoffnutzung auf der globalen Ebene betrachtet. Die Systemgrenze stimmt mit der des RMIs überein.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Direkter Materialeinsatz (DMI)&lt;br /&gt;
: Materialflussindikator: Masse der Rohstoffe, die in einem Land bzw. einer Volks-wirtschaft weiterverarbeitet oder konsumiert werden. Berechnung: Summe der Massen der inländisch verwerteten Entnahme sowie der importierten Rohstoffe, Halb- und Fertigwaren (Vgl. „Direkte Rohstoffflüsse“).&lt;br /&gt;
:DMI = Direct Material Input (Inländisch verwertete Entnahme an Rohstoffen plus Importe mit Eigengewicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Dissipative Verluste&lt;br /&gt;
: Stoffverluste aufgrund feiner Verteilung; Beispiele: Korrosion von metallischen Bauteilen, Verwitterung von mineralischen Bauteilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Downcycling&lt;br /&gt;
: Recyclingverfahren mit Qualitätsabnahme von Ausgangsmaterial zu Sekundärmaterial &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kosmol&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Energieeffizienz&lt;br /&gt;
: Verhältnis Nutzen oder Ergebnis durch notwendigen Energieaufwand &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kosmol&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Energierohstoffe&lt;br /&gt;
: Rohstoff, in dem Energie, chemisch oder physikalisch gespeichert ist und der damit energetisch genutzt werden kann. Fossile Energieträger, biotische Rohstoffe, Kernbrennstoffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Entkopplung&lt;br /&gt;
: Aufhebung oder Verringerung einer quantitativen Abhängigkeit zwischen kausal verknüpften Entwicklungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gemeinlastprinzip&lt;br /&gt;
: Wenn das Verursacherprinzip nicht oder nicht vollständig durchgesetzt werden kann, sorgt die öffentliche Hand für Ausgleich der Umweltschäden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gesamter Materialeinsatz (TMR)&lt;br /&gt;
: Materialflussindikator: Masse der genutzten und ungenutzten Materialien, die entlang der Wertschöpfungsketten der in einem Land verarbeiteten bzw. konsumierten Waren und Dienstleistungen entnommen werden. Berechnung: Inländische genutzte und ungenutzte Entnahme plus Importe in RME (vgl. „Rohstoff-äquivalente (RME)“), einschließlich der durch die gehandelten Waren verursachten ungenutzten Materialflüsse. &lt;br /&gt;
:TMR = Total Material Requirement (Gesamtheit aller Rohstoffentnahmen – verwertet und nicht verwertet)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gesamter Materialkonsum (TMC)&lt;br /&gt;
: Materialflussindikator: Masse der genutzten und ungenutzten Materialien, die entlang der Wertschöpfungsketten der in einem Land konsumierten Waren und Dienstleistungen entnommen werden. Berechnung: Inländische genutzte und ungenutzte Entnahme plus Importe minus Exporte in RME (vgl. „Rohstoffäquivalente (RME)“), einschließlich der durch die gehandelten Waren verursachten ungenutzten Materialflüsse.&lt;br /&gt;
:TMC = Total Material Consumption (TMR abzügl. Aufwendungen für Exporte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gesamtrohstoffproduktivität&lt;br /&gt;
: Produktionsbezogener Indikator für die Rohstoffeffizienz der deutschen Volkswirtschaft. Teil der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie sowie von ProgRess II. :Berechnung: preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt zuzüglich der preisbereinigten Ausgaben für Importe (BIP+IMP) geteilt durch den Primärrohstoffeinsatz (RMI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gewerbeabfälle&lt;br /&gt;
: Gewerbliche Siedlungsabfälle (auch kurz &amp;quot;Gewerbeabfälle&amp;quot; genannt) sind Siedlungsabfälle aus anderen Herkunftsbereichen als privaten Haushaltungen, die in Kapitel 20 der Anlage der Abfallverzeichnis-Verordnung vom 10. Dezember 2001 aufgeführt sind, insbesondere&lt;br /&gt;
:*	gewerbliche und industrielle Abfälle sowie&lt;br /&gt;
:*	Abfälle aus privaten und öffentlichen Einrichtungen,&lt;br /&gt;
:die Abfälle aus privaten Haushaltungen auf Grund ihrer Beschaffenheit oder Zusammensetzung ähnlich sind und wie diese entsorgt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Haushaltsabfälle&lt;br /&gt;
: Haushaltsabfälle sind bestimmte Siedlungsabfälle, die als überwiegend haushaltstypisch definiert werden, wie z. B. Hausmüll, Sperrmüll, Verpackungen, Garten- und Parkabfälle. Dabei kommt es darauf an, dass Abfälle in der Regel überwiegend bei privaten Haushalten anfallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Industrial Ecology&lt;br /&gt;
: Wirtschaften nach dem Vorbild von Ökosystemen, kreislauforientiert, ressourceneffizient, nachhaltig und zukunftsfähig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Inländischer Materialkonsum (DMC)&lt;br /&gt;
: Materialflussindikator: Masse der Rohstoffe, die in einem Land bzw. einer Volkswirtschaft konsumiert werden. Berechnung: Summe aus inländisch verwerteter Entnahme zuzüglich der Masse direkt importierter Rohstoffe, Halb- und Fertigwaren abzüglich der Masse direkt exportierter Rohstoffe, Halb- und Fertigwaren (Vgl. „Direkte Rohstoffflüsse“).&lt;br /&gt;
:DMC = Direct Material Consumption (DMI abzgl. Aufwendungen für Exporte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Kooperationsprinzip&lt;br /&gt;
: Staatliche und gesellschaftliche Kräfte sollen bei der Durchsetzung der Umweltschutz-Ziele mitwirken. Die Akzeptanz und Umsetzung des Umweltrechts sollen damit gesteigert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--;Laserinduzierte Plasmaspektroskopie (LIPS; englisch: Laser-induced breakdown spectroscopy (LIBS))&lt;br /&gt;
: Die LIPS--&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Müll&lt;br /&gt;
: von „mullen“ (Althochdeutsch), „müllen“ (Mittelhochdeutsch) – zerstoßen/zermahlen, siehe auch Müllerhandwerk; Der Begriff Müll bezeichnete Zusammengefegtes/Zusammengekehrtes, das beim Mahlen von Korn, Stein und anderem anfiel. Heute Synonym für den Begriff Abfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Nachwachsende Rohstoffe&lt;br /&gt;
: Erneuerbare Ressourcen aus der Land- und Forstwirtschaft, die nicht dem Nahrungsbereich zugeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Natürliche Ressourcen&lt;br /&gt;
: stofflichen Substanzen und Energien einschließlich aller chemisch-physikalischen und biologischen Prozesse, die das Leistungsvermögen der Landschaft repräsentieren; Wasser, Luft, Rohstoffe, Boden/Fläche und biologische Vielfalt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ökologie&lt;br /&gt;
: Teil der Biologie. Wissenschaft von den Beziehungen der Lebewesen zueinander und zu ihrem abiotischen Umfeld; Wechselbeziehungen des Stoff- und Energieaustausches in natürlichen Systemen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ökologischer Rucksack&lt;br /&gt;
: Summe aller natürlichen Rohmaterialien von der Wiege bis zum verfügbaren Werkstoff oder zum dienstleistungsfähigen Produkt in Tonnen Natur pro Tonne Produkt, abzüglich dem Eigengewicht des Werkstoffes oder Produktes selbst, gemessen in Tonnen, Kilogramm oder Gramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ökologischer Umweltschutz&lt;br /&gt;
: Schutz und Entwicklung (Leitbilder/Ziele) einer bestimmten Qualität biotischer und abiotischer Ressourcen  Naturschutz: Schutz und Entwicklung biotischer, abiotischer und ästhetischer Ressourcen sowie den Schutz von Naturgütern aus altruistischen und moralischen Gründen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ökologismus&lt;br /&gt;
: auf Ziele des Naturschutzes ausgerichtete Geisteshaltung (wertkonservativ, Technisch-kritisch bis feindlich) – mit Ökologie hat diese nur insofern zu tun, als dass einige ökologische Theoreme (z.B. Vernetzungsmodelle in Ökosystemen) sich auf Gesellschaften übertragen lassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Planetare Grenzen&lt;br /&gt;
: Konzept, dass von etwa 30 internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern um Johan Rockström für neun zentrale natürliche Prozesse und Systeme entwickelt wurde und deren „planetare Belastbarkeitsgrenzen“ angibt. Diese Grenzen beruhen zum einen auf naturwissenschaftlichen Erkenntnissen und zum anderen auf dem Vorsorgeprinzip.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Primärrohstoffeinsatz (RMI)&lt;br /&gt;
: Materialflussindikator: Masse der Rohstoffe, die entlang der Wertschöpfungsketten jener Waren und Dienstleistungen eingesetzt werden, die in einem Land bzw. einer Volkswirtschaft verarbeitet bzw. konsumiert werden. Berechnung: Summe aus inländisch verwerteter Entnahme zuzüglich der Importe in RME (vgl. ;„Rohstoffäquivalente (RME)“).&lt;br /&gt;
:RMI = Raw material Input = Summe inländischer Rohstoffentnahme und Importe mit Eigengewicht und Aufwendungen für Vorketten (= verwertete Entnahme im Ausland für Bereitstellung der Importe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Produktionsabfälle&lt;br /&gt;
: Abfälle aus Produktionsschritten von Unternehmen (bspw. Stanzabfälle, Späne, Gussteile u. ä.), die nicht unter den Begriff des Nebenprodukts nach §4 KrWG fallen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Produktverantwortung&lt;br /&gt;
: Zur Erfüllung der Produktverantwortung sind Erzeugnisse möglichst so zu gestalten, dass bei deren Herstellung und Gebrauch das Entstehen von Abfällen vermindert wird und die umweltverträgliche Verwertung und Beseitigung der nach deren Gebrauch entstandenen Abfälle sichergestellt ist. Die Produktverantwortung strebt die Umsetzung des Verursacherprinzips an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Quoten&lt;br /&gt;
: Anteil einer Bestandsgröße. Wird in Prozent angegeben und bezieht sich auf eine Größe zu einem bestimmten Zeitpunkt. In der Abfallwirtschaft beziehen sich die Verwertungsquoten auf die zur Verwertung bereitgestellten Mengen (erfasste Mengen) oder auf die lizenzierten Mengen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Rebound-Effekt&lt;br /&gt;
: Beschreibt den Effekt, dass aufgrund von Effizienzsteigerungen erreichte Kosteneinsparungen nicht zu einem in gleichem Maße geringeren Ressourceneinsatz führen, da es durch diese Einsparungen zu vermehrter Nachfrage und Nutzung kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Recyclingrohstoffe&lt;br /&gt;
: Rohstoffe, die durch stoffliche Verwertungsverfahren (i.e. Recycling) aus Abfällen oder Produktionsrückständen gewonnen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ressourceneffizienz (RE)&lt;br /&gt;
: Verhältnis von natürlichen oder technisch-wirtschaftlichen Rohstoffen und den aus ihrer Nutzung gewonnenen Vorteilen, sei es in der Produktion oder im Konsum. Hierbei geht es darum, den Nutzen der Produkte oder Dienstleistungen zu maximieren und gleichzeitig den Verbrauch und den Abfall zu minimieren. Nach der europäischen Kommission (Kreislaufwirtschaftspaket 2015) wird RE wie folgt definiert: „allowing the economy to create more with less, delivering greater value with less input, using resources in a sustainable way and minimising their impacts on the environment” (COM (2015))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Reserven (Rohstoffwirtschaft)&lt;br /&gt;
: bekannte und technisch/wirtschaftlich gewinnbare Rohstoffvorkommen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ressourcen (Rohstoffwirtschaft)&lt;br /&gt;
: Geologisch erwartete bzw. derzeit nicht wirtschaftlich gewinnbare Rohstoffvorkommen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ressourcenproduktivität&lt;br /&gt;
: definiert als das Verhältnis des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zum inländischen Materialverbrauch (DMI), wird als Indikator der Ressourceneffizienz verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Rohstoffäquivalente (RME)&lt;br /&gt;
: Maß für direkte und indirekte Stoffströme ohne versteckte Stoffströme. Bei der Berechnung wird die Masse aller über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg eingesetzten Rohstoffe einbezogen. Berücksichtigt werden dabei nur die verwerteten Rohstoffe, nicht aber die nicht verwerteten Entnahmen. (UBA 2012)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Rohstoffkategorien&lt;br /&gt;
: Energierohstoffe, metallische Rohstoffe, mineralische Rohstoffe, nachwachsende Rohstoffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Rohstoffliches und werkstoffliches Recycling&lt;br /&gt;
: Recycling (teilweise auch stoffliche Verwertung genannt) beschreibt allgemein die Aufbereitung und Wiederverwendung bereits benutzter Rohstoffe. Es wird weiter zwischen dem werkstofflichen Recycling und dem rohstofflichen Recycling (manchmal auch chemisches Recycling genannt) unterschieden. Am Beispiel von Kunststoffen bedeutet ein werkstoffliches Recycling, dass die Polymerstruktur nicht wesentlich verändert wird und der Kunststoff als Material erhalten bleibt. Es können Rezyklate hergestellt werden, die oftmals allerdings eine geringere Qualität als Primärkunststoffe aufweisen. Beim rohstofflichen Recycling werden die Kunststoffpolymere in ihre Monomere bzw. chemischen Grundbausteine umgewandelt. Die Qualität des recycelten Produkts entspricht in etwa der Qualität der Primärrohstoffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;R-Strategien&lt;br /&gt;
: bilden die Kernprinzipien zur Umsetzung der Kreislaufwirtschaft. Das Modell umfasst derzeit 10 R-Strategien. Ihre Wirkungen werden in die drei Kategorien Schmälern, Verlangsamen und Schließen unterteilt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Siedlungsabfall&lt;br /&gt;
: Als Siedlungsabfall werden Abfälle aus privaten Haushalten und vergleichbaren Einrichtungen, zum Beispiel Abfälle aus Arzt- und Rechtsanwaltspraxen, Verwaltungsgebäuden, Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sowie hausmüllähnliche Abfälle aus Gewerbe und Industrie, bezeichnet. Ferner gehören zu den Siedlungsabfällen auch Sperrmüll, Marktabfälle, Straßenkehricht, Bioabfälle sowie getrennt erfasste Wertstoffe wie Glas und Papier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Umwelt&lt;br /&gt;
: Summe an Gegenständen und Kräften außerhalb eines Organismus, mit denen dieser in Wechselbeziehung steht oder auf die er einwirkt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Umweltschutz&lt;br /&gt;
: Ökologischer und technischer Umweltschutz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ungenutzte Entnahme&lt;br /&gt;
: Menge an Material, das bewegt werden muss, um Zugang zu den schlussendlich genutzten Rohstoffen zu erhalten. Beispiele sind Abraum im Bergbau oder Beifang in der Fischerei. Die ungenutzte Entnahme findet keinen Eingang in das ökonomische System und hat somit auch keinen Preis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Urban Mining&lt;br /&gt;
: richtet sich an den Wertstoffgehalt von Altgegenständen, die bisher noch keinem Entsorgungsweg zugeführt worden sind, weil sie in Haushalten gebrauchsunfähig oder ungenutzt verwahrt werden (individuelle Depots in Kellern, Schubladen, Kabelschächten, u.a.). Eine andere urbane Mining-Quelle können auch verlassene Gebäude oder veraltete Infrastrukturen sein. Mit dem Urban Mining wird das Konzept verfolgt, den potentiellen Abfall mit den enthaltenen Wertstoffen zugänglich zu machen und als Rohstoffquelle in den Kreislauf zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Verursacherprinzip&lt;br /&gt;
: Übertragung der Verantwortlichkeit sowie der resultierenden Kosten zur Vermeidung, Beseitigung und zum Ausgleich von Umweltbelastungen auf die Verursacher von Umweltwirkungen. Der entscheidende ökonomische Grund für die Verfolgung des Verursacherprinzips ist die Erhöhung der volkswirtschaftlichen Effizienz, d. h. der gesamtwirtschaftlich sparsame Einsatz der Ressourcen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Vorsorgeprinzip&lt;br /&gt;
: Vermeidung von Risiken und Verhinderung von Umweltschäden durch vorausschauendes Handeln und präventive Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wertschöpfungskette&lt;br /&gt;
: Gesamte Kette von Produktionen und Dienstleistungen für ein Produkt oder ein Unternehmen. Beginnt beim Anbau eines Rohstoffes (z. B. Landwirtschaft) oder Abbau eines Rohstoffes (Bergbau) und reicht über die Weiterverarbeitung und Produktionsstufen bei Zulieferern oder dem Unternehmen selbst sowie über den Handel und Zwischenhandel bis hin zur Nutzungsphase bei Geschäftskunden oder privaten Verbraucher/innen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stoffströme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Glas===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Amorph&lt;br /&gt;
: Von griech.: amorphos (= umgestaltet) abgeleitetes Adjektiv zur Zustandsbeschreibung von Festkörpern, deren molekulare Bausteine nicht in Kristallgittern, sondern regellos angeordnet sind. Anders als in einem Kristall, bei dem zwischen den Atomen eine Nahordnung (d. h. konstante Abstände zu nächsten Nachbaratomen) und eine Fernordnung (regelmäßiges Wiederholen eines Basisgitters) existieren, liegt im amorphen Zustand nur eine Nahordnung vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Dolomit&lt;br /&gt;
: Dolomit ist weiß, aber meist durch Eisen- oder Mangan-Gehalte oder durch Verunreinigungen rötlich, braun, grünlich, grau oder schwarz gefärbt. Der glas- bis perlmuttartige Glanz wird bei derbem Dolomit leicht simmernd bis matt. Dolomit-Gesteine werden als Straßenschotten, Werksteine und besonders als roh behauene Bausteine verwendet. Reiner Dolomit wird in zunehmendem Maße anstelle von Kalk als Flussmittel für die Eisen-Verhüttung verwendet, da die dabei anfallende Dolomit-Schlacke nicht gelöscht werden muss und daher für Leichtbaustoffe direkt genutzt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Kalk&lt;br /&gt;
: Zu den Sedimentgesteinen und hier zu den Carbonat-Gesteinen gehörende, natürliche Gesteine, die vorwiegend aus Calciumcarbonat (CaCO3) bestehen; sie sind zum überwiegenden Teil organogenen Ursprungs. Kalk gehört zu den wichtigsten, vielseitigsten und mengenmäßig am häufigsten verwendeten Materialien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;KSP&lt;br /&gt;
: Die Abkürzung KSP steht in der Glas- und Glasrecyclingindustrie für die Störstoffe Keramik, Stein, Porzellan, die alle einen höheren Schmelzpunkt als Glas besitzen und als Feststoff in der Schmelze des Glaswerkstoffs verbleiben, wodurch Eischlüsse von KSP in den neuen Glasflaschen entstehen, die daraufhin nicht genutzt werden können. Grenzwert von 20 g/t darf laut Standardblatt T120 (Stand 1.7.2013, bis zum 6.10.2019 nicht aktualisiert) nicht überschritten werden, ideal: 0 g/t um Einschlüsse zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Natriumcarbonat (Na2CO3) – historischer Name Soda	&lt;br /&gt;
: Kristallwasserfreies Natriumcarbonat bildet weißes, auf der Haut und Schleimhäuten reizend wirkendes Pulver. Natriumcarbonat findet sich in großen Mengen in den Natronseen von Ägypten, Nord- und Südamerika, lässt sich aber nach dem Leblanc-Verfahren auch künstlich herstellen. Natriumcarbonat ist nach Natriumchlorid die technisch wichtigste Na-Verbindung. Etwa 50 % wird bei der Glasfabrikation eingesetzt, 23 % dienen zur Herstellung von Chemikalien, davon ca. 1/3 Na-phosphate, etwa 5 % gehen in die Papier- und Zellstoff-Industrie und weitere 5 % in die Herstellung von Seife und Waschmitteln. Kleinere Mengen Soda werden in fast allen industriellen Zweigen verbraucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Quarzsand&lt;br /&gt;
: [[Quarz]] (SiO2) – Mit einem Anteil von 12 % das zweithäufigste Mineral der Erdkruste. Wird in der deutschen Literatur zu den Oxiden, in der englischen Literatur zu den Silicaten gerechnet. [[Quarz]] ist meist farblos oder weiß, durchsichtig, trübe oder undurchsichtig, zeigt auf Kristallflächen Glasglanz und auf muscheligen Bruchflächen mehr oder weniger deutlichen Fettglanz; in Dünnschliffen ist er klar durchsichtig. Bläuliche, rötliche, gelbliche, bräunliche, grünliche oder violette Quarz-Färbungen sind teils auf Verunreinigungen, teils auf Einwirkung radioaktiver Strahlung zurückzuführen und beruhen auf Kristallbaufehlern.&lt;br /&gt;
:Sand: Korngrößen-Bezeichnung für mineralische, klastische Sedimente, die lockere Anhäufung von abgerundeten oder eckigen, überwiegend 0,06 mm bis 2 mm große Körnchen darstellen, die bei der mechanischen und chemischen Verwitterung der Gesteine vom ursprünglichen Kornverband losgelöst und an ihren Ablagerungsort transportiert worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Papier===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Chlorfrei&lt;br /&gt;
: Die Bezeichnung „chlorfrei“ bezieht sich auf den chlorfreien Bleichprozess und führt zu einer geringeren Gewässerbelastung. Allerdings schließt diese Bezeichnung nicht den Einsatz von Chlorverbindungen bei der Bleiche aus. So wird elementar-chlor-freies Papier (ECF) dennoch mit extrem schädlichem Chlordioxid und/oder Chlorperoxid gebleicht und als chlorfrei vermarktet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;De-Inking&lt;br /&gt;
: ist ein chemisch-physikalisches Verfahren zum Entfernen der im Altpapier enthaltenen Druckerfarben. Das De-Inken unterteilt sich in die Verfahrensschritte: Auflösen des Papiers, Entfernen von Fremd-stoffen und Abtrennen der Druckfarben. Gängige Verfahren sind das Auswaschverfahren und das Flotationsverfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grafische Papiere&lt;br /&gt;
: sind Druck- und Schreibpapiere, einschließlich der Feinpapiere. Je nach Ausgangsmaterial werden holzfreie und holzhaltige Papiere unterschieden. Zur zweiten Gruppe zählen beispielsweise die mengen-mäßig bedeutenden Zeitungsdruckpapiere und Tiefdruckpapiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Holzfreies Papier&lt;br /&gt;
: bedeutet nicht, dass das Papier ohne den Einsatz von Holz hergestellt wurde. Dieses Papier besteht aus Zellstoff-Fasern. Es enthält bis auf einen zulässigen Massenanteil von 5 % keine verholzten Fasern. Eine passendere Bezeichnung wäre daher holzstofffrei. Holzfrei ist eine Qualitätsbezeichnung für Papier, das nicht so stark vergilbt und enthält keinen ökologischen Aussagewert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Holzhaltiges Papier&lt;br /&gt;
: Dieses Papier enthält mehr als fünf Prozent Masseanteil verholzter Fasern. Neben gebleichtem oder ungebleichtem Zellstoff enthält es überwiegend Holzstoff (Primärfasern) und Altpapierstoff (Sekundärfasern). Die Mengenanteile Zellstoff/Holzstoff/Altpapierstoff werden je nach Verwendungszweck variiert. Stark holzhaltige Papiere, wie zum Beispiel Zeitungsdruckpapiere, vergilben rascher als holz(stoff)freie Papiere unter dem Einfluss von Licht und Sauerstoff, so dass sie überwiegend für kurzlebige Produkte Verwendung finden. Bei Druckpapieren wirkt sich der Holzstoff günstig auf die Opazität aus (ein Durchscheinen des Rückseitendrucks z.B. bei Büchern wird reduziert.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Holzstoff&lt;br /&gt;
: ist ein Halbstoff. Die Bezeichnung „Holzstoff“ dient auch als Oberbegriff für Faserhalbstoffe. Holzstoff wird teilweise oder ausschließlich mittels mechanischer Mittel erzeugt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hygienepapiere&lt;br /&gt;
: Die Gruppe der Hygienepapiere umfasst Zellstoffwatte, Tissue- und Krepp-Papier, hergestellt aus Altpapier und/oder Zellstoff – auch mit Holzstoffbeimischungen. Die hohe Bedeutung, die Tissue-Papiere inzwischen erreicht haben, hat dazu geführt, dass sich diese Bezeichnung im internationalen Sprachgebrauch als Sammelbezeichnung für Hygienepapiere eingebürgert hat. Sie werden zur Herstellung von Toilettenpapier und zahlreicher anderer Hygieneprodukte, wie Taschentücher, Küchentücher, Handtücher und Kosmetiktücher, verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Kraftpapiersäcke&lt;br /&gt;
: sind flexible Papierverpackungen mit einem Füllgutinhalt von mindestens 15 kg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;PPK&lt;br /&gt;
: Abkürzung für Papier, Pappe Kartonagen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Primärfasern&lt;br /&gt;
: sind Rohstoffe für die Papierindustrie. Aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz werden Zellstoffe und Holzstoffe gewonnen, deren Fasern als Primär- bzw. Frischfasern bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Pulper&lt;br /&gt;
: Nachdem das Altpapier in einem Vormischer durchmischt worden ist, wird es im Pulper unter Zugabe von Prozesswasser aus der Altpapieranlage und verschiedenen Hilfsmitteln aufgelöst. Als Hilfsmittel werden Natronlauge, Wasserglas, Wasserstoffperoxid und Seife zugegeben. Diese Chemikalien lösen die Druckfarbe ab, verseifen und sammeln sie, so dass sie weitgehend von den Fasern getrennt werden (teils wird die Entfernung der Druckfarbe in einem separaten Prozess (siehe De-Inking) durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Sekundärfasern&lt;br /&gt;
: sind aus Altpapier gewonnene (Holz-)Fasern zur Herstellung von Papier, Karton und Pappe.&lt;br /&gt;
:Spezialpapiere, Sonderpapiere, technische Papiere werden für spezielle Verwendungszwecke produziert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zellstoff&lt;br /&gt;
: ein aus pflanzlichen Rohstoffen chemisch hergestellter Halbstoff, bei dem die nichtfaserigen Bestandteile zum größten Teil herausgelöst sind. Je nach dem angewandten Verfahren erhält man Sulfitzellstoff oder Sulfatzellstoff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kunststoffe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Agglomerat&lt;br /&gt;
: Im Gegensatz zu umgeschmolzenen Regranulat ist Agglomerat ein angeschmolzenes (plastifiziertes) Produkt. Agglomerat kann aus unterschiedlichen Kunststoffen sowohl in trockenen als auch nassen Aufbereitungsverfahren erzeugt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Duroplast&lt;br /&gt;
: Nicht formbarer, d. h. nicht zersetzbarer oder schmelzbarer, polymerer Werkstoff&amp;lt;ref name = &amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Elastomer&lt;br /&gt;
: Gummielastischer polymerer Werkstoff &amp;lt;ref name = &amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Extrusion&lt;br /&gt;
: ein generelles Verarbeitungsverfahren für Kunststoffe: Extruder verflüssigen Kunststoffe unter Reibung, Hitzeeinwirkung und Druck, um sie in nachgeschalteten Werkzeugen entweder zu Granulaten, Profilen, Rohren oder Platten umformen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;(Re)Granulat&lt;br /&gt;
: Kunststoffe aus dem Recycling, die im Extruder zu einem körnigen Produkt umgeschmolzen werden. Regranulate werden mit Produktspezifikationen in Anlehnung an Neuware gehandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Intrusion&lt;br /&gt;
: ist ein Verfahren des werkstofflichen Recyclings. Vermischte, fein gemahlene Kunststoffpartikel werden zu einer plastischen Masse aufgeschmolzen, die direkt in eine Form gepresst wird. In dieser Form bleibt die Masse, bis sie erkaltet ist. Typische Produkte sind Rasengittersteine, Palisaden oder Fensterprofile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Kunststoff&lt;br /&gt;
: Bezeichnet häufig die polymeren Werkstoffe sowie synthetischen oder halbsynthetischen Materialien. &amp;lt;ref name = &amp;quot;WsK&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mikroplastik&lt;br /&gt;
: Als Mikroplastik werden feste und unlösliche synthetische Polymere (Kunststoffe) bezeichnet, die kleiner als fünf Millimeter sind. Mikroplastik zieht Umweltgifte an, wird von Meeresorganismen gefressen und ist nicht wieder aus der Umwelt zu entfernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Monomere&lt;br /&gt;
: Monomere sind kleine, sehr reaktionsfähige Moleküle, die zwei oder mehrere funktionelle Gruppen tragen. Diese verbinden sich durch Polykondensation, Polyaddition oder Polymerisation zu Polymeren oder Dimeren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Polymere&lt;br /&gt;
: sind hochmolekulare chemische Verbindungen (Makromoleküle) aus wiederholten Einheiten, die »Monomere« genannt werden. Sie können lineare, verzweigte oder vernetzte Strukturen haben. (siehe auch „Kunststoffe“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Post-Consumer&lt;br /&gt;
: Kunststoffabfälle aus haushaltnahen Sammelsystemen (in Deutschland gelbe Tonne/ gelber Sack), die nach einer Nutzungsphase beim Verbraucher anfallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Post-Industrial&lt;br /&gt;
: Kunststoffabfälle, die während der Produktion von Kunststoffprodukten anfallen (beispielsweise Verschnitte oder Stanzreste). Sie besitzen im Allgemeinen eine wesentlich höhere Reinheit als Post-Consumer Abfälle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Rezyklat&lt;br /&gt;
: Ist eine übergreifende Bezeichnung für Stoffe aus dem Recycling. Mahlgut, Agglomerat und Regranulat sind Rezyklate aus dem Kunststoffrecycling.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Thermoplast&lt;br /&gt;
: Wärmeformbarer polymerer Werkstoff &amp;lt;ref name = &amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
;Thermoplastische Elastomere&lt;br /&gt;
: Gummielastische polymere Werkstoffe, die thermoplastische Bereiche besitzen, in denen sie wärmeformbar sind &amp;lt;ref name = &amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===LVP===&lt;br /&gt;
;Duales System&lt;br /&gt;
: Systeme zur Lizensierung, d. h. Sicherstellung, der Sammlung und Sortierung von Verpackungen. Durch die Lizensierung einer Verpackung, d. h. der Beteiligung an einem dualen System, gibt der Erzeuger einer Verpackung seine Verpflichtung zur Rücknahme der durch seine Verpackungen entstehenden Abfälle an das Duale System ab.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kranert&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundestag&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grüner Punkt&lt;br /&gt;
: Der Grüne Punkt auf Verkaufsverpackungen signalisiert, dass sich die Hersteller, Abfüller und Vertreiber der gekennzeichneten Verpackungen an einem dualen System beteiligen. Bis 2008 war die Nutzung dieser weltweit geschützten Marke ausschließlich Kunden der Grüner Punkt – Duales System Deutschland GmbH vorbehalten. Mit Novellierung der Verpackungsverordnung ab 2009 kann das Markennutzungsrecht unabhängig vom Systemanbieter erworben werden. Der Grüne Punkt wird in weiteren europäischen Ländern als Kennzeichen für Rücknahmesysteme genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Inverkehrbringen&lt;br /&gt;
: Inverkehrbringen ist die erstmalige Bereitstellung eines Produkts auf dem Markt; die Einfuhr in den Europäischen Wirtschaftsraum steht dem Inverkehrbringen eines neuen Produkts gleich; § 2 Abs. 15 Produktionssicherheitsgesetz (ProdSG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;LVP&lt;br /&gt;
: Leichtverpackungen – Verkaufsverpackungen aus Kunststoff, Verbunden, Aluminium, Weißblech und weiteren Stoffgruppen. In der Regel werden die Leichtverpackungen in gelben Säcken oder gelben Tonnen gesammelt. Ausnahmen bestehen in Regionen, wo besondere Sammelvorrichtungen (z. B. Wertstoffhöfe) eingerichtet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stoffgleiche Nichtverpackungen&lt;br /&gt;
: In der haushaltsnahen Entsorgung werden in den gelben Säcken, Tonnen und Containern die sogenannten Leichtverpackungen gesammelt – also Verkaufsverpackungen aus Kunststoff, Aluminium, Weißblech und Verbundmaterialien. Sogenannte &amp;quot;stoffgleiche Nichtverpackungen&amp;quot; (sNVP), also Wertstoffe aus dem gleichen Material, die keine Verpackungen sind - wie beispielsweise eine Küchenschüssel aus Kunststoff oder ein Kochtopf aus Aluminium - werden derzeit über den Restmüll entsorgt. Werden sNVP über die gelben Säcke, Tonnen oder Container entsorgt, so werden sie auch als „intelligente Fehlwürfe“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Metalle===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Allgemein====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Eisenmetalle (Fe-Metalle)&lt;br /&gt;
: Eisenmetalle sind Metalle bzw. Legierungen, bei denen Eisen (Fe) das Hauptelement darstellt. Diese Gruppe umfasst vor allem Stahl und Gusseisen. Liegt der Kohlenstoffgehalt zwischen 0,002 % und 2,06 %, so handelt es sich um Stahl. Eisenlegierungen mit einem höheren Gehalt von Kohlenstoff und Silizium sind Gusseisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Nichteisenmetalle (NE-Metalle)&lt;br /&gt;
:Nichteisenmetalle sind alle Metalle und Legierungen, die kein Eisen als Hauptbestandteil enthalten. Diese Gruppe ist sehr breit und umfasst Metalle mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften. Im Recycling sind Nichteisenmetalle besonders wichtig, da sie oft höhere wirtschaftliche Werte als Eisenmetalle haben und häufig in komplexen Produkten (z. B. Elektronik) vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Basismetalle&lt;br /&gt;
: Zu den Basismetallen werden Metalle gezählt, die in relativ hoher Tonnage produziert und häufig als Hauptbestandteil in Legierungen eingesetzt werden. Dazu gehören unter anderem Eisen, Aluminium, Kupfer, Zink, Blei und Nickel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Sondermetalle&lt;br /&gt;
: Sondermetalle sind Metalle mit speziellen Eigenschaften oder strategischer Bedeutung, die in kleineren Mengen verwendet werden, wie z.B. Indium, Gallium oder Tantal. Diese Kategorie ist nicht strikt definiert und wird oft kontextabhängig verwendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Edelmetalle&lt;br /&gt;
: Edelmetalle sind Metalle, die chemisch sehr stabil sind und kaum oxidieren oder korrodieren. Sie zeichnen sich durch eine hohe Korrosionsbeständigkeit, hohe elektrische Leitfähigkeit und oft einen hohen wirtschaftlichen Wert. Typische Vertreter sind Gold, Silber, Platin und Palladium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Metalle der Seltenen Erden (Seltene Erde)&lt;br /&gt;
: Die Seltenen Erden sind eine Gruppe von 17 chemischen Elementen, bestehend aus den Lanthanoiden sowie Scandium und Yttrium. Trotz ihres Namens sind sie geologisch nicht unbedingt selten, aber sie kommen selten in hohen Konzentrationen vor und ihre Trennung ist chemisch sehr anspruchsvoll. Sie sind entscheidend für moderne Technologien, insbesondere für Permanentmagnete und Elektronik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Leichtmetalle&lt;br /&gt;
: Leichtmetalle sind Metalle mit einer geringen Dichte (typisch &amp;lt; 5 g/cm³), wie z.B. Aluminium, Magnesium und Titan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Schwermetalle&lt;br /&gt;
: Der Begriff wird in zwei Kontexten verwendet: physikalisch (Metalle mit einer hohen Dichte, typischerweise &amp;gt;5 g/cm³) oder umweltbezogen (oft toxische Metalle). Nicht alle Schwermetalle sind toxisch, und nicht alle toxischen Metalle sind Schwermetalle – der Begriff wird oft unscharf verwendet. Typische Vertreter sind Blei, Kupfer, Zink, Quecksilber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Produkte und Werkstoffe====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Legierung&lt;br /&gt;
: Eine Legierung ist ein metallischer Werkstoff, der aus mindestens zwei chemischen Elementen besteht, wobei mindestens eines ein Metall ist. Stahl (Eisen + Kohlenstoff) und Messing (Kupfer + Zink) sind z.B. Legierungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Knetlegierung&lt;br /&gt;
: Eine Knetlegierung ist eine Legierung, die durch plastische Umformverfahren (z. B. Walzen, Schmieden) verarbeitet wird. Diese Legierungen sind so ausgelegt, dass sie gut verformbar (duktil) sind und unter mechanischer Belastung nicht brechen. Knetlegierungen haben oft eng definierte Zusammensetzungen, was hohe Anforderungen an die Schrottsortierung stellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gusslegierung&lt;br /&gt;
: Eine Gusslegierung ist eine Legierung, die speziell für die Verarbeitung durch Gießen entwickelt wurde. Diese Legierungen besitzen eine gute Fließfähigkeit im flüssigen Zustand und eine geringe Neigung zu Rissbildung beim Erstarren. Sie enthalten häufig höhere Anteile an Legierungselementen als Knetlegierungen. Guss- und Knetlegierungen sind oft nicht kompatibel, was im Recycling zu Herausforderungen führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grundmetalle&lt;br /&gt;
: Das Grundmetall ist das Hauptelement einer Legierung, das den größten Anteil ausmacht. Es bestimmt die grundlegenden Eigenschaften des Werkstoffs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Legierungselement&lt;br /&gt;
: Ein Legierungselement ist ein gezielt zugesetztes Element, das die Eigenschaften einer Legierung beeinflusst. Je nach Element können unterschiedliche Effekte erzielt werden, wie z.B. Chrom für höhere Korrosionsbeständigkeit in Edelstahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Masterlegierung&lt;br /&gt;
: Eine Masterlegierung ist eine hochkonzentrierte Vorlegierung, die zur gezielten Einstellung der Zusammensetzung eingesetzt wird. Statt reine Elemente zuzusetzen (was oft schwierig ist), verwendet man Masterlegierungen, weil sie besser löslich und sicherer zu handhaben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Korngröße/Kornstruktur&lt;br /&gt;
: Die Korngröße beschreibt die Größe der einzelnen Kristallkörner in einem metallischen Werkstoff; die Kornstruktur deren Anordnung. Beim Umschmelzen wird die Kornstruktur neu gebildet, weshalb sie im Recycling gezielt eingestellt werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Verunreinigung&lt;br /&gt;
: Eine Verunreinigung ist ein unerwünschtes Element oder Material in einem Metall oder einer Legierung. Im Gegensatz zu Legierungselementen sind Verunreinigungen nicht gezielt eingebracht und oft problematisch. Verunreinigungen sind eine der größten Herausforderungen im Metallrecycling, insbesondere bei Mischschrotten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Einschluss&lt;br /&gt;
: Ein Einschluss ist ein nichtmetallischer Bestandteil, der im Metall eingebettet ist. Er entsteht z.B. durch Reaktionen im Schmelzprozess oder durch Verunreinigungen und kann die Eigenschaften der Legierung negativ beeinflussen. Einschlüsse können sich im Recycling anreichern oder verändern und müssen durch Prozesskontrolle minimiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Beschichtung&lt;br /&gt;
: Eine Beschichtung ist eine aufgebrachte Schicht auf einem Werkstoff zur Verbesserung von Eigenschaften. Beschichtungen erschweren das Recycling, da sie zu Emissionen führen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Verzinkung&lt;br /&gt;
: Verzinkung ist eine spezielle Beschichtung, bei der Zink auf Stahl aufgebracht wird, um Korrosion zu verhindern. Weißblech ist ein dünnes kaltgewalztes Stahlblech, dessen Oberfläche meist verzinkt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Metallurgische Prozesse====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Pyrometallurgie&lt;br /&gt;
: Pyrometallurgie umfasst alle metallurgischen Verfahren, bei denen Metalle durch Hochtemperaturprozesse gewonnen oder verarbeitet werden. Diese Prozesse finden typischerweise bei Temperaturen von mehreren hundert bis über 1500 °C statt. Dabei werden Materialien geschmolzen, oxidiert oder reduziert, voneinander getrennt. Pyrometallurgie ist besonders robust gegenüber komplexen und heterogenen Abfällen (z. B. WEEE), hat aber oft begrenzte Selektivität für einzelne Elemente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hydrometallurgie&lt;br /&gt;
: Hydrometallurgie umfasst Verfahren zur Metallgewinnung, bei denen wässrige Lösungen eingesetzt werden. Die Hydrometallurgie ermöglicht eine hohe Selektivität und die gezielte Trennung einzelner Metalle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Schmelzen&lt;br /&gt;
: Schmelzen ist ein Prozess, bei dem ein Material durch Erwärmung in den flüssigen Zustand überführt wird. Im metallurgischen Kontext dient Schmelzen nicht nur der Verflüssigung, sondern auch der Trennung von Phasen (Metall vs. Schlacke), der Homogenisierung von Zusammensetzungen, der Vorbereitung für weitere Prozesse. Beim Schmelzen entstehen oft mehrere Phasen, besonders die Metallphase und die Schlackenphase.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Raffination&lt;br /&gt;
: Raffination ist die gezielte Reinigung eines Metalls, um unerwünschte Begleitelemente zu entfernen. Ziel ist eine definierte Reinheit oder Zusammensetzung. Die Raffination kann auf verschiedenen Wegen erfolgen: thermisch (Feuerraffination), elektrochemisch (Elektrolyse) oder chemisch (Hydrometallurgie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Schlacke/Schlackenphase&lt;br /&gt;
: Schlacke ist eine nichtmetallische, meist oxidische Phase, die während metallurgischer Prozesse entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Metall/Metallphase&lt;br /&gt;
: Die Metallphase ist die flüssige oder feste Phase, in der sich die gewünschten Metalle konzentrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Refiner&lt;br /&gt;
: Ein Refiner ist ein industrieller Akteur, der Metalle durch Raffination auf eine definierte Reinheit bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Remelter&lt;br /&gt;
: Ein Remelter ist ein Unternehmen, das oft sortenreine Metallschrotte einschmilzt, um neue metallische Halbzeuge oder Produkte herzustellen. Remelter sind zentral für Closed-Loop-Recycling.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Elektroschrott===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;WEEE (Waste Electrical and Electronic Equipment)&lt;br /&gt;
: WEEE bezeichnet Elektro- und Elektronik-Altgeräte, die das Ende ihrer Nutzungsphase erreicht haben. Der Begriff umfasst eine sehr breite Palette von Produkten, wie z.B. Haushaltsgeräte (z. B. Waschmaschinen), IT-Geräte (z. B. Computer) oder Unterhaltungselektronik (z. B. Fernseher). WEEE ist besonders relevant, weil es oft kritische und wertvolle Metalle beinhaltet und gleichzeitig gefährliche Stoffe enthalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;ElektroG&lt;br /&gt;
: Das ElektroG ist das deutsche Gesetz zur Umsetzung der europäischen WEEE-Richtlinie. Es regelt:&lt;br /&gt;
* die Rücknahme und Entsorgung von Elektroaltgeräten&lt;br /&gt;
* die Verantwortung der Hersteller&lt;br /&gt;
* Mindestanforderungen für Sammlung und Recycling&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;WEEE-Kategorien&lt;br /&gt;
: WEEE-Kategorien sind standardisierte Gruppen von Elektroaltgeräten, die zur Organisation von Sammlung und Recycling dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Leiterplatten (PCB – Printed Circuit Board)&lt;br /&gt;
: Leiterplatten sind Trägermaterialien für elektronische Bauteile, die elektrische Verbindungen über leitfähige Strukturen herstellen.&lt;br /&gt;
Eine Leiterplatte besteht aus: &lt;br /&gt;
* einem nichtleitenden Substrat (z. B. Epoxidharz mit Glasfasern) &lt;br /&gt;
* Kupferbahnen zur elektrischen Verbindung &lt;br /&gt;
* aufgelöteten elektronischen Bauteilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Elektronische Bauteile (EC – Electronic Components)&lt;br /&gt;
: Elektronische Bauteile sind funktionale Einzelkomponenten, die auf Leiterplatten montiert sind. Sie enthalten häufig kritische Metalle wie Tantal oder Palladium, sind jedoch schwer zu separieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Integrierte Schaltkreise (IC – Integrated Circuits)&lt;br /&gt;
: Integrierte Schaltkreise sind hochkomplexe elektronische Bauteile, in denen viele Funktionen auf einem Halbleiterchip integriert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Keramik&lt;br /&gt;
: Keramik sind anorganische, nichtmetallische Werkstoffe, die durch hohe Temperaturen hergestellt werden. In der Elektronik werden Keramiken häufig in elektronischen Bauteile verwendet aufgrund ihrer guten elektrischen Isolation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;RoHS-Stoffe&lt;br /&gt;
: RoHS steht für Restriction of Hazardous Substances. RoHS-Stoffe sind gefährliche Substanzen, deren Einsatz in Elektrogeräten durch die RoHS-Richtlinie beschränkt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Flammschutzmittel (BFR – Brominated Flame Retardants)&lt;br /&gt;
: Bromierte Flammschutzmittel sind chemische Zusatzstoffe, die Kunststoffe schwer entflammbar machen. Sie können bei thermischer Behandlung toxische Verbindungen bilden (z. B. Dioxine).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Weiße Ware&lt;br /&gt;
: Weiße Ware umfasst große Haushaltsgeräte, die typischerweise für grundlegende Haushaltsfunktionen verwendet werden. Der Begriff stammt historisch von der früher häufig weißen Lackierung dieser Geräte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Braune Ware&lt;br /&gt;
