Elektro- und Elektronikschrott zerkleinert: Unterschied zwischen den Versionen

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Vereinfacht bestehen Leiterplatten zu etwa 40% aus Metallen, 30% Keramik und 30% Kunststoffen. Die wirtschaftlich wertvollsten Bestandteile von Leiterplatten sind Kupfer sowie die Edelmetalle Gold, Silber und Palladium. Ebenfalls zu erkennen sind Kondensatoren, die unter anderem aus aufgewickelten Aluminiumfolien bestehen und mengenmäßig einen kleinen, recyclingtechnisch jedoch relevanten Anteil darstellen <ref name = "Kranert"/>. Leiterplatten machen durchschnittlich 3–5% des weltweit anfallenden Elektronikschrotts aus und kommen in nahezu allen Elektro- und Elektronikgeräten vor.<ref name = "Kaya"/>
Vereinfacht bestehen Leiterplatten zu etwa 40% aus Metallen, 30% Keramik und 30% Kunststoffen. Die wirtschaftlich wertvollsten Bestandteile von Leiterplatten sind Kupfer sowie die Edelmetalle Gold, Silber und Palladium. Ebenfalls zu erkennen sind Kondensatoren, die unter anderem aus aufgewickelten Aluminiumfolien bestehen und mengenmäßig einen kleinen, recyclingtechnisch jedoch relevanten Anteil darstellen <ref name = "Kranert"/>. Leiterplatten machen durchschnittlich 3–5% des weltweit anfallenden Elektronikschrotts aus und kommen in nahezu allen Elektro- und Elektronikgeräten vor.<ref name = "Kaya"/>
Neben Komponenten von Leiterplatten sind Metalle von unbestimmter Herkunft zu erkennen.
Neben Komponenten von Leiterplatten sind Metalle von unbestimmter Herkunft zu erkennen.
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| '''Angaben zur Rezyklierbarkeit''' || Grundvoraussetzung für das Recycling ist ein Aufschluss der einzelnen Materialkomponenten durch Zerkleinerung. Liegen die Komponenten des Gemischs getrennt voneinander vor, können sie durch Sortierung voneinander getrennt werden. Die entstehenden Konzentrate, wie z.B. eine Kupfer- oder Eisenmetallfraktion, können anschließend einem schmelzmetallurgischen Recycling zugeführt werden.<ref name = "Kaya"/>
| '''Angaben zur Rezyklierbarkeit''' || Grundvoraussetzung für das Recycling ist ein Aufschluss der einzelnen Materialkomponenten durch Zerkleinerung. Liegen die Komponenten des Gemischs getrennt voneinander vor, können sie durch Sortierung voneinander getrennt werden. Die entstehenden Konzentrate, wie z.B. eine Kupfer- oder Eisenmetallfraktion, können anschließend einem schmelzmetallurgischen Recycling zugeführt werden.<ref name = "Kaya"/>
Bei der mechanischen Aufbereitung, wie der Zerkleinerung, entsteht Staub, der als schadstoffhaltige Fraktion entsorgt werden muss. Zudem erzeugt Zerkleinerung Wärme, die die Entstehung von halogenhaltigen organischen Verbindungen begünstigt <ref name = "Kranert"/>. Die genannten Emissionen stellen ein Gesundheitsrisiko dar und müssen technisch gemanagt werden. Eine weitere Herausforderung sind aus unter anderem Aluminiumfolie gewickelten Kondensatoren: Bei der Zerkleinerung löst sich die Wicklung, wodurch aluminiumhaltige Folienschnipsel entstehen. Die Folienschnipsel können die Schüttdichte des Gemischs auf 5 kg/m³ reduzieren, was den massebezogenen Durchsatz von Anlagen verringert, den spezifischen Energieverbrauch erhöhen sowie Lager- und Transportfähigkeit negativ beeinflussen kann. Die flache Kornform reduziert zudem die Fließfähigkeit, was die Förderfähigkeit einschränkt.<ref name = "Kaya"/>
Bei der mechanischen Aufbereitung, wie der Zerkleinerung, entsteht Staub, der als schadstoffhaltige Fraktion entsorgt werden muss. Zudem erzeugt Zerkleinerung Wärme, die die Entstehung von halogenhaltigen organischen Verbindungen begünstigt <ref name = "Kranert"/>. Die genannten Emissionen stellen ein Gesundheitsrisiko dar und müssen technisch gemanagt werden. Eine weitere Herausforderung sind unter anderem aus Aluminiumfolie gewickelte Kondensatoren: Bei der Zerkleinerung löst sich die Wicklung, wodurch aluminiumhaltige Folienschnipsel entstehen. Die Folienschnipsel können die Schüttdichte des Gemischs auf 5 kg/m³ reduzieren, was den massenbezogenen Durchsatz von Anlagen verringert, den spezifischen Energieverbrauch erhöhen sowie Lager- und Transportfähigkeit negativ beeinflussen kann. Die flache Kornform reduziert zudem die Fließfähigkeit, was die Förderfähigkeit einschränkt.<ref name = "Kaya"/>


