Mehrkomponenten-Joghurtbecher aus PS, Alu, Papier, Variante 1

Aus CirculateD
Probendarstellung: Mehrkomponenten-Joghurtbecher aus PS, Alu, Papier
Probendarstellung: Mehrkomponenten-Joghurtbecher aus PS, Alu, Papier


Probenbeschreibung
Probennummer 3-03-008 Diese Einweg-Joghurtverpackung besteht aus einem weißen Polystyrol (PS)-Becher, einem Aluminiumdeckel sowie einer Papierbanderole, die noch am Becher befestigt ist. Der Becher dient als stabiler Behälter für das Produkt, während der Aluminiumdeckel das Produkt luftdicht verschließt. Die Papierbanderole umhüllt den Becher und enthält die Produktinformationen. Sie wird verwendet, um Produktinformationen bereitzustellen, ohne den Kunststoffbecher direkt zu bedrucken. Auf der Banderole ist ein klarer Hinweis sichtbar, der darauf ausmerksam macht, dass die PApierbandeole ohne Performierung manuell entfernt werden muss, um eine korrekte Trennung der Materialien für die Trennung zu gewährleisten.

Auf der Papierbanderole des Bechers befindet sich ein Symbol mit dem Hinweis die Banderole aufzuziehen und getrennt vom Becher zu ensorgen. In welche Tonnen ist nicht angegeben. Viele VerbraucherInnen wissen nicht, wie Verpackungen korrekt entsorgt werden sollen, da einheitliche und klare Trennhinweise oft fehlen. Zwar gibt es freiwillige Kennzeichnungen, doch eine gesetzliche Verpflichtung dazu existiert nicht. Viele Menschen wünschen sich einheitliche Hinweise, um die Mülltrennung zu erleichtern und die Recyclingquote zu verbessern. Eine bessere Kennzeichnung würde helfen, Fehlwürfe zu reduzieren und das Recycling effizienter zu gestalten. Die Studie mit dem Titel "Wie entsorgen KonsumentInnen zerlegbare Mehrwegkomponente-Verpackungen und was bedeutet das für die reale Recyclingfähigkeit?" von Lukas Fritsch der Universität Wien wurde 2023 festgestellt, dass VerbraucherInnen Materialien vor der Entsorgung unterschiedlich gut trennen. Während 57 % der in der getrennten Sammlung entsorgten Mehrkomponenten-Leichtverpackungen (MK-LVP) vollständig in ihre Bestandteile zerlegt wurden, wurden 11 % gar nicht getrennt, bei 10 % wurde lediglich der Karton entfernt und bei 22 % nur das Aluminium separiert. Die Ergebnisse zeigen, dass das Verpackungsdesign eine große Herausforderung für Verbraucher darstellt, da sie oft Schwierigkeiten haben, Materialien korrekt zuzuordnen, was die Recyclingfähigkeit erheblich beeinflusst. Häufig fehlt VerbraucherInnen an Bewusstsein oder Motivation, Materialien voneinander zu trennen, insbesondere, wenn dies mit zusätzlichem Aufwand verbunden ist. Ein durchdachtes Verpackungsdesign mit klaren Hinweisen kann sowohl die Trennung als auch das Bewusstsein für eine korrekte Entsorgung fördern.


Übergeordneter Stoffstrom Leichtverpackungen (LVP)
Herkunft LVP-Sammlung aus Hausmüll
Jahr 2024
Lebenszyklusabschnitt Nutzung / Sammlung
Komponenten Kunststoffe: Polystyrol (PS), NE-Metalle: Aluminium, Papier, Pappe, Kartonagen (PPK)
Angaben zur Rezyklierbarkeit Für eine hochwertige Sekundärrohstoffgewinnung sollten die Bestandteile voneinander getrennt werden. Der PS-Becher kann im Gelben Sack für Leichtverpackungen (LVP) entsorgt, sodass er dem Recycling von Kunststoffen zugeführt wird. Der Aluminiumdeckel gehört ebenfalls in den Gelben Sack. Eine vollständige Trennung der Materialien verbessert die Recyclingfähigkeit und sorgt dafür, dass die Bestandteile bestmöglich wiederverwertet werden können. Durch die separate Banderole aus Papier bleibt der Becher selbst weitgehend farb- und rückstandsfrei, was die Trennung im Recycling erleichtert. Zusätzlich trägt diese zur Stabilität des Bechers bei und reduziert so den Bedarf an Kunststoff.