Eisen und Stahl: Unterschied zwischen den Versionen
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Für die Herstellung von Werkstoffen aus Eisen und Stahl wird vor allem Eisenerz benötigt <ref | Für die Herstellung von Werkstoffen aus Eisen und Stahl wird vor allem Eisenerz benötigt <ref>. Rund 80 % des weltweit abgebauten Eisenerzes stammen aus Australien, China, Brasilien und Indien. Weltweit wurden im Jahr 2020 2,4 Mrd. Tonnen Eisenerz gewonnen. Allein in Australien wurden 2020 900 Mio. Tonnen Eisenerz gefördert, gefolgt von China mit 351 Mio. Tonnen, Brasilien mit 400 Mio. Tonnen und Indien mit 230 Mio. Tonnen (vgl. Abbildung 1). <ref name = "WorldMiningData"/> | ||
<gallery widths=1000px heights=1000px mode="nolines"> | </ref><gallery widths=1000px heights=1000px mode="nolines"> | ||
Datei:MinenproduktionEisenerzWeltkarte.png|Abbildung 1: Anteil an der weltweiten Minenproduktion von Eisenerz 2020 <ref name = "WorldMiningData"/> | Datei:MinenproduktionEisenerzWeltkarte.png|Abbildung 1: Anteil an der weltweiten Minenproduktion von Eisenerz 2020 <ref name = "WorldMiningData"/> | ||
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Eisen liegt in der Natur nicht in Reinform vor. Abgebaut werden beispielsweise Magnetit (Eisengehalt bis zu 73 %), Hämatit (Eisengehalt bis zu 70 %) oder Siderit (Eisengehalt bis zu 50 %) <ref name = "Schatzwert"/>. Das am häufigsten vorkommende Eisenerz Hämatit ist vor allem in Schweden, Brasilien, dem Ural, den USA, | Eisen liegt in der Natur nicht in Reinform vor. Abgebaut werden beispielsweise Magnetit (Eisengehalt bis zu 73 %), Hämatit (Eisengehalt bis zu 70 %) oder Siderit (Eisengehalt bis zu 50 %) <ref name = "Schatzwert"/>. Das am häufigsten vorkommende Eisenerz Hämatit ist vor allem in Schweden, Brasilien, dem Ural, den USA, Elba und dem Lahn-Dill-Gebiet zu finden<ref name = "StadtmuseumWeilburg"/>. | ||
== Produktion == | == Produktion == | ||
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|style="height:100px; width:150px;text-align:center;" | [[Datei:Produktion.png|caption|150px]] | | style="height:100px; width:150px;text-align:center;" | [[Datei:Produktion.png|caption|150px]] | ||
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Bei der Produktion von Stahl aus Eisenerz ist China führend. China produzierte im Jahr 2020 rund 996,3 Mio. Tonnen Stahl, gefolgt von Indien mit 111,4 Mio. Tonnen und Japan mit 99,3 Mio. Tonnen<ref name = "SteelYearbook2020"/> (vgl. Abbildung 2). Deutschland steht mit 39,6 Mio. Tonnen produziertem Stahl im Jahr 2020 an siebter Stelle <ref name = "SteelYearbook2020"/>. Die jährliche Rohstahlproduktion in Deutschland lag von 2010 bis 2018 konstant bei etwa 40 bis 45 Mio. Tonnen produziertem Stahl pro Jahr. Seit 2019 sinkt die deutsche Stahlproduktion. | Bei der Produktion von Stahl aus Eisenerz ist China führend. China produzierte im Jahr 2020 rund 996,3 Mio. Tonnen Stahl, gefolgt von Indien mit 111,4 Mio. Tonnen und Japan mit 99,3 Mio. Tonnen<ref name = "SteelYearbook2020"/> (vgl. Abbildung 2). Deutschland steht mit 39,6 Mio. Tonnen produziertem Stahl im Jahr 2020 an siebter Stelle <ref name = "SteelYearbook2020"/>. Die jährliche Rohstahlproduktion in Deutschland lag von 2010 bis 2018 konstant bei etwa 40 bis 45 Mio. Tonnen produziertem Stahl pro Jahr. Seit 2019 sinkt die deutsche Stahlproduktion. | ||
In der Produktion werden Eisenerz, Zuschlagsstoffe, Legierungsmittel und Stahlschrott über Reduktionsmittel zu Stahl verarbeitet<ref name = "RVR_Eisen"/>. Als Reduktionsmittel werden Kokskohle, Einblaskohle, Öl, Erdgas und Sauerstoff eingesetzt<ref name = "RVR_Eisen"/>. Die Prozessierung von Eisenerzen zu Roheisen geschieht über eine Reduktion im Hochofen <ref name = "ProduktionundEnergieStahl"/> . Das hier entstehende Roheisen wird im Sauerstoffblaskonverter zu Stahl verarbeitet. In Elektrolichtbogenöfen wird Stahlschrott wieder zu neuem Stahl eingeschmolzen<ref name = "ProduktionundEnergieStahl"/>. Diese und weitere Verfahren zur Stahlproduktion werden im Folgenden dargestellt. | In der Produktion werden Eisenerz, Zuschlagsstoffe, Legierungsmittel und Stahlschrott über Reduktionsmittel zu Stahl verarbeitet<ref name = "RVR_Eisen"/>. Als Reduktionsmittel werden Kokskohle, Einblaskohle, Öl, Erdgas und Sauerstoff eingesetzt<ref name = "RVR_Eisen"/>. Die Prozessierung von Eisenerzen zu Roheisen geschieht über eine Reduktion im Hochofen <ref name = "ProduktionundEnergieStahl"/> . Das hier entstehende Roheisen wird im Sauerstoffblaskonverter zu Stahl verarbeitet. In Elektrolichtbogenöfen wird Stahlschrott wieder zu neuem Stahl eingeschmolzen<ref name = "ProduktionundEnergieStahl"/>. Diese und weitere Verfahren zur Stahlproduktion werden im Folgenden dargestellt (vgl. Abbildung 6). | ||
[[Datei:Rohstahlproduktion Deutschland.png|thumb|500px|Abbildung 2: Rohstahlproduktion in Deutschland <ref name = "Rohstahlproduktion_Deutschland"/>]] | [[Datei:Rohstahlproduktion Deutschland.png|thumb|500px|Abbildung 2: Rohstahlproduktion in Deutschland <ref name = "Rohstahlproduktion_Deutschland"/>]] | ||
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''' Sauerstoffblasverfahren ''' | ''' Sauerstoffblasverfahren ''' | ||