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Version vom 29. Mai 2026, 09:50 Uhr

Probendarstellung: Elektro- und Elektronikschrott zerkleinert
Probendarstellung: Elektro- und Elektronikschrott zerkleinert
Probenbeschreibung
Probennummer 4-08-077 Die Probe zeigt ein Gemisch aus zerkleinerten Leiterplatten, Metallen und weiteren Bestandteilen aus Elektro- und Elektronikschrott. Für die Zerkleinerung wurde eine Hammermühle und ein Austragssieb mit einer Maschenweite von 40 mm verwendet. Die Komponenten des Gemischs liegen größtenteils aufgeschlossen vor.

Vereinfacht bestehen Leiterplatten zu etwa 40% aus Metallen, 30% Keramik und 30% Kunststoffen. Die wirtschaftlich wertvollsten Bestandteile von Leiterplatten sind Kupfer sowie die Edelmetalle Gold, Silber und Palladium. Ebenfalls zu erkennen sind Kondensatoren, die unter anderem aus aufgewickelten Aluminiumfolien bestehen und mengenmäßig einen kleinen, recyclingtechnisch jedoch relevanten Anteil darstellen [1]. Leiterplatten machen durchschnittlich 3–5% des weltweit anfallenden Elektronikschrotts aus und kommen in nahezu allen Elektro- und Elektronikgeräten vor.[2] Neben Komponenten von Leiterplatten sind Metalle von unbestimmter Herkunft zu erkennen.

Übergeordneter Stoffstrom Metalle, Kunststoffe
Herkunft Aufbereitung von Leiterplatten aus dem Elektro- und Elektronikschrott
Lebenszyklusabschnitt Stoffliche Verwertung
Komponenten
  • Komponenten von Leiterplatten (3-08-005, 4-08-055)
  • Metalle
  • Kunststoffe
  • Staub und Feinkorn
Angaben zur Rezyklierbarkeit Grundvoraussetzung für das Recycling ist ein Aufschluss der einzelnen Materialkomponenten durch Zerkleinerung. Liegen die Komponenten des Gemischs getrennt voneinander vor, können sie durch Sortierung voneinander getrennt werden. Die entstehenden Konzentrate, wie z.B. eine Kupfer- oder Eisenmetallfraktion, können anschließend einem schmelzmetallurgischen Recycling zugeführt werden.[2]

Bei der mechanischen Aufbereitung, wie der Zerkleinerung, entsteht Staub, der als schadstoffhaltige Fraktion entsorgt werden muss. Zudem erzeugt Zerkleinerung Wärme, die die Entstehung von halogenhaltigen organischen Verbindungen begünstigt [1]. Die genannten Emissionen stellen ein Gesundheitsrisiko dar und müssen technisch gemanagt werden. Eine weitere Herausforderung sind unter anderem aus Aluminiumfolie gewickelte Kondensatoren: Bei der Zerkleinerung löst sich die Wicklung, wodurch aluminiumhaltige Folienschnipsel entstehen. Die Folienschnipsel können die Schüttdichte des Gemischs auf 5 kg/m³ reduzieren, was den massenbezogenen Durchsatz von Anlagen verringert, den spezifischen Energieverbrauch erhöhen sowie Lager- und Transportfähigkeit negativ beeinflussen kann. Die flache Kornform reduziert zudem die Fließfähigkeit, was die Förderfähigkeit einschränkt.[2]

Literaturverzeichnis

  1. 1,0 1,1 Hans Kranert (2016): Recyclingtechnik.
  2. 2,0 2,1 2,2 Muammer Kaya (2019): Electronic Waste and Printed Circuit Board Recycling Technologies.