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Aufbereitung von Elektronikaltgeräten

Abbildung 1: Aufbereitungsschritte für WEEE nach [1]

Neben der Gefahr durch die in den WEEE enthaltenen Schadstoffe, wird auch wegen der enthaltenen strategischen Metalle das Recycling von WEEE zunehmend forciert. Die Schwierigkeit der Wiedergewinnung dieser strategischen Metalle liegt in der Charakteristik von WEEE, denn es handelt sich um komplexe Verbunde, die aus verschiedenen Bauteilen, Funktionsteilen und Werkstoffen bestehen. Aufgrund der Vielfalt der WEEE unterscheiden sich diese Verbundbauteile je nach Art des Gerätes. Aufgrund der unterschiedlichen Verbindungsarten und Zusammensetzungen werden die Aufbereitungsverfahren an die Gerätearten angepasst. Insbesondere für Kühlaggregate und Bildschirme existieren gesonderte Verfahren. Prinzipiell besteht jedoch jedes WEEE-Aufbereitungsverfahren aus acht Schritten (vgl. Abbildung 1). [1]

Der erste Schritt ist eine Erstbehandlung, die der Entfernung von Schadstoffen dient. Darüber hinaus wird hier auch die Eingangsmasse bestimmt, die für die Berechnung der Quoten nach ElektroG erforderlich ist. Falls noch Geräte und Bauteile mit Potenzial zur Wiederverwendung vorhanden sind, werden diese in der Erstbehandlung aussortiert. Im zweiten Schritt erfolgt eine manuelle oder automatische Vorsortierung, bei der einheitliche Materialgruppen gewon-nen werden. Der dritte Schritt dient der Abtrennung von ggf. enthaltenen Gasen und Flüssigkeiten als Gefahrstoffe. Schritt 4 ist die Demontage der Geräte. Dabei werden nicht nur Wertstoffe wie Metalle und Kunststoffe zurückgewonnen, sondern auch die letzten Schadstoffe entfernt. Zum Teil können auch ganze Bauteile noch einer Wiederverwendung zugeführt werden. Wenn dies nicht der Fall ist, werden die Werkstoffe dem fünften Schritt, der Aufschlusszerkleinerung und Klassierung, zugeführt und im sechsten Schritt sortiert. Die dabei entstehenden Sortierfraktionen werden im Schritt 7 erfasst und in Schritt 8 verwertet. [1]
  1. ↑ 1,0 1,1 1,2 Referenzfehler: Es ist ein ungültiger <ref>-Tag vorhanden: Für die Referenz namens Kranert wurde kein Text angegeben.