:Beim Sauerstoffblasverfahren im Konverter, auch LD-Verfahren oder Oxygenstahl-Verfahren genannt, wird flüssiges Roheisen in einen kippbaren Konverter gegeben. Es können bis zu 20 % Stahlschrott hinzugegeben werden. Hauptziel des Prozesses ist die Reduktion des Kohlenstoffanteils im Roheisen. Über eine Lanze wird Sauerstoff in das System geblasen und es wird Kalk zur Erzeugung einer Schlackephase zugeschlagen. Eine Oxidationsreaktion führt zur Ausbildung von Eisenoxiden, Kohlenstoffoxiden (CO und CO<sub>2</sub>) und Oxidation der Begleitstoffe (Silizium, Mangan, Phosphor, etc.) bei einer Temperatur von 2500-3000 °C am Brennfleck sowie zur Durchmischung des Metallbades. Das gebildete Gas entweicht aus dem Prozess. Das oxidierte Eisen (FeO) reagiert mit oxidierbaren Beimengungen und Eisen (Fe) fällt aus. Es bildet sich eine Schlacke aus Oxiden und Kalk. Durch die Reaktion wird die Temperatur des Roheisens von 1300 °C auf die Stahlschmelztemperatur von 1600 °C erhöht, sodass der zugegebene feste Eisenschrott geschmolzen wird. Weiterhin kann Eisenschrott zu Kühlzwecken nachträglich zugeschlagen werden. Anschließend werden Stahl und Schlacke abgegossen. <ref name = "ProduktionundEnergieStahl"/><ref name = "Martens"/> | :Beim Sauerstoffblasverfahren im Konverter, auch LD-Verfahren oder Oxygenstahl-Verfahren genannt, wird flüssiges Roheisen in einen kippbaren Konverter gegeben. Es können bis zu 20 % Stahlschrott hinzugegeben werden. Hauptziel des Prozesses ist die Reduktion des Kohlenstoffanteils im Roheisen. Über eine Lanze wird Sauerstoff in das System geblasen und es wird Kalk zur Erzeugung einer Schlackephase zugeschlagen. Eine Oxidationsreaktion führt zur Ausbildung von Eisenoxiden, Kohlenstoffoxiden (CO und CO<sub>2</sub>) und Oxidation der Begleitstoffe (Silizium, Mangan, Phosphor, etc.) bei einer Temperatur von 2500-3000 °C am Brennfleck sowie zur Durchmischung des Metallbades. Das gebildete Gas entweicht aus dem Prozess. Das oxidierte Eisen (FeO) reagiert mit oxidierbaren Beimengungen und Eisen (Fe) fällt aus. Es bildet sich eine Schlacke aus Oxiden und Kalk. Durch die Reaktion wird die Temperatur des Roheisens von 1300 °C auf die Stahlschmelztemperatur von 1600 °C erhöht, sodass der zugegebene feste Eisenschrott geschmolzen wird. Weiterhin kann Eisenschrott zu Kühlzwecken nachträglich zugeschlagen werden. Anschließend werden Stahl und Schlacke abgegossen. <ref name = "ProduktionundEnergieStahl"/><ref name = "Martens"/> | ||
'''Elektrolichtbogen-Verfahren''' | '''Elektrolichtbogen-Verfahren''' | ||
:Beim Elektrolichtbogen-Verfahren wird Elektroenergie zu Wärmeenergie umgewandelt. Dabei kann bis zu 100 % Schrott eingesetzt werden, um Stahl herzustellen. In den Ofengefäßen befinden sich drei Graphitelektroden. Zunächst wird Schrott eingeschmolzen, um anschließend Zuschläge (Kalk und Flussspat) hinzuzugeben. Es folgt eine Begasung mit Sauerstoff für einen Frischprozess, bei welchem oxidierbare Verunreinigungen verschlackt werden und anschließend eine Reduktionsphase zum Sauerstoff- und Schwefelabbau. Bei Bedarf kann ein Legierungselement zugegeben werden. Wertvolle Legierungen werden beim Elektrolichtbogen-Verfahren weniger verschlackt als beim Sauerstoffaufblaskonverter. <ref name = "Martens"/> | :Beim Elektrolichtbogen-Verfahren wird Elektroenergie zu Wärmeenergie umgewandelt. Dabei kann bis zu 100 % Schrott eingesetzt werden, um Stahl herzustellen. In den Ofengefäßen befinden sich drei Graphitelektroden. Zunächst wird Schrott eingeschmolzen, um anschließend Zuschläge (Kalk und Flussspat) hinzuzugeben. Es folgt eine Begasung mit Sauerstoff für einen Frischprozess, bei welchem oxidierbare Verunreinigungen verschlackt werden und anschließend eine Reduktionsphase zum Sauerstoff- und Schwefelabbau. Bei Bedarf kann ein Legierungselement zugegeben werden. Wertvolle Legierungen werden beim Elektrolichtbogen-Verfahren weniger verschlackt als beim Sauerstoffaufblaskonverter. <ref name = "Martens"/> | ||
'''Direktreduktion''' | '''Direktreduktion''' | ||
:Eine energiesparende, aber auch weniger produktive Alternative zu den Standardverfahren, bietet die Direktreduktion. Hierbei wird ein Schachtofen mit Stückerz und Pellets gefüllt und mit Kohlenmonoxid und Wasserstoff begast<ref name = "TecScience"/>. Alternative Verfahren nutzen Drehrohr- oder Wirbelschichtöfen <ref name = "VDEH"/> . Es kommt zur Reduktion der Eisenoxide, wodurch der enthaltene Sauerstoff aus dem Eisenerz herausgelöst und somit Eisen, Kohlenstoffdioxid und Wasser gebildet und ein sogenannter Eisenschwamm entsteht<ref name = "TecScience"/>. Anschließend wird der Eisenschwamm abgekühlt, um Rückoxidationen zu vermeiden. Verunreinigungen werden anschließend durch ein Elektrostahlverfahren entfernt, wobei der eigentliche Rohstahl aus dem Eisenschwamm entsteht<ref name = "TecScience"/>. Der Eisenschwamm kann im Elektrostahlverfahren gemeinsam mit Stahlschrott zu Stahl verarbeitet werden <ref name = "BVSE_Verwertung"/>. | :Eine energiesparende, aber auch weniger produktive Alternative zu den Standardverfahren, bietet die Direktreduktion. Hierbei wird ein Schachtofen mit Stückerz und Pellets gefüllt und mit Kohlenmonoxid und Wasserstoff begast<ref name = "TecScience"/>. Alternative Verfahren nutzen Drehrohr- oder Wirbelschichtöfen <ref name = "VDEH"/> . Es kommt zur Reduktion der Eisenoxide, wodurch der enthaltene Sauerstoff aus dem Eisenerz herausgelöst und somit Eisen, Kohlenstoffdioxid und Wasser gebildet und ein sogenannter Eisenschwamm entsteht<ref name = "TecScience"/>. Anschließend wird der Eisenschwamm abgekühlt, um Rückoxidationen zu vermeiden. Verunreinigungen werden anschließend durch ein Elektrostahlverfahren entfernt, wobei der eigentliche Rohstahl aus dem Eisenschwamm entsteht<ref name = "TecScience"/>. Der Eisenschwamm kann im Elektrostahlverfahren gemeinsam mit Stahlschrott zu Stahl verarbeitet werden <ref name = "BVSE_Verwertung"/>. | ||
'''Schmelzreduktion''' | '''Schmelzreduktion''' | ||
