WDVS - Wärmedämmverbundsystem

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Die Wärmedämmung einer Fassade kann durch unterschiedliche Dämmmethoden erfolgen. Neben Innen- oder Kerndämmung sowie Dämmung mittels hinterlüfteter Fassade wird die Dämmung mittels WDVS durchgeführt (Riedel and Frössel 2010; Sprengard et al. 2013: 69-73). Jede dieser Methoden bietet einem Bauherrn in Abhängigkeit von dem zu dämmenden Gebäude eine individuell abgestimmte Dämmmöglichkeit, die auf die spezifischen Anforderungen des jeweiligen Bauobjektes ausgerichtet ist. Die unterschiedlichen Dämmmethoden für den Gebäudebereich „Außenwand“ zeigen eine hohe Vielfalt und Komplexität auf. Diese wird insbesondere für die in dieser Arbeit untersuchten WDVS durch die zur Verfügung stehende Komponentenvielfalt und die künstlich erzeugten Verbundeigenschaften noch verstärkt:

„Ein Wärmedämm-Verbundsystem stellt einen Multikomponentenbausatz dar, in dem baustoffchemisch sehr unterschiedliche Systemkomponenten des Systems zusammengehören und einen festen Verbund untereinander und mit der Außenwand bilden.“ (Neumann 2009: 20–21)

Der Aufbau und die Komponentenvielfalt eines WDVS sind in Abbildung 2 schematisch dargestellt. Auf die Außenwand (1), die meist aus Mauerwerk oder Beton besteht, wird der Dämmstoff (3) mit Hilfe von Klebemörtel (2) aufgebracht. Dieser kann zusätzlich mit Dübeln (4) oder Schienensystemen mechanisch befestigt werden. Auf die Außenseite des Dämmstoffes wird ein Armierungsmörtel (5) mit Armierungsgewebe (6) aufgebracht, um Zug- und Druckspannungen aufzunehmen. Die letzte Schicht des WDVS (7) dient dem Schutz der inneren Schichten sowie der ästhetischen Wirkung nach außen und kann beispielsweise aus einer Putzschicht, Klinkerriemchen oder Steinplatten bestehen.

[[Datei:A Abbildung 01 Aufbau WDVS.png|thumb|400px|Schematischer Aufbau eine WDVS [1]]]

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