Leichtverpackungen (LVP): Unterschied zwischen den Versionen

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[[Leichtverpackungen (LVP)]] werden über die gelbe Tonne oder den gelben Sack gesammelt. Die Sammlung wird über die Partner der [[Duale Systeme | Dualen Systemen]] organsiert. Gesammelt werden hauptsächlich [[Kunststoffe]] aber auch [[Metalle]] zum Bespiel in Form von Weißblech Dosen, [[Papier, Pappe, Kartonagen (PPK)]] und [[Verbunde]] jeglicher Art. Ein Bespiel für Verbunde stellen die [[Flüssigkeitskartonagen (FKN)]], umgangssprachlich auch als <q> Tetrapacks </q> bezeichnet, dar.
[[Leichtverpackungen (LVP)]] werden in Deutschland über die gelbe Tonne oder den gelben Sack gesammelt. Die Sammlung wird über die Partner der [[Duale Systeme | Dualen Systemen]] organsiert. Gesammelt werden hauptsächlich [[Kunststoffe]] aber auch [[Metalle]] zum Bespiel in Form von Weißblechdosen, [[Papier, Pappe, Kartonagen (PPK)]] und [[Verbunde]] jeglicher Art. Ein Bespiel für Verbunde stellen die [[Flüssigkeitskartonagen (FKN)]], umgangssprachlich auch als <q>Tetrapacks</q> bezeichnet, dar.


[[Datei:AbfallaufkommenAachenLVP.png|thumb|500px|Abfallaufkommen 2019 der Stadt Aachen pro Einwohner <ref name= "Lanuv2019"/>]]
Im Folgenden (Abbildung 1) sind die prozentualen Anteile der Abfallarten am Haushaltabfallaufkommen 2019 für die Stadt Aachen dargestellt. Leichtverpackungen machten einen Anteil von 7% aus. Das entspricht einem Anfall von 28 kg pro Einwohner und Jahr. <ref name= "Lanuv2019"/>
[[Datei:KS Verpackungen Verbrauch seit 1991.png|thumb|500px|Kunststoffverpackungsverbauch 1991-2018 <ref name = "BMU_Verpack_seit_1991"/>]]


Im Folgenden sind die prozentuale Anteile der Abfallarten am Haushaltabfallaufkommen 2019 für die Stadt Aachen dargestellt. Leichtverpackungen machten einen Anteil von 7 % aus. Das entspricht einem Anfall von 28 kg pro Einwohner und Jahr <ref name= "Lanuv2019"/>
[[Datei:AbfallaufkommenAachenLVP.png|thumb|600px|Abbildung 1: Abfallaufkommen 2019 der Stadt Aachen pro Einwohner <ref name= "Lanuv2019"/>]]


Der Verbrauch von Kunststoffverpackungen ist seit den 1990ern beinahe stetig gestiegen. Der Verlauf ist in Abbildung 2 dargestellt. Wurden 1991 noch 1.656 Kilotonnen Kunststoffe verbraucht, waren es 2018 bereits 3236 Kilotonnen. Die Verwertungsquote stieg allerdings im gleichen Zeitraum von 11,6% auf 99,6%. <ref name = "BMU_Verpack_seit_1991"/>
Der Verbrauch von Kunststoffverpackungen ist seit den 1990ern beinahe stetig gestiegen. Der Verlauf ist in Abbildung 2 dargestellt. Wurden 1991 noch 1.656 Tsd. t Kunststoffe verbraucht, waren es 2021 bereits 3.326 Tsd. t. Die Verwertungsquote stieg allerdings im gleichen Zeitraum von 11,6% auf 99,6%. <ref name = "BMU_Verpack_seit_1991"/>


Der Anstieg des Verpackungsverbrauch hat verschiedene Ursachen unter anderem die Zunahme des Versandhandels sowie des Außer-Haus-Verzehrs von Lebensmitteln ("To-Go-Verpackungen") in den letzten Jahren. Auch der Trend zu immer kleineren Verpackungsgrößen aufgrund der gestiegenen Anzahl an Senioren- sowie Ein- bzw. Zweipersonenhaushalten trägt zu einem immer höheren Anfall an Verpackungen bei. <ref name = "UBA_Publi_Verp"/>  
[[Datei:KS Verpackungen Verbrauch seit 1991.png|thumb|600px|Abbildung 2: Kunststoffverpackungsverbauch 1991-2018 <ref name = "BMU_Verpack_seit_1991"/>]]


Um ein bestmögliches Recycling der Verpackungen zu gewährleisten empfiehlt das Umweltbundesamt die Materialien aufzutrennen, sodass die Komponenten zur anschließend Aufbereitung möglichst vereinzelt vorliegen. Konkret sollte dafür der Aluminiumdeckel vom Joghurtbecher oder die Pappbanderole von der Saftflasche abgetrennt und den verschiedenen Entsorgungswegen zugeführt werden. Außerdem sollten die Verpackungen entleert werden, ein ausspülen ist nicht notwendig ("löffelrein"). <ref name = "UBA_AbfälleHaushalt"/>  
Der Anstieg des Verpackungsverbrauchs hat verschiedene Ursachen, unter anderem die Zunahme des Versandhandels sowie des Außer-Haus-Verzehrs von Lebensmitteln ("To-Go-Verpackungen") in den letzten Jahren. Auch der Trend zu immer kleineren Verpackungsgrößen aufgrund der gestiegenen Anzahl an Senioren- sowie Ein- bzw. Zweipersonenhaushalten trägt zu einem immer höheren Anfall an Verpackungen bei. <ref name = "UBA_Publi_Verp"/>   
 
