Aufsatz Räumnadel (Demonstrator): Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan = "2" rowspan = "8" | Für das Projekt [https://www.ants.rwth-aachen.de/cms/iar/forschung/aktuelle-forschungsprojekte/~tskof/genesis/ GENESIS] wurde an der Ruhr-Universität Bochum metallisches Pulver aus aufbereitetem [[Metallischer Schleifschlamm | Schleifschlamm]] mit Hilfe von Kondensatorentladungsschweißen zu ringförmigen Grünkörpern verdichtet. Anschließend wurden die Grünkörper durch Heißisostatisches Pressen bei der Firma OWL GmbH aus Aachen zum Demonstrator "Aufsatz Räumnadel" zusammengefügt. Im Anschluss wurde das Werkstück wärmebehandelt und erfolgreich getestet.
| colspan = "2" rowspan = "8" | Der abgebildete Demonstrator "Aufsatz Räumnadel" wurde für das  [https://www.ants.rwth-aachen.de/cms/IAR/Forschung/Aktuelle-Forschungsprojekte/~tskof/GENESIS/ Projekt GENESIS] aus metallischem Schleifschlamm hergestellt, der am ANTS aufbereitet wurde, siehe [[4-12-030]].
Die Aufbereitung des [[Metallischer Schleifschlamm | Schleifschlamms]] wurde am ANTS durchgeführt.
Trotz intensiver Aufbereitung kann aus der haken- bis spiralförmigen Struktur der Späne kein kubisches Korn erzeugt werden. Die Schüttdichte des erzeugten Pulvers ist daher zu gering, um es in konventionellen Sinterverfahren zu verarbeiten. Der Restöl- bzw. Kohlenstoffgehalt des Pulvers ist außerdem höher als bei primären Pulvern. Verbleibendes Öl vergast während des Sinterns und kann zu Risiken bei der Prozessdurchführung sowie Fehlstellen im Werkstück führen.
 
Für das [https://www.ants.rwth-aachen.de/cms/IAR/Forschung/Aktuelle-Forschungsprojekte/~tskof/GENESIS/ Projekt GENESIS] wurde daher an der Ruhr-Universität Bochum die Verarbeitung des an ANTS aufbereiteten Pulvers mit Hilfe von Kondensatorentladungssintern (Q1) erforscht. Das sekundäre Pulver wurde zu ringförmigen Grünkörpern verdichtet. Anschließend wurden die Grünkörper durch heißisostatisches Pressen (Q2) bei der Firma [https://www.owl-am.com/#Kontakt OWL GmbH] aus Aachen zum Demonstrator "Aufsatz Räumnadel" zusammengefügt. Im Anschluss wurde das Werkstück wärmebehandelt und erfolgreich für die Herstellung eines [[3-12-012 | Bauteils mit Innenverzahnung]] getestet.
Die Elemente Wolfram (W), Vanadium (V) und Kobalt (Co) werden in der [https://op.europa.eu/en/publication-detail/-/publication/57318397-fdd4-11ed-a05c-01aa75ed71a1 aktuellen Studie] zur Bewertung kritischer Rohstoffe für die EU als kritisch eingestuft.