: Braune Ware umfasst Geräte der Unterhaltungs- und Unterhaltungselektronik. Der Begriff geht auf die früher oft braunen Holzgehäuse (z. B. Fernseher, Radios) zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Rote Ware&lt;br /&gt;
: Rote Ware umfasst kleine elektrische Geräte für Haushalt und Körperpflege. Der Begriff ist weniger standardisiert, wird aber häufig verwendet für kleine, oft mobile Geräte mit elektrischen oder mechanischen Funktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Graue Ware&lt;br /&gt;
: Graue Ware umfasst Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Graue Ware ist eine der wichtigsten Quellen für kritische und wertvolle Metalle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lithium-Ion Batterien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zelle&lt;br /&gt;
: Eine Zelle ist die kleinste funktionale Einheit einer Batterie, in der elektrochemische Energie gespeichert und umgesetzt wird.&lt;br /&gt;
Eine Zelle besteht aus:&lt;br /&gt;
* Anode&lt;br /&gt;
* Kathode&lt;br /&gt;
* Elektrolyt&lt;br /&gt;
* Separator&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Zylindrische Zelle&lt;br /&gt;
: Eine zylindrische Zelle ist eine Batterie-Zelle mit zylindrischer Bauform. Die Elektroden sind meist als aufgerollte Schichten („Jelly Roll“) aufgebaut. Relativ robust, aber durch das Gehäuse mechanisch aufwendig zu öffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Prismatische Zelle&lt;br /&gt;
: Eine prismatische Zelle ist eine Zelle mit rechteckiger, starrer Geometrie. Sie nutzt den Bauraum effizienter als zylindrische Zellen und wird häufig in Elektrofahrzeugen eingesetzt. Einfacher zu stapeln und zu demontieren, aber oft komplex verkapselt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Pouch-Zelle&lt;br /&gt;
: Eine Pouch-Zelle ist eine Zelle mit flexibler, folienbasierter Verpackung. Sie besteht aus laminierten Schichten in einem Aluminium-Kunststoff-Verbund. Sie wird häufig in Smartphone und Laptops eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Modul&lt;br /&gt;
: Ein Modul ist eine Zusammenfassung mehrerer Zellen zu einer funktionalen Einheit. Module müssen meist demontiert oder direkt geschreddert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Batteriepack&lt;br /&gt;
: Ein Batteriepack ist das komplette Batteriesystem, bestehend aus Modulen, Elektronik und Gehäuse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Kathode&lt;br /&gt;
: Die Kathode ist die positive Elektrode, die während der Entladung Lithium-Ionen aufnimmt. Sie besteht aus einem metalloxidischen Material, das Lithium reversibel einlagern kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anode&lt;br /&gt;
: Die Anode ist die negative Elektrode, die während der Ladung Lithium-Ionen speichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Aktivmaterial&lt;br /&gt;
: Das Aktivmaterial ist der elektrochemisch wirksame Bestandteil einer Elektrode. Es ist verantwortlich für die Speicherung und Freisetzung von Lithium und die elektrochemische Reaktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bindemittel&lt;br /&gt;
: Ein Bindemittel ist ein polymerer Stoff, der die Partikel des Aktivmaterials mechanisch zusammenhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Elektrolyt&lt;br /&gt;
: Der Elektrolyt ist das ionenleitende Medium, das den Transport von Lithium-Ionen ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Separator&lt;br /&gt;
: Der Separator ist eine poröse Trennschicht zwischen Anode und Kathode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Leitfähiger Zusatzstoff&lt;br /&gt;
: Ein leitfähiger Zusatzstoff ist ein Material, das die elektrische Leitfähigkeit der Elektrode verbessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Schwarzmasse&lt;br /&gt;
: Schwarzmasse ist ein feines Pulver, das nach dem mechanischen Aufschluss von Batterien entsteht und die wertvollen Bestandteile enthält. Sie enthält typischerweise das Aktivmaterial (Li, Ni, Co, Mn), Graphit und die leitfähigen Additive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Baustoffe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Abts&amp;quot;&amp;gt; Abts, Georg (2016): Kunststoff-Wissen für Einsteiger. 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. s.l.: Carl Hanser Fachbuchverlag (Hanser eLibrary).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundestag&amp;quot;&amp;gt;Bundestag (2017): Gesetz zur Fortentwicklung der haushaltsnahen Getrennterfassung von wertstoffhaltigen Abfällen. VerpackG. Fundstelle: www.gesetze-im-internet.de. Online verfüg-bar unter https://www.gesetze-im-internet.de/verpackg/VerpackG.pdf, zuletzt geprüft am 17.06.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kosmol&amp;quot;&amp;gt;  Kosmol, Jan; Kanthak, Judit; Herrmann, Friederike; Golde, Michael; Alsleben, Carsten; Penn-Bressel, Gertrude et al. (2012): Glossar zum Ressourcenschutz. Hg. v. Umweltbundesamt. Online verfügbar unter https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/publikation/long/4242.pdf, zuletzt geprüft am 11.12.2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kranert&amp;quot;&amp;gt; Kranert, Martin (2017): Einführung in die Kreislaufwirtschaft. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;WsK&amp;quot;&amp;gt;Was sind Kunststoffe? Unter Mitarbeit von PlasticsEurope. Online verfügbar unter https://www.plasticseurope.org/de/about-plastics/what-are-plastics, zuletzt geprüft am 08.06.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=NE-Metalle&amp;diff=6463</id>
		<title>NE-Metalle</title>
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		<updated>2026-09-30T10:40:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{|style=&amp;quot;border: 3px solid #00549F;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:middle;| &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;height:100px; width:700px;text-align:left;&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;[[NE-Metalle]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
**[[Aluminium]]&lt;br /&gt;
**[[Kupfer]]&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;[[Fe-Metalle]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
**[[Eisen und Stahl]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RS-Sek blaudunkel RGB Linie.png|class=headericons]] &lt;br /&gt;
== Rohstoff ==&lt;br /&gt;
Nichteisenmetalle ([[NE-Metalle]]) bezeichnen alle Metalle außer Eisen, beziehungsweise Metalle, in denen Eisen nicht als Hauptelement (über 50%) vorhanden ist. &amp;lt;ref name = &amp;quot;TUM-Metalle&amp;quot;/&amp;gt; Die Nichteisenmetallindustrie produziert und verarbeitet vorrangig die Metalle [[Kupfer]], [[Aluminium]], Blei und Zink &amp;lt;ref name = &amp;quot;UBA_NE_Metalle&amp;quot;/&amp;gt;, aber auch Edelmetalle (siehe auch [[Metalle]]) werden vielfältig verwendet.&amp;lt;ref name = &amp;quot;UBA_NE_Metalle&amp;quot;/&amp;gt; Wichtige Einsatzgebiete für NE-Metalle sind die Elektronik- und Elektrotechnik, der Maschinen- und Fahrzeugbau, aber auch der Bausektor.&amp;lt;ref name = &amp;quot;UBA_NE_Metalle&amp;quot;/&amp;gt;  In Abbildung 1 sind die verschiedenen Anteile der Sektoren an der Verwendung von NE-Metallen in Deutschland dargestellt.&amp;lt;ref name = &amp;quot;WV_Bericht_21&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=800px heights=400px mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Verwendung NE-Metalle.png|thumb|700px|Abbildung 1 Verwendung von NE-Metallen in Deutschland. Stand 2020 &amp;lt;ref name = &amp;quot;WV_Bericht_21&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften von Nichteisenmetallen sind sehr speziell für ihre einzelnen Einsatzgebiete und können schlecht durch andere Stoffe/Materialien ersetzt werden. Kupfer wird zum Beispiel aufgrund seiner hohen Leitfähigkeit in der Elektrotechnik eingesetzt, wohingegen Aluminium wegen seines geringen Gewichts für den Luftfahrt- und Leichtbausektor wichtig ist.&lt;br /&gt;
Trotz der deutlich höheren Produktionsmengen von Fe-Metallen zeigt Abbildung 2, dass der Metallwert pro kg bei Nichteisenmetallen deutlich höher als bei Eisen ist, wodurch die Nichteisenmetalle von hoher Bedeutung im wirtschaftlichen und technischen Sektor sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=700px heights=300px mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Ne-Metalle Bild.png|thumb|700px|Abbildung 2 Metallwert wichtiger Gebrauchsmetalle (Eigendarstellung nach Bargel), Stand 2018  &amp;lt;ref name = &amp;quot;Bargel&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Recycling von NE-Metallen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Primärproduktion von Produkten aus NE-Metallen ist einer der energieintensivsten Industriebereiche, wohingegen durch den Einsatz von Sekundärrohstoffen der Energie- und Materialeinsatz im Vergleich zu Primärrohstoffen gesenkt werden kann. In Deutschland werden schon heute über 50 % der Gesamtproduktion an Nichteisenmetallen aus Sekundärrohstoffen hergestellt. &lt;br /&gt;
Nichteisenmetalle lassen sich praktisch unbegrenzt und ohne deutliche Qualitätseinbußen einschmelzen und weiterverarbeiten. Die sekundären NE-Metalle werden zum einen als [[Eigen- oder Neuschrotte]]  aus Produktionsabfällen und Nebenprodukten von Gießereien gewonnen. Zum Anderen fallen sie als [[Altschrotte]] an und werden als Siedlungsabfälle auf Wertstoffhöfen gesammelt und anschließend sortiert und weiterverarbeitet. Das Recycling von Siedlungsabfällen ist mit einem höheren Aufwand verbunden, da die Metalle meistens nicht als Reinstoffe, sondern als Legierungen vorliegen.&lt;br /&gt;
Die Siedlung- und Produktionsabfälle werden zuerst vorbehandelt und zu Vorstoffen verarbeitet. Dabei werden zuerst die gröberen Störstoffe abgetrennt. Danach werden die Vorkonzentrate mit metallischen Hauptkomponenten angereichert. Im dritten Schritt werden die restlichen Störstoffe und Verunreinigungen abgetrennt und die Vorstoffe in Legierungen unterteilt. Die einzelnen Produkte werden dann in der Sekundärproduktion eingesetzt.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Springer&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Proben im MassLab ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=300px heights=200px gallery mode = &amp;quot;packed-overlay&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kupfer Meatballs.jpeg|1000px|[[Meatballs]]&lt;br /&gt;
Datei:Mischschrott.jpg|1000px|[[Mischschrott]]&lt;br /&gt;
Datei:Aluminiumschrott.jpeg|1000px|[[Aluminiumschrott]]&lt;br /&gt;
Datei:20220512 102904.jpg|1000px|[[Aluminiumschrott]]&lt;br /&gt;
Datei:Kupferschrott.jpeg|1000px|[[Kupferschrott]]&lt;br /&gt;
Datei:Kunststoffe.jpg|1000px|[[Kunststoffe]]&lt;br /&gt;
Datei:Kunststoffe 2.jpeg|1000px|[[Kunststoffe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;TUM-Metalle&amp;quot;&amp;gt; Technische Universität München: Metalle (online). Online verfügbar unter: https://www.ar.tum.de/fileadmin/w00bfl/ebb/Baustoffsammlung/BSS_metalle.pdf, zuletzt geprüft am 06.10.2021. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;UBA_NE_Metalle&amp;quot;&amp;gt; Umweltbundesamt (2013): Nichteisenmetallindustrie (online). Online verfügabr unter: https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/industriebranchen/herstellung-verarbeitung-von-metallen/nichteisenmetallindustrie#herstellungsprozess-, zuletzt geprüft am 06.10.2021. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;WV_Bericht_21&amp;quot;&amp;gt; WirtschaftsVereinigung Metalle. e.V. (2021): Der Geschäftsbericht der Nichteisen-Metallindustrie. Online verfügbar unter: https://www.wvmetalle.de/index.php?eID=dumpFile&amp;amp;t=f&amp;amp;f=282762&amp;amp;token=b83d45f6a5de8ba60c9bfde1e17e91a0851da87a, zuletzt geprüft am 06.10.2021. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Springer&amp;quot;&amp;gt; Recycling von Nichteisenmetallen aus Siedlungsabfällen: Anforderungen an moderne Aufbereitungstechniken (2011). Online verfügbar unter: https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s00506-011-0277-7.pdf?pdf=button &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bargel&amp;quot;&amp;gt; Werkstoffkunde (2018). Online verfügbar unter https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/978-3-662-48629-0.pdf?pdf=button &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Bau-_und_Abbruchabf%C3%A4lle&amp;diff=6462</id>
		<title>Bau- und Abbruchabfälle</title>
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		<updated>2026-09-30T10:38:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{|style=&amp;quot;border: 3px solid #00549F;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:middle;| &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;height:100px; width:700px;text-align:left;&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
*[[Aufbereitung von Bau- und Abbruchabfällen]]&lt;br /&gt;
*[[Rückbau von Gebäuden]]&lt;br /&gt;
*[[Metalle]]&lt;br /&gt;
*[[Mineralik]]&lt;br /&gt;
*[[Kunststoffe]]&lt;br /&gt;
*[[WDVS - Wärmedämmverbundsystem]]&lt;br /&gt;
*[[Holz]]&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;height:100px; width:200px;text-align:left;&amp;quot; | [[Datei:BauundAbbruch.png|link=Bau- und Abbruchabfälle|caption|120px]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bau- und Abbruchabfällen zählen Abfälle (nach §3 (1) KrWG &amp;lt;ref name= &amp;quot;KrWG&amp;quot;/&amp;gt;), die direkt oder indirekt mit Bauleistungen im Zusammenhang stehen. &amp;lt;ref name= &amp;quot;bfr-Recycling&amp;quot;/&amp;gt; Sie werden in neun verschiedene Obergruppen unterschieden (Abfallschlüssel). &amp;lt;ref name= &amp;quot;AVV&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;margin:left&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Tabelle 1: Auszug Abfallverzeichnis-Verordnung - AVV &amp;lt;ref name= &amp;quot;BMWSB&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name= &amp;quot;NiederSachs&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name= &amp;quot;bfr-Recycling2&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Nr. !! Abfallschlüssel !! Abfallart&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 01 || 17 01	|| Beton, Ziegel, Fliesen und Keramik	Bauschutt (&amp;lt; 5 Vol.-% nichtmineralische Fremdbestandteile) &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 02 || 17 02	|| Holz, Glas und Kunststoff &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 03 || 17 03 || Bitumengemische, Kohlenteer und teerhaltige Produkte	u. a. teerhaltiger Straßenaufbruch &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 04 || 17 04	|| Metalle (einschließlich Legierungen)	 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 05 || 17 05	|| Boden, Steine und Baggergut	einschließlich Aushub von verunreinigten Standorten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 06 || 17 06	|| Dämmmaterial und asbesthaltige Baustoffe	 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 07 || 17 08	|| Baustoffe auf Gipsbasis	 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 08 || 17 09	|| Sonstige Bau- und Abbruchabfälle	z. B. Quecksilber- oder PCB-haltig; gemischte Bau- und Abbruchabfälle&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Obergruppen besitzen darüber hinaus verschiedene Untergruppen. So wird die Obergruppe 17 02 beispielsweise in die Untergruppen 17 02 01 (Holz), 17 02 02 (Glas), 17 02 03 (Kunststoff) und 17 02 04 (Holz, Glas und Kunststoffe, die gefährliche Stoffe enthalten oder durch jene verunreinigt sind) unterteilt. &amp;lt;ref name= &amp;quot;AVV&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=550px heights=450px mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Abbildung_1_Abfallaufkommen_in_Deutschland_2020.png| Abbildung 1: Abfallaufkommen in Deutschland 2020 &amp;lt;ref name= &amp;quot;Destatis&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Verwertungsquoten Abfallarten Bau.png| Abbildung 2: Entwicklung der Verwertungsquoten der Bau- und Abbruchabfälle verglichen mit anderen Abfallströmen von 2000-2019 &amp;lt;ref name= &amp;quot;UBA&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abbildung 1 ist das Abfallaufkommen in Deutschland 2020 dargestellt. 2020 betrug das Gesamtabfallaufkommen in Deutschland ca. 414 Mio. t und das der Bau- und Abbruchabfälle 230 Mio. t. Das entspricht ca. 55 % des Gesamtabfallaufkommens.  2020 wurden 88 % aller Bau- und Abbruchabfälle verwertet.  &amp;lt;ref name= &amp;quot;Destatis&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Verwertungsquote der Bau- und Abbruchabfälle ist in Abbildung 2 abgebildet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Verwertung dieser Abfälle, im Hinblick auf eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft im Sinne des Kreislaufwirtschaftsgesetzes, stehen folgende Aspekte im Vordergrund:&lt;br /&gt;
*	Die Vermeidung der Entstehung von Bau und Abbruchabfällen durch Erhaltung bereits vorhandener Bausubstanz und Auslegung der Konstruktionen auf lange Nutzungsdauern (und hochwertigen Leichtbau), &lt;br /&gt;
*	Recyclinggerechtes Bauen, um nicht vermeidbare Abfälle in Form von recyclinggerechtem Abbruch im Wirtschaftskreislauf zu halten, &lt;br /&gt;
*   die Reduzierung der Beseitigung von Bau- und Abbruchabfällen auf ein Minimum, ein umweltgerechtes Erfolgen dieser Beseitigung sowie&lt;br /&gt;
*   der selektive Rückbau zur Erhöhung der Abfallqualität und zur Schließung des Kreislaufs von Stoffgruppen (Minimierung des Downcyclings).&amp;lt;ref name= &amp;quot;KrWG&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name= &amp;quot;UBA2&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach § 7 (2) KrWG ist die Verwertung von Abfällen immer der Beseitigung vorzuziehen &amp;lt;ref name= &amp;quot;KrWG&amp;quot;/&amp;gt;. Zur Verwertung von Bau- und Abbruchabfällen eignen sich die stoffliche Verwertung, die energetische Verwertung und die Verwertung im Bergbau bzw. Deponiebau. &lt;br /&gt;
Die stoffliche Verwertung sieht die Nutzung von Sekundärrohstoffen (rückgewonnenen Stoffen aus Abfällen oder die Nutzung der stofflichen Eigenschaften) für den ursprünglichen oder für andere Zwecke vor.&lt;br /&gt;
Bei der energetischen Verwertung werden die Abfälle als Ersatzbrennstoff für die Erzeugung von Energie eingesetzt&amp;lt;ref name= &amp;quot;NiederSachs&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Im Bergbau oder im Deponiebau können die Abfälle als Ersatzbaustoff verwendet werden, dafür eignet sich besonders die Fraktion Boden und Steine, die den mineralischen Bauabfällen zuzuordnen ist&amp;lt;ref name= &amp;quot;Dr.Berthold&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Abfälle, die nicht verwertet werden können, werden mittels Deponierung beseitigt&amp;lt;ref name= &amp;quot;bfr-Recycling3&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Proben im MassLab ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=300px heights=200px gallery mode = &amp;quot;packed-overlay&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:4-09-002.jpg|1000px|link=4-09-002|[[4-09-002]]&lt;br /&gt;
Datei:4-09-003.jpg|1000px|link=|[[4-09-003]]&lt;br /&gt;
Datei:4-09-004.jpg|1000px|link=4-09-004|[[4-09-004]]&lt;br /&gt;
Datei:4-09-005.jpg|1000px|link=4-09-005|[[4-09-005]]&lt;br /&gt;
Datei:4-09-006.jpg|1000px|link=4-09-006|[[4-09-006]]&lt;br /&gt;
Datei:4-09-007.jpg|1000px|link=4-09-007|[[4-09-007]]&lt;br /&gt;
Datei:4-09-022.jpg|1000px|link=4-09-022|[[4-09-022]]&lt;br /&gt;
Datei:4-09-021.jpg|1000px|link=4-09-021|[[4-09-021]]&lt;br /&gt;
Datei:4-09-023.jpg|1000px|link=4-09-023|[[4-09-023]]&lt;br /&gt;
Datei:4-09-020.jpg|1000px|link=4-09-020|[[4-09-020]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Datei:Mischschrott.jpg|1000px|[[Mischschrott]] --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Datei:Aluminiumschrott.jpeg|1000px|[[Aluminiumschrott]] --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Datei:Kupferschrott.jpeg|1000px|[[Kupferschrott]] --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Datei:Kunststoffe.jpg|1000px|[[Kunststoffe]] --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturverzeichnis==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;bfr-Recycling&amp;quot;&amp;gt; https://www.bfr-recycling.de/kapitel_6.3.html?msclkid=70a9b1b2c2fa11ec83766deb1f3d04f9. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;bfr-Recycling2&amp;quot;&amp;gt; https://www.bfr-recycling.de/anhang_6.html?msclkid=8251b1c3c3b111ec95d2397f17b4b367. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;bfr-Recycling3&amp;quot;&amp;gt; https://www.bfr-recycling.de/kapitel_2.html#:~:text=Bau-%20und%20Abbruchabf%C3%A4lle%20sind%20alle%20Stoffe%20und%20Gegenst%C3%A4nde%2C,entledigen%20will%20oder%20entledigen%20muss.%20Ausgenommen%20sind%20Baustellenabf%C3%A4lle.?msclkid=57d32489c2ff11ec82 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;Destatis&amp;quot;&amp;gt; https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Umwelt/Abfallwirtschaft/Tabellen/liste-abfallbilanz-kurzuebersicht.html#613014. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;UBA&amp;quot;&amp;gt; https://www.umweltbundesamt.de/daten/ressourcen-abfall/verwertungsquoten-der-wichtigsten-abfallarten?msclkid=c4ab6b69c3bd11ecbe2393852db5f981. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;NiederSachs&amp;quot;&amp;gt; Niedersächsisches Landesamt für Bau und Liegenschaften, Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB), Redaktionskreis Baufachliche Richtlinien Recycling. (24. 04 2022). Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen - A-6 Bau- und Abbruchabfälle – Anfall, Klassifizierung und Entsorgung. Von https://www.bfr-recycling.de/anhang_6.html?msclkid=8251b1c3c3b111ec95d2397f17b4b367 abgerufen. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;Dr.Berthold&amp;quot;&amp;gt; Dr. Berthold Schäfer, M. B. (Januar 2021). Mineralische Bauabfälle_Monitoring 2018_Bericht zum Aufkommen und zum Verbleib . Berlin: Bundesverband Baustoffe–Steine und Erden e.V. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;BMWSB&amp;quot;&amp;gt; Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB), Niedersächsisches Landesamt für Bau und Liegenschaften. (24. 04 2022). Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwickling und Bauwesen- Baufachliche Richtlinien Recycling_6 Umgang mit Bau- und Abbruchabfälle. Von https://www.bfr-recycling.de/kapitel_6.3.html?msclkid=70a9b1b2c2fa11ec83766deb1f3d04f9 abgerufen. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;AVV&amp;quot;&amp;gt; Bundesregierung und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. (2001). Verordnung über das europäische Abfallverzeichnis (Abfallverzeichnisverordnung - AVV) https://www.gesetze-im-internet.de/avv/AVV.pdf. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;KrWG&amp;quot;&amp;gt; Bundestag. Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Bewirtschaftung von Abfällen (Kreislaufwirtschaftsgesetz - KrWG). (2021). https://www.gesetze-im-internet.de/krwg/KrWG.pdf. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;UBA2&amp;quot;&amp;gt; Umweltbundesamt. (2022). https://www.umweltbundesamt.de/themen/abfall-ressourcen/abfallwirtschaft/urban-mining/stoffstrommanagement-im-bauwesen#verwertung-von-baurestmassen. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Abfallrecht&amp;diff=6461</id>
		<title>Abfallrecht</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Abfallrecht&amp;diff=6461"/>
		<updated>2026-09-30T10:31:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__TOC__&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abfallrecht auf EU Ebene==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
Da Deutschland Mitgliedsstaat der Europäischen Union (EU) ist, ist das deutsche Recht dem europäischen Recht untergeordnet. In allen Mitgliedsstaaten gelten erst das europäische Primärrecht und dann das europäische Sekundärrecht. Für das Abfallrecht ist insbesondere das Sekundärrecht von Bedeutung. Das Europäische Parlament und der Europäische Rat verabschieden Verordnungen, Richtlinien, Beschlüsse, Empfehlungen und Stellungnahmen – das sogenannte europäische Sekundärrecht. EU-Verordnungen haben unmittelbare Geltung für die Mitgliedsstaaten, sie müssen daher nicht innerhalb der Mitgliedsstaaten durch individuelle Gesetzgebung umgesetzt werden. EU-Richtlinien bedürfen dagegen einer Umsetzung in nationales Recht &amp;lt;ref name = &amp;quot;EP&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Ein zentrales Werk des europäischen Abfallrechts ist die Abfallrahmenrichtlinie (AbfRRL, RL 2008/98/EG). Sie definiert den Abfallbegriff durch die drei Arten der Entledigung. Abfall ist ein &amp;quot;Stoff oder Gegenstand, dessen sich sein Besitzer entledigt, entledigen will oder entledigen muss&amp;lt;ref name = &amp;quot;AbfRRL&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;quot; &lt;br /&gt;
[[Datei:Abfallhierarchie.png|thumb|600px|Abbildung 1: Abfallhierarchie &amp;lt;ref name = &amp;quot;AbfRRL&amp;quot;/&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
Neben dem Abfallbegriff werden fundamentale Begriffe, wie die verschiedenen Abfallunterarten, der Begriff des Abfallerzeugers, die Abgrenzung zum Nebenprodukt sowie Verwertungs- und Beseitigungsbegriffe definiert. Von grundsätzlicher Bedeutung ist die in Artikel 4 formulierte Abfallhierarchie (vgl. Abbildung 1). Die höchste Priorität hat die Vermeidung, gefolgt mit absteigender Priorität von der Vorbereitung zur Wiederverwendung, der stofflichen Verwertung (Recycling), der sonstigen Verwertung (z.B. energetische Verwertung) und der Beseitigung&amp;lt;ref name = &amp;quot;AbfRRL&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die EU-Richtlinie 2018/851 vom 18. Mai 2018 ist die jüngste der AbfRRL. Sie legt unter anderem eine neue, outputbasierte Berechnungsmethode zur Berechnung von Recyclingquoten fest. Damit wird die bisherige Handhabung der Quotenberechnung vereinheitlicht. Zuvor hatten unterschiedliche Berechnungsgrundlagen zu irrtümlicherweise hohen Recyclingquoten geführt. Auch Deutschland muss im Zuge dieser Änderung seine Berechnungsgrundlagen anpassen. Neben der neuen Berechnung werden die Mitgliedsstaaten mit sofortiger Wirkung zur Getrenntsammlung von Papier, Metall, Kunststoffen und Glas verpflichtet. Ab 2025 gilt darüber hinaus eine Getrenntsammlungspflicht von Alttextilien&amp;lt;ref name = &amp;quot;AbfRRL&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Die AbfRRL wird durch verschiedene Richtlinien ergänzt. Die Verpackungsrichtlinie (EU-RL 94/62/EG) &amp;lt;ref name = &amp;quot;EP1994&amp;quot;/&amp;gt;  und deren Änderungsrichtlinie (EU-RL 2018/852) &amp;lt;ref name = &amp;quot;AbfRRL&amp;quot;/&amp;gt; setzen sich detailliert mit dem Abfallstrom der Verpackungen auseinander. Elektro- und Elektronikaltgeräte werden in der Richtlinie 2012/19/EU, auch WEEE-Richtlinie genannt, behandelt [WEEE-RL 2012]&amp;lt;ref name = &amp;quot;BT&amp;quot;/&amp;gt;. Altfahrzeuge (engl. end-of-life vehicles (ELVs)) sind Thema der ELV-Richtlinie 2000/53/EC &amp;lt;ref name = &amp;quot;EP2000&amp;quot;/&amp;gt;. Die Richtlinie 2006/66/EG befasst sich mit Batterien und Akkumulatoren &amp;lt;ref name = &amp;quot;EP2006&amp;quot;/&amp;gt;. Für diese haben sich Parlament und Rat am 09.12.2022 auf die Eckpunkte einer neuen Verordnung geeinigt &amp;lt;ref name = &amp;quot;EP&amp;quot;/&amp;gt;. Die Verordnung soll zukünftig die Richtlinie 2006/66/EG ergänzen. Damit reagiert die EU auf technologische Entwicklungen und zukünftige Herausforderungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abfallrecht in Deutschland==&lt;br /&gt;
Während EU-Verordnungen grundsätzlich auch unmittelbar auf Bundesebene gelten, müssen EU-Richtlinien zuerst in deutsches Recht umgesetzt werden. Dies ist Aufgabe des Bundestags. Gerade im Abfallrecht ist diese Handlungskette von Bedeutung. Einige Abfallgesetze und -verordnungen bestanden in Deutschland bereits vor ihrem europäischen Pendant und wurden in Reaktion auf neues EU-Recht nachträglich angepasst. Das zentrale Gesetz auf nationaler Ebene im deutschen Abfallrecht ist das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG). Es setzt mit seinen Novellierungen (wegen Änderungen der AbfRRL) das zentrale Regelwerk aus dem europäischen Abfallrecht – die AbfRRL – in deutsches Recht um. Es definiert verschiedene abfallwirtschaftliche Begriffe und führt die Abfallhierarchie der AbfRRL auf Bundesebene ein. In Paragraph 1 des KrWG wird der Zweck des Gesetzes definiert:&lt;br /&gt;
:: &amp;quot;die Förderung der Kreislaufwirtschaft soll zur Schonung der natürlichen Ressourcen beitragen und der Schutz von Menschen und Umwelt soll, bei der Erzeugung und Bewirtschaftung von Abfällen, sichergestellt werden. Zur Vermeidung von Abfällen richtet sich das KrWG nach dem Prinzip der Produktverantwortung. Dadurch sollen die Hersteller von Produkten insbesondere in den Bereichen Produktdesign und Produktion in die Verantwortung nehmen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;BM&amp;quot;/&amp;gt;“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Novellierung fügt das KrWG diesem Zweck noch die Obhutspflicht hinzu, die die Erhaltung der Gebrauchstauglichkeit von Erzeugnissen priorisiert. Die Novellierung fokussiert sich verstärkt auf das Ziel einer Kreislaufwirtschaft, also Materialien oder Stoffströme möglichst lange und ohne Wertverlust im Kreis zu führen&amp;lt;ref name = &amp;quot;BM&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ergänzt wird das KrWG durch verschiedene Rechtsverordnungen und Gesetzte, die z. T. selbst Umsetzungen von Ergänzungen der AbfRRL sind. So definiert die AbfallverzeichnisVerordnung (AVV) die Gefährlichkeit von Abfällen und ordnet Abfälle in Gruppen ein, um den Umgang mit Abfallgruppen zu vereinheitlichen. Weitere bedeutsame Ergänzungen finden sich im Verpackungsgesetz (VerpackG), der Altfahrzeugverordnung (AltfahrzeugV), dem Batteriegesetz (BatterieG) und dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG)&amp;lt;ref name = &amp;quot;BM&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das KrWG ist jedoch nicht auf alle Bereiche der Abfallentsorgung anwendbar, es gibt Ausnahmen, bei denen die Entsorgung von Abfällen durch eigene Gesetze bestimmt wird, wie z. B. das Bergrecht, das Atomgesetz, das Strahlenschutzverordnungsgesetz oder das Tierseuchen- und Tierkörperentsorgungsgesetz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nachfolgende Tabelle listet Verordnungen und Gesetze im deutschen Abfallrecht auf.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 1: Sammlung deutsches Abfallrecht&amp;lt;ref name = &amp;quot;BM&amp;quot;/&amp;gt; &#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Verordnungen&lt;br /&gt;
! Gesetze&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| AVV, EfbV, AltfahrzeugV, ChemKlimaschutzV, ChemOzonSchichtV, DepV, AltölV,&lt;br /&gt;
BioAbfV, GewAbfV, GewinnungsAbfV, HKWAbfV, AbfKlärV, NachwV, PCBAbfallV, VersatzV&lt;br /&gt;
| KrWG, BatterieG, ElektroG, VerpackungsG&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Genauso wie europäisches Recht dem Bundesrecht übergeordnet ist, ist auch das Bundesrecht dem Landesrecht übergeordnet und schließlich das Landesrecht dem Kommunalrecht. Das Landesrecht dient der Präzisierung des Bundesrechts. Die Abfallgesetze der einzelnen Bundesländer können hierbei jedoch nur über die Bereiche verfügen, die nicht bereits im Bundes- oder EU-Recht behandelt werden. Letztlich verfügen die Satzungen in den einzelnen Kommunen über die Sammlung und Aufbereitung von haushaltsnah anfallenden Abfällen, wie zum Beispiel Verkaufs- und Versandverpackungen, [[LVP]], [[Papier, Pappe, Kartonagen (PPK)]]. Auch die Gebühren für die Entsorgung werden auf kommunaler Ebene festgelegt&amp;lt;ref name = &amp;quot;BM&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name = &amp;quot;BM&amp;quot;&amp;gt;Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz &lt;br /&gt;
(2022): Kreislaufwirtschaftsgesetz - KrWG. Online verfügbar unter https://www.bmuv.de/gesetz/kreislaufwirtschaftsgesetz#:~:text=Das%20Kreislaufwirtschaftsge�setz%20trat%20am%201,und%20Bewirtschaftung%20von%20Abf%C3%A4llen%20sicher�zustellen., zuletzt geprüft am 09.12.2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;BT&amp;quot;&amp;gt; Bundestag (2012): Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Bewirtschaftung von Abfällen. KrWG, vom 10.08.2021. Online verfügbar unter &lt;br /&gt;
https://www.gesetze-im-internet.de/krwg/KrWG.pdf, zuletzt geprüft am 08.12.2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;EP&amp;quot;&amp;gt;Europäisches Parlament (2022): Quellen und Geltungsbereich des Rechts der Europäischen &lt;br /&gt;
Union (Kurzdarstellungen über die Europäische Union - 2022). Online verfügbar unter &lt;br /&gt;
https://www.europarl.europa.eu/ftu/pdf/de/FTU_1.2.1.pdf, zuletzt geprüft am 08.12.2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;EP1994&amp;quot;&amp;gt;Europäisches Parlament und europäischer Rat (1994): RICHTLINE 94/62/EG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 20. Dezember 1994 über Verpackungen &lt;br /&gt;
und Verpackungsabfälle. VerpackRL. Online verfügbar unter https://eur-lex.europa.eu/legalcontent/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:01994L0062-20180704&amp;amp;from=DE, zuletzt geprüft am &lt;br /&gt;
08.12.2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;EP2000&amp;quot;&amp;gt;Europäisches Parlament und europäischer Rat (2000): DIRECTIVE 2000/53/EC OF THE EUROPEAN PARLIAMENT AND OF THE COUNCIL of 18 September 2000 on end-of life &lt;br /&gt;
vehicles. ELV-RL. Online verfügbar unter https://eur-lex.europa.eu/resource.html?uri=cellar:02fa83cf-bf28-4afc-8f9f-eb201bd61813.0005.02/DOC_1&amp;amp;format=PDF, zuletzt geprüft am 08.12.2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;EP2006&amp;quot;&amp;gt;Europäisches Parlament und europäischer Rat (2006): RICHTLINIE 2006/66/EG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 6. September 2006 über Batterien &lt;br /&gt;
und Akkumulatoren sowie Altbatterien und Altakkumulatoren und zur Aufhebung der Richtlinie 91/157/EWG. RL (EU) 2006/66/EG. Online verfügbar unter https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32006L0066&amp;amp;from=DE, zuletzt geprüft am &lt;br /&gt;
08.12.2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;AbfRRL&amp;quot;&amp;gt;Europäisches Parlament und europäischer Rat (2008): RICHTLINIE (EU) 2018/851 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 30. Mai 2018 zur Änderung der Richtlinie 2008/98/EG über Abfälle. AbfRRL. Online verfügbar unter https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:02008L0098-20180705&amp;amp;from=DE, zuletzt geprüft am &lt;br /&gt;
08.12.2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=R-Strategien&amp;diff=6460</id>
		<title>R-Strategien</title>
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		<updated>2026-09-30T10:28:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die R-Strategien wurden entwickelt, um Maßnahmen, die für die Gestaltung einer [[Circular Economy]] (CE) nötig sind, zu strukturieren. Der Begriff wird abgeleitet von der Vorsilbe „re“, die bei englischsprachigen Begriffen für „neu“ oder „erneut“ steht. Mithilfe der R-Strategien werden verschiedene Nutzungs- und Verwertungsmaßnahmen hierarchisch nach ihrer Zirkularitätswirkung klassifiziert. Das Ziel der CE- Maßnahmen ist es, den Ressourcenverbrauch sowie Abfälle zu reduzieren und die Kreislaufführung von Materialien zu fördern. Die Geschäftsmodelle der Unternehmen sollen so angepasst werden, dass die derzeitigen Wirtschaftssysteme hin zu einer Circular Economy transformiert werden. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Potting&amp;quot;/&amp;gt;  &lt;br /&gt;
In der wissenschaftlichen Diskussion werden verschiedene Konzepte der R-Strategien unterschieden, die sich auch in der Anzahl der Strategien unterscheiden &amp;lt;ref name=&amp;quot;Kirchherr&amp;quot;/&amp;gt;. Von Reike et al.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reike&amp;quot;/&amp;gt; wurden beispielsweise insgesamt 38 verschiedene R-Strategien zur Erreichung einer Circular Economy identifiziert, Kirchherr et al.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kirchherr&amp;quot;/&amp;gt; unterscheiden dagegen 10 R-Strategien. Die verschiedenen Konzepte zu den R-Strategien werden in so genannten Frameworks festgelegt. Ein Framework ist dabei ein System von Regeln, Ideen oder Überzeugungen, das verwendet wird, um etwas zu planen, einzuordnen oder zu entscheiden &amp;lt;ref name=&amp;quot;Cambridge&amp;quot;/&amp;gt; . Am ANTS beziehen wir uns in der Lehre auf das 9-R-Framework von Kirchherr et al. (2017)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kirchherr&amp;quot;/&amp;gt;  das auf den Zirkularitätsstrategien von Potting et al. (2017, S. 5)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Potting&amp;quot;/&amp;gt; basiert. Beim 9-R-Framework werden die zehn R-Strategien, R0 bis R9, absteigend nach ihrem Zirkularitätsgrad sortiert. Darauf wird im Folgenden näher eingegangen.&lt;br /&gt;
Die R-Strategien lassen sich abhängig von ihrer Zirkularität nach drei übergeordneten Leitprinzipien gliedern: dem Schmälern, dem Verlangsamen und dem Schließen von Kreisläufen. Eine hohe Zirkularität bedeutet, dass Materialien lange im Kreislauf gehalten und nach der Entsorgung durch den Endverbraucher, ggf. aufbereitet und mit ihrer ursprünglichen Qualität wiederverwendet werden. Dadurch sinkt der Bedarf an Primärmaterial in der Produktion, da weniger natürliche Ressourcen aufgewendet werden müssen &amp;lt;ref name=&amp;quot;Mast&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Durch das erste Leitprinzip „Schmälern“ soll erreicht werden, dass sich die Produktionseffizienz und Nutzungsintensität der Produkte erhöhen, sodass der Rohstoffaufwand schon bei der (ersten) Herstellung eines Produkts sinkt. Das Ziel ist, weniger Rohstoffe einzusetzen und den gleichen Gesamtnutzen der Produkte sicher zu stellen. Es werden Produkte, und damit Rohstoffe, eingespart, indem die Herstellung oder Nutzung der Produkte klüger und innovativer umgesetzt wird. Die R-Strategien R0 bis R2 werden nach Kirchherr et al. (2017)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kirchherr&amp;quot;/&amp;gt; diesem Leitprinzip zugeordnet (vgl. Abbildung 1). Mit dem zweiten Leitprinzip „Verlangsamen“ wird das Ziel verfolgt, dass Produkte oder Produktkomponenten länger in der Nutzungsphase verbleiben und sich dadurch ihre Lebensdauer erhöht. Die Rohstoffe werden durch die höhere Lebensdauer länger im Wirtschaftssystem gehalten. Die R-Strategien R3 bis R7 werden diesem Leitprinzip zugeordnet (vgl. Abbildung 1). Mithilfe des dritten Leitprinzips „Schließen“ sollen die Rohstoffe von entsorgten Produkten dem Kreislauf erhalten bleiben. Durch die Gewinnung von Sekundärrohstoffen wird der Einsatz von Primärrohstoffen gesenkt, sodass weniger Rohstoffe der Umwelt entnommen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Potting&amp;quot;/&amp;gt; Zum besseren Verständnis der abstrakten R-Strategien wurden in Abbildung 2 anhand des Beispiels „Fahrrad“ die jeweiligen Strategien des 9-R-Frameworks erklärt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=650px heights=450px mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:9-R-Framework.png|Abbildung 1: Das 9-R-Framework &amp;lt;ref name = &amp;quot;Potting&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Beispiele für R-Strategien.png|Abbildung 2: Beispiele für R-Strategien &amp;lt;ref name = &amp;quot;Mast&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die R-Strategien dienen als Handlungsempfehlung für Unternehmen, um zirkuläre Produkte, Prozesse und Geschäftsmodelle zu entwickeln. Dennoch können die Strategien nicht einfach ins Geschäftsmodell übernommen werden, sondern müssen durch individuelle, innovative Geschäftsideen, die sich an den R-Strategien orientieren, umgesetzt werden. Somit ist es möglich und erwünscht, dass auch mehrere R-Strategien in einem Unternehmen oder Geschäftsmodell umgesetzt werden. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Mast&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name=&amp;quot;Potting&amp;quot;&amp;gt; Potting, J., Worrell, E. &amp;amp; Hekkert, M. (2017): Circular Economy: Measuring innovation in the product chain. PBL Netherlands Environmental Assessment Agency. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kirchherr&amp;quot;&amp;gt; Kirchherr, J., Reike, D. &amp;amp; Hekkert, M. (2017): Conceptualizing the circular economy: An analysis of 114 definitions. In: Resources, Conservation and Recycling, 127, 221–232. http://dx.doi.org/10.1016/j.resconrec.2017.09.005. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reike&amp;quot;&amp;gt; Reike, D., Vermeulen, W. J.V. &amp;amp; Witjes, S. (2018): The circular economy: New or Refurbished as CE 3.0?: Exploring Controversies in the Conceptualization of the Circular Economy through a Focus on History and Resource Value Retention Options. In: Resources, Conservation and Recycling 135, 246–264. DOI: 10.1016/j.resconrec.2017.08.027. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cambridge&amp;quot;&amp;gt; Cambridge Dictionary: Framework. Online verfügbar unter: &amp;lt;https://dictionary.cambridge.org/de/worterbuch/englisch/framework/&amp;gt;, zuletzt geprüft am 16.11.2023. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mast&amp;quot;&amp;gt; Mast, J., von Unruh, F. &amp;amp; Irrek, W. (2022): R-Strategien und Innovation im Circular Economy Management: Unternehmerische Strategien der zirkulären Wertschöpfung. Prospektiven – Neues zur zirkulären Wertschöpfung 2022/04. Prosperkolleg e.V. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Life_Cycle_Assessment&amp;diff=6459</id>
		<title>Life Cycle Assessment</title>
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		<updated>2026-09-30T10:26:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__TOC__&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
Life Cycle Assessment (LCA) oder auch Ökobilanzierung ist eine Methode zur systematischen Analyse und Bewertung von Umweltauswirkungen entlang aller Lebenszyklusphasen eines Produkts. Sie hat ihren Ursprung in den 1960er Jahren und hat eine ganzheitliche Betrachtungsweise von Produktsystemen auf Grundlage des sogenannten Life Cycle Thinkings zum Ziel. Die Wertschöpfungskette beginnt mit der Gewinnung des Rohstoffs und geht über die Produktherstellung, die Nutzungsphase bis hin zur Entsorgung. Das methodische Vorgehen bei einer Ökobilanzierung ist gemäß DIN EN ISO 14040 und DIN EN ISO 14044 genormt. &amp;lt;ref name = &amp;quot;EN ISO 2020a&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;EN ISO 2020b&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufbau und Vorgehen ===&lt;br /&gt;
Eine LCA ist in vier Phasen unterteilt und wird iterativ durchgeführt: Informationen und Ergebnisse einer Phase können sich wiederum auf eine andere auswirken und eine Überarbeitung erfordern. &amp;lt;ref name = &amp;quot;EN ISO 2020a&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;EN ISO 2020b&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
; (1)	Definition des Ziels und Untersuchungsrahmens&lt;br /&gt;
In der ersten Phase ist Folgendes zu definieren: &lt;br /&gt;
* Fragestellung: Was soll mit der Studie untersucht werden?&lt;br /&gt;
* Zielgruppe: An wen richtet sich die Studie?&lt;br /&gt;
* Durchführende Personen: Behörden, Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen&lt;br /&gt;
* Funktionelle Einheit: Welche Funktion erfüllen die untersuchten Produktsysteme?&lt;br /&gt;
* Referenzfluss: Menge an Produkten, die nötig ist, um Funktion zu erfüllen&lt;br /&gt;
* Systemgrenzen: Was sind z.B. in- bzw. exkludierte Prozesse, welche Parameter werden untersucht, was ist der geographische und zeitliche Rahmen? &amp;lt;ref name = &amp;quot;EN ISO 2020a&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;EN ISO 2020b&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundlegend ist auch eine begründete Auswahl der Art der LCA (consequential, attributional), der Allokationsverfahren und der Wirkungsabschätzungsmethode zu treffen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;EN ISO 2020a&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;EN ISO 2020b&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; (2)	Erstellung der Sachbilanz&lt;br /&gt;
Die Erstellung der Sachbilanz erfordert eine umfassende Datenerhebung der physischen In- und Outputströme aller Prozesse des im ersten Schritt definierten Systems. Die Sachbilanz umfasst inputseitig Ressourcen, Materialien sowie Halbzeug und outputseitig Emissionen, Abfallströme und Produkte. &amp;lt;ref name = &amp;quot;EN ISO 2020a&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;EN ISO 2020b&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; (3)	Wirkungsabschätzung&lt;br /&gt;