:Die Schmelzreduktion, auch Corex-Prozess genannt, bietet ebenfalls eine alternative Verfahrensweise zur Stahlproduktion. In einer Vorreduktion werden Stückerz und Pellets im Gegenstromverfahren mit einem Reduktionsgas auf ca. 90 % mineralisiert, wodurch ein Eisenschwamm entsteht. Anschließend werden die Komponenten im Einschmelzvergaser eingeschmolzen und vollständig reduziert. Es werden eine Schlacke und Metallphase gebildet. Die Metallphase kann anschließend im Sauerstoff-Konverter zu Stahl prozessiert werden. <ref name = "HBrauer"/> | :Die Schmelzreduktion, auch Corex-Prozess genannt, bietet ebenfalls eine alternative Verfahrensweise zur Stahlproduktion. In einer Vorreduktion werden Stückerz und Pellets im Gegenstromverfahren mit einem Reduktionsgas auf ca. 90 % mineralisiert, wodurch ein Eisenschwamm entsteht. Anschließend werden die Komponenten im Einschmelzvergaser eingeschmolzen und vollständig reduziert. Es werden eine Schlacke und Metallphase gebildet. Die Metallphase kann anschließend im Sauerstoff-Konverter zu Stahl prozessiert werden. <ref name = "HBrauer"/> | ||
Seit den 2000er Jahren wird ca. ein Drittel des Stahls mittels Elektrostahlverfahren und zwei Drittel über das Oxygenstahlverfahren hergestellt (vgl. Abbildung 5). | |||
Die Stahlproduktion besaß im Jahr 2015 einen Gesamtenergieverbrauch von 166,8 TWh. Dieser verteilt sich auf den Kohleverbrauch mit 133 TWh/a, Stromverbrauch mit 25,3 TWh/a und Erdgasverbrauch mit 20,9 TWh/a. Insgesamt wurden für die Herstellung von Stahl im Jahr 2015 59 Mt CO<sub>2</sub> Äquivalente emittiert. <ref name = "Schlemme"/> | |||
Die Stahlproduktion besaß im Jahr 2015 einen Gesamtenergieverbrauch von 166,8 TWh. Dieser verteilt sich auf den Kohleverbrauch mit 133 TWh/a, Stromverbrauch mit 25,3 TWh/a und Erdgasverbrauch mit 20,9 TWh/a. Insgesamt wurden für die Herstellung von Stahl im Jahr 2015 59 Mt | |||
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|style="height:100px; width:150px;text-align:center;" | [[Datei:Nutzung.png|caption|150px]] | | style="height:100px; width:150px;text-align:center;" | [[Datei:Nutzung.png|caption|150px]] | ||
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Stahl als Werkstoff zeichnet sich durch seine gute Verformbarkeit, Wärmeleitfähigkeit und Strapazierfähigkeit aus. Es besitzt eine hohe Zugfestigkeit und Fließgrenze. Rostfreier Stahl hat eine hohe Korrosionsbeständigkeit. Als Stahl wird dabei eine Legierung aus Eisen mit maximal zwei Prozent Kohlenstoff und verschiedenen anderen Elementen wie Mangan, Phosphor, Schwefel, Chrom oder Nickel bezeichnet. <ref name = "TotalMateria"/> | Stahl als Werkstoff zeichnet sich durch seine gute Verformbarkeit, Wärmeleitfähigkeit und Strapazierfähigkeit aus. Es besitzt eine hohe Zugfestigkeit und Fließgrenze. Rostfreier Stahl hat eine hohe Korrosionsbeständigkeit. Als Stahl wird dabei eine Legierung aus Eisen mit maximal zwei Prozent Kohlenstoff und verschiedenen anderen Elementen wie Mangan, Phosphor, Schwefel, Chrom oder Nickel bezeichnet. <ref name = "TotalMateria"/> | ||
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|+ Tabelle 1: Masseanteile verschiedener Elemente von legiertem Stahl <ref name = "DINSTahlbezeichnung"/> | |+ Tabelle 1: Masseanteile verschiedener Elemente von legiertem Stahl <ref name = "DINSTahlbezeichnung"/> | ||
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!Element !! Massenanteil in % !! Element !! Massenanteil in % | ! Element !! Massenanteil in % !! Element !! Massenanteil in % | ||
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|Al ||0,30 ||Ni ||0,30 | | Al || 0,30 || Ni || 0,30 | ||
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|B ||0,0008 ||Pb ||0,40 | | B || 0,0008 || Pb || 0,40 | ||
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|Bi ||0,10 ||Se ||0,10 | | Bi || 0,10 || Se || 0,10 | ||
|- | |- | ||
|Co ||0,30 ||Si ||0,60 | | Co || 0,30 || Si || 0,60 | ||
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|Cr ||0,30 ||Te ||0,10 | | Cr || 0,30 || Te || 0,10 | ||
|- | |- | ||
|Cu ||0,40 ||Ti ||0,05 | | Cu || 0,40 || Ti || 0,05 | ||
|- | |- | ||
|La ||0,10 ||V ||0,10 | | La || 0,10 || V || 0,10 | ||
|- | |- | ||
|Mn ||1,65 ||W ||0,30 | | Mn || 1,65 || W || 0,30 | ||
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|Mo ||0,08 ||Zr ||0,05 | | Mo || 0,08 || Zr || 0,05 | ||
|- | |- | ||
|Nb ||0,06 ||sonstige ||0,10 | | Nb || 0,06 || sonstige || 0,10 | ||
|} | |}Nichtrostende Stähle besitzen einen Massenanteil von mind. 10,5% Chrom und max. 1,2% Kohlenstoff. Bei der Einteilung nach Güteklassen werden unlegierte Qualitäts- und Edelstähle, legierte Qualitäts- und Edelstähle sowie nichtrostende Stähle unterschieden. Unlegierte Qualitätsstähle erfüllen festgelegte Anforderungen an Zähigkeit, Korngröße und Umformbarkeit. Beispiele sind unlegierte Baustähle, Einsatzstähle, Vergütungsstähle und schweißgeeignete Feinkornbaustähle. Grundstähle zählen ebenfalls zu den unlegierten Qualitätsstählen. Eine Wärmebehandlung des Stahls ist in der Regel nicht vorgesehen. Unlegierte Edelstähle umfassen Stähle für den Stahlbau, Einsatzstähle, Vergütungsstähle, Federstähle und Werkzeugstähle. Sie werden zum Vergüten und zum Härten von Oberflächen eingesetzt. An sie werden höhere Anforderungen bezüglich des Reinheitsgrades und der genauen Einstellung der chemischen Zusammensetzung gestellt als an Qualitätsstähle. Der Gehalt an Phosphor und Schwefel darf einen Massengehalt von 0,002% nicht übersteigen. <ref name = "DINSTahlbezeichnung"/> | ||