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| '''Übergeordneter Stoffstrom''' || Metall
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| '''Herkunft''' || OWL GmbH aus Aachen in Zusammenarbeit mit dem des ANTS und der Ruhr-Universität Bochum
| '''Herkunft''' || Demonstrator hergestellt für das Forschungsprojekt [https://www.ants.rwth-aachen.de/cms/IAR/Forschung/Aktuelle-Forschungsprojekte/~tskof/GENESIS/ GENESIS] von der [https://www.ruhr-uni-bochum.de/de Ruhr-Universität Bochum] in Zusammenarbeit mit der Firma [https://www.owl-am.com/#Kontakt OWL GmbH] aus Aachen
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| '''Jahr''' || 2025
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| '''Lebenszyklusabschnitt''' || Recycling
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| '''Komponenten''' || [[Metalle]]: Hochgeschwindigkeitsstahl PM T15 (Wolfram (W), Vanadium (V) und Kobalt (Co))
| '''Komponenten''' || Hochgeschwindigkeitsstahl PM T15 mit unter anderem den Legierungselementen Wolfram (W), Vanadium (V) und Kobalt (Co)
Abrasive aus der Schleifscheibe:  kubisches Bornitrid (cBN) und Aluminiumoxid (Al₂O₃)
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| '''Angaben zur Rezyklierbarkeit''' || Trotz intensiven Mahlens kann aus den haken- bis spiralförmigen Struktur der Spänen kein kubisches Korn erzeugt werden, weshalb die Schüttdichte des Pulvers zu gering  ist, um es in konventionellen Sinterverfahren einzusetzen.  
| '''Angaben zur Rezyklierbarkeit''' || Die im Hochgeschwindigkeitsstahl enthaltenen Legierungselemente Wolfram (W), Vanadium (V) und Kobalt (Co) werden von der Europäischen Union als [https://single-market-economy.ec.europa.eu/sectors/raw-materials/areas-specific-interest/critical-raw-materials_en?prefLang=de kritische Rohstoffe] bewertet. Die Kreislaufführung dieser Legierungselemente kann unter anderem durch Recycling ihre Kritikalität reduzieren.
Der Restöl- bzw. Kohlenstoffgehalt des Pulvers vergast während des Sinterns und kann zu Risiken bei der Prozessdurchführung sowie Fehlstellen im Werkstück führen.
 
Die Rezyklierbarkeit dieses aus Schleifschlamm hergestellten Demonstrators wurde nicht untersucht.
 
 
   
   
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Version vom 29. April 2026, 09:52 Uhr

Probendarstellung:Aufsatz Räumnadel (Demonstrator)
Probendarstellung:Aufsatz Räumnadel (Demonstrator)
Probenbeschreibung
Probennummer 3-12-014 Der abgebildete Demonstrator "Aufsatz Räumnadel" wurde für das Projekt GENESIS aus metallischem Schleifschlamm hergestellt, der am ANTS aufbereitet wurde, siehe 4-12-030.

Trotz intensiver Aufbereitung kann aus der haken- bis spiralförmigen Struktur der Späne kein kubisches Korn erzeugt werden. Die Schüttdichte des erzeugten Pulvers ist daher zu gering, um es in konventionellen Sinterverfahren zu verarbeiten. Der Restöl- bzw. Kohlenstoffgehalt des Pulvers ist außerdem höher als bei primären Pulvern. Verbleibendes Öl vergast während des Sinterns und kann zu Risiken bei der Prozessdurchführung sowie Fehlstellen im Werkstück führen. Für das Projekt GENESIS wurde daher an der Ruhr-Universität Bochum die Verarbeitung des an ANTS aufbereiteten Pulvers mit Hilfe von Kondensatorentladungssintern (Q1) erforscht. Das sekundäre Pulver wurde zu ringförmigen Grünkörpern verdichtet. Anschließend wurden die Grünkörper durch heißisostatisches Pressen (Q2) bei der Firma OWL GmbH aus Aachen zum Demonstrator "Aufsatz Räumnadel" zusammengefügt. Im Anschluss wurde das Werkstück wärmebehandelt und erfolgreich für die Herstellung eines Bauteils mit Innenverzahnung getestet.

Übergeordneter Stoffstrom Metall
Herkunft Demonstrator hergestellt für das Forschungsprojekt GENESIS von der Ruhr-Universität Bochum in Zusammenarbeit mit der Firma OWL GmbH aus Aachen
Jahr 2025
Lebenszyklusabschnitt Nutzung
Komponenten Hochgeschwindigkeitsstahl PM T15 mit unter anderem den Legierungselementen Wolfram (W), Vanadium (V) und Kobalt (Co)

Abrasive aus der Schleifscheibe: kubisches Bornitrid (cBN) und Aluminiumoxid (Al₂O₃)

Angaben zur Rezyklierbarkeit Die im Hochgeschwindigkeitsstahl enthaltenen Legierungselemente Wolfram (W), Vanadium (V) und Kobalt (Co) werden von der Europäischen Union als kritische Rohstoffe bewertet. Die Kreislaufführung dieser Legierungselemente kann unter anderem durch Recycling ihre Kritikalität reduzieren.

Die Rezyklierbarkeit dieses aus Schleifschlamm hergestellten Demonstrators wurde nicht untersucht.