Metalle
In der Natur treten reine Metalle sehr selten auf.[1] Abbildung 1 zeigt die Anteile der häufigsten Elemente in der Erdkruste. Sauerstoff und Silizium machen etwa 75 % aus.[2] Die nächst größeren, wesentlich geringeren Anteile bilden die Metalle Aluminium und Eisen mit 8,1 % und 5 %.[2]

Die eigentliche Vielfalt der Metalle wird erst bei einem Blick ins Periodensystem deutlich. Abbildung 2 zeigt, dass die meisten Elemente des Periodensystems den Metallen zugeordnet werden.[3] Meist sind diese in der Atmosphäre nicht stabil und liegen in oxidierter Form vor. So müssen sie vor Gebrauch zu elementarer Form reduziert und anschließend vor Reoxidation geschützt werden.[1] S.1
Metalle wurden von Menschen schon früh als Material, beispielsweise für Werkzeuge, Schmuck, Waffen oder auch als Zahlungsmittel in Form von Münzen, verwendet. Seit etwa 3000 Jahren stellen vor allem Eisen zwei der wichtigsten metallischen Werkstoffe dar. Hauptmerkmale von Eisen sind in diesem Zusammenhang die gute Verfügbarkeit und die Möglichkeit durch Legierungen und Wärmebehandlung viele nützliche Eigenschaften zu erzielen. In der neueren Zeit gewannen aufgrund der größeren Anwendungsmöglichkeiten auch seltenere Metalle aufgrund spezieller physikalischer Eigenschaften an Bedeutung. In Abbildung 3 ist die Entwicklung der Elementvielfalt in der Produktion schematisch dargestellt.[1] S.5-6
Eine oftmals verwendete Eigenschaft um Metalle von Nichtmetallen zu unterscheiden ist die elektrische Leitfähigkeit.[4] S.5 Daneben werden noch weitere Eigenschaften wie die Reflexionsfähigkeit des Lichts, die thermische Leitfähigkeit oder gute plastische Verformbarkeit unter mechanischer Beanspruchung zur Klassifikation von Metallen verwendet.[1] S.1
Metalle lassen sich nach verschiedenen Kriterien unterteilen. Eine oftmals verwendete Unterscheidung ist die Einteilung nach Leichtmetallen (ρ < 4,5-5 g/cm3) und Schwermetallen (ρ > 4,5-5 g/cm3). Der Begriff der Edelmetalle ist ebenfalls geläufig und umfasst Gold, Silber und Platinmetalle. Auch die Klassifizierung von Metallen als Buntmetalle wird häufig verwendet. Zu ihnen zählen beispielsweise Kupfer, Nickel und Blei. Buntmetalle sind farbig oder bilden farbige Legierungen. [4]S.105 [5]
Eine vor allem in Bezug auf die Kreislaufwirtshaft zweckmäßige Einteilung ist die Unterscheidung nach Eisenwerkstoffen (Fe-Metalle) und Nichteisenmetallen (NE-Metalle).[4] S.5
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Abbildung 2: Periodensystem der Elemente [3]
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Abbildung 3: Entwicklung der Elementevielfalt in der Produktion (eigene Darstellung) [6]
Weiterführende Links
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Literaturverzeichnis
- ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 Hornbogen, Erhard; Warlimont, Hans; Skrotzki, Birgit (2019): Metalle - Struktur und Eigenschaften der Metalle und Legierungen. 7. aktualisierte und überarbeitete Auflage Berlin: © Springer-Verlag GmbH Deutschland
- ↑ 2,0 2,1 2,2 Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH: Lexikon der Geowissenschaften - Erdkruste (online), Online verfügbar unter: https://www.spektrum.de/lexikon/geowissenschaften/erdkruste/4246, zuletzt geprüft am 06.10.2021.
- ↑ 3,0 3,1 Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt: Schwermetalle und andere Elemente (online). Online verfügbar unter: https://lau.sachsen-anhalt.de/analytik-service/spezialanalytik/schwermetalle-und-andere-elemente/, zuletzt geprüft am 30.09.2021
- ↑ 4,0 4,1 4,2 Peter Kurzweil (2015):Chemie- Grundlagen, Aufbauwissen, Anwendungen und Experimente. 10. überarbeitete Auflage Berlin: © Springer-Verlag GmbH Deutschland
- ↑ WirtschaftsVereinigung Metalle. e.V.: Die NE-Metalle (online). Online verfügabr unter: https://www.wvmetalle.de/die-ne-metalle/, zuletzt geprüft am 06.10.2021.
- ↑ Zepf V.; Reller A.; Rennie C.; Ashfield M.; Simmons J., BP (2014): Materials critical to the energy industry. An introduction. 2nd edition