Nichtrostende Stähle besitzen einen Massenanteil von mind. 10,5% Chrom und max. 1,2% Kohlenstoff. Bei der Einteilung nach Güteklassen werden unlegierte Qualitäts- und Edelstähle, legierte Qualitäts- und Edelstähle sowie nichtrostende Stähle unterschieden. Unlegierte Qualitätsstähle erfüllen festgelegte Anforderungen an Zähigkeit, Korngröße und Umformbarkeit. Beispiele sind unlegierte Baustähle, Einsatzstähle, Vergütungsstähle und schweißgeeignete Feinkornbaustähle. Grundstähle zählen ebenfalls zu den unlegierten Qualitätsstählen. Eine Wärmebehandlung des Stahls ist in der Regel nicht vorgesehen. Unlegierte Edelstähle umfassen Stähle für den Stahlbau, Einsatzstähle, Vergütungsstähle, Federstähle und Werkzeugstähle. Sie werden zum Vergüten und zum Härten von Oberflächen eingesetzt. An sie werden höhere Anforderungen bezüglich | |||
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|+ Tabelle 2: Güteklassen nach DIN 17600 | |+ Tabelle 2: Güteklassen nach DIN 17600 | ||
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! Güteklasse !! Kurzbeschreibung !! Anwendungen | ! Güteklasse !! Kurzbeschreibung !! Anwendungen | ||
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|Unlegierte Qualitätsstähle ||Festgelegte Anforderungen an Zähigkeit, Korngröße und Umformbarkeit ||Unlegierte Baustähle ||Einsatzstähle, Vergütungsstähle, Schweißgeeignete Feinkornbaustähle | | Unlegierte Qualitätsstähle || Festgelegte Anforderungen an Zähigkeit, Korngröße und Umformbarkeit || Unlegierte Baustähle || Einsatzstähle, Vergütungsstähle, Schweißgeeignete Feinkornbaustähle | ||
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|Unlegierte Edelstähle ||Höherer Reinheitsgrad als unlegierte Qualitätsstähle ||Stahlbau, Einsatzstähle, Vergütungsstähle, Federstähle, Werkzeugstähle | | Unlegierte Edelstähle || Höherer Reinheitsgrad als unlegierte Qualitätsstähle || Stahlbau, Einsatzstähle, Vergütungsstähle, Federstähle, Werkzeugstähle | ||
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|Legierte Qualitätsstähle ||Besondere Anforderungen an Zähigkeit, Korngröße und Umformbarkeit ||Stahlbau, Schweißgeeignete Feinkornbaustähle, Schienen- und Spundbohlen, Warm- oder kaltgewalzte Flacherzeugnisse | | Legierte Qualitätsstähle || Besondere Anforderungen an Zähigkeit, Korngröße und Umformbarkeit || Stahlbau, Schweißgeeignete Feinkornbaustähle, Schienen- und Spundbohlen, Warm- oder kaltgewalzte Flacherzeugnisse | ||
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|Legierte Edelstähle ||Genaue Einstellung der chemischen Zusammensetzung, optimierte Eigenschaften ||Maschinenbau, Druckbehälter, Wälzlager, Werkzeugstähle, Warmfeste Stähle | | Legierte Edelstähle || Genaue Einstellung der chemischen Zusammensetzung, optimierte Eigenschaften || Maschinenbau, Druckbehälter, Wälzlager, Werkzeugstähle, Warmfeste Stähle | ||
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|Nichtrostende Stähle ||Genauste Anforderung an Chrom- und Kolenstoffgehalt ||Stähle mit den Anforderungen: korresionsbeständig, hitzebeständig oder warmfest | | Nichtrostende Stähle || Genauste Anforderung an Chrom- und Kolenstoffgehalt || Stähle mit den Anforderungen: korresionsbeständig, hitzebeständig oder warmfest | ||
|} | |}Legierte Qualitätsstähle erfüllen besondere Anforderungen an Zähigkeit, Korngröße und Umformbarkeit. Sie werden beispielsweite im Stahlbau, für Schienen und Spundbohlen oder für warm- oder kaltgewalzte Flacherzeugnisse eingesetzt. Schweißgeeignete Feinkornbaustähle sind ein Beispiel für legierte Qualitätsstähle. Legierte Edelstähle zeichnen sich durch eine genauere Einstellung der chemischen Zusammensetzung und verbesserte Eigenschaften durch besondere Herstellungs- und Prüfbedingungen aus. Beispiele für legierte Qualitätsstähle sind Maschinenbaustähle, Stähle für Druckbehälter, Wälzlagerstähle, Werkzeugstähle und warmfeste Stähle. Schweißgeeignete legierte Feinkornbaustähle zählen zu den Edelstählen, wenn sie eine vorgegeneben Massenanteil an bestimmten Elementen besitzen. Grenzwerte sind Tabelle 3 zu entnehmen. <ref name = "DINSTahlbezeichnung"/> | ||
Legierte Qualitätsstähle erfüllen besondere Anforderungen an Zähigkeit, Korngröße und Umformbarkeit. Sie werden beispielsweite im Stahlbau, für Schienen und Spundbohlen oder für warm- oder kaltgewalzte Flacherzeugnisse eingesetzt. Schweißgeeignete Feinkornbaustähle sind ein Beispiel für legierte Qualitätsstähle. Legierte Edelstähle zeichnen sich durch eine genauere Einstellung der chemischen Zusammensetzung und verbesserte Eigenschaften durch besondere Herstellungs- und Prüfbedingungen aus. Beispiele für legierte Qualitätsstähle sind Maschinenbaustähle, Stähle für Druckbehälter, Wälzlagerstähle, Werkzeugstähle und warmfeste Stähle. Schweißgeeignete legierte Feinkornbaustähle zählen zu den Edelstählen, wenn sie eine vorgegeneben Massenanteil an bestimmten Elementen besitzen. Grenzwerte sind Tabelle 3 zu entnehmen. <ref name = "DINSTahlbezeichnung"/> | |||
{| class="wikitable" | {| class="wikitable" | ||
|+ Tabelle 3: Masseanteile verschiedener Elemente von Edelstählen <ref name = "DINSTahlbezeichnung"/> | |+ Tabelle 3: Masseanteile verschiedener Elemente von Edelstählen <ref name = "DINSTahlbezeichnung"/> | ||
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!Element !! Massenanteil in % | ! Element !! Massenanteil in % | ||
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|Cr ||0,50 | | Cr || 0,50 | ||
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|Cu ||0,50 | | Cu || 0,50 | ||
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|Mn ||1,80 | | Mn || 1,80 | ||
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|Mo ||0,10 | | Mo || 0,10 | ||
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|Nb ||0,08 | | Nb || 0,08 | ||
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|Ni ||0,50 | | Ni || 0,50 | ||