In der Wirkungsabschätzung werden die In- und Outputströme mit Wirkungsfaktoren verschiedener Kategorien verknüpft, um die Umweltwirkung zu bestimmen. Dies erfolgt zunächst auf der Ebene sogenannter Midpoint-Indikatoren, wie z.B. dem Treibhausgaspotenzial. Es ist außerdem möglich eine Mehrzahl an Midpoint-Indikatoren zu einem Endpoint-Indikator, wie der Ökosystem-Gesundheit oder menschlichen Gesundheit, zusammenzuführen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;EN ISO 2020a&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;EN ISO 2020b&amp;quot;/&amp;gt; Die Auswahl der Wirkungskategorien wie Klimawandel, Versauerungspotenzial oder Ökotoxizität ist von hoher Bedeutung. Sie sind so zu wählen, dass alle Umweltthemen, die relevant für das Produktsystem sind, abgedeckt sind. Es verhindert die Verschiebung adressierter Probleme, das sogenannte burden-shifting. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hauschild, Rosenbaum, und Olsen 2018&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; (4)	Auswertung&lt;br /&gt;
Die letzte Phase umfasst die Interpretation der Ergebnisse. Dazu zählt, die LCA hinsichtlich der Unsicherheiten und Sensitivitäten des aufgestellten Modells zu untersuchen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;EN ISO 2020a&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;EN ISO 2020b&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine LCA liefert durch die Bezugsgröße der funktionellen Einheit immer nur relative Ergebnisse, anhand derer vergleichende Aussagen getroffen werden können. Die LCA berücksichtigt ausschließlich die ökologische Dimension der Nachhaltigkeit. &amp;lt;ref name = &amp;quot;EN ISO 2020a&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;EN ISO 2020b&amp;quot;/&amp;gt; Für eine Nachhaltigkeitsbewertung im Sinne der Triple-Bottom Line gibt es zudem das (environmental, societal) Life Cycle Costing (LCC) sowie das Social Life Cycle Assessment (sLCA). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hunkeler et al 2008&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;Sala et al.&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bestehende LCA-basierte Untersuchungen umfassen verschiedenste Produktsysteme und CE-Strategien wie das Recycling, die Verlängerung der Produktlebensdauer und Wiederverwendung. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Harris u. a. 2021&amp;quot;/&amp;gt; Insbesondere bei der Bewertung von CE-Strategien sind verschiedene methodische Ansätze und Allokationsverfahren zu berücksichtigen und zu diskutieren, bspw. Umgang mit Recycling. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Nicholson u. a. 2009&amp;quot;/&amp;gt; Einen eigenen Forschungsschwerpunkt bildet hier die Verknüpfung der unterschiedlichen Betrachtungsebenen (Prozessebene, Produktsystem, Märkte). Herausforderungen stellen dabei die Datenverfügbarkeit und -kompatibilität sowie die Komplexität der Systeme dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=800px heights=300px mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Vorgehen einer LCA.png|Abbildung 1: Vorgehen einer LCA nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;EN ISO 2020a&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name = &amp;quot;EN ISO 2020a&amp;quot;&amp;gt; EN ISO. 2020a. „Environmental Management - Life Cycle Assessment - Principles and Framework. ISO 14040:2006 + Amd 1:2020“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name = &amp;quot;EN ISO 2020b&amp;quot;&amp;gt; EN ISO. 2020b. „Environmental Management - Life Cycle Assessment - Requirements and Guidelines. ISO 14044:2006 + Amd 1:2017 + Amd 2:2020“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hauschild, Rosenbaum, und Olsen 2018&amp;quot;&amp;gt; Hauschild, Michael Z., Ralph K. Rosenbaum, und Stig Irving Olsen, Hrsg. 2018. Life Cycle Assessment. Cham: Springer International Publishing.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hunkeler et al 2008&amp;quot;&amp;gt; Hunkeler: Environmental Life Cycle Costing, 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name = &amp;quot;Sala et al.&amp;quot;&amp;gt; Sala: https://publications.jrc.ec.europa.eu/repository/handle/JRC99101.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name = &amp;quot;Harris u. a. 2021&amp;quot;&amp;gt; Harris, Steve, Michael Martin, und Derek Diener. 2021. „Circularity for Circularity’s Sake? Scoping Review of Assessment Methods for Environmental Performance in the Circular Economy.“ Sustainable Production and Consumption 26:172–86. doi: 10.1016/j.spc.2020.09.018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name = &amp;quot;Nicholson u. a. 2009&amp;quot;&amp;gt; Nicholson, Anna L., Elsa A. Olivetti, Jeremy R. Gregory, Frank R. Field, und Randolph E. Kirchain. 2009. „End-of-life LCA allocation methods: Open loop recycling impacts on robustness of material selection decisions“. S. 1–6 in 2009 IEEE International Symposium on Sustainable Systems and Technology. Tempe, AZ, USA: IEEE.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Life_Cycle_Assessment&amp;diff=6458</id>
		<title>Life Cycle Assessment</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Life_Cycle_Assessment&amp;diff=6458"/>
		<updated>2026-09-30T10:25:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__TOC__&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
Life Cycle Assessment (LCA) oder auch Ökobilanzierung ist eine Methode zur systematischen Analyse und Bewertung von Umweltauswirkungen entlang aller Lebenszyklusphasen eines Produkts. Sie hat ihren Ursprung in den 1960er Jahren und hat eine ganzheitliche Betrachtungsweise von Produktsystemen auf Grundlage des sogenannten Life Cycle Thinkings zum Ziel. Die Wertschöpfungskette beginnt mit der Gewinnung des Rohstoffs und geht über die Produktherstellung, die Nutzungsphase bis hin zur Entsorgung. Das methodische Vorgehen bei einer Ökobilanzierung ist gemäß DIN EN ISO 14040 und DIN EN ISO 14044 genormt. &amp;lt;ref name = &amp;quot;EN ISO 2020a&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;EN ISO 2020b&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufbau und Vorgehen ===&lt;br /&gt;
Eine LCA ist in vier Phasen unterteilt und wird iterativ durchgeführt: Informationen und Ergebnisse einer Phase können sich wiederum auf eine andere auswirken und eine Überarbeitung erfordern. &amp;lt;ref name = &amp;quot;EN ISO 2020a&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;EN ISO 2020b&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
; (1)	Definition des Ziels und Untersuchungsrahmens&lt;br /&gt;
In der ersten Phase ist Folgendes zu definieren: &lt;br /&gt;
* Fragestellung: Was soll mit der Studie untersucht werden?&lt;br /&gt;
* Zielgruppe: An wen richtet sich die Studie?&lt;br /&gt;
* Durchführende Personen: Behörden, Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen&lt;br /&gt;
* Funktionelle Einheit: Welche Funktion erfüllen die untersuchten Produktsysteme?&lt;br /&gt;
* Referenzfluss: Menge an Produkten, die nötig ist, um Funktion zu erfüllen&lt;br /&gt;
* Systemgrenzen: Was sind z.B. in- bzw. exkludierte Prozesse, welche Parameter werden untersucht, was ist der geographische und zeitliche Rahmen? &amp;lt;ref name = &amp;quot;EN ISO 2020a&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;EN ISO 2020b&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundlegend ist auch eine begründete Auswahl der Art der LCA (consequential, attributional), der Allokationsverfahren und der Wirkungsabschätzungsmethode zu treffen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;EN ISO 2020a&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;EN ISO 2020b&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; (2)	Erstellung der Sachbilanz&lt;br /&gt;
Die Erstellung der Sachbilanz erfordert eine umfassende Datenerhebung der physischen In- und Outputströme aller Prozesse des im ersten Schritt definierten Systems. Die Sachbilanz umfasst inputseitig Ressourcen, Materialien sowie Halbzeug und outputseitig Emissionen, Abfallströme und Produkte. &amp;lt;ref name = &amp;quot;EN ISO 2020a&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;EN ISO 2020b&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; (3)	Wirkungsabschätzung&lt;br /&gt;
In der Wirkungsabschätzung werden die In- und Outputströme mit Wirkungsfaktoren verschiedener Kategorien verknüpft, um die Umweltwirkung zu bestimmen. Dies erfolgt zunächst auf der Ebene sogenannter Midpoint-Indikatoren, wie z.B. dem Treibhausgaspotenzial. Es ist außerdem möglich eine Mehrzahl an Midpoint-Indikatoren zu einem Endpoint-Indikator, wie der Ökosystem-Gesundheit oder menschlichen Gesundheit, zusammenzuführen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;EN ISO 2020a&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;EN ISO 2020b&amp;quot;/&amp;gt; Die Auswahl der Wirkungskategorien wie Klimawandel, Versauerungspotenzial oder Ökotoxizität ist von hoher Bedeutung. Sie sind so zu wählen, dass alle Umweltthemen, die relevant für das Produktsystem sind, abgedeckt sind. Es verhindert die Verschiebung adressierter Probleme., das sogenannte burden-shifting. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hauschild, Rosenbaum, und Olsen 2018&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; (4)	Auswertung&lt;br /&gt;
Die letzte Phase umfasst die Interpretation der Ergebnisse. Dazu zählt, die LCA hinsichtlich der Unsicherheiten und Sensitivitäten des aufgestellten Modells zu untersuchen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;EN ISO 2020a&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;EN ISO 2020b&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine LCA liefert durch die Bezugsgröße der funktionellen Einheit immer nur relative Ergebnisse, anhand derer vergleichende Aussagen getroffen werden können. Die LCA berücksichtigt ausschließlich die ökologische Dimension der Nachhaltigkeit. &amp;lt;ref name = &amp;quot;EN ISO 2020a&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;EN ISO 2020b&amp;quot;/&amp;gt; Für eine Nachhaltigkeitsbewertung im Sinne der Triple-Bottom Line gibt es zudem das (environmental, societal) Life Cycle Costing (LCC) sowie das Social Life Cycle Assessment (sLCA). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hunkeler et al 2008&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;Sala et al.&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bestehende LCA-basierte Untersuchungen umfassen verschiedenste Produktsysteme und CE-Strategien wie das Recycling, die Verlängerung der Produktlebensdauer und Wiederverwendung. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Harris u. a. 2021&amp;quot;/&amp;gt; Insbesondere bei der Bewertung von CE-Strategien sind verschiedene methodische Ansätze und Allokationsverfahren zu berücksichtigen und zu diskutieren, bspw. Umgang mit Recycling. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Nicholson u. a. 2009&amp;quot;/&amp;gt; Einen eigenen Forschungsschwerpunkt bildet hier die Verknüpfung der unterschiedlichen Betrachtungsebenen (Prozessebene, Produktsystem, Märkte). Herausforderungen stellen dabei die Datenverfügbarkeit und -kompatibilität sowie die Komplexität der Systeme dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=800px heights=300px mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Vorgehen einer LCA.png|Abbildung 1: Vorgehen einer LCA nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;EN ISO 2020a&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name = &amp;quot;EN ISO 2020a&amp;quot;&amp;gt; EN ISO. 2020a. „Environmental Management - Life Cycle Assessment - Principles and Framework. ISO 14040:2006 + Amd 1:2020“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name = &amp;quot;EN ISO 2020b&amp;quot;&amp;gt; EN ISO. 2020b. „Environmental Management - Life Cycle Assessment - Requirements and Guidelines. ISO 14044:2006 + Amd 1:2017 + Amd 2:2020“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hauschild, Rosenbaum, und Olsen 2018&amp;quot;&amp;gt; Hauschild, Michael Z., Ralph K. Rosenbaum, und Stig Irving Olsen, Hrsg. 2018. Life Cycle Assessment. Cham: Springer International Publishing.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hunkeler et al 2008&amp;quot;&amp;gt; Hunkeler: Environmental Life Cycle Costing, 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name = &amp;quot;Sala et al.&amp;quot;&amp;gt; Sala: https://publications.jrc.ec.europa.eu/repository/handle/JRC99101.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name = &amp;quot;Harris u. a. 2021&amp;quot;&amp;gt; Harris, Steve, Michael Martin, und Derek Diener. 2021. „Circularity for Circularity’s Sake? Scoping Review of Assessment Methods for Environmental Performance in the Circular Economy.“ Sustainable Production and Consumption 26:172–86. doi: 10.1016/j.spc.2020.09.018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name = &amp;quot;Nicholson u. a. 2009&amp;quot;&amp;gt; Nicholson, Anna L., Elsa A. Olivetti, Jeremy R. Gregory, Frank R. Field, und Randolph E. Kirchain. 2009. „End-of-life LCA allocation methods: Open loop recycling impacts on robustness of material selection decisions“. S. 1–6 in 2009 IEEE International Symposium on Sustainable Systems and Technology. Tempe, AZ, USA: IEEE.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=LCA&amp;diff=6457</id>
		<title>LCA</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=LCA&amp;diff=6457"/>
		<updated>2026-09-30T10:23:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: Weiterleitung nach Life Cycle Assessment erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#REDIRECT [[Life Cycle Assessment]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Kunststoffe&amp;diff=6456</id>
		<title>Kunststoffe</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Kunststoffe&amp;diff=6456"/>
		<updated>2026-09-30T10:22:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;imagemap&amp;gt;&lt;br /&gt;
    File:Abbildung_Kreislauf.png|class=cd_imagemap|&lt;br /&gt;
    circle 358 103 94 [[#Primärrohstoffe und Grundstoffe|Primärrohstoffe und Grundstoffe]]&lt;br /&gt;
    circle 612 351 88 [[Kunststoffe#Produktion|Produktion]]&lt;br /&gt;
    circle 359 606 89 [[#Nutzung|Nutzung]]&lt;br /&gt;
    circle 100 353 91 [[#Recyclingrohstoff|Recyclingrohstoff]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/imagemap&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nicht eindeutig bestimmte Begriff „Kunststoff“ bezeichnet synthetisch hergestellte, insbesondere polymere Werkstoffe, die nicht natürlich vorkommen &amp;lt;ref name=&amp;quot;Endres&amp;quot;/&amp;gt;. Damit schafft der Begriff &amp;quot;Kunststoffe&amp;quot; eine klare Differenzierung von künstlichen Polymeren zu natürlich vorkommenden Stoffen, jedoch nicht zu den ebenfalls künstlichen Werkstoffen Glas, Metall und Papier. Da sich diese künstlichen Werkstoffe in ihren plastischen Eigenschaften von Polymeren unterscheiden, werden synthetische, polymere Werkstoffe umgangssprachlich auch als „Plastik“ bezeichnet. Der Begriff „plastics“ hat sich auch im englischen Sprachgebrauch durchgesetzt. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Endres&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hengstmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RS-Prim blaudunkel RGB Linie.png|class=headericons]] &lt;br /&gt;
== Primärrohstoffe und Grundstoffe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
Kunststoffe setzen sich aus Polymeren und Zusatzstoffen zusammen. Letztere verleihen dem Kunststoff seine anwendungsbezogenen Eigenschaften. Die Polymere können entweder aus der Natur gewonnen oder synthetisch hergestellt werden &amp;lt;ref name=&amp;quot;Dahlmann&amp;quot;/&amp;gt;. Dabei stellen Erdgas, Erdöl und Kohle sowie  Cellulose und Naturkautschuk die primären Rohstoffe für die Kunststoffherstellung dar &amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;. Erdöl kommt hierbei am häufigsten zum Einsatz &amp;lt;ref name=&amp;quot;Dahlmann&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Für die industrielle Verarbeitung zu polymeren Werkstoffen sind Monomer-Einheiten erforderlich. Dazu werden die Ausgangsstoffe Erdöl, Erdgas oder Kohle durch fraktionierte Destillation aufgetrennt, Abbildung 1 zeigt den Vorgang der Destillation am Beispiel Erdöl auf. Während der Destillation steigen Moleküle mit kürzeren Kohlenwasserstoffketten im Fraktionierturm auf und können nach Länge der Kohlenwasserstoffketten einzeln abgeleitet werden. Dazu wird der Ausgangsstoff auf 400 °C erhitzt. Im Fraktionierturm steigt der entstehende Dampf mehrere Etagen auf. Die Glockenform der Etagendurchlässe garantiert dabei ein langsames Aufsteigen des Dampfes. Das Absenken der Dampftemperatur induziert eine Kondensation von Kohlenwasserstoffen auf jeder Etage. Die Fraktionen unterscheiden sich demnach je nach Etage in ihren Siedepunkten und Molekülgrößen. Entscheidend für die Gewinnung von Monomeren für die Kunststoffproduktion sind insbesondere die Benzinfraktionen (Naphta). Im sogenannten Crackprozess werden langkettige Kohlenwasserstoffe wie Naphta durch hohe Temperaturen und den Einsatz von Katalysatoren zu ungesättigten Kohlenwasserstoffen gespalten. Daraus bilden sich diverse Gasmoleküle, wobei das Ziel eine Abtrennung reinen Ethylens ist. Dieses dient als Basisrohstoff für die Herstellung von Kunststoffen sowie von Zwischenprodukten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schwarz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:FraktionierteDestillationErdöl.png|thumb|900px|right|Abbildung 1: Fraktionierte Destillation von Erdöl nach &amp;lt;ref name=&amp;quot;Schwarz&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;sup&amp;gt;(S. 22-23)&amp;lt;/sup&amp;gt; ]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rohstoffsituation in Deutschland===&lt;br /&gt;
Innerhalb der letzten 25 Jahre sanken Deutschlands Erdölreserven um 28,8 Mt auf 23,8 Mt &amp;lt;ref name=&amp;quot;LBEG&amp;quot; /&amp;gt;, während der deutsche Verbrauch im Jahr 2022 42,5 Mt betrug &amp;lt;ref name=&amp;quot;statista (h)&amp;quot; /&amp;gt;. Von den im Jahr 2020 global vorhandenen Erdölreserven im Umfang von 244,4 Mrd. t &amp;lt;ref name=&amp;quot;statista (a)&amp;quot; /&amp;gt; wurden 2020 insgesamt 1,89 Mrd. t Erdöl verbraucht &amp;lt;ref name=&amp;quot;statista (e)&amp;quot; /&amp;gt;. In Westeuropa werden 4 bis 6% der Produkte aus Erdölraffinerien für die Kunststoffproduktion aufgewendet &amp;lt;ref name=&amp;quot;Dahlmann&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;PlasticsEurope 21.&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Deutschlands Erdgasreserven sanken seit 1998 von 200 Mrd. m&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; auf 50 Mrd. m&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;. Während hier im Jahr 2000 noch 18,7 Mrd. m&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; Erdgas gefördert wurden, waren es 2022 noch 4,3 Mrd. m&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;statista (g)&amp;quot; /&amp;gt;. Der jährliche deutsche Verbrauch liegt seit circa zwanzig Jahren fast konstant bei ca. 80 m&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; Erdgas &amp;lt;ref name=&amp;quot;Statista (f)&amp;quot; /&amp;gt;. Rund 55% des nach Deutschland importierten Erdgases stammt aus Russland und rund 30% aus Norwegen &amp;lt;ref name=&amp;quot;statista (c)&amp;quot; /&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Durch die geringen eigenen Reserven ist Deutschland aufgrund seiner hohen Produktion von Kunststoffen und anderen fossilbasierten Produkten stark abhängig von Importen. Dies kann zu Versorgungsengpässen führen und die rohstoffliche sowie politische Unabhängigkeit einschränken. &amp;lt;ref name=&amp;quot;WD Deutscher Bundestag&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Produktion blaumedium RGB Linie.png|class=headericons]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Produktion==&lt;br /&gt;
Bei der Kunststoffherstellung wird unter anderem durch eine gezielte Auswahl von verschiedenen Polymeren gesteuert, welche Kunststoffe gebildet werden. Dabei wird bei der Polymersynthese zwischen drei Verfahren unterschieden: der Polymerisation, der Polykondensation und der Polyaddition.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Polymerisation===&lt;br /&gt;
[[Datei:SchemaPhasenPolymerisation.png|thumb|850px|right|Abbildung 2: Schematische Darstellung der Phasen der Polymerisation nach &amp;lt;ref name=&amp;quot;Schwarz&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;sup&amp;gt;(S. 22-23)&amp;lt;/sup&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Polymerisation erfolgt in drei Stufen (Abbildung 2). Dazu werden gleich oder ähnlich aufgebaute Monomere miteinander verkettet, die sich aus Wasserstoffatomen und mindestens zwei Kohlenstoffatomen zusammensetzen. Die Monomere können mit anderen Molekülen gleicher Art kovalente Bindungen eingehen. Während der Startreaktion werden die Doppelbindungen der Monomere durch Initiatormoleküle, wie Ionen, Radikale oder Katalysatoren, aufgetrennt&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kalweit&amp;quot; /&amp;gt;. Die freiwerdenden Bindungsstellen können zur Kettenbildung genutzt werden, was auch als Wachstumsreaktion bezeichnet wird. Als Medium für die Reaktion können Wasser, Lösungsmittel, Suspensionen oder Emulsionen dienen. Der gewünschte Polymerisationsgrad stellt hierbei die mittlere Kettenlänge dar. Bei einer Polymerisation können gleiche oder verschiedene Monomere aneinander gekettet werden (Homopolymerisation oder Co-Polymerisation). Das Kettenwachstum wird schließlich durch eine Abbruchreaktion beendet &amp;lt;ref name=&amp;quot;Kalweit&amp;quot; /&amp;gt;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Übliche Kunststoffe, die durch Polymerisation hergestellt werden, sind z. B. Polyethylen, Polypropylen, Polyvinylchlorid&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dahlmann&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Polyaddition und Polykondensation===&lt;br /&gt;
[[Datei:PolykondensationPolyaddition.png|thumb|850px|right|Abbildung 3: Schematische Darstellung der Polykondensation und Polyaddition nach &amp;lt;ref name=&amp;quot;Schwarz&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;sup&amp;gt;(S. 22-23)&amp;lt;/sup&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Polyaddition und Polykondensation unterscheiden sich signifikant von der Polymerisation, denn bei diesen finden separate chemische Reaktionen statt. Ausgewählte chemische Verbindungen mit zusammenpassenden funktionellen Gruppen reagieren zunächst zu kleineren Molekülverbänden. Diese werden in einem nächsten Reaktionsschritt zu dichten Verknüpfungen kombiniert (Abbildung 3).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei der Polykondensation werden kurzkettige Nebenprodukte abgespalten, meist Wasser oder Alkohol. Sie wird insbesondere zur Herstellung von Polyamiden, Polyestern sowie Phenoplasten und Aminoplasten angewandt. Bei der Polyaddition entstehen hingegen keine Spaltprodukte und es werden Kunststoffe wie Polyurethane, Polyharnstoffe und Epoxidharze gebildet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Polykondensation und der Polyaddition werden meist zwei verschiedene Molekülbausteine miteinander verknüpft, an deren Enden mindestens eine reaktionsfähige Atomgruppe sitzt. Die Anzahl dieser reaktionsfähigen Gruppen entscheidet über die Plastizität des Polymers. Bei zwei reaktionsfähigen Gruppen entstehen lineare Verknüpfungen, die als Thermoplaste bezeichnet werden. Liegen drei reaktionsfähige Gruppen vor, so entstehen maschenförmige Verknüpfungen, die als Duroplaste bezeichnet werden. Daraus ergibt sich auch die typische Einteilung polymerer Werkstoffe. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Schwarz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einteilung polymerer Werkstoffe===&lt;br /&gt;
Polymere Werkstoffe werden anhand ihrer Makromolekülstruktur und damit Plastizität in Elastomere, Thermoplaste, Duroplaste sowie thermoplastische Elastomere eingeteilt (Tabelle 1). Durch ihre Struktur unterscheiden sich die Kunststoffarten in ihrer Reaktion auf mechanische Einwirkungen in Abhängigkeit von der Temperatur und hinsichtlich ihres Verhaltens bei Kontakt mit Lösungsmitteln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Thermoplaste bezeichnet die Gruppe der wärmeverformbaren Werkstoffe, die weiter in amorphe und teilkristalline Thermoplaste differenziert werden. Erstere besitzen keine geordnete Struktur, was bei Temperaturzunahme zu gesteigerter Verformbarkeit führt. Dagegen verfügen die teilkristallinen Thermoplaste über Eigenschaften, die ein Abgleiten der Makromoleküle voneinander erschweren und somit auch die Verformbarkeit unter Temperatureinfluss verringern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Duroplaste (oder Duromere) besitzen eine engmaschigere Struktur und sind daher nicht plastisch verformbar. Durch ihren hohen Vernetzungsgrad lassen sie sich weder zersetzen noch schmelzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Elastomere bezeichnen gummielastische Werkstoffe und setzen sich aus weitmaschig verbundenen Kautschukmolekülen zusammen, deren geringer Vernetzungsgrad ihre Beweglichkeit sichert. Dennoch wird ein Abgleiten einzelner Moleküle verhindert, sodass Elastomere thermisch nicht formbar sind. Zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften, wie der Zugfestigkeit, werden Elastomeren Füllstoffe zugeschlagen, was zu einer Gummielastizität führt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die thermoplastischen Elastomere zeigen ebenfalls gummielastisches Verhalten, besitzen dabei aber sowohl engmaschig vernetzte als auch weniger stark vernetzte, thermoplastische Bereiche. Dadurch sind sie reversibel wärmeverformbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 1: Einordnung polymerer Werkstoffe &amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;color:white&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Werkstoffklasse&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;color:white&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Thermoplaste&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;color:white&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Duroplaste&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;color:white&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Elastomere&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;color:white&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Thermoplastische Elastomere&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Verhalten&#039;&#039;&#039; || wärmeformbar || nicht wärmeformbar || gummielastisch || gummielastisch, wärmeformbar&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Vernetzungsgrad&#039;&#039;&#039; || nicht vernetzt || hoch (chemische Vernetzungsreaktion) || chemisch vernetzt (weitmaschig) || chemisch vernetzt (engmaschig)&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Löslichkeit und Quellbarkeit&#039;&#039;&#039; || gering bis stark in Lösungsmitteln || nicht löslich oder quellbar (auch in Lösungsmitteln) || in Lösungsmitteln gering bis stark quellbar, jedoch nicht löslich || in Lösungsmitteln gering bis stark quellbar oder löslich&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Einsatzgebiete&#039;&#039;&#039; || Verpackungsfolien, Hochleistungs- und technische Kunststoffe || Epoxidharze: Rohrleitungen, Behälter, Lacke; Ungesättigte Polyesterharze: Einbettung elektronischer Bauteile, Spulen- und Relaiskörper, Automobilbau, Flugzeugbau, Schiffbau || Autoreifen und technische Gummiwaren, Spezialwerkstoffe für Luft- und Raumfahrt || Bedienelemente, Griffteile, verschleißfeste Oberflächen, Kabelummantelungen, Förderbänder, Stoßfänger, Profile, Folien&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Einteilung von Kunststoffen in die oben genannten Werkstoffklassen findet eine Unterteilung anhand weiterer Eigenschaften statt (Abbildung 4). In Abhängigkeit der Wärmeformbeständigkeit und der Dauergebrauchstemperatur wird zwischen Standardkunststoffen, technischen Kunststoffen und den sehr formbeständigen Hochtemperaturkunststoffen unterschieden. Während Standardkunststoffe 80% bis 90% der weltweiten Kunststoffproduktion ausmachen &amp;lt;ref name=&amp;quot;Engelsmann&amp;quot; /&amp;gt;, liegt der Anteil von Hochtemperaturkunststoffen nur bei ca. 1% der global verbrauchten Kunststoffe &amp;lt;ref name=&amp;quot;Weißbach&amp;quot; /&amp;gt;. Technische Kunststoffe machen damit einen Anteil von 9% bis 19% aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=1000px heights=700px mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:KS_EinteilungKStArten.png|700px|thumb|Abbildung 4: Einteilung von Kunststoffarten nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Weißbach&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;sup&amp;gt;(S. 383)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Historie===&lt;br /&gt;
Die in Südamerika bereits früh genutzten Naturkautschuke dienten seit dem 18. Jahrhundert auch in Europa als Werkstoff für Elastomererzeugnisse. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Naturkautschuk und Cellulose erstmalig umgewandelt, sodass 1869 der erste thermoplastische Kunststoff „Celluloid“ entstand. Die Nachfrage nach diesen natürlichen, organischen Stoffen stieg und steigt seither an &amp;lt;ref name=&amp;quot;statista (i)&amp;quot;/&amp;gt;. Aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit in der Natur und um die Eigenschaften von Naturkautschuken an unsere Bedürfnisse anzupassen, wurden seit dem 20. Jahrhundert Synthesekautschuke industriell hergestellt. Der erste rein synthetische Kunststoff Bakelit wurde 1907 aus Phenol und Formaldehyd entwickelt und in Haushalts- und Küchengegenständen sowie Telefonen eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aktuell bestimmen die Thermoplaste Polyethylen (fast 30% der deutschen Produktionsmenge), Polypropylen (20% der deutschen Produktionsmenge) und Polyvinylchlorid (15% der deutschen Produktionsmenge) die deutsche Kunststoffproduktion &amp;lt;ref name=&amp;quot;PlasticsEurope 2022a&amp;quot; /&amp;gt;. Die Nachfrage nach diesen sowie generell Kunststoffen stieg und steigt weltweit an: Dabei ist die globale Entwicklung durch die in Asien steigende Kunststoffproduktion geprägt, während die europäische Produktion von Kunststoffen seit dem Jahr 2007 bei leichtem Rückgang relativ konstant ist &amp;lt;ref name=&amp;quot;PlasticsEurope 2022b&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Conversio&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Produktionszahlen===&lt;br /&gt;
[[Datei:KS_globaleProduktion.png|800px|thumb|Abbildung 5: Verteilung der globalen Kunststoffproduktion nach &amp;lt;ref name=&amp;quot;PlasticsEurope 2023&amp;quot; /&amp;gt;. NAFTA bezeichnet ein Freihandelsabkommen zwischen USA, Kanada und Mexiko.]]&lt;br /&gt;
An der globalen Kunststoffproduktion von 400,3 Mio. Tonnen im Jahr 2022 hatte China mit 32% den größten Anteil, Nordamerika hatte 17% und Europa 14% Anteil an der globalen Kunststoffproduktion (Abbildung 5). Dabei ist die globale Kunststoffproduktion durch die Produktion von 26,3% Polyethylen und 18,9% Polypropylen sowie 12,7% Polyvinylchlorid geprägt. Der Anteil an aus Rezyklaten produzierten Kunststoffen belief sich im Jahr 2022 auf 9,6% der Gesamtproduktion. &amp;lt;ref name=&amp;quot;PlasticsEurope 2023&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:KS_deutscheProduktion.png|600px|thumb|Abbildung 6: Produktionsmenge der deutschen Kunststoffindustrie 2018 bis 2022 nach &amp;lt;ref name=&amp;quot;statista (d)&amp;quot; /&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 2022 wurden europaweit 58,7 Mio. Tonnen Kunststoff produziert, von denen die deutsche Kunststoffproduktion über ein Drittel ausmachte. Die deutsche Kunststoffproduktion betrug in den letzten Jahrzehnten jährlich zwischen 17 und 21 Mio. Tonnen (Abbildung 6). Im Jahr 2021 wurden 21,3 Mio. Tonnen Kunststoff produziert. Das Absinken der Produktion auf 14,3 Mio. Tonnen Kunststoff im Jahr 2022 ist durch die Inflation und die wirtschaftliche Stagnation begründet, die sich u. a. infolge des Kriegs Russlands mit der Ukraine entwickelten. &amp;lt;ref name=&amp;quot;statista (d)&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:KS_ AnteilePolymertypen.png|650px|thumb|Abbildung 7: Anteil der Polymertypen an der deutschen Kunststoffproduktion 2021 nach &amp;lt;ref name=&amp;quot;Conversio&amp;quot; /&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Auch in Deutschland setzen sich die produzierten Polymerarten überwiegend aus Polyethylen (27%), Polypropylen (20%) sowie Polyvinylchlorid (15%) zusammen (Abbildung 7)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Conversio&amp;quot; /&amp;gt;. Damit stimmt die Verteilung mit der globalen Nachfrage überein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Umweltverträglichkeit===&lt;br /&gt;
Unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren schneiden Kunststoffprodukte hinsichtlich ihrer Umweltverträglichkeit häufig besser ab als Konkurrenzprodukte. Dies kann beispielsweise an der Gewichtsreduktion bei der Substitution eines Bauteils aus einem anderen Werkstoff durch eines aus Kunststoff liegen. Auch die Kombination mehrerer Funktionen, die Wiederverwertbarkeit und mögliche Wiederverwendung (z. B. Pfandsysteme) beeinflussen diese Bewertung. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Kalweit&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Umweltverträglichkeit ergeben sich jedoch Einschränkungen durch Vermüllung (auch Littering genannt), die u. a. Ladungsverluste beim Transport von Rohstoffen und Produkten, unsachgemäße Entsorgung sowie den Verlust von Arbeitsmaterialien aus der Fischerei einschließt. Weitere Faktoren sind insbesondere der Abrieb von Partikeln im Verkehr sowie in Industrieprozessen. Auch die in Haushalten generierten Einträge von Mikroplastik durch Faserverluste oder die Nutzung flüssiger Polymere beeinträchtigen die Umweltverträglichkeit von Kunststoffen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Hengstmann&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Exkurs: Kunststoff-Verbunde==&lt;br /&gt;
Kunststoffe werden neben dem Einsatz als reiner Werkstoff in Verbundwerkstoffen eingesetzt, bei denen Eigenschaften verschiedener Materialien kombiniert werden. Auf Seite der Kunststoffe ist besonders die geringe Dichte ein werkstofflicher Vorteil, der in Verbunden genutzt wird. Ein Matrixwerkstoff bildet die Basis des Verbunds, hierfür werden meist Duroplaste oder Thermoplaste eingesetzt. Kombiniert werden diese mit anderen Materialien, sodass der Verbund die gewünschten Eigenschaften aufweist. Das können z. B. Verstärkungsmaterialien wie Glas- und Karbonfasern oder auch Holz sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Werkstoffe aus Verbundmaterialien===&lt;br /&gt;
Um die technischen Eigenschaften eines Kunststoffes zu verbessern, werden die Matrixwerkstoffe insbesondere mit Langfasermaterialien verstärkt. Die so entstehenden Faser-Kunststoff-Verbunde kombinieren die geringe Dichte der Polymere mit hoher Festigkeit und Steifigkeit der Fasermaterialien, so dass sie bei stoß- und schlagbeanspruchten Bauteilen Metalle als Baumaterialien ersetzen können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Glasfasern werden in circa 85% der Faser-Kunststoff-Verbunde eingesetzt, da sie mechanische Belastbarkeit und Isoliereigenschaften bieten und zudem günstig produziert werden können. Daher werden sie insbesondere für Gebäudeelemente und Rohre im Bausektor sowie im Fahrzeugbau und der Luft- und Raumfahrt eingesetzt. Für Hochleistungskunststoffverbunde eignet sich eine Verstärkung mit Kohlenstofffasern, da mit ihnen ein zu dem von Stahl vergleichbares Zugmodul bei stark verringertem Gewicht erreicht werden kann. So eignen sie sich insbesondere für den Einsatz im Windenergiesektor und im Flugzeugbau, kommen aber ebenfalls für Sportgeräte zum Einsatz. Darüber hinaus werden u. a. aromatische Polyamidfasern (Aramide) und Stahlfasern für stark beanspruchte Materialien wie Reifen und Transportbänder eingesetzt. Sie zeichnen sich durch besondere Energieabsorptionsfähigkeit aus und dienen daher auch als Material für ballistische Schutzausrüstung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die stoffliche Verwertung von Faser-Kunststoffverbunden ist schwierig und wichtiger Bestandteil der aktuellen Forschung. Meist werden die Abfälle zerkleinert und als Füllstoffe neuen Verbundwerkstoffen beigemischt. Jedoch verkürzen sich die Fasern durch die mechanische Beanspruchung bei der Zerkleinerung, wodurch die Faserverstärkung abnimmt. Darüber hinaus können die Verbundwerkstoffe thermisch verwertet werden. Bei der energetischen Nutzung wird die Kunststoffmatrix verbrannt, die Fasern bleiben zurück und können anschließend in der Zementindustrie als Zuschlagstoff eingesetzt werden. Die energetische Verwertung beansprucht die Fasern jedoch stark. Eine schonendere thermische Verwertungsalternative stellt die Pyrolyse dar. Hier wird die Kunststoffmatrix thermisch zersetzt und die Fasern bleiben in ursprünglicher Länge erhalten und können wiederverwendet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verpackungen aus Verbundmaterialien===&lt;br /&gt;
Als Reaktion auf Vermüllung und das negative Image von Kunststoffprodukten setzen viele Unternehmen vermehrt Faser-Kunststoff-Verbundverpackungen ein &amp;lt;ref name=&amp;quot;ZSVR&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;WD Deutscher Bundestag&amp;quot; /&amp;gt;. Dadurch kann z. B. die Wandstärke von Kunststoff-Joghurtbechern reduziert werden, da eine Papierbanderole die nötige Stabilität liefert. Dies erschwert bei nicht korrekter Trennung und Entsorgung jedoch die Sortierung und das Recycling, da es zu Fehlerkennung und Fehlausträgen führt &amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;. Auch Verbundverpackungen, in denen die Eigenschaften verschiedener Kunststoffe kombiniert werden, führen zu Herausforderungen bei der Sortierung und im Recycling &amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;. Sie können nicht sortenrein erfasst werden und werden je nach Ausrichtung auf dem Förderband bei der Sortierung unterschiedlich erkannt&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;. Außerdem ist die Trennung der einzelnen Komponenten sehr aufwendig &amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;. So kommt es zu materialfremden Bestandteilen in den Recyclingrohstoffen. Diese können zu Einschlüssen in den Produkten aus Recyclingrohstoff führen, die später Materialversagen verursachen können&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nutzung grünmai RGB Linie.png|class=headericons]]&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;!--style=&amp;quot;height:100px; width:150px;text-align:center;&amp;quot; --&amp;gt;|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
[[Datei:KS_deutscherVerbrauchAnwendungsgebiet.png|thumb|700px|right|Abbildung 8: Kunststoffverbrauch 2021 in Deutschland nach Anwendungsgebiet nach &amp;lt;ref name=&amp;quot;Conversio&amp;quot; /&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Kunststoffe werden aufgrund ihrer Materialeigenschaften als Substitute sowohl für metallische und keramische als auch für Holzwerkstoffe eingesetzt. Die bereits beschriebenen mechanischen Eigenschaften sind bestimmend für den Anwendungszweck. Die Gleit- und Haftungseigenschaften ermöglichen die Verwendung als mobile Bauteile, ohne dabei auf Schmiermittel zurückgreifen zu müssen. Thermoplaste besitzen weiterhin eine gute Fließfähigkeit, was eine kostengünstige Verarbeitung durch einfache Formung ermöglicht. Im Gegensatz zu Metallen weisen polymere Werkstoffe meist eine hohe Korrosionsbeständigkeit und je nach Sorte auch eine höhere Resistenz gegenüber Chemikalien als Edelstähle auf. Jedoch sind einige Kunststoffe anfällig gegenüber Lösungsmitteln. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Kalweit&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Die größten Nutzungsgebiete von Kunststoffen sind in Deutschland die Verpackungsindustrie und die Baubranche, die jeweils ein Drittel bzw. ein Drittel der Kunststoffanwendungen ausmachen (Abbildung 8). Weitere relevante Anwendungsfelder sind die Fahrzeugindustrie sowie Elektronik, Haushaltswaren und Möbel. Die Landwirtschaft und die Medizin stellen einen Anteil unter 5%. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Weißbach&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Verpackungsmaterialien werden überwiegend Kettenpolymerisate eingesetzt, die zu den Thermoplasten zählen. Dazu gehören insbesondere (Low Density (LD)-, Linear Low Density (LLD)- sowie High Density (HD)-Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP), die zur Gruppe der Polyolefine gehören, und Polyethylenterephthalat (PET). Weitere verwendete Kettenpolymerisate sind Styrol-Kunststoffe wie Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS), Styrol-Acrylnitril (SAN) oder Polystyrol (PS). &amp;lt;ref name=&amp;quot;Weißbach&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Gebäudetechnik wird hauptsächlich das Kettenpolymerisat Polyvinylchlorid eingesetzt. Daneben werden häufig Polyolefine und Polystyrol (PS) verbaut. In der Baubranche finden zudem Polyaddukte, wie Polyurethan (PUR), Anwendung. Polyaddukte können zur Gruppe der Duroplaste oder der Elastomere zählen. Weiterhin werden einige Styrol-Kunststoffe wie expandiertes Polystyrol (EPS) in der Gebäudetechnik genutzt. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Weißbach&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Automobilbau wird hinsichtlich des Kunststoffverbrauchs durch die Polyolefine PP, HDPE sowie durch Polyurethan (PUR) geprägt. Auch Polyamide kommen zum Einsatz. Auch in der Elektronikbranche werden überwiegend die thermoplastischen Polyolefine (wie PP), aber auch PUR verwendet. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Weißbach&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RS-Sek blaudunkel RGB Linie.png|class=headericons]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Recyclingrohstoff==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
Das Kunststoffrecycling hat in den vergangenen Jahren aufgrund der Vermüllungsproblematik und den Zielen der Kreislaufwirtschaft an Bedeutung in Gesellschaft, Industrie und Forschung gewonnen &amp;lt;ref name=&amp;quot;Hengstmann&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;KrWG&amp;quot;/&amp;gt;. Angetrieben wird die stoffliche Verwertung seit 2024 zusätzlich durch die CO2-Steuer für die energetische Verwertung von Kunststoffen &amp;lt;ref name=&amp;quot;BEHG&amp;quot;/&amp;gt;. Dabei ist im ersten Schritt eine möglichst sortenreine Erfassung von Kunststoffen entscheidend, um ein hochwertiges Recycling zu gewährleisten &amp;lt;ref name=&amp;quot;Martens&amp;quot;/&amp;gt;. Anschließend gibt es, je nach Qualität der Sortierfraktionen verschiedene Aufbereitungs- und Verwertungsmöglichkeiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erfassung===&lt;br /&gt;
Von den 12,4 Mio. Tonnen Kunststoff, die in Deutschland im Jahr 2021 verbraucht wurden, wurden 5,7 Mio. t KS-Abfälle über die unterschiedlichen Sammelsysteme erfasst, was auf die Langlebigkeit einiger Produkte zurückzuführen ist &amp;lt;ref name=&amp;quot;Conversio&amp;quot; /&amp;gt;. Kurzlebige Produkte wie Verpackungen werden fast vollständig (&amp;gt; 99%) wieder erfasst &amp;lt;ref name=&amp;quot;Conversio&amp;quot; /&amp;gt;. Von langlebigen Produkten, z. B. aus dem Bausektor, wird ein Anteil von 16% erfasst. Exportprodukte wie Automobile werden zu 30% exportiert und somit aus dem System entnommen und zu 23% wieder als Abfall erfasst. Von den gesammelten Kunststoffabfällen entfallen 96% auf den Post-Consumer-Bereich und 4% auf die Verarbeitung und Herstellung von Kunststoff, also den Post-Production-Bereich &amp;lt;ref name=&amp;quot;UBA 2023&amp;quot; /&amp;gt;. Die Erfassung von Post-Consumer-Abfällen erfolgt dabei für Verpackungen vor allem über die Sammlung von Leichtverpackungen und das Pfandsystem, aber auch über Gewerbeabfall- und E-Schrottsammlungen und Recyclinghöfe.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
===Wiederverwendung (Re-Use) von Kunststoffen===&lt;br /&gt;
