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Die nachhaltige Nutzung von Ressourcen erfordert einen ganzheitlichen, systemischen Ansatz, der ökologische, wirtschaftliche und soziale Aspekte miteinander verbindet. Diese Überlegungen haben zur Entwicklung des Konzepts der Circular Economy (CE) geführt, das darauf abzielt, Ansätze zu vereinen, die bisher getrennt betrachtet wurden. Es wird der gesamte gesellschaftliche Metabolismus betrachtet und mit einer lebenszyklusweiten Denkweise auf Produktebene verbunden. Im Mittelpunkt stehen Rohstoffe wie Metalle, Mineralien, Biomasse und fossile Energierohstoffe sowie Recyclingmaterialien und die Umwandlung, der diese Rohstoffe entlang ihres Lebenszyklus von der Gewinnung über das Design/die Entwicklung, die Produktion, die Nutzung, bis zum Recycling und zur Entsorgung unterworfen sind. | |||
Die Circular Economy ist kein neues Konzept, sondern eher ein Oberbegriff, der mehrere Denkschulen integriert. Seine Ursprünge lassen sich bis in die 1970er Jahre zurückverfolgen, als der Industrieökonom Walter R. Stahel einen Ansatz vorschlug, der sich auf die Schaffung einer Kreislaufwirtschaft konzentrierte, um Abfall zu vermeiden, die Schaffung von Arbeitsplätzen zu fördern, die Ressourceneffizienz zu verbessern und die Dematerialisierung zu unterstützen. <ref name = " Geissdoerfer et al., 2017"/> | |||
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Version vom 16. November 2023, 15:28 Uhr
Circular Economy: Ziele, Methoden und Indikatoren
Definition
Die nachhaltige Nutzung von Ressourcen erfordert einen ganzheitlichen, systemischen Ansatz, der ökologische, wirtschaftliche und soziale Aspekte miteinander verbindet. Diese Überlegungen haben zur Entwicklung des Konzepts der Circular Economy (CE) geführt, das darauf abzielt, Ansätze zu vereinen, die bisher getrennt betrachtet wurden. Es wird der gesamte gesellschaftliche Metabolismus betrachtet und mit einer lebenszyklusweiten Denkweise auf Produktebene verbunden. Im Mittelpunkt stehen Rohstoffe wie Metalle, Mineralien, Biomasse und fossile Energierohstoffe sowie Recyclingmaterialien und die Umwandlung, der diese Rohstoffe entlang ihres Lebenszyklus von der Gewinnung über das Design/die Entwicklung, die Produktion, die Nutzung, bis zum Recycling und zur Entsorgung unterworfen sind. Die Circular Economy ist kein neues Konzept, sondern eher ein Oberbegriff, der mehrere Denkschulen integriert. Seine Ursprünge lassen sich bis in die 1970er Jahre zurückverfolgen, als der Industrieökonom Walter R. Stahel einen Ansatz vorschlug, der sich auf die Schaffung einer Kreislaufwirtschaft konzentrierte, um Abfall zu vermeiden, die Schaffung von Arbeitsplätzen zu fördern, die Ressourceneffizienz zu verbessern und die Dematerialisierung zu unterstützen. [1] Das Ziel der Circular Economy ist, Rohstoffe und Materialien in der Nutzung – also im Wirtschaftskreislauf – zu halten und Abfälle, inklusive Emissionen, zu vermeiden. [2] [3] Somit soll die Wertschöpfung, die während des Lebenszyklus eines Produkts erreicht wurde, erhalten bleiben und negative Auswirkungen durch weitere Aufwendungen reduziert werden. [4] [2] [3] Das damit verbundene Schmälern, Verlangsamen und Schließen von Stoffströmen soll die gesamte Rohstoffentnahme aus der Ökosphäre und die damit verbundenen Umweltwirkungen senken. [5].
„Circular Economy“ lässt sich ins Deutsche als Kreislaufwirtschaft übersetzen. Der Begriff Kreislaufwirtschaft ist in Deutschland vor allem durch die Gesetzeshistorie der Abfallwirtschaft geprägt. [6] So wird die Kreislaufwirtschaft auch in der Wissenschaft oft in einem abfallwirtschaftlichen Kontext betrachtet, wodurch die Circular Economy vielfach auf das Recycling reduziert wird. [2] Recycling allein reicht jedoch nicht aus, um Kreisläufe nachhaltig zu gestalten. [7] Um eine Abgrenzung vom abfallwirtschaftlich geprägten Begriff Kreislaufwirtschaft zu schaffen, wird die Circular Economy deshalb zunehmend mit "Zirkulärer Wertschöpfung“ oder „Zirkulärem Wirtschaften“ übersetzt. Eine Implementierung des kreislaufwirtschaftlichen Gedankens begann in Deutschland mit Einführung der Verpackungsverordnung 1991 und wurde als Begriff letztendlich 1996 mit dem und Kreislaufwirtschafts- und Abfallbeseitigungsgesetz eingeführt. Der Begriff „Circular Economy“ ist gegenüber der Entwicklung des dahinterliegenden Ansatzes noch jung und hat sich im internationalen Raum in unterschiedliche Richtungen entwickelt, so dass diverse Definitionen aufgestellt wurden. Kirchherr et al. (2017, 2023) haben insgesamt 221 Definitionen erfasst, die sie hinsichtlich des ganzheitlichen, systemischen Ansatzes auswerteten. Da keine Definition alle wesentlichen Komponenten der Circular Economy berücksichtigte, entwickelten Kirchherr et al. (2017) eine eigene Definition:
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