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|Ti ||0,12 | | Ti || 0,12 | ||
|- | |- | ||
|V ||0,12 | | V || 0,12 | ||
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|Zr ||0,12 | | Zr || 0,12 | ||
|} | |}Nicht rostende Stähle werden weiter nach ihrem Nickelgehalt über oder unterhalb von 2,5%, sowie nach ihren Haupteigenschaften „Korrosionsbeständigkeit“, „Hitzebeständigkeit“ und „Warmfestigkeit“ unterteilt. <ref name = "DINSTahlbezeichnung"/> | ||
Nicht rostende Stähle werden weiter nach ihrem Nickelgehalt über oder unterhalb von 2,5%, sowie nach ihren Haupteigenschaften „Korrosionsbeständigkeit“, „Hitzebeständigkeit“ und „Warmfestigkeit“ unterteilt. <ref name = "DINSTahlbezeichnung"/> | |||
Die Einsatzmöglichkeiten für Stahl sind vielfältig. In Deutschland werden 35% des verwendeten Stahls in der Bauwirtschaft und 11% im Maschinenbau eingesetzt. Der Anteil des verbrauchten Stahls für Automobile ist in Deutschland mit 26% vergleichsweise hoch. Metallwaren machen 12% des Stahleinsatzes aus, für Rohre werden | Die Einsatzmöglichkeiten für Stahl sind vielfältig. In Deutschland werden 35% des verwendeten Stahls in der Bauwirtschaft und 11% im Maschinenbau eingesetzt. Der Anteil des verbrauchten Stahls für Automobile ist in Deutschland mit 26% vergleichsweise hoch. Metallwaren machen 12% des Stahleinsatzes aus, für Rohre werden 9% und für Haushaltsgegenstände 2% des Stahls verbraucht. <ref name = "Rohstahlproduktion_Deutschland"/> | ||
<gallery widths=600px heights=400px mode="nolines"> | <gallery widths=600px heights=400px mode="nolines"> | ||
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|style="height:100px; width:150px;text-align:center;" | [[Datei:RohstoffEoL.png|caption|150px]] | | style="height:100px; width:150px;text-align:center;" | [[Datei:RohstoffEoL.png|caption|150px]] | ||
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Stahlabfälle werden in Eigenentfall, Neuschrott und Altschrott unterteilt. Unter Eigenschrott versteht man Kreislaufschrott direkt aus der Stahlproduktion. Neuschrott bezeichnet Schrotte aus der ersten Verarbeitungsstufe. Neuschrott ist in der Regel sortenrein und ohne Verunreinigungen. Schrotte nach der Nutzungsphase, sowie Verbrauchs- und Industriegüter werden als Altschrott bezeichnet. In Deutschland liegt in etwa Verhältnis von 2:3 bei zwischen Neuschrott und Altschrott. Die Schrotte werden im Verhältnis 1:1 recycelt. Stahlschrotte werden an Anfallstellen (Industrie, Gewerbe, Kommune, Haushalte) gesammelt und vom Handel entgegengenommen. Zukaufschrott umfasst Neu- und Altschrotte. Der Eigenentfall wird meist in den Stahlwerken und Gießereien direkt wieder eingesetzt. <ref name = "BVSE_Sammlung"/> | Stahlabfälle werden in Eigenentfall, Neuschrott und Altschrott unterteilt. Unter Eigenschrott versteht man Kreislaufschrott direkt aus der Stahlproduktion. Neuschrott bezeichnet Schrotte aus der ersten Verarbeitungsstufe. Neuschrott ist in der Regel sortenrein und ohne Verunreinigungen. Schrotte nach der Nutzungsphase, sowie Verbrauchs- und Industriegüter werden als Altschrott bezeichnet. In Deutschland liegt in etwa Verhältnis von 2:3 bei zwischen Neuschrott und Altschrott. Die Schrotte werden im Verhältnis 1:1 recycelt. Stahlschrotte werden an Anfallstellen (Industrie, Gewerbe, Kommune, Haushalte) gesammelt und vom Handel entgegengenommen. Zukaufschrott umfasst Neu- und Altschrotte. Der Eigenentfall wird meist in den Stahlwerken und Gießereien direkt wieder eingesetzt. <ref name = "BVSE_Sammlung"/> | ||
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|+ Tabelle 4: Stahlschrottpreise Juni 2021 <ref name = "BDSVPreiseStahl"/> | |+ Tabelle 4: Stahlschrottpreise Juni 2021 <ref name = "BDSVPreiseStahl"/> | ||
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!Sorte !! Preis in €/Tonne | ! Sorte !! Preis in €/Tonne | ||
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|Stahlaltschrott ||375,5 | | Stahlaltschrott || 375,5 | ||
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|Stahlneuschrott ||430,4 | | Stahlneuschrott || 430,4 | ||
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|Schwerer Stahlaltschrott ||416,0 | | Schwerer Stahlaltschrott || 416,0 | ||
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|Shredderstahlaltschrott ||426,5 | | Shredderstahlaltschrott || 426,5 | ||
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|Stahlspäne ||361,0 | | Stahlspäne || 361,0 | ||
|} | |}Die Sammelrate von Stahl in der Baubranche liegt derzeit bei rund 97%<ref name = "FaktenStahlindustrie2020"/>. Der gesamte gesammelte Stahl wird laut der Wirtschaftsvereinigung Stahl dem Recycling zugeführt <ref name = "FaktenStahlindustrie2020"/>. Abbildung 8 zeigt die Stroffströme von Stahl und Fe-Guss 2013 in Deuschland | ||
Die Sammelrate von Stahl in der Baubranche liegt derzeit bei rund 97%<ref name = "FaktenStahlindustrie2020"/>. Der gesamte gesammelte Stahl wird laut der Wirtschaftsvereinigung Stahl dem Recycling zugeführt <ref name = "FaktenStahlindustrie2020"/>. Abbildung 8 zeigt die Stroffströme von Stahl und Fe-Guss 2013 in Deuschland | |||
<gallery widths=700px heights=500px mode="nolines"> | <gallery widths=700px heights=500px mode="nolines"> | ||
Datei:Stahl Fe-Guss Flüsse Deutschland 2013.png|Abbildung 8: Stoffströme Stahl und Fe-Guss in Deutschland 2013 <ref name = "UBA_Sekundärrohstoffwirtschaft"/> | Datei:Stahl Fe-Guss Flüsse Deutschland 2013.png|Abbildung 8: Stoffströme Stahl und Fe-Guss in Deutschland 2013 <ref name = "UBA_Sekundärrohstoffwirtschaft"/> | ||
</gallery> | </gallery> ''' Aufbereitung von Schrotten ''' | ||