Bei der Wiederverwendung wird ein Erzeugnis, das nicht Abfall ist, erneut für den ursprünglichen Zweck eingesetzt &amp;lt;ref name=&amp;quot;KrWG&amp;quot; /&amp;gt;. Ein Beispiel für die Wiederverwendung von Kunststoffen ist der Ausbau von Bauteilen aus Gebäuden vor deren Abbruch, die infolgedessen vermarktet und an anderer Stelle wieder eingebaut werden können &amp;lt;ref name=&amp;quot;Dechantsreiter&amp;quot; /&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Das Pfandrücknahmesystem für Getränkeflaschen ermöglicht eine besonders umfassende Wiederverwendung des Kunststoffes PET. So bildeten PET-Mehrwegpfandflaschen im Jahr 2010 in Deutschland den höchsten Marktanteil für die Verpackung von Wasser und Erfrischungsgetränken. Der Einsatz von standardisierten, dickwandigen PET-Mehrwegflaschen ermöglicht, dass diese etwa 15- bis 20-mal befüllt und wiederverwendet werden. &amp;lt;ref name=&amp;quot;IFEU&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ebenfalls zur unmittelbaren Wiederverwendung zählt die Weiterverwendung gebrauchter Elektro- und Elektronikgeräte, die ebenfalls über Sammelstellen oder privat vermittelt werden &amp;lt;ref name=&amp;quot;von Gries&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorbereitung zur Wiederverwendung===&lt;br /&gt;
Zu dieser Kategorie gehören die Verwertungsmethoden Reinigung, Prüfung und Reparatur mit dem Ziel, zu Abfall gewordene Produkte ohne andere Vorbehandlungsarten für ihren ursprünglichen Zweck einzusetzen &amp;lt;ref name=&amp;quot;KrWG&amp;quot; /&amp;gt;. Damit Kunststoffe in die Wiederverwendung gegeben werden können, ist eine produktbezogene Sammlung erforderlich, da nicht allein der Werkstoff weiter genutzt werden soll, sondern weitere Produkteigenschaften erhalten bleiben sollen. Eine solche Sammlung ist beispielsweise für PET-Flaschen in Form des Mehrweg-Pfandsystems sowie die zugehörigen Getränkekästen aus HDPE vorhanden. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Dahlmann&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die bei der Demontage von Altfahrzeugen erhaltenen Elektrogeräte, die nach dem Prinzip des Komponentenrecyclings in andere Fahrzeuge eingesetzt werden, werden ebenfalls gezielt produktbezogen gesammelt und zur Wiederverwendung vorbereitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Recyclingverfahren===&lt;br /&gt;
[[Datei:Recyclingschema nachTecPart.png|thumb|700px|Abbildung 9: Recyclingschema TecPart nach &amp;lt;ref name=&amp;quot;Baur&amp;quot; /&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Als Recyclingrohstoffe für die Substitution von primären Rohstoffen eignen sich sortenreine Kunststoffabfälle des Typs Thermoplast. Neben Alterungsprozessen und der Verkürzung von Polymerketten während des Recyclings ist hierbei jedoch von Belang, mit welchen Kettenlängen und Verzweigungen die Kunststoffe primär hergestellt wurden. Die Längen der Polymerketten werden durch thermische Belastungen verringert, sodass die mechanischen Eigenschaften nach den Verarbeitungszyklen an Qualität verlieren. Um den Auswirkungen dieser Qualitätsminderung entgegenzuwirken, werden Rezyklate mit Primärkunststoffen vermischt. Dabei ist üblich, 20% bis 25% des Primärrohstoffs durch Rezyklat zu ersetzen. Im Gegensatz zu Thermoplasten sorgt die irreversible Vernetzung von Elastomeren und Duroplasten dafür, dass diese Polymertypen sich ausschließlich für das Partikelrecycling eignen. Partikelrecycling bedeutet, ein Auflösen der Vernetzung ist nur durch Mahlen möglich, sodass die Partikel von Duroplasten und Elastomeren werkstofflich nur in Form von Füllstoffen erneut eingesetzt werden können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Baur&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Um eine möglichst hohe Qualität von Rezyklaten beim werkstofflichen Recycling zu erhalten, sind große Beanspruchung und Kontaminationen zu vermeiden. Außerdem kommen nur physikalische Verfahren, wie thermische Behandlung, Compoundierung, Granulierung und Filtrierung infrage. Die entstehenden Produkte sind Mahlgut mit einer Korngröße zwischen 2 mm und 5 mm, Regranulate sowie Regenerate. Regranulate werden in einem Schmelzprozess aus Mahlgut gewonnen und besitzen eine gleichmäßige Korngröße ohne Staubanteil. Diesem Schmelzprozess werden bei der Erzeugung von Regeneraten zusätzlich Additive hinzugegeben (Compoundierung), sodass sie speziellere Eigenschaften besitzen als Regranulate (Abbildung 9).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Baur&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chemisches Recycling bietet Potenzial, wenn ein werkstoffliches Recycling nicht zur gewünschten Qualität des sekundären Rohstoffs führt, die Polymere aber in Monomere oder in geeignete reaktionsfähige Gruppen wie Acryl, Ester oder Amide zerlegt werden können &amp;lt;ref name=&amp;quot;UBA 2020&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Baur&amp;quot; /&amp;gt;. Es wird also nicht der Werkstoff wiederverwertet, sondern dessen Einzelteile zurückgewonnen und verwertet. Die Vorbereitung von Duroplasten und Elastomeren für eine erneute Polymerisation ist nur durch chemische Recyclingverfahren möglich. Aufgrund der steigenden Menge an Kunststoffabfällen und den Zielen der Circular Economy wird deren Potenzial zur Kreislaufschließung aktuell vielseitig erforscht &amp;lt;ref name=&amp;quot;UBA 2020&amp;quot; /&amp;gt;. Zu den untersuchten Verfahren zählen die Pyrolyse, die Solvolyse und das Hydrocracking &amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Bei der Pyrolyse werden die Polymere unter Sauerstoff-Ausschluss erhitzt (auf bis zu 800 °C), sodass sie in kürzere Einheiten geteilt werden. Das hierbei entstehende aromatische Pyrolyseöl dient als Rohstoff für Polymere sowie für Öle und Kraftstoffe. Die Pyrolyse erfordert, dass der zu verarbeitende Stoffstrom frei von halogenhaltigen Polymeren wie PVC ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei der Solvolyse werden Polymere durch Reaktion mit einem Solvens gespalten. Für einige Kunststoffe, wie PA, PET oder PUR, ist dies katalytisch oder durch die Lösemittel Wasser (Hydrolyse) oder Alkohol (Alkoholyse) möglich. Die Solvolyse ermöglicht auch das Auftrennen von Faser-Kunststoff-Verbunden. Eine Einschränkung des Verfahrens ist die erforderliche Sortenreinheit der aufzubereitenden Polymere.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Hydrocracking bezeichnet katalytisches Spalten und anschließendes Destillieren von Polymeren. Mit diesem Verfahren können z. B. Polyolefine zu bis zu 95% zu Kraftstoffen verarbeitet werden. Zu große Anteile an halogenhaltigen Polymeren im Stoffstrom können die verfahrenstechnischen Aggregate beschädigen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Qualitätsanforderungen und Stör-/Fremdstoffe===&lt;br /&gt;
Kunststoffgemische können bisher nur schwierig rezykliert werden. Für das Trennen einzelner Kunststoffe aus Verbundfolien werden Verfahren des chemischen Recyclings entwickelt. Die Aufbereitung von faserverstärkten Kunststoffen schließt Verkürzungen der Fasern und damit einhergehende Qualitätsminderung ein. Sofern Duroplaste als Matrix verwendet wurden, besteht keine Möglichkeit, die Verbunde aufzuschmelzen. Thermoplaste sind aufschmelzbar, &lt;br /&gt;
die eingesetzten Fasermaterialien sind jedoch auch in diesem Fall nur mit speziellen Verfahren aufschließbar. Um die Fasern bestmöglich zu erhalten, eignen sich die Pyrolyse, bei der die Kunststoffmatrix unter Sauerstoffabschluss thermisch zersetzt wird, und die Solvolyse, mit der die Kunststoffmatrizen aufgespalten und von der Faser gelöst werden sollen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aber nicht nur beim Recycling führen Verbundmaterialien zu Problemen. Auch bei der Erkennung der Materialien im Sortierprozess führen Multilayer zu Fehlausträgen und Verunreinigungen. Außerdem fehlen den Sortieranlagen Abnehmer, die diese Verbundmaterialien verwerten können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abts&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;bvse&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für manche Kunststoffverbunde, wie den Getränkekarton wurden aufgrund der Verbundeigenschaft extra eigene Verwertungswege entwickelt, da sie nicht für die bestehenden Routen geeignet sind. Darüber können die Bestandteile einzeln einer Verwertung zugeführt werden &amp;lt;ref name=&amp;quot;Palurec&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZSVR&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;FKN&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verwertungsquoten===&lt;br /&gt;
[[Datei:KS_AbfallmengeDE.png|850px|thumb|right|Abbildung 10: Kunststoffabfälle in Deutschland nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Conversio&amp;quot;/&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Von den im Jahr 2022 weltweit produzierten 400,3 Mio. t Kunststoffe entstammten 8,9% der werkstofflichen Verwertung und unter 0,1% dem rohstofflichen Recycling von Post-Consumer-Abfällen. Von den 58,7 Mio. t Kunststoff aus der europäischen Produktion stammten 18,7% aus dem Recycling. Damit betrug der Anteil der Recyclingrohstoffe aus Post-Consumer-Kunststoffabfällen in Europa 12,9%. Der Anteil an Recyclingrohstoff aus Produktionsabfällen betrug 5,6% und aus dem chemischen Recycling stammten europaweit 0,2% der produzierten Kunststoffe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PlasticsEurope 2023&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für die deutsche Kunststoffproduktion wurden 2021 2,29 Mio. t Rezyklate eingesetzt, was einer Circular Material Use (CMU)-Rate von etwa 16,3% an den 14,04 Mio. t verarbeiteten Kunststoffwerkstoffen entspricht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Conversio&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 2021 fielen in Deutschland 5,44 Mio. t Kunststoff als Abfall nach der Nutzungsphase an (Abbildung 10). Von diesen wurden 99,4% (5,41 Mio. t) in unterschiedlichen Verfahren verwertet und nur 0,6% deponiert. Für die Berechnung der stofflichen Verwertungsquote existieren zwei Ansätze (Abbildung 11). Für den ersten Ansatz wird der Eingang in eine Recyclinganlage als Berechnungspunkt angenommen. Diese Input-basierte Berechnung war bis zum Bezugsjahr 2019 vorgesehen. Der zweite Ansatz nimmt die Einbringung in ein Recyclingverfahren, d. h. erst in die letzte Prozessstufe nach Prozessen wie der Zerkleinerung, Nachsortierung und Waschung, als Kriterium für die Berechnung in die Recyclingquote. So wurden im Jahr 2021 33,2% der Kunststoffabfälle stofflich verwertet, indem sie einem Recyclingverfahren zugeführt wurden. Nach dem früheren Berechnungsansatz würden die 45,4% der Post-Consumer-Abfälle, die als Input in Recyclinganlagen geführt wurden, als stofflich verwertet gelten. Ausgehend vom zweiten Berechnungspunkt wurden 2021 rund 45% der Post-Consumer-Abfälle werkstofflich und 0,5% rohstofflich rezykliert. Durch die weitere Aufbereitung in der Recyclinganlage fallen weitere nicht stofflich verwertbare Fraktionen an, die anschließend energetisch verwertet werden. Dadurch steigt der Anteil der energetischen Verwertung von Berechnungsmethode 1 zu 2 von 54% auf 66%.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Conversio&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=980px heights=700px mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:KS_VerwertungsquotenPost-Consumer-Abfall.png|980px|thumb|Abbildung 11: Verwertungsquoten nach alter (links) und neuer (rechts) Berechnungsmethode &amp;lt;ref name = &amp;quot;Conversio&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Proben im MassLab ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=300px heights=200px gallery mode = &amp;quot;packed-overlay&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:3-03-005.jpg|1000px|link=3-03-005|[[3-03-005]]&lt;br /&gt;
Datei:4-03-009.jpg|1000px|link=4-03-009|[[4-03-009]]&lt;br /&gt;
Datei:4-03-010.jpg|1000px|link=4-03-010|[[4-03-010]]&lt;br /&gt;
Datei:4-03-024.jpg|1000px|link=4-03-024|[[4-03-024]]&lt;br /&gt;
Datei:4-03-025.jpg|1000px|link=4-03-025|[[4-03-025]]&lt;br /&gt;
Datei:4-03-036.jpg|1000px|link=4-03-036|[[4-03-036]]&lt;br /&gt;
Datei:3-08-003.jpg|1000px|link=4-03-036|[[3-08-003]]&lt;br /&gt;
Datei:4-08-063.jpg|1000px|link=4-08-063|[[4-08-063]]&lt;br /&gt;
Datei:2-11-004.jpg|1000px|link=2-11-004|[[2-11-004]]&lt;br /&gt;
Datei:2-11-006.jpg|1000px|link=2-11-006|[[2-11-006]]&lt;br /&gt;
Datei:2-11-008.jpg|1000px|link=2-11-008|[[2-11-008]]&lt;br /&gt;
Datei:2-11-011.jpg|1000px|link=2-11-011|[[2-11-011]]&lt;br /&gt;
Datei:2-11-012.jpg|1000px|link=2-11-012|[[2-11-012]]&lt;br /&gt;
Datei:2-11-013.jpg|1000px|link=2-11-013|[[2-11-013]]&lt;br /&gt;
Datei:2-11-014.jpg|1000px|link=2-11-014|[[2-11-014]]&lt;br /&gt;
Datei:3-11-006.jpg|1000px|link=3-11-006|[[3-11-006]]&lt;br /&gt;
Datei:3-11-007.jpg|1000px|link=3-11-007|[[3-11-007]]&lt;br /&gt;
Datei:3-11-044.jpg|1000px|link=3-11-044|[[3-11-044]]&lt;br /&gt;
Datei:3-11-045.gif|1000px|link=3-11-045|[[3-11-045]]&lt;br /&gt;
Datei:4-11-008.jpg|1000px|link=4-11-008|[[4-11-008]]&lt;br /&gt;
Datei:3-14-002.jpg|1000px|link=3-14-002|[[3-14-002]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Abts&amp;quot;&amp;gt; Abts, Georg (2020): Kunststoff-Wissen für Einsteiger. 4., aktualisierte und erweiterte Auflage. München: Carl Hanser Verlag. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name =&amp;quot;Baur&amp;quot;&amp;gt; Baur, Erwin; Harsch, Guenther; Moneke, Martin (2019): Werkstoff-Führer Kunststoffe. Eigenschaften - Prüfungen - Kennwerte. 11., aktualisierte Auflage. München, © 2019: Hanser. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name =&amp;quot;BEHG&amp;quot;&amp;gt; Deutscher Bundestag: Entwurf eines Zweiten Gesetzes zur Änderung des&lt;br /&gt;
Brennstoffemissionshandelsgesetzes. https://dserver.bundestag.de/btd/20/034/2003438.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name =&amp;quot;bvse&amp;quot;&amp;gt; bvse: SORTIERUNG DER KUNSTSTOFFABFÄLLE https://www.bvse.de/themen-kunststoff-recycling/kunststoffaufkommen/sortierung-der-kunststoffabfaelle.html &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Conversio&amp;quot;&amp;gt; Conversio GmbH (2022): Stoffstrombild 2021 (https://www.bvse.de/dateien2020/2-PDF/01-Nachrichten/03-Kunststoff/2022/Kurzfassung_Stoffstrombild_2021_13102022_1_.pdf) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dahlmann&amp;quot;&amp;gt; Dahlmann, R.H. (2022): Menges Werkstoffkunde Kunststoffe (7., vollständig überarbeitete Auflage Ausg.). München, Bayern, Deutschland: Carl Hanser Verlag GmbH &amp;amp; Co. KG. doi:10.3139/9783446460867 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name=&amp;quot;Dechantsreiter&amp;quot;&amp;gt; Dechantsreiter, U.e. (2015): Instrumente zur Wiederverwendung von Bauteilen. Hrsg.: Umweltbundesamt (https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/instrumente-zur-wiederverwendung-von-bauteilen) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name=&amp;quot;Endres&amp;quot;&amp;gt; Endres, H.-J.S.-R. (2009): Technische Biopolymere. Rahmenbedingungen, Marktsituation, Herstellung, Aufbau und Eigenschaften. München: Hanser. doi:10.3139/9783446421042 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name=&amp;quot;Engelsmann&amp;quot;&amp;gt; Engelsmann, Stephan; Spalding, Valerie; Peters, Stefan (2010): Kunststoffe in Architektur und Konstruktion. Basel: Birkhäuser. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name=&amp;quot;FKN&amp;quot;&amp;gt; Fachverband Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel e.V.: Getränkekartons – eine hochgradig recyclingfähige Verpackunghttps://www.getraenkekarton.de/getraenkekartons-hochgradig-recyclingfaehig/ &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name=&amp;quot;Hengstmann&amp;quot;&amp;gt; Hengstmann, E.T. (2022): Plastik in der Umwelt. Wo kommt es her, wo geht es hin und wie wirkt es sich aus? Berlin, Berlin, Deutschland: Springer. doi:10.1007/978-3-662-65864-2 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name=&amp;quot;IFEU&amp;quot;&amp;gt; IFEU (2010): Zusammenfassung der Handreichung zur Diskussion um Einweg- und Mehrweggetränkeverpackungen. ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH, Energie- und Umweltforschung. Heidelberg: IFEU.  &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name=&amp;quot;Kalweit&amp;quot;&amp;gt; Kalweit, Andreas; Paul, Christof; Peters, Sascha; Wallbaum, Reiner (2012): Handbuch für Technisches Produktdesign. Material und Fertigung, Entscheidungsgrundlagen für Designer und Ingenieure. 2., bearb. Aufl. Berlin: Springer (VDI-Buch). &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name=&amp;quot;KrWG&amp;quot;&amp;gt; Deutscher Bundestag (2012): Kreislaufwirtschaftsgesetz § 3 Begriffsbestimmungen. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name=&amp;quot;LBEG&amp;quot;&amp;gt; Landesamt für Bergbau: Erdölreserven in Deutschland (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36206/umfrage/erdoelreserven-in-deutschland/) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name=&amp;quot;Martens&amp;quot;&amp;gt; Martens, H.G.: Recyclingtechnik. Fachbuch für Lehre und Praxis. (2. Aufl. Ausg.). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-02786-5&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name = &amp;quot;Palurec&amp;quot;&amp;gt; Palurec: PE-Alu-Recycling gebrauchter Getränke- kartons. https://www.palurec.com/ /&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name = &amp;quot;PlasticsEurope 2023&amp;quot;&amp;gt; PlasticsEurope (Hg.): Plastics – the fast Facts 2023. Brüssel: Plastics Europe. Abgerufen am 10. 01 2024 von https://plasticseurope.org/knowledge-hub/plastics-the-fast-facts-2023/&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name = &amp;quot;PlasticsEurope 2022a&amp;quot;&amp;gt; PlasticsEurope (Hg.): Verwendung von Kunststoff in Europa nach Sorte https://de.statista.com/statistik/daten/studie/206539/umfrage/verwendung-von-kunststoff-in-europa-nach-sorte/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;PlasticsEurope 2022b&amp;quot;&amp;gt; PlasticsEurope (Hg.): Weltproduktion von Kunststoff seit 1950 (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/167099/umfrage/weltproduktion-von-kunststoff-seit-1950/)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name = &amp;quot;PlasticsEurope 21.&amp;quot;&amp;gt; PlasticsEurope (Hg.): KUNSTSTOFFE,&lt;br /&gt;
WERKSTOFFE UNSERER ZEIT. 21. Auflage (https://plasticseurope.org/de/wp-content/uploads/sites/3/2022/05/129454_Inhalt_Ansicht.pdf)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name=&amp;quot;Schwarz&amp;quot;&amp;gt; Schwarz, Otto; Ebeling, Friedrich Wolfhard; Huberth, Harald; Richter, Frank; Schirber, Harald; Schlör, Norbert (2016): Kunststoffkunde. Aufbau, Eigenschaften, Verarbeitung, Anwendungen der Thermoplaste, Duroplaste und Elastomere. 10., überarbeitete Auflage. Würzburg: Vogel Buchverl. Online verfügbar unter https://www.content-select.com/index.php?id=bib_view&amp;amp;ean=9783834362032.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;statista (a)&amp;quot;&amp;gt; Statista (2024): Entwicklung der Erdölreserven weltweit in den Jahren 1980 bis 2020 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/233337/umfrage/reserven-an-erdoel-weltweit-seit-1990/ &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;statista (c)&amp;quot;&amp;gt; Statista: Verteilung der Anteile ausgewählter Länder am Erdgasimport von Deutschland im Jahr 2020 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/151871/umfrage/erdgasbezug-deutschlands-aus-verschiedenen-laendern/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;statista (d)&amp;quot;&amp;gt; Statista: Verteilung der weltweiten Kunststoffproduktion nach Ländern und Regionen im Jahr 2022 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/244172/umfrage/verteilung-der-weltweiten-kunststoffproduktion-nach-regionen/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name=&amp;quot;statista (e)&amp;quot;&amp;gt; Statista: Täglicher Ölverbrauch weltweit seit 1980. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/170739/umfrage/taeglicher-oelverbrauch-weltweit-seit-1980/ &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Statista (f)&amp;quot;&amp;gt; Statista: Länder mit dem höchsten Erdölverbrauch 2011 (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/233302/umfrage/laender-mit-dem-hoechsten-erdoelverbrauch-2011/) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;statista (g)&amp;quot;&amp;gt; Statista: Deutschland Erdgasverbrauch https://de.statista.com/statistik/daten/studie/41033/umfrage/deutschland-erdgasverbrauch-in-milliarden-kubikmeter/ &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;statista (h)&amp;quot;&amp;gt; Statista: Deutschland Erdgasproduktion  https://de.statista.com/statistik/daten/studie/40798/umfrage/deutschland-erdgasproduktion-in-milliarden-kubikmeter/ &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name=&amp;quot;statista (i)&amp;quot;&amp;gt; Statista (2021): Produktionsmenge von Kautschuk weltweit. (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/317771/umfrage/produktionsmenge-von-kautschuk-weltweit/)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;UBA 2023&amp;quot;&amp;gt; Umweltbundesamt (2023): Kunststoffe - Produktion, Verwendung und Verwertung (https://www.umweltbundesamt.de/daten/ressourcen-abfall/verwertung-entsorgung-ausgewaehlter-abfallarten/kunststoffabfaelle#kunststoffe-produktion-verwendung-und-verwertung) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;UBA 2020&amp;quot;&amp;gt; Umweltbundesamt (Hrsg.) (2020): Chemisches Recycling. Hintergrundpapier, (https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/1410/publikationen/2020-07-17_hgp_chemisches-recycling_online.pdf) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;von Gries&amp;quot;&amp;gt; von Gries, N.D. (2017): Schaffung einer Datenbasis zur Erfassung der Mengen von in Deutschland wiederverwendeten Produkten. Hrsg.: Umweltbundesamt (https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/schaffung-einer-datenbasis-zur-erfassung-der-mengen)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;WD Deutscher Bundestag&amp;quot;&amp;gt; Wissenschaftliche Dienste Deutscher Bundestag: Abhängigkeit deutscher Unternehmen von Rohstoffimporten Titel: Abhängigkeit deutscher Unternehmen von Rohstoffimp. Wissenschaftliche Dienste, WD 5: Wirtschaft und Verkehr, Ernährung. Berlin: Deutscher Bundestag.(https://www.bundestag.de/resource/blob/922148/cb88309a1d91a8292826377880eab81b/WD-5-110-22-pdf-data.pdf) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name=&amp;quot;Weißbach&amp;quot;&amp;gt; Weißbach, Wolfgang; Dahms, Michael; Jaroschek, Christoph (Hg.) (2018): Werkstoffe und ihre Anwendungen. Metalle, Kunststoffe und mehr. 20., überarbeitete Auflage. Wiesbaden: Springer Vieweg (Lehrbuch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name=&amp;quot;ZSVR&amp;quot;&amp;gt; Zentrale Stelle Verpackungsregister: Von der Einweg-Verpackung zum Kreislauf. (https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/Auswertungen/Unterlagen_Pressekonferenz_ZSVR_18.11.2021.pdf)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Glas&amp;diff=6455</id>
		<title>Glas</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Glas&amp;diff=6455"/>
		<updated>2026-09-30T10:18:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__TOC__&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;imagemap&amp;gt;&lt;br /&gt;
    File:Abbildung_Kreislauf.png|class=cd_imagemap|&lt;br /&gt;
    circle 358 103 94 [[#Primärrohstoffe und Grundstoffe|Primärrohstoffe und Grundstoffe]]&lt;br /&gt;
    circle 612 351 88 [[Kunststoffe#Produktion|Produktion]]&lt;br /&gt;
    circle 359 606 89 [[#Nutzung|Nutzung]]&lt;br /&gt;
    circle 100 353 91 [[#Recyclingrohstoff|Recyclingrohstoff]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/imagemap&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RS-Prim blaudunkel RGB Linie.png|class=headericons]] &lt;br /&gt;
== Primärrohstoffe und Grundstoffe ==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Glas ist ein vielfältig eingesetzter Werkstoff, den die Menschheit bereits seit [[Geschichte der Glasherstellung|Jahrhunderten]] verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kalweit&amp;quot;/&amp;gt; Die Hauptbestandteile von Glas sind Siliziumdioxid (SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;; z. B. Quarzsand), Flussmittel wie Natriumcarbonat (Soda – Na&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;CO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;) und Kaliumcarbonat (Pottasche – K&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;CO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;) sowie Kalziumkarbonatanteile (Kalk – CaCO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;), Feldspat und Dolomit. Für die jeweilige Färbung des Glases können dem Ausgangsrohstoff Metalloxide als Färbungsmittel hinzugefügt werden (vgl. Tabelle 1).  &amp;lt;ref name=&amp;quot;Nigischer&amp;quot;/&amp;gt; Des Weiteren werden für die Glasherstellung noch diverse Zuschlagstoffe wie Läuter-, Färbe- und Entfärbemittel verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kalweit&amp;quot;/&amp;gt;  Diese Rohstoffe weisen spezifische Eigenschaften auf, die für die Glasherstellung entscheidend sind. Dabei können die Eigenschaften von Glas als Grundstoff über die einzelnen Rohstoffbestandteile eingestellt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Siliziumdioxid&lt;br /&gt;
Siliziumdioxid, das dem Prozess als Quarzsand hinzugefügt wird, ist der Hauptbestandteil der Glasschmelze. Dabei dient Quarzsand als Glasbildner, der die molekulare Grundstruktur von Glas formt  &amp;lt;ref name=&amp;quot;Nigischer&amp;quot;/&amp;gt;. Die Schmelztemperatur des Rohstoffes liegt bei 1.860 °C.  &amp;lt;ref name=&amp;quot;Nigischer&amp;quot;/&amp;gt; Quarzsand wird in großen Sandlagerstätten an der Erdoberfläche oder in Sandgruben abgebaut, er entsteht durch intensive chemische Verwitterung von Quarzgestein. Für die Herstellung von Glas müssen die Quarzsande eine Reinheit von 99-99,8% aufweisen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Elsner&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Natriumoxid&lt;br /&gt;
In Form von Natriumcarbonat, umgangssprachlich Soda genannt, wird der Schmelze Natriumoxid zugeführt. Mit einer Schmelztemperatur von 850 °C wird dieser Rohstoff in der Glasherstellung als Schmelzbeschleuniger eingesetzt.  &amp;lt;ref name=&amp;quot;Nigischer&amp;quot;/&amp;gt; Natriumoxid (teilweise auch Kalziumoxid) dient damit als so genanntes Flussmittel, da es die Schmelztemperatur senkt  &amp;lt;ref name=&amp;quot;Nigischer&amp;quot;/&amp;gt;. Soda kann sowohl aus natürlichen Vorkommen abgebaut als auch synthetisch hergestellt werden. In Deutschland wird die synthetische Herstellung betrieben. Die Ausgangsstoffe für die Herstellungsverfahren, wie zum Beispiel das Solvay-Verfahren, sind Kalkstein und Natriumchlorid.&amp;lt;ref name=&amp;quot;UBA1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Kalzium- und Magnesiumoxid&lt;br /&gt;
Diese Oxide dienen als Stabilisatoren und werden zur Erhöhung der Härte, der Festigkeit und der chemischen Beständigkeit sowie zur Verbesserung der Glaseigenschaften eingesetzt. Die Oxide werden aus dem Kalkgestein Dolomit gewonnen, der auch einen Magnesiumgehalt aufweist. Kalkstein wird in Steinbrüchen abgebaut. Die Schmelztemperatur liegt bei 2.500 °C.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nigischer&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Aluminiumoxid&lt;br /&gt;
In Form von Feldspat, zum Beispiel als Tonerde oder Bauxit, gelangt Aluminiumoxid in den Prozess &amp;lt;ref name=&amp;quot;Elsner&amp;quot;/&amp;gt;. Durch den Stabilisator werden die thermischen und mechanischen Eigenschaften verbessert. Das Ziel ist die Erhöhung der Festigkeit, der Härte und der chemischen Beständigkeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pretz&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Kaliumoxid&lt;br /&gt;
Für eine erhöhte Brillanz des Glases sorgt Kaliumoxid, das der Herstellung mittels Pottasche zugeführt wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pretz&amp;quot;/&amp;gt; Kaliumoxid wird künstlich aus Kalilauge gewonnen. Die geringe Schmelztemperatur von 890 °C bedingt außerdem eine Nutzung des Stoffes als Flussmittel. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Nigischer&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Tabelle 1: Funktion der Glasbestandteile  &amp;lt;ref name=&amp;quot;Nigischer&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Rohstoff !! Stoff !! Chemische Formel !! Funktion&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Quarzsand (SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;) || Siliziumdioxid || SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; || Glasbildner&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Soda (Na&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;CO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;) || Natriumoxid || Na&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O || Flussmittel, senkt die Schmelztemperatur&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Kalk (Ca&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;CO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;) || Kalziumoxid || CaO || rowspan=3 |Stabilisatoren zur Erhöhung der Härte, der Festigkeit und der chemischen Beständigkeit&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Dolomit (CaCO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt; - MgCO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;) || Magnesiumoxid || MgO ||&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Feldspat (NaAlSi&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;8&amp;lt;/sub&amp;gt;) || Aluminiumoxid || Al&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt; ||&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Pottasche (K&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;CO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;) ||Kaliumoxid || K&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;0 ||Flussmittel, senkt die Schmelztemperatur&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werden die beschriebenen Rohstoffe zusammen eingeschmolzen und anschließend schnell abgekühlt, erstarren sie zum Grundstoff Glas. Dabei bildet sich zwischen den Atomen kein Kristallgitter aus, weswegen Glas zu den amorphen Grundstoffen zählt. Dies führt zu den charakteristischen Glaseigenschaften wie hoher Lichtdurchlässigkeit und Transparenz. Aufgrund der amorphen Struktur besitzt Glas außerdem keinen genauen Schmelzpunkt. Glas zeichnet sich durch eine hohe Resistenz gegenüber chemischen Einflüssen und einen hohen elektrischen Widerstand aus. Jedoch ist Glas spröde, schlagempfindlich und leicht zerbrechlich, was an der geringen Zugfestigkeit und Bruchdehnung des Grundstoffes liegt. Außerdem besitzt Glas eine hohe Temperaturwechselbeständigkeit und dehnt sich unter Wärme nur wenig aus. Die Glaseigenschaften werden zusätzlich durch die chemische Zusammensetzung und Wirkung der Zusätze bestimmt. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Kalweit&amp;quot;/&amp;gt; So weist jede Glassorte eine spezifische Zusammensetzung auf (vgl. Tabelle 2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Tabelle 2: Hauptglassorten &amp;lt;ref name=&amp;quot;Pretz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Glassorte !! SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; !! Al&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt; !! Na&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O !! K&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O !! MgO !! CaO !! B&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt; !! PbO !! TiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; !! Fluoride&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Quarzglas || 100% || - || - || - || - || - || - || - || - || -&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Behälterglas || 72% || 2% || 14% || - || - || 10% || - || - || - || -&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Flachglas || 72% || 1,5% || 13,5% || - || 3,5% || 8,5% || - || - || - || -&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Römisches Glas || 70% || 5% || 16,5% || 1% || 0,5% || 7% || - || - || - || -&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Laborglas || 80% || 3% || 4% || 0,5% || - || - || 12,5% || - || - || -&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| E-Glas || 54% || 14% || - || - || 4,5% || 17,5% || 10% || - || - || -&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Emaille || 40% || 1,5% || 9% || 6% || 1% || - || 10% || 4% || 15% || 13%&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Bleikristallglas || 60% || 8% || 2,5% || 12% || - || - || - || 17,5% || - || -&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Produktion blaumedium RGB Linie.png|class=headericons]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Produktion ==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Um Glas herzustellen, werden die einzelnen Rohstoffe miteinander vermischt und in der sogenannten Schmelzwanne eingeschmolzen. Der Schmelzprozess verläuft kontinuierlich in gasbeheizten Schmelzwannen und wird in die vier Prozessschritte Schmelzen, Homogenisieren, Läutern und Abstehen unterteilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kalweit&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Schmelze&lt;br /&gt;
Zuerst werden alle Rohstoffe in der Schmelze aufgeschmolzen. Dafür müssen die Rohstoffe zuerst vorbereitet werden, das heißt, sie werden auf eine geringen Korngröße (ca. 20 mm) zerkleinert. Daraufhin werden sie entsprechend dosiert und zu einem sogenannten Gemenge vermischt. Je nach Glassorte werden zum Schmelzen Temperaturen von 900 °C bis 1600 °C benötigt. &amp;lt;ref name=&amp;quot;UBA&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Magull&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Martens&amp;quot;/&amp;gt;   Ab 900 °C sintern die jeweiligen Komponenten, sie „backen“ zusammen. In dem Schmelzintervall zwischen 1.300 °C und 1.555 °C tritt Glas als dünnflüssige Schmelze auf, wobei die Verarbeitung der Schmelze zu Produkten bei ca. 1.200 °C stattfindet. Bei diesen hohen Temperaturen ist Glas leicht verformbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Martens&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Homogenisierung&lt;br /&gt;
Die Homogenisierung wird umgesetzt, damit die Komponenten im Gemenge gleichmäßig verteilt werden. Die Schmelze homogenisiert, indem Gemengebestandteile wie Hydrate, Karbonate und Sulfate zersetzt werden und als Gasblasen an die Oberfläche aufsteigen. Die aufsteigenden Gasblasen führen dabei zu der erwünschten Durchmischung der Schmelze. Damit die Schmelze vollständig homogenisiert, wird zusätzlich Luft oder Wasserdampf eingeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Martens&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Läutern &lt;br /&gt;
Das Läutern wird durchgeführt, um noch verbliebene Gasblasen aus der Schmelze zu entfernen. Bei dem Prozess des Läuterns schwimmen die in der Glasschmelze verbliebenen Gasblasen durch Läutermaßnahmen, also die Zugabe von chemischen Läutermitteln, auf. In der Herstellung von Massengläsern kann Natriumsulfat hinzugefügt werden, das ab 1200 °C die Gase SO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; und O&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; abspaltet. Diese Gase treffen auf kleinere Gasbläschen und nehmen diese mit, wodurch sich das Volumen vergrößert und zu einer höheren Auftriebskraft zur Oberfläche führt. Im Abstehbereich der Glaswanne wird die Schmelze auf Verarbeitungstemperatur (ca. 1.200 °C) abgekühlt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Martens&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Formgebende Glasherstellungs-Verfahren&lt;br /&gt;
Der Werkstoff Glas kann entweder geblasen, in Formen gepresst oder unter Zuführung von Hitze gebogen werden. Bei der Glasherstellung wird zwischen formgebenden Prozessen für die Flachglas- und Hohlglasherstellung unterschieden. Für die industrielle Flachglasproduktion gibt es das Gussverfahren, das Ziehverfahren und das Floatverfahren. Industrielles Hohlglas wird durch maschinelle Blasverfahren und Pressen hergestellt; Glasrohre durch das Ziehverfahren. Um qualitativ hochwertige Hohlgläser zu produzieren, wird das Glas nach wie vor traditionell mit dem Mund geblasen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kalweit&amp;quot;/&amp;gt; Die verschiedenen Verfahren werden nachfolgend kurz vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Floatverfahren&lt;br /&gt;
Das Floatverfahren wird am häufigsten für die Flachglasproduktion verwendet. Es ist ein kontinuierlicher Prozess, bei dem die Glasschmelze bei einer Temperatur von 1.100 °C auf ein Zinnbad gegossen wird. Die Glasschmelze schwimmt auf dem flüssigen Metall, da sie eine geringere Dichte besitzt. Auf dem Zinnbad entsteht eine idealglatte Glasmasse. Damit Luftsauerstoff nicht mit dem flüssigen Zinn reagiert, wird eine Schutzgasatmosphäre aufgebaut. Im Floatverfahren durchläuft das Glas unterschiedliche Temperaturbereiche. Wichtig dabei ist, dass das Glas langsam und spannungsfrei abkühlt. Wenn die Glasmasse auf 600 °C heruntergekühlt ist, wird das Glasband vom Zinnbad entfernt und in einem Kühlofen auf Rollen spannungsfrei und gleichmäßig abgekühlt. Floatglas kann eine Dicke zwischen 0,4 mm und 25 mm und eine Breite von bis zu 3 m aufweisen. Eine Nachbearbeitung ist nicht erforderlich, das Glas wird abschließend gewaschen und auf die benötigten Formate zugeschnitten. Es weist eine leichte Grünfärbung auf, da im Glas Eisenoxide eingebunden sind. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Kalweit&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gussverfahren&lt;br /&gt;
Beim Gussverfahren wird die flüssige Glasmasse zwischen zwei mit Wasser gekühlten Formwalzen geformt, sodass sowohl glatte als auch strukturierte Glasoberflächen hergestellt werden können. Bei der Gussglastechnik werden durchscheinende, aber blickdichte Flachgläser mit einer Lichtdurchlässigkeit zwischen 50% und 80% hergestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kalweit&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ziehverfahren&lt;br /&gt;
Beim Ziehglasverfahren wird ein Glasband durch eine feuerfeste Düse aus der Glasschmelze durch sich drehende Walzpaare nach oben in einen Kühlschacht gezogen, wo es erstarrt und langsam abkühlt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kalweit&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Herstellung von Flachglas wurde das Ziehverfahren hauptsächlich vom Floatverfahren verdrängt, es wird nur noch zur Herstellung von Dünngläsern eingesetzt. Es wurde verdrängt, da es nach dem zweiten Weltkrieg einen großen Bedarf an Flachglas gab und für die Massenproduktion ein Verfahren für einen größeren Glasdurchsatz benötigt wurde. Daher wurde das Floatverfahren entwickelt, bei dem das Endprodukt nicht aufwendig geschliffen oder poliert werden muss. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Schaeffer&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Um Glasrohre (Hohlglasherstellung) herzustellen wird das Danner-Verfahren eingesetzt. Dabei wird kontinuierlich Glasschmelze auf ein sich langsam drehendes Tonrohr (die sogenannte Dannerpfeile) aufgetragen und durch eine Luftzufuhr wird die zähflüssige Masse am unteren Ende ausgezogen. Diese Hohlform erstarrt schließlich zu einem Rohr. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Kalweit&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Maschinelle Blasverfahren&lt;br /&gt;
Beim maschinellen Blasverfahren wird die Glasmasse durch Pressluft in Form geblasen. Der Prozess ist zweigeteilt. Zuerst wird ein Vorformling erstellt, der bei der endgültigen Werkzeugformung erneut erwärmt und in die gewünschte Form geblasen wird. Dabei wird zwischen drei Verfahrensvarianten unterschieden: dem Blas-Blasen (vgl. Abb. 2), dem Saug-Blasen (vgl. Abb. 3) und dem Press-Blasen (vgl. Abb. 4). Beim Prinzip des Blas-Blasens wird ein vorgeformter Glasposten in eine Vorform gefördert und eine Rohflasche wird geblasen, die im weiteren Schritt in einer Fertigform fertiggeblasen wird. Das Blas-Blas-Verfahren ist das traditionelle Verfahren zur Hohlglasherstellung. Beim Saug-Blasen wird die Schmelze aus dem Glasbad angesaugt und anschließend mit Pressluft in Form geblasen. Beim Press-Blasen wird ein vorgeformter Glasposten in einer Vorform durch einen Stempel zu einem Rohgefäß gepresst. Dieses Rohgefäß wird in einer Fertigform fertiggeblasen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kalweit&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Pressen&lt;br /&gt;
Beim Glaspressen wird die Glasschmelze zwischen zwei Werkzeugformhälften in die vorgegebene Form gepresst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kalweit&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=650px heights=500px mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
File:Glasherstellung eigeneAbb.jpg|1200px|Abbildung 1: Glasherstellung, eigene Darstellung nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Magull&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=400px heights=300px mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
File:Blas-Blas-VerfahrenGlas.jpg|1200px|Abbildung 2: Blas-Blas-Verfahren, eigene Abbildung nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Schaeffer2&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
File:Blas-Saug-VerfahrenGlas.jpg|1200px|Abbildung 3: Saug-Blas-Verfahren, eigene Abbildung nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Schaeffer2&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
File:Press-Blas-VerfahrenGlas.jpg|1200px|Abbildung 4: Press-Blas-Verfahren, eigene Abbildung nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Schaeffer2&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Herstellungsprozess ist auch der Abkühlvorgang für die Eigenschaften des Glases entscheidend. Wenn das Glas zu langsam abgekühlt wird, können lokale Kristallisationen auftreten, wodurch eine Trübung des Glases entsteht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kalweit&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nachdem die fertiggestellten Gläser abgekühlt sind, wird eine Qualitätssicherung durchgeführt, bei der Scherben zurücklaufen und Gläser, die die Qualitätsanforderungen nicht erfüllen, aussortiert werden. Anschließend wird das Glas verpackt und zum Lager versendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kalweit&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glassorten ===&lt;br /&gt;
Es gibt verschiedene Glassorten, aber keinen einheitlichen Ansatz, der den Werkstoff in unterschiedliche Glassorten einteilt. Glassorten können nach ihrer chemischen Zusammensetzung, nach ihrem Fertigungsprinzip und ihrer Lieferform oder nach ihrer Verwendung eingeteilt werden. Die wichtigsten Glassorten nach der chemischen Zusammensetzung machen mit insgesamt 95% der jährlichen Produktion Kalknatrongläser, Bleigläser und Borosilikatgläser aus. Spezialgläser haben spezielle chemische Eigenschaften und werden für bestimmte Anwendungen hergestellt. Technische Gläser können sowohl oxidische (z. B. Quarzglas) als auch nicht oxidische Glassorten (z. B. Fluoridglas) sein (vgl. Tabelle 3). Die wichtigsten Glassorten nach Fertigungsprinzip sind Hohlgläser, die teilweise auch Behälterglas genannt werden (60% aller Glasprodukte), Flachgläser (25% aller Glasprodukte) und Glasfasern (5% aller Glasprodukte). Die Einteilung nach Verwendung teilt die Gläser in Verpackungs- und Wirtschaftsgläser, Sicherheitsgläser, Schutz- und Isoliergläser, Baugläser, optische Gläser und Sondergläser ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kalweit&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Tabelle 3: Hauptglassorten &amp;lt;ref name=&amp;quot;Pretz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Name !! Gehalt Quarzsand !! Besondere Zuschlagsstoffe !! Eigenschaften !! Verwendung &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Kalknatronglas || 100% || keine || Lichtdurchlässig, glatte Oberfläche, dehnt sich bei Hitze schnell aus, hohe chemische Resistenz || Getränkeflaschen, Lebensmittelgläser, Flachglas &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Bleiglas || 54-65% || Bleioxid || Hohe Lichtbrechung, lässt sich gut schleifen, elektrisch isolierende Eigenschaft. Bleioxidgehalt &amp;lt; 18 Ma.-% = Kristallgläser || Hochwertige Trinkgläser, Schalen, Vasen, Aschenbecher, Strahlenschutzgläser &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Borosilikatglas || 70-80% || Bortrioxid || Hohe Beständigkeit gegenüber chemischen Einwirkungen und Temperatur, stoßfest, einfach zu verarbeiten  || Laborgläser, feuerfestes Geschirr, pharmazeutische Industrie, Glühbirnen &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Spezialgläser || unterschiedlich || unterschiedlich || Besondere technische und chemische Ansprüche abhängig von unterschiedlicher Zusammensetzung || Brillengläser, Ferngläser, Glaskeramik, Sicherheitsglas &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=200px mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- File:Kalknatronglas.jpg|Kalknatrongläser &amp;lt;ref name=&amp;quot;BV&amp;quot;/&amp;gt;  --&amp;gt;&lt;br /&gt;