Um ein bestmögliches Recycling der Verpackungen zu gewährleisten, empfiehlt das Umweltbundesamt die Materialien aufzutrennen, sodass die Komponenten zur anschließenden Aufbereitung möglichst vereinzelt vorliegen. Konkret sollte dafür der Aluminiumdeckel vom Joghurtbecher oder die Pappbanderole von der Saftflasche abgetrennt und den verschiedenen Entsorgungswegen zugeführt werden. Außerdem sollten die Verpackungen entleert werden, ein Ausspülen ist nicht notwendig ("löffelrein"). <ref name = "UBA_AbfälleHaushalt"/>  


==Weiterführende Links==
==Weiterführende Links==


[https://www.umweltbundesamt.de/themen/abfall-ressourcen/produktverantwortung-in-der-abfallwirtschaft/verpackungen/fragen-antworten-verpackungen-verpackungsabfaelle#1-verbrauch-und-verwertung-von-verpackungen FAQ des Umweltbundesamtes zu Verpackungen und Verpackungsabfälle]   
[https://www.umweltbundesamt.de/themen/abfall-ressourcen/produktverantwortung-in-der-abfallwirtschaft/verpackungen/fragen-antworten-verpackungen-verpackungsabfaelle#1-verbrauch-und-verwertung-von-verpackungen FAQ des Umweltbundesamtes zu Verpackungen und Verpackungsabfälle]   
== Proben im MassLab ==
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==Literaturverzeichnis==
==Literaturverzeichnis==

Aktuelle Version vom 10. Oktober 2024, 10:51 Uhr

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Leichtverpackungen (LVP) werden in Deutschland über die gelbe Tonne oder den gelben Sack gesammelt. Die Sammlung wird über die Partner der Dualen Systemen organsiert. Gesammelt werden hauptsächlich Kunststoffe aber auch Metalle zum Bespiel in Form von Weißblechdosen, Papier, Pappe, Kartonagen (PPK) und Verbunde jeglicher Art. Ein Bespiel für Verbunde stellen die Flüssigkeitskartonagen (FKN), umgangssprachlich auch als Tetrapacks bezeichnet, dar.

Im Folgenden (Abbildung 1) sind die prozentualen Anteile der Abfallarten am Haushaltabfallaufkommen 2019 für die Stadt Aachen dargestellt. Leichtverpackungen machten einen Anteil von 7% aus. Das entspricht einem Anfall von 28 kg pro Einwohner und Jahr. [1]

Abbildung 1: Abfallaufkommen 2019 der Stadt Aachen pro Einwohner [1]

Der Verbrauch von Kunststoffverpackungen ist seit den 1990ern beinahe stetig gestiegen. Der Verlauf ist in Abbildung 2 dargestellt. Wurden 1991 noch 1.656 Tsd. t Kunststoffe verbraucht, waren es 2021 bereits 3.326 Tsd. t. Die Verwertungsquote stieg allerdings im gleichen Zeitraum von 11,6% auf 99,6%. [2]

Abbildung 2: Kunststoffverpackungsverbauch 1991-2018 [2]

Der Anstieg des Verpackungsverbrauchs hat verschiedene Ursachen, unter anderem die Zunahme des Versandhandels sowie des Außer-Haus-Verzehrs von Lebensmitteln ("To-Go-Verpackungen") in den letzten Jahren. Auch der Trend zu immer kleineren Verpackungsgrößen aufgrund der gestiegenen Anzahl an Senioren- sowie Ein- bzw. Zweipersonenhaushalten trägt zu einem immer höheren Anfall an Verpackungen bei. [3]

Um ein bestmögliches Recycling der Verpackungen zu gewährleisten, empfiehlt das Umweltbundesamt die Materialien aufzutrennen, sodass die Komponenten zur anschließenden Aufbereitung möglichst vereinzelt vorliegen. Konkret sollte dafür der Aluminiumdeckel vom Joghurtbecher oder die Pappbanderole von der Saftflasche abgetrennt und den verschiedenen Entsorgungswegen zugeführt werden. Außerdem sollten die Verpackungen entleert werden, ein Ausspülen ist nicht notwendig ("löffelrein"). [4]

Weiterführende Links

FAQ des Umweltbundesamtes zu Verpackungen und Verpackungsabfälle



Proben im MassLab

Literaturverzeichnis

  1. 1,0 1,1 Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) (Hg.) (2019): Haushaltsabfälle in Nordrhein-Westfalen 2019. Online verfügbar unter https://www.lanuv.nrw.de/fileadmin/lanuv/abfall/abfstroeme/2021-05-04-Haushaltsabf%C3%A4lle-2019-Homepage.pdf, zuletzt geprüft am 25.08.2021.
  2. 2,0 2,1 Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit: "Verpackungen gesamt Verbrauch, Verwertung, Quoten 1991 bis 2018 (in Kilotonnen) in der Bundesrepublik Deutschland. Online verfügbar unter: https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Abfallwirtschaft/datentabelle_verbrauch_verwertung_quoten_bf.pdf, zuletzt geprüft am 28.09.2021
  3. Umweltbundesamt (2020) (Hg.): Aufkommen und Verwertung von Verpackungsabfällen in Deutschland im Jahr 2018 – Abschlussbericht. ISSN 1862-4804, online verfügbar unter: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/479/publikationen/texte_166-2020_aufkommen_und_verwertung_von_verpackungsabfaellen_in_deutschland_im_jahr_2018.pdf, zuletzt geprüft am 28.09.2021
  4. Umweltbundesamt (2021): Abfälle im Haushalt. Online verfügbar unter: https://www.umweltbundesamt.de/themen/abfaelle-im-haushalt, zuletzt geprüft am 28.09.2021