''' Aufbereitung von Schrotten ''' | |||
:Stahl kann grundsätzlich aus allen Anwendungen recycelt werden. Es ist möglich, Stahl beliebig oft einzuschmelzen und neu zu verwenden. Dabei können durch Legierungen und weitere Behandlungen Anpassungen an neue Anwendungsbereiche vorgenommen werden. <ref name = "RivaStahl"/> | :Stahl kann grundsätzlich aus allen Anwendungen recycelt werden. Es ist möglich, Stahl beliebig oft einzuschmelzen und neu zu verwenden. Dabei können durch Legierungen und weitere Behandlungen Anpassungen an neue Anwendungsbereiche vorgenommen werden. <ref name = "RivaStahl"/> | ||
[[Datei:Schematischer Ablauf Stahlrecycling.jpg|thumb|600px|Abbildung 9: Schematische Darstellung der Aufbereitung und Wiederverwendung von Stahlschrott <ref name = "RivaStahl"/>]] | [[Datei:Schematischer Ablauf Stahlrecycling.jpg|thumb|600px|Abbildung 9: Schematische Darstellung der Aufbereitung und Wiederverwendung von Stahlschrott <ref name = "RivaStahl"/>]] | ||
:Der Einsatz von Stahlschrott wird durch das Remelting, also das erneute Einschmelzen von Stahlschrott in den bereits beschriebenen Sauerstoffblasverfahren und im Elektrobogenverfahren ermöglicht. Die Sortierung und Aufbereitung von Stahlschrott geschieht über eine Kombination aus verschiedenen Verfahrensschritten. Zunächst geschehen eine Sortierung und Vorbereitung oder eine physikalische Trennung durch manuelle Sortierung durch den Menschen. Optische Emissionsspektrometer oder laserinduzierte Plasmaspektroskopien könne zur Hilfe genommen werden. In diesem Schritt werden nicht metallische Produkte und verschiedene Anhaftungen, sowie wertvolle und wiederverwertbare Stoffe können durch diesen Verfahrensschritt entfernt werden. Während der Zerkleinerung wird großformatigerer Schrott durch Scheren durch hydraulische Guillotinen zum Transport und zur Beschickung in Stücke geschnitten. Durch Ballenpressen und Brikettierungen wird die Dichte des Schrotts vor der Beschickung des Ofens erhöht. Für das Schreddern und die Fragmentierung größerer Objekte in passende Stücke wird eine Hammermühle eingesetzt. Eine magnetische Trennung geschieht über Band- und Trommel-Permanentmagnete oder Elektromagnete. Hier werden eisenhaltige Schrotte von nichteisenhaltigen Schrotten getrennt. Über Funken-, magnetische, chemische und spektroskopische Prüfungen werden Stahllegierungen getrennt und klassifiziert. Thermische Methoden wie Verdampfer und Verbrennungsanlagen können Beschichtungen mit Zink, Zinn, Brennstoffen, Ölen, Fetten, Farben, Schmiermitteln und Klebstoffen entfernen. Dabei werden jeweils spezifische Kombinationen auf den genannten Verfahren eingesetzt, um den Schrott anforderungsgemäß zu behandeln. (Wirbelstromscheider, Abscheidung schwerer Medien weggelassen) <ref name = "FraunhoferStahlschrott2016"/> | :Der Einsatz von Stahlschrott wird durch das Remelting, also das erneute Einschmelzen von Stahlschrott in den bereits beschriebenen Sauerstoffblasverfahren und im Elektrobogenverfahren ermöglicht. Die Sortierung und Aufbereitung von Stahlschrott geschieht über eine Kombination aus verschiedenen Verfahrensschritten. Zunächst geschehen eine Sortierung und Vorbereitung oder eine physikalische Trennung durch manuelle Sortierung durch den Menschen. Optische Emissionsspektrometer oder laserinduzierte Plasmaspektroskopien könne zur Hilfe genommen werden. In diesem Schritt werden nicht metallische Produkte und verschiedene Anhaftungen, sowie wertvolle und wiederverwertbare Stoffe können durch diesen Verfahrensschritt entfernt werden. Während der Zerkleinerung wird großformatigerer Schrott durch Scheren durch hydraulische Guillotinen zum Transport und zur Beschickung in Stücke geschnitten. Durch Ballenpressen und Brikettierungen wird die Dichte des Schrotts vor der Beschickung des Ofens erhöht. Für das Schreddern und die Fragmentierung größerer Objekte in passende Stücke wird eine Hammermühle eingesetzt. Eine magnetische Trennung geschieht über Band- und Trommel-Permanentmagnete oder Elektromagnete. Hier werden eisenhaltige Schrotte von nichteisenhaltigen Schrotten getrennt. Über Funken-, magnetische, chemische und spektroskopische Prüfungen werden Stahllegierungen getrennt und klassifiziert. Thermische Methoden wie Verdampfer und Verbrennungsanlagen können Beschichtungen mit Zink, Zinn, Brennstoffen, Ölen, Fetten, Farben, Schmiermitteln und Klebstoffen entfernen. Dabei werden jeweils spezifische Kombinationen auf den genannten Verfahren eingesetzt, um den Schrott anforderungsgemäß zu behandeln. (Wirbelstromscheider, Abscheidung schwerer Medien weggelassen) <ref name = "FraunhoferStahlschrott2016"/> | ||
''' Einsatz von Schrotten und Vorteile des Stahlrecyclings ''' | ''' Einsatz von Schrotten und Vorteile des Stahlrecyclings ''' | ||
:Momentan kann der Bedarf an Stahlerzeugnissen nicht durch das Aufkommen an Stahlschrott gedeckt werden. Weltweit wurden 2005 33% des Stahls durch Elektrolichtbogenöfen hergestellt, welche vor allem zum Einschmelzen von Stahlschrott verwendet wird. Bis 2015 sank der Anteil auf 25,1%. Der Rückgang ist vor Allem der steigenden Produktion in China zuzuschreiben. In China wurden 2015 ca. 50% des weltweiten Stahls produziert, wovon lediglich 6,1% aus Recycling-Öfen stammten. <ref name = "BVSE_Verwertung"/> | :Momentan kann der Bedarf an Stahlerzeugnissen nicht durch das Aufkommen an Stahlschrott gedeckt werden. Weltweit wurden 2005 33% des Stahls durch Elektrolichtbogenöfen hergestellt, welche vor allem zum Einschmelzen von Stahlschrott verwendet wird. Bis 2015 sank der Anteil auf 25,1%. Der Rückgang ist vor Allem der steigenden Produktion in China zuzuschreiben. In China wurden 2015 ca. 50% des weltweiten Stahls produziert, wovon lediglich 6,1% aus Recycling-Öfen stammten. <ref name = "BVSE_Verwertung"/> | ||