File:3-05-006.gif|link=3-05-006|Kalknatrongläser ([[3-05-006|Einweg Behälterglas]])&lt;br /&gt;
File:3-05-007.gif|link=3-05-007|Kalknatrongläser ([[3-05-007|Einweg Glasbehälter]])&lt;br /&gt;
File:3-05-002.gif|link=3-05-002|Kalknatrongläser ([[3-05-002|Weinflasche]])&lt;br /&gt;
File:3-05-008.gif|link=3-05-008|Kalknatrongläser ([[3-05-008|Sektflasche]])&lt;br /&gt;
File:3-05-009.gif|link=3-05-009|Kalknatrongläser ([[3-05-009|Bierflasche]])&lt;br /&gt;
File:3-05-010.gif|link=3-05-010|Kalknatrongläser ([[3-05-010|Wasserflasche]])&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- File:Bleigläser.jpg|Bleigläser &amp;lt;ref name=&amp;quot;pixabay&amp;quot;/&amp;gt;  --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- File:Borosilikatgläser.jpg|Borosilikatgläser &amp;lt;ref name=&amp;quot;BV&amp;quot;/&amp;gt;  --&amp;gt;&lt;br /&gt;
File:3-05-011.gif|link=3-05-011|Borosilikatgläser ([[3-05-011|Borosilikatglas]])&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- File:Spezialgläser.jpg|Spezialgläser &amp;lt;ref name=&amp;quot;DSG&amp;quot;/&amp;gt;  --&amp;gt;&lt;br /&gt;
File:3-05-012.gif|link=3-05-012|Spezialgläser ([[3-05-012|Kerzenständer Bleiglas]])&lt;br /&gt;
File:3-05-004.gif|link=3-05-004|Spezialgläser ([[3-05-004|Trinkglas]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Produktionszahlen &lt;br /&gt;
Im Jahr 2021 wurde insgesamt 7,8 Mio. Tonnen Glas produziert. Der größte Anwendungsbereich für Glaserzeugnisse stellt die Behälterglasindustrie dar. 2019 betrug der Anteil an Behälterglas an der gesamten Glasproduktion in Deutschland 56%, wobei der Anteil an Flachglas bei 28,8% lag. 2021 wurden rund eine Million Tonnen Glas- und Steinwolle verarbeitet. Die Produktion von speziellen Gläsern für den Haushalt, die Forschung oder die Wirtschaft hatte dagegen nur einen geringen Anteil von 4,7% (vgl. Abbildung 4).&amp;lt;ref name=&amp;quot;UBA_Glas&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Glasproduktion stagniert in den letzten Jahren und ging Anfang 2023 im Vergleich zu Anfang 2022 um 0,6% leicht zurück. Einen besonderen Rückgang wies die Herstellung von Glasfasern mit einer Abnahme von 15% auf und die Flachglasherstellung mit minus 10,5%. Die Produktion von Hohlglas stieg wiederum im Januar 2023 im Vergleich zu Januar 2022 um 3,2%.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Destatis_Glas&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=500px heights=400px mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Anteil Glasbranchen an Glasproduktion.png| Abbildung 5: Glasproduktion im Jahr 2019 und die Anteile der einzelnen Glasbranchen &amp;lt;ref name = &amp;quot;UBA_Glas&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Energiebedarf&lt;br /&gt;
Für die Glasherstellung sind die örtliche Nähe zu den Hauptrohstoffen (Quarzsand und Altglas), der Zugang zu Energie (für den Schmelzprozess) und die Logistik für den Massenguttransport entscheidend. Die Glasherstellung ist ein energieintensiver Prozess mit hohen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;- und NO&amp;lt;sub&amp;gt;x&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen. Allein im Jahr 2015 hat die Glasindustrie insgesamt 4,9 Millionen Tonnen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; emittiert. &amp;lt;ref name=&amp;quot;KS-Magazin&amp;quot;/&amp;gt; Der Wirtschaftszweig war 2021 auf Platz vier der energieintensivsten Industriebranchen in Deutschland. Für die Produktion von Glas und Keramik wurden 7,4% der von der Industrie verbrauchten Energie aufgewendet. Dabei macht der Energieverbrauch der Glasindustrie rund 289 PJ aus. Der wichtigste Energieträger bei der Glasherstellung ist mit 38,1% Erdgas.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Destatis_Glas&amp;quot;/&amp;gt; Um dies zu minimieren, ist der Einsatz von Altglasscherben entscheidend. Der Scherbeneinsatz reduziert Rohstoff- und Energieverbrauch, da die Scherben einen niedrigeren Schmelzpunkt als das Rohgemenge haben und weniger primäre Rohstoffe eingesetzt werden müssen. Durch die niedrigeren Schmelztemperaturen von Altglasscherben im Gegensatz zu dem Rohstoffgemenge bei der Primärherstellung sinkt der Energiebedarf pro 10 M.-% eingesetztem Altglas etwa um 2% bis 3%.&amp;lt;ref name=&amp;quot;UBA_Glas&amp;quot;/&amp;gt; Bei einer reinen Scherbenschmelze wird ca. 25% Schmelzenergie weniger verbraucht. Neben der Rohstoff- und Energieeinsparungen ist der Vorteil der Scherbenzugabe auch die Entlastung der Abfalldeponien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schaeffer&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Umsatz der Glasproduktion&lt;br /&gt;
Im Jahr 2021 hat die Glasindustrie insgesamt einen Umsatz von 10,2 Mrd. Euro verzeichnet. Die umsatzstärksten Branchen der Glasindustrie in Deutschland sind die Flachglasveredelung mit 39,1% und die Behälterglasherstellung mit 21,3% (vgl. Abbildung 5). Die Glasindustrie hat zwischen den Jahren 2021 und 2022 ein Umsatzplus von fast einem Viertel (24,3%) verzeichnet und im Jahr 2022 somit 12,7 Mrd. Euro erwirtschaftet. Als Ursache für die gestiegenen Umsätze in der Glasindustrie werden gestiegene Energie- und Rohstoffpreise genannt. &amp;lt;ref name=&amp;quot;BV_Glas&amp;quot;/&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=500px heights=400px mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:UmsatzGlasindustrie.jpg| Abbildung 6: Umsatzanteile der Glasindustrie in Deutschland nach Branchen im Jahr 2021 &amp;lt;ref name=&amp;quot;BV_Glas&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glasprodukte für Privathaushalte und die Wirtschaft haben sich Anfang des Jahres 2023 im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich verteuert. Die Erzeugerpreise für Glas und Glaswaren lagen Januar 2023 26,9% über denen des entsprechenden Vorjahresmonats. Am stärksten haben sich Glasflaschen aus nicht gefärbtem Glas mit 40,2% gegenüber Januar 2022 verteuert. Ein Grund dafür sind höhere Energie- und Rohstoffpreise, die sich besonders auf die Preise von Flaschenglas und Konservengläsern auswirken. Soda war im Januar 2023 um 58,5% teurer als im entsprechenden Vorjahresmonat, Quarzsand kostete 30,4% mehr und gemahlener Kalkstein war 27,3% teurer. Die Energiepreise waren im Januar 2023 im Durchschnitt 32,2% höher als im entsprechenden Vorjahresmonat. Der Erzeugerpreisindex ohne Berücksichtigung der Energie stieg im selben Zeitraum um 10,7%. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Destatis_Glas&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nutzung grünmai RGB Linie.png|class=headericons]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Durch die gute chemische Resistenz und geringe elektrische Leitfähigkeit ist Glas neben der Verwendung für die Herstellung von Gebrauchsgegenständen auch für technische und chemische Anwendungen gut geeignet. Die Bauindustrie ist mit fast 50% der größte Abnehmer der Glasindustrie. An zweiter Stelle steht die Ernährungs- und Getränkeindustrie. Die Chemie-, Pharma- und Kosmetikindustrie hat einen Anteil von etwa 10%. Der Anteil für Haushalt und Gastronomie mit 4% fällt genauso wie der Anteil der Kunststoff- und Textilindustrie geringer aus (vgl. Abbildung 6).&amp;lt;ref name=&amp;quot;BV_Glas&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=500px heights=400px mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
File: AbnehmerGlasindustrie.jpg| Abbildung 7: Abnehmeranteile der Glasindustrie 2021 &amp;lt;ref name=&amp;quot;BV_Glas&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Einweg- und Mehrwegsysteme&lt;br /&gt;
Bei der Entwicklung der Verpackungsabfälle fällt auf, dass die Menge an Glasverpackungen in den letzten Jahren deutlich angestiegen ist; Glasverpackungen substituieren Kunststoffverpackungen. Zwischen 1990 und 2015 war ein gegensätzlicher Trend zu beobachten, in dieser Zeit wurden die schweren Glasverpackungen durch leichtere Kunststoffverpackungen ersetzt. Glasverpackungen können in Einweg- und Mehrwegsystemen als Getränkeverpackung oder Konserven auftreten. Bei der Betrachtung der Ökobilanzen von Glasverpackungen fällt auf, dass es große Unterschiede in den ökologischen Auswirkungen gibt. Allgemein betrachtet sind Glas-Mehrwegsysteme gegenüber anderen Getränkeverpackungen ökologisch vorteilhaft, solange der Transport regional erfolgt. Glas-Mehrwegflaschen, die über das [[Sammlung von Altglas#Pfandsystem|Pfandsystem]] gesammelt wurden, können nach einer gründlichen Reinigung wieder befüllt werden. Nach etwa 50 Spülvorgängen werden die Optik der Flasche und die Funktion des Verschlusses beeinträchtigt und die Glas-Mehrwegflaschen werden dem Recycling zugeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pretz&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;UBA_Glas&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;UBA4&amp;quot;/&amp;gt;  Für die Reinigung der Mehrwegflaschen wird in modernen Waschanlagen ca. 100 bis 120 ml Wasser pro Glasflasche benötigt. Das Prozesswasser kann in der Anlage wieder aufbereitet und in einen Kreislauf geführt werden. Für die Reinigung der Flaschen wird Natronlauge benötigt, die höchstens auf 2% konzentriert ist. Sie wird vor der Entsorgung verdünnt. Da Abwasser standardmäßig einen etwas sauren pH-Wert aufweist, hilft die verdünnte Lösung außerdem, dieses zu neutralisieren. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Circujar&amp;quot;/&amp;gt; Wenn die Transportstrecken zu lang sind, verschlechtert sich die Ökobilanz von Glas-Mehrwegflaschen aufgrund des hohen Gewichtes von Glasflaschen deutlich. Je schwerer das Eigengewicht der Verpackung, um so aufwändiger und energieintensiver ist die Logistik. Ökologische Nachteile weisen Glas-Einwegsysteme auf, da ein hoher Energieaufwand für das Wiedereinschmelzen benötigt wird. Eine Neuproduktion verbraucht mehr Energie und Ressourcen als der Rücktransport und die Reinigung von Mehrwegflaschen, weshalb die Nutzung von Glas-Mehrwegsystemen als ökologisch vorteilhaft angesehen werden kann. Weiterhin ist auffällig, dass Verpackungsgrößen einen Einfluss auf Ökobilanzen haben. Wenn die Verpackungen größer sind, werden die Volumenvorteil zwischen Verpackung und Inhalt besser.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pretz&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;UBA_Glas&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;UBA4&amp;quot;/&amp;gt; Bei Einwegglas und Mehrwegglas sind die Quellen der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Äquivalente unterschiedlich. Bei Einwegglas liegt der höchste Anteil an kg CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Äquivalente bei der Glasproduktion. Bei Mehrwegglas macht das Waschen der Gläser den höchsten Anteil aus. Das Waschen der Mehrweggläser macht im Vergleich ungefähr ein Viertel der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen von der Einweg-Glasproduktion aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Circujar&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RS-Sek blaudunkel RGB Linie.png|class=headericons]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Recyclingrohstoff ==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
;Sammelsysteme&lt;br /&gt;
Da die unterschiedlichen Glassorten qualitative Unterschiede aufweisen, verlangt die Glassammlung für ein Recycling eine sortenreine Erfassung und Sammlung von Hohlglas und Flachglas. Seit Mitte der 1970er-Jahre gibt es ein flächendeckendes Sammelsystem mit Altglassammelstellen für Behälterglas. Dafür werden Containersysteme im Bring-System eingesetzt, die zur getrennten Erfassung von Weiß-, Braun und Grünglas dienen. Bundesweit gibt es über 250.000 Altglascontainer. Bei der Flachglassammlung macht die B2B-Sammlung den größten Anteil aus. Dort gelingt eine höhere Sortenreinheit als bei der post-consumer-Sammlung, da der Produktionsabfall nicht durch eine Nutzungsphase und das individuelle Entsorgungsverhalten der Endverbraucher beeinflusst ist. Bei den Sammelcontainern ist keine direkte Kontrolle bei der Sammlung möglich, woher es schnell zu Fehlwürfen kommt, was für die weitere Aufbereitung nachteilhaft ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;UBA_Glas&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Schaeffer&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die aussortierten Flaschen können als Altglas in Form farblich gleicher Scherben dem Herstellungsprozess zugegeben werden. Altglas kann aufgrund der Stabilität der Glassilikate unendlich oft zusammen mit den primären Rohstoffen eingeschmolzen werden, ohne dass es an Qualität einbüßt. Die einzige Ausnahme sind mögliche Farbänderungen, weshalb eine farbgetrennte Sammlung erfolgen muss. Obwohl die Behälterglasaufbereitung für die drei Behälterfarben weiß, grün und braun getrennt erfolgt, muss mit einer Fehlfarbenquote von etwa 7% durch Fehlwürfe gerechnet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pretz&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;UBA_Glas&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Recyclingverfahren Behälterglas&lt;br /&gt;
Die farblich getrennten Scherben werden zuerst mechanisch aufbereitet. Um Altglas zu recyclen, muss die vorliegende Gebrauchsform des Altglases zuerst zerstört und in eine geeignete Korngröße überführt werden. Das Glas wird dann einer groben Siebung und einer manuellen Vorsortierung zugefügt. Die Fraktion größer 60 mm wird nach der Siebung als grobe Verunreinigungen aussortiert. Je nach Anlagenkonzept besteht die mechanische Aufbereitung zudem aus einer Absaugung, aus einer oder mehreren Magnetabscheidungen, einer Zerkleinerung und Siebungen bei verschiedenen Maschenweiten. Abschließend wird das Altglas einer sensorbasierten Sortierung unterzogen (vgl. Abbildung 7 und 8). &amp;lt;ref name=&amp;quot;UBA2&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;UBA_Glas&amp;quot;/&amp;gt; Die  stellt einen maßgeblichen Schritt in der Altglasaufbereitung dar, da dort die Fremdstoffe und Fehlfarben aussortiert werden. Dies ist sehr wichtig, da an Altglas hohe Anforderungen bezüglich der Reinheit gestellt werden und für die Vermarktung Grenzwerte eingehalten werden müssen. Altglasscherben bestehen aber häufig aus verschiedenen, unbekannten Glassorten sowie aus störenden Beimengungen und Gebrauchsverunreinigungen, die entfernt werden müssen. Metalle werden mithilfe eines Metallabscheiders und Wirbelstromscheiders abgetrennt. Keramik, Steine und Porzellan (die sogenannte KSP-Fraktion) werden mittels optischer Detektoren und einer Ausblas-Vorrichtung mit Druckluft, beispielsweise mit dem Durchlichtsortierer, aussortiert. Organische Stoffe wie Papier und Kunststoffe werden durch NIR-Sensoren detektiert und ausgeschossen oder abgesaugt. Durch weitere sensorbasierte Sortiertechniken (Farbkamera/Röntgenfluoreszenz-Analyse/UV) werden abschließend Fehlfarben ausgeblasen. Zum Schluss werden die Altglasscherben zu den Produktionsstandorten transportiert, primären Rohstoffen zugemischt und dem Produktionsablauf wieder zugeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schaeffer&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=800px heights=400px mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
File:FliesbildGlasaufbereitung.png| Abbildung 8: Beispielhaftes Aufbereitungsverfahren für Altglas &amp;lt;ref name=&amp;quot;UBA2&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=800px heights=400px mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
File: RecyclingkreislaufGlas.jpg | Abbildung 9: Der Recyclingkreislauf von Glas &amp;lt;ref name= &amp;quot;Resoriti&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Qualitätsanforderungen bei Stör- und Fremdstoffen&lt;br /&gt;
Wichtig beim Recyclingprozess ist die Abtrennung der Fremdstoffe, da beim Schmelzen eine Abtrennung von Verunreinigungen nicht mehr möglich ist und dann die Verunreinigungen fest in den Werkstoff mit eingebunden werden. Verunreinigungen können beispielsweise dazu führen, dass lokale Kristallisationen auftreten und das Glas instabil wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Martens&amp;quot;/&amp;gt;  Für die Hohlglasindustrie gelten bestimmte Qualitätsanforderungen für Altglas, die im Folgenden spezifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Fremdfarbenanteil&lt;br /&gt;
Eine zentrale Qualitätsanforderung ist der Fremdfarbenanteil, da verschieden gefärbtes Altglas und beigemengte Metalloxide die Schmelze verfärben. Dabei gibt es unterschiedliche Anforderungen für Weißglas, Grünglas und Braunglas. Bei Weißglas ist eine Farbreinheit von 99,7% gefordert, bei Grünglas ist ein Fremdfarbenanteil von bis zu 15% erlaubt, bei Braunglas ein Fremdfarbenanteil von 8%. Bereits eine grüne Sektflasche färbt 500 kg farbloses Glas grünlich ein. Behältergläser in blauer oder roter Farbe müssen zusammen mit Grünglas recycelt werden, da das Grünglas am unempfindlichsten gegenüber Fehlfarben ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;UBA_Glas&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Martens&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;KSP&lt;br /&gt;
Keramische Materialien, die sog. KSP-Fraktion (Keramik, Steine, Porzellan) müssen von den Glasscherben entfernt werden, da sie sich in der Glasschmelze nur sehr langsam auflösen, da sie einen höheren Schmelzpunkt als Glas haben. KSP bilden feine, schwimmende Partikel, die nicht absinken, da sie die gleiche Dichte wie die Glasschmelze haben. Bei der Abkühlung der Glasschmelze kann es durch die feinen Partikel zu Einschlüssen bei den Fertigprodukten kommen. Der maximale Fremdanteil liegt bei KSP bei &amp;lt;20 g/t, es wird aber darauf geachtet, den Anteil so gering wie möglich zu halten, um Einschlüsse vollständig zu vermeiden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Martens&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
;Metalle&lt;br /&gt;
Metallische Werkstoffe sind auch Fremdstoffe, da sie der Schmelze und den Schmelzöfen schaden. Metalle wie Zinn, Blei und Kupfer schmelzen bei dem Schmelzprozess und sinken auf den Wannenboden ab, der von den Metallen zerstört wird. Aluminium, Zink und z. T. Eisen werden oxidiert und Aluminium reduziert dabei geringe Mengen von SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; zu Si, das als Silizium-Einschluss zum Glasbruch führen kann. Für NE-Metalle sind Fremdanteile von 5 g/t erlaubt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Martens&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
;Organik&lt;br /&gt;
Die letzten Fremdstoffe sind organische Stoffe wie Papier, Kunststoffe, Lebensmittelreste. Diese verbrennen überwiegend, wirken sich jedoch auf die Redoxbedingungen in der Schmelze aus. Dies hat keinen großen Einfluss auf die Qualität des Glases, es muss aber mehr Energie für den Schmelzprozess aufgewendet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Martens&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Qualitätsanforderungen an Behälterglas weniger streng als für Flachglas sind, können Altglasscherben in der Behälterglasherstellung in sehr großen Mengen recycelt werden. Bei Flachglas-Altglasscherben sind die Qualitätsanforderungen höher und technisch aufwendiger und aufgrund komplizierter Aufbereitungsmethoden teurer. Aus dem Grund hat sich der Einsatz von Flachglas-Altglasscherben bis jetzt nicht durchgesetzt. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Martens&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Recycling anderer Glassorten&lt;br /&gt;
Neben Behälterglas können auch andere Glassorten recycelt werden. Diese Prozesse sind allerdings oft aufwendig und wirtschaftlich nicht rentabel. Bleiglas wird derzeit teilweise als Schlackenbildner in der Bleiindustrie eingesetzt. Es gibt Verfahren, mit denen das Bleiglas eingeschmolzen und das enthaltene Blei durch Reduktion zurückgewonnen wird. So kann aber nur ein kleiner Teil des anfallenden Bleiglasabfalls verwertet werden. Auch der Wiedereinsatz von Bleiglas, zum Beispiel als Scheiben für Röntgenräume, findet kaum noch statt. &amp;lt;ref name= &amp;quot;Ehring&amp;quot;/&amp;gt; Auch Flachglas kann gesammelt, eingeschmolzen und erneut zu Flachglas verarbeitet werden. Je nach Reinheit ist auch der Einsatz in der Behälterglasproduktion oder als Grundstoff für die Produktion von Dämmwolle, Schmirgelpapier oder Glasbaustein möglich. &amp;lt;ref name= &amp;quot;bvse&amp;quot;/&amp;gt; Auch Reststoffe des Recyclingprozesses können recycelt werden. Hier bietet sich zum Beispiel der Einsatz von Feinkorn als Reflektoren in Straßenmarkierungen, als Dämmstoff oder beim Sandstrahlverfahren an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pretz&amp;quot;/&amp;gt; Das Einschmelzen und Wiederverwenden von Spezialglas wird nur in seltenen Fällen praktiziert. Hier sind die Quoten für den Wiedereinsatz sehr niedrig. &amp;lt;ref name= &amp;quot;zmart&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=800px heights=400px mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
File:VerwertungsquoteGlas.jpg| Abbildung 10: Verwertungsquote von Verpackungsglas bis 2018 &amp;lt;ref name= &amp;quot;BMU2&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2019 lag das gesamte Siedlungsabfallaufkommen von Glas in Deutschland bei 2.640.000 Tonnen und machte damit 5,2% des gesamten Abfallaufkommens aus. Davon wurden 1.000 Tonnen durch Ablagerung beseitigt. Ebenfalls 1.000 Tonnen wurden der energetischen Verwertung zugeführt. 2.638.000 Tonnen wurden der stofflichen Verwertung zugeführt. Das entspricht einer Verwertungsquote von fast 100%. &amp;lt;ref name= &amp;quot;Destatis&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Verwertungsquote von Glas als Verpackungsmaterial insgesamt lag im Jahr 2018 bei 83% &amp;lt;ref name=&amp;quot;BMU&amp;quot;/&amp;gt;. Im Jahr 2021 lag die Verwertungsquote von Glas bei 80,1% in Europa (EU27). Vorreiter für das Glasrecycling sind die Schweiz und Belgien mit über 95%.&amp;lt;ref name= &amp;quot;CloseLoop&amp;quot;/&amp;gt;  In Abbildung 10 sind die Verwertungsquoten in Deutschland der Jahre 1997 bis 2018 dargestellt. Es ist zu erkennen, dass die Quote seit 2016 sinkt. Das ist auf den steigenden Preis der Altglasscherben, die hohen Qualitätsansprüche an Altglasscherben und die niedrigen Energiekosten zurückzuführen, sodass der Einsatz dieser nicht mehr ökonomisch vorteilhaft ist. &amp;lt;ref name= &amp;quot;EU-Recycling&amp;quot;/&amp;gt;  Ab 2022 steigt der Energiepreis wieder an, insbesondere aufgrund des Ukraine-Kriegs. Besonders die Erdgaspreise sind deutlich gestiegen, wodurch die Herstellungskosten in den Glasfabriken ansteigen. 2023 machen die Energiekosten mehr als 40% der Gesamtproduktionskosten aus, wohingegen 2020 diese nur 14% umfassten. Des Weiteren steigen ab Anfang 2023 auch die Rohstoffkosten für die Glasherstellung, weshalb erwartet werden kann, dass der Einsatz von Altglasscherben in Zukunft steigen wird. &amp;lt;ref name=&amp;quot;KS-Magazin&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;ref name= &amp;quot;FAU&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
Bei der Behälterglasproduktion stellen Altglasscherben den wichtigsten Hauptrohstoff dar. Der Einsatz von Altglasscherben unterscheidet sich je nach Glasfarbe. 2006 wurden im Durchschnitt 40% Altglas für die Produktion von Braunglas verwendet, bei Weißglas waren es 57%. Bei der Grünglasproduktion lag der Einsatz von Altglas bei 90%. Bei der Behälterglasindustrie liegt der Einsatz von Altglasscherben bei durchschnittlich 60%.&amp;lt;ref name=&amp;quot;UBA_Glas&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Proben im MassLab ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=300px heights=200px gallery mode = &amp;quot;packed-overlay&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:1-05-001.jpg|1000px|link=1-05-001|[[1-05-001]]&lt;br /&gt;
Datei:1-05-002.jpg|1000px|link=1-05-002|[[1-05-002]]&lt;br /&gt;
Datei:2-05-001.jpg|1000px|link=2-05-001|[[2-05-001]]&lt;br /&gt;
Datei:2-05-002.jpg|1000px|link=2-05-002|[[2-05-002]]&lt;br /&gt;
Datei:2-05-003.jpg|1000px|link=2-05-003|[[2-05-003]]&lt;br /&gt;
Datei:3-05-002.jpg|1000px|link=3-05-002|[[3-05-002]]&lt;br /&gt;
Datei:3-05-004.jpg|1000px|link=3-05-004|[[3-05-004]]&lt;br /&gt;
Datei:3-05-005.jpg|1000px|link=3-05-005|[[3-05-005]]&lt;br /&gt;
Datei:3-05-006.jpg|1000px|link=3-05-006|[[3-05-006]]&lt;br /&gt;
Datei:3-05-007.jpg|1000px|link=3-05-007|[[3-05-007]]&lt;br /&gt;
Datei:3-05-008.jpg|1000px|link=3-05-008|[[3-05-008]]&lt;br /&gt;
Datei:3-05-009.jpg|1000px|link=3-05-009|[[3-05-009]]&lt;br /&gt;
Datei:3-05-010.jpg|1000px|link=3-05-010|[[3-05-010]]&lt;br /&gt;
Datei:3-05-011.jpg|1000px|link=3-05-011|[[3-05-011]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Datei:3-05-012.jpg|1000px|link=3-05-012|[[3-05-012]] --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:4-05-001.jpg|1000px|link=4-05-001|[[4-05-001]]&lt;br /&gt;
Datei:4-05-002.jpg|1000px|link=4-05-002|[[4-05-002]]&lt;br /&gt;
Datei:4-05-003.jpg|1000px|link=4-05-003|[[4-05-003]]&lt;br /&gt;
Datei:4-05-004.jpg|1000px|link=4-05-004|[[4-05-004]]&lt;br /&gt;
Datei:4-02-008.jpg|1000px|link=4-02-008|[[4-02-008]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name = &amp;quot;bvse&amp;quot;&amp;gt; bvse. Glasrecycling - Themen. Online verfügbar unter: https://www.bvse.de/191-fachverbaende/glasrecycling/glasrecycling-themen.html, zuletzt geprüft am 05.10.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name= &amp;quot;Ehring&amp;quot;&amp;gt; Ehring J, Wolf R, Stelter M. Recycling 4.0 an zwei metallurgischen Beispielen. Georgsmarienhütte. Online verfügbar unter: &amp;lt;https://www.vivis.de/wp-content/uploads/RuR9/2016_RuR_409-418_Stelter_Ehrig&amp;gt;, zuletzt geprüft am 05.10.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name = &amp;quot;Elsner&amp;quot;&amp;gt; Elsner H. Quarzrohstoffe in Deutschland. Hannover: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR); 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name=&amp;quot;Destatis&amp;quot;&amp;gt; Statistisches Bundesamt (Destatis) 2021: Abfallbilanz (Abfallaufkommen/-verbleib, Abfallintensität, Abfallaufkommen nach Wirtschaftszweigen) - 2019. Online verfügbar unter: &amp;lt;https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Umwelt/Abfallwirtschaft/Publikationen/Downloads-Abfallwirtschaft/abfallbilanz-pdf-5321001.pdf?__blob=publicationFile&amp;gt;, zuletzt geprüft am 05.20.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name = &amp;quot;Magull&amp;quot;&amp;gt; Sarah Magull. Glas: Herstellung und Analytik; 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name=&amp;quot;Nigischer&amp;quot;&amp;gt; Wolfgang Nigischer. Glas und seine Rohstoffe; 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  &amp;lt;ref name=&amp;quot;Pretz&amp;quot; &amp;gt; Prof. Dr.-Ing. Thomas Pretz. Glas. Aachen; 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name= &amp;quot;Resoriti&amp;quot;&amp;gt; RESORTI GmbH &amp;amp; Co. KG. Altglasentsorgung. Trennen, aber richtig: Welches Glas darf in Glascontainer? Tipps zum umweltfreundlichen Glas-Recycling vom RESORTI-Blog! Online verfügbar unter: &amp;lt;https://www.resorti.de/blog/altglasentsorgung/&amp;gt;, zuletzt geprüft am 05.10.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name=&amp;quot;Schaeffer&amp;quot;&amp;gt; Schaeffer HA, Langfeld R. Herstellung – Schmelzen und Formgebung von Glas. In: Schaeffer HA, Langfeld R, editors. Werkstoff Glas: Alter Werkstoff mit großer Zukunft. Berlin: Springer Vieweg; 2014, p. 131–170.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name=&amp;quot;UBA&amp;quot;&amp;gt; Umweltbundesamt. Glas- und Mineralfaserindustrie. Online verfügbar unter: &amp;lt;https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/industriebranchen/mineralindustrie/glas-mineralfaserindustrie#struktur-der-glas-und-mineralfaserindustrie&amp;gt;, zuletzt geprüft am 05.10.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name=&amp;quot;UBA1&amp;quot;&amp;gt; Umweltbundesamt. ProBas - Prozessdetails: Chem-AnorgSoda-DE-2030. Online verfügbar unter: &amp;lt;https://www.probas.umweltbundesamt.de/php/prozessdetails.php?id=%7B6E2B0AB5-79F5-4069-829E-D19B1117C139%7D&amp;gt;, zuletzt geprüft am 05.10.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name=&amp;quot;UBA2&amp;quot;&amp;gt; Umweltbundesamt. Aufbereitung und Sortierung von Altglas. Online verfügbar unter: https://www.cleaner-production.de/images/BestPractice/data_de/WGS.pdf, zuletzt geprüft am 05.10.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name=&amp;quot;BMU&amp;quot;&amp;gt; Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU), www.bmu.de. Verpackungen gesamt: Verbrauch, Verwertung, Quoten 1991 bis 2018 (in Kilotonnen). Online verfügbar unter &amp;lt;https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Abfallwirtschaft/datentabelle_verbrauch_verwertung_quoten_bf.pdf&amp;gt;, zuletzt geprüft am 05.10.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name=&amp;quot;UBA_Glas&amp;quot;&amp;gt; Umweltbundesamt (2020): Glas und Altglas (online). Online verfügbar unter: &amp;lt;https://www.umweltbundesamt.de/daten/ressourcen-abfall/verwertung-entsorgung-ausgewaehlter-abfallarten/glas-altglas#massenprodukt-glas&amp;gt;, zuletzt geprüft am 05.10.2021. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;ref name = &amp;quot;zmart&amp;quot;&amp;gt; zmart. Glasrecycling. Online verfügbar unter: &amp;lt;https://www.retouren-loesung.de/glasrecycling&amp;gt;, zuletzt geprüft am 05.10.2021. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Martens&amp;quot;&amp;gt; Martens, H. (2011). Recyclingtechnik - Fachbuch für Lehre und Praxis . Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag. &amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kalweit&amp;quot;&amp;gt; Kalweit, A.; Paul, C. &amp;amp; Peters, S. (2012). Handbuch für Technisches Produktdesign - Material und Fertigung Entscheidungsgrundlagen für Designer und Ingenieure. Berlin Heidelberg: Springer-Verlag. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schaeffer2&amp;quot;&amp;gt; Schaeffer HA, Langfeld R. Herstellung – Schmelzen und Formgebung von Glas. In: Schaeffer HA, Langfeld R, editors. Werkstoff Glas: Alter Werkstoff mit großer Zukunft. Berlin: Springer Vieweg; 2014, p. 131–170. &amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Destatis_Glas&amp;quot;&amp;gt; Destatis (2023): Glasprodukte im Januar 2023 gegenüber Vorjahresmonat deutlich verteuert. Online verfügbar unter: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/03/PD23_N017_42_61.html. Zuletzt geprüft am 06.11.23 &amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;KS-Magazin&amp;quot;&amp;gt; Kunststoff Magazin (2023): Energiebilanz im Vergleich: Glas oder PET?. Online verfügbar unter https://www.kunststoff-magazin.de/thermoplaste/energie--logistikaufwand--rohstoffe-energiebilanz-im-vergleich--glas-oder-pet-.htm. zuletzt geprüft am 06.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;BV_Glas&amp;quot;&amp;gt; Bundesverband für Glasindustrie e.V. (2020): Jahresbericht 2022. Online verfügbar unter: https://www.bvglas.de/presse/publikationen/, zuletzt geprüft am 05.10.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;UBA4&amp;quot;&amp;gt; Umweltbundesamt: Ökobilanz für Getränkeverpackungen II Hauptteil, UBA-Texte 37/00, Berlin 2000 (https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/publikation/long/1882.pdf)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Circujar&amp;quot;&amp;gt; https://circujar.com/content/Einweg_vs_Mehrweg_Circujar.pdf, zuletzt geprüft am 10.11.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;FAU&amp;quot;&amp;gt; FAU (2022): Glas und die Energiewende: nachhaltige Produktion durch Strom? Online verfügbar unter: https://www.fau.de/2022/05/news/wissenschaft/glas-und-die-energiewende-nachhaltige-produktion-durch-strom/ zuletzt geprüft am 06.11.2023 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;EU-Recycling&amp;quot;&amp;gt; EU-Recycling: Bedrohlicher Preisdruck für Scherbenaufbereiter. Online verfügbar unter: &amp;lt;https://eu-recycling.com/Archive/15635&amp;gt;, zuletzt geprüft am 05.10.2021. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;CloseLoop&amp;quot;&amp;gt; Close the glass loop (2023): EU’s glass value chain confirms glass collection rate steady progress at 80.1%!. online verfügbar unter: https://closetheglassloop.eu/eus-glass-value-chain-confirms-glass-collection-rate-steady-progress-at-80-1/ zuletzt abgerufen am 06.11.2023 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;BMU2&amp;quot;&amp;gt; Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU), www.bmu.de. Verpackungen gesamt: Verbrauch, Verwertung, Quoten 1991 bis 2018 (in Kilotonnen). Online verfügbar unter:&lt;br /&gt;
&amp;lt;https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Abfallwirtschaft/datentabelle_verbrauch_verwertung_quoten_bf.pdf&amp;gt;, zuletzt geprüft am 05.10.2021. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Endliche_Rohstoffe&amp;diff=6454</id>
		<title>Endliche Rohstoffe</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Endliche_Rohstoffe&amp;diff=6454"/>
		<updated>2026-09-30T10:10:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Bergbau und Rohstoffgewinnung ==&lt;br /&gt;
Rohstoffgewinnung bezeichnet die Entnahme natürlich vorkommender mineralischer Rohstoffe oder fossiler Energieträger aus der Erde. Sie ist grundlegend für moderne Gesellschaften, weil nahezu alle wirtschaftlichen Bereiche auf mineralische Rohstoffe angewiesen sind: Bausektor, Energieversorgung, Industrie, Mobilität, Digitalisierung, Land- und Forstwirtschaft oder Gesundheitswesen. Ohne Rohstoffe gäbe es beispielsweise weder Infrastrukturen noch Maschinen, Stromnetze, Smartphones, Windräder, Batterien oder Arzneimittel. Die Begriffe Bergbau und Rohstoffgewinnung werden synonym verwendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Verantwortungsvolle Rohstoffgewinnung &lt;br /&gt;
Während die Rohstoffgewinnung in der öffentlichen Wahrnehmung oft negativ dargestellt und konnotiert wird, steht heute schon an vielen Orten eine verantwortungsvolle Rohstoffgewinnung im Fokus. Das bedeutet, Rohstoffe nicht nur effizient, sondern auch möglichst umweltverträglich und sozialverträglich zu gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Kontext spielen Automatisierung, Digitalisierung und Elektrifizierung eine wichtige Rolle, um den Bergbau effizient, sicher und nachhaltig zu gestalten, die Transparenz entlang der Wertschöpfungskette zu erhöhen und so einen Beitrag zur verantwortungsvollen Rohstoffgewinnung leisten zu können.&lt;br /&gt;
[[Datei:Verantwortungsvolle Rohstoffgewinnung.jpg|thumb|550px|right|© Martin Braun, 2024 (AMT)]]&lt;br /&gt;
Ein wichtiger Baustein ist dabei das Zusammenspiel zwischen der primären Rohstoffgewinnung und der sekundären Rohstoffnutzung und -wiedernutzbarmachung. Die primäre Rohstoffgewinnung trägt maßgeblich zur Versorgungssicherheit bei, die stoffliche Wiedernutzbarmachung (Recycling) zur Schonung von primären Ressourcen. Erst das Zusammendenken beider Quellen ermöglicht Versorgungssicherheit, Ressourceneffizienz und eine schrittweise Entkopplung von Wachstum und Rohstoffverbrauch und damit Umwelt-Inanspruchnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Rohstoffbedarf in Deutschland und der EU&lt;br /&gt;
Deutschland und die EU gehören zu den größten Rohstoffabnehmern weltweit, sind jedoch gerade bei den sogenannten kritischen Rohstoffen teilweise nahezu vollständig auf Importe angewiesen. Das bringt teilweise sehr große Abhängigkeiten von einzelnen Drittländern mit sich. Studien zeigen, dass Deutschland bei der Versorgung mit mineralischen Rohstoffen zu über 90 Prozent von Importen abhängt; bei vielen kritischen Rohstoffen stammen diese aus wenigen Förderländern. Für 14 von 30 als kritisch eingestuften Rohstoffen liegt die Importabhängigkeit Deutschlands sogar bei 100 Prozent. &amp;lt;ref name = &amp;quot;DIW Berlin&amp;quot;/&amp;gt; Von kritischen Rohstoffen spricht man bei den Rohstoffen, die eine große wirtschaftliche Bedeutung haben, bei denen jedoch ein hohes Risiko im Hinblick auf die Versorgungssicherheit besteht. Als strategische Rohstoffe werden laut EU- Definition diejenigen Rohstoffe bezeichnet, deren Verfügbarkeit für Schlüsselindustrien, z.B. die Verteidigungsindustrie, von zentraler Bedeutung ist und die durch prognostizierte globale Ungleichgewichte zwischen Angebot und Nachfrage gekennzeichnet sind.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:Global production of critical and strategic raw materials.png| Weltweite Produktion kritischer und strategischer Rohstoffe]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere in Anbetracht der aktuellen geopolitischen Situation ist das Ziel, existierende Abhängigkeiten zu verringern. Auf Ebene der EU wurden beispielsweise durch den Critical Raw Materials Act konkrete Ziele definiert, um die Abhängigkeit zu reduzieren. Bis 2030 sollen mindestens 10 Prozent des jährlichen EU-Bedarfs kritischer Rohstoffe durch eine Gewinnung im heimischen Bergbau gedeckt werden, 40 Prozent durch Verarbeitung in der EU und 25 Prozent durch Recycling. Zudem soll kein einzelnes Drittland mehr als 65 Prozent des Bedarfs strategischer Rohstoffe an einer Verarbeitungsstufe decken. Der Bedarf wird also weiterhin überwiegend über Importe, Verarbeitung, Recycling und gezielte heimische Förderung gedeckt. &amp;lt;ref name = &amp;quot;EUK&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:European Critical Raw Materials Act.png| Europäisches Gesetz über kritische Rohstoffe]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Heimischer Bergbau&lt;br /&gt;
Trotz der hohen Importabhängigkeit spielt der heimische Bergbau in Deutschland eine wichtige Rolle. Deutschland verfügt über bedeutende Vorkommen, beispielsweise bei Baurohstoffen und Industriemineralen wie Sand, Kies, Ton, Kalk, Steinsalz und Kalisalz. Zudem werden in mehreren Regionen neue Lagerstätten exploriert, etwa im Erzgebirge (Zinn, Lithium) oder in Thüringen (Kupfer). Darüber hinaus werden auch unkonventionelle Rohstoffquellen, wie Lithium aus geothermalen Tiefenwässern im Oberrheingraben, in Betracht gezogen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;BGR23&amp;quot;/&amp;gt; Rund 75 % der Rohstoffmenge, die ein Mensch in Deutschland in seinem Leben benötigt, werden in Deutschland gewonnen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Heimischer_Bergbau.jpg|thumb|550px|right|© Martin Braun, 2024 (AMT)]]&lt;br /&gt;
Gleichzeitig exportiert Deutschland bestimmte Rohstoffe beziehungsweise rohstoffnahe Produkte, insbesondere bei Kali- und Steinsalzprodukten sowie bei ausgewählten Industriemineralen. Damit zeigt sich: Deutschland ist durchaus nicht rohstoffarm, sondern bei vielen Rohstoffen gut aufgestellt und in einzelnen Bereichen sogar international relevant. &amp;lt;ref name = &amp;quot;VRB&amp;quot;/&amp;gt; Heimischer Bergbau stärkt Versorgungssicherheit, regionale Wertschöpfung und Beschäftigung und bietet Chancen für eine verantwortungsvolle und hochmoderne Rohstoffgewinnung. Gleichzeitig sind die Möglichkeiten begrenzt, weil viele kritische Metalle und High-Tech-Rohstoffe in Deutschland zum aktuellen Zeitpunkt nur in kleinen Mengen oder nicht wirtschaftlich gewonnen werden können, was neben einer geringen gesellschaftlichen Akzeptanz zumeist auch an dem fehlenden Wissen über vorhandene Lagerstätten liegt. Hier bedarf es vor einer eigentlichen Gewinnung zunächst umfangreicher Explorationsaktivitäten Strategisch beruht die Rohstoffversorgung Deutschlands auf drei Säulen: heimische Rohstoffgewinnung, Importe sowie Recycling und Kreislaufwirtschaft. &amp;lt;ref name = &amp;quot;BWE&amp;quot;/&amp;gt; Neben den heimischen Rohstoffgewinnungsbetrieben ist auch die Bergbauzuliefererindustrie nicht außer Acht zu lassen. Die Bergbauzulieferer aus Deutschland bilden einen hochspezialisierten Sektor. Bergbaumaschinen aus Deutschland werden in die ganze Welt exportiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Entstehung von Lagerstätten&lt;br /&gt;
Rohstofflagerstätten sind natürliche, räumlich begrenzte Anreicherungen von mineralischen Rohstoffen oder fossilen Energieträgern. Sie entstehen durch komplexe geologische Prozesse über Millionen von Jahren und zeigen eine große Vielfalt, die sich in unterschiedlichen Lagerstättentypen widerspiegelt. Magmatische Lagerstätten bilden sich durch die Kristallisation von Mineralien aus erkaltendem Magma, wie bei Platinvorkommen. Sedimentäre Lagerstätten, die häufig bei Bauxit (Aluminium), Phosphat oder Kohle anzutreffen sind, resultieren aus der Ablagerung und Diagenese in ehemaligen Meeres- oder Flussbecken. Hydrothermale Lagerstätten entstehen durch heiße, mineralreiche Flüssigkeiten, die aus dem Erdmantel aufsteigen und in Rissen Metalle wie Gold, Silber oder Zinn ablagern. Placer-Lagerstätten sind mechanisch angereicherte Ablagerungen durch Erosion und Flussverlagerung, etwa bei Gold. Evaporit-Lagerstätten wie bei Kalisalz oder Gips bilden sich durch Verdunstung von Meereswasser in geschlossenen Becken, wie sie beispielsweise in Norddeutschland vorkommen. Pegmatite liefern seltene Elemente wie Lithium durch die letzten Phasen magmatischer Kristallisation. Diese Vielfalt spiegelt beispielhaft die Komplexität geologischer Prozesse wider und zeigt, wie komplex und vielfältig damit einhergehend auch der Abbau der Rohstoffe ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Abbauwürdigkeit von Lagerstätten&lt;br /&gt;
Eine Lagerstätte gilt als abbauwürdig, wenn sie technisch, ökonomisch und ökologisch tragfähig ist. Hierbei spielt einerseits der Grad des Wissens über die Lagerstätte und andererseits sogenannte „Modifying Factors“, also technische, ökonomische, gesellschaftliche und rechtliche Faktoren eine Rolle. Bei Reserven handelt es sich um nachgewiesene Rohstoffvorkommen, die zum heutigen Zeitpunkt und Stand der Technik als technisch und wirtschaftlich abbaubar gelten. Abhängig vom Grad des Wissens über die Lagerstätte unterscheidet man wahrscheinliche und nachgewiesene Reserven. Der Begriff Ressource bezeichnet dagegen vermutete Rohstoffvorkommen, die zum Zeitpunkt der Bewertung wirtschaftlich und/oder technisch nicht abbaubar sind. Auch hier folgt eine weitere Unterscheidung in Abhängigkeit des Wissens über die Lagerstätte in vermutete oder gemessene Ressourcen. Für die eigentliche Bewertung von Rohstoffvorkommen sowie die Offenlegung von Bergbauprojekten gibt es verschiedene Bewertungsansätze, wie beispielswiese NI 43-101 oder den JORC Code. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Marco 2020&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Rohstoffgewinnung&lt;br /&gt;
Die Gewinnung von Rohstoffen kann grundsätzlich Übertage, also im Tagebau oder Untertage, im Tiefbau, erfolgen. Bei der Entscheidung, ob der Abbau Übertage oder Untertage erfolgt, ist die Teufenlage (Teufe = Tiefe) das wichtigste, aber nicht das einzige Entscheidungskriterium. Ebenso spielen z.B. die geomechanischen Eigenschaften des Deckgebirges sowie der Lagerstätte, Veränderungen in Qualität und Qualitätsverteilung, Veränderungen bei den Fördermengen sowie technische Entwicklungen eine wesentliche Rolle. Es ist auch möglich, dass der Betrieb im Laufe der Betriebszeit von Übertage auf Untertage übergeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unabhängig von der Abbauart folgt der Rohstoffabbau meist einem grundlegenden Ablauf aus Lösen, Laden und Fördern. Zuerst wird das Gestein oder Erz gelöst, also aus dem Verbund des Gebirges herausgebrochen oder gelockert. Danach wird das gelöste Material geladen, etwa mit Baggern, Ladern oder anderen Ladefahrzeugen und -einrichtungen. Anschließend erfolgt der Transport, also das Fördern des Materials zur Aufbereitung, zu Halden oder direkt zur Weiterverarbeitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verfahren für den Rohstoffabbau wird häufig nach der Festigkeit des Gesteins ausgewählt. Übertage können Lockergesteine wie Sand oder Kies mit Hilfe von Baggern, Saugbaggern (bei der Nassgewinnung) oder Schaufelradbaggern gewonnen werden. Festgestein wie Granit und Basalt muss typischerweise zunächst durch Bohren und Sprengen gelöst werden, wobei das Laden und Fördern in der Regel mit schweren Maschinen erfolgt. Halbfestgestein liegt zwischen diesen beiden Bereichen. Es ist stärker verfestigt als Lockergestein, aber nicht so hart wie klassisches Festgestein. Hier wird das Gestein häufig mit Baggern gelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Untertage wird zwischen konventionellem und maschinellem Abbau unterschieden. Der konventionelle Abbau folgt dem Bohr- und Sprengzyklus, bei dem nach dem Vermessen zunächst das Bohren und anschließende Befüllen (Besetzen) von Sprengbohrlöchern erfolgt. Nach der Sprengung müssen die Sprengschwaden abgeführt und der Arbeitsort kontrolliert werden, bevor das lose Gestein geladen werden kann. Anschließend folgt üblicherweise das Berauben. Dabei werden lose Gesteinsstücke entfernt, damit sie keine Gefahr darstellen. Je nach Gebirgsbeschaffenheit wird das Gebirge zusätzlich noch gesichert, beispielsweise mit Hilfe eines Ankerausbaus. Beim sog. Ankerausbau werden Gebirgsanker in Bohrlöcher eingebracht, um lockere oder instabile Bereiche zu stabilisieren und das umliegende Gebirge zu sichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der maschinelle Abbau erfolgt dagegen mit spezieller Maschinentechnik, etwa Teilschnittmaschinen, Walzenladern oder Continuous Miner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Produkte der Rohstoffgewinnung ==&lt;br /&gt;
Rohstoffe sind die Basis unserer Gesellschaft, weil nahezu alle wirtschaftlichen Bereiche und auch jeder von uns auf Rohstoffe angewiesen ist, egal ob im Bau, der Energieversorgung, der Industrie, der Mobilität, oder Landwirtschaft. Ohne Rohstoffe gäbe es beispielsweise weder Infrastruktur noch Maschinen, Stromnetze, Glas, Smartphones, Windräder oder Batterien. Und das bedeutet nicht nur, dass mineralische Rohstoffe in sämtlichen Produkten enthalten sind, sie werden auch für deren Herstellung und Verarbeitung benötigt. Sogar Zahnpasta oder sämtliche Arzneimittel bestehen aus mineralischen Rohstoffen. Zwar kann das Recycling einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung leisten, allerdings wird der Bedarf an mineralischen Rohstoffen bis auf absehbare Zeit nicht allein durch sekundäre Quellen gedeckt werden können, was eine verantwortungsvolle Rohstoffgewinnung auch in Zukunft erforderlich macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umwelteinflüsse und Fortschritt ==&lt;br /&gt;
Rohstoffgewinnung bedeutet immer einen Eingriff in Natur und Landschaft, doch der Umgang damit hat sich in den letzten Jahren vielerorts deutlich gewandelt. Heute sind ein verantwortungsvolles Umweltmanagement, Genehmigungsverfahren unter Öffentlichkeitsbeteiligung, Monitoring und Rekultivierung feste Bestandteile moderner Bergbauprojekte. Das Ziel ist nicht, jede Wirkung zu vermeiden, sondern sie zu minimieren, systematisch und zielgerichtet zu kontrollieren und Flächen nach dem Abbau wieder nutzbar zu machen und in einen lebenswerten Zustand zurückzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Proben im MassLab ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=300px heights=200px gallery mode = &amp;quot;packed-overlay&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1-09-004.jpg|1000px|link=1-09-004|[[1-09-004]]&lt;br /&gt;
Datei:1-09-005.jpg|1000px|link=1-09-005|[[1-09-005]]&lt;br /&gt;
Datei:MG 8417.jpg|1000px|link=1-09-006|[[1-09-006]]&lt;br /&gt;
Datei:1-09-007.jpg|1000px|link=1-09-007|[[1-09-007]]&lt;br /&gt;
Datei:1-09-008.jpg|1000px|link=1-09-008|[[1-09-008]]&lt;br /&gt;
Datei:1-09-009.jpg|1000px|link=1-09-009|[[1-09-009]]&lt;br /&gt;
Datei:1-09-012.jpg|1000px|link=1-09-012|[[1-09-012]]&lt;br /&gt;
Datei:1-09-013.jpg|1000px|link=1-09-013|[[1-09-013]]&lt;br /&gt;
Datei:1-09-014.jpg|1000px|link=1-09-014|[[1-09-014]]&lt;br /&gt;
Datei:1-09-015.jpg|1000px|link=1-09-015|[[1-09-015]]&lt;br /&gt;
Datei:1-09-016.jpg|1000px|link=1-09-016|[[1-09-016]]&lt;br /&gt;
Datei:1-09-017.jpg|1000px|link=1-09-017|[[1-09-017]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;DIW Berlin&amp;quot;&amp;gt; DIW Berlin (12 2022). DIW Wochenbericht 49/2022. Online verfügbar unter https://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.862062.de/dwr-22-49-2.pdf, zuletzt abgerufen am 03.06.2026. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;EUK&amp;quot;&amp;gt; Europäische Kommission. European Critical Raw Materials Act. Online verfügbar unter https://commission.europa.eu/topics/competitiveness/green-deal-industrial-plan/european-critical-raw-materials-act_en, zuletzt abgerufen am 03.06.2026. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;BGR23&amp;quot;&amp;gt; Deutsche Rohstoffagentur (2023). Kritische mineralische Rohstoffe – Risikoanalyse. Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). Online verfügbar unter https://www.deutsche-rohstoffagentur.de/DERA/SharedDocs/Downloads/CTN/73_Kritische_mineralische_Rohstoffe.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=2, zuletzt aufgerufen am 03.06.2026. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;VRB&amp;quot;&amp;gt; Vereinigung Rohstoffe und Bergbau. Mineralische Rohstoffe. Online verfügbar unter https://v-r-b.de/mineralische-rohstoffe, zuletzt aufgerufen am 03.06.2026. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;BWE&amp;quot;&amp;gt; Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Rohstoffstrategie der Bundesregierung. Online verfügbar unter https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Artikel/Industrie/rohstoffstrategie-bundesregierung.html, zuletzt aufgerufen am 03.06.2026. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Marco 2020&amp;quot;&amp;gt; Cosi, Marco (2020). A new valuation method for dimension stone mining projects and properties. Online verfügbar unter https://www.researchgate.net/figure/Correlation-between-mineral-resources-and-reserves-by-PERC-and-JORC-Standards_fig4_346317484, zuletzt aufgerufen am 03.06.2026.  &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Elektro-_und_Elektronikschrott&amp;diff=6453</id>
		<title>Elektro- und Elektronikschrott</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Elektro-_und_Elektronikschrott&amp;diff=6453"/>
		<updated>2026-09-30T10:07:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__TOC__&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
Logo mit Kapitelverlinkungen:&lt;br /&gt;
&amp;lt;imagemap&amp;gt;&lt;br /&gt;
    File:Abbildung_Kreislauf.png|class=cd_imagemap|&lt;br /&gt;
    circle 358 103 94 [[#Primärrohstoffe und Grundstoffe|Primärrohstoffe und Grundstoffe]]&lt;br /&gt;
    circle 612 351 88 [[#Produktion|Produktion]]&lt;br /&gt;
    circle 359 606 89 [[#Nutzung|Nutzung]]&lt;br /&gt;
    circle 100 353 91 [[#Recyclingrohstoff|Recyclingrohstoff]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/imagemap&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt; --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- __TOC__ --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--{|style=&amp;quot;border: 3px solid #00549F;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:middle;| &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;height:100px; width:700px;text-align:left;&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
*[[Sammlung von Elektroschrott]]&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;height:100px; width:200px;text-align:right;&amp;quot; | [[Datei:ESchrott.png|link=E-Schrott|caption|120px]]&lt;br /&gt;
|}--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Stoffstrom Elektro- und Elektronikschrott (im Folgenden als Elektroschrott bezeichnet) zählen, mit wenigen Ausnahmen, ausgediente Geräte, für deren Benutzung Elektrizität benötigt wurde. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Elektrizität aus einer Steckdose, einer Batterie oder aus anderen Quellen bezogen wurde. Auch Geräte, in denen sich fest verbaute elektrische oder elektronische Teile befinden, gehören als Ganzes zum Elektroschrott. Lassen sich Elektroteile leicht von Produkten abmontieren, so zählen nur jene Teile als Elektroschrott. Auch sogenannte „passive Geräte“ gelten als Elektroschrott. Hierzu zählen beispielsweise Stecker, Kabel oder Antennen. Aufgrund der vielen verschiedenen Anwendungen enthält der Stoffstrom viele Verbunde aus verschiedenen Materialien wie beispielsweise [[Kunststoffe]], [[Metalle]] und [[Glas]].&amp;lt;ref name = &amp;quot;ElektroG&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erschwert die Aufbereitung von Elektroschrotten, macht sie aber gleichzeitig unverzichtbar, um die Wertstoffe im Kreislauf führen zu können.&lt;br /&gt;
In Tabelle 1 sind einige Beispiele für Elektroschrott aufgeführt sowie einige Beispiele, die keinen Elektroschrott darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Tabelle 1: Beispiele zur Abgrenzung von Elektroschrott &amp;lt;ref name = &amp;quot;Verbraucherzentrale.de_2020&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Elektroschrott	!! Kein Elektroschrott&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Pedelecs	||Nicht schadstoffhaltige Lampen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Schuhe mit beleuchteter Sohle	||Mechanisches Spielzeug&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Badezimmerschränke mit fest eingebauter Beleuchtung	||Batterien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Photovoltaikmodule	||Autoradios&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Stecker und Steckerleisten	||Warmwassergeräte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Antennen	||Klimageräte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Druckerpatronen mit elektrischen Bauteilen	||Druckerpatronen ohne elektrische Bauteile &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland erfolgt eine getrennte Sammlung von Elektroschrott. Im Jahr 2019 betrug der Anteil von Elektroschrott 4 % an den getrennt gesammelten Siedlungsabfallfraktionen (vergleiche Abbildung 1) &amp;lt;ref name= &amp;quot;Abfallbilanz2019&amp;quot;/&amp;gt;. Dies entspricht einer Menge von etwa 2 Mio. Mg/a. Weltweit waren es 53,6 Mio. Mg/a. Seit 2014 stieg die Menge des Elektroschrotts um 21 % an. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Forti et al. 2020&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=800px heights=400px mode=&amp;quot;nolines&amp;quot;&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Datei:Abfallbilanz inkl getrennte Fraktionen.png|700px|Abbildung 1: Siedlungsabfallaufkommen in Deutschland 2019 &amp;lt;ref name= &amp;quot;Abfallbilanz2019&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Anfall: Mengen, Orte, Arten =&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Elektrische und elektronische Altgeräte (im Fachjargon bezeichnet als „WEEE“ für waste of electrical and electronic equipment) stellen einen wertvollen Abfallstrom dar, der neben Ba-sismetallen auch strategische Metalle und Metalle der Seltenen Erden enthält. Als Basismetal-le werden dabei alle Metalle bezeichnet, die zu den Nichteisen- und Buntmetallen zählen (ho-he Produktionsmengen), z. B. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Statista&amp;quot;/&amp;gt; Eisen, Kupfer, Aluminium und die Edelmetalle Gold, Silber und Palladium. Insbesondere Kupfer kommt häufig als Leiter in Kabeln vor. Unter den strategischen Metallen in WEEE werden beispielsweise Indium, Tantal und Niob zusam-mengefasst. Neben dem häufig in Magneten vorkommenden Neodym, sind als weitere Me-talle der Seltenerdenelemente auch Yttrium und Lanthan in WEEE enthalten. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kranert&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
: Der Abfallstrom der WEEE wird international von China und den USA dominiert. Das größte Elektroabfallaufkommen im Jahr 2019 besaß China mit 10,1 Mt/a, gefolgt von den USA mit 6,9 Mt/a. In Deutschland fielen 2019 1,6 Mt/a WEEE an, es ist damit weltweit das Land mit dem achthöchsten WEEE-Aufkommen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Forti&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Für das Jahr 2030 wird ein weiteres Wachstum des Elektroabfallaufkommens prognostiziert. Berechnungen lieferten – ohne Berücksichtigung der Corona-Pandemie – die Prognose für ein weltweites Gesamtaufkommen von 74,7 Mt/a. Im Jahr 2019 betrug dieses Gesamtauf-kommen noch 53,6 Mt/a. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Forti&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Entscheidend für die Rückgewinnung von Sekundärrohstoffen ist der Anteil an gesammelten und ordnungsgemäß recyceltem WEEE. Wurden in Europa 2019 von den anfallenden 12 Mt/a immerhin 42,5 Ma.-% gesammelt und sachgemäß recycelt, erstreckte sich der offizi-ell gesammelte und recycelte WEEE-Anteil bezogen auf das geschätzte WEEE-Aufkommen von 24,9 Mt/a in Asien nur auf 11,7%, in Amerika nur auf 9,4% bei einem geschätzten WEEE-Aufkommen von 13,1 Mt/a. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Forti&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Gesetzliche Vorgaben =&lt;br /&gt;
Um eine Nutzung des Ressourcenpotentials von WEEE weltweit sicherstellen zu können, müssen gesetzliche Strukturen zu Sammlung und Recycling von Elektronikabfall eingerichtet werden. Aktuell gibt es keine weltweit einheitlich geltenden Regelungen für WEEE. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Forti&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Weltweite und europäische Vorgaben ==&lt;br /&gt;
Im Oktober 2019 wiesen weltweit 78 Länder entweder eine Leitlinie, ein Gesetz oder eine Verordnung zur Regelung von WEEE auf. Damit wurden ca. 71% der Weltpopulation abge-deckt. Diese Regelungen sind jedoch z. T. nicht rechtsverbindlich oder die rechtlich festgeleg-ten Ziele werden nicht eingehalten. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Forti&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
: In der Europäischen Union (EU) wurde beispielsweise ein rechtsverbindliches Ziel an ge-sammelten WEEE in Bezug auf Elektroneuware von 65% festgelegt. Dieses Ziel wurde 2019 jedoch nur von Estland (82%) und Bulgarien (79%) eingehalten. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Forti&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Zusätzlich wurde 2003, im Zuge der zunehmend verkürzten Lebenszeit von WEEE, die erste WEEE-Richtlinie der EU verabschiedet &amp;lt;ref name = &amp;quot;WEE-RL 2003&amp;quot;/&amp;gt;. Inzwischen ist die Richtlinie 2012/19/EU in Kraft getreten. Sie löst die ursprüngliche Richtlinie aus dem Jahr 2003 ab und ist in ihrer aktuellen Fassung aus dem Jahr 2018 gültig &amp;lt;ref name = &amp;quot;WEE-RL 2018&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
== Deutsche Vorgaben == &lt;br /&gt;
Wie jede Richtlinie der EU muss auch die WEEE-RL in deutsches Recht umgesetzt werden. Dies erfolgte durch das „Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umwelt-verträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten (ElektroG)“, dass seit dem 01.01.2022, als ElektroG3, bereits in seiner dritten Form in Kraft getreten ist. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundestag&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Das ElektroG3 zielt auf die Reduzierung der Abfallmenge von WEEE und eine Optimierung der Ressourcennutzung ab. Der Weg zur Erreichung dieser Ziele ist die Regelung der Pro-duktverantwortung nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz. Auf diese Weise können eine För-derung der Vermeidung von WEEE-Abfällen, der Vorbereitung zur Wiederverwendung, des Recyclings sowie weiterer Verwertungsmöglichkeiten gewährleistet werden. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundestag&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Auch die Sammlung und Erfassung sind im ElektroG3 vorgeschrieben. Es werden die Pflich-ten von Hersteller, Verbraucher und angestellter Dritter geregelt (siehe dazu [[Sammlung von Elektroschrotten]]).&lt;br /&gt;
: Neben der Ressourcensicherung spielt auch die von Elektronikabfällen ausgehende Gefahr aufgrund ihres Schadstoffpotentials eine übergeordnete Rolle für die Sammlung und das Re-cycling von WEEE. Deutschland ist Vertragspartei des Baseler Übereinkommens, das die Verbringung und Entsorgung gefährlicher Abfälle reguliert. Wegen der oftmals in WEEE enthaltenen Elemente Quecksilber, Blei, Cadmium und anderer Schadstoffe handelt es sich bei WEEE häufig auch um gefährliche Abfälle, die damit dem Basler Übereinkommen unterlie-gen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Umweltbundesamt&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Sammlung von Elektroschrott =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Elektro- und Elektronikgerätegesetz in seiner dritten aktualisierten Fassung (ElektroG3) verpflichtet die Hersteller von Elektro- und Elektronikgeräten oder deren Bevollmächtigte (§8) &amp;lt;ref name = &amp;quot;ElektroG3&amp;quot;/&amp;gt; zur Errichtung einer gemeinsamen Sammelstelle (§5) &amp;lt;ref name = &amp;quot;ElektroG3&amp;quot;/&amp;gt;. Sie müssen den Behörden außerdem ein Rücknahmekonzept für ihre Geräte vorstellen, was die Installation von Rücknahmemöglichkeiten entsprechend den Anforderungen im ElektroG3 erklärt. Falls die Rücknahme nicht direkt vom Hersteller, sondern durch Dritte durchgeführt wird, ist deren Name und Adresse ebenfalls den Behörden zu melden (§7a) &amp;lt;ref name = &amp;quot;ElektroG3&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
WEEE aus privaten Haushalten dürfen ausschließlich von den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern (örE), Vertreibern und Herstellern (oder deren Bevollmächtigten) sowie Betreibern von Erstbehandlungsanlagen gesammelt werden (§12) &amp;lt;ref name = &amp;quot;ElektroG3&amp;quot;/&amp;gt;. Die Sammlungsstruktur für WEEE aus privaten Haushalten ist in Abbildung 1 dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sammlungsstrukturen nach ElektroG (Kranert).png|thumb|center|600px|Abbildung 1: Sammlungsstrukturen nach ElektroG3 &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kranert&amp;quot;/&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die örE sind verpflichtet, für die Sammlung des WEEE aus privaten Haushalten ein Bringsystem einzurichten, d. h. Sammelstellen zu installieren, bei denen der Verbraucher seine Altgeräte abgeben kann. Optional kann auch ein Holsystem eingerichtet werden. Die Annahme der Altgeräte hat ohne den Anfall von Kosten für den Verbraucher zu erfolgen. Das WEEE darf nur im Gefahrenfall abgelehnt werden (§13) &amp;lt;ref name = &amp;quot;ElektroG3&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die gesammelten Altgeräte werden anschließend von örE den Herstellern zur Abholung bereitgestellt. Dabei wird eine Einteilung in 6 Sammelgruppen vorgenommen (s. Tabelle 1).&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 1: Sammelgruppen nach ElektroG3  &amp;lt;ref name = &amp;quot;ElektroG3&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Gruppe&lt;br /&gt;
! Beschreibung&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| Wärmeübertragung&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| Bildschirme, Monitore und Geräte mit Bildschirmen (&amp;lt;100cm²)&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| Lampen&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 4&lt;br /&gt;
| Großgeräte&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| Kleingeräte und kleine Geräte der Informations- und Telekommunikationstechnik&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| Photovoltaik&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kosten für die Abholung, Entsorgung und Aufstellung der Behälter durch die örE tragen die Hersteller von Elektro- und Elektronikgeräten (oder deren beauftragte Dritte). Die Sammelbehälter der örE sind vom Hersteller (oder deren beauftragte Dritte) unverzüglich nach Bereitstellung (in Ausnahmen nach einer Nachfrist) abzuholen. Neben der Sammlung über die örE können die Hersteller und ihre Bevollmächtigten auch freiwillige individuelle oder kollektive Rücknahmesysteme einrichten. Diese Systeme müssen für den Verbraucher kostenlos und vom Hersteller oder deren Bevollmächtigten betrieben werden (§16) &amp;lt;ref name = &amp;quot;ElektroG3&amp;quot;/&amp;gt; .&lt;br /&gt;
Die Vertreiber sind ebenfalls zur Rücknahme von WEEE aus privaten Haushalten verpflichtet. Ab einer Verkaufsfläche von 400 m² für Elektro- und Elektronikgeräte oder ab 800 m² Verkaufsfläche für Lebensmittel gilt: &lt;br /&gt;
# Bei Abgabe eines Neugerätes ist ein Altgerät mit gleichwertiger Funktion im Geschäft oder in unmittelbarer Nähe davon unentgeltlich anzunehmen. &lt;br /&gt;
# WEEE mit einer maximalen Ausdehnung von 25 cm in jeder Dimension sind im Geschäft oder in unmittelbarer Nähe davon immer unentgeltlich anzunehmen. Eine Rücknahme ist jedoch auf drei Altgeräte pro Geräteart begrenzt (§17) &amp;lt;ref name = &amp;quot;ElektroG3&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztlich können Altgeräte aus privaten Haushalten auch auf freiwilliger Basis von zertifizierten Erstbehandlungsanlagen angenommen werden. Trifft der Betreiber einer solchen Anlage die Entscheidung für eine Rücknahme von WEEE, so sind für den Verbraucher kostenlos nutzbare Rücknahmeeinrichtungen einzurichten. Der Betreiber darf ausschließlich bei unmittelbarer Abholung beim privaten Haushalt ein Entgelt erheben (§17) &amp;lt;ref name = &amp;quot;ElektroG3&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die Verantwortlichen der jeweiligen genannten Abgabestellen haben im Anschluss an die Sammlung nach § 20 Abs. 2-4 ElektroG3 und §22 Abs. 1 ElektroG3 auch die Vorbereitung zur Wiederverwendung, Behandlung und Verwertung der Altgeräte sicherzustellen (§13 - 17b) &amp;lt;ref name = &amp;quot;ElektroG3&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Verbraucher sind nach ElektroG3 verpflichtet WEEE einer getrennten Sammlung zuzuführen. Dabei ist auf die Vermeidung von Brandrisiken zu achten und die spätere Vorbereitung zur Wiederverwendung, Demontage und dem Recycling zu berücksichtigen. Altbatterien und -akkumulatoren sind dabei vor der Abgabe bei der Sammelstelle aus dem Gerät zu entnehmen. (§10-13) &amp;lt;ref name = &amp;quot;ElektroG3&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Für Altgeräte von anderen Nutzern als privaten Haushalten müssen die Hersteller der Elektrogeräte ebenfalls eine Möglichkeit der kostenlosen Rückgabe schaffen. Es besteht jedoch keine Überlassungspflicht der Geräte für die Endverbraucher (§19) &amp;lt;ref name = &amp;quot;ElektroG3&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Aufbereitung von Elektronikaltgeräten =&lt;br /&gt;
[[Datei:Aufbereitungsschritte für WEEE.png|thumb|300px|Abbildung 1: Aufbereitungsschritte für WEEE nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kranert&amp;quot;/&amp;gt;]] Neben der Gefahr durch die in den WEEE enthaltenen Schadstoffe, wird auch wegen der enthaltenen strategischen Metalle das Recycling von WEEE zunehmend forciert. Die Schwierigkeit der Wiedergewinnung dieser strategischen Metalle liegt in der Charakteristik von WEEE, denn es handelt sich um komplexe Verbunde, die aus verschiedenen Bauteilen, Funktionsteilen und Werkstoffen bestehen. Aufgrund der Vielfalt der WEEE unterscheiden sich diese Verbundbauteile je nach Art des Gerätes. Aufgrund der unterschiedlichen Verbindungsarten und Zusammensetzungen werden die Aufbereitungsverfahren an die Gerätearten angepasst. Insbesondere für Kühlaggregate und Bildschirme existieren gesonderte Verfahren. Prinzipiell besteht jedoch jedes WEEE-Aufbereitungsverfahren aus acht Schritten (vgl. Abbildung 1). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kranert&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
: Der erste Schritt ist eine Erstbehandlung, die der Entfernung von Schadstoffen dient. Darüber hinaus wird hier auch die Eingangsmasse bestimmt, die für die Berechnung der Quoten nach ElektroG erforderlich ist. Falls noch Geräte und Bauteile mit Potenzial zur Wiederverwendung vorhanden sind, werden diese in der Erstbehandlung aussortiert. Im zweiten Schritt erfolgt eine manuelle oder automatische Vorsortierung, bei der einheitliche Materialgruppen gewon-nen werden. Der dritte Schritt dient der Abtrennung von ggf. enthaltenen Gasen und Flüssigkeiten als Gefahrstoffe. Schritt 4 ist die Demontage der Geräte. Dabei werden nicht nur Wertstoffe wie Metalle und Kunststoffe zurückgewonnen, sondern auch die letzten Schadstoffe entfernt. Zum Teil können auch ganze Bauteile noch einer Wiederverwendung zugeführt werden. Wenn dies nicht der Fall ist, werden die Werkstoffe dem fünften Schritt, der Aufschlusszerkleinerung und Klassierung, zugeführt und im sechsten Schritt sortiert. Die dabei entstehenden Sortierfraktionen werden im Schritt 7 erfasst und in Schritt 8 verwertet. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kranert&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Proben im MassLab ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=300px heights=200px gallery mode = &amp;quot;packed-overlay&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:3-08-001.jpg|1000px|link=3-08-001|[[3-08-001]]&lt;br /&gt;
Datei:3-08-002.jpg|1000px|link=3-08-002|[[3-08-002]]&lt;br /&gt;
Datei:3-08-003.jpg|1000px|link=3-08-003|[[3-08-003]]&lt;br /&gt;
Datei:3-08-005.jpg|1000px|link=3-08-005|[[3-08-005]]&lt;br /&gt;
Datei:3-08-015.jpg|1000px|link=3-08-015|[[3-08-015]]&lt;br /&gt;
Datei:3-08-016.jpg|1000px|link=3-08-016|[[3-08-016]]&lt;br /&gt;
Datei:3-08-017.jpg|1000px|link=3-08-017|[[3-08-017]]&lt;br /&gt;
Datei:3-08-020.jpg|1000px|link=3-08-020|[[3-08-020]]&lt;br /&gt;
Datei:3-08-021.jpg|1000px|link=3-08-021|[[3-08-021]]&lt;br /&gt;
Datei:4-08-018.jpg|1000px|link=4-08-018|[[4-08-018]]&lt;br /&gt;
Datei:4-08-022.jpg|1000px|link=4-08-022|[[4-08-022]]&lt;br /&gt;
Datei:4-08-023.jpg|1000px|link=4-08-023|[[4-08-023]]&lt;br /&gt;
Datei:4-08-034.jpg|1000px|link=4-08-034|[[4-08-034]]&lt;br /&gt;
Datei:4-08-044.jpg|1000px|link=4-08-044|[[4-08-044]]&lt;br /&gt;
Datei:4-08-062.jpeg|1000px|link=4-08-062|[[4-08-062]]&lt;br /&gt;
Datei:4-08-063.jpeg|1000px|link=4-08-063|[[4-08-063]]&lt;br /&gt;
Datei:4-08-064.jpeg|1000px|link=4-08-064|[[4-08-064]]&lt;br /&gt;
Datei:4-08-065.jpg|1000px|link=4-08-065|[[4-08-065]]&lt;br /&gt;
Datei:4-08-066.jpg|1000px|link=4-08-066|[[4-08-066]]&lt;br /&gt;
Datei:4-12-018.jpg|1000px|link=4-12-018|[[4-12-018]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Literaturverzeichnis =&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Hauptteil--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;Abfallbilanz2019&amp;quot;&amp;gt; Statistisches Bundesamt (Destatis) (2021): Abfallbilanz 2019. Online verfügbar unter: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Umwelt/Abfallwirtschaft/Publikationen/Downloads-Abfallwirtschaft/abfallbilanz-pdf-5321001.html, zuletzt geprüft am 05.10.2021. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Forti et al. 2020&amp;quot;&amp;gt; V. Forti et al. (2020): The global E-waste Monitor 2020 - Quantities, flows and the circular economy potential. Online verfügbar unter http://ewastemonitor.info/wp-content/uploads/2020/07/GEM_2020_def_july1_low.pdf#., zuletzt geprüft am 08.09.2021. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Verbraucherzentrale.de_2020&amp;quot;&amp;gt; Verbraucherzentrale (2020): Elektroschrott - Diese Geräte und Gegenstände gehören ins Recycling. Online verfügbar unter https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/umwelt-haushalt/abfall/elektroschrott-diese-geraete-und-gegenstaende-gehoeren-ins-recycling-12861, zuletzt geprüft am 28.09.2021. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ElektroG&amp;quot;&amp;gt; Bundestag: Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die&lt;br /&gt;
umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten&lt;br /&gt;
(Elektro- und Elektronikgerätegesetz - ElektroG). 2021. Online verfügbar unter https://www.gesetze-im-internet.de/elektrog_2015/ElektroG.pdf, zuletzt geprüft am 30.11.2022. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundestag&amp;quot;&amp;gt; Bundestag (2022): Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten (Elektro- und Elektronikgerätegesetz - ElektroG). ElektroG3. Online verfügbar unter info@zwfre.rwth-aachen.de, zuletzt geprüft am 12.09.2022. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;WEE-RL 2003&amp;quot;&amp;gt; Europäische Union (2003): Richtlinie 2002/96/EG des Europäischen Parlaments und des Ra-tes vom 27. Januar 2003 über Elektro- und Elektronik-Altgeräte. WEEE-RL. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;WEE-RL 2018&amp;quot;&amp;gt; Europäische Union (2018): Richtlinie 2012/19/EU des Europäischen Parlaments und des Ra-tes vom 4. Juli 2012 über Elektro- und Elektronik-Altgeräte. WEEE-RL, vom 2018/849. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Forti&amp;quot;&amp;gt; Forti, Vanessa; Baldé, Cornelis Peter; Kuehr, Ruediger; Bel, Garam (2020): The Global E-waste Monitor 2020. Quantities, flows, and the circular economy potential. Unter Mitarbeit von S. Adrian, M. Brune Drisse, Y. Cheng, L. Devia, Deubzer, O., Goldizen, F., J. Gorman et al. Hg. v. P. nianwa, D. Ott, A. Ramola, U. Silva, R. Stillhart, D. Tillekeratne, et al. United Nations University (UNU)/United Nations Institute for Training and Research (UNITAR). Online ver-fügbar unter https://ewastemonitor.info/wp-content/uploads/2020/11/GEM_2020_def_july1_low.pdf, zuletzt geprüft am 04.09.2022. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kranert&amp;quot;&amp;gt; Kranert, Martin (Hg.) (2017): Einführung in die Kreislaufwirtschaft. Planung - Recht - Verfahren. Springer Fachmedien Wiesbaden. 5. Auflage. Wiesbaden, Heidelberg: Springer Vieweg. Online verfügbar unter http://extras.springer.com/2018/978-3-8348-1837-9. &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;!--https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-8348-2257-4 &amp;lt;/ref&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Statista&amp;quot;&amp;gt; Statista (Hg.) (2022): Statistiken zu Basismetallen. Statistisches Bundesamt. Online verfügbar unter https://de.statista.com/themen/4783/basismetalle/, zuletzt geprüft am 19.11.2022. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Umweltbundesamt&amp;quot;&amp;gt; Umweltbundesamt (Hg.) (2019): Baseler Übereinkommen über die Kontrolle der grenzüber-schreitenenden Verbringung gefährlicher Abfälle und ihrer Entsorgnung. Online verfügbar unter https://www.bmuv.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Abfallwirtschaft/basler_uebereinkommen.pdf. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Sammlung--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ElektroG3&amp;quot;&amp;gt; Bundestag (2022): Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltver-trägliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten (Elektro- und Elektronikgerätegesetz - ElektroG). ElektroG3. Online verfügbar unter https://www.elektrogesetz.de/wp-content/uploads/gesetz_elektrog3_final_fassung_ab_20220101.pdf, zuletzt geprüft am 12.09.2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- und nochmal: &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kranert&amp;quot;&amp;gt; --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Aufbereitung--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=6452</id>
		<title>Entsorgungsstrukturen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=6452"/>
		<updated>2026-09-30T10:05:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Entsorgungsstrukturen==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Das Gebiet der Abfallwirtschaft umfasst Erfassungs-, Sammel- und Logistiksysteme, die Planung und Organisation der Abfallbewirtschaftung, rechtliche und finanzielle Regelung sowie die Forschung und Entwicklung. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;/&amp;gt; Im Folgenden wird der Fokus auf die logistischen Strukturen der Abfallwirtschaft gelegt. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Entsorgungslogistik===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Entsorgungslogistik umfasst die Erfassung, die Sammlung und den Transport von Abfällen zu deren Behandlungsanlagen (inklusive Umschlag und Lagerung) und bildet so die Schnittstelle zwischen den Abfallerzeugern und den Einrichtungen der Verwertung, Aufbereitung und Beseitigung. Mit dem übergeordneten Ziel Materialien dem Wiedereinsatz zuzuführen, ist die Entsorgungslogistik für die Kreislaufwirtschaft essenziell.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für ein effektives Wertstoffmanagement werden Abfälle nach Material- und Produkteigenschaften kategorisiert. Für einen angemessenen Transport sind Aggregatzustand und Recyclingfähigkeit des jeweiligen Abfalls wichtige Kriterien. Für spätere Recyclingrohstoffe ist eine zeitoptimierte Logistik von größerer Bedeutung, während für nicht verwertbare Abfälle Ökonomie und Ökologie den Transport definieren. Ein weiterer Aspekt ist die Gefährlichkeit von Abfällen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Erfassung und Trennung (Vergleich von Holsystem und Bringsystem)===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Trennung von Abfällen kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen. Die getrennte Erfassung von Abfällen an ihrem Entstehungsort bietet den Vorteil einer hohen Sortenreinheit. Die gemischte Erfassung bietet einen geringeren Bedarf an Sammelbehältern während des in der Sammlung anschließenden Transports, jedoch komplexere Anforderungen an Umschlag und Lagerung sowie an die nachträgliche Sortierung und Aufbereitung. Die Erfassung kann in Form eines Holsystems oder eines Bringsystems sowie einer Kombination aus beiden erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
====Holsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Beim Holsystem stellen Abfallerzeuger die Abfälle in Sammelbehältern zur Abholung zur Verfügung &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Entsorgungsunternehmen oder Kommunen organisieren deren Abholung vom Abfallentstehungsort &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. Der geringe Aufwand auf Erzeugerseite bewirkt eine hohe Erfassungsrate (vgl. Tabelle 1) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Behälter für die lokale Erfassung sind Abfalleimer mit einem Volumen von mindestens 35 L, Abfalltonnen sowie Abfallgroßbehälter, die bis zu 360 L fassen, und an die Hebesysteme der Fahrzeuge angepasst sind. Diese Tonnen müssen sowohl von Privatpersonen manövrierbar als auch auf die Ausrüstung der Sammelfahrzeuge angepasst sein. Auf den Fahrzeugen befinden sich Wechsel- und Multifunktionsbehälter. Je nachdem, ob es sich um eine getrennte oder gemischte Erfassung handelt, können auf den Fahrzeugen Mehrkammersysteme eingesetzt werden (zum Beispiel bei der Umleerung von Glascontainern). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Arten der Behälter zur Erfassung von Abfällen am Entstehungsort oder dem jeweiligen Bringsystem werden unterschieden in Umleerbehälter sowie Wechselbehälter. Umleerbehälter werden in das Transportfahrzeug entleert und wieder abgestellt, während bei Wechselbehältern die vollen Behältnisse jeweils durch leere ersetzt werden. Eine weitere Möglichkeit sind Einwegbehältnisse wie z. B. Gelbe Säcke (vgl. Abbildung 1). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bringsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Sammelstellen zu vereinfachen, können Behälter in umgänglichen Größen bereitgestellt werden. Die Erzeuger transportieren die Abfälle eigenständig zu Recyclinghöfen oder zu größeren haushaltsnahen Erfassungsbehältnissen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt; Recycling- respektive Wertstoffhöfe nehmen auf ihren Grundstücken diverse Abfallarten an und sind innerhalb ihrer Öffnungszeiten für (private) Anlieferungen zugänglich&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. Insbesondere für LVP werden sie in ländlicher Umgebung, wo kein Holsystem eingerichtet ist, als Haupterfassungssystem angeboten,. Auf Wertstoffhöfen werden infolge des Aufwands für Privatpersonen die geringsten Sammelmengen erfasst (vgl. Tabelle 1). Aus den geringen Sammelmengen resultieren bis zu vierfach höheren Kosten für Erfassung, Sammlung und Verwertung pro Kilogramm Verpackungsabfall gegenüber dem Holsystem mit Gelben Säcken.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein anderes Beispiel für das Bringsystem stellt die Sammlung von Altglas dar. Die Erfassungs- oder Sammelbehälter für Altglas befinden sich außerhalb der Privatgrundstücke, sind jedoch innerhalb von Stadtvierteln grundstücksnah aufgestellt (vgl. Abbildung 1). Die für diesen Bereich verwendeten Depotcontainer sind meist Umleerbehälter und können als Mehrkammersystem mit bis zu drei Kammern ausgebaut sein. Wenn die Abholung als integriertes System vorgesehen ist, wird das Altglas auf einem Fahrzeug reinfarbig transportiert. Auf den Fahrzeugen sind die Kammern durch Klappwände getrennt. Um eine Verunreinigung durch Überfüllung zu vermeiden, sind die Abholrhythmen sowie die bereitgestellte Behälteranzahl entsprechend festzulegen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 1: Vor- und Nachteile von Holsystemen gegenüber Bringsystemen nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Holsystem&lt;br /&gt;
! Bringsystem&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Komfort auf Seite der Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Qualität&lt;br /&gt;
* Bereitstellen der Sammelbehälter erfordert weniger Raum: zunächst private, handliche Behälter&lt;br /&gt;
* Preiswerter für die Kommunen&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Abfälle werden vor Abgabe länger gelagert&lt;br /&gt;
* Behälter benötigen ausreichendes Volumen und Kompatibilität mit Umladesystemen sowie ausreichende Handlichkeit&lt;br /&gt;
* Hohe logistische und Personal-Kosten für die Kommune&lt;br /&gt;
* Platzbedarf auf Grundstücken&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Hohe logistische Kosten für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Hoher Zeitaufwand für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Folglich geringe Beteiligung und geringere erfasste Mengen&lt;br /&gt;
* Begrenzte Anzahl an Sammelstellen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog Abfallbehälter.png |thumb|1300px|Abbildung 1: Zuordnung von Abfallbehältern zu privat anfallenden Abfallströmen (eigene Darstellung)]] &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiel: Erfassung von Verpackungsabfällen====&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 wurden Verpackungsabfälle aus ca. einem Drittel (34,4%) der deutschen Haushalte über das Holsystem Wertstofftonne erfasst. In allen anderen Gebieten (65,6%) kommen die Gelbe Tonne oder der Gelbe Sack für die Erfassung von Verpackungsabfällen im Hol- oder Bringsystem zum Einsatz. In ländlichen Gebieten werden die meisten Verpackungsabfälle erfasst, während in Großstädten die geringsten LVP-Mengen erfasst werden. Dabei weisen die in Gelben Säcken gesammelten Abfälle eine höhere Qualität auf als die in Gelben Tonnen erfassten, da hier aufgrund der Stabilität, Größe und Blickdichte vermehrt Fehlwürfe erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsfahrzeuge===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Fahrzeuge zur Sammlung von Abfällen im Holsystem sind LKW mit den Komponenten Fahrgestell, Fest- oder Wechselaufbau und Aufnahmesystem. Die gängigen Systeme zur Beladung sind Frontlader, Seitenlader und Hecklader sowie Front-Seitenlader.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frontlader eignen sich zur Entleerung von Müllgroßbehältern im Ein-Personen-Betrieb und sind üblich bei der Sammlung von Industrie- und Gewerbeabfall. Front-Seitenlader werden aufgrund eines Beladearms für die Erfassung von Gewerbeabfällen und Haushaltsabfällen eingesetzt. Auch Seitenlader funktionieren im Ein-Personen-Betrieb und besitzen Kapazitäten für Müllgroßbehälter sowie für Großcontainer. Zudem ermöglichen sie je nach Art eine unterirdische Abfuhr. Hecklader sind vielseitig und werden daher häufig für die Sammlung von Haushalts- und Bioabfällen verwendet. Im Gegensatz zu Seiten- und Frontladern besteht die Notwendigkeit, mindestens zwei Personen zu stellen (einen Fahrer und einen Lader). Für die am Fahrzeugheck sitzenden Beladeöffnungen und Aufnahmesysteme gibt es je nach Anforderungen passende Kransysteme und passende Müllbehälter. Möglich sind geschlossene und offene Abfuhrsysteme sowie verschiedene Automatisierungsgrade.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsorgungsfahrzeuge sind häufig mit Technik zur Abfallverdichtung ausgestattet. Das kompaktierte Transportgut muss dabei die Recyclingfähigkeit und ggf. vorhandene Trennung der Stoffströme beibehalten &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Die Verdichtungstechnik wird je nach gesammeltem Stoffstrom gewählt. So wird auf Heckladern meist mit Pressplatten oder einer Drehtrommel verdichtet, während bei Front- und Seitenladern Schneckenverdichter oder Pendelpressenverdichter genutzt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das hydraulische Pressplattenwerk drückt Abfälle gegen ein Ausstoßschild im Sammelkasten des Heckladers. Anhand von Steuerungssystemen können die aufgegebenen Drücke in Abhängigkeit der Abfallzusammensetzung eingestellt werden (fraktionsoptimierte Verdichtung).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schneckenverdichter kombinieren die Umwälzung und Zerkleinerung von Abfällen mit der Verdichtung, indem die Abfälle durch sich verjüngende Pressschneckengänge befördert werden. Vorteile gegenüber der Pressplattenverdichtung sind eine ausgeglichene Verteilung von Flüssigkeiten und die Belüftung der Abfälle. Bei Einsatz einer Drehtrommel wird die Sammeltrommel bei umgekehrter Drehrichtung geleert, wobei gleichzeitig eine Selbstreinigung stattfindet.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:EntsorgungsfahrzeugeVarianten.png|center|800px|Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery heights=200 mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontlader.jpg|800px|a) Frontlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugSeitenlader.jpg|800px|b) Seitenlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugHecklader.jpg|800px|c) Hecklader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontSeitenlader Faun Easypress 2001.jpg|800px|d) Frontseitenlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: [https://sase-iserlohn.de/ | SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt;] &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsstrukturen in Deutschland===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Sammlung von Abfällen unterliegt in Deutschland der kommunalen Hoheit. Das bedeutet, dass jede Kommune eigenverantwortlich für die Bereitstellung von Abfallsammelbehältern und die Organisation der Sammellogistik ist. Entsprechend können die Systeme zur Erfassung und Sammlung von Abfällen sich in Deutschland von Kommune zu Kommune unterscheiden. Dies betrifft beispielsweise die Farbkodierung (Behälter- oder Deckelfarbe), die angebotenen Hol- oder Bringsysteme, die Leerungsrhythmen oder die genutzten Abfallsammelfahrzeuge.&lt;br /&gt;
Während Satzungen zu Abholrhythmen, Abfallgebühren und Wahl der Sammelsysteme im kommunalen Recht umgesetzt werden, wird z. B. die Zuständigkeit von Behörden im Landesrecht festgelegt. Das Landesrecht dient demnach dazu, Vorschriften aus dem Bundesrecht zu detaillieren und zu vervollständigen. Auf Bundesebene werden die Rahmenbedingungen festgehalten, wie z. B. im KrWG und im VerpackG.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Deutschland fällt der Transport von Abfällen unter das Kreislaufwirtschaftsgesetz, das auf europäischen Richtlinien basiert und um Rechtsverordnungen erweitert ist. Eine der zentralen Erweiterungen ist die europäische Verpackungsrichtlinie, die in Deutschland über das Verpackungsgesetz umgesetzt wird.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Verpackungsverordnung von 1991, die vor der ersten europäischen Verpackungsrichtlinie in Kraft trat, inkludierte eine Rücknahmepflicht für Transportverpackungen, Umverpackungen und Verkaufsverpackungen sowie die Pflicht, dass Inverkehrbringer ihre Verpackungen einer Verwertungsstelle zuführen müssen. Dabei ermöglichte die erweiterte Produktverantwortung, dass Hersteller und Vertreiber die Verpackungen nicht zurücknehmen müssen, sofern sie sich an einer rechtlich zugelassenen, lokal organisierten Sammlung beteiligen. Daher kooperieren die Inverkehrbringer von Abfällen mit öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Entsorgungsträgern. Die Bundesländer veröffentlichen jedes Jahr Informationen zu Art, Herkunft und Menge der von öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern gesammelten Abfälle &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Duale Systeme===&lt;br /&gt;