:In Deutschland wurden 2019 etwa 44,6% des Stahls durch sekundäre Rohstoffe gewonnen. Damit liegt der Einsatz von Sekundärmaterial von Stahl leicht über dem von Kupfer allerdings wesentlich niedriger als der von Aluminium. Die verhältnisse sind in Abbildung 10 dargestellt. <ref name = "AnteilSekRohstoffe"/> | :In Deutschland wurden 2019 etwa 44,6% des Stahls durch sekundäre Rohstoffe gewonnen. Damit liegt der Einsatz von Sekundärmaterial von Stahl leicht über dem von Kupfer allerdings wesentlich niedriger als der von Aluminium. Die verhältnisse sind in Abbildung 10 dargestellt. <ref name = "AnteilSekRohstoffe"/> | ||
<gallery widths=500px heights=300px mode="nolines"> | <gallery widths=500px heights=300px mode="nolines"> | ||
Datei:Anteil Sek Rohstoff Alu Kupfer Stahl.png|Abbildung 10: Anteil sekundärer Rohstoffe an der Produktion von Kupfer, Aluminium und Rohstahl in Deutschland im Jahr 2019 | Datei:Anteil Sek Rohstoff Alu Kupfer Stahl.png|Abbildung 10: Anteil sekundärer Rohstoffe an der Produktion von Kupfer, Aluminium und Rohstahl in Deutschland im Jahr 2019 | ||
</gallery> | </gallery> | ||
:Beim Rezyklieren von einer Tonne Stahlschrott können 1,4 Tonnen Eisenerz, 0,6 Tonnen Kohle, 55 kg Kalk, 1,35 Tonnen CO_2-Äauivalente und 13,4 GJ Primärenergie eingespart werden. Prozentual bedeutet dies eine Einsparung von 77% CO_2-Emissionen, 75% Energie, 90% Rohstoffe, 40% Wasser, 76% Wasserverunreinigung und 86% Luftverunreinigung. Bei Edelstahl können Einsparungen von ca. 4,5 Tonnen pro Tonne Edelstahlschrott verzeichnet werden, da enthaltene Legierungen mit Nickel, Chrom und Molybdän mit hohem Treibhaus und Energieaufwand einher gehen. Allein in Deutschland können pro Jahr 17 Mio. Tonnen CO_2-Äquivalent durch Stahl-Recycling vermieden werden. <ref name = "FraunhoferStahlschrott2016"/> | |||
:Beim Rezyklieren von einer Tonne Stahlschrott können 1,4 Tonnen Eisenerz, 0,6 Tonnen Kohle, 55 kg Kalk, 1,35 Tonnen CO_2-Äauivalente und 13,4 GJ Primärenergie eingespart werden. Prozentual bedeutet dies eine Einsparung von 77% CO_2-Emissionen, 75% Energie, 90% Rohstoffe, 40% Wasser, 76% Wasserverunreinigung und 86% Luftverunreinigung. Bei Edelstahl können Einsparungen von ca. 4,5 Tonnen pro Tonne Edelstahlschrott verzeichnet werden, da enthaltene Legierungen mit Nickel, Chrom und Molybdän | |||
{| class="wikitable" | {| class="wikitable" | ||
|+ Tabelle 5: Einsparungen durch den Einsatz von Sekundärmaterial bei der Stahlherstellung | |+ Tabelle 5: Einsparungen durch den Einsatz von Sekundärmaterial bei der Stahlherstellung | ||
|- | |- | ||
!Ressource !! Einsparungen in % | ! Ressource !! Einsparungen in % | ||
|- | |- | ||
|CO2 - Emissionen ||77% | | CO2 - Emissionen || 77% | ||
|- | |- | ||
|Energie ||75% | | Energie || 75% | ||
|- | |- | ||
|Rohstoffe ||90% | | Rohstoffe || 90% | ||
|- | |- | ||
|Wasser ||40% | | Wasser || 40% | ||
|- | |- | ||
|Wasserverunreinigungen ||76% | | Wasserverunreinigungen || 76% | ||
|- | |- | ||
|Luftverunreinigungen ||86% | | Luftverunreinigungen || 86% | ||
|} | |}''' Beispiele für Schrottqualitäten ''' | ||
''' Beispiele für Schrottqualitäten ''' | |||
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<references> | <references> | ||
<ref name = "Schatzwert"> Schatzwert.de: Eisenerze (online). Online verfügbar unter: https://www.schatzwert.de/metalle/eisen/eisenerze/, zuletzt geprüft am 10.10.21 </ref> | <ref name = "Schatzwert"> Schatzwert.de: Eisenerze (online). Online verfügbar unter: https://www.schatzwert.de/metalle/eisen/eisenerze/, zuletzt geprüft am 10.10.21 | ||
|} | |||
<ref> US Geological Survey (2021): MINERAL COMMODITY SUMMARIES 2021. Online verfügbar unter: https://pubs.usgs.gov/periodicals/mcs2021/mcs2021.pdf, zuletzt geprüft am 28.10.21. </ref> | |||
<ref | <ref> Bergbau- und Stadtmuseum - Weilburg an der Lahn: Eisen / Eisenerz (online). Online verfügbar unter: | ||
http://www.museum-weilburg.de/texte/seite.php?id=107886, zuletzt geprüft am 10.10.21 </ref> | |||
<ref | <ref> Worldsteel Association: Steel Statistical Yearbook 2020 concise version. Online verfügbar unter: https://www.worldsteel.org/en/dam/jcr:5001dac8-0083-46f3-aadd-35aa357acbcc/Steel%2520Statistical%2520Yearbook%25202020%2520%2528concise%2520version%2529.pdf, zuletzt geprüft am 10.10.21 </ref> | ||
<ref | <ref> Regionalverbund Ruhr (2010): Wie aus Eisenerz Roheisen wird (online). Online verfügbar unter: http://www.ruhrgebiet-regionalkunde.de/html/grundlagen_und_anfaenge/eisen_und_stahl/roheisenherstellung.php%3Fp=3,3.html, zuletzt geprüft am 10.10.21 </ref> | ||
<ref | <ref> Bartusch, H.; Alcalde, A.; Fröhling, M.; Schultemann, F.; Schwaderer, F. (2013): Erhöhung der Energie- und Ressourceneffizient und Reduzierung der Treibhausgasemissionen in der Eisen-, Stahl- und Zinkindustrie (ERESTRE): Band 2 Produktion und Energie. Karlsruhe. Online verfügbar unter: https://publikationen.bibliothek.kit.edu/1000028247, zuletzt geprüft am 10.10.21 </ref> | ||
<ref | <ref> Statista (2021): Rohstahlproduktion nach Ländern weltweit 2020. Online verfügbar unter: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/311503/umfrage/wichtigste-laender-nach-rohstahlproduktion/, zuletzt geprüft am 10.10.21 </ref> | ||
<ref | <ref> Statista (2021): Größte Stahlproduzenten weltweit nach Produktionsmenge 2020. Online verfügbar unter: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/180811/umfrage/die-groessten-stahlproduzenten-weltweit-nach-produzierter-menge/, zuletzt geprüft am 10.10.21 </ref> | ||