In Deutschland wird diese Form der lokalen Sammlung von Verpackungen durch zehn duale Systeme vorgenommen. Das Duale System Deutschland (DSD) wurde 1990 als erstes privatwirtschaftliches Entsorgungssystem eingeführt. Dieses ist unter der Bezeichnung „Der Grüne Punkt“ bekannt, da lizensierte Verkaufsverpackungen nach der Einführung der Verpackungsverordnung damit gekennzeichnet wurden. Erst mit einer Entscheidung des Bundeskartellamts im Jahr 2003 entwickelte sich ein freier Markt mit den weiteren Dualen Systemen (vgl. Abbildung 3).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog MarktanteileDS.PNG |thumb|800px|Abbildung 3: Vorläufig zugeordnete Marktanteile der Dualen Systeme für das zweite Quartal 2024 nach Stoffstrom &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;/&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dualen Systeme organisieren die Sammlung und Sortierung von  Leichtverpackungen (LVP). Die LVP-Erfassungsrate ist mit circa 75% mit denen von Altglas und Altpapier vergleichbar. Duale Systeme lizensieren neben Kunststoffverpackungen auch solche aus Glas oder PPK. &amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 wurden insgesamt 5,8 Mio. t Verpackungsabfälle (Glas, PPK und LVP) getrennt gesammelt (vgl. Abbildung 4 und 5). Inklusive der stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) betrug die Gesamtrecyclingquote der mit Dualen Systemen gesammelten Abfälle 50,5%. Die werkstoffliche Verwertungsquote für Kunststoffe betrug 60,6%, während die Gesamt-Verwertungsquote der Kunststoffe bei 104% lag. Dass diese Quote oberhalb der 100% lag, zeigt auf, dass die Dualen Systeme mehr Kunststoffabfälle gesammelt haben, als Kunststoffverpackungen lizensiert wurden. Auch bei Aluminium trat eine Verwertungsquote von über 100% auf, was auf eine unterschiedliche Definition von Verbundmaterialien bei Verpackungen und Abfällen zurückzuführen ist. &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-ErfassteMengenLVP.PNG |thumb|800px|Abbildung 4: Einwohnerspezifische Erfassungsmengen von Verpackungsabfällen nach Sammelsystem &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-Qualität.PNG |thumb|800px|Abbildung 5: Anteile von nicht erfassten Wertstoffen und Anteile von Fehlwürfen bei der Erfassung von Leichtverpackungen nach Sammelsystem bezogen auf das Sammelsystem mit den wenigsten nicht erfassten Wertstoffen (Gelbe Tonne ländlich) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wertstofftonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
In Deutschland kommt je nach Kommune die Wertstofftonne oder die Gelbe Tonne zum Einsatz. &lt;br /&gt;
Das Konzept der Wertstofftonne ist, auch jene Wertstoffe zu erfassen, die keine Verpackungen sind. Diese zählen in den Gelben Tonnen und Säcken als Fehlwürfe. In jeder erfassten Abfallkategorie treten Fehlwürfe auf. Dazu zählen fremde Stoffströme, die anderen Sammlungen zuzuführen wären, wie z. B. organische Abfälle oder auch Glas und PPK ohne Lizensierung. Als intelligente Fehlwürfe zählen diejenigen Fehlwürfe, die zwar als nicht-Verpackungen von den Dualen Systemen nicht lizensiert sind, jedoch dem gleichen Stoffstrom angehören wie die Leichtverpackungen (stoffgleiche Nichtverpackungen). Das Einwerfen von Wertstoffen in Form von Elektro-Altgeräten ist auch in Wertstofftonnen nicht erlaubt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt; Gründe für „intelligente Fehlwürfe“ in Gelben Tonnen sind die von Abfallerzeugenden empfundene Praktikabilität, aber auch Informationsmangel und Kostenersparnis. Da die Dualen Systeme die Sammlung und Sortierung sowie die ggf. nötige Entsorgung von stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) nicht über Lizenzentgelte finanziert bekommen, wurden Wertstofftonnen eingeführt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. So sollen möglichst hohe Anteile der stoffgleichen Verpackungen und Nichtverpackungen der stofflichen Verwertung zugeführt werden und möglichst wenige Kunststoffe über die Restmülltonne entsorgt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vergleich von Wertstofftonne und Gelber Tonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Um die gemeinsame Erfassung von LVP und sNVP in Wertstofftonnen vorzunehmen, können Duale Systeme mit öffentlich-rechtlichen Entsorgern kooperieren. Diese Zusammenarbeit ist in Form von Mitnutzungsverträgen gestattet, wenn sie Effizienzvorteile für Abfallerzeuger generiert, ohne den Wettbewerb signifikant zu beeinträchtigen (vgl. Tabelle 2).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Innerhalb Deutschlands werden je nach Region die verschiedenen Systeme angewandt, da die Verantwortung für die Zuführung von Verpackungsabfällen zu einer Verwertung ursprünglich bei den Gemeinden lag. Seit 1991 entwickelten sich infolge der Produktverantwortung auf Seite der Inverkehrbringer die Dualen Systeme. Jedoch sind erst seit einer 2019 in Kraft getretenen Novellierung des Verpackungsgesetzes alle Inverkehrbringer von Verkaufsverpackungen zur Teilnahme an einem Dualen System verpflichtet. Die Ausgestaltung der Erfassung und Sammlung wird von den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern vorgegeben, sodass sich in Bezug auf die Art des Sammelsystems sowie die Behältergrößen und Abholungshäufigkeiten regionale Differenzen ergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 2: Vor- und Nachteile von Wertstofftonne (und Wertstoffsack) gegenüber der Gelben Tonne (und dem Gelben Sack) nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Wertstofftonne&lt;br /&gt;
! Duale Systeme&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Gezielte Miterfassung von sNVP zur Steigerung der Recyclingquote (sNVP 10% und meist Kunststoff), dadurch höhere Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Recycling unabhängig vom Verwendungszweck&lt;br /&gt;
* Reduktion der massebezogenen Sammlungskosten gegenüber der Gelben Tonne &lt;br /&gt;
* Geringere Sammlungs- und Entsorgungskosten für Restabfall&lt;br /&gt;
* Geringere Gesamtkosten (absolut sowie einwohnerspezifisch und massenspezifisch)&lt;br /&gt;
* Erhöhte Rezyklatausbeute &lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Entwicklung der privatrechtlichen Entsorgungssysteme infolge der Produktverantwortung &lt;br /&gt;
* Höhere Qualität (in Gelben Säcken) durch soziale Kontrolle und mögliches Reißen der Säcke bei Fehlwürfen&lt;br /&gt;
* geringere Transportkosten zur Sortieranlage&lt;br /&gt;
* geringere Sortierkosten&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern&lt;br /&gt;
* Kooperation zwischen öffentlich-rechtlichen Entsorgern und privatrechtlichen Entsorgern erforderlich&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Fragmentierung der Recyclingwirtschaft&lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern: Fehlwürfe und Verunreinigungen mindern die Qualität (Auslegung auf Verpackungsabfälle)&lt;br /&gt;
* Informationsmangel hinsichtlich der Materialzusammensetzung&lt;br /&gt;
* Mangelnde Kontinuität der Stoffströme und teils geringe Umfänge&lt;br /&gt;
* Unzureichende Technologieentwicklung&lt;br /&gt;
* Unterbeteiligung an Dualen Systemen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--•	Unterscheidung wer ist für was zuständig etwas klarer, vlt ein Schaubild? (kommunal/privat) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;&amp;gt; Becker, T., &amp;amp; Mellen, D. (2022). Kunststoffe. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 429-448). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Bildstein, C. (2022). Glasrecycling. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., Bd. 20, S. 401-414). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Kempkes, J. H. (2022). Verpackungsabfälle. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 449-470). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;&amp;gt;Bundesregierung Deutschland. (12. Juni 1991). Verordnung über die Vermeidung von Verpackungsabfällen. Bundesregierung Deutschland. Bonn: Bundesanzeiger. Abgerufen am 26. 04 2024 von https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl191s1234.pdf%27%5D__1714158886519&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;&amp;gt;Gemeinsame Stelle dualer Systeme Deutschlands GmbH. (2021). Über die dualen Systeme. (G. S. GmbH, Herausgeber) Abgerufen am 09. 05 2024 von https://www.muelltrennung-wirkt.de/de/ueber-uns/ueber-die-dualen-systeme/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;&amp;gt;Hohmann, S. (2022). Logistikmanagement: Entsorgungslogistik. In S. Hohmann, Logistik- und Supply Chain Management (S. 179-193). Wiesbaden: Springer Gabler. doi:10.1007/978-3-658-13631-4_6 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;&amp;gt;Kirchhoff, J. F. (2022). Intelligente Konzepte für Sammelfahrzeuge. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 717-). Wiesbaden: Springer Fachmedien . doi:10.1007/978-3-658-36262-1_37&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;&amp;gt;SASE gGmbH. Gesellschaft zur Förderung und Sammlung aus Städtereinigung und Entsorgungswirtschaft. Firmensitz: Max-Planck-Str. 11, D-58638 Iserlohn, https://sase-iserlohn.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;&amp;gt;Kuchta, K. (2023). Kunststoffabfälle aus privaten Haushalten erfassen, sortieren und verwerten. In M. S. Porth, Wasser, Energie und Umwelt (S. 287–296). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-42657-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;&amp;gt;Orth, P. B. (2022). Verwertung von Kunststoffabfällen. In P. B. Orth, Kunststoffe im Kreislauf (S. 103-122). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:https://doi.org/10.1007/978-3-658-37814-1_9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;&amp;gt;Pfaff-Simoneit, W. (2022). Anforderungen an den Aufbau von Abfallwirtschaftssystemen. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (S. 629-659). Wiesbaden; Heidelberg: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_33&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;&amp;gt;Pfohl, H.-C. (2018). Entsorgungslogistik. In H.-C. Pfohl, Logistiksysteme (S. 247-257). Berlin: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-662-56228-4_13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;&amp;gt;Reffken, H., &amp;amp; Rigod, B. (2022). Kartellrecht. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 285-307). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;&amp;gt;Wagner, J. e. (2018). Analyse der Effizienz und Vorschläge zur Optimierung von Sammelsystemen (Hol- und Bringsysteme) der haushaltsnahen Erfassung von Leichtverpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen auf der Grundlage vorhandener Daten. INTECUS GmbH Abfallwirtschaft und umweltintegratives Management. Dessau-Roßlau: Umweltbundesamt. Abgerufen am 21. 05 2024 von https://www.umweltkanzlei.de/daten/module/media/9/20180522UBA-26.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2021). PRESSEMITTEILUNG Von der Einweg-Verpackung zum Kreislauf. Verpackungen sind Ressourcen. Verpackungsregister LUCID – Status quo und Perspektiven (S. 35). Osnabrück / Berlin: UBA. Abgerufen am 22. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/Auswertungen/Unterlagen_Pressekonferenz_ZSVR_18.11.2021.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2024). Vorläufig zuzuordnende Marktanteile der Systeme für das zweite Quartal 2024. Osnabrück: Zentrale Stelle Verpackungsregister. Abgerufen am 23. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/files/Marktanteile/Vorlaeufig_zuzuordnende_Marktanteile_der_Systeme_fuer_das_zweite_Quartal_2024.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=6451</id>
		<title>Entsorgungsstrukturen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Entsorgungsstrukturen&amp;diff=6451"/>
		<updated>2026-09-30T09:42:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Entsorgungsstrukturen==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Das Gebiet der Abfallwirtschaft umfasst Erfassungs-, Sammel- und Logistiksysteme, die Planung und Organisation der Abfallbewirtschaftung, rechtliche und finanzielle Regelung sowie die Forschung und Entwicklung. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;/&amp;gt; Im Folgenden wird der Fokus auf die logistischen Strukturen der Abfallwirtschaft gelegt. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Entsorgungslogistik===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Entsorgungslogistik umfasst die Erfassung, die Sammlung und den Transport von Abfällen zu deren Behandlungsanlagen (inklusive Umschlag und Lagerung) und bildet so die Schnittstelle zwischen den Abfallerzeugern und den Einrichtungen der Verwertung, Aufbereitung und Beseitigung. Mit dem übergeordneten Ziel Materialien dem Wiedereinsatz zuzuführen, ist die Entsorgungslogistik für die Kreislaufwirtschaft essenziell.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für ein effektives Wertstoffmanagement werden Abfälle nach Material- und Produkteigenschaften kategorisiert. Für einen angemessenen Transport sind Aggregatzustand und Recyclingfähigkeit des jeweiligen Abfalls wichtige Kriterien. Für spätere Recyclingrohstoffe ist eine zeitoptimierte Logistik von größerer Bedeutung, während für nicht verwertbare Abfälle Ökonomie und Ökologie den Transport definieren. Ein weiterer Aspekt ist die Gefährlichkeit von Abfällen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Erfassung und Trennung (Vergleich von Holsystem und Bringsystem)===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Trennung von Abfällen kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen. Die getrennte Erfassung von Abfällen an ihrem Entstehungsort bietet den Vorteil einer hohen Sortenreinheit. Die gemischte Erfassung bietet einen geringeren Bedarf an Sammelbehältern während des in der Sammlung anschließenden Transports, jedoch komplexere Anforderungen an Umschlag und Lagerung sowie an die nachträgliche Sortierung und Aufbereitung. Die Erfassung kann in Form eines Holsystems oder eines Bringsystems sowie einer Kombination aus beiden erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
====Holsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Beim Holsystem stellen Abfallerzeuger die Abfälle in Sammelbehältern zur Abholung zur Verfügung &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Entsorgungsunternehmen oder Kommunen organisieren deren Abholung vom Abfallentstehungsort &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. Der geringe Aufwand auf Erzeugerseite bewirkt eine hohe Erfassungsrate (vgl. Tabelle 1) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Behälter für die lokale Erfassung sind Abfalleimer mit einem Volumen von mindestens 35 L, Abfalltonnen sowie Abfallgroßbehälter, die bis zu 360 L fassen, und an die Hebesysteme der Fahrzeuge angepasst sind. Diese Tonnen müssen sowohl von Privatpersonen manövrierbar als auch auf die Ausrüstung der Sammelfahrzeuge angepasst sein. Auf den Fahrzeugen befinden sich Wechsel- und Multifunktionsbehälter. Je nachdem, ob es sich um eine getrennte oder gemischte Erfassung handelt, können auf den Fahrzeugen Mehrkammersysteme eingesetzt werden (zum Beispiel bei der Umleerung von Glascontainern). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Arten der Behälter zur Erfassung von Abfällen am Entstehungsort oder dem jeweiligen Bringsystem werden unterschieden in Umleerbehälter sowie Wechselbehälter. Umleerbehälter werden in das Transportfahrzeug entleert und wieder abgestellt, während bei Wechselbehältern die vollen Behältnisse jeweils durch leere ersetzt werden. Eine weitere Möglichkeit sind Einwegbehältnisse wie z. B. Gelbe Säcke (vgl. Abbildung 1). &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bringsystem====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Sammelstellen zu vereinfachen, können Behälter in umgänglichen Größen bereitgestellt werden. Die Erzeuger transportieren die Abfälle eigenständig zu Recyclinghöfen oder zu größeren haushaltsnahen Erfassungsbehältnissen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt; Recycling- respektive Wertstoffhöfe nehmen auf ihren Grundstücken diverse Abfallarten an und sind innerhalb ihrer Öffnungszeiten für (private) Anlieferungen zugänglich&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. Insbesondere für LVP werden sie in ländlicher Umgebung, in denen kein Holsystem eingerichtet ist, als Haupterfassungssystem angeboten,. Auf Wertstoffhöfen werden infolge des Aufwands für Privatpersonen die geringsten Sammelmengen erfasst (vgl. Tabelle 1). Aus den geringen Sammelmengen resultieren bis zu vierfach höheren Kosten für Erfassung, Sammlung und Verwertung pro Kilogramm Verpackungsabfall gegenüber dem Holsystem mit Gelben Säcken.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein anderes Beispiel für das Bringsystem stellt die Sammlung von Altglas dar. Die Erfassungs- oder Sammelbehälter für Altglas befinden sich außerhalb der Privatgrundstücke, sind jedoch innerhalb von Stadtvierteln grundstücksnah aufgestellt (vgl. Abbildung 1). Die für diesen Bereich verwendeten Depotcontainer sind meist Umleerbehälter und können als Mehrkammersystem mit bis zu drei Kammern ausgebaut sein. Wenn die Abholung als integriertes System vorgesehen ist, wird das Altglas auf einem Fahrzeug reinfarbig transportiert. Auf den Fahrzeugen sind die Kammern durch Klappwände getrennt. Um eine Verunreinigung durch Überfüllung zu vermeiden, sind die Abholrhythmen sowie die bereitgestellte Behälteranzahl entsprechend festzulegen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 1: Vor- und Nachteile von Holsystemen gegenüber Bringsystemen nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Holsystem&lt;br /&gt;
! Bringsystem&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Komfort auf Seite der Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Höhere Wertstoff-Qualität&lt;br /&gt;
* Bereitstellen der Sammelbehälter erfordert weniger Raum: zunächst private, handliche Behälter&lt;br /&gt;
* Preiswerter für die Kommunen&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Abfälle werden vor Abgabe länger gelagert&lt;br /&gt;
* Behälter benötigen ausreichendes Volumen und Kompatibilität mit Umladesystemen sowie ausreichende Handlichkeit&lt;br /&gt;
* Hohe logistische und Personal-Kosten für die Kommune&lt;br /&gt;
* Platzbedarf auf Grundstücken&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Hohe logistische Kosten für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Hoher Zeitaufwand für Bürgerinnen und Bürger&lt;br /&gt;
* Folglich geringe Beteiligung und geringere erfasste Mengen&lt;br /&gt;
* Begrenzte Anzahl an Sammelstellen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog Abfallbehälter.png |thumb|1300px|Abbildung 1: Zuordnung von Abfallbehältern zu privat anfallenden Abfallströmen (eigene Darstellung)]] &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiel: Erfassung von Verpackungsabfällen====&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 wurden Verpackungsabfälle aus ca. einem Drittel (34,4%) der deutschen Haushalte über das Holsystem Wertstofftonne erfasst. In allen anderen Gebieten (65,6%) kommen die Gelbe Tonne oder der Gelbe Sack für die Erfassung von Verpackungsabfällen im Hol- oder Bringsystem zum Einsatz. In ländlichen Gebieten werden die meisten Verpackungsabfälle erfasst, während in Großstädten die geringsten LVP-Mengen erfasst werden. Dabei weisen die in Gelben Säcken gesammelten Abfälle eine höhere Qualität auf als die in Gelben Tonnen erfassten, da hier aufgrund der Stabilität, Größe und Blickdichte vermehrt Fehlwürfe erfolgen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsfahrzeuge===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Fahrzeuge zur Sammlung von Abfällen im Holsystem sind LKW mit den Komponenten Fahrgestell, Fest- oder Wechselaufbau und Aufnahmesystem. Die gängigen Systeme zur Beladung sind Frontlader, Seitenlader und Hecklader sowie Front-Seitenlader.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frontlader eignen sich zur Entleerung von Müllgroßbehältern im Ein-Personen-Betrieb und sind üblich bei der Sammlung von Industrie- und Gewerbeabfall. Front-Seitenlader werden aufgrund eines Beladearms für die Erfassung von Gewerbeabfällen und Haushaltsabfällen eingesetzt. Auch Seitenlader funktionieren im Ein-Personen-Betrieb und besitzen Kapazitäten für Müllgroßbehälter sowie für Großcontainer. Zudem ermöglichen sie je nach Art eine unterirdische Abfuhr. Hecklader sind vielseitig und werden daher häufig für die Sammlung von Haushalts- und Bioabfällen verwendet. Im Gegensatz zu Seiten- und Frontladern besteht die Notwendigkeit, mindestens zwei Personen zu stellen (einen Fahrer und einen Lader). Für die am Fahrzeugheck sitzenden Beladeöffnungen und Aufnahmesysteme gibt es je nach Anforderungen passende Kransysteme und passende Müllbehälter. Möglich sind geschlossene und offene Abfuhrsysteme sowie verschiedene Automatisierungsgrade.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsorgungsfahrzeuge sind häufig mit Technik zur Abfallverdichtung ausgestattet. Das kompaktierte Transportgut muss dabei die Recyclingfähigkeit und ggf. vorhandene Trennung der Stoffströme beibehalten &amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;/&amp;gt;. Die Verdichtungstechnik wird je nach gesammeltem Stoffstrom gewählt. So wird auf Heckladern meist mit Pressplatten oder einer Drehtrommel verdichtet, während bei Front- und Seitenladern Schneckenverdichter oder Pendelpressenverdichter genutzt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das hydraulische Pressplattenwerk drückt Abfälle gegen ein Ausstoßschild im Sammelkasten des Heckladers. Anhand von Steuerungssystemen können die aufgegebenen Drücke in Abhängigkeit der Abfallzusammensetzung eingestellt werden (fraktionsoptimierte Verdichtung).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schneckenverdichter kombinieren die Umwälzung und Zerkleinerung von Abfällen mit der Verdichtung, indem die Abfälle durch sich verjüngende Pressschneckengänge befördert werden. Vorteile gegenüber der Pressplattenverdichtung sind eine ausgeglichene Verteilung von Flüssigkeiten und die Belüftung der Abfälle. Bei Einsatz einer Drehtrommel wird die Sammeltrommel bei umgekehrter Drehrichtung geleert, wobei gleichzeitig eine Selbstreinigung stattfindet.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:EntsorgungsfahrzeugeVarianten.png|center|800px|Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt; &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery heights=200 mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontlader.jpg|800px|a) Frontlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugSeitenlader.jpg|800px|b) Seitenlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugHecklader.jpg|800px|c) Hecklader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:EntsorgungsfahrzeugFrontSeitenlader Faun Easypress 2001.jpg|800px|d) Frontseitenlader &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;Abbildung 2: Entsorgungsfahrzeuge &amp;lt;sup&amp;gt;Copyright: [https://sase-iserlohn.de/ | SASE gGmbH&amp;lt;/sup&amp;gt;] &amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;/&amp;gt; &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entsorgungsstrukturen in Deutschland===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Sammlung von Abfällen unterliegt in Deutschland der kommunalen Hoheit. Das bedeutet, dass jede Kommune eigenverantwortlich für die Bereitstellung von Abfallsammelbehältern und die Organisation der Sammellogistik ist. Entsprechend können die Systeme zur Erfassung und Sammlung von Abfällen sich in Deutschland von Kommune zu Kommune unterscheiden. Dies betrifft beispielsweise die Farbkodierung (Behälter- oder Deckelfarbe), die angebotenen Hol- oder Bringsysteme, die Leerungsrhythmen oder die genutzten Abfallsammelfahrzeuge.&lt;br /&gt;
Während Satzungen zu Abholrhythmen, Abfallgebühren und Wahl der Sammelsysteme im kommunalen Recht umgesetzt werden, wird z. B. die Zuständigkeit von Behörden im Landesrecht festgelegt. Das Landesrecht dient demnach dazu, Vorschriften aus dem Bundesrecht zu detaillieren und zu vervollständigen. Auf Bundesebene werden die Rahmenbedingungen festgehalten, wie z. B. im KrWG und im VerpackG.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Deutschland fällt der Transport von Abfällen unter das Kreislaufwirtschaftsgesetz, das auf europäischen Richtlinien basiert und um Rechtsverordnungen erweitert ist. Eine der zentralen Erweiterungen ist die europäische Verpackungsrichtlinie, die in Deutschland über das Verpackungsgesetz umgesetzt wird.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Verpackungsverordnung von 1991, die vor der ersten europäischen Verpackungsrichtlinie in Kraft trat, inkludierte eine Rücknahmepflicht für Transportverpackungen, Umverpackungen und Verkaufsverpackungen sowie die Pflicht, dass Inverkehrbringer ihre Verpackungen einer Verwertungsstelle zuführen müssen. Dabei ermöglichte die erweiterte Produktverantwortung, dass Hersteller und Vertreiber die Verpackungen nicht zurücknehmen müssen, sofern sie sich an einer rechtlich zugelassenen, lokal organisierten Sammlung beteiligen. Daher kooperieren die Inverkehrbringer von Abfällen mit öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Entsorgungsträgern. Die Bundesländer veröffentlichen jedes Jahr Informationen zu Art, Herkunft und Menge der von öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern gesammelten Abfälle &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Duale Systeme===&lt;br /&gt;
In Deutschland wird diese Form der lokalen Sammlung von Verpackungen durch zehn duale Systeme vorgenommen. Das Duale System Deutschland (DSD) wurde 1990 als erstes privatwirtschaftliches Entsorgungssystem eingeführt. Dieses ist unter der Bezeichnung „Der Grüne Punkt“ bekannt, da lizensierte Verkaufsverpackungen nach der Einführung der Verpackungsverordnung damit gekennzeichnet wurden. Erst mit einer Entscheidung des Bundeskartellamts im Jahr 2003 entwickelte sich ein freier Markt mit den weiteren Dualen Systemen (vgl. Abbildung 3).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog MarktanteileDS.PNG |thumb|800px|Abbildung 3: Vorläufig zugeordnete Marktanteile der Dualen Systeme für das zweite Quartal 2024 nach Stoffstrom &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;/&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dualen Systeme organisieren die Sammlung und Sortierung von  Leichtverpackungen (LVP). Die LVP-Erfassungsrate ist mit circa 75% mit denen von Altglas und Altpapier vergleichbar. Duale Systeme lizensieren neben Kunststoffverpackungen auch solche aus Glas oder PPK. &amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 wurden insgesamt 5,8 Mio. t Verpackungsabfälle (Glas, PPK und LVP) getrennt gesammelt (vgl. Abbildung 4 und 5). Inklusive der stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) betrug die Gesamtrecyclingquote der mit Dualen Systemen gesammelten Abfälle 50,5%. Die werkstoffliche Verwertungsquote für Kunststoffe betrug 60,6%, während die Gesamt-Verwertungsquote der Kunststoffe bei 104% lag. Dass diese Quote oberhalb der 100% lag, zeigt auf, dass die Dualen Systeme mehr Kunststoffabfälle gesammelt haben, als Kunststoffverpackungen lizensiert wurden. Auch bei Aluminium trat eine Verwertungsquote von über 100% auf, was auf eine unterschiedliche Definition von Verbundmaterialien bei Verpackungen und Abfällen zurückzuführen ist. &amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-ErfassteMengenLVP.PNG |thumb|800px|Abbildung 4: Einwohnerspezifische Erfassungsmengen von Verpackungsabfällen nach Sammelsystem &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EntLog VergleichLVPSammlung-Qualität.PNG |thumb|800px|Abbildung 5: Anteile von nicht erfassten Wertstoffen und Anteile von Fehlwürfen bei der Erfassung von Leichtverpackungen nach Sammelsystem bezogen auf das Sammelsystem mit den wenigsten nicht erfassten Wertstoffen (Gelbe Tonne ländlich) &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;]]  &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wertstofftonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
In Deutschland kommt je nach Kommune die Wertstofftonne oder die Gelbe Tonne zum Einsatz. &lt;br /&gt;
Das Konzept der Wertstofftonne ist, auch jene Wertstoffe zu erfassen, die keine Verpackungen sind. Diese zählen in den Gelben Tonnen und Säcken als Fehlwürfe. In jeder erfassten Abfallkategorie treten Fehlwürfe auf. Dazu zählen fremde Stoffströme, die anderen Sammlungen zuzuführen wären, wie z. B. organische Abfälle oder auch Glas und PPK ohne Lizensierung. Als intelligente Fehlwürfe zählen diejenigen Fehlwürfe, die zwar als nicht-Verpackungen von den Dualen Systemen nicht lizensiert sind, jedoch dem gleichen Stoffstrom angehören wie die Leichtverpackungen (stoffgleiche Nichtverpackungen). Das Einwerfen von Wertstoffen in Form von Elektro-Altgeräten ist auch in Wertstofftonnen nicht erlaubt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;/&amp;gt;.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt; Gründe für „intelligente Fehlwürfe“ in Gelben Tonnen sind die von Abfallerzeugenden empfundene Praktikabilität, aber auch Informationsmangel und Kostenersparnis. Da die Dualen Systeme die Sammlung und Sortierung sowie die ggf. nötige Entsorgung von stoffgleichen Nichtverpackungen (sNVP) nicht über Lizenzentgelte finanziert bekommen, wurden Wertstofftonnen eingeführt &amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;/&amp;gt;. So sollen möglichst hohe Anteile der stoffgleichen Verpackungen und Nichtverpackungen der stofflichen Verwertung zugeführt werden und möglichst wenige Kunststoffe über die Restmülltonne entsorgt werden.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vergleich von Wertstofftonne und Gelber Tonne====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Um die gemeinsame Erfassung von LVP und sNVP in Wertstofftonnen vorzunehmen, können Duale Systeme mit öffentlich-rechtlichen Entsorgern kooperieren. Diese Zusammenarbeit ist in Form von Mitnutzungsverträgen gestattet, wenn sie Effizienzvorteile für Abfallerzeuger generiert, ohne den Wettbewerb signifikant zu beeinträchtigen (vgl. Tabelle 2).&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Innerhalb Deutschlands werden je nach Region die verschiedenen Systeme angewandt, da die Verantwortung für die Zuführung von Verpackungsabfällen zu einer Verwertung ursprünglich bei den Gemeinden lag. Seit 1991 entwickelten sich infolge der Produktverantwortung auf Seite der Inverkehrbringer die Dualen Systeme. Jedoch sind erst seit einer 2019 in Kraft getretenen Novellierung des Verpackungsgesetzes alle Inverkehrbringer von Verkaufsverpackungen zur Teilnahme an einem Dualen System verpflichtet. Die Ausgestaltung der Erfassung und Sammlung wird von den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern vorgegeben, sodass sich in Bezug auf die Art des Sammelsystems sowie die Behältergrößen und Abholungshäufigkeiten regionale Differenzen ergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+  style=&amp;quot;caption:bottom; color:black;&amp;quot;|&#039;&#039;Tabelle 2: Vor- und Nachteile von Wertstofftonne (und Wertstoffsack) gegenüber der Gelben Tonne (und dem Gelben Sack) nach &amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;/&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Wertstofftonne&lt;br /&gt;
! Duale Systeme&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Vorteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Gezielte Miterfassung von sNVP zur Steigerung der Recyclingquote (sNVP 10% und meist Kunststoff), dadurch höhere Erfassungsmengen&lt;br /&gt;
* Recycling unabhängig vom Verwendungszweck&lt;br /&gt;
* Reduktion der massebezogenen Sammlungskosten gegenüber der Gelben Tonne &lt;br /&gt;
* Geringere Sammlungs- und Entsorgungskosten für Restabfall&lt;br /&gt;
* Geringere Gesamtkosten (absolut sowie einwohnerspezifisch und massenspezifisch)&lt;br /&gt;
* Erhöhte Rezyklatausbeute &lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Entwicklung der privatrechtlichen Entsorgungssysteme infolge der Produktverantwortung &lt;br /&gt;
* Höhere Qualität (in Gelben Säcken) durch soziale Kontrolle und mögliches Reißen der Säcke bei Fehlwürfen&lt;br /&gt;
* geringere Transportkosten zur Sortieranlage&lt;br /&gt;
* geringere Sortierkosten&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nachteile&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern&lt;br /&gt;
* Kooperation zwischen öffentlich-rechtlichen Entsorgern und privatrechtlichen Entsorgern erforderlich&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Fragmentierung der Recyclingwirtschaft&lt;br /&gt;
* Ggf. Qualitätsminderung bei Großbehältern: Fehlwürfe und Verunreinigungen mindern die Qualität (Auslegung auf Verpackungsabfälle)&lt;br /&gt;
* Informationsmangel hinsichtlich der Materialzusammensetzung&lt;br /&gt;
* Mangelnde Kontinuität der Stoffströme und teils geringe Umfänge&lt;br /&gt;
* Unzureichende Technologieentwicklung&lt;br /&gt;
* Unterbeteiligung an Dualen Systemen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--•	Unterscheidung wer ist für was zuständig etwas klarer, vlt ein Schaubild? (kommunal/privat) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Becker&amp;quot;&amp;gt; Becker, T., &amp;amp; Mellen, D. (2022). Kunststoffe. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 429-448). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Glas&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Bildstein, C. (2022). Glasrecycling. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., Bd. 20, S. 401-414). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bruckschen Verpackung&amp;quot;&amp;gt; Bruckschen, A., &amp;amp; Kempkes, J. H. (2022). Verpackungsabfälle. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 449-470). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Bundesregierung D&amp;quot;&amp;gt;Bundesregierung Deutschland. (12. Juni 1991). Verordnung über die Vermeidung von Verpackungsabfällen. Bundesregierung Deutschland. Bonn: Bundesanzeiger. Abgerufen am 26. 04 2024 von https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl191s1234.pdf%27%5D__1714158886519&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;DS&amp;quot;&amp;gt;Gemeinsame Stelle dualer Systeme Deutschlands GmbH. (2021). Über die dualen Systeme. (G. S. GmbH, Herausgeber) Abgerufen am 09. 05 2024 von https://www.muelltrennung-wirkt.de/de/ueber-uns/ueber-die-dualen-systeme/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Hohmann&amp;quot;&amp;gt;Hohmann, S. (2022). Logistikmanagement: Entsorgungslogistik. In S. Hohmann, Logistik- und Supply Chain Management (S. 179-193). Wiesbaden: Springer Gabler. doi:10.1007/978-3-658-13631-4_6 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kirchhoff&amp;quot;&amp;gt;Kirchhoff, J. F. (2022). Intelligente Konzepte für Sammelfahrzeuge. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 717-). Wiesbaden: Springer Fachmedien . doi:10.1007/978-3-658-36262-1_37&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;SASE&amp;quot;&amp;gt;SASE gGmbH. Gesellschaft zur Förderung und Sammlung aus Städtereinigung und Entsorgungswirtschaft. Firmensitz: Max-Planck-Str. 11, D-58638 Iserlohn, https://sase-iserlohn.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Kuchta&amp;quot;&amp;gt;Kuchta, K. (2023). Kunststoffabfälle aus privaten Haushalten erfassen, sortieren und verwerten. In M. S. Porth, Wasser, Energie und Umwelt (S. 287–296). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-42657-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Orth&amp;quot;&amp;gt;Orth, P. B. (2022). Verwertung von Kunststoffabfällen. In P. B. Orth, Kunststoffe im Kreislauf (S. 103-122). Wiesbaden: Springer Vieweg. doi:https://doi.org/10.1007/978-3-658-37814-1_9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfaff-Simoneit&amp;quot;&amp;gt;Pfaff-Simoneit, W. (2022). Anforderungen an den Aufbau von Abfallwirtschaftssystemen. In P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich, Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (S. 629-659). Wiesbaden; Heidelberg: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_33&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Pfohl&amp;quot;&amp;gt;Pfohl, H.-C. (2018). Entsorgungslogistik. In H.-C. Pfohl, Logistiksysteme (S. 247-257). Berlin: Springer Vieweg. doi:10.1007/978-3-662-56228-4_13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Reffken&amp;quot;&amp;gt;Reffken, H., &amp;amp; Rigod, B. (2022). Kartellrecht. In P. Kurth, A. Oexle, M. Faulstich, P. Kurth, A. Oexle, &amp;amp; M. Faulstich (Hrsg.), Praxishandbuch der Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft (2 Ausg., S. 285-307). Wiesbaden: Springer Fachmedien. doi:10.1007/978-3-658-36262-1_15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wagner&amp;quot;&amp;gt;Wagner, J. e. (2018). Analyse der Effizienz und Vorschläge zur Optimierung von Sammelsystemen (Hol- und Bringsysteme) der haushaltsnahen Erfassung von Leichtverpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen auf der Grundlage vorhandener Daten. INTECUS GmbH Abfallwirtschaft und umweltintegratives Management. Dessau-Roßlau: Umweltbundesamt. Abgerufen am 21. 05 2024 von https://www.umweltkanzlei.de/daten/module/media/9/20180522UBA-26.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2021&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2021). PRESSEMITTEILUNG Von der Einweg-Verpackung zum Kreislauf. Verpackungen sind Ressourcen. Verpackungsregister LUCID – Status quo und Perspektiven (S. 35). Osnabrück / Berlin: UBA. Abgerufen am 22. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/Auswertungen/Unterlagen_Pressekonferenz_ZSVR_18.11.2021.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;ZSVR 2024&amp;quot;&amp;gt;ZSVR. (2024). Vorläufig zuzuordnende Marktanteile der Systeme für das zweite Quartal 2024. Osnabrück: Zentrale Stelle Verpackungsregister. Abgerufen am 23. 05 2024 von https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/files/Marktanteile/Vorlaeufig_zuzuordnende_Marktanteile_der_Systeme_fuer_das_zweite_Quartal_2024.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: &lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;[[File:1-09-014.gif|center|Probendarstellung: Anhydrit]]&lt;br /&gt;
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Aktuell ist der Tagebau Obrigheim der größte Betreiber in Deutschland, betrieben von Heidelberg Materials AG, mit einer Fördermenge von 300.000 t &amp;lt;ref name = &amp;quot;Heidelberg Materials AG&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Übergeordneter Stoffstrom&#039;&#039;&#039; || [[Mineralik]] - Steine und Erden &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Herkunft&#039;&#039;&#039; || Osterode, Harzvorland, Niedersachsen&lt;br /&gt;
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| &#039;&#039;&#039;Lebenszyklusabschnitt&#039;&#039;&#039; || [[Gewinnung|Rohstoffgewinnung]]&lt;br /&gt;
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| &#039;&#039;&#039;Rohstoffbedarf in Deutschland&#039;&#039;&#039; || 10 Mio. t/a&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Lagerstättenstruktur&#039;&#039;&#039;: sedimentäre Festgesteine&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Vorkommen&#039;&#039;&#039;: [[Gips]] und Anhydrit kommen häufig in Verbindung mit [[Kalkstein]], [[Mergel]], [[Ton]] sowie gelegentlich auch mit [[Sand]], Bitumen oder verschiedenen Salzen vor &amp;lt;ref name = &amp;quot;BGI&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Trockenabbau&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
Übertage: im Trockenabbau mittels Bohren und Sprengen&lt;br /&gt;
Untertage: durch Kammerabbau mittels Bohren und Sprengen  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Transport&#039;&#039;&#039;: Der Transport erfolgt über Transport mit Radlader und Muldenkipper oder durch Förderbänder bzw. Lastwagen, speziellen Gelenkfahrzeugen, Grubenbahnen oder durch Förderbänder.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;BGI&amp;quot;&amp;gt; Bundesverband der Gipsindustrie e.V: Natürliche Lagerstätten. (Zuletzt geprüft am 24.03.2025) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Henning (2025)&amp;quot;&amp;gt; Henning, Sören (2025): Gips und Anhydrit. Gipsrohstoffe in Deutschland. Stand: Januar 2025. Hannover: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). (Zuletzt geprüft am 06.01.2026) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;UBA 2022&amp;quot;&amp;gt; Umweltbundesamt (2022): Die Nutzung natürlicher Ressourcen - Ressourcenbericht 2022.  (Zuletzt geprüft am 03.12.2025) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Heidelberg Materials AG&amp;quot;&amp;gt; Heidelberg Materials AG: Unsere Gipsgrube in Obrigheim. (Zuletzt geprüft am 06.01.2026) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
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| colspan = &amp;quot;2&amp;quot; rowspan = &amp;quot;8&amp;quot; | [[Gips]] und Anhydrit werden zur Herstellung von Gipsplatten, Baugips und Spezialgips sowie in der Zementproduktion verwendet. Bezogen auf das Jahr 2019 entfielen in Deutschland 59,3 % auf Gipserzeugnisse für den Bau, 27,5 % auf die Zementherstellung und 13,2 % auf den Export &amp;lt;ref name = &amp;quot;Henning (2025)&amp;quot;/&amp;gt;. Der heimische Anteil am Bedarf in Deutschland beträgt 58 % &amp;lt;ref name = &amp;quot;UBA 2022&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Aktuell ist der Tagebau Obrigheim der größte Betreiber in Deutschland, betrieben von Heidelberg Materials AG, mit einer Fördermenge von 300.000 t &amp;lt;ref name = &amp;quot;Heidelberg Materials AG&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
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| &#039;&#039;&#039;Übergeordneter Stoffstrom&#039;&#039;&#039; || [[Mineralik]] - Steine und Erden &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Lagerstättenstruktur&#039;&#039;&#039;: sedimentäre Festgesteine&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Vorkommensweise&#039;&#039;&#039;: [[Gips]] und Anhydrit kommen häufig in Verbindung mit [[Kalkstein]], [[Mergel]], [[Ton]] sowie gelegentlich auch mit [[Sand]], Bitumen oder verschiedenen Salzen vor &amp;lt;ref name = &amp;quot;BGI&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Abbauverfahren&#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Trockenabbau&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
Übertage: im Trockenabbau mittels Bohren und Sprengen&lt;br /&gt;
Untertage: durch Kammerabbau mittels Bohren und Sprengen  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Transport&#039;&#039;&#039;: Der Transport erfolgt über Transport mit Radlader und Muldenkipper oder durch Förderbänder bzw. Lastwagen, speziellen Gelenkfahrzeugen, Grubenbahnen oder durch Förderbänder.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;BGI&amp;quot;&amp;gt; Bundesverband der Gipsindustrie e.V: Natürliche Lagerstätten. (Zuletzt geprüft am 24.03.2025) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: &lt;/p&gt;
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| colspan = &amp;quot;2&amp;quot; rowspan = &amp;quot;8&amp;quot; | [[Kalk]]-, [[Dolomit]]- und Mergelsteine finden vielfältige Anwendung in der Produktion von Zement, Eisen, Stahl, Glas und Papier sowie in Mörteln und Putzen. Darüber hinaus werden sie in der land- und forstwirtschaftlichen Düngung eingesetzt, dienen der Wasseraufbereitung, werden als Tierfutter verwendet und fungieren als Füllstoffe in Kunststoffen, Klebstoffen, Farben, Lacken und keramischen Massen. Auch in der chemischen Industrie sowie zur Herstellung von Nahrungs- und Genussmitteln kommen sie zum Einsatz &amp;lt;ref name = &amp;quot;BGR&amp;quot;/&amp;gt;. Der heimische Anteil am Bedarf in Deutschland beträgt etwa 36 %.&lt;br /&gt;
Aktuell ist der Tagebau Flandersbach der größte Gewinnungsstandort Deutschlands und wird von Lhoist Germany Rheinkalk GmbH betrieben &amp;lt;ref name = &amp;quot;BGR 2016&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Trockenabbau&#039;&#039;&#039;: Der Abbau erfolgt übertage mittels Bohren und Sprengen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Transport&#039;&#039;&#039;: Der Transport erfolgt über Radlader und Muldenkipper.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Literaturverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;SteinRein&amp;quot;&amp;gt; SteinRein: Kalkstein. (Zuletzt gepüft am 06.01.2026) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;BGR 2016&amp;quot;&amp;gt; BGR (2016): BGR - Presse - Neuer BGR-Bericht: Deutschland produziert über 40 verschiedene Rohstoffe - Nur 10 Kilogramm Gold, aber 238 Millionen Tonnen Sand und Kies. (Zuletzt geprüft am 05.09.2024) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
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		<title>Kalkstein</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: &lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;[[File:1-09-015.gif|center|Probendarstellung: Kalkstein]]&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probennummer&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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Aktuell ist der Tagebau Flandersbach der größte Gewinnungsstandort Deutschlands und wird von Lhoist Germany Rheinkalk GmbH betrieben &amp;lt;ref name = &amp;quot;BGR 2016&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Übergeordneter Stoffstrom&#039;&#039;&#039; || [[Mineralik]] - Steine und Erden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Herkunft&#039;&#039;&#039; || Solnhofen, Mittelfranken, Bayern&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Lebenszyklusabschnitt&#039;&#039;&#039; || [[Gewinnung|Rohstoffgewinnung]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Rohstoffbedarf in Deutschland&#039;&#039;&#039; || 52,5 Mio. t/a&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Fördermenge in Deutschland&#039;&#039;&#039; || 53.279 kt/a&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Lagerstättenstruktur und Vorkommensweise&#039;&#039;&#039; ||  &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lagerstättenstruktur&#039;&#039;&#039;: sedimentäre Festgesteine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkommen&#039;&#039;&#039;: Kalk-, [[Dolomit]]- und [[Mergel]]steine kommen häufig in Verbindung mit Tonmineralen, Quarz und [[Gips]] vor &amp;lt;ref name = &amp;quot;SteinRein&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Abbauverfahren&#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Trockenabbau&#039;&#039;&#039;: Der Abbau erfolgt übertage mittels Bohren und Sprengen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Transport&#039;&#039;&#039;: Der Transport erfolgt über Radlader und Muldenkipper.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;SteinRein&amp;quot;&amp;gt; SteinRein: Kalkstein. (Zuletzt gepüft am 06.01.2026) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;BGR&amp;quot;&amp;gt;  BGR (Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe): Sedimentgesteine: Kalk. (Zuletzt geprüft am 06.01.2026) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;BGR 2016&amp;quot;&amp;gt; BGR (2016): BGR - Presse - Neuer BGR-Bericht: Deutschland produziert über 40 verschiedene Rohstoffe - Nur 10 Kilogramm Gold, aber 238 Millionen Tonnen Sand und Kies. (Zuletzt geprüft am 05.09.2024) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: &lt;/p&gt;
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| colspan = &amp;quot;2&amp;quot; rowspan = &amp;quot;8&amp;quot; | Gips und [[Anhydrit]] werden zur Herstellung von Gipsplatten, Baugips und Spezialgips sowie in der Zementproduktion verwendet. Bezogen auf das Jahr 2019 entfielen in Deutschland 59,3 % auf Gipserzeugnisse für den Bau, 27,5 % auf die Zementherstellung und 13,2 % auf den Export &amp;lt;ref name = &amp;quot;Henning (2025)&amp;quot;/&amp;gt;. Der heimische Anteil am Bedarf in Deutschland beträgt 58 % &amp;lt;ref name = &amp;quot;UBA 2022&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Aktuell ist der Tagebau Obrigheim der größte Betreiber in Deutschland, betrieben von Heidelberg Materials AG, mit einer jährlichen Fördermenge von 300.000 t &amp;lt;ref name = &amp;quot;Heidelberg Materials AG&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Übergeordneter Stoffstrom&#039;&#039;&#039; || [[Mineralik]]&lt;br /&gt;
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| &#039;&#039;&#039;Herkunft&#039;&#039;&#039; || Osterode, Harzvorland, Niedersachsen&lt;br /&gt;
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| &#039;&#039;&#039;Lebenszyklusabschnitt&#039;&#039;&#039; || [[Gewinnung|Rohstoffgewinnung]]&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Vorkommen&#039;&#039;&#039;: Gips und [[Anhydrit]] kommen häufig in Verbindung mit [[Kalkstein]], [[Mergel]], [[Ton]] sowie gelegentlich auch mit [[Sand]], Bitumen oder verschiedenen Salzen vor &amp;lt;ref name = &amp;quot;BGI&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Trockenabbau&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Übertage: Im Trockenabbau mittels Bohren und Sprengen. Das Laden erfolgt in der Regel mithilfe von Baggern.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
Untertage: Örterbau mittels Bohren und Sprengen. Das Laden erfolgt in der Regel mithilfe von LHDs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Transport&#039;&#039;&#039;: Der Transport erfolgt mittels Radlader und Muldenkipper, über Förderbänder oder Lastkraftwagen.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;BGI&amp;quot;&amp;gt; Bundesverband der Gipsindustrie e.V: Natürliche Lagerstätten. (Zuletzt geprüft am 24.03.2025) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Henning (2025)&amp;quot;&amp;gt; Henning, Sören (2025): Gips und Anhydrit. Gipsrohstoffe in Deutschland. Stand: Januar 2025. Hannover: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). (Zuletzt geprüft am 06.01.2026) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;UBA 2022&amp;quot;&amp;gt; Umweltbundesamt (2022): Die Nutzung natürlicher Ressourcen - Ressourcenbericht 2022.  (Zuletzt geprüft am 03.12.2025) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Heidelberg Materials AG&amp;quot;&amp;gt; Heidelberg Materials AG: Unsere Gipsgrube in Obrigheim. (Zuletzt geprüft am 06.01.2026) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
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Aktuell ist der Tagebau Obrigheim der größte Betreiber in Deutschland, betrieben von Heidelberg Materials AG, mit einer jährlichen Fördermenge von 300.000 t &amp;lt;ref name = &amp;quot;Heidelberg Materials AG&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Trockenabbau&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Übertage: Im Trockenabbau mittels Bohren und Sprengen. Das Laden erfolgt in der Regel mithilfe von Baggern.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
Untertage: Örterbau mittels Bohren und Sprengen. Das Laden erfolgt in der Regel mithilfe von LHDs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Transport&#039;&#039;&#039;: Der Transport erfolgt mittels Radlader und Muldenkipper, über Förderbänder oder Lastkraftwagen.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Literaturverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;BGI&amp;quot;&amp;gt; Bundesverband der Gipsindustrie e.V: Natürliche Lagerstätten. (Zuletzt geprüft am 24.03.2025) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Henning (2025)&amp;quot;&amp;gt; Henning, Sören (2025): Gips und Anhydrit. Gipsrohstoffe in Deutschland. Stand: Januar 2025. Hannover: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). (Zuletzt geprüft am 06.01.2026) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: &lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;[[File:1-09-014.gif|center|Probendarstellung: Gips]]&lt;br /&gt;
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| colspan = &amp;quot;2&amp;quot; rowspan = &amp;quot;8&amp;quot; | Gips und [[Anhydrit]] werden zur Herstellung von Gipsplatten, Baugips und Spezialgips sowie in der Zementproduktion verwendet. Bezogen auf das Jahr 2019 entfielen in Deutschland 59,3 % auf Gipserzeugnisse für den Bau, 27,5 % auf die Zementherstellung und 13,2 % auf den Export &amp;lt;ref name = &amp;quot;Henning (2025)&amp;quot;/&amp;gt;. Der heimische Anteil am Bedarf in Deutschland beträgt 58 % &amp;lt;ref name = &amp;quot;UBA 2022&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Aktuell ist der Tagebau Obrigheim der größte Betreiber in Deutschland, betrieben von Heidelberg Materials AG, mit einer jährlichen Fördermenge von 300.000 t &amp;lt;ref name = &amp;quot;Heidelberg Materials AG&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
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| &#039;&#039;&#039;Fördermenge in Deutschland&#039;&#039;&#039; ||  5.820 kt/a&lt;br /&gt;
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| &#039;&#039;&#039;Lagerstättenstruktur und Vorkommensweise&#039;&#039;&#039; ||  &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lagerstättenstruktur&#039;&#039;&#039;: sedimentäre Festgesteine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkommensweise&#039;&#039;&#039;: Gips und [[Anhydrit]] kommen häufig in Verbindung mit [[Kalkstein]], [[Mergel]], [[Ton]] sowie gelegentlich auch mit [[Sand]], Bitumen oder verschiedenen Salzen vor &amp;lt;ref name = &amp;quot;BGI&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Abbauverfahren&#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Trockenabbau&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Übertage: Im Trockenabbau mittels Bohren und Sprengen. Das Laden erfolgt in der Regel mithilfe von Baggern.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
Untertage: Örterbau mittels Bohren und Sprengen. Das Laden erfolgt in der Regel mithilfe von LHDs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Transport&#039;&#039;&#039;: Der Transport erfolgt mittels Radlader und Muldenkipper, über Förderbänder oder Lastkraftwagen.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;BGI&amp;quot;&amp;gt; Bundesverband der Gipsindustrie e.V: Natürliche Lagerstätten. (Zuletzt geprüft am 24.03.2025) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Henning (2025)&amp;quot;&amp;gt; Henning, Sören (2025): Gips und Anhydrit. Gipsrohstoffe in Deutschland. Stand: Januar 2025. Hannover: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). (Zuletzt geprüft am 06.01.2026) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;UBA 2022&amp;quot;&amp;gt; Umweltbundesamt (2022): Die Nutzung natürlicher Ressourcen - Ressourcenbericht 2022.  (Zuletzt geprüft am 03.12.2025) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Heidelberg Materials AG&amp;quot;&amp;gt; Heidelberg Materials AG: Unsere Gipsgrube in Obrigheim. (Zuletzt geprüft am 06.01.2026) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://circulated.rwth-aachen.de/index.php?title=Kali-_und_Kalisalzprodukte&amp;diff=6443</id>
		<title>Kali- und Kalisalzprodukte</title>
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		<updated>2026-09-02T13:57:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:1-09-013.gif|center|Probendarstellung: Kali- und Kalisalzprodukte]]&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probennummer&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | 1-09-013&lt;br /&gt;
| colspan = &amp;quot;2&amp;quot; rowspan = &amp;quot;8&amp;quot; | Kali- und Kalisalzprodukte dienen als Düngemittel für die Landwirtschaft sowie in der Elektrolyse, Nahrungs- und Futtermittelindustrie und Pharmaindustrie. In Deutschland entfallen über 95 % des Einsatzes auf die Düngemittelindustrie &amp;lt;ref name = &amp;quot;Elsner (2016)&amp;quot;/&amp;gt;. Der heimische Anteil am Bedarf in Deutschland beträgt 100 %.&lt;br /&gt;
Aktuell ist der Tagebau Zielitz der größte Betreiber in Deutschland, betrieben von der K+S Minerals and Agriculture GmbH, mit einer Fördermenge von 12 Mio. t &amp;lt;ref name = &amp;quot;K+S Minerals&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Übergeordneter Stoffstrom&#039;&#039;&#039; || [[Mineralik]] - Steine und Erden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Herkunft&#039;&#039;&#039; || Stassfurt, Sachsen-Anhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Lebenszyklusabschnitt&#039;&#039;&#039; || [[Gewinnung|Rohstoffgewinnung]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Rohstoffbedarf in Deutschland&#039;&#039;&#039; ||  6 Mio. t/a&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Fördermenge in Deutschland&#039;&#039;&#039; ||  6.045 kt/a&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Lagerstättenstruktur und Vorkommensweise&#039;&#039;&#039; ||  &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lagerstättenstruktur&#039;&#039;&#039;: sedimentäre Festgesteine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkommen&#039;&#039;&#039;: Kalisalz kommt häufig in Verbindung mit den Mineralen [[Anhydrit]], [[Gips]] oder [[Ton]]e vor &amp;lt;ref name = &amp;quot;Elsner (2016)&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Abbauverfahren&#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Trockenabbau&#039;&#039;&#039;: Der Abbau erfolgt untertage im Örterfestenbau in der Regel mittels Bohren und Sprengen oder durch schneidende Gewinnung. Das Laden erfolgt mithilfe von LHDs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Transport&#039;&#039;&#039;: Der Transport erfolgt über Förderbänder oder speziellen Untertage-Trucks.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Elsner (2016)&amp;quot;&amp;gt; Elsner, Harald (Hg.) (2016): Salze in Deutschland. Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe. Stand: Juni 2016. Hannover: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe. (Zuletzt geprüft am 06.01.2026) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;K+S Minerals&amp;quot;&amp;gt; K+S Minerals and Agriculture GmbH: Eines der weltweit größten und modernsten Kaliwerke bei Magdeburg. (Zuletzt geprüft am 06.01.2026) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
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		<title>Kali- und Kalisalzprodukte</title>
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Aktuell ist der Tagebau Zielitz der größte Betreiber in Deutschland, betrieben von K+S Minerals and Agriculture GmbH, mit einer Fördermenge von 12 Mio. t &amp;lt;ref name = &amp;quot;K+S Minerals&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
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| &#039;&#039;&#039;Übergeordneter Stoffstrom&#039;&#039;&#039; || [[Mineralik]] - Steine und Erden&lt;br /&gt;
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| &#039;&#039;&#039;Lebenszyklusabschnitt&#039;&#039;&#039; || [[Gewinnung|Rohstoffgewinnung]]&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Vorkommen&#039;&#039;&#039;: Kalisalz kommt häufig in Verbindung mit den Mineralen [[Anhydrit]], [[Gips]] oder [[Ton]]e vor &amp;lt;ref name = &amp;quot;Elsner (2016)&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Trockenabbau&#039;&#039;&#039;: Der Abbau erfolgt untertage im Örterfestenbau in der Regel mittels Bohren und Sprengen oder durch schneidende Gewinnung. Das Laden erfolgt mithilfe von LHDs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Transport&#039;&#039;&#039;: Der Transport erfolgt über Förderbänder oder speziellen Untertage-Trucks.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Literaturverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Elsner (2016)&amp;quot;&amp;gt; Elsner, Harald (Hg.) (2016): Salze in Deutschland. Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe. Stand: Juni 2016. Hannover: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe. (Zuletzt geprüft am 06.01.2026) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
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Aktuell ist das Steinsalzbergwerk Bernburg der größte Standort in Deutschland, betrieben von der K+S Minerals and Agriculture GmbH, mit einer Fördermenge von 2,2 Mio. t &amp;lt;ref name = &amp;quot;Geißler (2024)&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
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| &#039;&#039;&#039;Rohstoffbedarf in Deutschland&#039;&#039;&#039; ||  6,9 Mio. t/a&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Lagerstättenstruktur&#039;&#039;&#039;: sedimentäre Festgesteine&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Transport&#039;&#039;&#039;: Der Transport erfolgt über Förderbänder oder speziellen Untertage-Trucks.&lt;br /&gt;
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==Literaturverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Elsner (2016)&amp;quot;&amp;gt; Elsner, Harald (Hg.) (2016): Salze in Deutschland. Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe. Stand: Juni 2016. Hannover: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe. (Zuletzt geprüft am 06.01.2026) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
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==Literaturverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name = &amp;quot;Elsner (2016)&amp;quot;&amp;gt; Elsner, Harald (Hg.) (2016): Salze in Deutschland. Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe. Stand: Juni 2016. Hannover: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe. (Zuletzt geprüft am 06.01.2026) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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| &#039;&#039;&#039;Rohstoffbedarf in Deutschland&#039;&#039;&#039; ||  6,9 Mio. t/a&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Vorkommen&#039;&#039;&#039;: Steinsalz kommt häufig in Verbindung mit den Mineralen [[Anhydrit]], [[Gips]], [[Ton]]e oder [[Dolomit]] vor &amp;lt;ref name = &amp;quot;Elsner (2016)&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Transport&#039;&#039;&#039;: Der Transport erfolgt über Lastwagen, speziellen Gelenkfahrzeugen, Grubenbahnen oder durch Förderbänder.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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==Literaturverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Elsner (2016)&amp;quot;&amp;gt; Elsner, Harald (Hg.) (2016): Salze in Deutschland. Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe. Stand: Juni 2016. Hannover: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe. (Zuletzt geprüft am 06.01.2026) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:1-09-012.gif|center|Probendarstellung: Steinsalz]]&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probennummer&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | 1-09-012&lt;br /&gt;
| colspan = &amp;quot;2&amp;quot; rowspan = &amp;quot;8&amp;quot; | Steinsalz wird verwendet als Speisesalz, Futtermittel, Auftausalz sowie in der Seifenherstellung und der Pharma- und Medizinindustrie sowie der chemischen Industrie &amp;lt;ref name = &amp;quot;VKS (2018)&amp;quot;/&amp;gt;. Der heimische Anteil am Bedarf in Deutschland beträgt 100 % &amp;lt;ref name = &amp;quot;Elsner (2017)&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Aktuell ist das Steinsalzbergwerk Bernburg der größte Standort in Deutschland, betrieben von K+S Minerals and Agriculture GmbH, mit einer Fördermenge von 2,2 Mio. t &amp;lt;ref name = &amp;quot;Geißler (2024)&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Übergeordneter Stoffstrom&#039;&#039;&#039; || [[Mineralik]] - Steine und Erden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Herkunft&#039;&#039;&#039; || Zechstein; Stassfurt, Sachsen-Anhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Lebenszyklusabschnitt&#039;&#039;&#039; || [[Gewinnung|Rohstoffgewinnung]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Rohstoffbedarf in Deutschland&#039;&#039;&#039; ||  6,9 Mio. t/a&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Fördermenge in Deutschland&#039;&#039;&#039; || 6.944 kt/a&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Lagerstättenstruktur und Vorkommensweise&#039;&#039;&#039; ||  &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lagerstättenstruktur&#039;&#039;&#039;: sedimentäre Festgesteine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkommen&#039;&#039;&#039;: Steinsalz kommt häufig in Verbindung mit den Mineralen [[Anhydrit]], [[Gips]], [[Ton]]e oder [[Dolomit]] vor &amp;lt;ref name = &amp;quot;Elsner (2016)&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Abbauverfahren&#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Trockenabbau&#039;&#039;&#039;: Der Abbau erfolgt Untertage am häufigsten im Kammerabbau mittels Bohren und Sprengen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Transport&#039;&#039;&#039;: Der Transport erfolgt über Lastwagen, speziellen Gelenkfahrzeugen, Grubenbahnen oder durch Förderbänder.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Elsner (2016)&amp;quot;&amp;gt; Elsner, Harald (Hg.) (2016): Salze in Deutschland. Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe. Stand: Juni 2016. Hannover: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe. (Zuletzt geprüft am 06.01.2026) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;VKS (2018)&amp;quot;&amp;gt; Verband der Kali- und Salzindustrie e. V. (2018): Salz aus Deutschland. Gewinnung und Verwendung. (Zuletzt geprüft am 06.01.2026) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Elsner (2017)&amp;quot;&amp;gt; Elsner, Harald; Kuhn, Kerstin; Schmitz, Martin (Hg.) (2017): Heimische mineralische Rohstoffe - unverzichtbar für Deutschland. Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe. Hannover: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). (Zuletzt geprüft am 06.01.2026) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Geißler (2024)&amp;quot;&amp;gt; Geißler, Ralf (2024): Steinsalzbergwerk Bernburg soll um 800 Hektar erweitert werden. MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK. (Zuletzt geprüft am 06.01.2026) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
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		<title>Grob-keramische Tone</title>
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		<updated>2026-09-02T13:48:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: &lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;[[File:1-09-009.gif|center|Probendarstellung: Grob-keramische Tone]]&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probennummer&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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| colspan = &amp;quot;2&amp;quot; rowspan = &amp;quot;8&amp;quot; | Grob-keramische Tone spielen eine zentrale Rolle in der Herstellung von keramischen Fliesen und Platten, Mauerziegeln, Klinkern sowie Dachziegeln &amp;lt;ref name = &amp;quot;Baunetzwissen&amp;quot;/&amp;gt;. Der heimische Anteil am Bedarf in Deutschland beträgt etwa 61 % &amp;lt;ref name = &amp;quot;Elsner (2017)&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Aktuell ist Tonabbau im Westerwald und im angrenzenden Limburger Beckender der größte Standort&lt;br /&gt;
in Deutschland, betrieben unter anderem von der Stephan Schmidt Gruppe, mit einer insgesamten Fördermenge von ca. 6 Mio. t &amp;lt;ref name = &amp;quot;HLNUG&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Übergeordneter Stoffstrom&#039;&#039;&#039; || [[Mineralik]] - Steine und Erden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Herkunft&#039;&#039;&#039; || Meißen, Sachsen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Lebenszyklusabschnitt&#039;&#039;&#039; || [[Gewinnung|Rohstoffgewinnung]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Rohstoffbedarf in Deutschland&#039;&#039;&#039; ||  12,6 Mio. t/a&lt;br /&gt;
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| &#039;&#039;&#039;Fördermenge in Deutschland&#039;&#039;&#039; ||  11.700 kt/a&lt;br /&gt;
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| &#039;&#039;&#039;Lagerstättenstruktur und Vorkommensweise&#039;&#039;&#039; ||  &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lagerstättenstruktur&#039;&#039;&#039;: sedimentäre Lockergesteine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkommen&#039;&#039;&#039;: Grob-keramische Tone kommen häufig in Verbindung mit [[Sand]]en und [[Kies]]en vor &amp;lt;ref name = &amp;quot;Elsner (2019)&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Abbauverfahren&#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Trockenabbau&#039;&#039;&#039;: Untertage erfolgt der Abbau im Örterbau mittels schneidender Gewinnungstechnik oder Bohren und Sprengen. Übertage wird der Abbau mithilfe von Baggern, Bohren und Sprengen sowie mit Hydraulik-Tieflöffelbaggern durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Transport&#039;&#039;&#039;: Der Transport erfolgt über Lastwagen, Dumper, Radlader und Grubenbahnen sowie durch Förderbänder und spezielle Gelenkfahrzeuge.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Elsner (2019)&amp;quot;&amp;gt;  Elsner, Harald (Hg.) (2019): Spezialtone und -sande in Deutschland. Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe. Stand: Mai 2019. Hannover: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Baunetzwissen&amp;quot;&amp;gt;  Baunetzwissen: Grobkeramik. (Zuletzt geprüft am 06.01.2026) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Elsner (2017)&amp;quot;&amp;gt;  Elsner, Harald; Kuhn, Kerstin; Schmitz, Martin (Hg.) (2017): Heimische mineralische Rohstoffe - unverzichtbar für Deutschland. Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe. Hannover: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). (Zuletzt geprüft am 06.01.2026) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;HLNUG&amp;quot;&amp;gt;  Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie: Mineralische Rohstoffe in Hessen - Tonrohstoffe. (Zuletzt geprüft am 08.07.2026) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
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		<title>Grob-keramische Tone</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: &lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;[[File:1-09-009.gif|center|Probendarstellung: Grob-keramische Tone]]&lt;br /&gt;
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| colspan = &amp;quot;2&amp;quot; rowspan = &amp;quot;8&amp;quot; | Grob-keramische Tone spielen eine zentrale Rolle in der Herstellung von keramischen Fliesen und Platten, Mauerziegeln, Klinkern sowie Dachziegeln &amp;lt;ref name = &amp;quot;Baunetzwissen&amp;quot;/&amp;gt;. Der heimische Anteil am Bedarf in Deutschland beträgt etwa 61 % &amp;lt;ref name = &amp;quot;Elsner (2017)&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Aktuell ist Tonabbau im Westerwald und im angrenzenden Limburger Beckender der größte Standort&lt;br /&gt;
in Deutschland, betrieben unter anderem von der Stephan Schmidt Gruppe, mit einer insgesamten Fördermenge von ca. 6 Mio. t &amp;lt;ref name = &amp;quot;HLNUG&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Übergeordneter Stoffstrom&#039;&#039;&#039; || [[Mineralik]] - Steine und Erden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Herkunft&#039;&#039;&#039; || Meißen, Sachsen&lt;br /&gt;
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| &#039;&#039;&#039;Lebenszyklusabschnitt&#039;&#039;&#039; || [[Gewinnung|Rohstoffgewinnung]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Rohstoffbedarf in Deutschland&#039;&#039;&#039; ||  12,6 Mio. t/a&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Fördermenge in Deutschland&#039;&#039;&#039; ||  11.700 kt/a&lt;br /&gt;
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| &#039;&#039;&#039;Lagerstättenstruktur und Vorkommensweise&#039;&#039;&#039; ||  &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lagerstättenstruktur&#039;&#039;&#039;: sedimentäre Lockergesteine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkommen&#039;&#039;&#039;: Grob-keramische Tone kommen häufig in Verbindung mit [[Sand]]en und [[Kies]]en vor &amp;lt;ref name = &amp;quot;Elsner (2019)&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Abbauverfahren&#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Trockenabbau&#039;&#039;&#039;: Untertage erfolgt der Abbau im Kammerabbau mittels Fräsen oder Bohren und Sprengen. Übertage wird der Abbau durch Fräsen, Bohren und Sprengen sowie mit Hydraulik-Tieflöffelbaggern durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Transport&#039;&#039;&#039;: Der Transport erfolgt über Lastwagen, Dumper, Radlader und Grubenbahnen sowie durch Förderbänder und spezielle Gelenkfahrzeuge.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Elsner (2019)&amp;quot;&amp;gt;  Elsner, Harald (Hg.) (2019): Spezialtone und -sande in Deutschland. Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe. Stand: Mai 2019. Hannover: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
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		<title>Dolomit</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:1-09-008.gif|center|Probendarstellung: Dolomit]]&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probennummer&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | 1-09-008&lt;br /&gt;
| colspan = &amp;quot;2&amp;quot; rowspan = &amp;quot;8&amp;quot; | [[Kalk]]-, Dolomit- und [[Mergel]]steine finden vielfältige Anwendung in der Produktion von Zement, Eisen, Stahl, Glas und Papier sowie in Mörteln und Putzen. Darüber hinaus werden sie in der land- und forstwirtschaftlichen Düngung eingesetzt, dienen der Wasseraufbereitung, werden als Tierfutter verwendet und fungieren als Füllstoffe in Kunststoffen, Klebstoffen, Farben, Lacken und keramischen Massen. Auch in der chemischen Industrie sowie zur Herstellung von Nahrungs- und Genussmitteln kommen sie zum Einsatz &amp;lt;ref name = &amp;quot;BGR&amp;quot;/&amp;gt;. Der heimische Anteil am Bedarf in Deutschland beträgt etwa 36 %.&lt;br /&gt;
Aktuell ist der Tagebau Flandersbach der größte Gewinnungsstandort Deutschlands und wird von Lhoist Germany Rheinkalk GmbH betrieben &amp;lt;ref name = &amp;quot;BGR 2016&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Übergeordneter Stoffstrom&#039;&#039;&#039; || [[Mineralik]] - Steine und Erden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Herkunft&#039;&#039;&#039; || Thiersheim, Wunsiedel, Fichtelgebirge, Oberfranken, Bayern&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Lebenszyklusabschnitt&#039;&#039;&#039; || [[Gewinnung|Rohstoffgewinnung]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Rohstoffbedarf in Deutschland&#039;&#039;&#039; || 52,5 Mio. t/a&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Fördermenge in Deutschland&#039;&#039;&#039; || 53.279 kt/a&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Lagerstättenstruktur und Vorkommensweise&#039;&#039;&#039; ||  &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lagerstättenstruktur&#039;&#039;&#039;: sedimentäre Festgesteine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkommen&#039;&#039;&#039;: [[Kalk]]-, Dolomit- und [[Mergel]]steine kommen häufig in Verbindung mit Tonmineralen, [[Quarz]] und [[Gips]] vor &amp;lt;ref name = &amp;quot;SteinRein&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Abbauverfahren&#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Trockenabbau&#039;&#039;&#039;: Der Abbau erfolgt übertage mittels Bohren und Sprengen. Das Laden erfolgt mithilfe von Baggern oder Radladern. In sehr seltenen Fällen kann der Abbau auch unter Tage erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Transport&#039;&#039;&#039;: Der Transport erfolgt über Radlader und Muldenkipper.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;SteinRein&amp;quot;&amp;gt; SteinRein: Kalkstein. (Zuletzt gepüft am 06.01.2026) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;BGR&amp;quot;&amp;gt;  BGR (Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe): Sedimentgesteine: Kalk. (Zuletzt geprüft am 06.01.2026) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;BGR 2016&amp;quot;&amp;gt; BGR (2016): BGR - Presse - Neuer BGR-Bericht: Deutschland produziert über 40 verschiedene Rohstoffe - Nur 10 Kilogramm Gold, aber 238 Millionen Tonnen Sand und Kies. (Zuletzt geprüft am 05.09.2024) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
	</entry>
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		<title>Dolomit</title>
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		<updated>2026-09-02T13:37:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:1-09-008.gif|center|Probendarstellung: Dolomit]]&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Probennummer&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| width = &amp;quot;25%&amp;quot; | 1-09-008&lt;br /&gt;
| colspan = &amp;quot;2&amp;quot; rowspan = &amp;quot;8&amp;quot; | [[Kalk]]-, Dolomit- und [[Mergel]]steine finden vielfältige Anwendung in der Produktion von Zement, Eisen, Stahl, Glas und Papier sowie in Mörteln und Putzen. Darüber hinaus werden sie in der land- und forstwirtschaftlichen Düngung eingesetzt, dienen der Wasseraufbereitung, werden als Tierfutter verwendet und fungieren als Füllstoffe in Kunststoffen, Klebstoffen, Farben, Lacken und keramischen Massen. Auch in der chemischen Industrie sowie zur Herstellung von Nahrungs- und Genussmitteln kommen sie zum Einsatz &amp;lt;ref name = &amp;quot;BGR&amp;quot;/&amp;gt;. Der heimische Anteil am Bedarf in Deutschland beträgt etwa 36 %.&lt;br /&gt;
Aktuell ist der Tagebau Flandersbach der größte Gewinnungsstandort Deutschlands und wird von Lhoist Germany Rheinkalk GmbH betrieben &amp;lt;ref name = &amp;quot;BGR 2016&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Übergeordneter Stoffstrom&#039;&#039;&#039; || [[Mineralik]] - Steine und Erden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Herkunft&#039;&#039;&#039; || Thiersheim, Wunsiedel, Fichtelgebirge, Oberfranken, Bayern&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Lebenszyklusabschnitt&#039;&#039;&#039; || [[Gewinnung|Rohstoffgewinnung]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Rohstoffbedarf in Deutschland&#039;&#039;&#039; || 52,5 Mio. t/a&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Fördermenge in Deutschland&#039;&#039;&#039; || 53.279 kt/a&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Lagerstättenstruktur und Vorkommensweise&#039;&#039;&#039; ||  &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lagerstättenstruktur&#039;&#039;&#039;: sedimentäre Festgesteine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkommen&#039;&#039;&#039;: [[Kalk]]-, Dolomit- und [[Mergel]]steine kommen häufig in Verbindung mit Tonmineralen, [[Quarz]] und [[Gips]] vor &amp;lt;ref name = &amp;quot;SteinRein&amp;quot;/&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Abbauverfahren&#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Trockenabbau&#039;&#039;&#039;: Der Abbau erfolgt übertage mittels Bohren und Sprengen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Transport&#039;&#039;&#039;: Der Transport erfolgt über Radlader und Muldenkipper.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;SteinRein&amp;quot;&amp;gt; SteinRein: Kalkstein. (Zuletzt gepüft am 06.01.2026) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;BGR&amp;quot;&amp;gt;  BGR (Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe): Sedimentgesteine: Kalk. (Zuletzt geprüft am 06.01.2026) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;BGR 2016&amp;quot;&amp;gt; BGR (2016): BGR - Presse - Neuer BGR-Bericht: Deutschland produziert über 40 verschiedene Rohstoffe - Nur 10 Kilogramm Gold, aber 238 Millionen Tonnen Sand und Kies. (Zuletzt geprüft am 05.09.2024) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: &lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;[[File:1-09-007.gif|center|Probendarstellung: Braunkohle]]&lt;br /&gt;
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| colspan = &amp;quot;2&amp;quot; rowspan = &amp;quot;8&amp;quot; | Braunkohle wird unter anderem zur Verbrennung in Stromerzeugungskraftwerken sowie zur Veredelung von Briketts für die Heizung in Privathaushalten eingesetzt. Darüber hinaus werden Braunkohlenstaub, Wirbelschichtkohle und Koks in der Stahlindustrie verwendet. In Deutschland werden über 90% der Braunkohle für die Verstromung genutzt. &amp;lt;ref name = &amp;quot;BMWi&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Tagebau Hambach, betrieben von der RWE Power AG, ist der größte Braunkohlebetrieb Deutschlands und förderte 2021 rund 23,6 Millionen Tonnen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;BUND NRW&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Übergeordneter Stoffstrom&#039;&#039;&#039; || [[Mineralik]] - Steine und Erden&lt;br /&gt;
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| &#039;&#039;&#039;Herkunft&#039;&#039;&#039; || Miozän; Tagebau Garzweiler, Grevenbroich, Rheinland&lt;br /&gt;
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| &#039;&#039;&#039;Lebenszyklusabschnitt&#039;&#039;&#039; || [[Gewinnung|Rohstoffgewinnung]]&lt;br /&gt;
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| &#039;&#039;&#039;Rohstoffbedarf in Deutschland&#039;&#039;&#039; || 129,62 Mio.t/a&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Lagerstättenstruktur&#039;&#039;&#039;: sedimentäre Lockergesteine&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Vorkommen&#039;&#039;&#039;: Oberhalb des Braunkohleflözes liegt in der Regel eine Schicht aus verdichtetem Torf, die durch das Ablagern von [[Sand]] auf der Torfschicht unter hohem Druck entstanden ist, hier kommen häufig [[Sand]]e, [[Kies]]e und [[Ton]]e vor &amp;lt;ref name = &amp;quot;Buja (2013)&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
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|&#039;&#039;&#039;Abbauverfahren&#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Trockenabbau&#039;&#039;&#039;: Der Abbau erfolgt übertage mittels Schaufelradbagger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Transport&#039;&#039;&#039;: Der Transport erfolgt über Förderbänder. In einigen Betrieben sind auch sog. Abraumförderbrücken im Einsatz.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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==Literaturverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Buja (2013)&amp;quot;&amp;gt; Buja, Heinrich Otto (2013): Ingenieurhandbuch Bergbautechnik: Lagerstätten und Gewinnungstechnik. Berlin, GERMANY: DIN Media. (Zuletzt geprüft am 05.09.2024) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;BMWi&amp;quot;&amp;gt; Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Kohle. (Zuletzt geprüft am 06.01.2026) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;BUND NRW&amp;quot;&amp;gt; Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V.: Braunkohlentagebau Hambach.  (Zuletzt geprüft am 06.01.2026) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: &lt;/p&gt;
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| colspan = &amp;quot;2&amp;quot; rowspan = &amp;quot;8&amp;quot; | Braunkohle wird unter anderem zur Verbrennung in Stromerzeugungskraftwerken sowie zur Veredelung von Briketts für die Heizung in Privathaushalten eingesetzt. Darüber hinaus werden Braunkohlenstaub, Wirbelschichtkohle und Koks in der Stahlindustrie verwendet. In Deutschland werden über 90% der Braunkohle für die Verstromung genutzt. &amp;lt;ref name = &amp;quot;BMWi&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Tagebau Hambach, betrieben von der RWE Power AG, ist der größte Braunkohlebetrieb Deutschlands und förderte 2021 rund 23,6 Millionen Tonnen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;BUND NRW&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Übergeordneter Stoffstrom&#039;&#039;&#039; || [[Mineralik]] - Steine und Erden&lt;br /&gt;
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| &#039;&#039;&#039;Herkunft&#039;&#039;&#039; || Miozän; Tagebau Garzweiler, Grevenbroich, Rheinland&lt;br /&gt;
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| &#039;&#039;&#039;Lebenszyklusabschnitt&#039;&#039;&#039; || [[Gewinnung|Rohstoffgewinnung]]&lt;br /&gt;
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| &#039;&#039;&#039;Fördermenge in Deutschland&#039;&#039;&#039; || 130.801 kt/a&lt;br /&gt;
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| &#039;&#039;&#039;Lagerstättenstruktur und Vorkommensweise&#039;&#039;&#039; ||  &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lagerstättenstruktur&#039;&#039;&#039;: sedimentäre Lockergesteine&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Vorkommen&#039;&#039;&#039;: Oberhalb des Braunkohleflözes liegt in der Regel eine Schicht aus verdichtetem Torf, die durch das Ablagern von [[Sand]] auf der Torfschicht unter hohem Druck entstanden ist, hier kommen häufig [[Sand]]e, [[Kies]]e und [[Ton]]e vor &amp;lt;ref name = &amp;quot;Buja (2013)&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Trockenabbau&#039;&#039;&#039;: Der Abbau erfolgt übertage mittels Schaufelradbagger.&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Transport&#039;&#039;&#039;: Der Transport erfolgt über  Förderbänder.&lt;br /&gt;
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==Literaturverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Buja (2013)&amp;quot;&amp;gt; Buja, Heinrich Otto (2013): Ingenieurhandbuch Bergbautechnik: Lagerstätten und Gewinnungstechnik. Berlin, GERMANY: DIN Media. (Zuletzt geprüft am 05.09.2024) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name = &amp;quot;BMWi&amp;quot;&amp;gt; Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Kohle. (Zuletzt geprüft am 06.01.2026) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
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		<updated>2026-09-02T13:32:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Laura Sklorz: &lt;/p&gt;
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| colspan = &amp;quot;2&amp;quot; rowspan = &amp;quot;8&amp;quot; | Braunkohle wird unter anderem zur Verbrennung in Stromerzeugungskraftwerken sowie zur Veredelung von Briketts für die Heizung in Privathaushalten eingesetzt. Darüber hinaus werden Braunkohlenstaub, Wirbelschichtkohle und Koks in der Stahlindustrie verwendet. In Deutschland werden über 90% der Braunkohle für die Verstromung genutzt. &amp;lt;ref name = &amp;quot;BMWi&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Tagebau Hambach, betrieben von der RWE Power AG, ist der größte Braunkohlebetrieb Deutschlands und förderte 2021 rund 23,6 Millionen Tonnen. &amp;lt;ref name = &amp;quot;BUND NRW&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
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| &#039;&#039;&#039;Übergeordneter Stoffstrom&#039;&#039;&#039; || [[Mineralik]] - Steine und Erden&lt;br /&gt;
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| &#039;&#039;&#039;Herkunft&#039;&#039;&#039; || Miozän; Tagebau Garzweiler, Grevenbroich, Rheinland&lt;br /&gt;
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| &#039;&#039;&#039;Lebenszyklusabschnitt&#039;&#039;&#039; || [[Gewinnung|Rohstoffgewinnung]]&lt;br /&gt;
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| &#039;&#039;&#039;Rohstoffbedarf in Deutschland&#039;&#039;&#039; || 129,62 Mio.t/a&lt;br /&gt;
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| &#039;&#039;&#039;Fördermenge in Deutschland&#039;&#039;&#039; || 130.801 kt/a&lt;br /&gt;
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| &#039;&#039;&#039;Lagerstättenstruktur und Vorkommensweise&#039;&#039;&#039; ||  &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lagerstättenstruktur&#039;&#039;&#039;: sedimentäre Lockergesteine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkommen&#039;&#039;&#039;: Oberhalb des Braunkohleflözes, besteht in der Regel eine Schicht aus verdichtetem Torf, die durch das Ablagern von [[Sand]] auf der Torfschicht&lt;br /&gt;
unter hohem Druck entstanden ist, hier kommen häufig [[Sand]]e, [[Kies]]e und [[Ton]]e vor &amp;lt;ref name = &amp;quot;Buja (2013)&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Trockenabbau&#039;&#039;&#039;: Der Abbau erfolgt übertage mittels Schaufelradbagger.&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Transport&#039;&#039;&#039;: Der Transport erfolgt über  Förderbänder.&lt;br /&gt;
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==Literaturverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Buja (2013)&amp;quot;&amp;gt; Buja, Heinrich Otto (2013): Ingenieurhandbuch Bergbautechnik: Lagerstätten und Gewinnungstechnik. Berlin, GERMANY: DIN Media. (Zuletzt geprüft am 05.09.2024) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;BMWi&amp;quot;&amp;gt; Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Kohle. (Zuletzt geprüft am 06.01.2026) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name = &amp;quot;BUND NRW&amp;quot;&amp;gt; Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V.: Braunkohlentagebau Hambach.  (Zuletzt geprüft am 06.01.2026) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Laura Sklorz</name></author>
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