<ref | <ref> S. Schorn: Mineralienatlas - Möller (online). Online verfügbar unter: https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/M%C3%B6ller?lang=de, zuletzt geprüft am 10.10.21 </ref> | ||
<ref | <ref> H. Martens DG. Recyclingtechnik: Fachbuch für Lehre und Praxis. 2. Auflage; 2016 </ref> | ||
<ref | <ref> A. Höfler: TecSciemce - Direktreduktionsverfahren (online). Online verfügbar unter: https://www.tec-science.com/de/werkstofftechnik/stahl-erzeugung-herstellung/direktreduktionsverfahren/, zuletzt geprüft am 10.10.21 </ref> | ||
<ref | <ref> Stahlinstitut VDEh: Roheisen- und Rohstahlerzeugung (online). Online verfügbar unter: https://www.vdeh.de/stahltechnologie/stahlerzeugung/, zuletzt geprüft am 10.10.21 </ref> | ||
<ref | <ref> bvse-Fachverband Schrott, E-Schrott und Kfz-Recycling: Metallschrottrecycling, Verwertung (online). Online verfügbar unter: https://www.bvse.de/fachbereiche-schrott-e-schrott-kfz/metallschrott/verwertung.html, zuletzt geprüft am 10.10.21 </ref> | ||
<ref | <ref> H. Brauer (1996): Handbuch des Umweltschutzes und der Umweltschutztechnik: Band 2, Produktions- und produktintegrierter Umweltschutz. </ref> | ||
<ref | <ref> J. Schlemme, M. Schimmel, C. Achtelik (2019): Energiewende in der Industrie: Potenziale und Wechselwirkungen mit dem Energiesektor. Branchensteckbrief der Eisen- und Stahlindustrie. Online verfügbar unter: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Downloads/E/energiewende-in-der-industrie-ap2a-branchensteckbrief-stahl.pdf?__blob=publicationFile&v=4, zuletzt geprüft am 10.10.21 </ref> | ||
<ref | <ref> Key to Metals AG (2021): Stahleigenschaften (online). Online verfügbar unter: https://www.totalmateria.com/page.aspx?ID=Stahleigenschaften&LN=DE, zuletzt geprüft am 10.10.21 </ref> | ||
<ref | <ref> Westfälische Stahlgesellschaft F.W. Krummenerl GmbH & Co. KG: Schrottzuschläge (online). Online verfügbar unter: https://www.ws-stahl.de/service/schrottzuschlaege/, zuletzt geprüft am 10.10.21 </ref> | ||
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<ref | <ref> Wirtschaftvereinigung Stahl (2020): Fakten zur Stahlindistrie in Deutschland 2020. Online verfügbar unter: https://www.stahl-online.de/wp-content/uploads/WV-Stahl_Fakten-2020_rz_neu_Web1.pdf, zuletzt geprüft am 22.10.21</ref> | ||
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<ref | <ref> RIVA Stahl GmbH: Recyclingweltmeister Stahl. Online verfügbar unter: https://www.rivastahl.com/de/corporate_responsibility/recyclingweltmeister_stahl, zuletzt geprüft am 10.10.21 </ref> | ||
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<ref | <ref> Statista (2020): Metallrecycling - Anteil der Sekundärproduktion nach Metallart in Deutschland 2019. Online verfügbar unter: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/259779/umfrage/recyclinganteil-bei-der-produktion-ausgewaehlter-metalle-in-deutschland/, zuletzt geprüft am 22.10.21 </ref> | ||
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Version vom 24. März 2023, 10:20 Uhr
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Rohstoffe/Werkstoffe
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Für die Herstellung von Werkstoffen aus Eisen und Stahl wird vor allem Eisenerz benötigt Referenzfehler: Für ein <ref> -Tag fehlt ein schließendes </ref> -Tag.
Eisen liegt in der Natur nicht in Reinform vor. Abgebaut werden beispielsweise Magnetit (Eisengehalt bis zu 73 %), Hämatit (Eisengehalt bis zu 70 %) oder Siderit (Eisengehalt bis zu 50 %) [2]. Das am häufigsten vorkommende Eisenerz Hämatit ist vor allem in Schweden, Brasilien, dem Ural, den USA, Elba und dem Lahn-Dill-Gebiet zu finden[3].
Produktion
Nutzung
Rohstoff!
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-Tag vorhanden: Für die Referenz namensRobertJager
wurde kein Text angegeben. - ↑ Bergbau- und Stadtmuseum - Weilburg an der Lahn: Eisen / Eisenerz (online). Online verfügbar unter: http://www.museum-weilburg.de/texte/seite.php?id=107886, zuletzt geprüft am 10.10.21
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- ↑ Wirtschaftvereinigung Stahl (2020): Fakten zur Stahlindistrie in Deutschland 2020. Online verfügbar unter: https://www.stahl-online.de/wp-content/uploads/WV-Stahl_Fakten-2020_rz_neu_Web1.pdf, zuletzt geprüft am 22.10.21
- ↑ Steger et al. (2019): Stoffstromorientierte Ermittlung des Beitrags der Sekundärrohstoffwirtschaft zur Schonung von Primärrohstoffen und Steigerung der Ressourcenproduktivität: Abschlussbericht. Online verfügbar unter: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/1410/publikationen/2019-03-27_texte_34-2019_sekundaerrohstoffwirtschaft.pdf, zuletzt geprüft am 10.10.21
- ↑ RIVA Stahl GmbH: Recyclingweltmeister Stahl. Online verfügbar unter: https://www.rivastahl.com/de/corporate_responsibility/recyclingweltmeister_stahl, zuletzt geprüft am 10.10.21
- ↑ M. Hiebel, J. Nühlen (2016): Technische, ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Faktoren von Stahlschrott - Zukunft Stahlschrott. Oberhausen. Online verfügbar unter: https://www.umsicht.fraunhofer.de/content/dam/umsicht/de/dokumente/publikationen/2016/stahlrecycling-sichert-stahlproduktion.pdf
- ↑ Robert Jaeger Rohstoffhadnelsgesellschaf mbH (2021): Stahlschrott. Online verfügbar unter: https://www.robert-jaeger-denklingen.de/handel/stahlschrott-2/ (22.10.2021)
- ↑ Statista (2020): Metallrecycling - Anteil der Sekundärproduktion nach Metallart in Deutschland 2019. Online verfügbar unter: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/259779/umfrage/recyclinganteil-bei-der-produktion-ausgewaehlter-metalle-in-deutschland/, zuletzt geprüft am 22.10.21